Das Weinbaugebiet Ribera del Duero

Fakten über Spaniens Wunder Weinbauregion Ribera del Duero

Die Historie des qualitativ hochwertigen Weinbaus, der die Ribera del Duero neben der Rioja und dem Priorat zur Herkunft der besten spanischen Rotweine macht, beginnt ziemlich spät, nämlich erst vor 160 Jahren. Das ist umso verwunderlicher, weil sich die Böden der Provinz aufgrund ihrer Höhenlage nicht besonders für den Anbau klassischer Feldfrüchte eignen, die landwirtschaftlichen Möglichkeiten abseits des Weinbaus also eher begrenzt sind. Aktuell sind 23 000 Hektar bestockt, in etwa so viele wie in der Pfalz. Das klingt nach recht viel, sind aber letztlich nur 2,3 Prozent der riesigen Gesamtrebfläche Spaniens und nur noch halb so viel wie um die vorletzte Jahrhundertwende. Namensgeber der Region inmitten Kastiliens ist der sich durchziehende Fluss – Ribera del Duero meint nichts anderes als Ufer des Duero. Den haben die etwa 100 Dörfer der Region allerdings keineswegs für sich allein. Zwar entspringt er hier in der Bergkette Picos de Urbión, fließt dann aber 900 Kilometer weit nach Westen, bevor er bei Porto in den Atlantik mündet. Dort in Portugal nennt man ihn Douro, an seinen Ufern wird etwa der Portwein erzeugt.

Es ist fast unmöglich, die Geschichte der Ribera del Duero zu erzählen, ohne dabei gleichzeitig über deren berühmtestes Weingut zu sprechen, das vor anderthalb Jahrhunderten der verschlafenen Region den für Weinliebhaber klingenden Namen verlieh, den sie heute genießt. Denn mit Vega Sicilia hat man nicht nur einen wackeren Lokalmatador, sondern eine der prestigeträchtigsten Bodegas in ganz Spanien. Entgegen ihres Namens hat sie nichts mit der Insel im Süden Italiens zu tun. Vielmehr leitet sich dieser von der heiligen Cäcilia geweihten Kapelle ab, die nahe Valbuena an den Flussauen („Vega“) stand, an denen man sich niedergelassen hatte. 1864 war das, da reiste ein Grundbesitzer, dessen 2000 Hektar bisher nur für Schafzucht und Getreideanbau genutzt worden waren, ins Bordeaux und brachte von dort etwa 20 000 junge Rebensetzlinge mit, um sie auf 230 seiner Hektar anzupflanzen – allerdings vorwiegend typisch französische wie Merlot, Malbec, Cabernet Sauvignon und Pinot Noir. Im Laufe der Zeit stellte sich jedoch heraus, dass der heimische Tempranillo den edlen Gewächsen in vielerlei Hinsicht nicht bloß ebenbürtig, sondern sogar überlegen war. Und so sank der „französische“ Anteil immer weiter ab, während der „spanische“ wuchs – heutzutage liegt das Verhältnis bei vier zu eins zugunsten des Tempranillo.

Der nach einigen Konkursen und anschließenden Besitzerwechseln 1915 erstmals produzierte „Único“ ist der Spitzenwein dieses Spitzenweingutes und wahrscheinlich der absolute Archetyp eines spanisches Rotweins. Erst nach zehn Jahren Lagerung kommt er auf den Markt und wird dann regelmäßig mit Bestbewertungen überschüttet. Die damaligen Besitzer waren findige Marketingleute und verteilten Proben des Único vor allem an befreundete Adlige und Mitglieder des spanischen Königshauses, die über die finanziellen Mittel verfügten, um eine ständige Nachfrage zu generieren und den Wein auf feierlichen Banketten bei ausländischen Tischgenossen bekannt machten – auch wenn sich hartnäckig das Gerücht hält, man hätte einen Großteil des Weines still und heimlich in die Rioja gekarrt und dort unter der im In- und Ausland deutlich etablierteren Herkunftsbezeichnung verkauft. Wie dem auch sei, etwa 120 Jahre lang blieb Vega Sicilia so der unbestrittene Platzhirsch in einer weintechnisch eher simpel gestrickten Region. Ab den 80er Jahren dann trat Alejandro Fernández und mit ihm sein Weingut Pesquera ins Rampenlicht. Dessen Weine waren ganz anders als der aristokratisch feine Único: mehr Extrakt, viel amerikanisches Eichenholz, mundfüllend und druckvoll – ein neuer Weinstil war geboren. Und als dann noch Robert Parker die Ribera entdeckte und einer breiten Öffentlichkeit bekannt machte, kam ein unaufhaltsamer Aufstieg in Gang.

Wobei man nicht unterschlagen kann, dass es neben den Berühmten auch immer schon die Bodenständigen gab und brauchte. 1927 entstand mit der Bodegas Protos die erste Winzergenossenschaft in der Gegend 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt Madrid. Sie ist heutzutage mit 600 eigenen und 500 durch Vertragswinzer bestellte Hektar der größte Betrieb der Region und hat genug Selbstbewusstsein gesammelt, um sich mit einem von Norman Forster entworfenen Kellereigebäude ein architektonisches Denkmal setzen lassen. Protos hieß die Bodega dabei nicht immer: bis 1982 war ihr Name Ribera del Duero, diesen gab sie dann allerdings großzügigerweise an die in jenem Jahr neu eingerichtete Denominación de Origen ab. Zu dieser Zeit zählte man gerade einmal ein Dutzend Kellereien – heute, 40 Jahre später, sind es über 200 und mehrere Tausend Klein- und Nebenerwerbswinzer, die diese mit ihren Trauben beliefern. Aufgrund der lediglich wenige Jahrzehnte währenden Tradition haben die klassischen Altersklassifizierungen Crianza, Reserva und Gran Reserva hier nicht jenen hohen Stellenwert, der ihnen in den schon deutlich länger etablierten Weinbaugebieten zukommt. Stattdessen setzt man häufig entweder auf einen Ausbau nach selbst gewählter Dauer, die meist eher kürzer als länger ausfällt, oder vermarket, in Spanien eher untypisch, den Wein unter Angabe des Jahrgangs als sogenannte „Cosecha“. Und auch die Vermarktung von Crus aus Einzellagen erfährt mittlerweile deutlich mehr Aufmerksamkeit.

In direkter Nähe zum Wasser des Duero herrschen Schwemmland- und Lehmböden vor – vom Fluss im Laufe von Jahrhunderten Schicht um Schicht übereinander abgelagert -, die für jene Winzer, die Ambitionen auf die Erzeugung von Spitzenweinen haben, aber eher uninteressant sind. Diese setzen stattdessen auf die kargen, sandigen Höhenlagen mit stark kalkhaltigen Untergründen, entfernen sich dabei aber dennoch selten mehr als zwei oder drei Kilometer vom Fluss. Hier haben es die Rebstöcke nicht leicht – sie werden keineswegs verwöhnt, sondern müssen Wasser und Nährstoffe den Böden regelrecht abtrotzen. Das hindert sie daran, sich einen fetten, undifferenzierten Charakter zuzulegen – stattdessen geraten die Weine trotz ihrer dunkelbeerigen Fülle filigran und elegant. Ist der Boden die Mutter der Weine, so ist das Klima der Vater. Ausgesprochen kontinental präsentiert es sich hier mit kurzen, heißen Sommern, die aber durch kühle Nächte gemildert werden, und langen, kalten Wintern – alles in allem müssen die Reben über das Jahr eine Spanne von 60 Grad Celsius aushalten können. Da im Norden Gebirgsketten die meisten atlantischen Einflüsse blockieren – auch den Regen, was die Region zu einer sehr trockenen macht -, wirkt einzig der Duero ein klein wenig regulierend auf die Temperatur ein. Der Unterschied zwischen Tag und Nacht sorgt dafür, dass die Trauben viel von ihrer natürlichen Säure behalten, was ihnen ein enormes Reifepotential beschert. Außerdem verhindert die dicke Schale einen später enorm hohen Alkoholgehalt.

Der Hauptdarsteller ist, wie auch in der benachbarten Rioja, die Tempranillo. Hier kennt man ihn allerdings eher unter den Namen Tinto Fino oder Tinto del País. Drei Viertel der gesamten Rebflächen sind ihm vorbehalten. Erst die Kombination mit anderen heimischen Roten wie Merlot, Malbec, Cabernet Sauvignon oder Garnacha macht aus ihm jedoch das dunkelviolette, fast schwarze Kraftpaket, ausgebaut in aller Regel in französischen Barriquefässern, für das Weinliebhaber oft viele Hundert Euro zahlen. Obwohl der Tempranillo ins Deutsche übertragen der „kleine Frühe“ genannt wird, weil seine Beeren kleiner und deutlich eher reif als die anderer roter Reben sind, findet die Lese in der Ribera del Duero vergleichsweise spät statt. Später als im Bordeaux etwa, das dazu noch deutlich weiter nördlich liegt. Verantwortlich dafür sind die Lagen auf 700 bis über 1000 Meter Seehöhe, in denen der Niederschlag gering ist. Überdies ist die Maischestandzeit sehr lang, um ein Maximum an Phenolen und Farbstoffen aus den Schalen zu extrahieren. Hauptsächlich rote Rebsorten sind es also, die hier wachsen. Wobei „hauptsächlich“ etwas missverständlich ist, denn es ist überhaupt nur eine einzige weiße Rebsorte zugelassen. Diese hört auf den Namen Albillo Mayor und bringt bei Ertragsreduktion und gutem Ausbau spannende und singuläre Weine hervor. Diese stehen mit ihrer Frische, mittleren Säurewerten und moderatem Alkoholgehalt in einem hübschen Kontrast zu den mächtigen, monolithischen Rotweinen, in deren Schatten sie stehen.

Wobei es in Bezug auf diese feine Unterschiede gibt, je nachdem, aus welchem Part der Ribera sie stammen. Zwar existiert nicht wirklich eine offizielle Unterteilung, gewisse geschmackliche Differenzierungen lassen sich aber nichtsdestotrotz vornehmen. Beginnt man im warmen Westen der Region mit ihren etwas mehr als 100 Kilometern Ausdehnung – bei Peñafiel -, hat man im Glas viel Frucht unterlegt mit einer dezenten Würze. Deutlich gehaltvoller, ja geradezu überwältigend muskulös geraten sie im Herzen der Ribera rund um das Städtchen Roa, während die Weine im östlich gelegenen Soria mit einer schier unglaublichen Finesse begeistern, die zwischen dunkelbeerig-kirschigen Aromen und röstigen, tanninreichen Noten nach Bitterschokolade, Tabak, Zedernholz und Lakritz changiert.

Selbstverständlich darf es in einer Region, die solche Weine von Weltrang produziert, nicht an ähnlich hochwertiger Küche fehlen. Um ein optimales Pairing für die gehaltvollen Roten zu haben, besucht man am besten eines der vielen Grillrestaurants. Was für Deutsche erstmal verdächtig nach Hähnchen am Drehspieß klingt, sind in Wahrheit kulinarische Tempel, in denen man aus traditionellen Tonöfen Köstlichkeiten wie Spanferkel und in Milch geschmortes Lamm reicht, dazu die beliebte Morcilla, eine Wurst aus Blut, Fett, Zwiebeln und Reis. Da die kastilische Hochebene jahrhundertelang ein einfacher, agrarisch geprägter Landstrich war, sind es bis heute vor allem die deftig-nahrhaften Hülsenfrucht-Eintöpfe der Bauern und die vielen traditionellen Schafskäsesorten der Hirten wie Zambrano und Manchego, die sich bei den Einheimischen großer Beliebtheit erfreuen.

Wem es dort auf Dauer zu warm wird, der kann sich in malerischen Städtchen wie Aranda de Duero, dem Hauptort der Region, hinab begeben in das weit verzweigte Kellersystem, in dem man früher die Fässer lagerte. Die meisten sind über Schallröhren miteinander verbunden, sodass man sich unterirdisch mithilfe des natürlichen Halls über weite Strecken miteinander verständigen konnte. Diese Keller sind ein Zeugnis für eine Weinbauhistorie, die schon seit der Römerzeit andauert – unterbrochen nur in der relativ kurzen Zeit, als die muslimischen Mauren so weit in den spanischen Norden vordringen konnten. Sie gemahnen in ihrer fast rührenden Rückständigkeit aber auch daran, dass traditionelle Landwirtschaft allein eine Region nicht über Wasser halten kann: viele Familien haben der Ribera im Zuge der Industrialisierung den Rücken gekehrt, heutzutage zählt der ganze Landstrich gerade einmal 50 000 Einwohner. Wie viel Herzblut die Winzer der Region dennoch oder gerade deswegen in ihre Weine stecken, lässt sich besonders an der Arbeit im Weinberg erkennen: obwohl eine Erntemenge von sieben Tonnen pro Hektar zulässig wäre, sind es im Durchschnitt weniger als viereinhalb, die gelesen werden. Der starke Rückschnitt begünstigt eine höhere Aromenkonzentration in den verbliebenen Trauben, die ohnehin schon kleiner und dickschaliger ausfallen als in der benachbarten Rioja. Darüber hinaus werden vier Fünftel von ihnen von Hand gelesen – in den gebirgigen Lagen mit ihren steinigen Böden, die bei einem unbedachten Schritt schnell mal ins Rutschen geraten, ein kompliziertes Unterfangen. Und obwohl Vega Sicilia, Pesquera, Pingus und Co. sich ihre Tropfen dementsprechend fürstlich entlohnen lassen, hält die Ribera auch zahlreiche für den kleinen Geldbeutel bereit – damit niemandem der atemberaubende Erfolg dieser Region suspekt bleiben muss.

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Weine

Hubert Lignier Clos de la Roche Grand Cru 2020 Magnum BIO

Rotwein · Clos de la Roche Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Clos de la Roche · Grand Cru Morey-Saint-Denis (Côte de Nuits) Magnum (1,5 l) 2020 · Bio (FR-BIO-01)

Der Clos de la Roche Grand Cru 2020 von Hubert Lignier ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der großen Lagen von Morey-Saint-Denis – hier in der Magnum (1,5 l). Kraftvoll, strukturiert und langlebig, mit der mineralischen Tiefe dieses steinigen Terroirs; aus biologischem Anbau.


Clos de la Roche – Grand Cru in Morey-Saint-Denis

Der Clos de la Roche ist ein Grand Cru in Morey-Saint-Denis mit eigener Appellation, erstreckt sich über 16,9 Hektar und ist ausschließlich für Rotwein vorgesehen. Die Lage liegt an einem leicht ansteigenden Osthang zwischen 270 und 300 Metern; die braune, kalkhaltige Bodenauflage ist stellenweise nur 30 cm dünn und von Felsbrocken durchzogen. Große Felsstücke („roches") über dem Bajocium-Untergrund geben der Lage ihren Namen.

Aufgeteilt in 110 Parzellen unter über 40 Eigentümern, zählt der Clos de la Roche zu den angesehensten Grands Crus der Côte de Nuits. Die Domaine Hubert Lignier ist eine der gesuchten Adressen von Morey-Saint-Denis und arbeitet biologisch zertifiziert (FR-BIO-01).

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 war ein warmer, trockener Jahrgang mit früher Lese und kleinen Erträgen. Die Reben lieferten konzentrierte, reife Trauben, die dennoch eine klare Frische bewahrten.

Für die roten Burgunder steht 2020 für Tiefe und Dichte bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker, lagerfähiger Jahrgang, der die Kraft des Clos de la Roche mit Spannung unterlegt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, aus biologischem Anbau (FR-BIO-01).

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf Struktur, Tiefe und langes Reifepotenzial ausgerichtet. Das Magnum-Format begünstigt eine langsamere, gleichmäßige Reife und eignet sich besonders für die Lagerung.

Im Glas

Tiefe rote und dunkle Frucht, ergänzt um feine Würze, Waldboden und eine steinige Mineralität. Am Gaumen strukturiert und tief, getragen von festem, feinem Tannin und frischer Säure, mit langem Abgang.

Dunkle Frucht, Würze und steinige Mineralität über festem, feinem Tannin – ein Grand Cru für die lange Reife.

In der Jugend noch verschlossen; sein Potenzial entfaltet der Wein über viele Jahre – im Magnum besonders lange. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Clos de la Roche, Morey-Saint-Denis (Côte de Nuits); Osthang 270–300 m, dünne braune Kalkauflage über Bajocium-Untergrund, Felsen („roches"), 16,9 ha
Klassifikation: Clos de la Roche Grand Cru; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Pinot Noir, teils Ganztraube; Holzfassausbau

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Weine

Martin Waßmer Pinot Rosé brut Magnum

Winzersekt · Rosé · Brut · Baden · Magnum

Martin Waßmer Pinot Rosé Sekt brut ist ein deutscher Winzersekt aus 100 % Spätburgunder – hier in der Magnum. In traditioneller Flaschengärung erzeugt, zeigt er eine mittelfeine Perlage und eine schöne Roséfärbung. Champagner-ähnlich, fein und frisch.


Baden

Martin Waßmer zählt zu den renommierten Winzern Badens im Südwesten Deutschlands, bekannt für hochwertige Burgundersorten. Das warme Klima und die kalk- und lösshaltigen Böden bringen reife, ausdrucksstarke Spätburgunder hervor.

Rebsorte und Ausbau

Der Sekt besteht zu 100 % aus Spätburgunder (Pinot Noir). Als Jahrgangssekt entsteht er in traditioneller Flaschengärung mit Hefelagerung, die ihm seine mittelfeine Perlage und Finesse verleiht. Brut dosiert.

Im Glas

Schöne Roséfärbung mit mittelfeiner Perlage. Faszinierender Duft nach kleinen Walderdbeeren und feinem Puderzucker. Am Gaumen sehr frisch, voller subtiler Erdbeerfrucht. Das Finish ist lang und fein.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 7–9 °C servieren; das Magnum-Format eignet sich für festliche Anlässe. Als Apéritif oder Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Apéritif, Lachs, helles Fleisch, Sushi und Desserts mit roten Früchten.


Lage: Baden (Deutschland); Kalk/Löss
Klassifikation: Winzersekt Rosé – Brut (Jahrgangssekt)
Ausbau: 100 % Spätburgunder, traditionelle Flaschengärung; Magnum (1,5 l)

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Rebsorten

Metzger Prago Pinot Noir 2015

Rotwein · Pinot Noir · Spätburgunder · Pfalz

Weingut Metzger Prago Pinot Noir ist ein kraftvoller, eleganter Spätburgunder aus der Pfalz – eine Spitzenabfüllung des Weinguts Metzger. Im Barrique gereift, zeigt er Tiefe und Struktur. Im Glas dunkle Kirsche, feine Würze und seidige Tannine.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das warme Klima und die kalkgeprägten Böden bringen reife, ausdrucksstarke Spätburgunder hervor, die zu den anspruchsvollen Rotweinen der Region zählen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Pinot Noir (Spätburgunder) und reift im Barrique. Das verleiht ihm feine Würze, Struktur und seidige Tannine, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase dunkle Kirsche, Waldboden und feine Würze, dazu Noten aus dem Holzausbau. Am Gaumen elegant und tief, mit seidigen Tanninen und frischer Säure. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter tut dem Wein gut. Mit Reifepotenzial über mehrere Jahre.

Klassische Begleitung: Wild, Geflügel, Rind, Pilzgerichte und gereifter Käse.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Rotwein (Spätburgunder)
Ausbau: Pinot Noir, Barriquereife

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Weine

Ruppert-Leroy Champagne Fosse Grely brut nature BIO

Champagner · Côte des Bar · Cuvée · Brut Nature · Bio

Ruppert-Leroy Fosse-Grely Brut Nature ist eine Assemblage aus je 50 % Chardonnay und Pinot Noir aus der Parzelle „La Fosse" in Essoyes an der Côte des Bar. Ein finessenreicher, cremiger und mineralischer Champagner aus dem biodynamisch arbeitenden Hause Ruppert-Leroy. Im Glas klar, salzig und tief.


Essoyes (Côte des Bar)

Ruppert-Leroy bewirtschaftet seine Reben in Essoyes an der Côte des Bar, dem südlichen Teil der Champagne, auf kalk- und mergelhaltigen Böden. Die Parzelle „La Fosse" prägt die mineralische, salzige Stilistik. Die Arbeit erfolgt konsequent biologisch und biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-10).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint je 50 % Chardonnay und Pinot Noir. Die Moste vergären spontan mit natürlichen Hefen, der Ausbau erfolgt überwiegend im Holz, gefolgt von langem Hefelager. Ohne Schönung, Filtration und Dosage; Schwefel nur in minimalen Mengen.

Im Glas

Helles Gold mit natürlicher, feiner Perlage. Ein finessenreicher Champagner mit cremiger Textur und klarer, salziger Mineralität. Am Gaumen präzise, tief und gut strukturiert. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel und feine Vorspeisen.


Lage: La Fosse, Essoyes, Côte des Bar (Champagne); Kalk/Mergel
Klassifikation: Champagne AOC – Brut Nature
Ausbau: 50 % Chardonnay / 50 % Pinot Noir, Spontangärung, überwiegend Holz, langes Hefelager, ohne Dosage

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Länder/Regionen

Metzger Filet Noir

Rotwein · Cuvée · Pfalz · Deutschland

Metzger Filet Noir ist eine fruchtbetonte, tiefdunkle Rotweincuvée aus klassischen und internationalen Rebsorten vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Mit einem Hauch schwarzer Johannisbeere, Schokolade und etwas Graphit. Im Mund rotbeerige Fruchtfülle und spannendes Tannin.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Das warme Klima bringt reife, fruchtbetonte Rotweine hervor und eignet sich auch für internationale Rebsorten.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée aus klassischen und internationalen Rebsorten wird fruchtbetont ausgebaut. Das stellt die dunkle und rotbeerige Frucht in den Vordergrund und sorgt für ein spannendes Tanningerüst.

Im Glas

Tiefdunkles Rot. In der Nase ein Hauch schwarzer Johannisbeere, Schokolade und etwas Graphit. Am Gaumen rotbeerige Fruchtfülle und spannendes Tannin. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine kurze Belüftung tut dem Wein gut.

Klassische Begleitung: würzige Lammkoteletts, marinierte Rindersteaks und Grillgemüse.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Rotwein-Cuvée
Ausbau: Cuvée (klassische & internationale Sorten), fruchtbetont

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Spanien

Torre Oria Bobal Rosado

Roséwein · Utiel-Requena · Bobal · trocken

Torre Oria Bobal Rosado ist ein trockener Roséwein aus der D.O.P. Utiel-Requena im spanischen Valencia. Er entsteht aus Bobal, der heimischen Rotweintraube der Region. Das traditionsreiche, 1897 gegründete Weingut Torre Oria keltert daraus einen klaren, fruchtbetonten Rosé. Im Glas ein zartes Pink, in der Nase saftige reife Sommerbeeren – frisch und frühlingshaft.


Utiel-Requena

Die D.O.P. Utiel-Requena liegt auf einem Hochplateau im Hinterland von Valencia, in Höhen um 600 bis 900 Meter. Das kontinentale Klima mit heißen, trockenen Sommern und kalten Wintern bringt aromatische, frische Trauben hervor. Bobal ist die prägende, autochthone Rebsorte der Region und stellt hier den Großteil der roten Reben.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Bobal. Für den Rosé bleibt der Most nur kurz auf der Schale, bevor er abgepresst und bei niedriger Temperatur im Edelstahltank vergoren wird. So bleiben die frische Frucht und die helle, pinkfarbene Tönung erhalten. Der Wein bleibt unverholzt und wird jung gefüllt.

Im Glas

Zartes Pink. In der Nase reife rote Sommerbeeren wie Erdbeere und Himbeere. Am Gaumen saftig, klar und trocken, mit frischer Säure und unkompliziertem Trinkfluss. Der Abgang ist sauber und fruchtig.

Am Tisch

Jung und gut gekühlt bei 8–10 °C genießen, am besten innerhalb der ersten ein bis zwei Jahre. Ein klassischer Sommerwein für Terrasse und Aperitif.

Klassische Begleitung: Sommersalate, gegrillter Fisch, Tapas und mediterrane Vorspeisen.


Lage: D.O.P. Utiel-Requena (Valencia), Hochplateau
Klassifikation: Utiel-Requena DOP – Rosado
Ausbau: Kaltvergärung im Edelstahl, ohne Holz

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Rebsorten

Metzger Melandor Pinot Noir 2019

Rotwein · Pinot Noir · trocken · Pfalz

Metzger Melandor Pinot Noir ist der Spitzen-Spätburgunder vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Auf Kalkböden gewachsen, präsentiert er sich kraftvoll, stolz und erhaben. Mit unbändiger Kraft kämpft er sich durch den Kalk und wird so zum herausragenden Pinot Noir des Guts. Ein dichter, tiefgründiger Wein mit Anmut und Struktur.


Pfalz – Kalkböden

Die Reben für den Melandor wachsen auf den Kalkböden der Pfalz. Hier zwingt der karge, steinige Untergrund die Wurzeln in die Tiefe – das verleiht dem Spätburgunder Kraft, Mineralität und Struktur.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir (Spätburgunder). Als Spitzencuvée des Guts reift der Wein im Barrique, das ihm Tiefe, feinkörnige Tannine und Reifepotenzial verleiht.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase reife rote und dunkle Beeren, dazu würzige Noten und feine Holznuancen. Am Gaumen kraftvoll und strukturiert, mit festem Tanningerüst und langem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; jüngere Flaschen profitieren vom Dekantieren. Gut gelagert reift der Wein über Jahre weiter.

Klassische Begleitung: Reh, Wildgeflügel, Lammrücken, Rinderbraten und gereifter Hartkäse.


Lage: Pfalz – Kalkböden (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Rotwein (Pinot Noir), trocken
Ausbau: reinsortig Pinot Noir, Barrique

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Rebsorten

Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2022

Weißwein fruchtsüß · Saar · Riesling

Riesling Scharzhofberger Kabinett Saar · Wiltingen fruchtsüß 2022 8,50 % vol

Der Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2022 stammt aus der berühmtesten Lage der Saar – ein Musterbeispiel für filigranen Saar-Kabinett: fruchtsüß, rassig und von enormer Langlebigkeit. Ein klassischer Naturwein für die besonderen Momente.


Scharzhofberger – die legendäre Lage der Saar

Es gibt Weine, die nach angemessener Lagerung zur Legende werden – die Weine vom Weingut Egon Müller von der Saar gehören ohne Frage zu dieser seltenen Spezies. In der Jugend noch unnahbar, widerspenstig und verschlossen, entwickeln sie über die Jahre eine Rasse und Frische, wie sie nur selten in der Weinwelt zu finden ist. Hier wird ein klassischer Vinifikationsstil gehegt und gepflegt und mit einem über 100-jährigen Wissensschatz auf die Lagerfähigkeit der Weine geachtet.

Der Scharzhofberg bei Wiltingen ist die berühmteste Einzellage der Saar – so renommiert, dass die Weine, wie ein Grand Cru im Burgund, allein mit dem Lagennamen etikettiert werden. Egon Müller ist mit über acht Hektar im Kernstück größter Eigentümer und bewirtschaftet hier mehr als drei Hektar wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben. Die steilen, stark verwitterten blauen Devonschieferböden speichern die Wärme des Tages und geben sie langsam wieder ab – in Verbindung mit dem kühlen Saar-Klima entstehen Weine von außergewöhnlicher Spannung, filigraner Struktur und enormer Langlebigkeit.

Jahrgang 2022 – Saar

2022 war an der Saar ein warmer, sonnenreicher Jahrgang, der durch ausreichende Niederschläge zur richtigen Zeit balanciert wurde. Es entstanden reife, dennoch klar konturierte Rieslinge. Gerade im Kabinett-Bereich – dem filigransten Prädikat – zeigt der Scharzhofberger die typische Spannung zwischen reifer Frucht, dezenter Süße und rassiger Mineralität, getragen vom kühlen Klima und dem Schiefer der Lage.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2022, Prädikat Kabinett, fruchtsüß, 8,50 % vol.

Streng selektive Handlese, klassische und behutsame Vinifikation ohne moderne Kellertechnik: Spontangärung mit eigenen Hefen im traditionellen Fuder (großes Eichenfass). Die Gärung wird auf natürliche Weise gestoppt, sodass ein Teil der natürlichen Fruchtsüße im Wein verbleibt – ein Naturwein voller natürlicher Restsüße.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase dicht, cremig und saftig: Weinbergspfirsich und Passionsfrucht treffen auf weiße Blüten, Zitrus und feinste Kräuter- und Mineralnoten. Am Gaumen filigran und vielschichtig, mit einer dezenten Süße, die von enorm lebhafter, rassiger Säure balanciert wird – er wirkt nie leicht und schon gar nicht schwer, sondern tanzt mit müheloser Eleganz über die Zunge.

Rasse, Frische und natürliche Restsüße – ein klassischer Egon Müller für die besonderen Momente im Leben.

Das verspielte, sehr lange Finale verweist auf die große Langlebigkeit; schon jung ein Genuss, doch wahre Größe entfaltet der Wein erst nach vielen Jahren Kellerreife. Bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Zu asiatischer Küche und leicht scharfen Gerichten, zu gebratenem Fisch und Geflügel, zu würzigem Weichkäse sowie als finessenreicher Solist.


Lage: Scharzhofberger, Wiltingen an der Saar (Deutschland); steile Südlage, stark verwitterter blauer Devonschiefer, über 100 J. alte wurzelechte Reben
Klassifikation: Mosel/Saar, Riesling Kabinett (Prädikatswein), fruchtsüß
Ausbau: Riesling; Handlese, Spontangärung im Fuder, natürliche Restsüße; klassisch-traditioneller Stil

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