Das mühsame Sterben der trüben Säfte

Das mühsame Sterben der trüben Säfte

Geht man, wie die Angelsachsen sagen, down to the nitty-gritty, dann ist das mit dem Wein eigentlich eine einfache Sache: seit Jahrhunderten, seit vielen Jahrhunderten weiß man, was Maischen, Vergären und Reifen denn so ist. Und seitdem die Forschung etwas auf Zack ist, können die Weinmacherinnen und Weinmacher jedweden Geschlechtes auch zumindest die gröbsten Fehler vermeiden. Eigentlich ist das eine geruhsame Geschichte. Aber etwa alle zehn Jahre kommt Leben in die Bude: etwas Neues wird dargereicht, es schlägt Wellen, manchmal, aber beileibe nicht immer, gibt es reale Auswirkungen.

Wenn man in dieser Welt ein klein wenig länger beheimatet ist, dann nimmt man die eine oder andere Modeerscheinung gelassen hin. Derzeit tendiert zumindest ein Teil des Marktes in eine Richtung, die eigentlich nur zwei mögliche Ausgänge hat: Sackgasse oder Orkus.

Das Theater, nichts anderes ist das, beginnt schon damit, dass es eigentlich keine Verfechter gibt, die eine klare Linie vorgeben. In den vorherigen Irrungen und Verwirrungen der jüngeren Weinbaugeschichte war das anders, da gab es klare Richtlinien, was sein darf und was eben nicht. Dazu kommt, dass zwar der Hype dahinglitt, aber dennoch genug übrig blieb, um der Welt der Weine etwas mitzugeben.

Ein jeder dieser Hypes indes benötigte hype-fähiges Volk, Menschen, die Regeln brechen wollten, Regeln, die sie oftmals selbst nicht kannten. Wine for a new society? Nein eher so: Wein für jene, die sich für einen Teil einer wie auch immer definierten besseren Gesellschaft hielten. Wine for a better society! Da war und ist immer Moral (oder war es Moralinsäure?) mit im Spiel, da ging es gerade nicht um Schlemmen und Völlerei, kein Weinkaviar, kein Riesling-micuit. Zumindest das gehypte Volk der ersten beiden Hypes wollte nicht völlen, man wollte asketisch daherkommen, geistig gereinigt, entschwert.

Aber zumindest gab es eine Definition. Wir und die anderen. Wie man sein wollte, und wie nicht. Schwarz und weiß waren klar trennbar. Four legs good, two legs bed. Oder so…

Erinnert sich noch jemand an die ersten Ökoweine? Wer damit sozialisiert wurde stieg sofort auf Koriandersoda um. Aber zumindest waren die Regeln klar, auch wenn sie am Anfang kaum jemand richtig umsetzte. Keine -zide, weder Herbi noch Funghi, keine systemische Rebbehandlung, soweit war das alles noch klar und einfach. Wie das mit Zuchthefen stand, in grober oder reinster Form war, oder mit Mikroben, welche die malolaktische Säureumwandlung beschleunigten sollten, das war dann schon nicht mehr so klar. Dem Konsumenten war das egal, er, respektive sie, wusste zumeist ohnehin nicht, was das denn sei. In mineralischen Düngern seien doch Minerale, das müsse dann also gut sein.

All das besserte sich im Laufe der Zeit, heute ist ökologisch zwar relativ klar zu konventionell abgegrenzt, dennoch geht das konventionelle Beackern von Weinbergsflächen heutzutage wesentlich schonender vonstatten als noch vor zwei Jahrzehnten. Die Ökowinzer hatten und haben Einfluss auf das gesamte Geschehen, selbst konventionelle Betriebe arbeiten heute anders als noch vor zehn Jahren. Natürlich sind Fragen offen geblieben. Ist es wirklich sinnvoll, so viel Kupfer in den Boden zu wuchten? Was ist schlimmer: Nitrat oder Kupfersulphat? Und, das diskutiere ich gerne mit Leuten, die zehn oder noch mehr ökologische Behandlungen der Rebstöcke durchführen müssen: ist das immer noch besser als systemisches Behandeln, wenn man das Gesamtbild betrachtet? Traktoren stoßen nicht gerade wenige Abgase aus, das Verdichten des Bodens, Traktoren sind keine Libellen, ist auch nicht gerade ohne. Ein klares Schwarz-Weiß war schon damals kompliziert. Aber es gab zumindest Regeln.

Als diese Weine ihren langen Marsch von den Ökoläden in die normale Welt antraten, somit nicht mehr nur einer kleinen Elite gegenüberstanden, verloren die Weintrinker der better society ihr Interesse an diesen Weinen.

Bei den Biodynamikern war das schon komplizierter. Zwar gibt es das Buch von Steiner, der aber auch nur ein paar praktische Bauernregeln aufgeschrieben hat und dann ein paar Sterne und Gestirne darüber setzte, sowie den Schinken von Nicolas Joly, der Steiner zu Wein-Steiner machte. Gleichwohl bedarf es, man sieht dies an den Aufnahmekriterien von Biodynamik-geschwängerten Unternehmungen, schon einer gewissen geistigen Grundhaltung, um in dem elitären Kreis der Biodynamiker Einlass zu bekommen. Für die geneigten Verbraucher jedweden Geschlechts war das dann schon eine Herausforderung: man musste glauben, was man oftmals nicht verstand. Gut, das kennt man schon aus dem Religionsunterricht, aber damals ging es ja nicht um so schwerwiegende Dinge wie den Plan des samstäglichen Abendessens.

In der Regel griff aber eine klare Regel: je lauter der Gesang, desto schiefer der Ton. Für die besten biodynamisch arbeitenden Winzer ist das halt eine, ihre Form der Weinbergsbearbeitung. Im Weingut spielt die Biodynamik eine eher untergeordnete Rolle. Wer Fassabzüge gemäß dem Kalender von Maria Thun machen kann, hat auch sonst im Leben nicht wirklich viel zu tun. Zumindest richtet das keinen Schaden an. Fragt man indes einen biodynamisch beseelten Verbraucher, wie sich denn Wurzeltage von Fruchttagen unterscheiden, erzeugt man schlimmstenfalls rote Backen und eine verrunzelte Stirn. Trotz aller esoterischer Unebenheiten: auch die Biodynamiker haben einen Fußabdruck hinterlassen. Zwar war das Beobachten des Mondes, der Nutzen von Salbei, Löwenzahn und anderen Kräutern schon vor Steiner ein Thema, er baut seine Welt darauf auf. Aber erst seit der Zeit der Biodynamiker begannen Wissenschaftler, sich dem Thema etwas genauer anzunehmen.

Die Naturweinverfechter, orange wine Prediger und sonstige Anhänger dieser Glaubensideologie indes halten sich mit so etwas gar nicht erst auf. Und genau deswegen werden sie schneller (schöner?) scheitern als alles andere. Die Naturweiner sagen, dass es keine Eingriffe geben dürfe. Manche schwefeln dann doch, weil dieses Monstergespenst namens Weinkontrolle um die Ecke lugt. Aber was heißt denn bitte „keine Eingriffe“? Wie ist das denn mit temperaturgesteuerter Gärführung? Dass man Traubenmost auch mittels traubeneigenen Hefen vergären kann, ist nun nicht gerade eine Neuerung. Und was ist denn eine grüne Lese andres als ein Eingriff in den Wachstumszyklus? Ein allzu sehr überzeugter Weinbauer erklärte mir mal, dass er, weil halt nun einmal absolut, nicht einmal die Reben schneide, denn bereits das sei ja ein Eingriff. Stimmt. Zu bemerken ist, dass er zwei Jahre später den Beruf wechselte.

Die Naturweiner wollen keine Regeln, in Wahrheit sind es Anarchisten. Sie verbinden (verbünden?) sich zwar gelegentlich, aber auch in diesen Gremien ist oft nicht klar zu eruieren, welche Methoden denn nun erlaubt seien und welche nicht. Der naturweinergeplagte Konsument lernt also, dass genau das, war der hinter dem Weinverkaufstisch erzählt, das richtige sei. Wenn der Naturweiner vom Nachbarnaturweinerverkaufstisch etwas anderes erzählt, dann sei dem eben so, Hegel und Kant waren schließlich auch nicht immer einer Meinung.

Natürlich braucht man auch hier mehrere Kämme, man kann nicht alles und alle Naturweinerinnen und Naturweiner über nur einen Kamm scheren. Denn das Problem besteht ja darin, dass einige wissend, bewusst oder vorsätzlich eine Grundregel des Weins absägen:

Wein definiert sich über Rebsorte und Herkunft, letzteres kann durchaus etwas gröber daherkommen als Terroir. Solange man einen Wein dahingehend identifizieren kann, ist das alles im grünen Bereich. Es gibt ja auch ein paar durchaus angesehene Importeure und Händler, die solche Weine anbieten. Und die überleben (die Importeure).

Leider betrifft dies nur einen ganz geringen Teil der „Naturweine“, zumindest hier in Spanien. Wobei: das eine oder andere, was man hier aus Frankreich als Naturwein zu verkosten bekommt, halt auch kompliziert ist. Ein Naturweinböckser ist kein Feature, sondern ein Defekt.

Daran aber wird diese Modeepoche nicht zugrundegehen. Der Tod der Naturweine ist ihre Beliebigkeit. Wenn man wieder und wieder dezent trübe Flüssigkeiten ins Glas bekommt, von denen man weder die Herkunft noch die Rebsorte erahnen kann, wobei es sich in der Regel um durchaus geläufige Sorten handelt, dann werden das die Verbraucher erst einmal als spannend ansehen. Ist es ja auch. Aber ab der siebzehnten spannenden trüben Brühe ist das halt dann nicht mehr spannend. Dann ist alles trüb. There is no dark side of the moon, in fact it’s all dark. Für Restaurants ist das heikel, besteht doch die Gefahr, dass Verbraucher zucken statt die Geldbörse zu zücken. Und zuhause muss man sich mit einer ganzen trüben Flasche herumschlagen, was dann schon einmal anstrengend sein kann. Aus nice wird da schnell einmal ein nightmare.

Sollte es den Naturweinern gelingen, die Nichtintervention klarer zu fassen, ohne das Gesamtbild nachhaltig zu beeinträchtigen, dann landen wir bei dem, was schon in Sachen ökologisch und biodynamisch geschehen ist: der Welt der Weine wurde eine weitere Facette hinzugefügt: keine Schwefelzugaben (schwefelfreie Weine gibt es nicht) und nur geringe Interventionen.

Gleichwohl ich habe ein anderes Bild im Kopf: zwei Menschen sitzen im Restaurant und kämpfen mit einer trüben Flasche. Plötzlich setzt ein gläserner, fast verzückter Blick ein. Was ist geschehen? Nun: am Nachbartisch schleicht sich, gülden glänzend, ein klassischer Würzburger Stein Silvaner in die Gläser. Dann ist der Tod der trüben Brühen nahe…

Der Zug, er wird noch eine Weile weiterfahren, um sich dann in der trüben Finsternis des Nichts zu verlieren. Schade ist das eigentlich nicht. Text: El oso alemán

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Perez Marin La Guita Manzanilla

Sherry · Manzanilla · Sanlúcar de Barrameda · Spanien

La Guita Manzanilla ist einer der bekanntesten Manzanilla-Sherrys aus Sanlúcar de Barrameda. Trocken, klar und frisch, aus Palomino Fino unter Flor gereift – mit der typisch salzigen Note der Atlantikküste. Der trockene Sherry schlechthin.


Sanlúcar de Barrameda

Sanlúcar de Barrameda an der andalusischen Atlantikküste ist die Heimat der Manzanilla. Das feuchte, vom Meer geprägte Klima lässt den Flor – die Hefeschicht auf dem Wein – besonders kräftig wachsen und verleiht der Manzanilla ihre frische, salzige Art. Hinter La Guita steht die Bodega Hijos de Rainera Pérez Marín.

Bereitung und Reifung

Aus Palomino Fino, trocken ausgebaut und auf Weinalkohol aufgespritet. Die Reifung erfolgt biologisch unter Flor im traditionellen Solera-y-Criaderas-System, bei dem jüngerer und älterer Wein fortlaufend verschnitten werden. So bleibt der Wein blass, frisch und unverwechselbar.

Im Glas

Blasses Strohgelb. In der Nase frisch und fein, mit Mandel, Hefe- und Brotnoten und salziger Meeresbrise. Am Gaumen trocken, klar und sehr weinig, mit feiner Frische, dezenter Salzigkeit und einem leicht herben, mandeligen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren – der klassische Aperitif. Nach dem Öffnen innerhalb von 3 bis 4 Tagen austrinken, sonst verliert er an Aroma.

Klassische Begleitung: Oliven, Mandeln, Jamón, gebratener Fisch, Meeresfrüchte und Tapas.


Lage: Sanlúcar de Barrameda, Andalusien (Spanien); D.O. Manzanilla–Sanlúcar de Barrameda
Klassifikation: Manzanilla (trocken) – Palomino Fino
Ausbau: biologisch unter Flor, Solera y Criaderas

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Marguet Verzenay 2020 Grand Cru Brut Nature BIO

Champagner · Verzenay Grand Cru · Pinot Noir · Brut Nature · Bio

Marguet Verzenay Grand Cru Brut Nature ist ein Bio-Champagner aus 100 % Pinot Noir aus dem Grand-Cru-Dorf Verzenay. Benoît Marguet keltert ihn biodynamisch und als Brut Nature. Ein konzentrierter, straffer Champagner mit markanter Frische. Im Glas mittel- bis vollmundig und sehr lang.


Verzenay Grand Cru

Verzenay ist eine als Grand Cru klassifizierte Gemeinde an der Nordflanke der Montagne de Reims und eines der besten Dörfer für Pinot Noir. Die kalkreichen Böden und das kühle Mikroklima verleihen dem Champagner Frische, Struktur und Länge. Benoît Marguet arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Pinot Noir aus Verzenay. Der Ausbau folgt der naturnahen Handschrift des Hauses; abgefüllt ohne Dosage als Brut Nature.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. Im Duft gelbes Kernobst, warme Brioche, Limette und feine Röstnoten. Am Gaumen mittel- bis vollmundig, konzentriert, straff und energiegeladen, mit markanter Frische. Der Nachhall ist sehr lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein großzügiges Glas betont die Aromatik. Als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Geflügel, Fisch, Krustentiere und gereifter Käse.


Lage: Verzenay Grand Cru, Montagne de Reims (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Brut Nature, Blanc de Noirs
Ausbau: 100 % Pinot Noir, naturnaher Ausbau, ohne Dosage

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Schaumweine

Weingut Andres 9294 Blanc de Blancs Brut Nature

Winzersekt · Pfalz · Chardonnay (Blanc de Blancs)

100 % Chardonnay 9294 · Blanc de Blancs Brut Nature · ohne Dosage Pfalz (Mittelhaardt) Weingut Andres Löss & verwitterter Buntsandstein Flaschengärung · handgerüttelt ~3 Jahre Hefereife

Der Weingut Andres 9294 Blanc de Blancs Brut Nature ist ein Pfälzer Winzersekt aus 100 % Chardonnay. Der kryptische Name „9294" steht für die Geburtsjahrgänge der Brüder Michael und Thomas Andres. Ein Blanc de Blancs mit Wow-Effekt – elegant, klar und mit perfektem trockenen Finish.


Weingut Andres – Winzersekt aus der Pfalz

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Der Name „9294" hört sich etwas kryptisch an, es sind aber die Geburtsjahrgänge der beiden.

Die Trauben für diesen Sekt stammen von Böden aus Löss und verwittertem Buntsandstein, die dem fein perlenden Blanc de Blancs eine feine Würze und eine klare, geradlinige Struktur verleihen.

Herkunft – Pfalz (Mittelhaardt)

Die von Löss und verwittertem Buntsandstein geprägten Lagen der Mittelhaardt und die kühle, präzise Handschrift des Weinguts bilden die Grundlage dieses Sekts: Substanz und reife Frucht treffen auf Frische, Klarheit und salzige Länge.

Herstellung und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay (Blanc de Blancs), Brut Nature (ohne Dosage); klassische Flaschengärung, handgerüttelt.

Vergoren wird spontan im großen Holzfass, ganz ohne Reinzuchthefen. Nach der Flaschengärung folgt eine rund dreijährige Reife auf der Hefe. Diese lange Hefelagerung schenkt dem Sekt seine ruhige, getragene Textur und feine Perlage; abgefüllt wird gänzlich ohne Dosage. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein Sekt mit feiner, eleganter und frischer Perlage, einer ruhigen, getragenen Textur und einem stimmigen Gleichgewicht zwischen Substanz, Frische und dezenter Frucht. Im Glas zeigt er sich elegant und klar. Anklänge von reifer Zitrusfrucht, hellen Steinfrüchten und einem Hauch Brioche dominieren. Am Gaumen straff geführt, mit salziger Länge und einem perfekten trockenen Finish. Ein Blanc de Blancs mit Wow-Effekt!

Reife Zitrusfrucht, helle Steinfrüchte und ein Hauch Brioche über feiner, eleganter Perlage – straff geführt, mit salziger Länge und perfektem trockenen Finish.

Als festlicher Aperitif ebenso wie als Speisenbegleiter. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als kompromissloser Aperitif, zu Austern und Meeresfrüchten, zu edlem Fisch und Sushi sowie zu Geflügel und mild-nussigem Hartkäse.


Lage: Mittelhaardt, Pfalz; Böden aus Löss und verwittertem Buntsandstein
Klassifikation: Winzersekt b.A., Blanc de Blancs, 100 % Chardonnay; Brut Nature (ohne Dosage)
Ausbau: Spontangärung im großen Holzfass ohne Reinzuchthefen, klassische Flaschengärung, ~3 Jahre Hefereife, handgerüttelt, ohne Dosage; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Länder/Regionen

Ghislaine Barthod Chambolle Musigny Les Baudes 1er Cru 2022

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Baudes · 1er Cru Chambolle-Musigny nördl. Chambolle · nahe Bonnes-Mares 2022

Der Chambolle-Musigny Les Baudes 1er Cru 2022 der Domaine Ghislaine Barthod verbindet Finesse mit innerer Energie. Ein seidiger, tiefgründiger Pinot Noir mit reifer Himbeere, Herzkirsche und Cassis, floralen Noten und einer mineralischen Spannung aus dem kühlen Terroir von Les Baudes.


Les Baudes – Premier Cru im Norden von Chambolle

Les Baudes liegt im nördlichen Teil von Chambolle-Musigny, unmittelbar angrenzend an den Grand Cru Bonnes-Mares. Das eher kühle Terroir auf Kalk- und Tonböden verleiht den Weinen eine präzise mineralische Spannung und eine frische Säure.

Chambolle-Musigny im Herzen der Côte de Nuits gilt als Inbegriff von Eleganz und Finesse. Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern der Gemeinde.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein Jahrgang, der diesem Les Baudes eine faszinierende Balance aus Finesse und innerer Energie verleiht.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Im Bouquet reife Himbeeren, saftige Herzkirschen und ein Hauch Cassis, vereint mit Veilchen und Rosenblättern, unterlegt von Graphit, nassem Stein und feinen orientalischen Gewürzen, die an Sandelholz und Weihrauch erinnern. Am Gaumen seidig und tiefgründig, mit samtiger Textur, klarer, frischer Säure und präzise eingebundenen Tanninen. Eine mineralische Spannung und innere Kraft hallen lange nach – bis ins salzig-würzige, fast schwebende Finale.

Himbeere, Herzkirsche und Veilchen über Graphit und nassem Stein – seidig, tiefgründig und mit mineralischer Spannung.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter mit Spannung.


Lage: Les Baudes (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); nördliches Chambolle nahe Bonnes-Mares, kühles Kalk-/Tonterroir
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Metzger Pink rose

Roséwein · Pfalz · Deutschland

Metzger Pink Rosé ist ein fruchtig-frischer Roséwein vom Weingut Uli Metzger aus der Pfalz. Ein Topf voller Beeren und Früchte steigt aus dem Glas, wenn man ihn eisgekühlt genießt. Hiervon trinkt man auch gern mal eine Flasche mehr – die Gartenparty kann kommen!


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das warme Klima bringt reife, fruchtbetonte Trauben hervor – Grundlage für diesen unkomplizierten, sommerlichen Rosé.

Assemblage und Ausbau

Der Rosé wird fruchtbetont ausgebaut. Das stellt die saftige Beeren- und Fruchtaromatik in den Vordergrund und sorgt für einen leichten, süffigen Stil.

Im Glas

Rosé-Ton. In der Nase und am Gaumen ein Topf voller Beeren und Früchte. Fruchtig, saftig und frisch, mit gutem Trinkfluss. Der Abgang ist saftig.

Am Tisch

Eisgekühlt bei 6–8 °C servieren – der ideale Wein für Gartenpartys und warme Sommertage.

Klassische Begleitung: Salate, Grillgerichte, Fingerfood oder solo.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Roséwein
Ausbau: Rosé, fruchtbetont

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Italien

Zeni Lugana Doc Vigne Alte 2025

Weißwein · Lugana · Turbiana · Gardasee

Zeni Lugana DOC Vigne Alte ist ein ausdrucksstarker Weißwein vom Südufer des Gardasees. Er entsteht aus Trebbiano di Lugana (Turbiana), die auf den lehm- und kreidehaltigen Hügeln der Region gedeiht. Nur die besten, von Hand gelesenen Trauben werden verwendet. Im Glas ein strohgelber Wein mit grünlichen Reflexen, frischen grünen Noten und feinem Mandelton.


Lugana

Die DOC Lugana liegt am Südufer des Gardasees, zwischen Lombardei und Venetien. Lehm- und kreidehaltige Hügelböden und das ausgleichende Seeklima geben den Weinen Frische und Finesse. Die Trauben werden bei optimaler Reife sorgfältig von Hand gelesen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Trebbiano di Lugana (Turbiana). Nach einer kurzen Maischestandzeit mit den Schalen folgen eine sanfte Pressung und eine temperaturkontrollierte Gärung im Edelstahltank. So bleiben Frische und klare Fruchtaromatik erhalten.

Im Glas

Strohgelb mit zarten grünlichen Reflexen. In der Nase frische, grüne Noten und ein feiner Mandelton. Am Gaumen ausgeprägt fruchtig, klar und ausgewogen. Der Abgang ist rund.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein vielseitiger Begleiter zu leichten Gerichten, jung zu genießen.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, helle Vorspeisen und Risotto.


Lage: Lugana, Südufer Gardasee (Lehm-/Kreideböden)
Klassifikation: Lugana DOC
Ausbau: kurze Maischestandzeit, Edelstahl, ohne Holz

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Schaumweine

Adrien Renoir Coteaux Champenois Verzy Rouge Grand Cru 2022

Rotwein · Coteaux Champenois · Pinot Noir · Grand Cru

Adrien Renoir Coteaux Champenois Verzy Rouge Grand Cru ist ein stiller Rotwein aus 100 % Pinot Noir aus der Champagne. Anders als der bekannte Schaumwein ist Coteaux Champenois die stille Variante der Region. Dieser Wein stammt von der Domaine Adrien Renoir aus dem Grand-Cru-Dorf Verzy, von den beiden Kleinstparzellen „Le Chemin de Vez" und „Les Champs Brûlés". Ein individueller, großer Pinot – fast wie ein burgundischer Lagenwein.


Verzy

Verzy ist eine als Grand Cru klassifizierte Gemeinde der Montagne de Reims in der Champagne. Die tonhaltigen Kalkböden prägen die kühle, mineralische Stilistik dieses Pinot Noir. Die Trauben stammen von zwei winzigen Parzellen, „Le Chemin de Vez" und „Les Champs Brûlés".

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Pinot Noir aus exponierten Einzellagen. Er wird als stiller Coteaux Champenois ausgebaut – die Vinifikation stellt Frucht, Mineralität und Säurespiel in den Vordergrund. Die Produktion ist sehr klein.

Im Glas

Kühle, zurückhaltende Nase: unreife rote Frucht, viel Stein, etwas Florales und mediterrane Würze. Am Gaumen fein und säurebetont, mit Sauerkirscharomatik und einem extravaganten Mundgefühl, das an tonhaltige Kalkböden denken lässt. Straff und druckvoll im eindrucksvollen Finish.

Am Tisch

Bei rund 15–16 °C in einem großen Burgunderglas servieren; eine kurze Belüftung tut ihm gut.

Klassische Begleitung: Geflügel, Ente, helles Fleisch, Pilzgerichte und gereifter Käse.


Lage: Verzy Grand Cru, Montagne de Reims (Champagne); Ton/Kalk
Klassifikation: Coteaux Champenois AOC – Rouge (Grand Cru)
Ausbau: stiller Rotwein, Pinot Noir; kleine Produktion

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Deutschland

Hermann Ludes Thörnicher Ritsch Kabinett -t- Im Schneidersberg 2024

Weißwein · Mosel · Riesling Kabinett (fruchtsüß)

Riesling Thörnicher Ritsch · Im Schneidersberg Mosel Kabinett · fruchtsüß Südwest-Exposition

Der Thörnicher Ritsch „Im Schneidersberg -t-" Riesling Kabinett 2024 von Hermann Ludes ist ein druckvoller, gefühlt trockener Mosel-Riesling von einer Parzelle der Ritsch – ungeschminkt, groß und langlebig, eine perfekte Interpretation des Terroirs.


Im Schneidersberg – Südwest-Parzelle der Ritsch

Das Weingut Hermann Ludes bewirtschaftet 5,5 Hektar Riesling in verschiedenen Kleinparzellen der Steillage Ritsch – einem beeindruckenden Monument, einem in den Fels gehauenen Weinberg mit alten, teils wurzelechten Rieslingstöcken. Bizarre Formationen aus Schiefer und Holz prägen das Bild; die Wingertspfähle ragen wie die Speerspitzen eines Riesenheeres in den Himmel. Eingerahmt von den Seitentälern des Karlbach und der Salm, verdankt der Weinberg seine Einzigartigkeit dieser besonderen Lage.

„Im Schneidersberg" ist eine windexponierte Parzelle im Schneidersberg-Teil des Thörnicher Bergs – in einem Seitental hinter der Haupt-Ritsch und im Gegensatz zu den meist nach Süden ausgerichteten Lagen nach Südwesten exponiert.

Jahrgang 2024 – Mosel

Der Jahrgang 2024 präsentiert sich an der Mosel klassisch und präzise: mit frischer Frucht, eleganter Säure und viel Energie.

Ein Jahrgang, der der geradlinigen, säurebetonten Ludes-Stilistik entgegenkommt – ideal für einen spannungsreichen, druckvollen Kabinett.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2024, klassischer Prädikatswein (Kabinett, fruchtsüß).

Handlese in der Steillage, Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau ohne Schönung, Schraubverschluss. Wie alle Ludes-Weine braucht auch dieser Luft: am besten einige Stunden, besser noch ein paar Tage vor dem Genuss öffnen.

Im Glas

Ein gefühlt trockener Riesling, der einen solchen Druck, eine Finesse und einen subtilen, unreifen Fruchtansatz entwickelt, dass sich Körper und Seele über jeden Schluck aufs Neue freuen. Steinig und schiefrig, ungeschminkt, groß und langlebig – eine perfekte Interpretation des Terroirs.

Ungeschminkt, groß und langlebig – eine perfekte Interpretation des Terroirs.

Vor dem Genuss unbedingt einige Stunden, besser ein paar Tage belüften. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch, hellem Fleisch, würziger asiatischer Küche oder mild-würzigem Käse. Ein vielseitiger, geradliniger Speisenbegleiter.


Lage: Thörnicher Ritsch „Im Schneidersberg" (Mittelmosel); südwest-exponierte Steillage, devonischer Schiefer, alte Reben
Klassifikation: Riesling Kabinett (Prädikatswein, fruchtsüß)
Ausbau: Riesling; Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau, keine Schönung, Schraubverschluss

Mehr erfahren ...