Bistro Fatal – Düsseldorf – Deutschland

Bistro Fatal -Savoir-vivre

Kaum hat man den Gastraum im Bistro Fatal im Düsseldorfer Stadtteil Flingern betreten, fühlt man sich wie in eine andere, wundervolle Welt versetzt.

Die beiden Gasträume und das Personal versprühen eine lockere und unverkrampfte Art. Jegliche Steifheit und der omnipräsente deutsche Standesdünkel werden hier vor der Tür einfach abgeschüttelt.

Herzlich, mit viel Sachverstand und souverän agiert hier auch der Service. Ökologisch bedeutet im Bistro Fatal, dass nicht nur immer nur das Filet auf den Teller darf, sondern vielmehr auch Kutteln, Kalbskopf, Nieren und Co. wie zu alten Zeiten Väter Sitte den Gaumen überraschen.

Gekonnt und auf den Punkt wird hier nach wie vor gekocht und gebraten, und die Desserts sind hier einfach nur deliziös. „Fatal“ ist nur, dass man hier nicht öfter spontan einkehrt.

Offene Ravioli vom Bigorre-Schwein mit einem Kohlrabi-Ingwersalat.

Crevettes rosé mit Mayonnaise und Zitrone.

Millefeuille vom geschmorten Rind in Trüffelduft.

Bigorre Schweinebauch mit Pilzen, Chicorée und Purée.

Bergamotte Creme.

Haselnuss Creme.

Schokoladen Soufflé.

Bistro Fatal
Hermannstraße 29
40233 Düsseldorf
Deutschland
Telefon: + 49 211 361 830 23
www.bistro-fatal.com

  • Punkte
199

Unsere Wertung: 199 von 365 Punkten *

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*Punktesystem 0 bis 365 Punkte

Die Punkte stehen für die Tage eines ganzen Jahres. Je höher die Punktezahl ist, umso häufiger wünscht man sich an diesem Ort essen gehen zu können oder eben den beschriebenen Wein trinken zu dürfen.

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Weine

Forlong Burbuja PetNat Blanco 2021 BIO

Burbuja heißt Bläschen – und genau das ist dieser Wein: der erste Schaumwein der Bodega de Forlong. Reiner Palomino Fino aus der Lage Pago de Balbaína Alta bei El Puerto de Santa María, gewachsen auf hellem Albariza-Kalk und als Pet-Nat abgefüllt. Es gibt nur 668 Flaschen.

Im Glas

Gelb mit feinem, zartem Mousseux. Der erste Eindruck erinnert an gereifte, oxidative Weine, dann weht eine Brise Meer heran. Dahinter Frühlingswiese, weißer Tee, Nüsse und Kräuter aus der Wildnis. Im Mund leicht und präzise, kräuterwürzig, mit langem, klarem Nachhall.

Mach was draus

Ein Allrounder für den Tisch: Tapas, Gemüse, Reis, Fisch und Meeresfrüchte, auch exotische Küche oder Schmorgerichte. Pur als Aperitif genauso schön. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Burbuja ist für mich Andalusien in der Flasche. Ein Hauch Meer, ein Hauch Sherry-Seele, ganz viel Leben.“

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Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Der Most gärt zunächst im Tank und wird abgefüllt, bevor die Gärung zu Ende ist. Dort entsteht die Kohlensäure von selbst. Anschließend reift er noch mehrere Monate auf seiner Hefe.

Warum kein Sherry? Er läuft als Vino de la Tierra de Cádiz, also außerhalb der geschützten Sherry-Herkunft. Ein Pet-Nat ist eben ein ganz eigener Wein.

Wer steht dahinter? Alejandro Narváez und Rocío Áspera, die die Bodega de Forlong 2007 gegründet haben und biodynamisch arbeiten.

100 % Palomino Fino · Pago de Balbaína Alta · Albariza · Jahrgang 2021 · Pet-Nat (Méthode ancestrale) · Hefelager · Vino de la Tierra de Cádiz · 668 Flaschen · bio (ES-ECO-001-AN) · enthält Sulfite · Bodega de Forlong, El Puerto de Santa María (Cádiz) · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Maxime Crotet Bourgogne Aligoté Vielles Vignes 2025

Weißwein · Bourgogne Aligoté AOC · Vieilles Vignes

Aligoté Bourgogne Aligoté AOC 2025 Pernand-Vergelesses Reben von Ende der 1980er Bâtonnage während der Gärung 10 Monate französische Eiche

Der Bourgogne Aligoté 2025 von Maxime Crotet stammt aus Pernand-Vergelesses, von Reben, die Ende der 1980er Jahre auf Kalkboden gepflanzt wurden. Aligoté gilt als zweite weiße Rebsorte Burgunds und wird meist als Kir-Grundlage abgetan – Crotet behandelt sie wie einen Lagenwein: Spontangärung im Holz, zehn Monate Ausbau, kein Schwefel bis zur Füllung.


Aligoté in Pernand-Vergelesses – Kalk statt Kompromiss

Bourgogne Aligoté ist die einzige regionale Appellation Burgunds, die nach einer Rebsorte benannt ist statt nach einem Ort. Das erklärt zugleich ihren Ruf: Aligoté wurde historisch dort gepflanzt, wo Chardonnay nicht den besten Platz bekam – auf den oberen Hangpartien, in den Nebentälern, auf den kühleren Parzellen. Der Wein galt als Karaffenwein, gut genug für den Kir, zu wenig für die Flasche.

Dabei unterscheiden sich die Herkünfte deutlich. Aligoté aus den Hautes-Côtes fällt frischer und schlanker aus, während die Weine aus Pernand-Vergelesses als die geschmeidigeren und fruchtigeren gelten – die Gemeinde am Fuß des Corton-Hügels ist unter Kennern die Referenzherkunft für Aligoté außerhalb von Bouzeron, das für diese Sorte eine eigene Village-Appellation besitzt. Die Reben dieser Cuvée stehen auf kalkreichen Böden und wurden Ende der 1980er Jahre gepflanzt.

Rund vier Jahrzehnte Rebenalter sind bei Aligoté die Ausnahme, weil die Sorte in Zeiten geringer Wertschätzung reihenweise gerodet und durch Chardonnay ersetzt wurde. Was überlebt hat, steht meist an Standorten, die man nicht umbestocken wollte. Alte Aligoté-Anlagen regulieren ihren Ertrag selbst und liefern die Konzentration, die der Sorte in jungen Anlagen fehlt – hier liegt der Unterschied zwischen einem Karaffenwein und einem Wein mit Struktur.

Jahrgang 2025 – Côte de Beaune

Milder Winter, warmer Frühling, trockener und sonniger Sommer – 2025 lief der Vegetationszyklus im Burgund durchgehend vor dem Kalender. Eine Hitzewelle Mitte August beschleunigte die Reife zusätzlich, ohne die Säure abzubauen; der Gesundheitszustand der Trauben war durchweg gut, Krankheitsdruck spielte kaum eine Rolle. Für eine von Natur aus säurebetonte Sorte wie Aligoté ist ein warmes Jahr kein Nachteil, sondern die Chance auf physiologische Reife bei erhaltener Frische.

In der Côte de Beaune wurden die weißen Sorten ab dem 23. bis 25. August gelesen, rund 20 Tage früher als im historischen Mittel und auf dem Niveau von 2022. Die Sommertrockenheit hielt die Beeren klein und ließ die Erträge von Parzelle zu Parzelle stark schwanken, in Einzelfällen bis zur halben Ernte. Ältere Rebanlagen kamen mit der Hitze erkennbar besser zurecht als junge – ein Umstand, der einer Anlage aus den 1980er Jahren in diesem Jahrgang unmittelbar zugutekommt.

Assemblage und Ausbau

100 Prozent Aligoté, Jahrgang 2025. Die Trauben werden direkt gepresst, der Most setzt sich anschließend rund zwölf Stunden im temperaturkontrollierten Tank ab. Vergoren wird spontan mit den traubeneigenen Hefen im Holzfass – ohne Reinzuchthefe, ohne Enzyme.

Während der alkoholischen Gärung wird regelmäßig bâtonniert, um die Feinhefe in Schwebe zu halten; das baut Textur auf, ohne dass Säure verloren geht. Der Ausbau dauert zehn Monate in französischer Eiche, die Fässer werden wöchentlich aufgefüllt, um Oxidation zu begrenzen – eine Notwendigkeit, wenn während des gesamten Ausbaus kein Schwefel zugegeben wird. Geschwefelt wird ausschließlich bei der Abfüllung, in minimaler Menge.

Im Glas

Blasses Strohgelb mit grünem Reflex. In der Nase Akazienblüte und Weißdorn – die florale Signatur der Sorte –, dazu grüner Apfel, Zitronenschale und ein Hefeton aus dem Bâtonnage. Am Gaumen straff und salzig, mit der klaren Säurekante, die Aligoté von Chardonnay unterscheidet, aber breiter aufgebaut als ein Karaffen-Aligoté aus dem Stahltank. Der Abgang bleibt trocken und zitrisch, mit kreidigem Nachklang vom Kalk.

Bourgogne Aligoté ist die einzige Regionalappellation Burgunds, die nach einer Rebsorte benannt ist – nicht nach einem Ort.

Servieren bei 10 bis 12 °C. Einfacher Aligoté ist nach ein bis drei Jahren am Ende; diese Version hält durch Rebenalter, Holzausbau und Feinhefelager deutlich länger und gewinnt in den ersten Jahren noch an Breite. Bei minimaler Schwefelung gehört sie konstant kühl gelagert.

Am Tisch

Zu Schnecken in Kräuterbutter – der Klassiker der Region –, zu Austern und Meeresfrüchten, zu gebratenem Fisch und zu Ziegenkäse. Auch zu Frittiertem und zu hellem Fleisch in heller Sauce, wo die Säure das Fett auffängt. Für den Kir ist dieser Wein zu schade; wenn Kir, dann mit einem einfacheren Aligoté.


Produzent Maxime Crotet, Négociant-Vinificateur, Beaune
Rebsorte Aligoté
Herkunft Pernand-Vergelesses, Côte de Beaune
Klassifikation Bourgogne Aligoté AOC
Jahrgang 2025
Rebenalter Gepflanzt Ende der 1980er Jahre
Vinifikation Direktpressung · 12 Stunden Vorklärung · Spontangärung im Holz · Bâtonnage während der Gärung
Ausbau 10 Monate französische Eiche · wöchentliches Auffüllen · kein SO₂ im Ausbau
Schwefelung Minimal bei der Abfüllung
Trinkempfehlung 2026–2031
Boden Kalkreich

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Rebsorten

Seehof Westhofener Steingrube Chardonnay -R- trocken

Weißwein · Rheinhessen · Chardonnay

100 % Chardonnay Westhofener Steingrube Wonnegau, Rheinhessen kalk- und steinreiche Böden Barrique trocken

Seehof Westhofener Steingrube Chardonnay -R- ist ein trockener Lagen-Chardonnay aus dem Wonnegau im Süden Rheinhessens. Von kalk- und steinreichen Böden, im Barrique ausgebaut: feine Frucht, klare, schmelzige Nussaromen und eine mineralische Frische, die das Holz im Gleichgewicht hält.


Westhofen im Wonnegau – Chardonnay auf Kalk

Der Wonnegau ist der südlichste Teil Rheinhessens, das Hügelland nordwestlich von Worms. Westhofen hat sich hier in den letzten zwei Jahrzehnten einen Namen gemacht; Lagen wie Morstein, Brunnenhäuschen und Kirchspiel gehören heute zu den bekannten Adressen Rheinhessens. Das Klima ist warm und trocken, im Regenschatten des Donnersbergs; der Untergrund besteht vielerorts aus Kalkstein und Kalkmergel, abgelagert in einem tertiären Meer.

Die Steingrube trägt ihren Namen nach dem steinigen Boden: Kalk und Gestein reichen bis dicht unter die Oberfläche, die Auflage ist mager. Die Reben wurzeln tief und bringen kleine Erträge. Für Chardonnay ist das ein guter Standort – die Sorte braucht Kalk, um Frische und Spannung zu entwickeln, und die Wärme des Wonnegaus, um voll auszureifen.

Das Weingut Seehof der Familie Fauth liegt in Westhofen. Neben Riesling und Silvaner gehört Chardonnay zu den Sorten, die das Gut in Lagenqualität ausbaut.

Rebsorte und Ausbau im Barrique

Reinsortig aus Chardonnay, trocken ausgebaut. Das „-R-" auf dem Etikett kennzeichnet beim Weingut Seehof die Weine im Reserve-Stil mit längerem Ausbau. Der Chardonnay reift im Barrique, dem kleinen Holzfass mit 225 Litern.

Das kleine Fass bringt mehr Holzkontakt als große Gebinde: Es gibt Aromen von Nuss und feiner Röstung ab und lässt über die Poren langsam Sauerstoff an den Wein, der die Textur rundet und Schmelz aufbaut. Damit das Holz nicht dominiert, braucht der Wein Substanz und Säure – beides liefert der Kalkboden der Steingrube.

Im Glas

Sattes Gelb. In der Nase feine Frucht, verwoben mit klaren, schmelzigen Nussaromen aus dem Holzausbau. Am Gaumen charaktervoll und vielschichtig, mit cremigem Schmelz, mineralischer Frische und langem, tiefem Abgang.

Kalk im Boden, Barrique im Keller: Nuss und Schmelz, gehalten von mineralischer Frische.

Bei 11–13 °C in großen Gläsern servieren. Eine halbe Stunde Luft öffnet den Wein. Jung zugänglich, mit Reifepotenzial über mehrere Jahre.

Am Tisch

Als Speisenbegleiter zu Geflügel, Kalb, edlem Fisch, Pasta in cremigen Saucen und gereiftem Hartkäse. Besonders gut zu Zander in Beurre blanc, Kalbsrücken mit Pfifferlingen und Poularde in Rahmsauce.


Produzent Weingut Seehof, Familie Fauth, Westhofen
Rebsorte 100 % Chardonnay
Lage Westhofener Steingrube, Wonnegau, Rheinhessen · kalk- und steinreiche Böden
Klassifikation Lagenwein · Reserve (-R-) · trocken
Ausbau Barrique
Trinkempfehlung jetzt bis in die nächsten Jahre

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Weine

Ulacia Izaro Txakoli

Weißwein · Getariako Txakolina · Hondarrabi Zuri

100 % Hondarrabi Zuri D.O. Getariako Txakolina Getaria, Baskenland Parral · Südlagen Parzellenselektion Feinhefe mit Bâtonnage

Ulacia Izaro ist der Txakoli, den die Familie Ulacia in Getaria 2008 erstmals auf den Markt brachte: 100 % Hondarrabi Zuri aus den besten Weingärten des Guts, im Tank auf der aufgerührten Feinhefe gereift. Wo der klassische Txakoli des Hauses jung und leicht bleibt, gewinnt Izaro durch die Bâtonnage Textur und Schmelz, ohne die salzige Frische der Küstenlagen zu verlieren.


Getaria – Parral-Lagen nach Süden über der Biskaya

Die Familie Ulacia keltert Txakoli in dritter Generation. Die Weingärten liegen überwiegend in Getaria, dem Ort, der der D.O. Getariako Txakolina ihren Namen gibt. Die Herkunftsbezeichnung wurde 1989 als erste Txakoli-D.O. anerkannt. Das Klima ist atlantisch und feucht, mit Jahresniederschlägen, die in den Küstenlagen des Baskenlands bis an 1.600 Millimeter heranreichen.

Ulacias Reben sind 5 bis 60 Jahre alt, nach Süden ausgerichtet und im Parral erzogen, der traditionellen Pergola der baskischen Küste. Die Trauben hängen dabei hoch über dem feuchten Boden unter dem Laubdach, der Wind vom Meer zieht durch die Anlage und trocknet sie nach Regen rasch ab. Das senkt den Krankheitsdruck in einem der niederschlagsreichsten Weinbaugebiete Europas.

Für Izaro liest die Familie nicht den gesamten Bestand, sondern selektiert Hondarrabi Zuri aus ihren besten Weingärten in Getaria. Der klassische Ulacia-Txakoli dagegen ist eine Cuvée aus 95 % Hondarrabi Zuri und 5 % Hondarrabi Beltza.

Bâtonnage im Tank

Grundlage ist reinsortige Hondarrabi Zuri, die autochthone Weißweinsorte der baskischen Küste. Die Trauben werden mit pneumatischen Pressen schonend gekeltert, der Most gärt temperaturkontrolliert im Edelstahltank. So bleiben die Frucht- und Blütennoten der Sorte erhalten. Die Familie arbeitet seit 2009 in einem neu gebauten, modern ausgestatteten Keller.

Der Unterschied zum klassischen Txakoli liegt in der Reifung: Bei Izaro wird die Feinhefe im Gärtank per Bâtonnage immer wieder aufgerührt und im Wein in Schwebe gehalten. Das gibt ihm Schmelz und Volumen am Gaumen, ohne ihn schwer zu machen – die Säure der Hondarrabi Zuri bleibt der tragende Rahmen.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichem Rand und feiner Kohlensäure aus der eigenen Gärung. In der Nase Ananas und weißer Pfirsich, dazu Blüten und ein Hauch Zitrusschale. Am Gaumen frischer, floraler Auftakt, dann eine von der Hefe getragene, cremige Mitte. Der Abgang ist trocken, salzig grundiert und ausgewogen.

Selektierte Hondarrabi Zuri aus Südlagen im Parral, Bâtonnage im Tank: Txakoli mit Schmelz, ohne die salzige Frische Getarias zu verlieren.

Bei 8–10 °C servieren. Aus mittlerer Höhe eingeschenkt, entfalten sich Aromen und feine Perlage. Trinkreif ab Füllung, mit ein bis zwei Jahren Flaschenlager gewinnt die Hefenote an Tiefe.

Am Tisch

Der klassische Partner ist Fisch vom Holzkohlegrill, wie ihn Getaria bekannt gemacht hat: Steinbutt, Wolfsbarsch, Sardinen. Ebenso gut zu Austern, Anchovis, Bacalao al pil-pil und gebratenen Jakobsmuscheln. Durch den Hefeausbau trägt Izaro auch kräftigere Begleiter wie Tempura, gegrillten Oktopus mit Kartoffel oder jungen Ziegenkäse. Als Aperitif zu Pintxos funktioniert er ohnehin.


Produzent Bodega Ulacia, Getaria (Gipuzkoa)
Rebsorte 100 % Hondarrabi Zuri
Lage Beste Weingärten der Familie in Getaria, Baskenland · Südexposition · Parral
Klassifikation D.O. Getariako Txakolina
Vinifikation Parzellenselektion · pneumatische Pressung · temperaturkontrollierte Gärung im Edelstahltank
Ausbau Edelstahltank · Feinhefelager mit Bâtonnage
Rebenalter 5–60 Jahre
Trinktemperatur 8–10 °C

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Schaumweine

Franck Bonville Pur Avize Champagner Grand Cru Blanc de Blancs 2018

Der Franck Bonville Pur Avize 2018 zeigt ein einziges Dorf in Reinform: Chardonnay aus drei Lagen rund um Avize, über fünf Jahre unter Naturkork auf der Hefe gereift. Klar, salzig und fein wie Kristall.

Im Glas

Hellgold, sehr feine Perlen. In der Nase Zitrus, weiße Blüten, frische Mandel und nasser Stein, die sich im Glas langsam öffnen. Am Gaumen glasklar und straff, die Frucht hält sich zurück, die Mineralität übernimmt. 2018 war ein warmes Jahr, doch die Kreide von Avize hält die Spannung.

Mach was draus

Steinbutt mit Champagnersoße, Langustinen oder ein Risotto mit Zitronenabrieb und Parmesan. Als reiner Aperitif ist er fast zu schade. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Eine Viertelstunde im großen Glas, dann treten Mandel und frisches Gebäck hervor, die Zitrusfrucht rückt nach hinten. Hetz ihn nicht, er belohnt dich dafür.“

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Kurz gefragt

Warum Naturkork statt Kronkorken? Während der Hefereife lässt Kork minimal Sauerstoff durch. Das macht die Perlage feiner und die Textur dichter, kostet aber viel Handarbeit.

Aus welchen Lagen kommt er? Aus Les Avats, Les Maladries und Les Chapelles im mittleren Hang von Avize, wo die Kreide nur knapp unter der Erde liegt.

100 % Chardonnay · Avize Grand Cru: Les Avats, Les Maladries, Les Chapelles · Jahrgang 2018 · Méthode Traditionnelle, Hefereife unter Naturkork · über 5 Jahre Hefelager · Extra Brut, 1,7 g/l Restzucker · Champagne Franck Bonville, Avize · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Schwedhelm Schwarzer Herrgott Riesling 2020 trocken

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Schwarzer Herrgott Riesling 2020 stammt aus der bekanntesten und einer der ältesten Lagen des Zellertals. Er besticht durch herrliche Weißfrüchte, mineralische Kalknoten und eine kräftige Würze, die in einem wahrlich druckvollen Abgang münden.


Pfalz / Schwarzer Herrgott

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der Nordpfalz beheimatet. Der Schwarzer Herrgott ist die bekannteste und eine der ältesten Lagen des Zellertals. Das Zellertal hat die höchsten Berge der Pfalz; die Reben tun sich an der Oberfläche schwer und suchen sich den Weg tief in die Erde, wo sie auf Tonmergel- und Kalkschichten stoßen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Durch eine lange Feinhefelagerung und die Selektion der besten Trauben besitzt dieser Riesling ein sehr langes Lagerpotenzial und entwickelt sein volles Potenzial erst nach mehreren Jahren. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase herrliche Weißfrüchte und mineralische Kalknoten. Am Gaumen mineralisch und kräftig gewürzt, mit klarer Frucht, feiner Struktur und einem druckvollen, langen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als gehobener Speisebegleiter.

Passt zu: edlem Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und gereiftem Käse.


Lage: Pfalz, Zellertal, Schwarzer Herrgott (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Riesling, trocken
Ausbau: lange Feinhefelagerung, Traubenselektion; Tonmergel und Kalk; langes Lagerpotenzial
Jahrgang: 2020

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Rebsorten

Huber Malterdinger Spätburgunder QBA 2022

Rotwein · Malterdingen (Baden) · Spätburgunder

Spätburgunder Malterdingen (Ortswein) Bernhard Huber Baden · Breisgau Muschelkalk-Verwitterung traditionelle Maischegärung Barrique (teils neu) 2022

Der Bernhard Huber Malterdinger Spätburgunder 2022 ist der Ortswein eines der besten Pinot-Erzeuger Deutschlands. Der kraftvolle Jahrgang 2022 zeigt ihn mit mehr Power und Konzentration – dicht, würzig und burgundisch.


Malterdingen – badisches Burgunderterroir

Das VDP-Weingut Bernhard Huber in Malterdingen (Breisgau, Baden) zählt zu den führenden Spätburgunder-Erzeugern Deutschlands; nach dem frühen Tod Bernhard Hubers 2014 führt Sohn Julian mit seiner Mutter Barbara das Gut. Schon vor über 700 Jahren brachten Zisterziensermönche den Spätburgunder aus dem Burgund nach Malterdingen, weil sie hier denselben verwitterten Muschelkalk vorfanden.

Der Malterdinger ist der Ortswein des Guts, zu 100 % aus Malterdinger Parzellen auf Muschelkalk-Verwitterungsböden – die Grundlage für einen mineralisch geprägten, herkunftsklaren Pinot Noir.

Jahrgang 2022 – Baden

2022 war in Baden ein warmer, sonnenreicher Jahrgang. Der Malterdinger fällt entsprechend kraftvoll aus – mit deutlich mehr Power und Konzentration als sein Vorgänger, getragen von dichter, dunkler Frucht und einer feinen Würze.

Ausbau

Trockener Spätburgunder (VDP.Ortswein) aus Malterdingen, Jahrgang 2022; 100 % Spätburgunder vom Muschelkalk-Verwitterungsboden.

Traditionelle Maischegärung; der Ganztraubenanteil wurde seit dem Jahrgang 2020 zugunsten von mehr Saftigkeit und Charme reduziert. Der Ausbau erfolgt im Barrique, teils in neuen Fässern, was dem kraftvollen Jahrgang eine feine, leicht rauchige Würze verleiht.

Im Glas

Ein kraftvoller, dichter Pinot: Schwarzkirsche und Brombeere, dazu ein Hauch Holunder, Süßholz, getrocknete Kräuter und eine leicht rauchige Würze aus dem Barrique. Am Gaumen konzentriert und saftig, mit feinem, leicht würzigem Tannin, lebendiger Säure und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Schwarzkirsche und Brombeere über Holunder, Süßholz und rauchiger Würze – konzentriert und saftig, mit feinem, leicht würzigem Tannin, lebendiger Säure und langem, würzig-mineralischem Nachhall.

Ein kraftvoller, dichter Pinot mit gutem Reifepotenzial; jung gern karaffieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wild, zu Lamm und Kalb, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu gereiftem Käse.


Herkunft: Malterdingen, Breisgau (Baden); Muschelkalk-Verwitterungsboden
Klassifikation: Spätburgunder, VDP.Ortswein (trocken); 100 % Spätburgunder
Ausbau: traditionelle Maischegärung, reduzierter Ganztraubenanteil, Ausbau im Barrique (teils neu)

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Ungarn

Oremus Tokaji Eszencia 2010

Edelsüßer Weißwein · Tokaji Eszencia · Furmint-Cuvée

Furmint-Cuvée Tokaji Eszencia Tokaj-Hegyalja · Ungarn Oremus (Vega Sicilia) freilaufender Saft (jus de goutte) über 500 g/l Restzucker jahrelange Gärung 2010

Die Oremus Tokaji Eszencia 2010 gilt als einer der besten und lagerfähigsten Süßweine der Welt – der freilaufende Saft edelfauler Aszú-Beeren, von sagenhafter Konzentration. Bernstein bis Rotgold im Glas, mit Aromen von Rumtopf, getrockneter Aprikose und Rosine, klar und konzentriert nach Karamell, Honig und Gewürzen.


Eszencia – die Seele des Tokaj

Die Eszencia des Tokaji gilt als einer der besten und lagerfähigsten Süßweine der Welt. Sie entsteht nur in herausragenden Jahren, in denen die Edelfäule (Botrytis cinerea) besonders reichlich auftritt. Tokaj-Hegyalja im Nordosten Ungarns – seit 2002 UNESCO-Weltkulturerbe – bietet am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza mit herbstlichem Nebel und sonnigen Nachmittagen die idealen Bedingungen dafür.

Das Weingut Tokaj-Oremus wurde 1993 von der Familie Álvarez, Eigentümerin der spanischen Ikone Vega Sicilia, gegründet und trägt den Namen der historischen Lage Oremus – jener Wiege des Tokaji Aszú. Die Eszencia entsteht aus den edelsten, am stärksten von Botrytis konzentrierten Beeren der Sorten Furmint, Hárslevelű, Zéta und Sárga Muskotály.

Jahrgang 2010 – Tokaj-Hegyalja

Eine Eszencia wird nur dann erzeugt, wenn die Ernte an edelfaulen Beeren außergewöhnlich reich ausfällt – sie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern hängt ganz vom Wohlwollen der Natur ab. Der Jahrgang 2010 brachte die Voraussetzungen für diesen legendären Nektar, der seine Tiefe und Konzentration über viele Jahre langsamer Gärung und Reife gewinnt.

Herstellung und Ausbau

Edelsüßer Tokaji Eszencia aus dem Jahrgang 2010 – eine Cuvée aus Furmint, Hárslevelű, Zéta und Sárga Muskotály.

An jedem Erntetag werden die edelsten, von Botrytis durchdrungenen Beeren Stück für Stück gesammelt. Allein durch ihr Eigengewicht tritt der dickflüssige, hochkonzentrierte Saft – die „jus de goutte" – aus, ganz ohne Pressung. Dieser Most gärt extrem langsam, zunächst über Monate in 50-Liter-Glasballons; aufgrund der enormen Zuckerkonzentration (oft über 500 g/l) vergärt nur ein winziger Teil, sodass der Wein nur sehr wenig Alkohol entwickelt. Nach rund einem Jahr reift die Eszencia in kleinen 68-Liter-Átalag-Fässern weiter, ehe sie eine jahrzehntelange Flaschenreife antritt. Aufgrund ihrer Konzentration und ihres Extraktreichtums wurden diesem Nektar früher gar medizinische Wunderdinge zugesagt.

Im Glas

Es ist in jedem Fall ein einmaliges Erlebnis, so einen bombastischen Edelsüßwein einmal im Glas gehabt zu haben: in der Farbe Bernstein und Rotgold; er duftet nach Rumtopf und getrockneten Früchten wie Aprikose und Rosinen. Im Mund scheint sich ein Sirup auszubreiten, jedoch schmeckt die Essenz klar und konzentriert nach Karamell, Honig und Gewürzen – mit Anklängen von Fichtenhonig, Schwarzbrot und gedörrtem Obst. Im filigranen Abgang wirkt er noch lange und intensiv nach.

Bernstein und Rotgold, Rumtopf, Aprikose und Rosine – klar und konzentriert nach Karamell, Honig und Gewürzen, mit endlos langem Nachhall.

Ein Wein für besondere Anlässe und mit jahrzehntelangem, ja jahrhundertelangem Reifepotenzial. In winzigen Mengen gut gekühlt bei rund 8 °C genießen.

Am Tisch

Vor allem solo als meditativer Nektar im Glas – löffel- oder schluckweise. Daneben zu Foie gras, zu kräftigem Blauschimmelkäse sowie zu Desserts mit getrockneten Früchten, Karamell oder Honig.


Lage: Tokaj-Oremus, Tolcsva, Tokaj-Hegyalja (Ungarn); vulkanische Böden am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza; UNESCO-Weltkulturerbe
Klassifikation: Tokaji Eszencia (edelsüß); freilaufender Saft edelfauler Aszú-Beeren; Cuvée aus Furmint, Hárslevelű, Zéta und Sárga Muskotály; über 500 g/l Restzucker
Ausbau: spontane, jahrelange Langsamgärung in 50-l-Glasballons, Reife im 68-l-Átalag-Fass, anschließend lange Flaschenreife

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