Das Weinbaugebiet Ribera del Duero

Fakten über Spaniens Wunder Weinbauregion Ribera del Duero

Die Historie des qualitativ hochwertigen Weinbaus, der die Ribera del Duero neben der Rioja und dem Priorat zur Herkunft der besten spanischen Rotweine macht, beginnt ziemlich spät, nämlich erst vor 160 Jahren. Das ist umso verwunderlicher, weil sich die Böden der Provinz aufgrund ihrer Höhenlage nicht besonders für den Anbau klassischer Feldfrüchte eignen, die landwirtschaftlichen Möglichkeiten abseits des Weinbaus also eher begrenzt sind. Aktuell sind 23 000 Hektar bestockt, in etwa so viele wie in der Pfalz. Das klingt nach recht viel, sind aber letztlich nur 2,3 Prozent der riesigen Gesamtrebfläche Spaniens und nur noch halb so viel wie um die vorletzte Jahrhundertwende. Namensgeber der Region inmitten Kastiliens ist der sich durchziehende Fluss – Ribera del Duero meint nichts anderes als Ufer des Duero. Den haben die etwa 100 Dörfer der Region allerdings keineswegs für sich allein. Zwar entspringt er hier in der Bergkette Picos de Urbión, fließt dann aber 900 Kilometer weit nach Westen, bevor er bei Porto in den Atlantik mündet. Dort in Portugal nennt man ihn Douro, an seinen Ufern wird etwa der Portwein erzeugt.

Es ist fast unmöglich, die Geschichte der Ribera del Duero zu erzählen, ohne dabei gleichzeitig über deren berühmtestes Weingut zu sprechen, das vor anderthalb Jahrhunderten der verschlafenen Region den für Weinliebhaber klingenden Namen verlieh, den sie heute genießt. Denn mit Vega Sicilia hat man nicht nur einen wackeren Lokalmatador, sondern eine der prestigeträchtigsten Bodegas in ganz Spanien. Entgegen ihres Namens hat sie nichts mit der Insel im Süden Italiens zu tun. Vielmehr leitet sich dieser von der heiligen Cäcilia geweihten Kapelle ab, die nahe Valbuena an den Flussauen („Vega“) stand, an denen man sich niedergelassen hatte. 1864 war das, da reiste ein Grundbesitzer, dessen 2000 Hektar bisher nur für Schafzucht und Getreideanbau genutzt worden waren, ins Bordeaux und brachte von dort etwa 20 000 junge Rebensetzlinge mit, um sie auf 230 seiner Hektar anzupflanzen – allerdings vorwiegend typisch französische wie Merlot, Malbec, Cabernet Sauvignon und Pinot Noir. Im Laufe der Zeit stellte sich jedoch heraus, dass der heimische Tempranillo den edlen Gewächsen in vielerlei Hinsicht nicht bloß ebenbürtig, sondern sogar überlegen war. Und so sank der „französische“ Anteil immer weiter ab, während der „spanische“ wuchs – heutzutage liegt das Verhältnis bei vier zu eins zugunsten des Tempranillo.

Der nach einigen Konkursen und anschließenden Besitzerwechseln 1915 erstmals produzierte „Único“ ist der Spitzenwein dieses Spitzenweingutes und wahrscheinlich der absolute Archetyp eines spanisches Rotweins. Erst nach zehn Jahren Lagerung kommt er auf den Markt und wird dann regelmäßig mit Bestbewertungen überschüttet. Die damaligen Besitzer waren findige Marketingleute und verteilten Proben des Único vor allem an befreundete Adlige und Mitglieder des spanischen Königshauses, die über die finanziellen Mittel verfügten, um eine ständige Nachfrage zu generieren und den Wein auf feierlichen Banketten bei ausländischen Tischgenossen bekannt machten – auch wenn sich hartnäckig das Gerücht hält, man hätte einen Großteil des Weines still und heimlich in die Rioja gekarrt und dort unter der im In- und Ausland deutlich etablierteren Herkunftsbezeichnung verkauft. Wie dem auch sei, etwa 120 Jahre lang blieb Vega Sicilia so der unbestrittene Platzhirsch in einer weintechnisch eher simpel gestrickten Region. Ab den 80er Jahren dann trat Alejandro Fernández und mit ihm sein Weingut Pesquera ins Rampenlicht. Dessen Weine waren ganz anders als der aristokratisch feine Único: mehr Extrakt, viel amerikanisches Eichenholz, mundfüllend und druckvoll – ein neuer Weinstil war geboren. Und als dann noch Robert Parker die Ribera entdeckte und einer breiten Öffentlichkeit bekannt machte, kam ein unaufhaltsamer Aufstieg in Gang.

Wobei man nicht unterschlagen kann, dass es neben den Berühmten auch immer schon die Bodenständigen gab und brauchte. 1927 entstand mit der Bodegas Protos die erste Winzergenossenschaft in der Gegend 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt Madrid. Sie ist heutzutage mit 600 eigenen und 500 durch Vertragswinzer bestellte Hektar der größte Betrieb der Region und hat genug Selbstbewusstsein gesammelt, um sich mit einem von Norman Forster entworfenen Kellereigebäude ein architektonisches Denkmal setzen lassen. Protos hieß die Bodega dabei nicht immer: bis 1982 war ihr Name Ribera del Duero, diesen gab sie dann allerdings großzügigerweise an die in jenem Jahr neu eingerichtete Denominación de Origen ab. Zu dieser Zeit zählte man gerade einmal ein Dutzend Kellereien – heute, 40 Jahre später, sind es über 200 und mehrere Tausend Klein- und Nebenerwerbswinzer, die diese mit ihren Trauben beliefern. Aufgrund der lediglich wenige Jahrzehnte währenden Tradition haben die klassischen Altersklassifizierungen Crianza, Reserva und Gran Reserva hier nicht jenen hohen Stellenwert, der ihnen in den schon deutlich länger etablierten Weinbaugebieten zukommt. Stattdessen setzt man häufig entweder auf einen Ausbau nach selbst gewählter Dauer, die meist eher kürzer als länger ausfällt, oder vermarket, in Spanien eher untypisch, den Wein unter Angabe des Jahrgangs als sogenannte „Cosecha“. Und auch die Vermarktung von Crus aus Einzellagen erfährt mittlerweile deutlich mehr Aufmerksamkeit.

In direkter Nähe zum Wasser des Duero herrschen Schwemmland- und Lehmböden vor – vom Fluss im Laufe von Jahrhunderten Schicht um Schicht übereinander abgelagert -, die für jene Winzer, die Ambitionen auf die Erzeugung von Spitzenweinen haben, aber eher uninteressant sind. Diese setzen stattdessen auf die kargen, sandigen Höhenlagen mit stark kalkhaltigen Untergründen, entfernen sich dabei aber dennoch selten mehr als zwei oder drei Kilometer vom Fluss. Hier haben es die Rebstöcke nicht leicht – sie werden keineswegs verwöhnt, sondern müssen Wasser und Nährstoffe den Böden regelrecht abtrotzen. Das hindert sie daran, sich einen fetten, undifferenzierten Charakter zuzulegen – stattdessen geraten die Weine trotz ihrer dunkelbeerigen Fülle filigran und elegant. Ist der Boden die Mutter der Weine, so ist das Klima der Vater. Ausgesprochen kontinental präsentiert es sich hier mit kurzen, heißen Sommern, die aber durch kühle Nächte gemildert werden, und langen, kalten Wintern – alles in allem müssen die Reben über das Jahr eine Spanne von 60 Grad Celsius aushalten können. Da im Norden Gebirgsketten die meisten atlantischen Einflüsse blockieren – auch den Regen, was die Region zu einer sehr trockenen macht -, wirkt einzig der Duero ein klein wenig regulierend auf die Temperatur ein. Der Unterschied zwischen Tag und Nacht sorgt dafür, dass die Trauben viel von ihrer natürlichen Säure behalten, was ihnen ein enormes Reifepotential beschert. Außerdem verhindert die dicke Schale einen später enorm hohen Alkoholgehalt.

Der Hauptdarsteller ist, wie auch in der benachbarten Rioja, die Tempranillo. Hier kennt man ihn allerdings eher unter den Namen Tinto Fino oder Tinto del País. Drei Viertel der gesamten Rebflächen sind ihm vorbehalten. Erst die Kombination mit anderen heimischen Roten wie Merlot, Malbec, Cabernet Sauvignon oder Garnacha macht aus ihm jedoch das dunkelviolette, fast schwarze Kraftpaket, ausgebaut in aller Regel in französischen Barriquefässern, für das Weinliebhaber oft viele Hundert Euro zahlen. Obwohl der Tempranillo ins Deutsche übertragen der „kleine Frühe“ genannt wird, weil seine Beeren kleiner und deutlich eher reif als die anderer roter Reben sind, findet die Lese in der Ribera del Duero vergleichsweise spät statt. Später als im Bordeaux etwa, das dazu noch deutlich weiter nördlich liegt. Verantwortlich dafür sind die Lagen auf 700 bis über 1000 Meter Seehöhe, in denen der Niederschlag gering ist. Überdies ist die Maischestandzeit sehr lang, um ein Maximum an Phenolen und Farbstoffen aus den Schalen zu extrahieren. Hauptsächlich rote Rebsorten sind es also, die hier wachsen. Wobei „hauptsächlich“ etwas missverständlich ist, denn es ist überhaupt nur eine einzige weiße Rebsorte zugelassen. Diese hört auf den Namen Albillo Mayor und bringt bei Ertragsreduktion und gutem Ausbau spannende und singuläre Weine hervor. Diese stehen mit ihrer Frische, mittleren Säurewerten und moderatem Alkoholgehalt in einem hübschen Kontrast zu den mächtigen, monolithischen Rotweinen, in deren Schatten sie stehen.

Wobei es in Bezug auf diese feine Unterschiede gibt, je nachdem, aus welchem Part der Ribera sie stammen. Zwar existiert nicht wirklich eine offizielle Unterteilung, gewisse geschmackliche Differenzierungen lassen sich aber nichtsdestotrotz vornehmen. Beginnt man im warmen Westen der Region mit ihren etwas mehr als 100 Kilometern Ausdehnung – bei Peñafiel -, hat man im Glas viel Frucht unterlegt mit einer dezenten Würze. Deutlich gehaltvoller, ja geradezu überwältigend muskulös geraten sie im Herzen der Ribera rund um das Städtchen Roa, während die Weine im östlich gelegenen Soria mit einer schier unglaublichen Finesse begeistern, die zwischen dunkelbeerig-kirschigen Aromen und röstigen, tanninreichen Noten nach Bitterschokolade, Tabak, Zedernholz und Lakritz changiert.

Selbstverständlich darf es in einer Region, die solche Weine von Weltrang produziert, nicht an ähnlich hochwertiger Küche fehlen. Um ein optimales Pairing für die gehaltvollen Roten zu haben, besucht man am besten eines der vielen Grillrestaurants. Was für Deutsche erstmal verdächtig nach Hähnchen am Drehspieß klingt, sind in Wahrheit kulinarische Tempel, in denen man aus traditionellen Tonöfen Köstlichkeiten wie Spanferkel und in Milch geschmortes Lamm reicht, dazu die beliebte Morcilla, eine Wurst aus Blut, Fett, Zwiebeln und Reis. Da die kastilische Hochebene jahrhundertelang ein einfacher, agrarisch geprägter Landstrich war, sind es bis heute vor allem die deftig-nahrhaften Hülsenfrucht-Eintöpfe der Bauern und die vielen traditionellen Schafskäsesorten der Hirten wie Zambrano und Manchego, die sich bei den Einheimischen großer Beliebtheit erfreuen.

Wem es dort auf Dauer zu warm wird, der kann sich in malerischen Städtchen wie Aranda de Duero, dem Hauptort der Region, hinab begeben in das weit verzweigte Kellersystem, in dem man früher die Fässer lagerte. Die meisten sind über Schallröhren miteinander verbunden, sodass man sich unterirdisch mithilfe des natürlichen Halls über weite Strecken miteinander verständigen konnte. Diese Keller sind ein Zeugnis für eine Weinbauhistorie, die schon seit der Römerzeit andauert – unterbrochen nur in der relativ kurzen Zeit, als die muslimischen Mauren so weit in den spanischen Norden vordringen konnten. Sie gemahnen in ihrer fast rührenden Rückständigkeit aber auch daran, dass traditionelle Landwirtschaft allein eine Region nicht über Wasser halten kann: viele Familien haben der Ribera im Zuge der Industrialisierung den Rücken gekehrt, heutzutage zählt der ganze Landstrich gerade einmal 50 000 Einwohner. Wie viel Herzblut die Winzer der Region dennoch oder gerade deswegen in ihre Weine stecken, lässt sich besonders an der Arbeit im Weinberg erkennen: obwohl eine Erntemenge von sieben Tonnen pro Hektar zulässig wäre, sind es im Durchschnitt weniger als viereinhalb, die gelesen werden. Der starke Rückschnitt begünstigt eine höhere Aromenkonzentration in den verbliebenen Trauben, die ohnehin schon kleiner und dickschaliger ausfallen als in der benachbarten Rioja. Darüber hinaus werden vier Fünftel von ihnen von Hand gelesen – in den gebirgigen Lagen mit ihren steinigen Böden, die bei einem unbedachten Schritt schnell mal ins Rutschen geraten, ein kompliziertes Unterfangen. Und obwohl Vega Sicilia, Pesquera, Pingus und Co. sich ihre Tropfen dementsprechend fürstlich entlohnen lassen, hält die Ribera auch zahlreiche für den kleinen Geldbeutel bereit – damit niemandem der atemberaubende Erfolg dieser Region suspekt bleiben muss.

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Deutschland

Markus Schneider Rosé Saigner

Wein · Roséwein · Pfalz · Deutschland

Markus Schneider Rosé Saigner ist ein farbintensiver, vollbeeriger und gaumenschmeichelnder Rosé aus der Pfalz – unkompliziert und zugänglich, für den lässigen Sommergenuss.


Pfalz

Das Weingut Markus Schneider ist in Ellerstadt in der Pfalz beheimatet. Das warme Klima und die vielfältigen Böden der Region bieten den roten Rebsorten dieser Cuvée ideale Bedingungen.

Assemblage und Ausbau

Eine Cuvée aus Merlot, Syrah, Cabernet Franc und Blaufränkisch. Der Rosé entsteht nach der Saignée-Methode: Nur der beste Saft wird aus den Gärbehältern entnommen, was dem Wein seine intensive Farbe und beerige Fülle verleiht.

Im Glas

Kräftiges, farbintensives Rosé. In der Nase vollbeerig, mit roten Beeren und Kirsche. Am Gaumen saftig und gaumenschmeichelnd, mit klarer Beerenfrucht und einem runden, animierenden Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als unkomplizierter Sommer- und Terrassenwein, solo oder zum Essen.

Passt zu: Salaten, gegrilltem Gemüse und Fleisch, mediterranen Vorspeisen und Fingerfood.


Lage: Pfalz, Ellerstadt (Deutschland); Weingut Markus Schneider
Klassifikation: Rosé (Saignée) – Cuvée aus Merlot, Syrah, Cabernet Franc & Blaufränkisch
Ausbau: Saignée-Methode; farbintensiv und fruchtbetont

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Portugal

Feuerheerds Colheita 2007

Portwein · Douro (Portugal) · Colheita

Colheita Port (jahrgangsrein) Douro / Porto (Portugal) fassgereift (mind. 7 Jahre) süß · aufgespritet · 0,5 l 2007

Der Feuerheerd's Colheita 2007 von Barão de Vilar ist ein jahrgangsreiner, im Fass gereifter Tawny-Port aus dem Douro. Ein süßer, aufgespriteter Wein mit verschwenderischem Bukett, intensivem Gaumen und ewig langem Nachhall – in der 0,5-Liter-Flasche.


Colheita – jahrgangsreiner Tawny aus dem Douro

Colheita ist das portugiesische Wort für „Jahrgang"; Colheita-Portweine sind aufgespritete Rotweine aus einem einzigen Jahrgang. Von Gesetz wegen müssen sie mindestens sieben Jahre im Holzfass reifen, bevor sie gefüllt werden – viele Häuser lassen ihre besten Partien jedoch deutlich länger in alten, großen Fässern, bis sie ihre ideale Trinkreife erreicht haben.

So schlummern in den ehrwürdigen Kellern in Porto bemerkenswerte Schätze. Barão de Vilar führt diese Tradition mit der Marke Feuerheerd's fort.

Jahrgang 2007 – Douro

Trotz eines trockenen Januars war der Winter relativ feucht und befeuchtete die ausgetrockneten Böden wieder. Der Frühling blieb trotz einzelner Fröste feucht, was Fäulnis förderte; ein warmer März und April brachten einen frühen Austrieb, ein launischer Mai störte die Blüte und verringerte die Erträge. Die feuchten Bedingungen im Juni und Juli ließen die Sorge um Mehltau wachsen.

Ein warmer August und September trockneten die Trauben und brachten sie rechtzeitig zur phenolischen Reife; die Lese endete Ende Oktober. Die Weine von 2007 sind oft atemberaubend – reich und reif, mit ausgeglichener Säure und komplexer Aromatik.

Assemblage und Ausbau

Aufgespriteter Portwein aus traditionellen Douro-Rebsorten, Jahrgang 2007.

Die lange Reife in alten, großen Holzfässern verleiht dem Wein die typische Tawny-Aromatik und eine seidige Textur, bevor er gefüllt wird.

Im Glas

Bernsteinfarben mit Reife. In der Nase getrocknete Feigen, Datteln und Rosinen, Karamell und Toffee, Walnuss und Mandel, Orangenzeste und feine Gewürze. Am Gaumen süß und seidig, mit intensivem Geschmacksbild und einem ewig langen, delikaten Nachhall.

Getrocknete Früchte, Karamell und Walnuss über seidiger Süße – ein verschwenderisches Bukett mit ewig langem Nachhall.

Bei 14–16 °C servieren; nach dem Öffnen über Wochen haltbar. Für besondere Momente.

Am Tisch

Zu kräftigem und blauem Käse, dunkler Schokolade, Desserts und Nüssen – oder solo als Digestif. Ein Gaumenschmeichler für besondere Anlässe.


Lage: Douro / Porto (Portugal)
Klassifikation: Porto DOP – Colheita (jahrgangsreiner Tawny)
Ausbau: aufgespritet; jahrgangsrein, lange Reife im großen Holzfass

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Spanien

Baynos tinto 2020

Rotwein · Rioja · Spanien

Der Baynos Tinto ist eine Cuvée aus 90 % Tempranillo und 10 % Graciano aus Baños de Ebro in der Rioja Alavesa. Baynos ist das Rioja-Projekt der Familie García rund um Bodegas Mauro. Die Trauben stammen von alten Buschreben kleiner Parzellen auf armen, lehmig-kalkigen Böden. Vergoren wird spontan im Betontank, gefolgt von 20 Monaten Reifung in französischer Eiche. Im Glas ein junger, dichter Rotwein mit dunkler Frucht, Würze und markanter Mineralität.


Baños de Ebro – Rioja Alavesa

Baynos entsteht in Baños de Ebro in der Rioja Alavesa, wo die Familie García neun kleine Parzellen mit alten Buschreben bewirtschaftet. Die Böden sind karg und reich an Lehm und Kalk – ein Terroir, das Konzentration und Frische zugleich ermöglicht. Bewirtschaftet wird biologisch und nach biodynamischen Prinzipien, inklusive Tierzug im Weinberg; die Bio-Zertifizierung ist in Vorbereitung.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 90 % Tempranillo und 10 % Graciano. Nach der Handlese werden die Trauben entrappt, aber nicht gequetscht, um die Frucht zu schonen. Die alkoholische sowie die malolaktische Gärung finden spontan mit autochthonen Hefen im Betontank statt. Anschließend reift der Wein 20 Monate in 228-Liter-Barriques aus französischer Eiche, je zur Hälfte neu und gebraucht. Die Gesamtproduktion umfasst 11.561 Flaschen. Enthält Sulfite.

Im Glas

Im Glas tiefes, dunkles Rot; jung und zunächst verschlossen. Mit Luft entfaltet sich eine ausgeprägte Mineralität, gepaart mit tiefer, dunkler Frucht: Brombeere und viel Blaubeere, dazu Würze, dunkle Schokolade, Graphit, schwarzer Tee und ein Hauch Trüffel. Am Gaumen frisch und kraftvoll beerig, mit reichhaltigen, reifen Tanninen und feiner Säurestruktur. Großes Reifepotenzial.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Wild und gereifter Hartkäse. Der Wein ist jung; vor dem Servieren großzügig dekantieren oder einige Jahre lagern. Serviertemperatur 16–18 °C.


Lage Baños de Ebro, Rioja Alavesa, arme lehmig-kalkige Böden, alte Buschreben
Klassifikation DOCa Rioja (Rioja Tinto)
Ausbau Cuvée Tempranillo/Graciano, Handlese, Spontangärung im Betontank, malolaktische Gärung im Beton, 20 Monate in französischer Eiche (228 l, 50 % neu / 50 % gebraucht)

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Spanien

Las Chanas Semidulce

Rotwein · Zamora · lieblich · Spanien

Bodegas Fariña Las Chanas Semidulce ist ein lieblicher (halbsüßer) Rotwein aus alten Rebbeständen der Höhenlagen rund um Zamora. Die Cuvée vereint Garnacha, Tempranillo und Malvasía. Süß und weich am Gaumen, mit langem Nachhall. Ein unkomplizierter, fruchtbetonter Genuss.


Zamora

Das Gebiet rund um Zamora im Nordwesten Spaniens (Castilla y León) ist für ausdrucksstarke Weine bekannt. Die alten Rebbestände der Höhenlagen und das kontinentale Klima bringen reife, konzentrierte Trauben hervor.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Garnacha, Tempranillo und Malvasía. Der Wein wird lieblich (semidulce) ausgebaut, mit einer weichen, fruchtbetonten Süße.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase reife dunkle Frucht. Am Gaumen süß und weich, fruchtbetont und zugänglich, mit langem Nachhall.

Am Tisch

Bei 14–16 °C servieren.

Klassische Begleitung: Desserts, Schokolade, Käse oder solo.


Lage: Zamora, Castilla y León (Spanien); Höhenlagen, alte Reben
Klassifikation: Rotwein (Spanien) – lieblich (semidulce)
Ausbau: Garnacha/Tempranillo/Malvasía, Altreben, lieblich

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Länder/Regionen

Thomas Morey Chassagne-Montrachet Morgeot 1er Cru 2023

Weißwein · Chassagne-Montrachet 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet 1er Cru Morgeot Bio 2023 13,00 % vol

Der Thomas Morey Chassagne-Montrachet Morgeot 1er Cru 2023 entsteht aus einer nur 0,40 Hektar kleinen Parzelle der größten und bekanntesten Premier-Cru-Lage Chassagnes – ein Chardonnay von besonderer Präzision und Spannung.


Morgeot – die Lage

Morgeot ist die größte und bekannteste Premier-Cru-Lage in Chassagne-Montrachet. Sie liegt am südlichen Ende der Appellation, oberhalb der Straße nach Santenay, und umfasst rund 58 Hektar mit zahlreichen traditionsreichen Teilparzellen wie La Boudriotte, Les Fairendes oder Tête du Clos. Das Terroir ist geprägt von ton- und kieshaltigen Böden über Bathonischem Kalkstein, ideale Voraussetzungen für kraftvolle, dichte Rotweine und strukturierte, charaktervolle Weißweine. Die sanft nach Südosten geneigte Lage profitiert von der Morgensonne und schützt die Reben vor kühlen Nächten. Der Name „Morgeot“ geht auf das lateinische Wort für „Grenze“ zurück, passend zur Lage am südlichen Rand des Côte-d’Or. Heute steht Morgeot für elegante Burgunder mit Tiefe, Ausdruck und Herkunft.

Aus einer nur 0,40 Hektar kleinen Parzelle, deren Reben 1974 und 2004 gepflanzt wurden, erzeugt Thomas Morey einen Chassagne-Montrachet von besonderer Präzision und Spannung. Seine Frucht stammt aus den Teilparzellen Les Fairendes und Les Brussonnes mit ihren raren weißen Kalkböden.

Burgund 2023 – Harmonie, Frische und Klasse

Der Jahrgang 2023 im Burgund zeigt sich als außerordentlich gelungen und überzeugt sowohl in Bezug auf Qualität als auch endlich einmal wieder auf die Menge. Nach einem milden Winter folgte ein Frühling mit kühlen und feuchten Bedingungen, immer wieder durchbrochen von warmen Tagen; eine intensive Hitzewelle im August beschleunigte die Reife und konzentrierte die Aromen, bevor der Regen Mitte September für zusätzliche Balance sorgte.

Die Weißweine des Jahrgangs 2023, insbesondere Chardonnay und Aligoté, präsentieren sich reif, aromatisch und sehr ausgewogen, mit intensiven Fruchtnoten von Birne, Pfirsich und weißer Aprikose. In ihrer noch jungen Phase zeigen sie sich ausgesprochen harmonisch und von ihrer klassischen Seite – Frische, Reife und Struktur auf beeindruckende Weise vereint.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, 13,00 % vol.

Spontangärung mit eigenen Hefen in einer Kombination aus neutralem Fass und Tank, natürliche malolaktische Gärung, Reife auf der Feinhefe ohne Bâtonnage über 16 bis 18 Monate. Nur rund 20 % neues Holz und minimaler, später Schwefeleinsatz geben dem Wein Raum und bewahren seine Reintönigkeit – eine puristische, terroirbetonte Vinifikation. Bio-zertifiziert.

Im Glas

Der Morgeot 1er Cru vereint die Charakterzüge der benachbarten Lagen in sich, elegant, schlank und straff mit viel Zug am Gaumen. In der Jugend noch zurückhaltend, entwickelt er mit etwas Reife ein faszinierendes Aromenspiel aus gelbem Steinobst, Zitruszeste und nassem Kalkstein.

Ein charaktervoller, tiefgründiger Chardonnay, der die mineralische Seite Chassagnes eindrucksvoll widerspiegelt und mit seiner Energie lange nachhallt.

In der Jugend noch verschlossen, gewinnt mit Flaschenreife; ideal nach drei bis fünf Jahren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Jakobsmuscheln, zu Steinbutt oder Seeteufel in feiner Sauce, zu Hummer und Langustinen, zu Bresse-Geflügel mit Morcheln sowie zu gereiftem Comté oder Beaufort.


Lage: Chassagne-Montrachet 1er Cru Morgeot (Les Fairendes / Les Brussonnes), Côte de Beaune (Frankreich); Ton-Kies über Bathonischem Kalkstein, 0,40 ha, Reben 1974/2004
Klassifikation: Chassagne-Montrachet 1er Cru AOC (Morgeot), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ~20 % Neuholz (228/350 l), 16–18 Monate, Feinhefe ohne Bâtonnage; Bio

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Länder/Regionen

Ghislaine Barthod Bourgogne rouge 2023

Rotwein · Bourgogne · Pinot Noir

Pinot Noir Bourgogne AOC Chambolle-Musigny (Côte de Nuits) mittelschwer · elegant 2023

Der Bourgogne Rouge 2023 der Domaine Ghislaine Barthod ist ein mittelschwerer, reinsortiger Pinot Noir von einer der gesuchten Adressen aus Chambolle-Musigny. Geradlinige Aromen von satten Kirschen, Himbeere, Rosenwasser, Veilchen und Würze treffen auf einen fleischigen, zugleich sehr eleganten Körper.


Bourgogne aus der Hand einer Chambolle-Ikone

Die Domaine Ghislaine Barthod ist in Chambolle-Musigny in der Côte de Nuits beheimatet und für ihre Premier Crus berühmt. Der Bourgogne Rouge stammt aus Parzellen rund um Chambolle auf klassischen Kalk- und Tonböden und gilt als Musterbeispiel dafür, wie viel Finesse ein regionaler Burgunder zeigen kann.

Die sorgfältige Handschrift des Guts prägt den Wein bereits auf dieser zugänglichen Stufe – mit Eleganz und klarer Frucht.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare Frucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf reine Frucht und Finesse ausgerichtet.

Im Glas

Geradlinige Aromen von satten Kirschen, etwas Himbeere, Rosenwasser, Veilchen und Gewürzen. Der Körper hat Volumen, mundet recht fleischig und erinnert an rote Früchte und etwas Lakritz. Finessenreich und sehr elegant gleitet der Wein ab – ein purer, klarer Pinot Noir.

Satte Kirsche, Rosenwasser und Veilchen über fleischigem, zugleich feinem Körper – ein purer, eleganter Pinot Noir.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein vielseitiger, eleganter Begleiter für die feine Küche.


Lage: Bourgogne (Côte de Nuits); Parzellen um Chambolle-Musigny, Kalk-/Tonböden
Klassifikation: Bourgogne AOC
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Weine

Forlong Amigo Imaginario 2019 BIO

Weißwein · Cádiz · Bio

Der Forlong Amigo Imaginario ist ein reinsortiger Palomino der Bodega de Forlong bei El Puerto de Santa María in Cádiz. Die Trauben stammen von 40 bis 50 Jahre alten, ökologisch bewirtschafteten Reben und werden von Hand gelesen. Nach der malolaktischen Gärung reift der Wein einige Monate in gebrauchten Oloroso-Fässern. Bernsteinfarben im Glas, mit gerösteten Mandeln, weißer tropischer Frucht und salziger, mineralischer Tiefe.


Cádiz – Marco de Jerez

Die Bodega de Forlong wurde 2007 von Alejandro Narváez und Rocío Áspera in El Puerto de Santa María gegründet. Die alten Palomino-Reben stehen im Marco de Jerez auf den weißen, kreidehaltigen Albariza-Böden, die Wärme reflektieren und Feuchtigkeit speichern. Gearbeitet wird traditionell und biodynamisch beeinflusst. Der Wein stammt aus biologischem Anbau (Öko-Kontrollnummer ES-ECO-001-AN).

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Palomino von 40 bis 50 Jahre alten Reben, von Hand gelesen. Nach der malolaktischen Gärung reift der Wein einige Monate in gebrauchten Oloroso-Fässern, was ihm nussige Tiefe gibt – ohne Aufspritung, es ist ein trockener Stillwein. Die Gesamtproduktion umfasst 3.798 Flaschen. Enthält Sulfite.

Im Glas

Bernsteinfarben im Glas. In der Nase geröstete Mandeln und weiße, tropische Früchte. Am Gaumen sehr vollmundig und nussig, mit salzigen Nuancen und einem mineralischen Zug. Der Abgang ist lang und harmonisch.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Mandeln und Oliven, gereifter Käse, Schinken, Fisch und Meeresfrüchte. Auch zu kräftigeren Tapas und hellem Fleisch. Serviertemperatur 10–12 °C.


Lage El Puerto de Santa María, Marco de Jerez (Cádiz, Andalusien), Albariza-Kalkböden, 40–50 Jahre alte Reben
Klassifikation Vino de la Tierra de Cádiz (außerhalb der Sherry-D.O.)
Ausbau Reinsortiger Palomino, Handlese, malolaktische Gärung, einige Monate in gebrauchten Oloroso-Fässern

 

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Frankreich

Domaine Denis Mortet Bourgogne Rouge Cuvee De Noble Souche 2022

Rotwein · Bourgogne · Pinot Noir

Pinot Noir Bourgogne AOC Daix · >400 m Reben ~35 Jahre · 1 ha 18 Monate Holz · 20% neu

Der Bourgogne Rouge Cuvée de Noble Souche 2022 von Denis Mortet ist ein reinsortiger Pinot Noir aus hochgelegenen Parzellen in Daix. Die langsame Reife in der Höhe gibt dem Wein einen sehr frischen Stil mit viel Frucht und Saftigkeit – ein regionaler Bourgogne aus der Hand einer Spitzenadresse.


Daix – Höhenlage bei Dijon

Alle Parzellen liegen in Daix, dem Heimatdorf der Familie Mortet, nordwestlich von Dijon. Die Reben wachsen hier auf über 400 Metern Höhe; das Grundgestein liegt fast an der Oberfläche, die Böden sind braun und sehr kalkhaltig. Die Höhenlage verlangsamt die Reife und sorgt für Frische.

Die Rebfläche beträgt rund 1 Hektar, das Durchschnittsalter der Reben liegt bei 35 Jahren. Es kommen weder Dünger noch chemische Unkrautvernichtungsmittel zum Einsatz, nur organische Bodendünger. Die Domaine Denis Mortet zählt zu den Spitzenadressen von Gevrey-Chambertin.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der dem frischen Stil dieser Höhenlage zusätzlich Substanz gibt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, von Hand in kleinen Kisten gelesen. Strenge Traubenselektion, teilweise Entrappung und Gärung ausschließlich mit natürlichen Hefen; Überpumpen und Unterstoßen werden sorgfältig kontrolliert.

Anschließend reift der Wein 18 Monate im Eichenfass, davon 20 % neues Holz. Die Weinberge werden naturnah bewirtschaftet.

Im Glas

Ein sehr frischer Pinot Noir mit viel Frucht und Saftigkeit. Klare dunkle Beerenfrucht trifft auf feine Würze; am Gaumen geradlinig, saftig und mit frischer Säure.

Sehr frisch, voller Frucht und Saftigkeit – ein hochgelegener Bourgogne, der über seine Stufe hinausweist.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Charcuterie, Brathähnchen und Geflügel, Ente, Gerichte mit Pilzen oder mittelreifer Weichkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Daix bei Dijon; über 400 m, braune, stark kalkhaltige Böden, 1 ha, Reben ~35 Jahre
Klassifikation: Bourgogne AOC
Ausbau: Pinot Noir, teilweise entrappt, Spontangärung; 18 Monate Holz (20% neu); naturnahe Bewirtschaftung

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