Calle del Laurel – Logroño – Spanien

Ein kulinarischer Streifzug durch die Nacht

Um die 85 unterschiedliche Bars säumen die Gassen und Nebengassen der berühmt- berüchtigten Calle del Laurel in Logroño. Hier in der Altstadt der berühmten Rioja Metropole hat fast jedes Lokal eine besondere Tapa Spezialität im Angebot und wird von den Einheimischen und Touristen zu den Stosszeiten regelrecht überrannt. In Hülle und Fülle werden hier die Leckereien aus Meer, Fluss, Wald und vom Acker über die Theken gereicht und mit einem guten Rioja Wein schnell hinunter gespült. Diese magische „Fressmeile“ wird von den hier Beheimateten auch sehr gerne als die „Spur der Elefanten“ (la senda de los elefantes) bezeichnet. Der augenzwinkernde Grund dafür ist, dass der ein oder andere in der Nacht schon mit einem Rüssel, leicht orientierungslos und auf allen Vieren aus einer der zahllosen Gassen gekrabbelt kam.

Ganz so arg trug es sich bei unserem letzten kulinarischen Kneipenbummel der besonderen Art in der Calle del Laurel nicht zu. Nichtsdestotrotz war es dennoch wieder einmal ein herzlicher und intensiver Flirt mit den hier lebenden Menschen und ihrer gelebten Kultur. Lebensfreude pur, die hier mit ein paar Bildern und Worten eingefangen werden soll. Getreu dem Motto eines waschechten Riojaners: „Man kann zum Überleben essen oder man kann essen, um das Leben zu genießen.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Austern im Casa Victor

Einen besseren Start zu einer schönen gemeinsamen Tapa Tour in die Altstadt von Logroño als im Casa Victor kann es eigentlich kaum geben. Hier gibt es nämlich mit die besten Austern der Stadt, dazu noch einen schmackhaften Brut Nature Sekt aus der Rioja und schon kann die gute Stimmung der Bar, der wild herum schnatternden Menschen und die nach feiner Meeresgischt schmeckenden Austern locker inhaliert werden.

Casa Victor, Calle Bretón de los Herreros, 30, 26001 Logroño, La Rioja, Spanien, Telefon: +34 661 52 09 82, https://www.casavictor.es/

Schinken im La Fontana

Für einen kleinen Verdauungsspaziergang reicht es leider nicht, um vom Casa Victor in das La Fontana zu spazieren. Denn nach kaum zwanzig Metern befindet man sich bereits in einer neuen, gut gefüllten Bar, wo neben vielen exzellenten Rioja Weinen noch ganz hervorragende Schinken und Wurstwaren kredenzt werden. Da greift der Riojaner nebst Gast natürlich beherzt zu, geniesst einen passenden Rioja Crianza Rotwein zum Iberico und lässt die Seele inmitten des ganzen Trubels einfach kurz baumeln.

La Fontana, Calle Bretón de los Herreros, 34, 26001 Logroño, La Rioja, Spanien, Telefon: +34 941 22 30 92,

Champignons in der Bar Soriano

Ein Klassiker der Calle del Laurel sind die Champignons der Bar Soriano. Hier werden seit 1972 in einem kleinen, engen, schlauchartigen Raum tonnenweise Champignons gegrillt, mit einer geheimen Tunke besprüht, einer kleinen Krabbe dekoriert und auf eine kleine Scheibe Baguette mit einem Spießchen punktiert.

Die Bar Soriano war das erste Lokal, welches in der Altstadt von Logroño diese herrlich leckere, etwas kompliziert zu essende Tapa kreiert und an den Start gebracht hat. Das Ambiente kann hier noch als klassisch rustikal beschrieben werden. Helles Neonlicht und die Abfälle werden wie anno dazumal einfach vor den Tresen geschmissen.

Außer diesem Champignon Gericht, die Pilze stammen im Übrigen aus der hauseigenen Zucht, wird hier außer ein paar Getränken und guter Laune nichts mehr angeboten. Mehr muss es auch wirklich nicht sein ….

Bar Soriano, Tr.ª de Laurel, 2, 26001 Logroño, La Rioja, Spanien, Telefon: +34 941 22 88 07

Schweineohr in der Bar Sebas 

Wer es klassisch, rustikal und bäuerlich mag, ist in der Bar Sebas genau am richtigen Ort. Gefüllte rote Paprikaschoten, Schweineohr, Lammohr oder frittierte Anchovis gehören hier zum erlesenen Küchenprogramm. Vegetarier und Veganer werden hier zwar zurecht entrüstet aufschreien, aber eine sinnvolle „Nose to tail“ (Ganztiernutzung) ist im Grunde genommen nicht die schlechteste Idee unserer Vorfahren. Wenn schon Fleisch, dann bitte auch das ganze Tier und dies gerne auch aus einer artgerechten Aufzucht.

Die Bar Sebas ist hier seiner Zeit weit voraus, oder je nach Sichtweise einfach und locker der althergebrachten Tradition treu geblieben. In deutschen Breitengraden leider undenkbar. Hier wäre ein Umdenken in Bildung, Küche und Gesellschaft wirklich wünschenswert.

Bar Sebas, Calle Albornoz, 3, 26001 Logroño, La Rioja, Spanien, Telefon: +34 941 22 01 96

Solomillo im La Anjana

In der Bar La Anjana gibt es jede Menge Köstlichkeiten zu entdecken. Ob Poke, typisch spanische Teller oder auch diverse Tages Menüs mit allem Drum und Dran können die Gäste hier konsumieren. Die absolute Spezialität sind aber die gegrillten Schweinelenden Stücke in verschiedenen Variationen. Ob mit Roquefort Sauce, einer delikaten Portwein Reduktion und Champignons oder karamellisierten Zwiebeln mit Paprika und Käse. Jeder dieser kleinen Happen ist ein wahres Gedicht und das La Anjana ist bei diesen Tapas in seiner Qualität weit und breit nicht zu schlagen.

La Anjana, C/ San Agustín, 6, 26001 Logroño, La Rioja, Spanien, Telefon: +34 613 04 25 04, http://laanjana.es/

Cocktails im Clandestino

Der Absacker oder doch ein gepflegter Cocktail nach einem herrlichen Ess- und Trinkkneipenbummel gefällig? Da ist die Cocktail Bar Clandestino genau die richtige Anlaufstelle. In einer dunklen, schummrigen Atmosphäre werden die jeweiligen Geschmacksvorlieben dem Barmixer und der Barmixerin kurz mitgeteilt und nach ein paar Minuten Wartezeit, grazilen schwungvollen Bewegungen hinter der Theke und ein paar Takten guter Musik wird das gewünschte Getränk schon präsentiert, kurz erklärt und in die wartenden Hände gedrückt.

So lecker, kurzweilig und schön kann eine kurze Tour durch die Gassen und Nebengassen der Calle del Laurel in Logroño enden.

Clandestino, Calle Bretón de los Herreros, 62, 26001 Logroño, La Rioja, Spanien, https://www.instagram.com/clandestinotragos/

3 Gedanken zu „Calle del Laurel – Logroño – Spanien“

  1. Lieber Christian,
    das ist ja wie eine perfekte kulinarische Führung. Na, wenn wir das mal nicht vielleicht im Oktober nachmachen….
    Herzliche Grüße
    Heike und Markus

    • Hallo Heike, Hallo Markus, vor allen Dingen die Champignons sind Pflicht. 🤗 Liebe Grüße Christian

  2. Hallo Christian! Ein toller Bericht. Fahre morgen im Rahmen einer kulinarischen Pressereise nach Logroño. Ich hoffe wir besuchen die ein oder andere Bar während unserer Reise. Bin jetzt toll eingestimmt.

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Frankreich

Jacques-Frédéric Mugnier Bonnes Mares Grand Cru 2020

Rotwein · Bonnes-Mares Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Bonnes-Mares · Grand Cru Chambolle-Musigny / Morey Mugnier-Parzelle 0,36 ha · 900–1.500 Flaschen 2020

Der Bonnes-Mares Grand Cru 2020 der Domaine Jacques-Frédéric Mugnier ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einem nur 36 Ar kleinen Streifen – eine Rarität von rund 900 bis 1.500 Flaschen. Rote Frucht aus Chambolle trifft auf Offenheit, Festigkeit und erdige Tiefe vom Morey-Terroir, ergänzt um mineralische Nuancen und Waldboden.


Bonnes-Mares – Grand Cru zwischen Chambolle und Morey

Bonnes-Mares erstreckt sich über rund 15 Hektar am Mittelhang der Côte de Nuits. Der Großteil liegt in Chambolle-Musigny, ein kleinerer Teil von etwa 1,5 Hektar im benachbarten Morey-Saint-Denis; im Norden grenzt die Lage an den Clos de Tart. Bepflanzt ist sie ausschließlich mit Pinot Noir; die Böden reichen von reicher und tiefer (Morey-Ende, strenger) bis feiner und kalkreicher (Chambolle-Ende, seidiger). Der Name geht auf die „Bonnes Mères" der Abtei Notre Dame de Tart zurück.

Mugniers Parzelle ist ein schmaler 36-Ar-Streifen, der sich über die gesamte Höhe des Hügels zieht; gepflanzt wurde 1961, 1980 und 1988. Je nach Jahrgang entstehen nur rund 900 bis 1.500 Flaschen. Die Domaine J.-F. Mugnier zählt zu den großen Adressen der Côte de Nuits.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 war ein warmer, trockener Jahrgang mit früher Lese und kleinen Erträgen. Die Reben lieferten konzentrierte, reife Trauben, die dennoch eine klare Frische bewahrten.

Für die roten Burgunder steht 2020 für Tiefe und Dichte bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker, lagerfähiger Jahrgang, der die Kraft des Bonnes-Mares mit Spannung unterlegt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, von Reben der Pflanzjahre 1961, 1980 und 1988.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Das aromatische Spektrum roter Früchte aus Chambolle dominiert, ergänzt um die Offenheit, Festigkeit und erdige Note des Morey-Terroirs sowie mineralische Nuancen und dezente Anklänge von Waldboden. Am Gaumen tief und strukturiert, mit festem, feinem Tannin und langem Abgang.

Rote Frucht aus Chambolle, erdige Festigkeit aus Morey und mineralische Nuancen – ein tiefer Grand Cru für die lange Reife.

In der Jugend noch verschlossen, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Bonnes-Mares, Chambolle-Musigny / Morey-Saint-Denis (Côte de Nuits); Mittelhang; Mugnier-Parzelle 0,36 ha (Pflanzung 1961/1980/1988)
Klassifikation: Bonnes-Mares Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir, teils Ganztraube; Holzfassausbau

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Spanien

Matsu El Picaro

Wein · Rotwein · Toro · Spanien

Matsu El Pícaro („der Schelm") zeigt eine dichte, rubinrote Farbe und eine spektakuläre dunkle Beerenaromatik. Im Geschmack gesellen sich Teer, Lakritze und Mokkanoten hinzu. Für einen jungen Wein besitzt er eine ungezügelte Kraft, die seinem Namen alle Ehre macht – unfiltriert und ungeschönt abgefüllt.


Toro / Castilla y León

Die Bodega Matsu (Vintae-Gruppe) liegt in der DO Toro in der Provinz Zamora. El Pícaro ist der jüngste Wein der Matsu-Familie – das Etikett zeigt einen jungen Mann, passend zu Charakter und Rebenalter. Die Trauben stammen von alten Reben auf sandigen Böden mit hohem Granitanteil, die biodynamisch und naturnah bewirtschaftet werden.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Tinta de Toro, dem lokalen Tempranillo-Klon. Nach temperaturkontrollierter Gärung durchläuft der Wein die malolaktische Gärung im französischen Eichenfass und einen kurzen Ausbau von rund drei Monaten im Barrique. Anschließend wird er unfiltriert und ungeschönt abgefüllt, um seine natürliche, fruchtbetonte Art zu bewahren. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Dichtes Rubinrot mit purpurnen Reflexen. In der Nase spektakuläre dunkle Beerenaromatik von Brombeere und Heidelbeere. Im Geschmack gesellen sich Teer, Lakritze und Mokkanoten hinzu, getragen von einer ungezügelten, jugendlichen Kraft mit reifen Tanninen und mineralischem Grip. Langer Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren, gern karaffieren – ein kraftvoller Begleiter zu herzhaften Gerichten.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem Fleisch, Lamm, Eintöpfen, würziger Küche und reifem Käse.


Lage: DO Toro, Zamora (Castilla y León, Spanien); Bodega Matsu
Klassifikation: DO Toro – 100 % Tinta de Toro (Tempranillo), trocken
Ausbau: ~3 Monate im französischen Barrique; unfiltriert und ungeschönt

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Weine

Schloss Lieser Juffer Sonnenuhr Riesling GG 2022

Weißwein · Brauneberger Juffer Sonnenuhr (Mosel) · Riesling

Riesling Brauneberger Juffer Sonnenuhr Brauneberg · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) eisenhaltiger Devonschiefer bis 80 % Steillage · älteste Reben Großes Gewächs · trocken 2022

Der Schloss Lieser Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Großes Gewächs 2022 entstammt kleinsten, selektierten Mengen aus den ältesten Rebbeständen dieser Spitzenlage. Ein Riesling GG von höchster Intensität und Konzentration, umspielt von Eleganz und Mineralität – ein Kraftbündel, getragen von einer rassigen, raffinierten Säure und immenser Tiefe.


Brauneberger Juffer Sonnenuhr – die Sonnenlage

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Naturnahe Bewirtschaftung der Steillagen und spontane Vergärung sind das Markenzeichen für den nachhaltigen, sorgfältigen Umgang von Thomas Haag und seiner Familie mit den gegebenen Ressourcen.

Die Brauneberger Juffer Sonnenuhr zählt zu den renommiertesten Steillagen der Mosel. Ihre perfekte Süd-Südwest-Exposition, verbunden mit einer Steigung von bis zu 80 %, sorgt für maximale Sonneneinstrahlung und ein besonderes Mikroklima. Der karge, eisenhaltige Devonschiefer speichert tagsüber Wärme und gibt sie nachts gleichmäßig an die Reben ab – ein entscheidender Faktor für Reife und aromatische Tiefe. Der Name „Sonnenuhr" verweist auf eine historische Sonnenuhr in dieser Lage. Schloss Lieser bezieht seine Trauben ausschließlich aus den ältesten Parzellen der Lage.

Jahrgang 2022 – Mosel

Die Großen Gewächse von Schloss Lieser aus dem Jahr 2022 sind das Ergebnis eines bemerkenswerten Wachstumsjahres, das durch seine extreme Trockenheit in Erinnerung bleibt. Nach einem regnerischen Mai forderte eine lange Hitze- und Dürreperiode die bis zu über 100 Jahre alten Reben bis an ihre Grenzen; dank tiefer Verwurzelung und ausgezeichneter Wasserreserven hielten sie stand. Der späte Wetterumschwung kurz vor der Ernte – kühle Nächte und regnerische Tage – bewahrte Frische und Zartheit. Durch akkurate Selektion und hundertprozentige Handarbeit haben die Riesling GGs 2022 einen moderaten Alkoholgehalt, eine feine Eleganz sowie eine spannende Säurestruktur.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus der Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Jahrgang 2022; 100 % Riesling aus den ältesten Parzellen, in kleinster selektierter Menge.

Nach strengster, selektiver Handlese wird der Wein spontan mit den eigenen Hefen vergoren und traditionell im Edelstahltank mit langem Feinhefelager ausgebaut, um Herkunft und Präzision klar herauszuarbeiten. So entsteht ein glasklarer, tiefgründiger Riesling mit ausgeprägter Schiefermineralität.

Im Glas

Aus den ältesten Reben und dem eisenhaltigen Schiefer der Sonnenlage lebt dieser Riesling von Dichte und Ausdruck: reife gelbe Steinfrucht wie Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, Quitte und florale Würze, untermalt von einer kühlen, rauchig-salzigen Schiefermineralität. Am Gaumen ein Kraftbündel von höchster Intensität und Konzentration, das dennoch elegant bleibt – getragen von einer rassigen, raffinierten Säure mit viel Saft, immenser Tiefe und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Reife Steinfrucht, Zitrus und Quitte über kühler, salziger Schiefermineralität – ein Kraftbündel von höchster Konzentration, getragen von rassiger Säure und immenser Tiefe.

Ein großer Mosel-Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Brauneberg an der Mittelmosel; Süd-Südwest, karger eisenhaltiger Devonschiefer, Steillage bis 80 % Neigung; älteste Parzellen; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling; kleinste selektierte Menge
Ausbau: strengste selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, traditionell im Edelstahltank mit langem Feinhefelager

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Weine

Wittmann Westhofen Morstein Riesling Großes Gewächs 2024 BIO

Weißwein · Rheinhessen · Riesling

Riesling Rheinhessen Westhofen Morstein VDP.Grosses Gewächs Bio (Demeter) Tonmergel · Kalkstein 2024

Das Wittmann Westhofen Morstein Riesling Großes Gewächs 2024 stammt aus der ältesten und berühmtesten Einzellage Westhofens – ein großer, tiefgründiger Bio-Riesling mit elegantem, frischem Aroma nach gelben Früchten und einer klaren, leicht salzigen Mineralität.


Morstein – die historische Grosse Lage Westhofens

Das Weingut Wittmann in Westhofen zählt zu den führenden Adressen Rheinhessens und arbeitet seit Langem konsequent biodynamisch (Demeter). Die VDP.Grosse Lage zeichnet die hochwertigsten Weinberge Rheinhessens aus – parzellengenau abgegrenzt; hier reifen die besten Weine mit expressivem Lagencharakter und besonderem Reifepotenzial.

Der reine Südhang des Morstein zieht sich bis auf ein Hochplateau auf 280 Meter über NN hoch und ist die älteste in Westhofen erwähnte Einzellage (1282). Im Mittelstück des Hanges, zwischen 180 und 240 Metern über NN, liegt die VDP.Grosse Lage Morstein mit einer Hangneigung von 20 %. Hier findet man schwere Tonmergelböden mit Kalksteineinlagerungen in der oberen Schicht; der Untergrund wird von wasserführenden Kalksteinfelsschichten dominiert, die eine optimale Nähr- und Mineralstoffversorgung garantieren.

Jahrgang 2024 – Rheinhessen

2024 war ein kühlerer, klassischer Jahrgang, der Rieslinge von großer Frische und Präzision hervorbrachte. Auf den schweren Tonmergel-Kalkstein-Böden des Morstein ergibt das einen besonders tiefgründigen, dichten Wein mit lebendiger Säure, klarer gelber Frucht und feiner, salziger Mineralität – Größe und Spannung statt bloßer Opulenz.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2024, trocken, VDP.Grosses Gewächs.

Handlese, Ganztraubenpressung, Spontangärung mit eigenen Hefen und langer Ausbau auf der Vollhefe – überwiegend im traditionellen großen Holzfass und Edelstahl. Der zurückhaltende Ausbau lässt Frucht und die kalksteingeprägte Mineralität der Lage unverfälscht in den Mittelpunkt treten. Biodynamisch (Demeter), DE-ÖKO-022.

Im Glas

Ein elegantes, frisches Bukett von gelben Früchten – reifer Apfel, Birne, gelbe Zitrus –, ergänzt um weiße Blüten, feine Kräuter und einen tiefen, kalkig-mineralischen Zug. Am Gaumen tiefgründig und dicht, mit straffer, animierender Säure und der für den Morstein typischen klaren, leicht salzigen Mineralität – kraftvoll und zugleich elegant, mit großer Länge und Nachhall.

Elegantes, frisches Aroma nach gelben Früchten – mit klarer, leicht salziger Mineralität.

Schon jetzt zugänglich, entfaltet seine ganze Größe aber erst mit einigen Jahren Kellerreife; profitiert vom Dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Spargel sowie zu kräftigerem Hartkäse.


Lage: Rheinhessen, Westhofen Morstein (Deutschland); reiner Südhang, 180–240 m (Plateau bis 280 m), 20 % Neigung, schwerer Tonmergel mit Kalksteineinlagerungen über wasserführendem Kalksteinfels; älteste Einzellage Westhofens (1282); VDP.Grosse Lage
Klassifikation: Rheinhessen, Riesling VDP.Grosses Gewächs (trocken)
Ausbau: Riesling; Ganztraubenpressung, Spontangärung, Reife auf der Vollhefe (großes Holzfass/Edelstahl); biodynamisch (Demeter), DE-ÖKO-022

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Frankreich

Benjamin Leroux Corton Grand Cru 2017

Rotwein · Corton Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Corton · Grand Cru 2017 Côte de Beaune 1–2 Jahre Holzfass · unfiltriert

Der Corton Grand Cru 2017 von Benjamin Leroux ist ein reinsortiger Pinot Noir vom Corton-Hügel in der Côte de Beaune. Corton zählt zu den kernigeren, kräftigeren Roten des Burgunds; bei Leroux trifft diese Statur auf ein verführerisches Bukett reifer roter Kirschen und einen seidigen Abgang. Der Jahrgang 2017 unterlegt das mit Frische.


Corton – Grand Cru der Côte de Beaune

Corton ist der bedeutendste rote Grand Cru der Côte de Beaune und liegt am Corton-Hügel oberhalb von Aloxe-Corton, mit Anteilen in Ladoix und Pernand-Vergelesses. Die Reben stehen auf kalk- und mergelhaltigen Böden in unterschiedlicher Exposition.

Die roten Corton gelten traditionell als kräftiger und kerniger als die übrigen Côte-de-Beaune-Pinots; sie brauchen oft Zeit, gewinnen mit Reife aber an Seidigkeit. Benjamin Leroux, seit 2007 mit eigenem Haus in Beaune, arbeitet konsequent terroirbezogen und mit wenig Eingriffen.

Jahrgang 2017 – Côte de Beaune

Nach dem frostgeschädigten 2016 brachte 2017 eine gesunde, mengenmäßig großzügige Ernte. Ein früher Austrieb, nur begrenzte Frostschäden und ein warmer, trockener Sommer führten zu einer frühen Lese.

Für die roten Burgunder steht 2017 für aromatische Weine mit frischer Säure und klarer Frucht. Beim kräftiger gebauten Corton verbindet sich diese Frische mit der typischen Struktur der Lage.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2017. Selektive Lese, am Sortiertisch noch einmal von Hand verlesen.

Langsame Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen in großen, traditionellen Holztanks. Anschließend Reife über ein bis zwei Jahre in gebrauchten Holzfässern verschiedener Größen. Vor der Abfüllung weder geschönt noch filtriert – ganz auf den Ausdruck des Terroirs ausgerichtet.

Im Glas

Verführerisches Bukett aus reifen roten Kirschen. Am Gaumen ein tänzelnder Mittelgang, getragen von guter Säure, mit feiner Würze und einem changierenden Fruchtkleid. Der Abgang ist seidig und transparent.

Kerniger Corton mit verführerischem Kirschbukett und seidigem, transparentem Abgang – Schluck für Schluck.

Schon jung zugänglich, mit einigen Jahren Flaschenreife aber zunehmend feiner. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen oder Trüffel, dazu gereifter Käse. Die kräftigere Statur des Corton trägt auch herzhaftere Speisen.


Lage: Corton, Corton-Hügel (Aloxe-Corton); Kalkstein/Mergel
Klassifikation: Corton Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir; 1–2 Jahre in gebrauchten Holzfässern, ohne Schönung und Filtration

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Frankreich

Jean-Marc Vincent Santenay le Beaurepaire 1er Cru blanc 2023

Weißwein · Santenay 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Santenay 1er Cru Le Beaurepaire Côte de Beaune Jean-Marc Vincent kalk-mergeliger Boden 2023

Der Jean-Marc Vincent Santenay „Le Beaurepaire" 1er Cru blanc 2023 ist ein aus Chardonnay vinifiziertes Juwel: vielschichtig im Aroma, elegant und mit frischer Textur, geradlinig und fest im Kern, mit salzigem, langem Finish.


Santenay Le Beaurepaire – Chardonnay aus dem Süden der Côte

Santenay ist die südlichste Weinbaugemeinde der Côte de Beaune, seit 1937 mit eigener Appellation, und liegt am äußersten Ende des Kalksteinrückens der Côte d'Or. Überwiegend werden hier Rotweine aus Pinot Noir erzeugt, daneben eine kleinere Menge Chardonnay. Die Premier-Cru-Lagen konzentrieren sich im Norden, wo Santenay an Chassagne-Montrachet grenzt. Charakteristisch ist der hohe Anteil an Mergelstein, den Santenay mit der nahen Côte Chalonnaise teilt.

Le Beaurepaire zählt zu den bedeutenden Premiers Crus des Orts. Der kalk-mergelige Boden verleiht dem Chardonnay von Jean-Marc Vincent seine geradlinige, salzig-mineralische Präzision und feste Struktur.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

2023 brachte an der Côte de Beaune eine reife, großzügige und zugleich frische Weißwein-Ernte mit klar definierter Frucht und guter Balance. Auf dem kalk-mergeligen Boden von Le Beaurepaire ergibt das einen eleganten, geradlinigen und salzig-mineralischen Chardonnay mit Länge und Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, Santenay Le Beaurepaire 1er Cru, trocken.

Jean-Marc Vincent arbeitet im Weinberg naturnah und biologisch orientiert, mit niedrigen Erträgen und manueller, selektiver Lese. Im Keller vergärt der Wein spontan und reift auf der Feinhefe im Holzfass – ein Ausbau, der die mineralische Präzision der Lage bewahrt und ihr Tiefe und Textur verleiht.

Im Glas

Der Santenay „Le Beaurepaire" bietet ein vielschichtiges Aroma von frischen Blüten, gerösteten Haselnüssen, hellem Obst und grünem Tee. Elegant und mit einer frischen Textur, ist er geradlinig und fest im Kern. Ein salziges und langes Finish runden den Genuss ab.

Frische Blüten, geröstete Haselnüsse und helles Obst – elegant, geradlinig und fest, mit salzigem, langem Finish.

Im jugendlichen Stadium bei 11–12 °C servieren; bei guter Lagerung gewinnt der Wein über mehrere Jahre.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Jakobsmuscheln und Krustentieren, zu Geflügel in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Santenay Le Beaurepaire 1er Cru (Côte de Beaune, Burgund, Frankreich); südlichste Gemeinde der Côte de Beaune, kalk-mergeliger Boden
Klassifikation: AOC Santenay 1er Cru, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Spontangärung, Reifung auf der Feinhefe im Holzfass; naturnaher, biologisch orientierter Weinbau

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Rebsorten

Paul Mas Artisan Le Chardonnay

Wein · Weißwein · Pays d'Oc · Frankreich

Paul Mas L'Artisan Le Chardonnay ist ein weißer Pays d'Oc IGP aus Südfrankreich, vinifiziert aus 100 % Chardonnay. Die geteilte Vinifikation in Edelstahl und amerikanischer Eiche ergibt einen Chardonnay mit Fruchttiefe und dezenter Holzstruktur.


Pays d'Oc / Languedoc-Roussillon

Das Pays d'Oc liegt in der Region Languedoc-Roussillon im Süden Frankreichs und trägt den Status IGP (Indication Géographique Protégée). Das mediterrane Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden Herbsten begünstigt reife, aromatisch konzentrierte Chardonnay-Trauben. Die Trauben stammen aus ausgewählten Lagen der Domaines Paul Mas, die dem Gütestandard der L'Artisan-Linie entsprechen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay. Die Vinifikation erfolgt zweigeteilt: 80 % vergären 14 Tage in Edelstahl, 20 % in amerikanischer Eiche. Anschließend reift der gesamte Wein vier Monate im Holz. So verbindet er klare Frucht mit dezenter Holzwürze. Trocken ausgebaut.

Im Glas

In der Nase tropische Aromen von Ananas und reifer Mango, ergänzt durch Haselnuss und einen Hauch Vanille. Am Gaumen vollmundig, mit frischer Säurestruktur; Noten von geröstetem Brot und leichter Holzwürze tragen zum Abgang bei.

Am Tisch

Bei 10–12 °C servieren, kein Dekantieren notwendig. Trinkreif, eine Lagerung über weitere 3–4 Jahre ist problemlos möglich.

Passt zu: Meeresfrüchten, gegrilltem Fisch, Garnelen und Langusten sowie cremiger Meeresfrüchte-Pasta.


Lage: Pays d'Oc IGP, Languedoc-Roussillon (Frankreich); Domaines Paul Mas
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – 100 % Chardonnay, trocken
Ausbau: 80 % Edelstahl, 20 % amerikanische Eiche; anschließend 4 Monate Holzreife

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Südafrika

Steenberg Catharina

Wein · Rotwein · Constantia · Südafrika

Steenberg Catharina ist die Bordeaux-Cuvée des Hauses, benannt nach der Gründerin Catharina Ras. Sie besticht mit Aromen von Pflaume, schwarzer Johannisbeere und dunkler Schokolade, getragen von dichten, samtigen Tanninen.


Constantia / Südafrika

Das Weingut Steenberg liegt im Constantia-Tal bei Kapstadt und ist das älteste Weingut der Region (1682 von Catharina Ras gegründet, der diese Cuvée ihren Namen verdankt). Das kühle, maritim geprägte Klima sorgt für langsame Reife und elegante, strukturierte Rotweine.

Assemblage und Ausbau

Eine Bordeaux-Cuvée auf Basis von Merlot und Cabernet Sauvignon, je nach Jahrgang ergänzt durch weitere Bordeaux-Sorten wie Cabernet Franc oder Malbec – eine Fassselektion der besten Partien. 19 Monate Reife in französischer Eiche verleihen Noten von Rauch, mediterranen Gewürzen und Zeder. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase Pflaume, schwarze Johannisbeere und dunkle Schokolade, dazu Brombeere, Rauch, mediterrane Gewürze und Zeder aus dem Holzausbau. Am Gaumen elegante Frucht mit dichten, samtigen Tanninen – reif und harmonisch, auf den Punkt gereift.

Am Tisch

Bei rund 18 °C servieren, jung am besten karaffieren – ein kraftvoller Begleiter zu herzhaften Gerichten.

Passt zu: rotem Fleisch, Lamm, Wild, Schmorgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Constantia, Kapstadt (Südafrika)
Klassifikation: Wine of Origin Constantia – Bordeaux-Cuvée (überwiegend Merlot & Cabernet Sauvignon), trocken
Ausbau: 19 Monate Reife in französischer Eiche

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