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19. September 2021

Deutschland

Restaurant Philipp – Unterfranken

Restaurant Philipp – Sommerhausen – Deutschland Im unterfränkischen Weinort Sommerhausen ist die Welt noch in Ordnung. Hier tragen viele Einheimische noch eine zünftige Tracht oder

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USA

Saxum James Berry Vineyard White 2018

Weißwein · James Berry Vineyard · Rhône-Cuvée

Grenache Blanc · Roussanne · Chenin Blanc James Berry Vineyard Willow Creek District Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) Kalkstein-Steillage Fassgärung · Vollhefe 2018

Der Saxum James Berry Vineyard White 2018 ist der zweite Jahrgang dieses raren Weißweins des Kult-Erzeugers Saxum – eine ernsthaft strukturierte, zugleich komplex aromatische Rhône-Cuvée aus der Heimatlage. Im Stil eines klassischen Weißburgunders, aber mit kalifornischem Twist: reich, konzentriert und doch von großer Frische und Balance.


James Berry Vineyard White – ein lang gehegter Traum

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Das James Berry Vineyard ist die Heimatlage der Familie Smith im Willow Creek District westlich von Paso Robles – eine karge Lage auf Kalkstein und Kalkschiefer über einem uralten Meeresboden. Der Name Saxum ist lateinisch für „Stein".

Dieser Weißwein war lange im Werden: Roussanne steht hier bereits seit 1997, doch um die Frische zu ergänzen, die der Roussanne mitunter fehlt, pflanzte Saxum Grenache Blanc auf einem ostexponierten Abschnitt des Rocket-Block-Hügels. Das Ziel war ein Weißwein mit Struktur und Reifepotenzial wie ein klassischer Weißburgunder, aber mit kalifornischem Charakter. Den Kern aus Grenache Blanc und Roussanne ergänzt im 2018er ein Anteil Chenin Blanc für zusätzliche Spannung.

Jahrgang 2018 – Paso Robles

2018 gilt an der kalifornischen Central Coast als herausragender Jahrgang, der eine besonders reine, frische und zugleich konzentrierte Stilistik hervorbrachte. Auf dem kühlen Kalksteinterroir ergibt das einen vollmundigen, dicht texturierten Weißwein, dessen Fülle von einer lebendigen Säure und mineralischen Spannung getragen und im Gleichgewicht gehalten wird.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 66 % Grenache Blanc, 28 % Roussanne und 6 % Chenin Blanc, Jahrgang 2018, trocken.

Grenache Blanc gibt dem Wein Frische und florale Klarheit, Roussanne Fülle, Schmelz und honigwürzige Tiefe, Chenin Blanc Spannung und eine lebendige Säure. Der Most wurde direkt ins Fass gepresst und dort vergoren – in einer Kombination aus 320-Liter-Hogsheads und 600-Liter-Demi-muids, fast ausschließlich neue französische Eiche (mit einem einzigen gebrauchten 600-l-Fass, das niemand Geringerem als Didier Dagueneau gehörte). Über die gesamten 20 Monate reifte der Wein auf der Vollhefe mit gelegentlichem Aufrühren. Bis zur Umfüllung in den Tank zur Abfüllung sah er keinerlei Schwefel; gefüllt wird ungeschönt und unfiltriert.

Im Glas

Aus dem kalkreichen Terroir und der Rhône-Cuvée lebt dieser Weißwein von Konzentration und Spannung: goldgelb im Glas, mit Aromen von karamellisierter Zitrus und Orangenschale, reifer Aprikose, gebackenem Apfel und Zitrone, dazu Honig, Bienenwachs, getrocknete Kamille, salzige Mandel und geröstetes Brot. Untermalt wird das von einer feuersteinig-kalkigen Mineralität, die man von einem kalifornischen Weißwein so nicht erwartet. Am Gaumen vollgewichtig, reich und konzentriert, mit dichter, seidiger, fast schwereloser Textur, getragen von einer lebendigen Säure und salzigem Zug – fokussiert und balanciert zugleich, mit langem, frischem Finale.

Karamellisierte Zitrus, Aprikose und Honig über Bienenwachs, salziger Mandel und feuersteiniger Mineralität – reich und konzentriert, doch frisch und lang.

Schon jetzt ein Genuss, gewinnt aber wie die Saxum-Rotweine mit einigen Jahren Reife. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu edlem Fisch und Krustentieren, zu cremigen Pasta- und Risottogerichten sowie zu gereiftem Hart- und Weichkäse.


Lage: James Berry Vineyard, Willow Creek District, Paso Robles (Kalifornien, USA); steile Kalkstein-/Kalkschiefer-Hänge über fossilem Meeresboden; Roussanne seit 1997, Grenache Blanc am ostexponierten Rocket-Block-Hügel; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles Willow Creek District; Cuvée aus 66 % Grenache Blanc, 28 % Roussanne, 6 % Chenin Blanc (trocken)
Ausbau: Fassgärung, 20 Monate auf der Vollhefe mit Bâtonnage in 320-l-Hogsheads und 600-l-Demi-muids (fast ausschließlich neue französische Eiche); kein SO₂ bis zur Füllung, ungeschönt und unfiltriert

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Frankreich

Ghislaine Barthod Chambolle Musigny Les Gruenchers 1er Cru 2023

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Gruenchers · 1er Cru Chambolle-Musigny NW-Rand · 2,8 ha 2023

Der Chambolle-Musigny Les Gruenchers 1er Cru 2023 der Domaine Ghislaine Barthod ist ein reinsortiger Pinot Noir vom nordwestlichen Rand des Dorfes Chambolle-Musigny. Sinnlich, vielschichtig und energiegeladen, mit fester Frucht, langer Linie und präziser Säure.


Les Gruenchers – Premier Cru in Chambolle-Musigny

Den Lagennamen Les Gruenchers gibt es im Burgund zweifach – in Chambolle-Musigny und keine zwei Kilometer entfernt in Morey-Saint-Denis; der Name leitet sich wohl von „noyer" (Walnussbaum) ab. Dieser Premier Cru liegt am nordwestlichen Rand von Chambolle-Musigny und umfasst rund 2,8 Hektar.

Chambolle-Musigny im Herzen der Côte de Nuits gilt mit seinen Kreide- und Tonböden als Inbegriff von Eleganz und Finesse; die Gemeinde beherbergt 24 Premier Crus und die Grand Crus Bonnes-Mares und Musigny. Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern der Gemeinde und ist für ihre Bandbreite an Premier Crus bekannt.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Sinnlich und vielschichtig, mit fester roter Frucht, floralen Noten und feiner Würze. Am Gaumen lang und energiegeladen, getragen von einer präzisen Säure und feinen Tanninen.

Sinnlich und vielschichtig, mit fester Frucht und präziser Säure – Chambolle-Musigny voller Energie.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Les Gruenchers (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); NW-Rand des Dorfes, Kreide-/Tonböden, 2,8 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Frankreich

Lafarge Volnay Cinq Climats 1er Cru 2021

Rotwein · Volnay Premier Cru · Pinot Noir

100 % Pinot Noir Cinq Climats · fünf Premiers Crus Volnay 1er Cru AOC vollständig entrappt rund 5 % neues Holz elf Fässer 2021

Der Michel Lafarge Volnay Cinq Climats 1er Cru 2021 ist ein Wein, den es nur gibt, weil der Frost ihn erzwungen hat: Im Jahrgang 2021 verlor die Domaine rund 80 Prozent ihrer Ernte, und zum ersten Mal in ihrer Geschichte assemblierte Frédéric Lafarge alle fünf Volnay-Premier-Cru-Lagen des Hauses in einer einzigen Cuvée. Das Ergebnis füllte gerade elf Fässer.


Cinq Climats – fünf Premiers Crus in einem Wein

Volnay liegt in der Côte de Beaune zwischen Pommard und Meursault und hat eine der dichtesten Reihen an Premiers Crus der Côte. Die Lagen ziehen sich über die Hangmitte, auf Kalkstein mit wechselndem Tonanteil: Weiter oben ist der Boden dünn und steinig, die Weine werden straffer und duftiger; weiter unten nimmt der Ton zu, die Weine gewinnen an Fülle. Jede Premier-Cru-Lage hat dadurch ihr eigenes Profil – deshalb werden sie normalerweise getrennt abgefüllt.

2021 reichten die Mengen dafür nicht. Aus keiner der fünf Lagen wäre genug Wein für eine eigene Abfüllung gekommen. Frédéric Lafarge führte sie deshalb zusammen – ein Schritt, der in Burgund bei Premiers Crus dieses Rangs selten ist. Er selbst beschreibt den Wein als einen, der die Großzügigkeit, die Mineralität und die Noblesse seiner Premiers Crus zugleich zeigt. Der Name Cinq Climats – „fünf Lagen" – sagt genau das.

Die Domaine Michel Lafarge gehört zu den klassischen Adressen des Ortes. Frédéric und Chantal Lafarge bewirtschaften rund zwölf Hektar; der Stil des Hauses setzt auf Transparenz, entrappte Trauben und wenig neues Holz.

Jahrgang 2021 – Volnay

Der Jahrgang 2021 begann mit einer Falle. Ungewöhnlich warme Tage Ende März ließen die Reben früh austreiben; Anfang April folgten Schnee und mehrere Frostnächte, die die jungen Triebe erfrieren ließen. Kaum ein Gebiet Burgunds blieb verschont. Bei Lafarge fielen rund 80 Prozent der Ernte aus.

Der Sommer blieb kühl und feucht, der Pilzdruck hoch. Gelesen wurde spät, nach einem freundlicheren September. Was in den Keller kam, war wenig, aber gesund und ohne Fäulnis. Die Rotweine des Jahrgangs sind klassisch gebaut: mittelgewichtig, frisch, mit präziser Säure und feinem Tannin – ein Profil, das an die kühlen Burgunder-Jahre vor der Serie warmer Jahrgänge erinnert.

Gemeinsam vergoren, wenig neues Holz

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021. Die Trauben aller fünf Lagen wurden von Hand vollständig entrappt und gemeinsam in einem Tank vergoren – die Assemblage entstand also nicht am Ende, sondern von Anfang an. Ohne Stiele bleibt die Frucht im Vordergrund, die Gerbstoffe fallen weicher aus.

Ausgebaut wurde in überwiegend gebrauchten Fässern, mit nur rund 5 Prozent neuem Holz. Gefüllt wurde ohne Schönung und ohne Filtration. Insgesamt entstanden elf Fässer.

Im Glas

Mittleres, leuchtendes Rubin. In der Nase rote Beeren und Kirsche, dazu Brombeerranke, zerstoßener Stein und eine feine, pfeffrige Note. Am Gaumen mittelgewichtig, mit feinkörnigen Tanninen und frischer Säure; die fünf Lagen verbinden sich zu einem geschlossenen Bild. Der Abgang ist saftig und lang.

Ein Frostjahr mit 80 Prozent Ausfall – und daraus der einzige Wein, in dem alle fünf Volnay-Premiers-Crus von Lafarge zusammenkommen.

Bei 15–17 °C servieren. Eine halbe Stunde offen genügt; jung zugänglich, mit Potenzial für viele Jahre.

Am Tisch

Zu Ente, Reh, Taube, gegrilltem Lamm, Gerichten mit Pilzen oder mittelreifem Weichkäse. Die frische Säure des Jahrgangs passt besonders zu Geflügel mit Kirschen, Kalbsbries mit Morcheln und Époisses.


Produzent Domaine Michel Lafarge, Frédéric und Chantal Lafarge, Volnay
Rebsorte 100 % Pinot Noir
Lage Assemblage der fünf Volnay-Premier-Cru-Lagen der Domaine, Côte de Beaune · Kalkstein mit wechselndem Tonanteil
Klassifikation Volnay 1er Cru AOC · trocken
Jahrgang 2021
Vinifikation von Hand vollständig entrappt · gemeinsame Gärung aller fünf Lagen in einem Tank
Ausbau überwiegend gebrauchte Fässer, rund 5 % neues Holz · ohne Schönung und Filtration
Trinkempfehlung jetzt bis 2036
Auflage elf Fässer

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Rebsorten

Thomas Morey Bourgogne Chardonnay 2023

Weißwein · Bourgogne · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne (Chassagne-Montrachet) Côte de Beaune 2023

Der Thomas Morey Bourgogne Chardonnay 2023 ist ein brillanter Bourgogne Blanc aus 100 % Chardonnay, der durch seinen feinen Ausbau in Barriques Tiefe und Struktur erhält.


Herkunft – aus dem Herzen von Chassagne

Die Domaine Thomas Morey liegt im Herzen von Chassagne-Montrachet an der Côte de Beaune. Thomas Morey, zehnte Generation einer seit 1643 dort verwurzelten Winzerfamilie, gründete sein eigenes Gut 2006/07 und bewirtschaftet die Reben (seit 2017); den volleren, holzbetonten Stil seines Vaters Bernard hat er bewusst zugunsten von Eleganz und Präzision verlassen.

Der Bourgogne Chardonnay stammt aus zwei gleich großen Parzellen innerhalb von Chassagne-Montrachet. Die erste wurde 1989 von Thomas' Vater Bernard mit einer Massalselektion der ältesten Reben des Guts bepflanzt, auf flachem, braunem Lehmboden; die zweite, 2004 gepflanzte Parzelle steht auf steinigem, leicht abfallendem Boden. In der Cuvée verbinden sich beide zu einem subtilen, vielschichtigen Burgunder.

Burgund 2023 – Harmonie, Frische und Klasse

Der Jahrgang 2023 im Burgund zeigt sich als außerordentlich gelungen und überzeugt sowohl in Bezug auf Qualität als auch endlich einmal wieder auf die Menge. Nach einem milden Winter folgte ein Frühling mit kühlen und feuchten Bedingungen, immer wieder durchbrochen von warmen Tagen; eine intensive Hitzewelle im August beschleunigte die Reife und konzentrierte die Aromen, bevor der Regen Mitte September für zusätzliche Balance sorgte.

Die Weißweine des Jahrgangs 2023, insbesondere Chardonnay und Aligoté, präsentieren sich reif, aromatisch und sehr ausgewogen, mit intensiven Fruchtnoten von Birne, Pfirsich und weißer Aprikose. In ihrer noch jungen Phase zeigen sie sich ausgesprochen harmonisch und von ihrer klassischen Seite – Frische, Reife und Struktur auf beeindruckende Weise vereint.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Spontangärung mit eigenen Hefen in einer Kombination aus neutralem Fass und Tank, natürliche malolaktische Gärung, Reife auf der Feinhefe ohne Bâtonnage. Nur rund 20 % neues Holz und minimaler Schwefeleinsatz geben dem Wein Raum, sich zu entwickeln – eine puristische, terroirbetonte Vinifikation.

Im Glas

In der Nase zarte Aromen von Butter, reifen Äpfeln, getoastetem Brot und feinen Gewürzen, dezent unterlegt von edlem Holz. Am Gaumen klar, elegant und mit wunderschöner Textur, mittel bis vollmundig, präzise und zugleich saftig; die feine Säurestruktur sorgt für Frische und perfekte Balance, der Abgang ist harmonisch und anhaltend.

Ein Burgunder mit Rückgrat und erhabener Ernsthaftigkeit, der mit etwas Flaschenreife noch an Komplexität gewinnt.

Schon jetzt zugänglich, mit Reifepotenzial von einigen Jahren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch (Seeteufel, Steinbutt), zu Geflügel in Rahmsauce, zu Jakobsmuscheln sowie zu mittelreifem Comté oder gereiftem Ziegenkäse.


Lage: Bourgogne, Chassagne-Montrachet, Côte de Beaune (Frankreich); zwei Parzellen (1989/2004), lehmig-braune und steinige Böden
Klassifikation: Bourgogne AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ~20 % Neuholz, neutrales Fass/Tank, Feinhefe ohne Bâtonnage

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Weine

Radio Boka Tempranillo

Rotwein · Vino de la Tierra de Castilla · Tempranillo

100 % Tempranillo Vino de la Tierra de Castilla Kastilien-La Mancha Edelstahl und französische Eiche Hammeken Cellars halbtrocken

Radio Boka Tempranillo ist ein saftiger, samtiger Rotwein von Hammeken Cellars aus Zentralspanien. Reinsortig aus der Tempranillo-Traube, teils im Edelstahl, teils in französischer Eiche gereift und danach verschnitten: Kirsche, reife Pflaume und Cassis, dazu süße Gewürznoten aus dem Holz.


Tempranillo aus Kastilien-La Mancha

Der Wein trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla. Sie umfasst Kastilien-La Mancha südöstlich von Madrid, eine Hochebene auf 600 bis 800 Metern mit der größten zusammenhängenden Rebfläche der Welt. Hier regiert das Kontinentalklima: sehr heiße, trockene Sommer, frostige Winter, wenig Regen.

Für den Tempranillo ist die Höhe der entscheidende Ausgleich. Nach heißen Tagen kühlen die Nächte deutlich ab, die Trauben reifen voll aus und behalten dennoch Säure. Die Sorte, die in dieser Region traditionell Cencibel heißt, bringt auf den kargen, kalkhaltigen Böden kompakte Kirschfrucht und runde Gerbstoffe – genau das Profil, auf das dieser Wein zielt.

Radio Boka ist die unkomplizierte Linie von Hammeken Cellars. Das Haus wurde 1996 von Nicholas Hammeken gegründet, sitzt an der Küste der Provinz Alicante und arbeitet mit Partnerbetrieben in zahlreichen spanischen Anbaugebieten.

Zwei Partien, ein Verschnitt

Reinsortiger Tempranillo, temperaturkontrolliert vergoren. Danach wird der Wein geteilt: Ein Teil reift im Edelstahl, wo er seine Frucht unverändert behält, der andere in französischer Eiche, wo er Struktur, Rundung und würzige Noten gewinnt.

Erst dann werden beide Partien verschnitten. Der Vorteil dieser Arbeitsweise liegt in der Dosierbarkeit: Das Holz trägt so viel bei, wie der Kellermeister will, und nicht mehr. Französische Eiche liefert dabei feinere Gerbstoffe und zurückhaltendere Aromen als amerikanische – Zimt und Vanille statt Kokos. Das Ergebnis ist ein weicher Wein mit Körper, dessen Frucht im Vordergrund bleibt.

Im Glas

Leuchtendes Rubinrot mit kirschroten Reflexen. In der Nase Kirsche, reife Pflaume und Cassis, dazu süße Gewürze wie Zimt und Vanille aus dem Holz. Am Gaumen saftig und samtig, vollmundig und weich, mit fruchtigem Abgang.

Halb Stahl, halb Holz, danach verschnitten: So bleibt die Frucht vorn und das Fass im Hintergrund.

Bei 16–18 °C servieren. Dekantieren ist nicht nötig. Jung zu trinken, solange die Frucht im Vordergrund steht.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Gegrilltes, Pizza, Pasta und Hartkäse. Ebenso zu Burgern, Chili con Carne, Albóndigas und Manchego – ein unkomplizierter Wein für den Alltagstisch.


Produzent Hammeken Cellars, Provinz Alicante
Rebsorte 100 % Tempranillo
Lage Kastilien-La Mancha · Hochebene auf 600 bis 800 m
Klassifikation Vino de la Tierra de Castilla · halbtrocken
Vinifikation temperaturkontrollierte Gärung · getrennter Ausbau zweier Partien, anschließend Verschnitt
Ausbau teils Edelstahl, teils französische Eiche
Trinkempfehlung jung trinken

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Rebsorten

Domaine Pierre Vincent Volnay Ez Blanches 2023

Rotwein · Volnay · Pinot Noir

Volnay Village Hanglage bis 350 m Weißer Mergel Pflanzung 1959 50 % Ganztrauben 18 Monate Pièce Erster Jahrgang Pierre Vincent

Domaine Pierre Vincent Volnay Ez Blanches 2023 stammt aus der höchsten Lage, die Pierre Vincent in Volnay bewirtschaftet: ein Weinberg direkt am Waldrand oberhalb des Premier Cru Clos des Chênes, an der Grenze zu Monthélie. Die Reben wurden 1959 gepflanzt. 2023 ist der erste Jahrgang, den der frühere Leiter der Domaine Leflaive auf seinem eigenen Gut in Auxey-Duresses vinifiziert hat – ein Volnay, dessen Charakter von Höhe, Wind und hellem Mergel bestimmt ist.


Ez Blanches: „In der weißen Erde“ am Waldrand

Der Name beschreibt den Boden. „Ez“ ist eine mittelalterliche Verkürzung von „en les“, ergänzt um das unausgesprochene Wort für Erde: in der weißen Erde. Ein Flurbuch von 1507 verzeichnet die Stelle noch als En Belange. Beide Namen gehen auf das keltische bel für „hell“ zurück. An der Stelle entspringt eine Quelle, die Erde ist stark kalkhaltig.

Ez Blanches liegt im oberen Hang, oberhalb des Clos des Chênes. Die Rebzeilen reichen bis an die Baumgrenze auf etwa 350 Meter. Der Wind vom Waldrand und die Höhe halten die Lage kühler als den Premier-Cru-Gürtel darunter, die Trauben reifen langsamer. Hier steht weißer Mergel an: kalkreich, hell, mit wenig Oberboden. Die Parzelle der Domaine umfasst 0,3430 Hektar, ist nach Südosten ausgerichtet und wurde 1959 gepflanzt. Die Rebzeilen werden bearbeitet und anschließend begrünt, gelesen wird von Hand mit Sortierung.

Im Sortiment der Domaine bildet Ez Blanches den Gegenpol zum Premier Cru Le Ronceret: Der eine liegt ganz oben am Wald auf Mergel, der andere unten am Hangfuß auf steinigem Ton-Kalk.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Auf den milden Winter folgte ein später Austrieb, Pinot Noir kam in frühen Lagen erst am 12. April. Das bewahrte die Reben vor Frostschäden. Ab Mai beschleunigte sich das Wachstum stark. Juni und Juli verliefen wechselhaft mit Gewittern, Hitzeschüben und feuchter Luft, am 11. und 15. Juli ging lokal Hagel nieder. Die Trockenheit aus dem Vorjahr blieb bestehen. Regen im August verhinderte jedoch Ertragseinbußen.

Ende August setzte eine Hitzeperiode mit mehr als 35 °C ein, die bis in die erste Septemberwoche reichte. Die Lese der Burgunder Stillweine lief ab Anfang September, gegen den 25. September war die Côte de Beaune eingebracht. Die Menge war die höchste seit Jahren, Pinot Noir verlangte strenge Auslese. In einer Waldrandlage auf 350 Metern wirkte die Spätsommerhitze schwächer als in den tiefen Parzellen. Der Jahrgang zeigt sich hier eher von seiner frischen Seite.

Halbe Stielgärung, zwei Winter im Fass

Die Hälfte der Trauben ging ungerebelt in den Edelstahltank. Pierre Vincent schichtet ganze Trauben und entrappte Beeren abwechselnd ein und legt das Verhältnis erst am Sortiertisch fest. Nach einigen Tagen Kaltmazeration setzt die Gärung spontan ein. Extrahiert wird vorwiegend durch Umpumpen, Maischestandzeit insgesamt etwa 15 Tage.

Danach reift der Wein 18 Monate in Burgunderfässern zu 228 Litern, rund 20 Prozent davon neu. Vor der Abfüllung werden die Fässer in einem Edelstahltank zusammengeführt. Das Gut liegt am Bach Velle in Auxey-Duresses. Die feuchte Kellerluft hält die Verdunstung aus den Fässern gering. Vincent leitete zuvor zehn Jahre die Technik der Domaine de la Vougeraie und ab 2017 die Domaine Leflaive.

Im Glas: Höhen-Volnay auf Mergel

Reben von 1959, weißer Mergel, 350 Meter am Waldrand – der kühlste Volnay im Keller von Pierre Vincent.

Helles bis mittleres Rubin. In der Nase Himbeere und rote Kirsche, dazu von den Stielen Rosenblätter und feine Gewürze. Der kalkreiche Mergel und die Höhe geben dem Gaumen Straffheit und klare Säure, das Tannin ist feinkörnig und trocken. Mittlerer Körper, kein Übergewicht, das neue Holz bleibt im Hintergrund. Im Abgang salzig-kreidig. Zugänglicher und schneller offen als der Ronceret vom Hangfuß.

Am Tisch: Geflügel, Kalb, Pilze

Die feine Struktur passt zu Gerichten mit wenig Fett und klarer Würze: Perlhuhn aus dem Ofen mit Thymian, Kalbsrücken mit Pfifferlingen, Wildente oder Pilzrisotto. Zu Käse Brillat-Savarin oder junger Comté. Serviertemperatur 15–16 °C, in den ersten Jahren eine halbe Stunde vorher öffnen.


Produzent Domaine Pierre Vincent, Auxey-Duresses

Rebsorte Pinot Noir

Lage Ez Blanches, Volnay; weißer Mergel, Südost-Exposition, oberhalb Clos des Chênes, bis ca. 350 m

Klassifikation Volnay AOC (Village)

Jahrgang 2023

Vinifikation 50 % Ganztrauben, Kaltmazeration, ca. 15 Tage Maischestandzeit, Handlese mit Selektion

Ausbau 18 Monate Pièces (228 l, ca. 20 % neu), anschließend Edelstahltank bis zur Abfüllung

Trinkreife 2026–2033

Rebenalter Pflanzung 1959

Parzellengröße 0,3430 ha

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Spirituosen

Pechberry Pfirsichlikör

Spirituose · Likör · Pfirsich

Pech Berry Pfirsichlikör ist der Pfirsichlikör vom „Pechmeister" – ein fruchtig-süßer Likör mit saftigem, sonnenreifem Pfirsicharoma.


Herkunft

Der Pfirsich steht für sommerlich-saftige Frucht und ein süßes, parfümiertes Aroma. Als Likör verarbeitet, entfaltet er sein typisches, weiches Fruchtprofil – die Grundlage für einen zugänglichen, vielseitigen Fruchtlikör.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus Pfirsich, der sein Aroma an die Spirituose abgibt, abgerundet mit Zucker. Die Frucht steht klar im Mittelpunkt und sorgt für das saftige, typische Pfirsichprofil.

Im Glas

Goldgelb bis orangefarben. In der Nase saftiger, reifer Pfirsich. Am Gaumen süß, fruchtig und weich, mit klarer Pfirsichfrucht und rundem Abgang.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur oder auf Eis genießen.

Ideal: eisgekühlt pur, auf Eis, im Glas Sekt oder Prosecco sowie in Cocktails wie Fuzzy Navel oder Sex on the Beach.


Marke: Pech
Art: Pfirsichlikör (Fruchtlikör)
Zutaten: Pfirsich, Alkohol, Zucker
Geschmack: fruchtig-süß

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Frankreich

Domaine Duroché Gevrey Chambertin Lavaut St. Jacques 1er Cru 2023

Rotwein · Gevrey-Chambertin Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Lavaut St. Jacques · 1er Cru Gevrey-Chambertin Kalklehm & wärmespeichernder Kies 2023

Der Gevrey-Chambertin Lavaut St. Jacques 1er Cru 2023 von Pierre Duroché ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der besten Premier-Cru-Lagen der Gemeinde. Viel Fruchtfülle, Lakritz, Zeder und dunkle Schokolade treffen auf präsente Tannine, die dem Wein ein festes Gerüst für lange Reife geben.


Lavaut Saint-Jacques – Premier Cru in Gevrey-Chambertin

Lavaut Saint-Jacques zählt zu den besten Premier Crus von Gevrey-Chambertin. Die Böden sind von starkem Kalklehm durchzogen und weisen viel wärmespeichernden Kies auf – so wird die Tageswärme nachts besser gehalten, und die Pinot-Frucht kann sich klarer herauskristallisieren als in vielen anderen Lagen.

Die 9,5 Hektar liegen westlich des Dorfes am Eingang der Combe de Lavaux. Kalte Westwinde aus dem Tal verlangsamen die Reife und fördern einen etwas schlankeren, frischeren Stil als beim Nachbarn Clos Saint-Jacques. Die steinigen Kalk-Ton-Böden mit guter Drainage halten die Erträge niedrig. Pierre Duroché zählt zu den gesuchten Adressen von Gevrey-Chambertin.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Der Wein reift im Holzfass, im traditionellen Stil des Guts – ganz auf einen klaren Lagenausdruck und ein tragfähiges Tanningerüst ausgerichtet.

Im Glas

Viel Fruchtfülle mit Lakritz, kleinen reifen Walderdbeeren, Zeder, dunkler Schokolade, unreifer Kirsche und einem Anflug von Kräutern. Die Tannine sind präsent und geben dem Wein ein ideales Gerüst für lange Reife.

Lakritz, Zeder und dunkle Schokolade über präsentem Tannin – ein Premier Cru mit Gerüst für viele Jahre.

In der Jugend noch verschlossen, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Ente, Gerichte mit Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für gehaltvollere Gerichte und den besonderen Anlass.


Lage: Lavaut Saint-Jacques (1er Cru), Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); Kalklehm mit wärmespeicherndem Kies, Combe de Lavaux, 9,5 ha
Klassifikation: Gevrey-Chambertin Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau

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