Das mühsame Sterben der trüben Säfte

Das mühsame Sterben der trüben Säfte

Geht man, wie die Angelsachsen sagen, down to the nitty-gritty, dann ist das mit dem Wein eigentlich eine einfache Sache: seit Jahrhunderten, seit vielen Jahrhunderten weiß man, was Maischen, Vergären und Reifen denn so ist. Und seitdem die Forschung etwas auf Zack ist, können die Weinmacherinnen und Weinmacher jedweden Geschlechtes auch zumindest die gröbsten Fehler vermeiden. Eigentlich ist das eine geruhsame Geschichte. Aber etwa alle zehn Jahre kommt Leben in die Bude: etwas Neues wird dargereicht, es schlägt Wellen, manchmal, aber beileibe nicht immer, gibt es reale Auswirkungen.

Wenn man in dieser Welt ein klein wenig länger beheimatet ist, dann nimmt man die eine oder andere Modeerscheinung gelassen hin. Derzeit tendiert zumindest ein Teil des Marktes in eine Richtung, die eigentlich nur zwei mögliche Ausgänge hat: Sackgasse oder Orkus.

Das Theater, nichts anderes ist das, beginnt schon damit, dass es eigentlich keine Verfechter gibt, die eine klare Linie vorgeben. In den vorherigen Irrungen und Verwirrungen der jüngeren Weinbaugeschichte war das anders, da gab es klare Richtlinien, was sein darf und was eben nicht. Dazu kommt, dass zwar der Hype dahinglitt, aber dennoch genug übrig blieb, um der Welt der Weine etwas mitzugeben.

Ein jeder dieser Hypes indes benötigte hype-fähiges Volk, Menschen, die Regeln brechen wollten, Regeln, die sie oftmals selbst nicht kannten. Wine for a new society? Nein eher so: Wein für jene, die sich für einen Teil einer wie auch immer definierten besseren Gesellschaft hielten. Wine for a better society! Da war und ist immer Moral (oder war es Moralinsäure?) mit im Spiel, da ging es gerade nicht um Schlemmen und Völlerei, kein Weinkaviar, kein Riesling-micuit. Zumindest das gehypte Volk der ersten beiden Hypes wollte nicht völlen, man wollte asketisch daherkommen, geistig gereinigt, entschwert.

Aber zumindest gab es eine Definition. Wir und die anderen. Wie man sein wollte, und wie nicht. Schwarz und weiß waren klar trennbar. Four legs good, two legs bed. Oder so…

Erinnert sich noch jemand an die ersten Ökoweine? Wer damit sozialisiert wurde stieg sofort auf Koriandersoda um. Aber zumindest waren die Regeln klar, auch wenn sie am Anfang kaum jemand richtig umsetzte. Keine -zide, weder Herbi noch Funghi, keine systemische Rebbehandlung, soweit war das alles noch klar und einfach. Wie das mit Zuchthefen stand, in grober oder reinster Form war, oder mit Mikroben, welche die malolaktische Säureumwandlung beschleunigten sollten, das war dann schon nicht mehr so klar. Dem Konsumenten war das egal, er, respektive sie, wusste zumeist ohnehin nicht, was das denn sei. In mineralischen Düngern seien doch Minerale, das müsse dann also gut sein.

All das besserte sich im Laufe der Zeit, heute ist ökologisch zwar relativ klar zu konventionell abgegrenzt, dennoch geht das konventionelle Beackern von Weinbergsflächen heutzutage wesentlich schonender vonstatten als noch vor zwei Jahrzehnten. Die Ökowinzer hatten und haben Einfluss auf das gesamte Geschehen, selbst konventionelle Betriebe arbeiten heute anders als noch vor zehn Jahren. Natürlich sind Fragen offen geblieben. Ist es wirklich sinnvoll, so viel Kupfer in den Boden zu wuchten? Was ist schlimmer: Nitrat oder Kupfersulphat? Und, das diskutiere ich gerne mit Leuten, die zehn oder noch mehr ökologische Behandlungen der Rebstöcke durchführen müssen: ist das immer noch besser als systemisches Behandeln, wenn man das Gesamtbild betrachtet? Traktoren stoßen nicht gerade wenige Abgase aus, das Verdichten des Bodens, Traktoren sind keine Libellen, ist auch nicht gerade ohne. Ein klares Schwarz-Weiß war schon damals kompliziert. Aber es gab zumindest Regeln.

Als diese Weine ihren langen Marsch von den Ökoläden in die normale Welt antraten, somit nicht mehr nur einer kleinen Elite gegenüberstanden, verloren die Weintrinker der better society ihr Interesse an diesen Weinen.

Bei den Biodynamikern war das schon komplizierter. Zwar gibt es das Buch von Steiner, der aber auch nur ein paar praktische Bauernregeln aufgeschrieben hat und dann ein paar Sterne und Gestirne darüber setzte, sowie den Schinken von Nicolas Joly, der Steiner zu Wein-Steiner machte. Gleichwohl bedarf es, man sieht dies an den Aufnahmekriterien von Biodynamik-geschwängerten Unternehmungen, schon einer gewissen geistigen Grundhaltung, um in dem elitären Kreis der Biodynamiker Einlass zu bekommen. Für die geneigten Verbraucher jedweden Geschlechts war das dann schon eine Herausforderung: man musste glauben, was man oftmals nicht verstand. Gut, das kennt man schon aus dem Religionsunterricht, aber damals ging es ja nicht um so schwerwiegende Dinge wie den Plan des samstäglichen Abendessens.

In der Regel griff aber eine klare Regel: je lauter der Gesang, desto schiefer der Ton. Für die besten biodynamisch arbeitenden Winzer ist das halt eine, ihre Form der Weinbergsbearbeitung. Im Weingut spielt die Biodynamik eine eher untergeordnete Rolle. Wer Fassabzüge gemäß dem Kalender von Maria Thun machen kann, hat auch sonst im Leben nicht wirklich viel zu tun. Zumindest richtet das keinen Schaden an. Fragt man indes einen biodynamisch beseelten Verbraucher, wie sich denn Wurzeltage von Fruchttagen unterscheiden, erzeugt man schlimmstenfalls rote Backen und eine verrunzelte Stirn. Trotz aller esoterischer Unebenheiten: auch die Biodynamiker haben einen Fußabdruck hinterlassen. Zwar war das Beobachten des Mondes, der Nutzen von Salbei, Löwenzahn und anderen Kräutern schon vor Steiner ein Thema, er baut seine Welt darauf auf. Aber erst seit der Zeit der Biodynamiker begannen Wissenschaftler, sich dem Thema etwas genauer anzunehmen.

Die Naturweinverfechter, orange wine Prediger und sonstige Anhänger dieser Glaubensideologie indes halten sich mit so etwas gar nicht erst auf. Und genau deswegen werden sie schneller (schöner?) scheitern als alles andere. Die Naturweiner sagen, dass es keine Eingriffe geben dürfe. Manche schwefeln dann doch, weil dieses Monstergespenst namens Weinkontrolle um die Ecke lugt. Aber was heißt denn bitte „keine Eingriffe“? Wie ist das denn mit temperaturgesteuerter Gärführung? Dass man Traubenmost auch mittels traubeneigenen Hefen vergären kann, ist nun nicht gerade eine Neuerung. Und was ist denn eine grüne Lese andres als ein Eingriff in den Wachstumszyklus? Ein allzu sehr überzeugter Weinbauer erklärte mir mal, dass er, weil halt nun einmal absolut, nicht einmal die Reben schneide, denn bereits das sei ja ein Eingriff. Stimmt. Zu bemerken ist, dass er zwei Jahre später den Beruf wechselte.

Die Naturweiner wollen keine Regeln, in Wahrheit sind es Anarchisten. Sie verbinden (verbünden?) sich zwar gelegentlich, aber auch in diesen Gremien ist oft nicht klar zu eruieren, welche Methoden denn nun erlaubt seien und welche nicht. Der naturweinergeplagte Konsument lernt also, dass genau das, war der hinter dem Weinverkaufstisch erzählt, das richtige sei. Wenn der Naturweiner vom Nachbarnaturweinerverkaufstisch etwas anderes erzählt, dann sei dem eben so, Hegel und Kant waren schließlich auch nicht immer einer Meinung.

Natürlich braucht man auch hier mehrere Kämme, man kann nicht alles und alle Naturweinerinnen und Naturweiner über nur einen Kamm scheren. Denn das Problem besteht ja darin, dass einige wissend, bewusst oder vorsätzlich eine Grundregel des Weins absägen:

Wein definiert sich über Rebsorte und Herkunft, letzteres kann durchaus etwas gröber daherkommen als Terroir. Solange man einen Wein dahingehend identifizieren kann, ist das alles im grünen Bereich. Es gibt ja auch ein paar durchaus angesehene Importeure und Händler, die solche Weine anbieten. Und die überleben (die Importeure).

Leider betrifft dies nur einen ganz geringen Teil der „Naturweine“, zumindest hier in Spanien. Wobei: das eine oder andere, was man hier aus Frankreich als Naturwein zu verkosten bekommt, halt auch kompliziert ist. Ein Naturweinböckser ist kein Feature, sondern ein Defekt.

Daran aber wird diese Modeepoche nicht zugrundegehen. Der Tod der Naturweine ist ihre Beliebigkeit. Wenn man wieder und wieder dezent trübe Flüssigkeiten ins Glas bekommt, von denen man weder die Herkunft noch die Rebsorte erahnen kann, wobei es sich in der Regel um durchaus geläufige Sorten handelt, dann werden das die Verbraucher erst einmal als spannend ansehen. Ist es ja auch. Aber ab der siebzehnten spannenden trüben Brühe ist das halt dann nicht mehr spannend. Dann ist alles trüb. There is no dark side of the moon, in fact it’s all dark. Für Restaurants ist das heikel, besteht doch die Gefahr, dass Verbraucher zucken statt die Geldbörse zu zücken. Und zuhause muss man sich mit einer ganzen trüben Flasche herumschlagen, was dann schon einmal anstrengend sein kann. Aus nice wird da schnell einmal ein nightmare.

Sollte es den Naturweinern gelingen, die Nichtintervention klarer zu fassen, ohne das Gesamtbild nachhaltig zu beeinträchtigen, dann landen wir bei dem, was schon in Sachen ökologisch und biodynamisch geschehen ist: der Welt der Weine wurde eine weitere Facette hinzugefügt: keine Schwefelzugaben (schwefelfreie Weine gibt es nicht) und nur geringe Interventionen.

Gleichwohl ich habe ein anderes Bild im Kopf: zwei Menschen sitzen im Restaurant und kämpfen mit einer trüben Flasche. Plötzlich setzt ein gläserner, fast verzückter Blick ein. Was ist geschehen? Nun: am Nachbartisch schleicht sich, gülden glänzend, ein klassischer Würzburger Stein Silvaner in die Gläser. Dann ist der Tod der trüben Brühen nahe…

Der Zug, er wird noch eine Weile weiterfahren, um sich dann in der trüben Finsternis des Nichts zu verlieren. Schade ist das eigentlich nicht. Text: El oso alemán

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Weine

Marguet Shaman 22 Rosé Grand Cru Brut Nature BIO

Champagner · Rosé · Ambonnay & Bouzy · Grand Cru · Bio

Marguet Shaman Rosé Grand Cru Brut Nature ist ein biodynamischer Rosé-Champagner aus den Grand-Cru-Terroirs von Ambonnay und Bouzy, komponiert aus 76 % Chardonnay und 24 % Pinot Noir. Ein charaktervoller Rosé mit genialer Spannung. Im Glas verspielt cremig, klar und kreidig.


Ambonnay & Bouzy

Die Trauben stammen aus den Grand-Cru-Terroirs von Ambonnay und Bouzy in der Montagne de Reims. Die kalkreichen Böden verleihen dem Rosé seine kreidige Struktur und salzige Frische. Benoît Marguet arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint 76 % Chardonnay und 24 % Pinot Noir; die Roséfarbe entsteht durch die Assemblage. Der Ausbau folgt der naturnahen Handschrift des Hauses; abgefüllt ohne Dosage als Brut Nature.

Im Glas

Zartes Rosa mit feiner Perlage. In der Nase rote Beeren, Gewürze, Orange und Anflüge getrockneter Blüten. Am Gaumen verspielt cremig und klar, mit pikanter Säure und kreidiger Struktur. Das Finale wirkt salzig, frisch und lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Geflügel, Fisch, Krustentiere und würzige Gerichte.


Lage: Ambonnay & Bouzy (Grand Cru), Montagne de Reims (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Rosé Brut Nature
Ausbau: 76 % Chardonnay / 24 % Pinot Noir, naturnaher Ausbau, ohne Dosage

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Länder/Regionen

Dietrich C. & Co.

Wein · Rotwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich C. & Co. ist eine hochspannende Cuvée aus Cabernet Dorsa, Merlot und Pinot Noir. Dichter Farbmantel, feiner Duft nach frisch geernteten schwarzen Johannisbeeren, etwas Veilchen, reifer Pflaume und dunkler Würze. Vollfruchtig im Geschmack, dabei elegant und nachhaltig.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr und ein fast mediterranes Klima sind die Grundlage für ausdrucksstarke, trocken ausgebaute Rotweine. Geführt wird das Gut von den Brüdern Arnd und Gerrit Dietrich.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Dorsa, Merlot und Pinot Noir. Cabernet Dorsa bringt Farbe, Struktur und dunkle Würze, Merlot Schmelz und reife Frucht, Pinot Noir Eleganz und Finesse. Der Ausbau betont die vollfruchtige, elegante Stilistik. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Dichtes, tiefes Rot. In der Nase schwarze Johannisbeere, etwas Veilchen, reife Pflaume und dunkle Würze. Am Gaumen vollfruchtig und elegant, mit reifer Frucht, feinen Tanninen und einem nachhaltigen, langen Abgang mit viel Schmelz.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein eleganter, vielseitiger Essensbegleiter.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem Fleisch, Lamm, Wild, Pasta und mittelreifem Käse.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – Cuvée aus Cabernet Dorsa, Merlot & Pinot Noir, trocken
Ausbau: fruchtbetont und elegant

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Weine

Schloss Lieser Juffer Sonnenuhr Riesling GG 2018

Weißwein · Brauneberger Juffer Sonnenuhr (Mosel) · Riesling

Riesling Brauneberger Juffer Sonnenuhr Brauneberg · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) eisenhaltiger Devonschiefer bis 80 % Steillage · älteste Reben Großes Gewächs · trocken 2018

Der Schloss Lieser Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Großes Gewächs 2018 entstammt kleinsten, selektierten Mengen aus den ältesten Rebbeständen dieser Spitzenlage. Ein Riesling GG von höchster Intensität und Konzentration, umspielt von Eleganz und Mineralität – ein Kraftbündel, getragen von einer rassigen, raffinierten Säure und immenser Tiefe.


Brauneberger Juffer Sonnenuhr – die Sonnenlage

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Naturnahe Bewirtschaftung der Steillagen und spontane Vergärung sind das Markenzeichen für den nachhaltigen, sorgfältigen Umgang von Thomas Haag und seiner Familie mit den gegebenen Ressourcen.

Die Brauneberger Juffer Sonnenuhr zählt zu den renommiertesten Steillagen der Mosel. Ihre perfekte Süd-Südwest-Exposition, verbunden mit einer Steigung von bis zu 80 %, sorgt für maximale Sonneneinstrahlung und ein besonderes Mikroklima. Der karge, eisenhaltige Devonschiefer speichert tagsüber Wärme und gibt sie nachts gleichmäßig an die Reben ab – ein entscheidender Faktor für Reife und aromatische Tiefe. Der Name „Sonnenuhr" verweist auf eine historische Sonnenuhr in dieser Lage. Schloss Lieser bezieht seine Trauben ausschließlich aus den ältesten Parzellen der Lage.

Jahrgang 2018 – Mosel

2018 war an der Mosel ein warmer, sonnenreicher Jahrgang, der besonders reife, vollmundige und großzügige Rieslinge hervorbrachte. Auf dem kargen, eisenhaltigen Schiefer der Juffer Sonnenuhr und aus den ältesten Reben ergibt das ein besonders intensives, konzentriertes GG, dessen kraftvolle Statur von der rassigen, präzisen Säure der Lage getragen und im Gleichgewicht gehalten wird.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus der Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Jahrgang 2018; 100 % Riesling aus den ältesten Parzellen, in kleinster selektierter Menge.

Nach strengster, selektiver Handlese wird der Wein spontan mit den eigenen Hefen vergoren und traditionell im Edelstahltank mit langem Feinhefelager ausgebaut, um Herkunft und Präzision klar herauszuarbeiten. So entsteht ein glasklarer, tiefgründiger Riesling mit ausgeprägter Schiefermineralität.

Im Glas

Aus den ältesten Reben und dem eisenhaltigen Schiefer der Sonnenlage lebt dieser Riesling von Dichte und Ausdruck: reife gelbe Steinfrucht wie Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, Quitte und florale Würze, untermalt von einer kühlen, rauchig-salzigen Schiefermineralität. Am Gaumen ein Kraftbündel von höchster Intensität und Konzentration, das dennoch elegant bleibt – getragen von einer rassigen, raffinierten Säure mit viel Saft, immenser Tiefe und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Reife Steinfrucht, Zitrus und Quitte über kühler, salziger Schiefermineralität – ein Kraftbündel von höchster Konzentration, getragen von rassiger Säure und immenser Tiefe.

Ein großer Mosel-Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Brauneberg an der Mittelmosel; Süd-Südwest, karger eisenhaltiger Devonschiefer, Steillage bis 80 % Neigung; älteste Parzellen; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling; kleinste selektierte Menge
Ausbau: strengste selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, traditionell im Edelstahltank mit langem Feinhefelager

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Whisky

Kilchoman Islay Vintage 2014 100 % Islay Bourbon Single Cask 57,30 %

Spirituose · Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Kilchoman Islay Vintage 2014 100 % Islay Bourbon Single Cask ist ein getorfter Single Malt aus Kilchomans Flaggschiff-Reihe „100 % Islay". Gebrannt 2014, vollständig auf Islay erzeugt – ein Single Farm Single Malt aus dem Ex-Bourbon-Einzelfass.


Herkunft

Kilchoman ist eine Farmdestillerie an der Westküste der Insel Islay (gegründet 2005). Die Reihe „100 % Islay" ist das Flaggschiff des Hauses: Die Gerste wächst auf den eigenen Feldern der Brennerei, wird vor Ort gemälzt, destilliert, gereift und abgefüllt – Islays einziger Single Farm Single Malt. Diese Range ist mit rund 20 ppm milder getorft als die Standardreihe.

Destillation und Reifung

Getorfter Single Malt (rund 20 ppm), gebrannt 2014. Als Single Cask reifte er vollständig in einem Ex-Bourbon-Fass, das Vanille, Zitrus und Malznoten betont. Naturbelassen: ohne Farbstoff, nicht kühlgefiltert.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase frische Zitrus- und gelbe Frucht, Vanille, Gerstenzucker und ein weicher Torfrauch. Am Gaumen cremig und malzig, mit Vanille, Honig, Zitrus und sanftem, küstenwürzigem Rauch. Langer, fein rauchiger Abgang.

Pur genießen

Pur aus dem Nosing-Glas, bei Bedarf mit wenigen Tropfen Wasser, das die Aromen öffnet. Ein seltener Single Farm Single Malt in Fassstärke für Liebhaber und Sammler – ideal als Digestif.

Klassisch solo: pur, mit etwas Wasser, als Digestif.


Herkunft: Islay (Schottland); Destillerie Kilchoman
Art: Islay Single Malt Whisky – „100 % Islay" (Single Farm, getorft ~20 ppm), Single Cask
Reifung: vollständig im Ex-Bourbon-Fass; ohne Farbstoff, nicht kühlgefiltert
Edition: Destillation 2014

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Feinkost

Condimento Balsamico BIANCO dolce 0,50 Liter

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Condimento Balsamico Bianco dolce ist ein helles, liebliches Balsamico-Condimento der Acetaia del Casato Bertoni aus Reggio Emilia. Es entsteht aus konzentriertem Traubenmost und Weißweinessig und bleibt dabei hell-golden statt dunkel. Die Konsistenz zeigt eine feine Viskosität, der Geschmack ist süß-säuerlich mit dem passenden Essigsäuregehalt. Ein vielseitiger Begleiter für Salate, Marinaden und helle Gerichte.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige und Condimenti her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Für den Bianco wird konzentrierter Traubenmost mit Weißweinessig vermählt; durch die schonende Verarbeitung behält das Condimento seine helle Farbe.

Anbau und Verarbeitung

Konzentrierter Traubenmost wird mit Weißweinessig kombiniert. Anders als der dunkle Nero wird der Most hier schonend verarbeitet, sodass die helle, goldene Farbe erhalten bleibt. Zutaten: Weißweinessig, konzentrierter Traubenmost. Enthält Sulfite.

Geschmack

Hell-goldene Farbe mit feiner Viskosität. Im Geschmack süß-säuerlich ausbalanciert, fruchtbetont und mild, mit dem passend abgestimmten Essigsäuregehalt. Der Abgang bleibt fein und sauber.

Am Tisch

Klassisch für Salate und Marinaden. In Marinaden hebt er den Geschmack von Wild und Geflügel hervor und harmoniert mit süßen, aromatischen Gewürzen. Ebenso gut zu hellem Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst. Kühl und dunkel lagern.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Condimento Balsamico Bianco dolce (helles, liebliches Balsamico-Condimento)
Zutaten konzentrierter Traubenmost, Weißweinessig (enthält Sulfite)
Herkunft Reggio Emilia, Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung konzentrierter Traubenmost mit Weißweinessig, schonend verarbeitet
Mindesthaltbarkeit (MHD) 04.2030

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Spanien

Cal y Canto tinto

Rotwein · Cuvée · Spanien

Bodegas Isidro Milagro Cal y Canto Tinto ist eine saftig-fruchtige spanische Cuvée aus Tempranillo, Merlot und Syrah. Sie besticht durch weiche, harmonische Aromen von Kirsche, Himbeere und etwas Pfeffer. Herrlich unkompliziert und fruchtig, mit hervorragendem Preis-Genuss-Verhältnis.


Spanien

Cal y Canto stammt aus Spanien, wo das warme, sonnenreiche Klima reife, fruchtbetonte Rotweine hervorbringt. Die Kombination internationaler Sorten mit dem heimischen Tempranillo ergibt einen zugänglichen, ausgewogenen Stil.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Tempranillo, Merlot und Syrah. Der Ausbau stellt die saftige, weiche Frucht in den Vordergrund und sorgt für einen runden, harmonischen Charakter. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase und am Gaumen weiche, harmonische Aromen von Kirsche, Himbeere und etwas Pfeffer. Saftig und fruchtbetont, mit sanftem, rundem Nachhall.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Pizza, Pasta, Grillfleisch und Tapas.


Lage: Spanien
Klassifikation: Rotwein-Cuvée (Spanien) – trocken
Ausbau: Tempranillo/Merlot/Syrah, fruchtbetonter Ausbau

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Weine

Domaine Bretaudeau Gabbro Clos des Bouquinardières Muscadet 2022 BIO

Weißwein · Muscadet · Melon de Bourgogne

Melon de Bourgogne Clos des Bouquinardières Gabbro-Böden 2022 · Bio (FR-BIO-01) 18 Monate Vollhefe

Der Gabbro Clos des Bouquinardières Muscadet 2022 der Domaine Bretaudeau ist ein reinsortiger Melon de Bourgogne von tonhaltigen Gabbro-Böden. Die über 30 Jahre alten Reben liefern bei niedrigem Ertrag konzentrierte Trauben; der Wein reift über 18 Monate auf der Vollhefe. Kein Muscadet von der Stange.


Clos des Bouquinardières – Gabbro im Pays Nantais

Der Clos des Bouquinardières liegt im Pays Nantais an der Loire. Die Reben wurzeln auf tonhaltigen Gabbro-Böden – einem kompakten, grobkörnigen magmatischen Gestein, das dem Wein seine markante, jodig-mineralische Note gibt.

Die über 30 Jahre alten Reben liefern bei einem niedrigen Ertrag von rund 45 Hektoliter pro Hektar konzentrierte Frucht. Die Domaine de Bellevue von Jérôme Bretaudeau arbeitet biodynamisch und biologisch zertifiziert (FR-BIO-01).

Jahrgang 2022 – Pays Nantais

2022 brachte im Pays Nantais ideale Bedingungen. Ein feuchtes Frühjahr sorgte für gesunde Reben, ein trockener, sonniger Sommer für eine optimale Reife der Trauben.

Für den Muscadet steht 2022 für reife Frucht bei klarer, frischer Säure – die Grundlage für die mineralische Spannung dieses Weins.

Assemblage und Ausbau

Zu 100 % Melon de Bourgogne aus dem Jahrgang 2022, von Hand gelesen, aus biodynamischem Anbau (FR-BIO-01).

Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen. Anschließend ruht der Wein über 18 Monate auf der Vollhefe in unterirdischen Tanks – das gibt ihm Fülle und Vielschichtigkeit.

Im Glas

Eine ausdrucksstarke Nase mit Minze, Fenchel und Zitrusfrüchten. Am Gaumen ein zitrischer, weicher und vollmundiger Auftakt, der in einen frischen, jodig-mineralischen Abgang übergeht. Eine zarte Bitterkeit und Vielschichtigkeit überzeugen Schluck für Schluck.

Minze, Fenchel und Zitrus, ein jodig-mineralischer Abgang und zarte Bitterkeit – ein Muscadet zum Entdecken.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, Schalentiere, gegrillter Fisch, Sushi und Sashimi, dazu Ziegenfrischkäse. Die jodig-salzige Mineralität passt besonders zu Austern.


Lage: Clos des Bouquinardières, Pays Nantais (Loire); tonhaltige Gabbro-Böden, Reben über 30 Jahre
Klassifikation: Muscadet AOC; Bio (FR-BIO-01), biodynamisch
Ausbau: Melon de Bourgogne; über 18 Monate auf der Vollhefe (Untergrundtank), Spontangärung

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Weine

Etienne Sauzet Puligny Montrachet Les Referts 1er Cru 2023 BIO

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Les Referts · 1er Cru Puligny-Montrachet Sauzet-Parzelle 0,70 ha (1964) 2023 · Bio (FR-BIO-01)

Der Puligny-Montrachet Les Referts 1er Cru 2023 der Domaine Etienne Sauzet ist ein kraftvoller Chardonnay-Riese mit Wumms, Kraft und subtiler Mineralität, der in einen schier unendlichen Abgang mündet. Sauzet besitzt hier ein 0,70 Hektar großes Filetstück, 1964 mit besten Klonen bestockt.


Les Referts – Premier Cru an der Grenze zu Meursault

Les Referts erstreckt sich über 5,50 Hektar bis zur Gemeindegrenze von Meursault, westlich von Les Combettes und südwestlich von Les Perrières. Die Chardonnay-Reben wachsen hier auf einem deutlich lehmhaltigeren Mergel-Untergrund mit weniger ausgeprägtem Kalk als in anderen Puligny-1er-Crus. Dadurch reifen die Trauben besser aus, die Säure ist dezenter, und die Weine geraten fruchtiger, maskuliner und mächtiger als ihre Nachbarn.

Die Familie Sauzet bestockte hier 1964 ihre Parzelle. Die Domaine Etienne Sauzet (gegründet 1903) zählt zu den großen Weißwein-Adressen des Burgunds.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer Jahrgang, der die Kraft des Les Referts schön trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, biologisch (FR-BIO-01), von 1964 gepflanzten Reben.

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate und gibt dem Wein Tiefe und Textur.

Im Glas

Kraftvoll und mächtig, dabei fein gezeichnet: reife gelbe Frucht trifft auf subtile Mineralität und einen fülligen, runderen Körper. Am Gaumen Wumms und Kraft, getragen von einer dezenten Säure, mit einem schier unendlichen Abgang.

Kraft und Fülle mit subtiler Mineralität – ein maskuliner Puligny mit schier unendlichem Abgang.

Jung schon zugänglich, mit Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Hummer und Krustentiere, Fisch in heller Sauce, Bresse-Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Referts (1er Cru), Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); lehmhaltiger Mergel, an Meursault grenzend; Sauzet 0,70 ha (1964), 5,5 ha gesamt
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

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