Azurmendi – Larrabetzu – Spanien

Azurmendi – Larrabetzu – Spanien

Innovation und neues Wissen kann nur durch akribische Forschung erfolgen. So verhält es sich auch bei der Kochkunst. Musste der Mensch zu Beginn seines Daseins noch prüfen, ob die Beeren und Kräuter für ihn giftig oder nicht waren, kam schon schnell das Feuer mit ins Spiel und der Speiseplan des Homo Sapiens konnte deutlich aufgerüstet werden. Seit ein paar Jahrzehnten haben dann moderne Köche Lebensmittel so gut analysieren und erforschen können, dass es keine Geheimnisse von deren Zusammensetzung mehr gibt. Mit solch einem Wissensschatz geht auch der baskische Koch Eneko Atxa schon seit Jahren in seinem Restaurant Azurmendi an den Start. Er verfügt zudem für seine Kompositonen über die besten Zutaten von Land und Meer. Salate, einige Obstsorten sowie das Gemüse werden zudem direkt vor Ort rund um und auf dem Restaurantdach angebaut. Frischer geht es nicht! Eneko Atxa forscht und probiert in seiner Küche aber auch weiter und versucht so, neue Geschmackswelten zu kreieren. So entsteht eine Art Genuss- Märchenwelt, wo der Gast neben neuen Texturen andersartige Aromen aufnehmen und ergründen kann. Nicht alles erschliesst sich dem Geniesser auf den ersten Bissen, aber der Fluss an Innovationen und die Liebe zur Gastronomie schwebt wie eine gute Seele mit.

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Der Picknickkorb im Eingangsbereich beinhaltet dieses mal: Aal mit Anchoviscreme in gebackenem Brioche. Klares Tomatengelee. Txakoli/Mango Praline. Alles sehr präzise arrangiert, voller Geschmack.

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Der nächste Gang führte dann in die Küche. Dort gab es wie immer ein paar Erklärungen zu den einzelnen Arbeitsbereichen und Abläufen. Die Brigade zeigte sich, wie immer im Baskenland, preussisch diszipliniert und begrüsste und verabschiedete sich lautstark im Chor von den Gästen. Die Küche ist für den Basken ein heiliger Ort und dem Gast wird hier größtmöglichen Respekt gezollt. Damit keiner bei dieser Prozedur verhungert, gab es als Appetizer noch schmackhafte kleine Haselnuss- Gänseleber Pralinen, die von einem kleinen Bäumchen als Frucht gepflückt werden mussten. Zum Nachspülen gab es Hibiskusblütensaft. Interessant, wie hier die Hibiskusblüten für Frische und Säure im Mundraum sorgten und den intensiven Gänselebergeschmack zart umhüllten.

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Der nächste Gang führt dann in den sogenannten grünen Garten, ein hier neu erschaffenes Refugium, wo die nächsten kleinen Häppchen und Überraschungen gereicht wurden. An verschiedenen Stationen werden verschiedene Kleinigkeiten erst erklärt, dann angeboten und dann auch schnell verputzt. Als erstes wird ein malziger Mais Popcorn Drink gereicht. Sehr intensiv, einem starkem Ale Bier vom Geschmack her nicht unähnlich. Der Popcorn Mais bringt noch eine feine Süße in diesen süffigen Starter. Dann folgte ein Basilkum-Roquefort Käse- Macaron, der ohne Frage gut schmeckte, aber eine kleine zu intensive Geschmacksnerven- Attacke startete. Grossartig dann die fluffige Zuckerwatte vom weissem Spargel. Hier zeigt sich dann auch, dass Innovation fantastische neue Genussmomente erschaffen kann. Zart, leichte Süße, schnell im Mund sich pulverisierend und dann ein sehr langer, intensiver Nachhall vom besten weissen Spargel. Top! Bevor es dann in den Speiseraum und zum eigentlichen Menü ging, gab es noch ein paar künstliche Blätter mit Steinpilzaromen. Gut im Geschmack, toll in der knusprigen, sehr feinen Konsistenz der Blätter, und auch die leichte Süße machte diesen Kunstblättern nicht zu schaffen.

Azurmendi_Larrabetzu_Spanien_6Malz-Popcorn Drink.

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Azurmendi_Larrabetzu_Spanien_8Basilkum-Roquefort Käse Macarcon.

Azurmendi_Larrabetzu_Spanien_9Spargel Zuckerwatte.

Azurmendi_Larrabetzu_Spanien_10Steinpilzblätter.

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Ein guter Vermouth ist in Spanien ein Aperitif Klassiker und wird natürlich immer mit Oliven gereicht. Eneko Atxa kreierte aus dieser Vorlage geeiste Oliven mit einer Wermutfüllung und beweist nicht nur Sinn für Humor, sondern auch ein Händchen für neue Texturen zu diesem Thema. Dass kurz nach so einem „anderen Aperitif“ sich sofort der Hunger einstellt, versteht sich natürlich von selbst.

 

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Einer der Klassiker im Restaurant Azurmendi ist immer das von innen nach außen getrüffelte Ei; dieses wird praktischerweise mundgerecht und zum schnellen Verzehr auf einem Löffel serviert. Der Geschmack ist bekannt und verbindet die vollmundigen erdigen Kombination von Trüffel und Eigelb in Vollendung.

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Dass aus Milch gewonnene Brot gehört auch zu den wirklich leckeren Kleinigkeiten im Azurmendi. Bevor man sich versieht, sind diese andersartigen Brotelemente schon auf den Weg hinunter in den Körper.

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Mit der ganz kurz im Dampf pochierten Auster auf Austern Tartar, Seetang beginnt dann das Menü wahrlich furios. Die sehr große, noch nach Meeressalz schmeckende Auster entpuppt sich auch als jodig klar und bietet einen sehr frischen und langen Nachhall im Abgang. Nur die beigelegte falsche Auster aus Seetang in Tempura ausgebacken wäre bei diesem tollen Gericht nicht nötig gewesen, da hier außer einer gewissen Matschigkeit der Beilage nichts zu erschmecken war.

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Mit dem Geschmack vom Seeigel kommt nicht jedermann klar, da seine Intensität, Reinheit und Länge abschreckend wirken kann. Hier im Azurmendi gab es den Seeigel dann sogar in vier verschiedenen Texturen: pur, als Emulsion, als Saft und in Form einer Creme. Alles äußerst streng, leicht adstringierend und bitter, aber immer genial am Produktgeschmack dran geblieben. Quasi ein Seeigel de luxe Gang für Fetischisten dieser Meerestiergattung. Es hat sehr gut geschmeckt!

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Die al dente gekochten, wilden Bergerbsen schmeckten so wie sie auch aussehen: so frisch als ob sie gerade geerntet wurden, außen leicht knackig und innen butterweich. Viele grüne Aromen gesellen sich dazu und machen „einfache“ Erbsen einmal wieder zu einem wahren Gaumenorgasmus. Die beigelegten Heringsroggen bringen den salzigen Geschmack in dieses zauberhafte Gericht. Sehr gut!

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Ein perfekt gegarter Hummer mit kräftigem, nussigen Geschmack wird liebevoll in einem Krustentier Sud serviert. Ein top Produkt ohne Fehl und Tadel. Auch die Hummer Majonaise passt hervorragend dazu. Nicht zu verbessern!

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Bäuerlich im Geschmack und modern in seiner Art ist dann das frittierte Spanferkel mit dreierlei baskischen Bergkäsen in verschiedenen Texturen. Das zarte, leicht faserige Ferkel besticht durch einen wilden und zarten Gesamteindruck, die Panade ist hauchfein gebacken und die Käsesorten unheimlich intensiv, stark adstringierend und voller Säurespiel. Der Gaumenkick kommt durch die Verbindung der unterschiedlichen Zutaten. Der Käse alleine wirkt etwas einfach und stumpf. Durch die Verbindung mit dem zarten Spanferkel ergibt sich allerdings eine Art Edel Cordon Bleu für Fortgeschrittene. Gerade in der Nachbetrachtung einfach nur fantastisch!

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Bei dem Kirchererbsen Eintopf, der dann folgte, handelt es sich ohne Frage um eines dieser Speisen, die auch schon die Großmutter in einem gussartige Topf über dem Feuer zubereitet hat. Mehlige Kichererbsen werden hier in einer Reduktion aus Kabeljauinnereien serviert. Dass auch moderne Kochelemente bei diesem Gang nicht zu kurz kommen, zeigt die krosse Kartoffelhülle, welche mit einer Emulsion wilder Bergkräuter gefüllt wurde. Auch das kann nicht besser gekocht werden!

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In vielen Restaurants bauen dann die Hauptgänge leider etwas ab. Ob dies daran liegt, dass ein erstes Sättigungsgefühl einsetzt, die Reizüberflutung dieser Köstlichkeiten im Hirn einfach nicht mehr verarbeitet werden kann oder ob die Konzentration in der Küche abnimmt. Wie dem auch sei, der Seeteufel in Iberico Kruste war zwar perfekt zubereitet, es fehlte aber einfach die Seele. Auch die Artischocken Komponente und das Basilikum Püree wirkten ein wenig blass und blieben hinter den hohen Erwartungen zurück.

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Die Spitzengastronomie und die Taube sind untrennbar miteinander verbunden. Die Taube als Hauptgang hat im Azurmendi deshalb auch schon eine große und lange Tradition und in der Regel wird daraus auch immer einer der besten Gänge des Menüs. Konnten die Tauben Consommé und die Taubenleber als Beilagen auch noch überzeugen, zeigte sich der eigentliche Hauptdarsteller doch ein wenig zäh und gummiartig in seiner Konsistenz. Hier ist an diesem Tag irgend etwas schief gelaufen.

Azurmendi_Larrabetzu_Spanien_24Taubenleber.

Azurmendi_Larrabetzu_Spanien_25Tauben Consommé.

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Frisch und leicht mit Frucht und Gemüse geht es dann in das erste Dessert hinein. Ananas, Kardamom und Sellerie machen den Mund sauber und bilden mit einem guten Säuregerüst auch die Lust auf mehr Desserts.

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Das beste Dessert an diesem Mittag folgte dann in Form mehrerer Joghurt Variationen mit Honig und verschiedenen Gewürzen. Leicht in seiner Art, kaum Süße und auch von den Texturen her spannend.

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Das Erdnuss-Schokoladen Schlussdessert sorgt dann doch noch einmal dafür, dass die Kalorienbombe zuschlägt. Die Sättigungsgrenze ist nun erreicht und es gehen gerade noch so eben die Petit Fours in den nun gebeutelten Körper. In Erinnerung bleibt einmal wieder ein tolles, großartiges Menü mit vielen Innovationen und einer Taube, die beim nächsten Mal sicherlich wieder viel besser sein wird.

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IMG_6617Das Beste gibt es dann noch zum Schluss als Geschenk des Hauses. Ein Säckchen Erbsensamen zum selber anpflanzen …

 

Azurmendi
Legina Auzoa, s/n
48195 Larrabetzu
Spanien
Telefon: 0034 944558866
www.azurmendi.biz

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Spanien

Envinate La Santa de Ursula tinto 2023

Rotwein · Teneriffa · Santa Úrsula · Field Blend

Negramoll · Listán Negro · Listán Blanco Teneriffa · Santa Úrsula Envínate Vulkangestein · Höhenlage uralte Reben 2023

Der Envínate La Santa de Úrsula Tinto 2023 ist ein blumig-frischer Vulkan-Rotwein aus dem Norden Teneriffas – eine Cuvée aus Negramoll, Listán Negro und etwas Listán Blanco. Von ungeheurer Frische und Mineralität, mit balsamischem, langem Nachhall: Grip, Länge, Klasse – und dem Verlangen nach dem nächsten Schluck.


Santa Úrsula – Vulkanrot aus Nordteneriffa

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Für den La Santa de Úrsula konnte das Team seine Weinbergsfläche rund um die Gemeinde Santa Úrsula im Norden Teneriffas etwas vergrößern und so insgesamt mehr Wein von der Insel produzieren. Die Höhenlage der uralten Weinberge, das atlantische Klima und die Vulkangesteinsböden tragen zu der ungeheuren empfundenen Frische und Mineralität dieses Rotweins bei.

Jahrgang 2023 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die Vulkanböden Nordteneriffas prägen auch 2023 einen frischen, mineralisch geprägten Rotwein mit klarer Frucht, lebendiger Säure und blumiger Aromatik – leicht, tief und animierend zugleich, ganz im puristischen Stil von Envínate.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Negramoll, Listán Negro und etwas weißer Listán Blanco, aus dem Jahrgang 2023, Teneriffa, trocken.

Im minimal-invasiven Stil des Hauses vinifiziert: Handlese von uralten Höhenreben, Spontangärung mit Wildhefen, schonender Ausbau – für maximale Frische und Herkunftstreue.

Im Glas

Er begeistert spontan mit seinem sehr blumigen Bukett und Noten von gerade geernteten roten Früchten. Lakritze, Anklänge von weißem Pfeffer und Teer ergänzen das Geschmacksbild. Die Höhenlage, das atlantische Klima und die Vulkanböden schenken ungeheure Frische und Mineralität bei jedem Schluck. Balsamischer, langer Nachhall mit Grip, Länge und Klasse – und einem Verlangen nach dem nächsten Schluck.

Blumig, frisch und mineralisch – balsamischer, langer Nachhall mit Grip, Länge und Klasse.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft. Bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und hellem Fleisch, zu Geflügel, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu Tapas und mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, Santa Úrsula (Nordhang, Kanaren, Spanien); Höhenlagen, Vulkangesteinsböden; uralte Reben
Klassifikation: Rotwein (Field Blend), Teneriffa; Negramoll, Listán Negro, etwas Listán Blanco (trocken)
Ausbau: Handlese, Spontangärung mit Wildhefen, schonender minimal-invasiver Ausbau; organischer Anbau

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Spirituosen

Grasovka Bison Brand Vodka 1,00 Liter

Vodka bewegt sich meist in einer äußerst feinen geschmacklichen Sphäre und hinterlässt im Gaumen kaum einen bleibenden Eindruck. Ganz anders der LION's Vodka - er will sich gar nicht als rein neutrales Destillat präsentieren. Vielmehr das ursprüngliche Aroma seiner eingesetzten Rohstoffe zu erhalten, war die erklärte Losung unserer genussgeleiteten Destillateure. Dabei stand vor allem das Getreide - der wichtigste Baustein eines guten Vodkas - in unserem Blickfeld. Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel, allesamt aus rein biologischen Anbau, sind im LION'S Vodka enthalten und sollten auch prägnant hervortreten. Und kraftstrotzend mit eines „Löwen's“ Aura geht auch der LION'S Vodka mit seinen markanten, den Geschmack hebenden, 42% vol einher. Text: The Duke DE-ÖKO-007

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USA

Grace + Vine Tempranillo

Rotwein · Tempranillo · Central Coast · Kalifornien

Grace + Vine Tempranillo ist ein trockener Rotwein aus Kalifornien – ein ungewöhnlicher Herkunftsort für die spanische Rebsorte. Das in Santa Barbara ansässige Projekt keltert von der Central Coast einen Tempranillo, der in französischer Eiche reift und sich modern, würzig und fruchtbetont zeigt.


Central Coast

Grace + Vine ist ein Projekt regionaler Winzer mit Sitz in Santa Barbara an der kalifornischen Central Coast. Die Region bringt auf wärmeren Böden reife, fruchtbetonte Rotweine hervor – auch aus iberischen Sorten wie Tempranillo.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo. Der Wein reift in Barriques aus französischer Eiche und kommt trinkreif auf den Markt. Das Ergebnis ist ein moderner, zugänglicher Stil, der sich vom klassisch-europäischen Vorbild unterscheidet.

Im Glas

Dunkles Rot. In der Nase reife dunkle Frucht, florale Noten und etwas Kakao mit erdigem Unterton. Am Gaumen würzig und fruchtbetont mit Primäraromen von Blau- und Brombeere, frischer Säure und einer feinen Ledernote im Hintergrund.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein fruchtbetonter, vielseitiger Begleiter zu kräftiger Küche.

Klassische Begleitung: gegrilltes Fleisch, Burger, würzige Schmorgerichte und Hartkäse.


Lage: Central Coast, Kalifornien (USA)
Klassifikation: Kalifornien – Rotwein (trocken)
Ausbau: Barriques aus französischer Eiche

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Weine

Battenfeld Spanier Zellerweg am schwarzen Herrgott Riesling GG 2023 BIO

Weißwein · Zellertal (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Zellerweg am Schwarzen Herrgott VDP.Großes Gewächs Battenfeld-Spanier Zellertal · Rheinhessen reiner Kalkfels steile Bruchkante BIO (DE-ÖKO-006) · 2023

Der Battenfeld-Spanier Zellerweg am Schwarzen Herrgott Riesling GG 2023 wächst auf reinem Kalkfels an der Grenze zwischen Rheinhessen und der Pfalz. Ein den Schatten abgetrotzter Lichtwein – tiefgründig und tänzelnd zugleich, von einzigartiger Präzision.


Schwarzer Herrgott – Kalkfels an einer steilen Bruchkante

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Der Schwarze Herrgott liegt am Beginn des Zellertaler Beckens, das mit dem Frauenberg seinen Abschluss findet; hier wie dort herrscht reine Kalkfelsunterlage vor.

Den Unterschied macht das Mikroklima: Während der Frauenberg offen und windexponiert liegt, befindet sich der Schwarze Herrgott an einer steilen, engen Bruchkante, die die Lage zusätzlich vor Regen und der vollen Härte des Lichteinfalls schützt. Es ist eine der ältesten und berühmtesten Weinlagen Deutschlands – bereits im 8. Jahrhundert urkundlich als Weinberg erwähnt. Mitten hindurch verläuft die Grenze zwischen Rheinhessen und der nördlichen Pfalz; mit dem Jahrgang 2010 hat das Gut die Lage wiederbelebt.

Jahrgang 2023 – Zellertal (Rheinhessen)

2023 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Der reine Kalkfels und die geschützte Bruchkantenlage sicherten reifes, gesundes Lesegut, während der Jahrgang Frische, salzige Spannung und lichthafte Eleganz betonte.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Zellerweg am Schwarzen Herrgott, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von reinem Kalkfels.

Nach selektiver Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf Präzision, würzige Steinaromen und lichthafte Eleganz ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein präziser, kalkgeprägter Riesling: Zitrus und weißer Pfirsich, dazu Quitte, würzige Steinaromen und eine markante, salzig-mineralische Kalksteinnote. Am Gaumen tiefgründig und tänzelnd zugleich, straff und schwebend, mit lebendiger Säure, kühler Struktur und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Zitrus und weißer Pfirsich über Quitte, würzigen Steinaromen und salzig-mineralischer Kalksteinnote – tiefgründig und tänzelnd zugleich, straff und schwebend, mit lebendiger Säure und langem Nachhall.

Ein präziser, sehr langlebiger Kalkstein-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Zellerweg am Schwarzen Herrgott (VDP.Große Lage), Zellertal, Rheinhessen; steile, geschützte Bruchkante an der Grenze zur Pfalz; reiner Kalkfels
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Weine

Domaine Thierry Mortet Bourgogne Cuvée Les Terroirs de Daix 2022 BIO

Weißwein · Bourgogne (Daix) · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne · Les Terroirs de Daix Côte de Dijon 2022 Bio 13,00 % vol

Der Thierry Mortet Bourgogne „Les Terroirs de Daix" 2022 ist ein reinsortiger Bio-Chardonnay aus zwei Parzellen oberhalb von Daix an der wiederentdeckten Côte de Dijon – vielschichtig, cremig und von mineralischer Präzision.


Les Terroirs de Daix – die Lage

Diese Bourgogne-Blanc-Cuvée stammt aus zwei Parzellen mit insgesamt 0,83 Hektar Rebfläche in der Gemeinde Daix an der Côte de Dijon. Die erste Parzelle ist rund 45 Jahre alt und wurzelt in ton- und kalkhaltigen Böden mit Mergelanteil, die zweite, etwa 30 Jahre alte Parzelle steht auf reinem Kalkstein. Diese Kombination verleiht dem Wein sowohl Struktur als auch Frische und mineralische Präzision.

Die Reben liegen auf rund 300 Metern Höhe, ostexponiert und gut belüftet – ein frisches Mikroklima, das die natürliche Säure bewahrt und den mineralischen Charakter betont. Daix gehört zum historischen Weinbau rund um Dijon, der seit September 2023 als eigene geografische Bezeichnung „Bourgogne Dijon" von der INAO anerkannt ist.

Jahrgang 2022 – Bourgogne

2022 brachte im Burgund nach mildem Start einen warmen, sonnenreichen Sommer mit gesunden, reifen Trauben und – dank rechtzeitiger Niederschläge – guter Balance.

Die Weißweine zeigen reife Frucht und runde Fülle, gehalten von erfreulicher Frische; ein zugänglicher, ausgewogener Jahrgang.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, 13,00 % vol.

Nach schonender Pressung klärt sich der Most über eine natürliche Vorklärung von 24 Stunden, anschließend wird er abgezogen. Die alkoholische Gärung setzt spontan ein und verläuft temperaturkontrolliert zwischen 18 und 24 °C. Danach reift der Wein zu zwei Dritteln im Holzfass und zu einem Drittel im Edelstahltank über rund elf Monate; nach der malolaktischen Gärung bringen die unterschiedlich ausgebauten Partien je eigene Nuancen ein, die sich nach der Assemblage harmonisch verbinden. Eine leichte Schönung mit Bentonit sorgt für Stabilität und Klarheit. Der Ertrag liegt bei etwa 50 hl/ha (rund 5.000 Flaschen).

Bio-zertifiziert (FR-BIO-01).

Im Glas

Vielschichtig und fein: In Nase und am Gaumen entfaltet er komplexe Aromen zwischen cremiger Fülle und Frische – reifer Pfirsich, Zitrusfrüchte, feine Vanillenoten sowie ein elegantes mineralisches Finale.

Ein charaktervoller, ausgewogener Bourgogne Blanc mit Tiefe, Eleganz und terroirtypischer Handschrift.

Trinkreif nach einigen Monaten Flaschenruhe, mit Reifepotenzial von vier bis fünf Jahren. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem oder gedünstetem Fisch (Kabeljau, Forelle, Seeteufel), zu hellem Fleisch in Rahmsauce, zu Krustentieren und Garnelen mit Zitrus sowie zu frischem Ziegenkäse.


Lage: Les Terroirs de Daix, Côte de Dijon, Bourgogne (Frankreich); 2 Parzellen (0,83 ha), Ton-Kalk mit Mergel (~45 J.) und reiner Kalkstein (~30 J.), ~300 m
Klassifikation: Bourgogne AOC (Dénomination Dijon), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ⅔ Holzfass, ⅓ Edelstahltank, ~11 Monate; Bio (FR-BIO-01)

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Rebsorten

Domaine Denis Mortet Gevrey Chambertin 1er Cru 2022

Rotwein · Gevrey-Chambertin Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Gevrey-Chambertin · 1er Cru Cherbaudes · Petite Chapelle · Bel Air Reben ~50 Jahre 18 Monate Holz · hoher Neuholzanteil

Der Gevrey-Chambertin 1er Cru 2022 von Denis Mortet ist eine Assemblage aus drei Premier-Cru-Lagen rund um den Clos de Bèze. Reinsortiger Pinot Noir mit roter Frucht, Unterholz und seidigen Tanninen – einer der charmantesten und zugänglichsten Premier Crus des Guts.


Drei Premier-Cru-Lagen rund um Clos de Bèze

Dieser Premier Cru vereint drei benachbarte Lieux-dits, von denen keiner für sich groß genug für eine eigene Cuvée wäre: Cherbaudes (direkt unterhalb von Mazis-Chambertin), Petite Chapelle (angrenzend an den Grand Cru Les Gémeaux) und Bel Air (eine hochgelegene Parzelle oberhalb des Clos de Bèze, eine Fortsetzung von Ruchottes-Chambertin). Die Reben sind im Schnitt rund 50 Jahre alt.

Die Nähe zum Clos de Bèze macht diesen Wein zum charmantesten der Premier Crus des Guts. Die Domaine Denis Mortet, heute von Arnaud Mortet geführt, zählt zu den Spitzenadressen von Gevrey-Chambertin.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der dem Charme dieser Assemblage Substanz verleiht.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, eine Assemblage aus Cherbaudes, Petite Chapelle und Bel Air mit rund 50 Jahre alten Reben. Strenge Traubenselektion, teilweise Entrappung, Spontangärung mit natürlichen Hefen und sehr moderate Extraktion.

Ausbau über 18 Monate im Eichenfass mit hohem Neuholzanteil (rund 50–60 %), ganz im Stil des Guts.

Im Glas

In der Nase rote Beeren, Unterholz, Orangenzeste und ein Hauch schwarzer Trüffel, dazu feine Würze. Am Gaumen mittel- bis vollmundig, elegant und integriert, mit feinen, puderigen Tanninen und einem frischen Fruchtkern, der in ein feines Finale übergeht.

Rote Beeren, Unterholz und Trüffel über feinen, puderigen Tanninen – der charmanteste Premier Cru des Guts.

Schon vergleichsweise früh zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen oder Trüffel, dazu gereifter Käse wie Comté. Ein Wein für gehaltvollere Gerichte und den besonderen Anlass.


Lage: Gevrey-Chambertin; Assemblage aus Cherbaudes, Petite Chapelle und Bel Air (Nähe Clos de Bèze), Reben ~50 Jahre
Klassifikation: Gevrey-Chambertin Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, teilweise entrappt, Spontangärung; 18 Monate Holz mit hohem Neuholzanteil (~50–60%)

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Rebsorten

Ziereisen Lügle Weißer Burgunder 2023

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Ziereisen Lügle Weißer Burgunder 2023 ist ein Pinot Blanc vom Weingut H.P. Ziereisen in Efringen-Kirchen am Dreiländereck. Handwerklich konsequent vinifiziert – Korbpresse, Spontangärung, 20 Monate Reife im großen Holzbehälter, Abfüllung ohne Filtration – ein Weißburgunder mit Substanz und klarer Herkunft.


Baden / Oberrhein

Das Weingut Ziereisen liegt in Efringen-Kirchen im südlichsten Zipfel Badens, unmittelbar am Dreiländereck D/F/CH. Die Weinberge profitieren vom kontinentalen Einfluss des Rheintals und von burgundisch geprägten Böden – Kalk und Lösslehm dominieren die Lagen rund um den Isteiner Klotz. Der Wein trägt die Bezeichnung Landwein Oberrhein.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Weißem Burgunder (Pinot Blanc). Die handgelesenen Trauben wurden in der Korbpresse schonend gepresst; die Gärung erfolgte spontan mit traubeneigenen Hefen im großen traditionellen Holzbehälter. Nach 20 Monaten Hefelager wurde der Wein ohne Filtration abgefüllt – ein kleines natürliches Depot in der Flasche ist daher möglich. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Die Nase zeigt reife Birne, weißen Pfirsich und einen dezenten Ton von frischem Brotteig – typisch für den langen Hefekontakt. Am Gaumen dicht und vollmundig, mit klarer Säure, die dem Holzausbau Frische entgegensetzt. Der Abgang ist lang, mineralisch und leicht nussig.

Am Tisch

Ab sofort trinkbereit, entwickelt sich im Keller jedoch bis mindestens 2030 positiv. Vor dem Servieren 30 Minuten dekantieren oder im Glas öffnen lassen; bei 10–14 °C servieren.

Passt zu: Kalbsbries, Steinbutt, Jakobsmuscheln, reifem Comté sowie asiatisch inspirierten Gerichten mit Kokosmilch.


Lage: Baden, Efringen-Kirchen am Dreiländereck (Deutschland); Weingut H.P. Ziereisen
Klassifikation: Landwein Oberrhein – 100 % Weißer Burgunder (Pinot Blanc), trocken
Ausbau: Korbpresse, Spontangärung, 20 Monate großes Holz, unfiltriert
Jahrgang: 2023

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Weine

Quinta de la Quietud Reserva 2020 BIO

Rotwein · Toro · Tinta de Toro · Reserva · Bio

Quinta de la Quietud Reserva ist ein kraftvoller Bio-Rotwein aus Toro von Winzer Jean François Hébrard. Kraftvoll, kompakt und voller Frucht in der Nase – ein wenig Luft tut ihm gut, dann explodieren die Aromen. Ein muskulöses Kraftpaket mit harmonischer Frucht-Gerbstoff-Kombination.


Toro

Toro im Nordwesten Spaniens (Castilla y León) ist für kräftige, konzentrierte Rotweine aus Tinta de Toro bekannt. Das kontinentale Klima und die kargen Böden bringen dichte, ausdrucksstarke Weine hervor. Der Wein stammt aus biologischem Anbau und ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle ES-ECO-016-CL).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Tinta de Toro (Tempranillo). Als Reserva reift er über längere Zeit im Eichenfass, das ihm Struktur, Würze (Mokka) und eine harmonische Frucht-Gerbstoff-Kombination verleiht.

Im Glas

Tiefes, dichtes Rot. In der Nase kraftvoll, kompakt und voller Frucht. Mit etwas Luft explodieren die Aromen: dunkle Früchte, Mokka und Waldboden. Am Gaumen ein muskulöses Kraftpaket mit harmonischer Frucht-Gerbstoff-Kombination. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich. Mit Reifepotenzial über viele Jahre.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Wild und kräftige Schmorgerichte.


Lage: Toro, Castilla y León (Spanien)
Klassifikation: Toro DO – Reserva
Ausbau: Tinta de Toro, Eichenfassreife (Reserva)

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