Azurmendi – Larrabetzu – Spanien

Azurmendi – Larrabetzu – Spanien

Innovation und neues Wissen kann nur durch akribische Forschung erfolgen. So verhält es sich auch bei der Kochkunst. Musste der Mensch zu Beginn seines Daseins noch prüfen, ob die Beeren und Kräuter für ihn giftig oder nicht waren, kam schon schnell das Feuer mit ins Spiel und der Speiseplan des Homo Sapiens konnte deutlich aufgerüstet werden. Seit ein paar Jahrzehnten haben dann moderne Köche Lebensmittel so gut analysieren und erforschen können, dass es keine Geheimnisse von deren Zusammensetzung mehr gibt. Mit solch einem Wissensschatz geht auch der baskische Koch Eneko Atxa schon seit Jahren in seinem Restaurant Azurmendi an den Start. Er verfügt zudem für seine Kompositonen über die besten Zutaten von Land und Meer. Salate, einige Obstsorten sowie das Gemüse werden zudem direkt vor Ort rund um und auf dem Restaurantdach angebaut. Frischer geht es nicht! Eneko Atxa forscht und probiert in seiner Küche aber auch weiter und versucht so, neue Geschmackswelten zu kreieren. So entsteht eine Art Genuss- Märchenwelt, wo der Gast neben neuen Texturen andersartige Aromen aufnehmen und ergründen kann. Nicht alles erschliesst sich dem Geniesser auf den ersten Bissen, aber der Fluss an Innovationen und die Liebe zur Gastronomie schwebt wie eine gute Seele mit.

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Der Picknickkorb im Eingangsbereich beinhaltet dieses mal: Aal mit Anchoviscreme in gebackenem Brioche. Klares Tomatengelee. Txakoli/Mango Praline. Alles sehr präzise arrangiert, voller Geschmack.

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Der nächste Gang führte dann in die Küche. Dort gab es wie immer ein paar Erklärungen zu den einzelnen Arbeitsbereichen und Abläufen. Die Brigade zeigte sich, wie immer im Baskenland, preussisch diszipliniert und begrüsste und verabschiedete sich lautstark im Chor von den Gästen. Die Küche ist für den Basken ein heiliger Ort und dem Gast wird hier größtmöglichen Respekt gezollt. Damit keiner bei dieser Prozedur verhungert, gab es als Appetizer noch schmackhafte kleine Haselnuss- Gänseleber Pralinen, die von einem kleinen Bäumchen als Frucht gepflückt werden mussten. Zum Nachspülen gab es Hibiskusblütensaft. Interessant, wie hier die Hibiskusblüten für Frische und Säure im Mundraum sorgten und den intensiven Gänselebergeschmack zart umhüllten.

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Der nächste Gang führt dann in den sogenannten grünen Garten, ein hier neu erschaffenes Refugium, wo die nächsten kleinen Häppchen und Überraschungen gereicht wurden. An verschiedenen Stationen werden verschiedene Kleinigkeiten erst erklärt, dann angeboten und dann auch schnell verputzt. Als erstes wird ein malziger Mais Popcorn Drink gereicht. Sehr intensiv, einem starkem Ale Bier vom Geschmack her nicht unähnlich. Der Popcorn Mais bringt noch eine feine Süße in diesen süffigen Starter. Dann folgte ein Basilkum-Roquefort Käse- Macaron, der ohne Frage gut schmeckte, aber eine kleine zu intensive Geschmacksnerven- Attacke startete. Grossartig dann die fluffige Zuckerwatte vom weissem Spargel. Hier zeigt sich dann auch, dass Innovation fantastische neue Genussmomente erschaffen kann. Zart, leichte Süße, schnell im Mund sich pulverisierend und dann ein sehr langer, intensiver Nachhall vom besten weissen Spargel. Top! Bevor es dann in den Speiseraum und zum eigentlichen Menü ging, gab es noch ein paar künstliche Blätter mit Steinpilzaromen. Gut im Geschmack, toll in der knusprigen, sehr feinen Konsistenz der Blätter, und auch die leichte Süße machte diesen Kunstblättern nicht zu schaffen.

Azurmendi_Larrabetzu_Spanien_6Malz-Popcorn Drink.

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Azurmendi_Larrabetzu_Spanien_8Basilkum-Roquefort Käse Macarcon.

Azurmendi_Larrabetzu_Spanien_9Spargel Zuckerwatte.

Azurmendi_Larrabetzu_Spanien_10Steinpilzblätter.

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Ein guter Vermouth ist in Spanien ein Aperitif Klassiker und wird natürlich immer mit Oliven gereicht. Eneko Atxa kreierte aus dieser Vorlage geeiste Oliven mit einer Wermutfüllung und beweist nicht nur Sinn für Humor, sondern auch ein Händchen für neue Texturen zu diesem Thema. Dass kurz nach so einem „anderen Aperitif“ sich sofort der Hunger einstellt, versteht sich natürlich von selbst.

 

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Einer der Klassiker im Restaurant Azurmendi ist immer das von innen nach außen getrüffelte Ei; dieses wird praktischerweise mundgerecht und zum schnellen Verzehr auf einem Löffel serviert. Der Geschmack ist bekannt und verbindet die vollmundigen erdigen Kombination von Trüffel und Eigelb in Vollendung.

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Dass aus Milch gewonnene Brot gehört auch zu den wirklich leckeren Kleinigkeiten im Azurmendi. Bevor man sich versieht, sind diese andersartigen Brotelemente schon auf den Weg hinunter in den Körper.

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Mit der ganz kurz im Dampf pochierten Auster auf Austern Tartar, Seetang beginnt dann das Menü wahrlich furios. Die sehr große, noch nach Meeressalz schmeckende Auster entpuppt sich auch als jodig klar und bietet einen sehr frischen und langen Nachhall im Abgang. Nur die beigelegte falsche Auster aus Seetang in Tempura ausgebacken wäre bei diesem tollen Gericht nicht nötig gewesen, da hier außer einer gewissen Matschigkeit der Beilage nichts zu erschmecken war.

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Mit dem Geschmack vom Seeigel kommt nicht jedermann klar, da seine Intensität, Reinheit und Länge abschreckend wirken kann. Hier im Azurmendi gab es den Seeigel dann sogar in vier verschiedenen Texturen: pur, als Emulsion, als Saft und in Form einer Creme. Alles äußerst streng, leicht adstringierend und bitter, aber immer genial am Produktgeschmack dran geblieben. Quasi ein Seeigel de luxe Gang für Fetischisten dieser Meerestiergattung. Es hat sehr gut geschmeckt!

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Die al dente gekochten, wilden Bergerbsen schmeckten so wie sie auch aussehen: so frisch als ob sie gerade geerntet wurden, außen leicht knackig und innen butterweich. Viele grüne Aromen gesellen sich dazu und machen „einfache“ Erbsen einmal wieder zu einem wahren Gaumenorgasmus. Die beigelegten Heringsroggen bringen den salzigen Geschmack in dieses zauberhafte Gericht. Sehr gut!

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Ein perfekt gegarter Hummer mit kräftigem, nussigen Geschmack wird liebevoll in einem Krustentier Sud serviert. Ein top Produkt ohne Fehl und Tadel. Auch die Hummer Majonaise passt hervorragend dazu. Nicht zu verbessern!

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Bäuerlich im Geschmack und modern in seiner Art ist dann das frittierte Spanferkel mit dreierlei baskischen Bergkäsen in verschiedenen Texturen. Das zarte, leicht faserige Ferkel besticht durch einen wilden und zarten Gesamteindruck, die Panade ist hauchfein gebacken und die Käsesorten unheimlich intensiv, stark adstringierend und voller Säurespiel. Der Gaumenkick kommt durch die Verbindung der unterschiedlichen Zutaten. Der Käse alleine wirkt etwas einfach und stumpf. Durch die Verbindung mit dem zarten Spanferkel ergibt sich allerdings eine Art Edel Cordon Bleu für Fortgeschrittene. Gerade in der Nachbetrachtung einfach nur fantastisch!

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Bei dem Kirchererbsen Eintopf, der dann folgte, handelt es sich ohne Frage um eines dieser Speisen, die auch schon die Großmutter in einem gussartige Topf über dem Feuer zubereitet hat. Mehlige Kichererbsen werden hier in einer Reduktion aus Kabeljauinnereien serviert. Dass auch moderne Kochelemente bei diesem Gang nicht zu kurz kommen, zeigt die krosse Kartoffelhülle, welche mit einer Emulsion wilder Bergkräuter gefüllt wurde. Auch das kann nicht besser gekocht werden!

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In vielen Restaurants bauen dann die Hauptgänge leider etwas ab. Ob dies daran liegt, dass ein erstes Sättigungsgefühl einsetzt, die Reizüberflutung dieser Köstlichkeiten im Hirn einfach nicht mehr verarbeitet werden kann oder ob die Konzentration in der Küche abnimmt. Wie dem auch sei, der Seeteufel in Iberico Kruste war zwar perfekt zubereitet, es fehlte aber einfach die Seele. Auch die Artischocken Komponente und das Basilikum Püree wirkten ein wenig blass und blieben hinter den hohen Erwartungen zurück.

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Die Spitzengastronomie und die Taube sind untrennbar miteinander verbunden. Die Taube als Hauptgang hat im Azurmendi deshalb auch schon eine große und lange Tradition und in der Regel wird daraus auch immer einer der besten Gänge des Menüs. Konnten die Tauben Consommé und die Taubenleber als Beilagen auch noch überzeugen, zeigte sich der eigentliche Hauptdarsteller doch ein wenig zäh und gummiartig in seiner Konsistenz. Hier ist an diesem Tag irgend etwas schief gelaufen.

Azurmendi_Larrabetzu_Spanien_24Taubenleber.

Azurmendi_Larrabetzu_Spanien_25Tauben Consommé.

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Frisch und leicht mit Frucht und Gemüse geht es dann in das erste Dessert hinein. Ananas, Kardamom und Sellerie machen den Mund sauber und bilden mit einem guten Säuregerüst auch die Lust auf mehr Desserts.

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Das beste Dessert an diesem Mittag folgte dann in Form mehrerer Joghurt Variationen mit Honig und verschiedenen Gewürzen. Leicht in seiner Art, kaum Süße und auch von den Texturen her spannend.

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Das Erdnuss-Schokoladen Schlussdessert sorgt dann doch noch einmal dafür, dass die Kalorienbombe zuschlägt. Die Sättigungsgrenze ist nun erreicht und es gehen gerade noch so eben die Petit Fours in den nun gebeutelten Körper. In Erinnerung bleibt einmal wieder ein tolles, großartiges Menü mit vielen Innovationen und einer Taube, die beim nächsten Mal sicherlich wieder viel besser sein wird.

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IMG_6617Das Beste gibt es dann noch zum Schluss als Geschenk des Hauses. Ein Säckchen Erbsensamen zum selber anpflanzen …

 

Azurmendi
Legina Auzoa, s/n
48195 Larrabetzu
Spanien
Telefon: 0034 944558866
www.azurmendi.biz

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Weine

Georges Laval Cumières Premiere Cru Brut Nature BIO

Champagner · Cumières Premier Cru · Cuvée · Brut Nature · Bio

Georges Laval Cumières Premier Cru Brut Nature ist die Signatur-Cuvée des Bio-Hauses Georges Laval aus dem Premier-Cru-Terroir Cumières. Die Weinberge werden mit viel Feingefühl und Handarbeit gepflegt, mit kompromisslosem Fokus auf optimale Reife. Ohne Dosage und ohne künstliche Einflussnahme abgefüllt, ist er pur und unverfälscht – ein echter Georges Laval.


Cumières

Cumières liegt in der Vallée de la Marne und ist als Premier Cru klassifiziert. Das Terroir bringt ursprüngliche Aromen und eine charakteristische Tiefe hervor. Georges Laval bewirtschaftet die Reben naturnah und ökologisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Chardonnay, Pinot Noir und Meunier aus Cumières. Der Ausbau erfolgt über acht Monate natürlich im Eichenfass, was Tiefe und ursprüngliche Aromatik betont. Abgefüllt ohne Dosage als Brut Nature, ohne künstliche Einflussnahme.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. Ein harmonisch balancierter Champagner, pur und unverfälscht, mit der charakteristischen Tiefe und Mineralität des Cumières-Terroirs. Der Abgang ist lang und klar.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel und feine Vorspeisen.


Lage: Cumières, Premier Cru, Vallée de la Marne (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Premier Cru, Brut Nature
Ausbau: 8 Monate Eichenfass, ohne Dosage

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Länder/Regionen

Chateau Latour 2010

Rotwein · Pauillac · Cabernet Sauvignon · Premier Grand Cru Classé

Château Latour Grand Vin Pauillac ist einer der berühmtesten Rotweine der Welt – ein Premier Grand Cru Classé aus Pauillac am linken Ufer der Gironde. Der Grand Vin stammt ausschließlich aus alten Reben im berühmten „Enclos" mit einem Durchschnittsalter von rund 60 Jahren. Über 90 % Cabernet Sauvignon prägen die Assemblage. Im Glas Kraft, Tiefe und außergewöhnliche Alterungsfähigkeit.


Pauillac / Der Enclos

Der Grand Vin stammt aus dem „Enclos", dem ummauerten Kernstück des Weinguts in Pauillac. Die herausragenden Parzellen Gravettes, Sarmentier und Pièce du Château bringen Jahr für Jahr die charakteristischen Eigenschaften des kiesgeprägten Terroirs zum Ausdruck und prägen die Identität des Weins. Château Latour ist ein Premier Grand Cru Classé (1855).

Assemblage und Ausbau

Die Assemblage wird von Cabernet Sauvignon mit über 90 % dominiert, ergänzt um Merlot und kleine Anteile weiterer Médoc-Sorten. Der Wein reift im Barrique mit hohem Anteil neuer Eiche, was ihm Struktur, Tiefe und großes Reifepotenzial verleiht. Die Weine benötigen oft ein Jahrzehnt, um ihr volles Potenzial zu entfalten.

Im Glas

Tiefes, dunkles Rot. In der Nase ein komplexes Bouquet aus Cassis, dunkler Frucht, Zedernholz, Tabak und feinen Gewürzen. Am Gaumen kraftvoll, dicht und energiegeladen, mit großer Konzentration und feinkörnigem, reifem Tannin. Der Abgang ist sehr lang und von majestätischer Tiefe.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine lange Belüftung im Dekanter ist zu empfehlen. Der Wein entfaltet sein volles Potenzial erst nach Jahren der Reife und trägt über Jahrzehnte.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Wild und gereifter Hartkäse.


Lage: Enclos, Pauillac, Médoc (Bordeaux); Kiesböden
Klassifikation: Pauillac AOC – Premier Grand Cru Classé (1855)
Ausbau: Cabernet Sauvignon-dominiert (>90 %), Barriqueausbau (hoher Neuholzanteil)

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Länder/Regionen

La Baume Merlot Grand Châtaignier

Rotwein · Merlot · Languedoc · Frankreich

Domaine de la Baume Grand Châtaignier Merlot ist ein finessenreicher Merlot aus dem Languedoc in Südfrankreich. Mit komplexen Aromen zeigt er sich im Duft mit Pflaume und Vanille. Im Glas würzig-fruchtig, mit dunkler Beerenfrucht und einem Hauch Schokolade.


Languedoc

Die Domaine de la Baume liegt im Languedoc in Südfrankreich. Das warme, mediterrane Klima und die vielfältigen Böden bringen reife, fruchtbetonte Weine hervor. Der Wein trägt die Bezeichnung Pays d'Oc.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Merlot. Der Ausbau im Holzfass verleiht ihm zarte Vanille- und Kokosnussnoten sowie samtige, perfekt eingebundene Tannine.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase Pflaume und Vanille, dazu zarte Frucht- und Kokosnussaromen. Am Gaumen vereinen sich würzig-fruchtige Noten mit dunkler Beerenfrucht und einem Hauch Schokolade. Die Tannine sind spürbar samtig und perfekt eingebunden.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Rind, Grillfleisch, Pasta mit kräftigen Saucen und mittelreifer Käse.


Lage: Languedoc (Frankreich)
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Merlot
Ausbau: Merlot, Holzfassreife

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Schaumweine

Étienne Calsac Les Rocheforts Blanc de Blancs Premier Cru Extra Brut

Champagner · Bisseuil Premier Cru · Chardonnay · Extra Brut

Étienne Calsac Les Rocheforts Blanc de Blancs Premier Cru Extra Brut ist ein faszinierender Blanc de Blancs aus 100 % Chardonnay, der die Handschrift eines jungen, visionären Winzers trägt. Die Trauben stammen exklusiv aus einer Einzellage im Premier-Cru-Dorf Bisseuil in der Grande Vallée de la Marne. Anstehende Kreide mit östlicher Ausrichtung verleiht dem Wein Spannung und Mineralität. Im Glas puristisch und terroirgeprägt.


Bisseuil

Bisseuil liegt in der Grande Vallée de la Marne und ist als Premier Cru klassifiziert. Die Einzellage Les Rocheforts ist von anstehender Kreide und östlicher Ausrichtung geprägt, was dem Chardonnay eine bemerkenswerte Spannung und salzige Mineralität verleiht.

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay (Blanc de Blancs). Vergoren wird spontan, ohne Schönung und Filtration; der Ausbau erfolgt im präzisen Gleichgewicht aus 50 % gebrauchten Eichenfässern und 50 % Edelstahltank. Dosiert als Extra Brut.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. Ein puristischer, terroirgeprägter Champagner mit feiner Textur, salziger Frische und tiefem Charakter. Klar und komplex zugleich, mit langem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, Meeresfrüchte, Fisch und feine Vorspeisen.


Lage: Les Rocheforts, Bisseuil (1er Cru), Grande Vallée de la Marne (Champagne); Kreide, Ostlage
Klassifikation: Champagne AOC – Premier Cru, Extra Brut, Blanc de Blancs
Ausbau: Spontangärung, 50 % gebrauchtes Eichenfass / 50 % Edelstahl, unfiltriert

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USA

Pášxa River Rock Vineyard Grenache 2018

Wein · Rotwein · Walla Walla Valley · USA

The Walls Pášxa Grenache 2018 aus dem River Rock Vineyard zeigt ein leuchtendes, durchscheinendes Rubinpurpur und ein betörendes Bukett von Himbeere, Walderdbeere und Blaubeere, verwoben mit warmer Erde, Gewürzen und Anklängen von Kräutern der Provence. Mittel- bis vollgewichtig, rund und nahtlos; von Jeb Dunnuck mit 95 von 100 Punkten bewertet.


The Rocks District / Walla Walla

The Walls Vineyards aus dem Walla Walla Valley arbeitet unter dem renommierten Winemaker Todd Alexander. Die Frucht stammt aus dem River Rock Vineyard im The Rocks District of Milton-Freewater – einer für ihre steinigen, von Flussgeröll geprägten Böden berühmten Lage, die würzig-mineralische Rhône-Sorten hervorbringt. In Washington fertiggestellte Weine dieser Lage tragen die übergeordnete Walla Walla Valley AVA.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grenache. Die Gärung erfolgt in Beton und Stahl, der Ausbau in Großgebinden aus überwiegend gebrauchter französischer Eiche, sodass die strahlende Frucht und die mineralische Prägung der Lage im Vordergrund bleiben. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Leuchtendes, durchscheinendes Rubinpurpur. In der Nase Himbeere, Walderdbeere und Blaubeere, dazu warme Erde, Gewürze und Kräuter der Provence sowie ein Hauch der typischen „Rocks"-Würze. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, rund, geschmeidig und nahtlos, mit großer Reinheit der Frucht und langem Abgang. Lagerpotenzial von 10–12 Jahren.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein eleganter, würziger Begleiter.

Passt zu: Lamm, Geflügel, Wild, mediterranen Schmorgerichten und kräuterbetonten Speisen.


Lage: Walla Walla Valley AVA – The Rocks District, River Rock Vineyard (USA); The Walls Vineyards
Klassifikation: Walla Walla Valley – 100 % Grenache (Rocks District), trocken
Ausbau: Gärung in Beton/Stahl; Reifung in Großgebinden, überwiegend gebrauchte französische Eiche
Bewertung: Jeb Dunnuck 95/100 (Jahrgang 2018)

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Weine

Paul Mas Le Rosé

Wein · Roséwein · Pays d'Oc · Frankreich

Paul Mas Le Rosé ist ein floral-fruchtiger Rosé aus den Rebsorten Grenache Gris, Grenache Noir, Pinot Gris, Caladoc und Cinsault. Typisch sind seine saftige Struktur und die sommerliche Aromatik nach roten, reifen Früchten wie Erdbeere, Pfirsich und Himbeere.


Pays d'Oc / Languedoc

Das Pays d'Oc erstreckt sich entlang der Mittelmeerküste im Languedoc (Südfrankreich). Das mediterrane Klima mit viel Sonne und kühlenden Meeresbrisen bietet ideale Voraussetzungen für fruchtige, frische Rosés. Erzeuger ist Domaines Paul Mas.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Grenache Gris, Grenache Noir, Pinot Gris, Caladoc und Cinsault. Nach kurzem Schalenkontakt zur Gewinnung der zarten Farbe wird der Most schonend und kühl im Edelstahl vergoren, was die frische, fruchtbetonte Aromatik bewahrt. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Zartes Lachsrosa. In der Nase floral und fruchtig, mit Erdbeere, Pfirsich und Himbeere. Am Gaumen saftig und frisch, mit feiner roter Frucht, schöner Struktur und sauberem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif, Sommer- und Terrassenwein oder zum Essen.

Passt zu: Salaten, Antipasti, gegrilltem Gemüse, Fisch, hellem Fleisch und mediterraner Küche.


Lage: Pays d'Oc IGP, Languedoc (Frankreich); Domaines Paul Mas
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Cuvée aus Grenache Gris, Grenache Noir, Pinot Gris, Caladoc & Cinsault, trocken
Ausbau: kurzer Schalenkontakt, kühle Edelstahlgärung (fruchtbewahrend)

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Schaumweine

Guy Charbaut Bruit Blanc 1er Cru Brut

Wein · Champagner · Champagne · Frankreich

Guy Charbaut Blanc de Blancs Fig. 4 1er Cru ist ein Champagner, der es nicht eilig hat: Sieben Jahre liegt er auf der Hefe, bevor er das Licht der Welt erblickt – und das schmeckt man. Ein reinsortiger Chardonnay aus dem Premier-Cru-Dorf Bisseuil, der Mineralität und Spannung liefert, ohne laut zu sein.


Champagne / Bisseuil

Mareuil-sur-Aÿ ist der Stammsitz der Familie Charbaut, gegründet 1936 von André Charbaut und heute in dritter Generation geführt. Die Trauben für den Fig. 4 stammen ausschließlich aus Bisseuil, einem Premier-Cru-Dorf in der Grande Vallée de la Marne – klassifiziert, aber selten im Rampenlicht. Genau dort liegt die Stärke der Cuvée: ein Terroir, das Mineralität und Spannung liefert.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay (Blanc de Blancs). Basis ist die Ernte 2017, ergänzt durch 15 % Reserveweine aus mehreren Jahrgängen. Die Vinifikation erfolgt ausschließlich im Edelstahltank – kein Holz, keine Ablenkung vom Terroir –, gefolgt von sieben Jahren Hefelager in den historischen Kreidekellergewölben unter Mareuil-sur-Aÿ. Die niedrige Dosage lässt die Frucht sprechen. In der Geschmacksrichtung brut ausgebaut.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase weiße Blüten, frische Haselnuss und ein Hauch Zitrusschale. Am Gaumen straff strukturiert und zugleich cremig, salzig und präzise, mit einer Länge, die man in dieser Kategorie nicht selbstverständlich erwarten darf.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als ernsthafter Aperitif oder zum Essen. Trinkfenster: jetzt bis 2030+.

Passt zu: weißem Fisch, Jakobsmuscheln, Krustentieren und Geflügel.


Lage: Champagne, Grande Vallée de la Marne, 1er Cru Bisseuil (Frankreich); Guy Charbaut (Mareuil-sur-Aÿ)
Klassifikation: Champagne 1er Cru – Blanc de Blancs, 100 % Chardonnay, brut
Ausbau: Edelstahlvinifikation, 7 Jahre Hefelager, niedrige Dosage; Basis Ernte 2017 + 15 % Reserveweine

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Länder/Regionen

Thomas Morey Chassagne-Montrachet Morgeot 1er Cru 2023

Weißwein · Chassagne-Montrachet 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet 1er Cru Morgeot Bio 2023 13,00 % vol

Der Thomas Morey Chassagne-Montrachet Morgeot 1er Cru 2023 entsteht aus einer nur 0,40 Hektar kleinen Parzelle der größten und bekanntesten Premier-Cru-Lage Chassagnes – ein Chardonnay von besonderer Präzision und Spannung.


Morgeot – die Lage

Morgeot ist die größte und bekannteste Premier-Cru-Lage in Chassagne-Montrachet. Sie liegt am südlichen Ende der Appellation, oberhalb der Straße nach Santenay, und umfasst rund 58 Hektar mit zahlreichen traditionsreichen Teilparzellen wie La Boudriotte, Les Fairendes oder Tête du Clos. Das Terroir ist geprägt von ton- und kieshaltigen Böden über Bathonischem Kalkstein, ideale Voraussetzungen für kraftvolle, dichte Rotweine und strukturierte, charaktervolle Weißweine. Die sanft nach Südosten geneigte Lage profitiert von der Morgensonne und schützt die Reben vor kühlen Nächten. Der Name „Morgeot“ geht auf das lateinische Wort für „Grenze“ zurück, passend zur Lage am südlichen Rand des Côte-d’Or. Heute steht Morgeot für elegante Burgunder mit Tiefe, Ausdruck und Herkunft.

Aus einer nur 0,40 Hektar kleinen Parzelle, deren Reben 1974 und 2004 gepflanzt wurden, erzeugt Thomas Morey einen Chassagne-Montrachet von besonderer Präzision und Spannung. Seine Frucht stammt aus den Teilparzellen Les Fairendes und Les Brussonnes mit ihren raren weißen Kalkböden.

Burgund 2023 – Harmonie, Frische und Klasse

Der Jahrgang 2023 im Burgund zeigt sich als außerordentlich gelungen und überzeugt sowohl in Bezug auf Qualität als auch endlich einmal wieder auf die Menge. Nach einem milden Winter folgte ein Frühling mit kühlen und feuchten Bedingungen, immer wieder durchbrochen von warmen Tagen; eine intensive Hitzewelle im August beschleunigte die Reife und konzentrierte die Aromen, bevor der Regen Mitte September für zusätzliche Balance sorgte.

Die Weißweine des Jahrgangs 2023, insbesondere Chardonnay und Aligoté, präsentieren sich reif, aromatisch und sehr ausgewogen, mit intensiven Fruchtnoten von Birne, Pfirsich und weißer Aprikose. In ihrer noch jungen Phase zeigen sie sich ausgesprochen harmonisch und von ihrer klassischen Seite – Frische, Reife und Struktur auf beeindruckende Weise vereint.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, 13,00 % vol.

Spontangärung mit eigenen Hefen in einer Kombination aus neutralem Fass und Tank, natürliche malolaktische Gärung, Reife auf der Feinhefe ohne Bâtonnage über 16 bis 18 Monate. Nur rund 20 % neues Holz und minimaler, später Schwefeleinsatz geben dem Wein Raum und bewahren seine Reintönigkeit – eine puristische, terroirbetonte Vinifikation. Bio-zertifiziert.

Im Glas

Der Morgeot 1er Cru vereint die Charakterzüge der benachbarten Lagen in sich, elegant, schlank und straff mit viel Zug am Gaumen. In der Jugend noch zurückhaltend, entwickelt er mit etwas Reife ein faszinierendes Aromenspiel aus gelbem Steinobst, Zitruszeste und nassem Kalkstein.

Ein charaktervoller, tiefgründiger Chardonnay, der die mineralische Seite Chassagnes eindrucksvoll widerspiegelt und mit seiner Energie lange nachhallt.

In der Jugend noch verschlossen, gewinnt mit Flaschenreife; ideal nach drei bis fünf Jahren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Jakobsmuscheln, zu Steinbutt oder Seeteufel in feiner Sauce, zu Hummer und Langustinen, zu Bresse-Geflügel mit Morcheln sowie zu gereiftem Comté oder Beaufort.


Lage: Chassagne-Montrachet 1er Cru Morgeot (Les Fairendes / Les Brussonnes), Côte de Beaune (Frankreich); Ton-Kies über Bathonischem Kalkstein, 0,40 ha, Reben 1974/2004
Klassifikation: Chassagne-Montrachet 1er Cru AOC (Morgeot), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ~20 % Neuholz (228/350 l), 16–18 Monate, Feinhefe ohne Bâtonnage; Bio

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