Weingut Robert Weil: Das Weinjahr 2016

Weingut Robert Weil: Das Weinjahr 2016

Herausforderung und gleichermaßen Belohnung für gute Arbeit im Weinberg! Regen und Bangen, dann aber Sommermärchen und Herbstwunder!

Das Jahr 2016 begann wieder einmal mit einem viel zu milden Winter, und dieser war endgültig der zweitwärmste seit Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen im Rheingau vor mehr als 130 Jahren. Was sich aber als viel wichtiger erweisen sollte: Das Jahr war bis in den Sommer hinein außergewöhnlich nass. Die hohen Regenmengen waren zunächst noch äußerst willkommen, da nach dem extrem trockenen Jahr 2015 die Wasserreserven im Boden wieder aufgefüllt werden konnten. Nachdem es aber dann ab Mitte Mai bis Ende Juni fast täglich regnete, wurden die Winzer langsam nervös. Und trotzdem war bis dahin die Rebenentwicklung mit dem Austrieb in der letzten Aprilwoche und dem Blühbeginn Mitte Juni im dreißigjährigen Mittel. Auch wurden wir nicht durch Hagel oder Spätfröste heimgesucht. Was aber nicht der Norm entsprach, war der Befallsdruck durch pilzliche Schaderreger, allen voran durch die Peronospora. Damit hatten die Pflanzenschutzmaßnahmen eine ganz besondere Bedeutung. Dort, wo Blätter und Trauben die schwierige Zeit unbeschadet überstanden, so auch in den Kiedricher Berglagen, brachten Juli, August und September ein nicht mehr erwartetes „Sommermärchen“ und dann ein „Herbstwunder“. Die Sonne, die sich lange Zeit sehr rar gemacht hatte, lief zur „Hochform“ auf. Nach einem zeitlich normalen Reifebeginn in den letzten Augusttagen, führte der im Rheingau wärmste September seit Menschengedenken zu einer traumhaften Entwicklung der Trauben. Diese erfreulich positive Entwicklung konnten auch Regenfälle in den ersten Oktobertagen nicht mehr zunichte machen.

Die Trauben beeindruckten durch einen außergewöhnlichen Gesundheitszustand bei hervorragender physiologischer Reife. Schon bei Beginn der Ernte Anfang Oktober konnten bei den Gutsweinen deutlich über 80 °Oe verzeichnet werden und noch wichtiger, die Trauben schmeckten super. Man sollte hierbei nicht vergessen: Ein Wein kann nie besser schmecken als die Trauben, aus denen er gekeltert wurde.

Mit zunehmender Hängezeit der Trauben konnten dann mit dem Ortswein sowie den Ersten Lagen-Weinen und dem Grossen Lage-Wein erfreuliche weitere Steigerungen der Traubenaromatik und Reife erreicht werden. Neben großen trockenen Rieslingen wird der Jahrgang durch feinste fruchtsüße Spätlesen und edelsüße Spitzen gekrönt. Der Jahrgang 2016 ist damit der 28. in ununterbrochener Folge mit Auslesen, Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen auf Weingut Robert Weil.

Die Erntemenge liegt im langjährigen Durchschnitt, wobei die edelsüßen Prädikate nur in sehr begrenzter Menge eingebracht werden konnten, da das Lesegut bis in den November in unseren Berglagen sehr gesund geblieben ist. Text: Weingut Robert Weil

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Weine

Schloss Lieser Wehlener Sonnenuhr Riesling GG 2021

Weißwein · Wehlener Sonnenuhr (Mosel) · Riesling

Riesling Wehlener Sonnenuhr Wehlen · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) reiner Devonschiefer 60–100 % Steillage Großes Gewächs · trocken 2021

Der Schloss Lieser Wehlener Sonnenuhr Riesling Großes Gewächs 2021 stammt von einer der größten Rieslinglagen der Welt – der berühmten Sonnenuhr gegenüber von Wehlen, auf reinem Devonschiefer in extremer Steillage. Ein trockener Riesling von filigraner Eleganz und enormer Mineralität, mit einem tollen Frucht-Säure-Spiel bei moderatem Alkoholgehalt.


Wehlener Sonnenuhr – Weltklasse-Steillage

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Das VDP.Große Gewächs präsentiert die trockene Spitze des Portfolios: Aus acht Großen Lagen der Mittelmosel entstehen – nur wenige Kilometer voneinander entfernt – einzigartige Weine mit der eigenen Persönlichkeit des jeweiligen Terroirs. Die Bearbeitung der Weinberge von Hand und die spontane Vergärung sind seit jeher das Markenzeichen des Guts.

Die VDP.GROSSE LAGE® Wehlener Sonnenuhr erstreckt sich imposant gegenüber von Wehlen entlang der Mosel und weist eine beeindruckende Hangneigung von 60 bis 100 Prozent auf. Die Südwestlage profitiert von einem einzigartigen Mikroklima durch lange Sonnenscheindauer und die starke Wärmereflexion der Böden sowie der nahen Mosel. Die Reben wachsen auf reinem Devonschieferverwitterungsboden mit hohem Gesteinsanteil, großenteils in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Ihren Namen erhielt die Lage von einer Sonnenuhr, die der Wehlener Winzer Jodocus Prüm 1842 in den Hang setzen ließ. Hier entstehen einige der spannendsten, langlebigsten und besten Rieslinge der Welt.

Jahrgang 2021 – Mosel

Das Jahr 2021 hat ein klassisches, moseltypisches Rieslingjahr beschert. Nach einem kühlen, langgezogenen Frühjahr und wechselhaftem Sommer war der September von viel Sonne geprägt und förderte mit seinen kühlen Nächten eine tolle Aromenentwicklung. Die hoch selektive Ernte startete Mitte Oktober in vielen Durchgängen und belohnte die intensive Handarbeit mit perfekt gesundem Lesegut bei geringen Erträgen. Die Rieslinge zeichnen sich in 2021 durch enorme Mineralität mit einem tollen Frucht-Säure-Spiel bei moderatem Alkoholgehalt aus.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus der Wehlener Sonnenuhr, Jahrgang 2021; 100 % Riesling.

Nach strengster, selektiver Handlese in mehreren Durchgängen wird der Wein spontan mit den eigenen Hefen vergoren und schonend auf der Feinhefe ausgebaut, um das Terroir der Lage unverfälscht zur Geltung zu bringen. So entsteht ein glasklarer, tiefgründiger Riesling mit der kristallinen Schiefermineralität dieser Weltklasse-Lage.

Im Glas

Aus dem reinen Devonschiefer der Sonnenuhr lebt dieser Riesling von Filigranität und Präzision: helle Frucht von weißem Pfirsich und Aprikose, dazu Limette, Zitrone und grüner Apfel, untermalt von floralen Anklängen und einer kühlen, feuersteinig-kristallinen, salzigen Schiefermineralität. Am Gaumen trocken, filigran und dennoch tiefgründig, mit moderatem Alkohol und einer vibrierenden, präzisen Säure, die dem Wein Spannung und Eleganz verleiht – mit langem, glasklarem, salzig-mineralischem Nachhall.

Weißer Pfirsich, Limette und grüner Apfel über kühler, kristalliner Schiefermineralität – trocken und filigran, mit vibrierender Säure und langem, salzigem Nachhall.

Ein großer Mosel-Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Wehlener Sonnenuhr, gegenüber Wehlen an der Mittelmosel; Südwest, reiner Devonschieferverwitterungsboden mit hohem Gesteinsanteil, 60–100 % Neigung, 110 bis über 320 m; Einzelpfahlerziehung; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: strengste selektive Handlese in mehreren Durchgängen, Spontangärung mit eigenen Hefen, schonender Ausbau auf der Feinhefe

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Weine

Chateau Maucoil Chateauneuf-du-Pape rouge BIO

Rotwein · Châteauneuf-du-Pape · Bio · Rhône

Château Maucoil Châteauneuf-du-Pape rouge BIO ist ein konzentrierter Rotwein aus biologischem Anbau aus dem südlichen Rhônetal. Eine Nase voll aromatischer Würze, schwarzer Früchte und Konfitüre leitet über zu konzentrierter, eleganter und fast mineralischer Frucht. Saftige Himbeeren und Kirschen treten hinzu, die Tannine runden die Aromen ab. Im Abgang lang, mit dezenter Frische.


Châteauneuf-du-Pape

Châteauneuf-du-Pape liegt im südlichen Rhônetal nördlich von Avignon. Die berühmten Galets roulés – große, runde Kiesel – speichern die Tageswärme und geben sie nachts an die Reben ab; das mediterrane Klima bringt konzentrierte, würzige Rotweine hervor. Dieser Wein stammt aus biologischem Anbau (bio-zertifiziert, Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Assemblage und Ausbau

Klassische Châteauneuf-Cuvée auf Basis von Grenache, ergänzt um Syrah und Mourvèdre. Der Ausbau verleiht dem Wein Struktur, feine Tannine und Reifepotenzial.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase aromatische Würze, schwarze Früchte und Konfitüre. Am Gaumen konzentriert, elegant und fast mineralisch, mit saftigen Himbeeren und Kirschen. Reife Tannine und ein langer Abgang mit dezenter Frische.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; vor dem Genuss dekantieren. Gut gelagert reift der Wein weiter.

Klassische Begleitung: Lamm, Wild, Schmorgerichte, kräftige Braten und gereifter Hartkäse.


Lage: Châteauneuf-du-Pape, südliche Rhône (Frankreich)
Klassifikation: AOC Châteauneuf-du-Pape
Ausbau: Grenache-basierte Cuvée (Syrah, Mourvèdre)

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Rebsorten

Ziereisen Lügle Weißer Burgunder 2023

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Ziereisen Lügle Weißer Burgunder 2023 ist ein Pinot Blanc vom Weingut H.P. Ziereisen in Efringen-Kirchen am Dreiländereck. Handwerklich konsequent vinifiziert – Korbpresse, Spontangärung, 20 Monate Reife im großen Holzbehälter, Abfüllung ohne Filtration – ein Weißburgunder mit Substanz und klarer Herkunft.


Baden / Oberrhein

Das Weingut Ziereisen liegt in Efringen-Kirchen im südlichsten Zipfel Badens, unmittelbar am Dreiländereck D/F/CH. Die Weinberge profitieren vom kontinentalen Einfluss des Rheintals und von burgundisch geprägten Böden – Kalk und Lösslehm dominieren die Lagen rund um den Isteiner Klotz. Der Wein trägt die Bezeichnung Landwein Oberrhein.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Weißem Burgunder (Pinot Blanc). Die handgelesenen Trauben wurden in der Korbpresse schonend gepresst; die Gärung erfolgte spontan mit traubeneigenen Hefen im großen traditionellen Holzbehälter. Nach 20 Monaten Hefelager wurde der Wein ohne Filtration abgefüllt – ein kleines natürliches Depot in der Flasche ist daher möglich. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Die Nase zeigt reife Birne, weißen Pfirsich und einen dezenten Ton von frischem Brotteig – typisch für den langen Hefekontakt. Am Gaumen dicht und vollmundig, mit klarer Säure, die dem Holzausbau Frische entgegensetzt. Der Abgang ist lang, mineralisch und leicht nussig.

Am Tisch

Ab sofort trinkbereit, entwickelt sich im Keller jedoch bis mindestens 2030 positiv. Vor dem Servieren 30 Minuten dekantieren oder im Glas öffnen lassen; bei 10–14 °C servieren.

Passt zu: Kalbsbries, Steinbutt, Jakobsmuscheln, reifem Comté sowie asiatisch inspirierten Gerichten mit Kokosmilch.


Lage: Baden, Efringen-Kirchen am Dreiländereck (Deutschland); Weingut H.P. Ziereisen
Klassifikation: Landwein Oberrhein – 100 % Weißer Burgunder (Pinot Blanc), trocken
Ausbau: Korbpresse, Spontangärung, 20 Monate großes Holz, unfiltriert
Jahrgang: 2023

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Rebsorten

Domaine Denis Mortet Marsannay Les Longeroies 2023

Rotwein · Marsannay · Pinot Noir

Pinot Noir Marsannay AOC Les Longeroies · 1,10 ha Reben ~50 Jahre · 7.000 Flaschen 2023

Der Marsannay Les Longeroies 2023 von Denis Mortet ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der besten Lagen von Marsannay. Die südausgerichtete Parzelle gibt dem Wein eine geschmeidige Textur mit bereits gut eingebundenen Tanninen – zugänglich und schnell zu öffnen, mit klarer Terroir-Prägung.


Les Longeroies – Südhang in Marsannay

Les Longeroies ist nach Süden ausgerichtet und zieht sich den Hang entlang. Hier liegen reichlich kalkhaltige Schuttablagerungen auf tiefgründigen Böden – ein Terroir, das sich klar im Glas widerspiegelt und für Ausdruck und Komplexität sorgt. Die Parzelle umfasst 1,10 Hektar mit rund 50 Jahre alten Reben.

Marsannay ist die nördlichste Appellation der Côte de Nuits, das „Goldene Tor" südlich von Dijon, und die einzige Dorf-Appellation der Region für Rot, Weiß und Rosé. Die Rotweine zeigen einen eleganten, fruchtbetonten Stil. Die Domaine Denis Mortet zählt zu den Spitzenadressen von Gevrey-Chambertin.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von rund 50 Jahre alten Reben. Gesamtproduktion: 7.000 Flaschen.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf einen klaren Lagen- und Fruchtausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Klare, frische Frucht, die sich auf der Zunge entfaltet. Die Textur ist geschmeidig dank bereits gut eingebundener Tannine. Ein ausdrucksstarker, komplexer Wein, der sich schnell öffnet und die Essenz seiner Lage einfängt.

Geschmeidige Textur und gut eingebundene Tannine – ein zugänglicher Marsannay mit klarer Terroir-Prägung.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, Kalb, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Les Longeroies (Lieu-dit), Marsannay (nördliche Côte de Nuits); Südhang, kalkhaltiger Schutt auf tiefem Boden, 1,10 ha, Reben ~50 Jahre
Klassifikation: Marsannay AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Weine

Dönnhoff Kreuznacher Krötenpfuhl Riesling GG 2025

Weißwein · VDP.Großes Gewächs · Riesling trocken

100 % Riesling Kreuznacher Krötenpfuhl VDP.Große Lage · Großes Gewächs 2025 Lehmiger Kies mit Schwemmlöss Spontangärung Holzfass und Edelstahl

Der Dönnhoff Krötenpfuhl Riesling GG 2025 stammt aus einer der wärmsten Lagen des Weinguts: dem Kreuznacher Krötenpfuhl bei Bad Kreuznach, VDP.Große Lage. Kies statt Fels, Südhang statt Steilhang – ein Großes Gewächs, das seine Kraft aus der Wärmespeicherung des Bodens zieht und nicht aus der Steillage. Handlese, Spontangärung, Ausbau in Holzfass und Edelstahl.


Kreuznacher Krötenpfuhl – lehmiger Kies am Südhang

Der Krötenpfuhl liegt am Stadtrand von Bad Kreuznach auf 140 bis 153 Metern über dem Meer, nach Süden ausgerichtet, mit einer Neigung zwischen 5 und 40 Prozent. Der Boden ist lehmiger Kies mit Schwemmlössanteilen – Ablagerungen der Nahe, durchsetzt mit feinem Löss. Der Kiesanteil speichert tagsüber die Sonnenwärme und gibt sie nachts an die Reben ab; der Lehm hält so viel Wasser zurück, dass die Stöcke auch in trockenen Sommern nicht in Stress geraten.

Der Name kommt vom Hangfuß: Nach Winterregen und starken Niederschlägen sammelt sich dort Wasser in flachen Tümpeln, die Kröten anziehen. Was als Kuriosität klingt, beschreibt die Hydrologie der Lage genau – ein durchlässiger Oberboden über einem Untergrund, der Wasser bis in den Hangfuß führt. Genau diese Kombination erklärt, warum der Krötenpfuhl reife, breitschultrige Rieslinge liefert, ohne dass sie phenolisch hart werden.

Dönnhoff bewirtschaftet hier Reben im Alter von 20 bis 30 Jahren und hält den Ertrag bei rund 40 Hektolitern je Hektar. Gelesen wird zu 100 Prozent von Hand. Im Vergleich zu den Schiefer- und Vulkanlagen des Weinguts weiter flussaufwärts ist der Krötenpfuhl der wärmere, frühere Standort – innerhalb des Betriebs die Lage für Fülle und Würze, nicht für kühle Zuspitzung.

Jahrgang 2025 – Nahe

2025 verlief an der Nahe zunächst regelrecht: ausreichende Niederschläge im Frühjahr, leicht überdurchschnittliche Temperaturen, guter Traubenbehang, gesundes Lesegut. Lokal kosteten Spätfröste und Hagel Menge. Ein warmer und trockener August beschleunigte die Reife dann massiv – die Mostgewichte stiegen bereits Anfang September steil an. Die Säure blieb dabei erhalten, was die Winzer der Region in die Nähe von 2015 rückte.

Die Lese gehörte zu den frühesten und schnellsten in der Geschichte des Anbaugebiets und begann Anfang September. Entscheidend wurde der Regen am 23. und 24. September: Wer davor erntete, holte makelloses Material, danach war Selektion nötig. Anfang Oktober war praktisch alles gelesen. Die Erntemenge an der Nahe wurde zweimal nach unten korrigiert und landete bei 246.000 Hektolitern – drei Prozent unter dem Vorjahr und rund 21 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Ein Jahrgang mit hohen Mostgewichten, eingebundener Säure und kleiner Menge, in dem der Lesezeitpunkt mehr entschied als der Standort.

Assemblage und Ausbau

100 Prozent Riesling aus dem Jahrgang 2025, ausschließlich von Hand gelesen bei rund 40 hl/ha. Der Most vergärt spontan mit den weinbergseigenen Hefen – der langsamere, unebenere Gärverlauf ist gewollt, weil er dem Wein Textur gibt, die eine Reinzuchthefe so nicht liefert.

Gärung und Reife verteilen sich auf Holzfass und Edelstahl. Das gebrauchte Stückfass steuert Sauerstoffzutritt und damit Bindung bei, ohne Holzaroma abzugeben; der Edelstahlanteil hält die Frucht klar. Der Wein bleibt bis zur Füllung auf der Feinhefe. In einem Jahr wie 2025 mit hohen Mostgewichten ist diese Kombination die Bremse gegen Breite – sie hält den Wein trotz der Reife des Jahrgangs auf Linie.

Im Glas

Helles Gelb mit grünen Reflexen. In der Nase gelber Pfirsich, Aprikose und Mandarine, dazu Kräuterwürze und ein feuersteiniger Ton. Am Gaumen kraftvoll und breit angelegt, mit salziger Struktur unter der Frucht; die Säure des Jahrgangs trägt, ohne vorzustehen, der Abgang bleibt lang und würzig.

Der Kies gibt die Wärme, der Lehm hält das Wasser – deshalb wird der Krötenpfuhl in heißen Jahren reif, aber nicht hart.

Jetzt schon zugänglich, aber noch nicht am Punkt. Ein Großes Gewächs aus diesem Jahrgang gewinnt zwischen 2028 und 2035 deutlich an Tiefe; die kleine Erntemenge 2025 spricht für Konzentration und entsprechendes Potenzial bis 2040. Junge Flaschen profitieren vom Dekantieren, spätestens aber von einem großen Glas und 10–12 °C – kalt serviert verschließt sich die Würze.

Am Tisch

Zu gebratenem Zander oder Steinbutt mit Beurre blanc, zu Kalbsbries, zu Poularde mit Morcheln. Ebenso zu Schweinebauch mit Apfel, zu Räucherfisch und zu Currygerichten mit mittlerer Schärfe. Ein GG mit dieser Fülle verträgt auch Sauce – es ist kein Wein für den Aperitif.


Produzent Weingut Dönnhoff, Oberhausen an der Nahe
Rebsorte 100 % Riesling
Lage Kreuznacher Krötenpfuhl, Bad Kreuznach, 140–153 m, Südausrichtung
Klassifikation VDP.Große Lage · Großes Gewächs, trocken
Jahrgang 2025
Vinifikation 100 % Handlese · Spontangärung · rund 40 hl/ha
Ausbau Gärung und Reife in Holzfass und Edelstahl · Reife auf der Feinhefe
Trinkempfehlung 2028–2040
Boden Lehmiger Kies mit Schwemmlössanteilen
Rebenalter 20–30 Jahre

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Südafrika

Oude Kaap Rosé

Wein · Rosé · Western Cape · Südafrika

Oude Kaap Rosé ist ein trocken ausgebauter Rosé mit vielfältigen Aromen von Erd- und Himbeeren. Am Gaumen frisch und sehr süffig – ein idealer Begleiter zu knackigen Sommersalaten.


Western Cape / Südafrika

Oude Kaap ist eine Weinlinie von DGB (Douglas Green Bellingham), einem der größten unabhängigen Weinerzeuger Südafrikas, mit Wurzeln im Franschhoek-Tal. Die Trauben stammen aus dem Western Cape, dem Weinkernland Südafrikas.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Pinotage, der südafrikanischen Paradesorte. Die helle Farbe entsteht durch einen sehr kurzen Kontakt des Mostes mit den Beerenschalen; anschließend wird der Wein im Edelstahl trocken vergoren, um Frucht und Frische zu bewahren.

Im Glas

Helles Rosa. In der Nase vielfältige Aromen von Erdbeere und Himbeere. Am Gaumen frisch und sehr süffig, mit feiner Frucht und sauberem, trockenem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Terrassenwein, Aperitif oder zu leichten Sommergerichten.

Passt zu: knackigen Sommersalaten, gegrilltem Gemüse, hellem Fleisch und Fingerfood.


Lage: Western Cape (Südafrika); Oude Kaap / DGB (Douglas Green Bellingham)
Klassifikation: Western Cape – 100 % Pinotage, trocken
Ausbau: kurzer Schalenkontakt, Gärung im Edelstahltank

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Frankreich

Le Moine Grands Echézeaux Grand Cru 2022

Rotwein · Grands-Échézeaux Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Grands-Échézeaux Grand Cru Côte de Nuits · Flagey-Échézeaux Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2022

Der Lucien Le Moine Grands-Échézeaux Grand Cru 2022 stammt aus einer der ranghöchsten Lagen der Côte de Nuits, direkt oberhalb des Clos de Vougeot – ein kraftvoller, zugleich eleganter Pinot Noir von großer Tiefe. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Grands-Échézeaux – Grand Cru über dem Clos de Vougeot

Grands-Échézeaux liegt in der Gemeinde Flagey-Échézeaux, unmittelbar oberhalb des Clos de Vougeot und nördlich von Vosne-Romanée. Mit nur rund 9 Hektar ist er deutlich kleiner, einheitlicher und ranghöher als der benachbarte, weitläufige Échézeaux – auf gut dränierten Kalk-Ton-Böden am Mittelhang. Das ergibt Pinot Noirs am vollmundigeren Ende des Burgunder-Spektrums: viel rote und dunkle Frucht, Gewürz- und Unterholznoten, festes Tannin und große Lagerfähigkeit, dabei mehr Tiefe und Struktur als der einfache Échézeaux.

Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer Grand Cru: Mounir Saoumas Ausbau betont Reinheit, Textur und Tiefe, ohne Klarheit und Eleganz zu verlieren.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 brachte an der Côte de Nuits eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Ernte mit tiefer, klar definierter Frucht, samtigem Tannin und guter Balance. In einem strukturreichen Grand Cru wie Grands-Échézeaux ergibt das einen kraftvollen, dichten und zugleich eleganten Pinot Noir mit großer Tiefe und langem Reifepotenzial – im texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, Grands-Échézeaux Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Aus dem gut dränierten Kalk-Ton-Hang oberhalb des Clos de Vougeot lebt dieser Grand Cru: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Aus dem reifen Jahrgang 2022 gewinnt er Dichte und Substanz, die das lange Vollhefelager und das neue Holz in eine seidige, vielschichtige Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen kraftvoll und tiefgründig, mit festem, samtigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein Wein für die lange Reife.

Dunkle und rote Frucht, würzige Tiefe und feine Röstwürze – kraftvoll und seidig, mit samtigem Tannin und langer Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu Rind und Lamm in kräftiger Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Grands-Échézeaux Grand Cru, Flagey-Échézeaux, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); ~9 ha unmittelbar oberhalb des Clos de Vougeot; gut dränierte Kalk-Ton-Böden am Mittelhang
Klassifikation: Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Rebsorten

Maxime Crotet Vin de France Pinot Noir 2025

Rotwein · Vin de France · Pinot Noir

100 % Pinot Noir deklassiertes Lesegut aus dem Burgund Vin de France 2025 Ganztraubengärung gebrauchte Fässer SO₂ minimal bei der Füllung

Der Maxime Crotet Vin de France Pinot Noir 2025 ist ein reinsortiger Pinot Noir aus burgundischem Lesegut, das bewusst als Vin de France gefüllt wird. Mit ganzen Trauben spontan vergoren, im gebrauchten Holzfass ausgebaut, nur zur Füllung minimal geschwefelt: leicht, frisch und lang, mit zarter Himbeerfrucht und einer Säure, die den Wein in Bewegung hält. Maxime Crotet arbeitet seit 2021 unter eigenem Namen in Beaune, nach acht Jahren bei Frédéric Cossard in Saint-Romain.


Burgundisches Lesegut, bewusst deklassiert

Die Trauben für diesen Wein stammen aus dem Burgund und dürften als Bourgogne AOC gefüllt werden. Crotet verzichtet darauf und deklariert den Wein als Vin de France – die Kategorie ohne geografische Herkunftsangabe unterhalb von AOP und IGP. Eine solche Deklassierung ist in Burgund kein Qualitätsurteil, sondern eine Entscheidung für Freiheit: Wer als Vin de France füllt, ist an kein Lastenheft gebunden – weder bei der Zusammenstellung der Parzellen noch bei der Vinifikation noch bei der Verkostungsprüfung, die eine Appellation verlangt. Gerade Weine, die bewusst leicht, hell und ungeschminkt gemacht sind, fallen bei solchen Prüfungen gelegentlich durch das Raster.

Maxime Crotet besitzt bislang keine eigenen Weinberge. Er kauft Trauben – keine Moste, keine Fassweine – bei Winzern, deren Arbeit und Vorstellung vom Reifezeitpunkt er teilt, und begleitet sie über das Jahr im Weinberg. Parzellen sieht er selbst an, die Arbeiten spricht er ab, den Lesetermin entscheidet er mit. Das Lesegut ist damit nicht zugekauft im üblichen Sinn, sondern von der Vegetationsperiode an mitgestaltet.

Seit 2022 liegt der Schwerpunkt seiner Einkäufe im Burgund, über feste Verträge unter anderem in Maranges, in den Côte de Nuits-Villages und im Mâconnais; vinifiziert wird zentral in seinem Keller am Boulevard Clemenceau in Beaune. Eine neue Kellerei außerhalb der Stadt ist im Bau, der Kauf erster eigener Rebflächen in Planung.

Jahrgang 2025 – Burgund

Der Jahrgang 2025 war im Burgund ein frühes Jahr. Nach einem milden Winter setzte der Austrieb zeitig ein, und die Vegetation blieb den ganzen Sommer über dem Kalender voraus. Ende Juni traf eine erste Hitzewelle in die Blüte und sorgte für ungleichmäßigen Beerenansatz; Mitte August folgte eine zweite, die die Reife noch einmal beschleunigte. Lokal richteten Hagelzellen im Frühjahr Schäden an.

Die Lese begann zwei bis drei Wochen früher als gewohnt. Der Trockenstress hielt die Beeren klein, das Verhältnis von Schale zu Saft lag entsprechend hoch – beim Pinot Noir heißt das mehr Farbe und mehr Gerbstoff als in kühleren Jahren. Regen um den Monatswechsel August/September machte die späteren Lesetage schwierig; wer früh gelesen hatte, brachte gesundes Material mit erhaltener Säure ein. Die Mengen fielen deutlich größer aus als im sehr kleinen Jahrgang 2024, schwankten aber stark von Parzelle zu Parzelle. Dass dieser Wein trotz des warmen Jahres leicht und frisch ausfällt, ist das Ergebnis von früher Lese und zurückhaltender Kellerarbeit.

Ganze Trauben, spontane Gärung, gebrauchtes Holz

Reinsortiger Pinot Noir, Jahrgang 2025. Die Rotweine von Crotet vergären mit ganzen Trauben, je nach Lesegut mit karbonischem Einfluss: Ein Teil der Beeren bleibt intakt, die Gärung beginnt in der geschlossenen Beere. Das betont Frucht, Duft und Saftigkeit statt Extraktion. Vergoren wird spontan mit den weinbergseigenen Hefen; während Gärung und Ausbau kommen weder Reinzuchthefen noch Enzyme hinzu.

Ausgebaut wird im gebrauchten Holzfass, das kein Aroma mehr abgibt, sondern nur einen langsamen Sauerstoffkontakt liefert. Schwefel setzt Crotet in minimalen Mengen ein, um den Wein stabil zu halten – in der Regel erst zur Füllung. Geschönt und filtriert wird in der Regel nicht. In einem warmen, dichten Jahr wie 2025 ist diese zurückhaltende Machart die richtige: Sie hält den Pinot hell und beweglich, statt die Konzentration des Jahrgangs noch zu verstärken.

Im Glas

Helles, klares Rubinrot. In der Nase zarte Himbeerfrucht, dazu ein floraler Ton und eine leicht würzige Note von den Stielen. Am Gaumen leicht und frisch gebaut, mit einer Säure, die nicht an einer Stelle sitzt, sondern durch den ganzen Mund zirkuliert und den Wein packend macht, ohne ihn spitz werden zu lassen. Feinkörniges Tannin, kein Fassaroma. Der Abgang ist lang und bleibt lange am Zäpfchen stehen.

Leicht im Körper, lang im Abgang: Die Säure hält diesen Pinot in Bewegung, die Himbeere bleibt zart.

Bei 14–16 °C servieren, kühler als Zimmertemperatur – zu warm verliert der Wein seine Leichtigkeit. Eine halbe Stunde offen genügt, dekantieren ist nicht nötig. Trinkreif ab sofort und über die nächsten Jahre; bei minimaler Schwefelung empfiehlt sich konstant kühle Lagerung.

Am Tisch

Zu Charcuterie und Terrinen, gebratenem Geflügel, Kalb und Pilzgerichten. Die Leichtigkeit und die Säure tragen auch Fisch: Lachs vom Grill, Thunfisch, Forelle mit Rote Bete. Ebenso zu Linsen mit Wurst und jungem Weichkäse. Ein Wein für den Alltagstisch, der leicht gekühlt auch im Sommer funktioniert.


Produzent Maxime Crotet, Négociant-Vinificateur, Beaune
Rebsorte 100 % Pinot Noir
Lage Burgund · deklassiertes Lesegut von Partnerwinzern, die Crotet über das Jahr im Weinberg begleitet
Klassifikation Vin de France · trocken
Jahrgang 2025
Vinifikation Ganztraubengärung mit karbonischem Einfluss · Spontangärung · ohne Reinzuchthefen und Enzyme
Ausbau gebrauchte Holzfässer · Schwefel minimal zur Füllung · in der Regel ungeschönt und unfiltriert
Trinkempfehlung jetzt bis 2030

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