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16. Februar 2020

Weinminister (Satire)

Vermisst

Vermisst – 1945er Mouton-Rothschild Seit heute morgen, so gegen 8.37 Uhr westeuropäischer Zeit, wird eine Rotwein Flasche Mouton Rothschild aus dem Jahrgang 1945 schmerzlichst vermisst.

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Weine

Kühling-Gillot Ölberg Riesling Großes Gewächs 2024 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niersteiner Ölberg VDP.Großes Gewächs Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein roter Tonschiefer (Rotliegendes) reine Südlage BIO (DE-ÖKO-006) · 2024

Der Kühling-Gillot Niersteiner Ölberg Riesling GG 2024 stammt aus der südlichsten Lage des Guts am Roten Hang. Ein kraftvoller, zugänglicher Riesling mit großzügig ausladendem Charakter vom roten Tonschiefer.


Niersteiner Ölberg – reine Südlage am Roten Hang

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang bei Nierstein (DE-ÖKO-006). Der Ölberg ist eine VDP.Große Lage auf 80 bis 170 Metern, mit einer Neigung von 65 bis 120 % und einer klassifizierten Fläche von 11,32 Hektar.

Der Ölberg ist die südlichste Lage des Guts am Roten Hang und bietet eine reine Südausrichtung mit unverstelltem Blick auf den Rhein. Der Boden ist von rotem Tonschiefer geprägt, der dem Wein seinen charakteristischen Geschmack verleiht. Nach dem Kauf musste die völlig verwilderte Fläche mühsam rekultiviert werden, um die 1990 gepflanzten Reben wieder zum Leben zu erwecken; die tief verwurzelten Rebstöcke kommen trotz der warmen Exposition ohne Bewässerung aus. Im Winter wird der Boden mit Stroh abgedeckt, im Sommer werden begrünende Einsaaten vorgenommen.

Jahrgang 2024 – Roter Hang (Rheinhessen)

2024 war in Rheinhessen ein kühlerer, anspruchsvoller Jahrgang, der Präzision im Weinberg belohnte. Die reine Südlage und die wärmespeichernden Tonschiefer-Böden sicherten reifes Lesegut, während das kühle Jahr für Frische und Säurespannung sorgte – Kraft und Balance zugleich.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Niersteiner Ölberg, Jahrgang 2024; 100 % Riesling von rotem Tonschiefer.

Nach strenger Handlese wird der Most spontan vergoren und behutsam im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf Kraft, Würze und die Prägung des roten Tonschiefers ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein kraftvoller, großzügiger Riesling: reife gelbe und rote Frucht, dazu Zitrus, Orangenzeste, feine Kräuterwürze und eine markante, salzig-mineralische Prägung des roten Tonschiefers. Am Gaumen breit und zugänglich, mit viel Druck, saftiger Frucht, markanter Würze und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Reife gelbe und rote Frucht über Zitrus, Orangenzeste und feiner Kräuterwürze, mit der salzig-mineralischen Prägung des roten Tonschiefers – kraftvoll und großzügig, druckvoll und saftig, mit langem, würzigem Nachhall.

Ein kraftvoller, langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in würziger Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niersteiner Ölberg (VDP.Große Lage), Roter Hang, Rheinhessen; reine Südlage, 80–170 m, 65–120 % Neigung; roter Tonschiefer; klassifizierte Fläche 11,32 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: strenge Handlese, Spontangärung, behutsamer Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Rebsorten

Seehof Riesling -M- 2018

Wein · Weißwein · Rheinhessen · Deutschland

Seehof Riesling -M- 2018 stammt von der weltberühmten Lage Morstein – das „-M-" steht für Morstein. Ein mineralischer, feiner und rassiger Riesling, der durch seine fruchtigen Aromen von Birne, Pfirsich und Holunder besticht.


Rheinhessen / Westhofen – Morstein

Das Weingut Seehof von Florian Fauth liegt in Westhofen im Wonnegau, Rheinhessen. Der Westhofener Morstein ist eine reine Südlage mit schweren, kalkhaltigen Tonböden und unterirdisch verlaufenden Wasseradern, die den Reben im trockenen, heißen Mikroklima eine gleichmäßige Versorgung sichern. Die besten Parzellen im mittleren, sehr steinigen Teil ergeben Weine von großer Mineralität und langer Lagerfähigkeit.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Der Ausbau betont die feine, rassige und mineralische Stilistik der Lage mit klarer Frucht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase fruchtige Aromen von Birne, Pfirsich und Holunder. Am Gaumen mineralisch, fein und rassig, mit klarer Frucht, animierender Säure und langem, mineralischem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 11–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen, gern auch nach etwas Flaschenreife.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel, hellem Fleisch und der feinen Küche.


Lage: Rheinhessen, Westhofener Morstein (Wonnegau, Deutschland); Weingut Seehof (Florian Fauth)
Klassifikation: Lagenwein „-M-" (Morstein) – 100 % Riesling, trocken
Ausbau: mineralitätsbetont; reine Südlage mit kalkhaltigen Tonböden
Jahrgang: 2018

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Rebsorten

Joseph Colin Chassagne-Montrachet Hereditas blanc 2022

Weißwein · Chassagne-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet AOC Cuvée Les Hereditas · 3 Parzellen Reben 70+ Jahre · um Criots-Bâtard 2022

Der Chassagne-Montrachet Les Hereditas Blanc 2022 von Joseph Colin ist ein spannender, energiegeladener Chardonnay aus drei Parzellen rund um den Grand Cru Criots-Bâtard-Montrachet. Kühl, frisch und mit viel Nerv – er überzeugt nicht mit Muskeln, sondern mit zarter, druckvoller Eleganz.


Les Hereditas – drei Parzellen um Criots-Bâtard

Der Les Hereditas stammt aus drei Parzellen – Les Meix Goudard, Blanchot Dessous und En Journoblot –, die alle rund um die Grand-Cru-Lage Criots-Bâtard-Montrachet liegen. Die Chardonnay-Reben sind allesamt über siebzig Jahre alt und wurzeln auf Ton-Kalkstein-Böden.

Chassagne-Montrachet an der Côte de Beaune ist berühmt für seine Chardonnays; besonders die feineren Kalksteinstrukturen im Norden bringen weltweit angesehene Weißweine hervor. Joseph Colin stammt aus der renommierten Winzerfamilie Colin.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Energie – die Grundlage für den kühlen, nervigen Stil dieses Les Hereditas.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, von über 70 Jahre alten Reben, vergoren mit autochthonen Hefen.

Der Ausbau erfolgt zu zwei Dritteln in gebrauchten 500-Liter-Fässern und zu einem Drittel in gebrauchten 228-Liter-Fässern; anschließend wird der Wein ungeschönt und ungefiltert gefüllt.

Im Glas

Kühl und frisch, mit viel Nerv, innerem Extrakt und vibrierender Frische. Zitrus, weiße Blüten und eine steinige Mineralität münden in ein langes Finish – zarte, druckvolle Eleganz statt Muskeln.

Kühl, nervig und vibrierend, mit innerem Extrakt und langem Finish – zarte, druckvolle Eleganz.

Jung schon zugänglich, mit gutem Reifepotenzial über mehrere Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch in heller Sauce, Krustentiere, Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die feine weiße Küche.


Lage: Chassagne-Montrachet (Côte de Beaune); 3 Parzellen (Les Meix Goudard, Blanchot Dessous, En Journoblot) um Criots-Bâtard-Montrachet, Ton-Kalk, Reben 70+ Jahre
Klassifikation: Chassagne-Montrachet AOC
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung, 2/3 gebrauchtes 500-l-Fass + 1/3 gebrauchtes 228-l-Fass, unfiltriert

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Schaumweine

Domaine Vincey Champagne Auge Grand Cru 2018

Auge heißt das Stück Weinberg, aus dem der Domaine Vincey Champagne Auge Grand Cru 2018 stammt: gerade 0,3 Hektar, 1971 bepflanzt, gelegen in Le Mesnil-sur-Oger. Kein Dorf der Champagne liefert strengeren Chardonnay. Vincey verzichtet auf Malo wie auf Dosage und lässt diese Strenge unverstellt stehen. Gefüllt wurden 1.375 Flaschen.

Im Glas

Hellstrohfarben, grün schimmernd, mit feinem Mousseux. Der Duft ist karg und genau: Zitrone, grüner Apfel, Austernschale, Kreide und Feuerstein, im Hintergrund etwas Brioche und Haselnuss vom Fass. Im Mund straff, salzig und schneidend frisch. Die Hefe bringt eine leise Cremigkeit. Filigranes, sehr langes Finale.

Mach was draus

Austern aus der Bretagne, rohe Langustinen, Ceviche, Sashimi oder Fisch aus der Pfanne. Auch junger Hartkäse passt. Cremige Saucen eher meiden. Serviere ihn bei 9 bis 11 °C im großen Glas und gib ihm Luft – und gern noch einige Jahre im Keller.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Auge ist nichts für Einsteiger. Wer kompromisslosen Blanc de Blancs liebt, wird ihn feiern.“

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Kurz gefragt

Wie wird er ausgebaut? Die Gärung läuft spontan im Holz, danach liegt der Grundwein ein Jahr lang mit seiner Hefe in französischen Eichenfässern; den biologischen Säureabbau lässt Vincey aus. Rütteln und Degorgieren erledigt das Paar per Hand.

Was bedeutet Brut Nature? Es wird kein Zucker zugegeben: 0 g/l Dosage.

Rebsorte Chardonnay · Einzellage Auge (Le Mesnil-sur-Oger, Grand Cru) · Fläche 0,3 ha, Pflanzjahr 1971 · Kreide unter Ton und Kalkstein · Jahrgang 2018 · Spontangärung im Holz · ein Jahr Feinhefe im Eichenfass · kein Säureabbau · Handrüttelung · Dosage null · Auflage 1.375 Flaschen · Domaine Vincey, Oger · Stand: Oktober 2026

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Weine

Pitthan Belle Blanche

Weißwein · Rheinhessen · Burgunder-Cuvée

Chardonnay & Weißburgunder Zotzenheim, Rheinhessen 2025 Kalkmergel · Pararendzina 120–190 m Höhe Ausbau ohne Holz

Die Pitthan Belle Blanche 2025 ist eine Cuvée aus Chardonnay und Weißburgunder vom Weingut Pitthan in Zotzenheim, im nordwestlichen Zipfel Rheinhessens. Die beiden Burgundersorten teilen sich die Rolle: Der Weißburgunder bringt Birnenfrucht und weiche Textur, der Chardonnay Struktur und Zug. Ein mittelschwerer Weißwein, der ohne Holzeinsatz auskommt und die Frucht stehen lässt.


Zotzenheim – Kalkmergel am Rand der Rheinhessischen Schweiz

Zotzenheim liegt im Landkreis Mainz-Bingen, gut 600 Einwohner auf gut drei Quadratkilometern, umgeben von den beiden Gemarkungslagen Johannisberg (36 Hektar) und Klostergarten (49 bis 51 Hektar). Die Reben stehen zwischen 120 und 190 Metern über dem Meer auf sandigem Lehm und tiefgründigen, kalkreichen Mergelböden vom Typ Pararendzina. Das Weingut Pitthan bewirtschaftet hier 23 Hektar mit 13 Rebsorten.

Der Kalkmergel prägt den Charakter dieser Weine mehr als die Sortenwahl. Er ist nährstoffreich, hält aber vergleichsweise wenig pflanzenverfügbares Wasser – die Reben wurzeln tief, die Beeren bleiben kleiner, die Säure fällt in trockenen Sommern nicht so schnell ab wie auf reinen Lössböden. Genau das braucht eine Burgunder-Cuvée, die weich schmecken soll, ohne breit zu werden.

Die Höhenzüge um Zotzenheim – die Napoleonshöhe reicht über 40 Dörfer hinweg bis in Taunus und Hunsrück – sorgen für kühlere Nächte als in der Rheinebene bei Nierstein oder Oppenheim. Der Ort gehört weinrechtlich zur Großlage St. Rochuskapelle; die Familie Pitthan arbeitet hier seit über 150 Jahren.

Jahrgang 2025 – Rheinhessen

Bis in den Mai hinein waren die Böden Rheinhessens gut mit Wasser versorgt. Danach folgte eine ausgedehnte Trockenphase, die erst Ende Juli durch kräftige Niederschläge unterbrochen wurde. Der trockene August wurde zum entscheidenden Faktor: Der Krankheitsdruck blieb niedrig, das Lesegut kam so gesund in den Keller wie seit Jahren nicht. Ab Mitte September setzte erneut Regen ein – zu einem Zeitpunkt, an dem die Hauptlese vielerorts schon gelaufen war.

Erste Mostgewichtsmessungen am 18. August zeigten weit fortgeschrittene Reife, die Hauptlese begann extrem früh Anfang September und war zu Beginn der zweiten Septemberdekade oft bereits beendet – frühe und späte Sorten reiften nahezu gleichzeitig. Der Preis dafür war die Menge: Mit rund 1,93 Millionen Hektolitern lag Rheinhessen 26 Prozent unter 2024 und 23 Prozent unter dem Zehnjahresmittel – der stärkste Ernterückgang aller deutschen Anbaugebiete. Kleine, lockerbeerige Trauben mit geringer Saftausbeute bedeuten wenig Wein, aber konzentrierte Moste. Die Burgundersorten gelten als Gewinner dieses Jahrgangs.

Assemblage und Ausbau

Chardonnay und Weißburgunder stellen die Cuvée, beide aus dem Jahrgang 2025. Die Sorten werden getrennt gelesen und vergoren, die Assemblage erfolgt erst danach. Der Weißburgunder liefert das Fruchtbild – Birne, ein Anflug Ananas –, der Chardonnay steuert Mandelnote und Säurerückgrat bei.

Der Ausbau bleibt ohne Holz, kühl geführt und auf Frucht ausgerichtet. Das ist bei diesem Weintyp keine Sparmaßnahme, sondern Voraussetzung: Ein Fassausbau würde die Blütennoten und die Limettenspitze überdecken, die diesen Wein trinkbar machen. Die konzentrierten Moste des Jahrgangs 2025 tragen den mittleren Körper auch ohne Holzunterstützung.

Im Glas

In der Nase reife Birne, dahinter ein Hauch Ananas, Mandel und frische Frühlingsblüten. Am Gaumen weich und rund, mittelschwerer Körper, die Frucht der Nase setzt sich fort und wird von einer Limettenspitze aufgefangen. Der Abgang bleibt harmonisch, ohne breit zu werden – die Säure steht mit der Frucht im Gleichgewicht statt gegen sie.

Ein Weißwein, der die Konzentration des kleinen Jahrgangs 2025 nicht in Wucht übersetzt, sondern in Balance.

Trinktemperatur 9 bis 11 Grad, kein Dekantieren nötig. Zu kalt serviert verschwindet die Mandelnote. Der Wein ist ab sofort zugänglich und sollte bis etwa 2029 getrunken werden – er ist auf Frische gebaut, nicht auf Kellerzeit.

Am Tisch

Passt zu gebratenem Zander mit Kräuterbutter, Spargel mit Sauce hollandaise, Kalbsschnitzel, Geflügelsalat mit Weintrauben und mittelaltem Gouda. Auch solo an warmen Tagen auf der Terrasse, wo der weiche Körper und die Limettenspitze zusammenkommen.


Produzent Weingut Pitthan, Zotzenheim (Rheinhessen)
Rebsorte Chardonnay, Weißburgunder
Lage Zotzenheimer Klostergarten und Johannisberg
Klassifikation Qualitätswein Rheinhessen
Jahrgang 2025
Vinifikation sortenweise Gärung · Assemblage nach der Gärung
Ausbau ohne Holz · fruchtbetont
Trinkempfehlung 2026–2029
Boden Kalkmergel · Pararendzina · sandiger Lehm
Höhenlage 120–190 m ü. NN
Betrieb 23 Hektar · 13 Rebsorten · Familienbetrieb seit über 150 Jahren

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Rebsorten

Domaine Denis Mortet Fixin Vieilles Vignes 2023

Rotwein · Fixin · Pinot Noir

Pinot Noir Fixin AOC Vieilles Vignes · Reben ~50 Jahre 0,75 ha · 4.500 Flaschen 2023

Der Fixin Vieilles Vignes 2023 von Denis Mortet ist eine reinsortige Pinot-Noir-Cuvée aus zwei gleich großen Parzellen im Norden der Côte de Nuits. Champs Pennebaut liefert Struktur und Fülle, Champs des Charmes Frucht und Eleganz – das Ergebnis ist ein strukturierter, fruchtiger Wein mit reifem Tannin.


Fixin – zwei Parzellen, ein Gleichgewicht

Fixin ist eine der nördlichen Gemeinden der Côte de Nuits und steht für kräftige, strukturierte Pinots. Champs Pennebaut im Norden der Appellation zeigt eine Zweiteilung: oben Kalksteinschutt, der die Reben tief wurzeln lässt (Tiefe und Komplexität), unten tonreichere Böden mit erdiger Note – das gibt Fülle und einen kräftigen, robusten Körper.

Champs des Charmes liegt im Süden nahe Gevrey-Chambertin am Fuß des Hangs. Die durchlässigen, kalksteinreichen Böden mit guter Drainage bringen gesunde Reife und konzentrierte Frucht – und damit Eleganz und Balance. Die Cuvée umfasst 0,75 Hektar mit rund 50 Jahre alten Reben; die Domaine Denis Mortet zählt zu den Spitzenadressen von Gevrey-Chambertin.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, eine Cuvée aus den Parzellen Champs Pennebaut und Champs des Charmes mit rund 50 Jahre alten Reben. Gesamtproduktion: 4.500 Flaschen.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf einen klaren Lagen- und Fruchtausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Strukturiert und fruchtig, mit schön gereiften Tanninen. Dunkle Frucht trifft auf erdige Noten; am Gaumen ein Spiel aus kräftigen und zarten Elementen, das Fülle und Eleganz verbindet.

Struktur und Fülle aus Champs Pennebaut, Frucht und Eleganz aus Champs des Charmes – ein ausgewogener, fein gereifter Fixin.

In der Jugend zugänglich, über einige Jahre Flaschenreife gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein kräftiger, zugleich eleganter Begleiter.


Lage: Fixin (nördliche Côte de Nuits); Parzellen Champs Pennebaut & Champs des Charmes, Kalk/Ton, 0,75 ha, Reben ~50 Jahre
Klassifikation: Fixin AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Rebsorten

Von Winning Ozyetra Riesling 2020

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling

Riesling Ozyetra (Fassselektion) Forster Pechstein von Winning · Deidesheim Basalt trocken langer Barrique-Ausbau 2020

Der von Winning Ozyetra Riesling 2020 entsteht aus den erlesensten Fässern des Forster Pechstein – für Kenner das Non plus ultra der Pfalz. Der Name spielt auf den berühmten Osietra-Kaviar an: das Programm eines äußerst kraftvollen, eleganten und feinen trockenen Rieslings.


Ozyetra – Fassselektion aus dem Forster Pechstein

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Unter Kennern gilt die Einzellage Forster Pechstein als das Non plus ultra der gesamten Pfalz – da verwundert es nicht, dass von Winning genau diese Lage auserkoren hat, um daraus einen Spitzenwein zu kreieren. Der Name Ozyetra steht für den berühmten Osietra-Kaviar und ist somit Programm: die Umsetzung von Stephan Attmann und seinem Team, aus dieser Lage einen äußerst kraftvollen, eleganten und feinen trockenen Riesling zu gewinnen.

Der Forster Pechstein ist eine der berühmtesten Basaltlagen der Pfalz. Das dunkle vulkanische Gestein speichert Wärme und verleiht dem Riesling eine markante, rauchig-mineralische Prägung, verbunden mit Kraft, Würze und Tiefe.

Jahrgang 2020 – Pfalz

2020 war in der Pfalz ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Der wärmespeichernde Basalt des Pechsteins und der lange Barrique-Ausbau bewahrten Kraft, Konzentration und Feinheit – dieser Jahrgang erinnert besonders stark an seine Vorbilder aus dem Burgund.

Ausbau

Trockener Riesling, Fassselektion aus dem Forster Pechstein, Jahrgang 2020; 100 % Riesling vom Basalt.

Für den Ozyetra werden die erlesensten Fässer selektiert; der lange Ausbau im Barrique verleiht dem Wein Vanille- und Briochenoten, Schmelz und Tiefe, ohne die Frucht zu überlagern. Handarbeit im Weinberg.

Im Glas

Eine goldgelbe Farbe spiegelt sich zwischen den Gläserwänden wider. Die zunächst noch recht verschlossene Nase öffnet sich mit ausreichend Sauerstoffzufuhr immer mehr in delikate Kernobstfrüchte, welche von Vanillearomen und frischem Briocheteig flankiert werden. Unheimlich kompakt und mit starken, gut eingebundenen Gerbstoffen im Mundgefühl ist dies eine völlig neue Riesling-Interpretation. Äußerlich wirkt der Ozyetra wie ein fetter und schwülstiger Chardonnay der Extraklasse, innerlich wie ein zarter, eleganter Riesling aus der Pfalz. Hier findet sich dann auch eine tänzelnde Säurestruktur und dieses schöne Gefühl, immer mehr von diesem Tropfen haben zu wollen. Man könnte es auch die Gier nach noch mehr flüssigem Kaviar nennen. Der Jahrgang 2020 erinnert noch viel mehr an seine Vorbilder aus dem Burgund. Riesling-Geschichte muss neu geschrieben werden!

Delikate Kernobstfrüchte, flankiert von Vanille und frischem Briocheteig – kompakt, mit gut eingebundenen Gerbstoffen und tänzelnder Säure. Die Gier nach noch mehr flüssigem Kaviar.

Ein kraftvoller, sehr langlebiger Riesling; jung unbedingt dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Forster Pechstein, Forst, Pfalz; Basalt; Selektion der besten Fässer
Klassifikation: Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Fassselektion, langer Ausbau im Barrique; Handarbeit im Weinberg

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Weine

Le Moine Horizon 50 ans Beaujolais Cru Moulin a Vent 2015 Doppelmagnum

Rotwein · Beaujolais Cru Moulin-à-Vent · Gamay

Gamay Beaujolais Cru Moulin-à-Vent Serie „Horizon 50 ans" Mounir Saouma (Le Moine) auf lange Reife angelegt Doppelmagnum (3,0 l) 2015

Der Le Moine Horizon 50 ans Moulin-à-Vent 2015 in der Doppelmagnum ist Mounir Saoumas ernsthafte, lagerfähige Interpretation des Beaujolais – ein Cru-Gamay aus einem Ausnahmejahrgang, bewusst für die lange Reife abgefüllt. Weine, die unsere Kinder und Enkel in 50 Jahren am optimalen Genusspunkt erleben können.


Horizon 50 ans – Beaujolais, ernst genommen

Hinter dem Beaujolais steckt weit mehr als der leichte, fruchtige Beaujolais Nouveau: Vor vielen Jahrzehnten waren die besten Lagen ebenso hoch angesehen wie die großen Weine des nördlichen Burgunds. Die qualitative Spitze der Gamay-Weine wächst im Norden der Appellation – unter den Cru-Namen Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin-à-Vent, Saint-Amour und Régnié.

Für die Serie „Horizon 50 ans" hat Mounir Saouma – der Mann hinter Lucien Le Moine – Cru-Gamay aus Top-Lagen vinifiziert und in zwei Formaten abgefüllt: 0,75-Liter-Flaschen für den früheren Genuss sowie Magnum und Doppelmagnum für die ganz lange Lagerung. Der Name ist Programm: Weine mit einem Reifehorizont von einem halben Jahrhundert. Moulin-à-Vent gilt als der kraftvollste, langlebigste und „burgundischste" der Beaujolais-Crus; seine Granitböden mit hohem Mangananteil verleihen dem Gamay Tiefe, Struktur und festes Tannin.

Jahrgang 2015 – Beaujolais

2015 gilt im Burgund und besonders im Beaujolais als Ausnahmejahrgang – vielfach als Jahrhundertjahrgang bezeichnet. Warm und reif, brachte er Gamay-Weine von seltener Konzentration, Dichte und Tiefe bei gutem Reifepotenzial. In der Doppelmagnum und im langen Ausbau ergibt das einen Wein, der auf Jahrzehnte angelegt ist.

Ausbau

Reinsortiger Gamay aus dem Jahrgang 2015, Beaujolais Cru Moulin-à-Vent, trocken; abgefüllt in der Doppelmagnum (3,0 l).

Im Stil von Mounir Saouma: langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, mit minimalem Schwefel und behutsamer Kellerarbeit – ganz auf Tiefe, Textur und Langlebigkeit ausgerichtet. Das große Doppelmagnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife und ist ein eindrucksvolles Format für Sammler und große Anlässe.

Im Glas

Vom mangan­reichen Granitboden von Moulin-à-Vent und aus dem reifen Jahrgang 2015 lebt dieser Cru-Gamay: dunkle Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine tiefe, würzig-steinige Mineralität. Der lange Ausbau bindet eine seidige, dichte Textur ein und verleiht dem Wein mehr Tiefe und Ernst, als man dem Beaujolais gemeinhin zutraut. Am Gaumen kraftvoll und konzentriert, mit festem, feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein „burgundischer" Gamay mit großem Reifepotenzial.

Dunkle Frucht und tiefe, würzig-steinige Mineralität – kraftvoll und konzentriert, mit festem Tannin und langer Länge.

Schon jetzt zugänglich, doch auf Jahrzehnte angelegt; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Geflügel und Ente, zu Wild sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Beaujolais Cru Moulin-à-Vent (Frankreich); Granitböden mit hohem Mangananteil; gilt als kraftvollster und langlebigster der Crus
Klassifikation: Beaujolais Cru, Gamay (trocken); Serie „Horizon 50 ans", Doppelmagnum (3,0 l)
Ausbau: Gamay; langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, minimaler Schwefel; auf lange Reife angelegt

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