India Club – Berlin – Deutschland

Aromenstark am Brandenburger Tor

Die indische Esskultur ist in unseren Breitengraden immer noch ein Buch mit vielen unbekannten Siegeln. Da trifft es sich ganz gut, sich in dem vor fünf Jahren eröffneten Restaurant India Club einen Platz zu sichern, um die eigenen dürftigen Kenntnisse und Erfahrungen ein wenig aufzubessern.

Direkt hinter dem berühmten Hotel Adlon, somit ein Steinwurf vom Brandenburger Tor entfernt, kocht Küchenchef Manish Bahukhandi mit seinem Team eine spannende, aromatische und gut gewürzte nordindische Küche. Dazu werden in seiner Küche typische Tandoori Lehmöfen verwendet. Diese sorgen für eine schonende Garung von Fisch, Fleisch und Gemüse und sollen auch mehr Vitamine in den einzelnen Produkten binden und einfach das Gericht aromatischer schmecken lassen.

„Spicey Guave“ mit Guavensaft, Minze, frischem Limonensaft, Tabasco und Salz.

Nach dem Eintreten ins Restaurant duftet es bereits intensiv nach Curry und andern Gewürzen, denn gewürzt wird im India Club ziemlich fleißig mit Kurkuma, Ingwer, schwarzem Senf, Kardamom, Kreuzkümmel, Safran, Curry, Nelken, Zimt, Minze, Galah Masala und schwarzer Steinblume. Das füllt intensiv den Raumduft, riecht exotisch und sorgt für Vorfreude auf die wohl bald neuen Gaumenerfahrungen. Und bereits der alkoholfreie Cocktail als Aperitif namens „Spicey Guave“ mit Guavensaft, Minze, frischem Limonensaft, Tabasco und Salz ist ein richtiger Hinschmecker. Das Eintauchen in eine andere Kulturlandschaft, ganz alleine durch profanes Essen gehen, um die Kultur eines anderen Landes entdecken zu können, ist in unseren Breitengraden ein wahres Himmelsgeschenk.

Der India Club ist in allen Belangen ein farbenfrohes Restaurant, ein sehr freundliches obendrein und die einzelneren Speisen werden vom netten Service, welche in typischer Landestracht die Gerichte reicht, wunderbar und offen erklärt. Dass alle bestellten Gänge immer in die Mitte des Tisches gestellt werden, ermöglicht die schöne Sitte, andere Gerichte der Mitspeisenden probieren zu können und symbolisiert auch die Freude des gegenseitigen Teilens.

Während Kartoffeln, Auberginen, Huhn und all die Gewürze einen in eine andere Welt blicken lassen und mitsamt der ganzen kunterbunten Kombinationen eine willkommene und bewusstseinserweiternde Ernährungsmöglichkeit aufzeigen, bleibt der Käsekuchen zum Nachtisch etwas blass, wird aber durch den spektakulär guten Mango Lassi wieder ausgeglichen. Was bleibt ist der Wunsch, alsbald wieder in die indische Aromen Küche und ihrer subtilen Geheimnisse abtauchen zu können.

Gebäck aus Linsen ...
... mit dreierlei Dips.
Naan (indisches Fladenbrot).
Kichererbsen, Garam Masala und ...
... Kulcha Brot (gesäuertes Weizenmehl Fladenbrot).
Baby Kartoffeln, Granatapfel, schwarzes Trauben Chutney.
Huhn, Zwiebeln, Tomate, Cashewnüsse, Garam Masala und grüner Chili.
Käsekuchen.
Mango Lassi.

India Club Berlin, Behrenstraße 72, 10117 Berlin, Deutschland, Telefon: +49 30 20628610, https://www.india-club-berlin.com/

  • Punkte
75

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Weine

Weingut Andres Pur Pur BIO

Rotwein · Pfalz · Cuvée (Merlot · Spätburgunder · Cabernet Sauvignon)

Merlot · Spätburgunder · Cabernet Sauvignon Pur Pur (Cuvée) Mittelhaardt · Pfalz Weingut Andres teils gebrauchtes Barrique trocken Allrounder BIO · 2024

Der Weingut Andres Pur Pur trocken 2024 ist eine gelungene Cuvée aus Merlot, Spätburgunder und Cabernet Sauvignon. Leichte Rauch- und Kirscharomen prägen den Wein – ein absoluter Allrounder für jede Gelegenheit.


Pur Pur – die Cuvée aus der Pfalz

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Pfälzer Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Pur Pur ist ihre unkomplizierte, gesellige Rotwein-Cuvée – ein Wein für jede Gelegenheit.

Die Cuvée vereint Merlot, Spätburgunder und Cabernet Sauvignon von den Lagen der Mittelhaardt. Das Zusammenspiel der drei Rebsorten sorgt für Saftigkeit, feine Struktur und Trinkfluss.

Jahrgang 2024 – Pfalz

2024 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Der auf Zugänglichkeit und Balance ausgerichtete Stil und die schonende Arbeit im Keller bewahren die saftige Frucht und harmonische Art der Cuvée – Trinkfluss im Vordergrund.

Assemblage und Ausbau

Trockene Cuvée aus Merlot, Spätburgunder und Cabernet Sauvignon, Jahrgang 2024.

Der Wein reifte teilweise in gebrauchten Barriques, was ihm eine feine Würze und zusätzliche Komplexität verleiht, ohne die fruchtige Art zu überdecken. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Leichte Rauch- und Kirscharomen prägen den Wein, ergänzt um rote und dunkle Beeren und eine feine Würze aus dem gebrauchten Holz. Am Gaumen saftig und mittelkräftig, mit weichen Tanninen, harmonischer Balance und angenehmem Trinkfluss – ein absoluter Allrounder für jede Gelegenheit.

Leichte Rauch- und Kirscharomen über roten und dunklen Beeren mit feiner Würze – saftig, mittelkräftig und harmonisch, mit weichen Tanninen. Ein Allrounder für jede Gelegenheit.

Ein geselliger, vielseitiger Rotwein. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Gegrilltem und Burgern, zu Pizza und Pasta, zu Schmorgerichten und hellem wie rotem Fleisch sowie zu mittelkräftigem Käse.


Lage: Mittelhaardt, Pfalz; Weingut Andres, Deidesheim
Klassifikation: Cuvée, Pfalz (trocken); Merlot, Spätburgunder und Cabernet Sauvignon
Ausbau: teilweise in gebrauchten Barriques gereift; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Weine

Domaine de Montlong Monbazillac BIO

Süßwein · Monbazillac · Sud-Ouest · Bio · 0,375 l

Domaine de Montlong Monbazillac ist ein edelsüßer Bio-Weißwein aus dem Herzen der Appellation Monbazillac im Südwesten Frankreichs – eine perfekte Alternative zum berühmten Sauternes aus Bordeaux. Das Gut wird in dritter Generation von der Familie Lambert geführt. Hier in der 0,375-Liter-Flasche, mit Aromen getrockneter und karamellisierter Früchte.


Monbazillac (Sud-Ouest)

Die Domaine de Montlong liegt in Pomport im Herzen der Appellation Monbazillac, südlich des Bergerac-Gebiets, auf ton- und kalkhaltigen Lehmböden. Feuchtigkeit und Wind im Herbst fördern die Edelfäule (Botrytis cinerea), die Voraussetzung für edelsüße Weine. Der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-16).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus 70 % Sémillon, 20 % Muscadelle und 10 % Sauvignon Blanc. Durch die Edelfäule (Botrytis cinerea) konzentrieren sich Zucker und Aromen, woraus die kraftvolle, edelsüße Stilistik entsteht.

Im Glas

Goldgelb bis bernsteinfarben. In Duft und Geschmack getrocknete und karamellisierte Früchte, Honig und feine Würze. Am Gaumen eine kraftvolle, aber sehr elegante Süße, getragen von feiner Säure. Der Nachhall ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Klassische Begleitung: Gänse- oder Entenpastete, Foie gras, Blauschimmelkäse und Schokoladendesserts.


Lage: Pomport, Monbazillac, Sud-Ouest (Frankreich); Ton-/Kalk-Lehmböden
Klassifikation: Monbazillac AOC – edelsüß (Botrytis)
Ausbau: 70 % Sémillon / 20 % Muscadelle / 10 % Sauvignon Blanc, Edelfäule; 0,375 l

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Weine

Marie-Courtin Efflorescence Extra Brut 2019 BIO

Der Marie-Courtin Efflorescence 2019 Extra Brut ist Pinot Noir vom unteren Teil des Hangs in Polisot, weiß gekeltert und im Holz ausgebaut. Ein Blanc de Noirs mit fast burgundischer Tiefe und viel Reifepotenzial.

Im Glas

Helles Gold, feine, gut eingebundene Perlen. Klare, reife Frucht von Apfel, roten Beeren und etwas Pflaume. Im Mund gerade und gut gebaut, mit einem Bogen von Frische über Salz bis in die Tiefe. Das Holz gibt Würze, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Ein langer, eleganter Abgang.

Mach was draus

Perlhuhn, Taube, Kalbsfilet mit Morcheln, Steinbutt oder ein gereifter Langres aus der Nachbarschaft. Ein Champagner für ein festliches Essen und ein großes Glas. Er kann auch noch einige Jahre im Keller liegen. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Efflorescence trinke ich wie einen feinen Burgunder: großes Glas, etwas Luft und ein schönes Stück Geflügel.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie wird er ausgebaut? Knapp ein Jahr – neun, zehn Monate – in Holzfässern und Barriques, danach drei Jahre und mehr in der Flasche.

Was unterscheidet ihn von Résonance? Beide sind Pinot Noir aus derselben Parzelle. Efflorescence kommt vom unteren Hang und reift im Holz, Résonance vom oberen Hang und reift im Tank.

100 % Pinot Noir · unterer Hang, Polisot, Côte des Bar · Kalk und Kimmeridge · Holz und Barrique für 9 bis 10 Monate · drei Jahre und mehr in der Flasche · Jahrgang 2019 · Extra Brut · Champagne Marie-Courtin, Polisot · Bio, FR-BIO-09 · Stand: Oktober 2026

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Spanien

Sierra de Tolono NAHIKUN Blanco 2025 BIO

Weißwein · DOCa Rioja · Rioja Alavesa · Feldblend

Rojal · Malvasía · Viura Villabuena de Álava · 5 Parzellen karge Kalkböden alte Buschreben Jahrgang 2025 Feinhefe im gebrauchten Barrique BIO · ES-ECO-026-VAS

Der Sierra de Toloño Nahikun blanco 2025 ist ein Feldblend aus Rojal, Malvasía und Viura von fünf kleinen Parzellen oberhalb von Villabuena de Álava. Sandra Bravo liest die alten Buschreben gemeinsam und baut den Wein mehrere Monate auf der Feinhefe in gebrauchten Barriques aus. Ein weißer Rioja, der über Salz und Spannung funktioniert, nicht über Frucht und Holz.


Fünf Parzellen über Villabuena de Álava

Villabuena de Álava liegt im Herzen der Rioja Alavesa, eingebettet zwischen dem Ebro und dem Kamm der Sierra de Toloño. Die Hänge oberhalb des Dorfes tragen karge Kalkböden mit geringer Krume und hohem Steinanteil – Böden, die wenig Wasser halten und die Reben zu kleinen Beeren und kleinsten Erträgen zwingen. Genau dort liegen die fünf Parzellen, aus denen der Nahikun blanco entsteht, bestockt mit alten Buschreben, teils fast hundertjährig.

Die Anlagen sind kein sortenreiner Weinberg, sondern ein gemischter Satz: Rojal, Malvasía und Viura stehen Stock an Stock und werden gemeinsam gelesen und vergoren. Rojal ist dabei die Rarität – eine alte Weißsorte, die in der Alavesa fast nur noch in solchen historischen Mischanlagen überlebt hat. Malvasía bringt Textur und Würze, Viura das Säuregerüst. Der Blend entsteht im Weinberg, nicht am Verschnitttisch.

Das Mikroklima am Fuß der Sierra de Toloño ist der zweite Faktor: Der Bergzug hält den kalten Nordwind ab, lässt aber kühle atlantische Luft über die Pässe ziehen. Die Nächte kühlen stark ab, die Reife verlangsamt sich, die Säure bleibt erhalten. Sandra Bravo bewirtschaftet die Parzellen biologisch und biodynamisch (ES-ECO-026-VAS), mit Handarbeit im Weinberg und minimalem Schwefeleinsatz im Keller. Nach Stationen in Bordeaux, der Toskana, Neuseeland, Kalifornien und sieben Jahren im Priorat arbeitet sie seit ihrer Rückkehr in die Alavesa konsequent parzellenweise.

Jahrgang 2025 – Rioja Alavesa

2025 war in der Rioja ein Jahr, das im Weinberg entschieden wurde. Ein überdurchschnittlich nasses Frühjahr erzeugte während des gesamten Vegetationszyklus hohen Falschen-Mehltau-Druck, dazu trafen Hagelzüge große Teile der Anbaufläche. Alte Buschreben auf kargem Kalk hatten dabei zwei Vorteile: geringe Wüchsigkeit und offene Laubwände, die nach Regen schnell abtrocknen. In den Höhenlagen vor der Sierra de Toloño blieb der Pilzdruck dadurch beherrschbar, während tiefere und dichter belaubte Anlagen stärker zu kämpfen hatten.

Die Reifephase drehte den Jahrgang. Ein trockener, sonniger Herbst mit ausgeprägten Tag-Nacht-Kontrasten brachte gesunde Trauben bei moderaten Zuckerwerten und hoher Säure. In der Rioja Alavesa begann die Lese ab dem 10. bis 15. September und zog sich in gestaffelten Durchgängen bis Ende Oktober. Die Menge blieb klein: 225,5 Millionen Kilo in der gesamten DOCa Rioja, davon nur 33,8 Millionen Kilo Weißtrauben. Der Consejo Regulador stufte den Jahrgang nach der Blindverkostung von 2.176 Proben als „Excelente" ein und beschreibt die Weißweine als klar, blumig und mit tragender Säure – das Profil, auf das dieser Feldblend angelegt ist.

Assemblage und Ausbau

Feldblend aus Rojal, Malvasía und Viura, Jahrgang 2025, trocken. Die Sorten werden gemeinsam von Hand gelesen und selektiert, anschließend folgt eine schonende Gärung ohne aggressive Extraktion – die Aromatik soll aus Traube und Hefe kommen, nicht aus dem Gefäß.

Der Wein reift mehrere Monate auf der Feinhefe in gebrauchten Barriquefässern. Gebraucht ist hier die entscheidende Angabe: Das Holz gibt Sauerstoff und Textur, aber keinen Vanille- oder Röstton. Die Feinhefe liefert das Volumen am Gaumen, das ein Wein mit dieser Säure braucht. Ausbau und Füllung erfolgen mit minimalem Schwefeleinsatz.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Schimmer. In der Nase Frühlingsblüten, frische Kräuter, Zitrusschale und weißer Tee, dahinter der kühle, fast metallische Ton von Quellwasser. Am Gaumen zieht der Wein straff durch: deutliche Salzigkeit, feine Bitternote im Mittelteil, cremige Textur aus dem Hefelager, dazu die Säure des Jahrgangs 2025 als Rückgrat. Das Finish bleibt trocken und lang.

Drei Sorten, ein Weinberg, ein Fass ohne Holzton: Der Nahikun blanco zeigt Kalk und alte Reben statt Sortencharakter.

Bei 10 bis 12 °C servieren, im großen Glas öffnet er sich deutlich weiter. Trinkreif ab sofort; die Säure und der Hefeausbau tragen ihn bis etwa 2031, wobei die würzige Malvasía-Seite mit den Jahren an Gewicht gewinnt.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, gegrilltem Gemüse und Spargel, zu Geflügel und hellem Fleisch, zu cremigen Käsen. Die Salzigkeit passt zu Anchovis und Austern, die Textur aus dem Hefelager trägt auch Gerichte mit Butter oder Aioli.


Produzent Sierra de Toloño – Sandra Bravo, Villabuena de Álava
Rebsorte Feldblend aus Rojal, Malvasía und Viura
Lage fünf Parzellen oberhalb von Villabuena de Álava, Rioja Alavesa
Klassifikation DOCa Rioja blanco
Jahrgang 2025
Vinifikation selektive Handlese · gemeinsame Gärung des Feldblends
Ausbau mehrere Monate auf der Feinhefe in gebrauchten Barriques
Boden karge Kalkböden mit hohem Steinanteil
Rebanlage alte Buschreben, teils fast hundertjährig, kleinste Erträge
Bewirtschaftung biologisch und biodynamisch · ES-ECO-026-VAS
Trinkempfehlung 2026–2031

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Spanien

Jade Gross Time is on my side 2023

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo / Graciano

Tempranillo / Graciano Rioja Alavesa La Cantera (Labastida) · Laguardia Jade Gross 17 Monate Foudre nur 1.380 Flaschen 2023

Der Jade Gross Time is on my Side 2023 ist ein handwerklicher Rioja aus der Rioja Alavesa, der erstmals Graciano in den Blend integriert und dem Wein mehr Reifezeit einräumt als in der Region üblich – mit satter, präziser Frucht, fest integrierten Tanninen und straffer Säurestruktur.


Jade Gross – Terroir-Rioja mit Handschrift

Jade Gross ist eine in Hongkong geborene, chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin, die nach einer Laufbahn in der Spitzengastronomie (u. a. Mugaritz) 2019 ihr eigenes Weinprojekt in der Rioja begann – unter der Mentorschaft des Ikonen-Winzers Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich und mit minimaler Intervention, mit autochthonen Hefen und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Time is on my Side vereint Tempranillo aus dem Weinberg La Cantera in Labastida (auf rund 600 m) mit Graciano aus Laguardia, dem geografischen Zentrum der Rioja Alavesa. Beide Parzellen liegen auf kalkhaltigen Tonböden, die Mineralität fördern, Struktur und aromatische Tiefe liefern und die natürliche Frische der Trauben erhalten.

Jahrgang 2023 – Rioja Alavesa

Der Jahrgang 2023 zeigt den Wein mit satter, präziser dunkler Frucht und straffer Säure. Die kalkhaltigen Tonböden und die Höhenlage bewahren auch in einem warmen Jahr Frische und Spannung – die Grundlage für einen Rioja, der Tiefe und Zug verbindet.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Tempranillo und Graciano, Jahrgang 2023, trocken.

Der Graciano wird vollständig entrappt; rund 30 % des Tempranillos vergären als ganze Trauben in offenen Behältern. Der Ausbau erfolgt über 17 Monate in einem 1.000-Liter-Foudre aus französischer Eiche, gefolgt von 15 Monaten Flaschenreife vor der Markteinführung. Gesamtproduktion: 1.380 Flaschen.

Im Glas

Die Nase zeigt dunkle Beerenfrucht – Brombeere, schwarze Kirsche –, unterlegt von getrockneten Kräutern, Graphit und einer deutlichen mineralischen Note. Am Gaumen präsentiert sich der Wein mit satter, präziser Frucht, fest integrierten Tanninen und einer straffen Säurestruktur, die Spannung und Zug bis in den langen Abgang trägt.

Erstmals Graciano im Blend, mehr Reifezeit als üblich – Spannung und Zug bis in den langen Abgang.

Durch den ausgedehnten Keller- und Flaschenausbau bei Erscheinen gut zugänglich, mit deutlichem Lagerpotenzial. Dekantieren empfohlen (30–60 Minuten). Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Lammrücken mit Kräuterkruste, Ibérico-Schwein, gereifter Manchego. Der Graciano-Anteil bringt Würze ins Glas, die kräftig gewürzten Gerichten entgegenkommt.


Lage: Rioja Alavesa (Spanien); Tempranillo aus La Cantera, Labastida (~600 m), Graciano aus Laguardia; kalkhaltige Tonböden
Klassifikation: DOCa Rioja, Tempranillo/Graciano (trocken); nur 1.380 Flaschen
Ausbau: Graciano voll entrappt, ~30 % Tempranillo als Ganztrauben; 17 Monate 1.000-l-Foudre (franz. Eiche) + 15 Monate Flaschenreife; handwerklich, autochthone Hefen

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Länder/Regionen

Ghislaine Barthod Chambolle Musigny Les Baudes 1er Cru 2022

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Baudes · 1er Cru Chambolle-Musigny nördl. Chambolle · nahe Bonnes-Mares 2022

Der Chambolle-Musigny Les Baudes 1er Cru 2022 der Domaine Ghislaine Barthod verbindet Finesse mit innerer Energie. Ein seidiger, tiefgründiger Pinot Noir mit reifer Himbeere, Herzkirsche und Cassis, floralen Noten und einer mineralischen Spannung aus dem kühlen Terroir von Les Baudes.


Les Baudes – Premier Cru im Norden von Chambolle

Les Baudes liegt im nördlichen Teil von Chambolle-Musigny, unmittelbar angrenzend an den Grand Cru Bonnes-Mares. Das eher kühle Terroir auf Kalk- und Tonböden verleiht den Weinen eine präzise mineralische Spannung und eine frische Säure.

Chambolle-Musigny im Herzen der Côte de Nuits gilt als Inbegriff von Eleganz und Finesse. Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern der Gemeinde.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein Jahrgang, der diesem Les Baudes eine faszinierende Balance aus Finesse und innerer Energie verleiht.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Im Bouquet reife Himbeeren, saftige Herzkirschen und ein Hauch Cassis, vereint mit Veilchen und Rosenblättern, unterlegt von Graphit, nassem Stein und feinen orientalischen Gewürzen, die an Sandelholz und Weihrauch erinnern. Am Gaumen seidig und tiefgründig, mit samtiger Textur, klarer, frischer Säure und präzise eingebundenen Tanninen. Eine mineralische Spannung und innere Kraft hallen lange nach – bis ins salzig-würzige, fast schwebende Finale.

Himbeere, Herzkirsche und Veilchen über Graphit und nassem Stein – seidig, tiefgründig und mit mineralischer Spannung.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter mit Spannung.


Lage: Les Baudes (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); nördliches Chambolle nahe Bonnes-Mares, kühles Kalk-/Tonterroir
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Weine

Battenfeld Spanier Blanc de Noirs 2017 Extra Brut BIO

Weiß gekelterter Spätburgunder von den Kalkhängen bei Hohen-Sülzen bildet den Battenfeld-Spanier Blanc de Noirs 2017 Extra Brut. Gelesen wird früh, der Grundwein gärt mit wilden Hefen im Tonneau. Dann folgen sieben Jahre auf der Hefe.

Im Glas

Sehr feine, ausdauernde Perlen. Im Duft Brioche und Melone, dazu reife helle Frucht. Im Mund straff und präzise, mit elegantem Schmelz aus der langen Reife und einem langen, klaren Abgang.

Mach was draus

Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, helles Fleisch, Charcuterie oder ein gereifter Hartkäse. Auch als Aperitif eine Klasse für sich. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C im Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Spätburgunder vom Kalk, sieben Jahre auf der Hefe – das ist Blanc de Noirs mit Ruhe und Kraft.“

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Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Die Trauben kommen früh vom Stock, der Most gärt mit wilden Hefen im Tonneau, die zweite Gärung findet in der Flasche statt; sieben Jahre Hefelager, Handrüttelung und eine minimale Dosage.

Wer steht dahinter? Hans-Oliver Spanier, der das Weingut Battenfeld-Spanier in Hohen-Sülzen führt, zusammen mit seiner Frau Carolin Spanier-Gillot. Schon 1993 stellte der Betrieb auf ökologischen Anbau um.

Was ist ein Blanc de Noirs? Ein weißer Sekt aus roten Trauben. Der Saft wird schnell von den Schalen getrennt und bleibt hell.

100 % Spätburgunder (Blanc de Noirs) · Hohen-Sülzen, Rheinhessen · Kalk · Jahrgang 2017 · Spontangärung im Tonneau · Flaschengärung · 7 Jahre Hefelager · Handrüttelung · Extra Brut · bio, Kontrollstelle DE-ÖKO-006 · Battenfeld-Spanier, Hohen-Sülzen · Stand: Oktober 2026

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Feinkost

Conservas Rosara Pimientos del Piquillo Paprika ganz

Feinkost · Piquillo-Paprika · Navarra · Spanien

Conservas Rosara Pimientos del Piquillo sind ganze, geröstete Piquillo-Paprika in Manufakturqualität von Conservas Artesanas Rosara aus Navarra. Die kleinen, spitz zulaufenden Schoten werden über Feuer geröstet und von Hand geschält. Mild-süß mit feiner Rauchnote – eine spanische Spezialität.


Herkunft

Die Piquillo-Paprika stammt aus Navarra im Norden Spaniens, der klassischen Heimat dieser Spezialität. Conservas Artesanas Rosara verarbeitet die Schoten in traditioneller Manufakturqualität.

Anbau und Verarbeitung

Die Schoten werden über offenem Feuer geröstet, was ihnen die typische feine Rauchnote verleiht, und anschließend von Hand geschält. Sie werden ganz konserviert, ohne Zusatz von Wasser.

Geschmack

Leuchtendes Rot. Mild-süß im Geschmack, mit einer feinen, rauchigen Note und zarter Würze. Fleischig und zart in der Textur.

Am Tisch

Vielseitig verwendbar: pur als Tapa, gefüllt, in Salaten oder zu Fleisch und Fisch.

Klassische Verwendung: gefüllt mit Fisch oder Fleisch, als Tapa, in Salaten oder zu Gegrilltem.


Hersteller: Conservas Artesanas Rosara
Produkt: Pimientos del Piquillo (ganze Paprika)
Herkunft: Navarra (Spanien)
Verarbeitung: über Feuer geröstet, von Hand geschält
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.12.2030

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