Azurmendi – Larrabetzu – Spanien

Jung und talentiert: Eneko Atxas beeindruckender Aufstieg zum Champion der spanischen Küche

Es gibt in der Gastronomie und Genusswelt nur wenige so schnell erfolgreiche Aufsteiger wie den Koch Eneko Atxa mit seinem Restaurant Azurmendi in dem kleinen Ort Larrabetzu.

Eneko Atxas gastronomische Reise begann im Jahr 1977, als er in der malerischen Stadt Amorebieta (in der baskischen Provinz Bizkaia) geboren wurde. Seine Familie arbeitete nicht nur hart, sondern pflegte auch, wie fast alle Basken, eine tiefe Leidenschaft für das Kochen und gutes Essen. Schon früh zeigte Eneko Interesse an kulinarischen Künsten und experimentierte mit seiner Mutter und Großmutter in deren Küchen herum.

Sein Durst nach Wissen führte ihn schließlich zur renommierten Hotelschule in Leioa (Bizkaia), wo er sein handwerkliches Geschick weiterentwickelte. Im Jahr 1994 begann Eneko seine Karriere im renommierten Restaurant Baserri Maitea und durchlief anschließend verschiedene namenhafte Küchen, darunter die des legendären Martin Berasategui in Lasarte.

Im Jahr 2000 übernahm Eneko die Position des Küchenchefs im legendären Grillrestaurant Etxebarri, wo er seine Fähigkeiten als professioneller Koch unter Beweis stellen konnte. Es folgte ein kurzes Gastspiel im renommierten baskischen Restaurant Andra Mari in Elexalde Auzoa.

Doch das war erst der Anfang seiner jungen Kochkarriere. Im Jahr 2002 wurde Eneko zum Champion der spanischen Küche für junge Köche gekürt.

Der Höhepunkt seiner kulinarischen Reise wurde 2005 mit der Eröffnung des außergewöhnlichen Restaurants Azurmendi in Larrabetzu (Bizkaia) erreicht. Ein Ort, der nicht nur für seine exquisiten Speisen bekannt ist, sondern auch für sein Engagement für Nachhaltigkeit. Das Restaurant Azurmendi erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Zertifikat Q für spanische Tourismusqualität sowie die begehrten und berühmten Michelin-Sterne. 2007 erhielt das Restaurant Azurmendi seinen ersten Michelin-Stern, gefolgt von einem zweiten im Jahr 2010 und schließlich dem Höhepunkt und dritten Stern im Jahr 2012.

Der letzte Besuch im Restaurant Azurmendi liegt nun schon ein paar Jahre zurück, und so hat sich hier das eine oder andere verändert. Es folgt eine gastronomische Rundreise in insgesamt vier Akten durch vier Räumlichkeiten. Hier kann die kulinarische Welt des Meisterkochs Eneko Atxas in vollen Zügen erkundet werden. Im ersten Akt werden die Gäste nach dem Eintreten in die begrünte, hohe Eingangshalle erst einmal mit einem Glas Txakoli-Weißwein aus der hauseigenen Kellerei begrüßt.

Es folgt ein Picknickkorb mit vier kleinen Köstlichkeiten in Form von Zitronengras-Txakoli-Creme auf Entenleber, einem Brioche mit Pökelfleisch, einem Polvorón (spanisches Schmalzgebäck) aus Joselito-Schinken und einem hausgemachten Wermut.

Weiter geht es im zweiten Akt in der Küche des Azurmendi, wo einer der absoluten Klassiker des Hauses vor den Augen der Gäste angerichtet und serviert wird. Es handelt sich dabei um das getrüffelte Ei. Dabei wird die Trüffelmasse mit einer Spritze in das Eigelb injiziert. Dazu wird ein fluffiges Macaron mit Entenleber und einer getrüffelten Pilzcreme gereicht.

Der dritte Akt setzt sich in einer Art Showroom fort. Wie bei einer Kunstinstallation werden hier verschiedene kleine Köstlichkeiten aus dem Raum gegriffen und als Aperitif gereicht. Ein Nektar aus Rosen, Passionsfrucht und Txakoli oder Blüten oder getrocknete Blätter … hier wird Kunst äußerst schmackhaft zelebriert.

Der vierte, längste, intensivste und innovativste Akt folgt dann im Speisesaal des Restaurants selbst. Hier zeigt Eneko Atxa zusammen mit seinem Team sein ganzes Können. Das diesjährige Menü ist dabei nicht unbedingt dem Geschmack aller Gaumen gewidmet. Hier geht es geschmacklich ziemlich forsch zur Sache. Nicht alles wirkt rund. Ecken, Kanten und eine gewisse Provokation sind hier perfekt dargestellt. Es wird mit versteckten Aromen, vielen klassischen Elementen und vor allem ganz unterschiedlichen Texturen und Strukturen gearbeitet. Wild, ungezähmt und entdeckenswert sind die passenden Worte, die einem bei solchen Kreationen sofort einfallen. Das schmeckt nicht warm oder so, wie man es sich in einem so hochdekorierten Lokal vorstellt, aber es ist unfassbar mutig und zeigt die Kraft und Kreativität, die Eneko Atxa immer noch in sich hat.

Ein Besuch im Azurmendi bleibt eine unvergessliche Sinnesreise. Die atemberaubende Aussicht durch die großen Fenster auf die grüne Landschaft, die herzliche und aufmerksame Bedienung des Serviceteams und natürlich die kulinarischen Meisterwerke, die mit Leidenschaft und Hingabe von Eneko Atxa und seinem Team kreiert werden, sorgen für ein wahres Fest der Sinne und berühren Körper, Geist und Seele gleichermaßen. Wir freuen uns auf das nächste Mal!

Spargel in verschiedenen Texturen.
Der aromatisierte Txakoli versteckt sich in dieser Vase.
Mit Kräutern aus dem eigenen Garten aromatisierter Txakoli Weisswein.
Seeigel in verschiedenen Texturen.
Lachsforelle in verschiedenen Texturen.
Kaviar Maki.
Lachs Maki.
Auster mit Meeresgranita, Algen und Sprossen.
Getrocknete Algen. Alkoholfreier Wermut.
Garnelen auf einer Kräuter Essenz.
Milchbrot.
Junge Erbsen vermischt mit einem Iberico Schinken Gel und einem ...
… Saft aus fermentierten Schoten.
Essenz und Aromen aus dem Wald.
Gegrillter Hummer auf einer Paprika Essenz.
Hausgemachtes Sauerteig Brot aus Maismehl.
Fettiger Thunfisch auf einem Gemüseeintopf und einer Schweinehaxen Reduktion.
Iberisches Schweinebäckchen auf Duxelle (dies ist eine würzige Farce aus fein gehackten, pürierten oder gemahlenen Pilzen) und frischen Sommertrüffeln.
Armer Ritter einmal anders interpretiert. In Form eines Hörnchens mit einer Met Creme Füllung.
Kaffee und Karamell Toffee in verschiedenen Texturen.
Petit Fours.

Azurmendi, Legina Auzoa, s/n, 48195 Larrabetzu, Spanien, Telefon: 0034 944558866, www.azurmendi.biz

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Rebsorten

Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Kabinett 2023 #03

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Kabinett, fruchtsüß)

Riesling Graacher Domprobst Kabinett #03 · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–75 % 2023

Der Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Kabinett #03 2023 stammt aus einer der besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett mit typischer Schiefermineralität.


Graacher Domprobst – Steillage über der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Domprobst liegt oberhalb von Graach und gehört zu den besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Die nach Südwest bis Süd-Südwest ausgerichteten Weinberge fallen mit 45 bis 75 % Neigung zur Mosel ab (110–260 m) und bestehen aus Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil – die Grundlage für Mineralität und gutes Wasserspeichervermögen. Ein besonderes Merkmal sind die teils noch erhaltenen wurzelechten Reben, die über 100 Jahre alt sein können und maßgeblich zur Komplexität beitragen. Schon der Trierer Domprobst sicherte sich im 18. Jahrhundert Anteile der Erträge.

Jahrgang 2023 – Graach (Mosel)

2023 war an der Mosel ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Die Blau- und Grauschieferböden und das windgeschützte Mikroklima der Domprobst bewahrten Frische, klare Frucht und feine Schiefermineralität – ideale Voraussetzungen für einen filigranen, fruchtsüßen Kabinett.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüßer Riesling Kabinett (#03) aus der Graacher Domprobst, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer.

Nach selektiver Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure des Kabinetts bewahrt.

Im Glas

Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett: Apfel und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, florale Anklänge und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem frischen, mineralischen Nachhall.

Apfel, Zitrus und weißer Pfirsich über floralen Anklängen und feiner, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.

Ein verspielt-fruchtiger, langlebiger Mosel-Kabinett. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer Küche und Currys, zu Fisch und Meeresfrüchten sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Graacher Domprobst (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-West- bis Süd-Süd-West-Steillage, 45–75 % Neigung, 110–260 m; Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil; teils wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben
Klassifikation: Riesling Kabinett, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

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Rebsorten

Domaine Pierre Vincent Savigny-les-Beaune Aux Vergelesses 1er Cru 2024

Weißwein · Savigny-lès-Beaune 1er Cru (Côte de Beaune) · Chardonnay

Chardonnay Savigny-lès-Beaune 1er Cru Aux Vergelesses (blanc) Domaine Pierre Vincent 0,58 ha · gepflanzt 1989/1999 Ton & Kalk · oben am Hang ~15 % Neuholz · ~12 Mon. Fass + 6 Mon. Tank 2024

Der Domaine Pierre Vincent Savigny-lès-Beaune 1er Cru „Aux Vergelesses" blanc 2024 ist ein rarer weißer Premier Cru. Pierre Vincent – zuvor prägend bei der Domaine Leflaive und der Domaine de la Vougeraie – gewinnt aus diesem hoch am Hang gelegenen Climat einen dichten, salzig-mineralischen Chardonnay von großer Spannung.


Aux Vergelesses – rarer weißer 1er Cru

Pierre Vincent zählt zu den angesehensten Winzern des Burgund: von 2006 bis 2016 Technischer Direktor der Domaine de la Vougeraie, danach bis Ende 2024 Kellermeister und Geschäftsführer der Domaine Leflaive in Puligny-Montrachet. 2023 übernahm er mit Partnern die Domaine des Terres de Velle in Auxey-Duresses und benannte sie in Domaine Pierre Vincent um – ein kleines Gut über rund zwanzig Appellationen der Côte de Beaune, mit Reben von durchschnittlich rund 60 Jahren aus Massenselektion, ohne Herbizide bewirtschaftet und parzellenweise vinifiziert.

In Savigny-lès-Beaune liegt der Climat Les Vergelesses oben am Hang und ist in Chardonnay eher selten – die meisten Vergelesses-Parzellen tragen Pinot Noir. Vincents Parzelle misst 0,58 Hektar (gepflanzt 1989 und 1999) auf ton- und kalkgeprägtem Boden. Die südexponierte, luftige Höhenlage bewahrt Frische und Energie und verleiht dem Wein Spannung, Tiefe und mineralische Präzision.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

2024 war im Burgund ein kühleres, feuchtes Jahr. Auf einen milden, nassen Winter folgten früher Austrieb und ein feucht-kühles Frühjahr mit Frost- und Hagelrisiko sowie hohem Krankheitsdruck; die Blüte verlief uneinheitlich. Ein trockenerer Sommer brachte eine langsame Reife, die Lese fiel spät aus, mit strenger Selektion und teils stark reduzierten Erträgen. Die Mostgewichte blieben moderat – die Weißweine zeigen sich klar und fein, mit pikanter Frische, kühler Eleganz und lebendiger Säure.

Ausbau

Trockener Savigny-lès-Beaune 1er Cru aus dem Climat Aux Vergelesses, Jahrgang 2024; 100 % Chardonnay von ton- und kalkgeprägtem Boden.

Nach langem, sanftem pneumatischem Pressen und einer Nacht Vorklärung beginnt die alkoholische Gärung teils im Edelstahltank; anschließend wird der Most für die malolaktische Gärung ins Fass gelegt (rund 15 % Neuholz) und zwölf Monate im Holz ausgebaut. Danach folgen etwa sechs Monate im Edelstahltank, um Frische und Spannung zu bewahren, bevor der Wein gefüllt wird. Die Reben werden ohne Herbizide bewirtschaftet.

Im Glas

Ein energiegeladener weißer 1er Cru: weißer Pfirsich und Zitrus, dazu weiße Blüten, ein Hauch Haselnuss und eine feine, salzig-jodige sowie kalkige Mineralität. Am Gaumen präzise und spannungsreich, mit dezenter, cremiger Textur aus dem Fassausbau, lebendiger Säure und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Weißer Pfirsich, Zitrus und weiße Blüten über Haselnuss und salzig-kalkiger Mineralität – präzise und spannungsreich, mit feiner cremiger Textur, lebendiger Säure und langem Nachhall.

Ein präziser, energiegeladener weißer 1er Cru mit gutem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Jakobsmuscheln und Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Aux Vergelesses, Savigny-lès-Beaune 1er Cru, Côte de Beaune (Burgund); oben am Hang, Ton und Kalk; Parzelle 0,58 ha, gepflanzt 1989/1999
Klassifikation: Savigny-lès-Beaune Premier Cru, AOC (trocken); 100 % Chardonnay
Ausbau: sanfte Pressung, alkoholische Gärung teils im Tank, malolaktische Gärung im Fass (~15 % Neuholz), ~12 Monate Fass, danach ~6 Monate Tank; Bewirtschaftung ohne Herbizide

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Rebsorten

Cantina Angiuli Donato Primitivo Puglia Rosso

Rotwein · Primitivo · Apulien · Altreben

Angiuli Donato Primitivo Puglia ist ein kraftvoller, würziger Rotwein aus Apulien. Er wird aus sehr alten Primitivo-Klonen gekeltert, die wenig, dafür konzentrierte Frucht tragen. Das Weingut Angiuli Donato sitzt in der Provinz Bari im Süden Italiens. Im Glas ein dunkler, sortentypischer Primitivo mit intensiver Würze.


Apulien

Die Trauben stammen aus Apulien (Puglia) im Süden Italiens. Das heiße, sonnige Mittelmeerklima bringt vollreife Primitivo-Trauben hervor. Für diesen Wein werden sehr alte Klone genutzt, deren geringe Erträge für Konzentration und Tiefe sorgen; der Wein trägt die Herkunft Puglia IGP.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Primitivo von sehr alten Reben. Nach der Handlese folgen schonende Pressung und eine Maischegärung bei kontrollierter Temperatur. Der Ausbau erfolgt im Edelstahl, was die kräftige, reife Frucht in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase intensiv würzig, mit reifer Frucht und Kräuternoten. Am Gaumen getragen von Pflaumenkompott und reifen Früchten, kraftvoll und zugleich geschmeidig. Der Nachhall ist sehr lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine kurze Belüftung tut ihm gut.

Klassische Begleitung: gegrilltes und geschmortes Fleisch, kräftige Pastagerichte und gereifter Käse.


Lage: Apulien (Provinz Bari), Italien
Klassifikation: Puglia IGP – Primitivo
Ausbau: Edelstahl

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Spanien

Envinate Táganan Teneriffa tinto 2023

Rotwein · Teneriffa (Kanaren) · Field Blend

Listán Negro · Listán Gaucho · Moscatel Negra Teneriffa · Táganan (Anaga) Envínate Vulkanböden · wurzelechte Reben offene Zementtanks 8 Monate Barrique 2023

Der Envínate Táganan Tinto 2023 ist eine hochspannende Cuvée von der wilden Nordostküste Teneriffas – ein „anderer" Rotwein, vibrierend und fordernd, mit präsenter Mineralität. Leicht gekühlt und blind verkostet erinnert er eher an einen Weißwein. Ein Rotwein mit unentdeckten Aromen.


Táganan – Vulkanreben über dem Atlantik

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Táganan ist der alte Name des rauen Weinbaugebiets im Nordosten Teneriffas, geschützt vom Anaga-Massiv. Hier wachsen uralte, wurzelechte Reben (die Reblaus erreichte die Kanaren nie) auf primärem Vulkangestein, an Klippen direkt über dem Atlantik. Ein Field Blend einheimischer Sorten – hier mit Listán Negro, Listán Gaucho und Moscatel Negra als Rückgrat – ergibt einen Rotwein von unverwechselbarem, vulkanisch-salzigem Charakter.

Jahrgang 2023 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die Vulkanböden Teneriffas prägen auch 2023 einen frischen, mineralisch geprägten Rotwein mit klarer Frucht, lebendiger Säure und salziger Spannung – leicht, tief und vibrierend zugleich, ganz im puristischen Stil von Envínate.

Assemblage und Ausbau

Field Blend mit Listán Negro, Listán Gaucho und Moscatel Negra als Rückgrat, aus dem Jahrgang 2023, Teneriffa (Kanaren), trocken.

Fermentiert wurde in offenen Zementtanks, anschließend acht Monate Ausbau in 228- und 500-Liter-Barriques. Minimal-invasiv, mit Wildhefen.

Im Glas

Frische Frucht nach Maulbeeren, Flieder, roten Johannisbeeren und Pfeffer, dazu leicht laktische Töne im Duft. Im Geschmack gesellen sich Kräuter und Würze hinzu; auch salzige Komponenten lassen sich nicht leugnen. Äußerst vibrierend und fordernd, mit einer präsenten Mineralität im Abgang. Leicht gekühlt und mit verbundenen Augen genossen, erinnert er eher an einen Weißwein als an einen Tinto – ein Rotwein mit unentdeckten Aromen.

Äußerst vibrierend und fordernd, mit präsenter Mineralität – blind verkostet eher Weißwein als Tinto.

Sollte vor dem Genuss dekantiert werden. Leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und hellem Fleisch, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu Tapas und mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, Táganan (Anaga, Kanaren, Spanien); primäres Vulkangestein an Atlantik-Klippen, uralte wurzelechte Reben
Klassifikation: Rotwein (Field Blend), Teneriffa; Listán Negro, Listán Gaucho, Moscatel Negra u. a. (trocken)
Ausbau: Gärung in offenen Zementtanks, 8 Monate in 228- und 500-l-Barriques; minimal-invasiv, Wildhefen

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Weine

Domaine La Cadenière Léonie Coteaux d´Aix en Provence blanc BIO

Weißwein · Coteaux d'Aix-en-Provence · Provence · Bio

Domaine La Cadenière Léonie Coteaux d'Aix-en-Provence Blanc ist eine florale Bio-Weißwein-Cuvée aus Sauvignon Blanc, Clairette und Rolle (Vermentino) aus der Provence. Im Glas frische Aromen von Zitrus, Lindenblüten und Apfel. Am Gaumen frisch und knackig mit leichter Mineralität.


Coteaux d'Aix-en-Provence

Die Coteaux d'Aix-en-Provence in Südfrankreich bietet beste Bedingungen für frische, aromatische Weißweine. Das mediterrane Klima und die kalkgeprägten Böden verleihen dem Wein Frische und eine feine Mineralität. Der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-10).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Sauvignon Blanc, Clairette und Rolle (Vermentino). Der Ausbau stellt die frische, florale Aromatik in den Vordergrund und bewahrt die knackige Frische des Weins.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase floral, mit Zitrus, Lindenblüten und Apfel. Am Gaumen frisch und knackig, mit leichter Mineralität. Der Abgang ist klar und animierend.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Salate und mediterrane Vorspeisen.


Lage: Coteaux d'Aix-en-Provence, Provence (Frankreich)
Klassifikation: Coteaux d'Aix-en-Provence AOP – Blanc
Ausbau: Sauvignon Blanc/Clairette/Rolle, fruchtbetonter Ausbau

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Australien

Noon Reserve Shiraz 2020

Rotwein · Langhorne Creek · Shiraz

Shiraz Langhorne Creek Reserve 20 Rows · Outback Block Drew Noon MW 18 Monate Barrique (30–40 % neu) 2020

Der Noon Reserve Shiraz 2020 ist die kultige Shiraz-Spitze des Hauses – aus einer winzigen Ernte mit besonderer Konzentration, groß und tiefgründig, dabei von ausgezeichneter Balance. Ein Wein, der Intensität mit Finesse verbindet.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon gehört zu den absoluten Old-School-Weingütern – schon immer handgemacht. Drew Noon, einer der wenigen Masters of Wine Australiens, übernahm das Gut 1996 und gibt zu jeder Ernte ganz klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat. Sein Ansatz: Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse, minimaler Eingriff im Keller, ungeschönt und ungefiltert.

Während der Eclipse von den estate-eigenen Grenache-Reben in McLaren Vale stammt, kommt der Reserve Shiraz seit dem ersten Jahrgang 1997 zu 100 % aus dem Borrett-Vineyard in Langhorne Creek. Der 2020er stammt von den Blocks „20 Rows" und Outback. Die wurzelechten Reben des „20 Rows"-Blocks (gepflanzt 1962) wachsen auf der Bremer-River-Flutebene auf tiefem, alluvialem Lehm – ein einzigartiges Terroir, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts bewirtschaftet wird und kleine, tiefschwarze, aromatische Beeren hervorbringt.

Jahrgang 2020 – Langhorne Creek

Der 2020er stammt aus einer winzigen Ernte, die durch die kleinen Beeren einen zusätzlichen Grad an Konzentration mitbringt. Der Reserve Shiraz ist bewusst ein vollmundiger, generös aromatischer Wein – wer elegante, leichte bis mittelkräftige Rotweine bevorzugt, ist hier nicht richtig.

Drew Noon selbst sagt zum 2020er: „Er kommt aus einer winzigen Ernte, mit einem zusätzlichen Grad an Konzentration durch die kleinen Beeren in diesem Jahr. Er hat große Aromentiefe und ein langes, festes Finale. Er ist groß, aber die Balance ist ausgezeichnet, und ich liebe die Art, wie dieser Wein Intensität mit Finesse verbindet. Er passt perfekt zu langsam geschmortem Winteressen – man denke an Geschmacksrichtungen wie Sojasauce, Rotweinreduktionen und Steinpilze." (Verkostungsnotiz: Drew Noon.)

Ausbau

Reinsortiger Shiraz aus dem Jahrgang 2020, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit Handstampfen zur schonenden Farb- und Tanninextraktion, anschließend Pressung von Hand in der Korbpresse. Reife über 18 Monate in kleinen 300-Liter-Fässern aus französischer und amerikanischer Eiche, davon rund 30–40 % neu – für Komplexität und Struktur, ohne die Frucht zu dominieren. Auf dem Gut vinifiziert und abgefüllt, ungeschönt und ungefiltert.

Im Glas

Ein großer, konzentrierter Shiraz: tiefdunkle Frucht, ergänzt um würzige und herzhafte Noten, etwas Mokka und feine Röstaromen vom gut eingebundenen Barrique. Am Gaumen große Tiefe und Fülle, dabei keineswegs plump – die feste Struktur und das lange Finale geben dem Wein Halt, während er Intensität und Finesse auf besondere Weise verbindet.

Groß, aber von ausgezeichneter Balance – die Art, wie dieser Wein Intensität mit Finesse verbindet.

Schon jetzt zugänglich, aber für die lange Reife über viele Jahre gebaut; profitiert deutlich vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Perfekt zu langsam geschmortem Winteressen – etwa zu Gerichten mit Sojasauce, Rotweinreduktionen und Steinpilzen, zu kräftigem rotem Fleisch und Schmorbraten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Langhorne Creek (South Australia, Australien); Borrett-Vineyard, Blocks „20 Rows" (gepflanzt 1962) und Outback, Bremer-River-Flutebene, tiefer alluvialer Lehm, wurzelecht
Klassifikation: Langhorne Creek, Shiraz (Reserve), trocken
Ausbau: 100 % Shiraz; Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit Handstampfen, Korbpresse, 18 Monate 300-l-Barrique (franz./amerik., ~30–40 % neu); ungeschönt, ungefiltert

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Schaumweine

Franck Bonville Champagner Unisson Grand Cru Blanc de Blancs

Der Franck Bonville Unisson Grand Cru Blanc de Blancs bringt Avize und Oger in einer Flasche zusammen. Weich, buttrig und frisch zugleich – der Champagner für alle, die Brioche lieber mögen als Zitronenschärfe.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlage. In der Nase frisch gebackene Brioche, Butter und Mandel, darunter kühle Kreide. Am Gaumen weich und rund, fast cremig. Eine lebendige Frische zieht sich bis in das lange Finale und verhindert, dass er jemals schwer wirkt.

Mach was draus

Ein Hummerbrötchen, Fish and Chips mit Trüffelmayo oder Hähnchen-Fingerfood beim Afterwork. Zu Geflügel in Sahnesoße passt er ebenso. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Er ist mein Aperitif-Champagner für Gäste, die Champagner sonst zu sauer finden. Und wenn es danach Fisch oder Geflügel gibt, bleibt er einfach im Glas.“

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Kurz gefragt

Ist Unisson Brut oder Extra Brut? Extra Brut: Der Steckbrief nennt nur 2,5 g Restzucker pro Liter. Die Cremigkeit kommt aus der Hefereife, nicht aus Zucker.

Was unterscheidet ihn vom Grand Cru Blanc de Blancs Brut? Unisson ist eine Auswahl der besten Chardonnay-Partien aus Avize und Oger und trockener dosiert. Der Brut ist der klassische Einstieg ins Haus.

100 % Chardonnay · Grand Cru Avize und Oger · Méthode Traditionnelle · Extra Brut, 2,5 g/l Restzucker · Champagne Franck Bonville, Avize · Stand: Oktober 2026

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Weine

Ruppert-Leroy Champagne Fosse Grely brut nature BIO

Der Ruppert-Leroy Fosse-Grely Brut Nature kommt aus der ältesten Lage der Familie: La Fosse, unten am Hang, mit rotem Ton über einer Kalkplatte. Pinot Noir und Chardonnay zu gleichen Teilen, aus eigener Massenselektion – der klassische Einstieg in das Haus.

Im Glas

Helles Gold, natürliche, feine Perlen. Cremige Textur, darunter eine klare, salzige Mineralität. Am Gaumen präzise und tief, gut gebaut und mit Zug. Der Pinot Noir bringt Körper, der Chardonnay Frische. Ein langer, salziger Nachhall.

Mach was draus

Ein Apéro mit Gougères, Muscheln, gebratene Forelle, Hühnchen mit Estragon oder ein Stück Langres. Er ist ein Champagner für Freunde, die Naturwein mögen und neugierig auf Champagner ohne Zusätze sind. Gut für ein entspanntes Abendessen, bei dem man über den Wein ins Gespräch kommt. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Fosse-Grely ist mein Lieblingsbeweis, dass Naturchampagner nicht kompliziert sein muss. Er schmeckt einfach gut.“

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Kurz gefragt

Woher kommt der Name? Von der Parzelle La Fosse in Essoyes. Dort stehen rund 30 Jahre alte Reben aus eigener Massenselektion.

Wie wird er ausgebaut? Neun Monate auf der Hefe in Fässern und Halbstückfässern, danach 18 bis 20 Monate in der Flasche. Ohne Dosage und ohne zugesetzten Schwefel.

50 % Pinot Noir, 50 % Chardonnay · Lage La Fosse, Essoyes · roter Ton über Kalk, Süd-Südost · Massenselektion, Reben ca. 30 Jahre · Spontangärung, 9 Monate auf der Hefe in Fässern und Halbstückfässern · biologischer Säureabbau · 18–20 Monate Flaschenreife · ungeschönt, unfiltriert, ohne Schwefelzusatz · Jahrgang 2022 · Brut Nature, 0 g/l Restzucker · Champagne Ruppert-Leroy, Essoyes · Bio, FR-BIO-10 · Stand: Oktober 2026

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