Ristorante Albergo Ca’ Vittoria – Tigliole d’Asti – Italien

Weißer Trüffel in Perfektion

Der Besuch im Ristorante Albergo Ca’ Vittoria in Tigliole d’Asti war an Spontanität kaum zu überbieten. Vorausgegangen war das Fehlen einer Zimmerbuchung am Anreisetag für eine geplante, aber schließlich umdisponierte Piemont-Reise. Das Hotel sollte in der Nähe der Trüffelhochburg Alba liegen und ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Nach einem frühen Flug nach Mailand und einem Mittagsbesuch in Alba, inklusive eines beeindruckenden Trüffelmarktbesuchs, stellte sich beim Check-in heraus, dass man sich unbewusst an einem kulinarischen Hotspot des Piemonts befand. Dem lieben Gott und den Schutzheiligen der Trüffelsucher sei Dank, konnte sogar ad hoc für den Abend noch ein Tisch im Restaurant reserviert werden.

Besuch auf dem Trüffelmarkt in Alba.

Seit 15 Jahren bringt Massimiliano Musso hier frischen Schwung in das historische Restaurant Ca’ Vittoria, eines der ältesten im Piemont. Bereits in der vierten Generation leitet er diesen traditionsreichen Familienbetrieb, der tief in der Kultur der Region verwurzelt ist. Das Restaurant liegt in einem bezaubernden Gebäude aus dem 18. Jahrhundert in Tigliole d’Asti, umgeben von den malerischen Alfieri-Hügeln, die mit romanischen Kapellen und endlosen Weinbergen durchzogen sind.

Die Geschichte von Ca’ Vittoria begann im Jahr 1929, als Urgroßmutter Vincenza eine kleine Taverne eröffnete, in der sie einfache, aber köstliche Gerichte der Region servierte. Ihr Ehemann Alessandro kümmerte sich um den Weinbau und die Landwirtschaft. Später übernahm Großmutter Gemma das Zepter und verwandelte das Lokal in ein richtiges Restaurant. Die Küche erlangte schnell einen legendären Ruf, und 1996 wurde ihr sogar ein Michelin-Stern angeboten, den sie zunächst ablehnte, da sie sich mehr auf ihre treue Kundschaft konzentrieren wollte. Doch 1997 wurde ihr der Stern schließlich verliehen – ein Zeichen für die außergewöhnliche Qualität der Küche.

Im Jahr 2009 trat dann schließlich Massimiliano in die Fußstapfen seiner Großmutter und brachte frischen Wind in das traditionsreiche Haus. Ursprünglich hatte er eine Karriere in der Wirtschaft geplant, doch die Leidenschaft fürs Kochen ließ ihn nicht los. Seine modernen Inspirationen sammelte er auf Reisen nach San Sebastián, Russland und Hongkong, wo er erkannte, dass eine Weiterentwicklung der heimischen Küche notwendig war, um das großartige Erbe von Ca’ Vittoria zu bewahren und gleichzeitig in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

Der Restaurantbuchung kam dann noch der glückliche Umstand zugute, dass im Piemont gerade die Trüffelsaison begonnen hatte. Der weiße Trüffel aus der Region Alba gilt, wenn er frisch und von guter Qualität ist, zu Recht als eine der spektakulärsten Delikatessen der Welt. Im Ca’ Vittoria wurde dann in den vier Gängen des Trüffelmenüs schnell klar, warum der weiße Trüffel so ein Highlight sein kann. Zu rundum perfekten, warmen und schmackhaften typischen Speisen der Region brachte er noch den allerletzten Kick, um sich dem Himmel und Paradies ein Stück näher zu fühlen. So muss es wohl im Schlaraffenland schmecken. Dazu noch einen ausdrucksstarken klassischen Barbaresco im Glas, und die Momente werden für immer als unauslöschliches Erlebnis in den Gehirnwindungen verewigt bleiben. Ein dreifaches Hurra auf den Trüffel, das Piemont mit seinen Naturschätzen und Massimiliano Musso, der es schafft, beides zu einzigartigen Erlebnissen auf den Tellern zu vereinen.

Amuses Bouches.

Rohes Fassona-Rindfleisch-Tatar mit Pilzen, piemontesischen Haselnüssen und weißem Trüffel.
Hausgemachte 30-Eigelb-Tagliolini mit Isigny-Butter und weißem Trüffel.
Pochiertes Ei, Kastanien, Topinambur, Bra-Käse-Fondue und weißer Trüffel.
Moscato d’Asti Zabaglione über gerösteten piemontesischen Haselnüssen und weißem Trüffel.

Petit Fours.

Ristorante Albergo Ca’ Vittoria, Via Roma 14, 14016 Tigliole, Italien, Telefon: +39 0141 667713

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Länder/Regionen

Joblot Givry Mademoiselle blanc 1er Cru 2022

Weißwein · Givry Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Givry · 1er Cru (Cuvée Mademoiselle) Servoisine + alte Reben En Veau Côte Chalonnaise 2022

Der Givry Mademoiselle 1er Cru Blanc 2022 der Domaine Joblot ist ein eleganter, würziger und feingliedriger Chardonnay mit ausgewogener Struktur. Schon jung trinkreif, besitzt er zugleich großes Lagerpotential – eine Cuvée aus den Lagen Servoisine und den alten Reben von En Veau.


Cuvée Mademoiselle – Premier Cru in Givry

Givry liegt in der Côte Chalonnaise und ist für Pinot Noir und Chardonnay bekannt. Die Cuvée Mademoiselle vereint Trauben aus der Premier-Cru-Lage Servoisine mit jenen der alten Rebstöcke von En Veau (Vaux) – das gibt dem Wein mineralische Komplexität und Feinheit.

Die Domaine Joblot zählt zu den führenden Erzeugern von Givry und gilt als Maßstab der Appellation.

Jahrgang 2022 – Côte Chalonnaise

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife, aromatische Frucht bei überraschender Frische und Energie – die Grundlage für die würzig-mineralische Art dieser Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, eine Cuvée aus Servoisine und den alten Reben von En Veau.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – der maßvolle Holzeinsatz gibt Struktur und cremige Textur, ohne Frucht und Mineralität zu überdecken.

Im Glas

Elegant, würzig und feingliedrig, mit ausgewogener Struktur. Die mineralische Komplexität wird von einem Potpourri verschiedener Früchte untermalt, während Zitrusnoten für einen frischen, klaren Abgang sorgen.

Würzig, feingliedrig und mineralisch komplex, mit klarem Zitrus-Finish – jung trinkreif und doch lagerfähig.

Schon jung zugänglich, mit großem Reifepotenzial über mehrere Jahre. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, dazu milder Weichkäse – oder solo als Aperitif. Ein vielseitiger Begleiter.


Lage: Givry (Côte Chalonnaise); Cuvée aus Servoisine und alten Reben von En Veau (beide 1er Cru)
Klassifikation: Givry Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau

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Spanien

Envinate Táganan Teneriffa tinto 2023

Rotwein · Teneriffa (Kanaren) · Field Blend

Listán Negro · Listán Gaucho · Moscatel Negra Teneriffa · Táganan (Anaga) Envínate Vulkanböden · wurzelechte Reben offene Zementtanks 8 Monate Barrique 2023

Der Envínate Táganan Tinto 2023 ist eine hochspannende Cuvée von der wilden Nordostküste Teneriffas – ein „anderer" Rotwein, vibrierend und fordernd, mit präsenter Mineralität. Leicht gekühlt und blind verkostet erinnert er eher an einen Weißwein. Ein Rotwein mit unentdeckten Aromen.


Táganan – Vulkanreben über dem Atlantik

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Táganan ist der alte Name des rauen Weinbaugebiets im Nordosten Teneriffas, geschützt vom Anaga-Massiv. Hier wachsen uralte, wurzelechte Reben (die Reblaus erreichte die Kanaren nie) auf primärem Vulkangestein, an Klippen direkt über dem Atlantik. Ein Field Blend einheimischer Sorten – hier mit Listán Negro, Listán Gaucho und Moscatel Negra als Rückgrat – ergibt einen Rotwein von unverwechselbarem, vulkanisch-salzigem Charakter.

Jahrgang 2023 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die Vulkanböden Teneriffas prägen auch 2023 einen frischen, mineralisch geprägten Rotwein mit klarer Frucht, lebendiger Säure und salziger Spannung – leicht, tief und vibrierend zugleich, ganz im puristischen Stil von Envínate.

Assemblage und Ausbau

Field Blend mit Listán Negro, Listán Gaucho und Moscatel Negra als Rückgrat, aus dem Jahrgang 2023, Teneriffa (Kanaren), trocken.

Fermentiert wurde in offenen Zementtanks, anschließend acht Monate Ausbau in 228- und 500-Liter-Barriques. Minimal-invasiv, mit Wildhefen.

Im Glas

Frische Frucht nach Maulbeeren, Flieder, roten Johannisbeeren und Pfeffer, dazu leicht laktische Töne im Duft. Im Geschmack gesellen sich Kräuter und Würze hinzu; auch salzige Komponenten lassen sich nicht leugnen. Äußerst vibrierend und fordernd, mit einer präsenten Mineralität im Abgang. Leicht gekühlt und mit verbundenen Augen genossen, erinnert er eher an einen Weißwein als an einen Tinto – ein Rotwein mit unentdeckten Aromen.

Äußerst vibrierend und fordernd, mit präsenter Mineralität – blind verkostet eher Weißwein als Tinto.

Sollte vor dem Genuss dekantiert werden. Leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und hellem Fleisch, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu Tapas und mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, Táganan (Anaga, Kanaren, Spanien); primäres Vulkangestein an Atlantik-Klippen, uralte wurzelechte Reben
Klassifikation: Rotwein (Field Blend), Teneriffa; Listán Negro, Listán Gaucho, Moscatel Negra u. a. (trocken)
Ausbau: Gärung in offenen Zementtanks, 8 Monate in 228- und 500-l-Barriques; minimal-invasiv, Wildhefen

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Rebsorten

Jean-Philippe Fichet Bourgogne Blanc Vieilles Vignes 2024

Weißwein · Bourgogne · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne Blanc AOC · Vieilles Vignes Pellands & Millerands · 0,93 ha · Reben 50–70 J. am Rand von Meursault 2024

Der Bourgogne Blanc Vieilles Vignes 2024 von Jean-Philippe Fichet stammt aus zwei Parzellen am Rand von Meursault – mit 50 bis 70 Jahre alten Reben. Komplex und druckvoll, mit Zitrus und Heckenkirsche: ein Bourgogne, der manchem Village Paroli bietet.


Alte Reben am Rand von Meursault

Die zwei Parzellen Les Pellands und Les Millerands umfassen zusammen rund 0,93 Hektar mit 50 bis 70 Jahre alten Reben, vollständig auf Lehm-Kalk-Böden und am Rand der Appellation Meursault gelegen. Pellands ist die einzige Bourgogne-Parzelle, die an den 1er Cru Charmes grenzt – das macht diesen „Bourgogne" besonders.

Jean-Philippe Fichet zählt zu den renommierten Adressen von Meursault; seine Handschrift hebt diesen regionalen Wein deutlich über seine Stufe.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

2024 war im Burgund ein kühleres, eher feuchtes Jahr mit höherem Krankheitsdruck und geringeren Mengen; sorgfältige Arbeit im Weinberg war entscheidend.

Die Weißweine 2024 fallen frischer und knackiger aus, mit einem Hauch mehr Säure und klarer, kühler Eleganz – ideal für die druckvolle, mineralische Art dieses Bourgogne.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024, aus den Parzellen Les Pellands und Les Millerands.

Der Wein reift im Holzfass, im präzisen Stil des Guts – mit maßvollem Holzeinsatz, ganz auf Mineralität, Druck und Klarheit ausgerichtet.

Im Glas

Komplex und direkt: Der Wein kommt mit Druck und einer Mischung aus Zitrusfrüchten und Heckenkirsche. Am Gaumen mineralisch und straff, im kühlen 2024er mit besonders frischer Säure und langem Abgang.

Zitrus und Heckenkirsche mit Druck und Mineralität – ein „Bourgogne", der manchem Village Paroli bietet.

Jung schon zugänglich, kann aber einige Jahre zulegen. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, dazu Ziegenkäse – oder solo als Aperitif. Ein vielseitiger, mineralischer Begleiter.


Lage: Bourgogne (Côte de Beaune); Parzellen Les Pellands & Les Millerands am Rand von Meursault (Pellands grenzt an 1er Cru Charmes), Lehm-Kalk, 0,93 ha, Reben 50–70 Jahre
Klassifikation: Bourgogne Blanc AOC (Vieilles Vignes)
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau

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Rebsorten

Le Moine Criots Bâtard Montrachet Grand Cru 2022

Weißwein · Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru Chassagne-Montrachet nur 1,57 ha Appellation Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2022

Der Lucien Le Moine Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru 2022 stammt aus einer der kleinsten Appellationen Frankreichs – ein rarer, feiner Chardonnay von außergewöhnlicher Eleganz und mineralischer Tiefe. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität.


Criots-Bâtard-Montrachet – winziger Grand Cru in Chassagne

Criots-Bâtard-Montrachet ist eine als Grand Cru klassifizierte Weißwein-Lage an der Côte de Beaune, gänzlich in der Gemeinde Chassagne-Montrachet gelegen. Mit nur 1,57 Hektar gehört sie zu den kleinsten Appellationen Frankreichs und erzeugt ausschließlich Weißwein. Sie liegt südlich des Grand Cru Bâtard-Montrachet, auf rund 240 Metern Höhe in süd- bis südöstlicher Ausrichtung, geschützt vor späten Frösten.

Der Boden besteht im unteren Bereich aus einer dünnen Schicht braunen Kalksteinverwitterungsschutts über einem Sockel aus dem Bathonium – die Reben treiben ihre Wurzeln tief ins Gestein. Dieses Terroir bringt Weißweine von außergewöhnlicher Finesse: feine Frucht, delikate Blütennoten und eine ausgeprägte mineralische Struktur. Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer Grand Cru, dessen Ausbau Textur und Tiefe betont, ohne Klarheit und Präzision zu verlieren.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 brachte an der Côte de Beaune eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Weißwein-Ernte mit klar definierter Frucht und guter Balance. In einem Grand Cru wie Criots ergibt das einen dichten, vielschichtigen Chardonnay mit großer Tiefe und langem Reifepotenzial – im generösen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der Most kommt unmittelbar nach der Pressung von einem ausgesuchten Erzeuger ins Fass und wird lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Aus dünnem Kalkverwitterungsboden über Bathonium-Fels gewachsen, zeigt dieser Grand Cru die Finesse seiner winzigen Lage: helle gelbe Frucht und Zitrus, dazu delikate florale Noten und eine feine, kreidig-mineralische Würze. Das lange Vollhefelager und der Ausbau im neuen Holz binden eine cremige, vielschichtige Textur und einen Hauch nussiger Röstwürze ein. Am Gaumen elegant und präzise, getragen von salziger Mineralität und feiner Säure, mit langem, spannungsreichem Nachhall.

Fein und präzise – helle gelbe Frucht, florale Anklänge und kreidige Mineralität mit salziger, langer Spannung.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Hummer, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Trüffel oder Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru, Chassagne-Montrachet, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); ~1,57 ha (eine der kleinsten Appellationen Frankreichs), ~240 m, süd-/südöstliche Ausrichtung; dünner Kalkverwitterungsschutt über Bathonium-Fels
Klassifikation: Grand Cru, Chardonnay (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Frankreich

Bessin-Tremblay Chablis 2023

Weißwein · Chablis · Chardonnay

Chardonnay Chablis AOC 2023 Reben bis 80 Jahre dezenter Holzausbau

Der Chablis 2023 der Domaine Bessin-Tremblay ist ein saftiger, mineralischer Chardonnay aus dem nördlichen Burgund. Die Trauben stammen von einer Parzelle mit bis zu 80 Jahre alten Reben – das gibt dem Wein Dichte und Tiefe, die deutlich über das übliche Niveau dieser Appellation hinausgehen. Der Jahrgang 2023 bringt reife Frucht und straffe Säure zusammen.


Chablis – Chardonnay aus alten Reben am Serein

Chablis liegt im nördlichen Burgund im Arrondissement Auxerre, geformt vom Fluss Serein, und ist von Champagne, Sancerre und der Côte d'Or jeweils etwa gleich weit entfernt. Das kontinentale Klima mit kalten Wintern und das Risiko von Spätfrösten prägen den Charakter; angebaut wird ausschließlich Chardonnay, der durch die kühlen Bedingungen seine markante Säure und Langlebigkeit behält.

Den Untergrund bilden Kalkstein und Mergel aus dem Kimmeridgium – die Bodenformation, die den Chablis seine salzig-mineralische Linie gibt. Die Frucht für diesen Wein kommt von einer Parzelle mit Reben von bis zu 80 Jahren; das geringe Ertragsniveau alter Stöcke liefert konzentrierte, klar gezeichnete Trauben.

Die Domaine Bessin-Tremblay – 1992 von Jean-Claude Bessin und Evelyne Tremblay übernommen, heute mit Sohn Romain – bewirtschaftet rund 12 Hektar in Chablis und zählt im Stilbild der Region zur Spitzengruppe neben Häusern wie Dauvissat und Raveneau.

Jahrgang 2023 – Chablis

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch und forderten die Winzer im Rebschutz. Ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer, die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein.

Eine Hitzewelle im August beschleunigte die Reife, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für Chablis steht 2023 für einen gesunden, mengenmäßig großzügigen Jahrgang mit reifer Frucht und tragender Säure.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, von Hand gelesen und selektiert.

Sanfte pneumatische Pressung, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen. Ausbau auf der Feinhefe mit nur dezentem Holzanteil, sodass Frucht und Mineralität im Vordergrund bleiben. Die Weinberge werden mit reduziertem Pflanzenschutz bewirtschaftet.

Im Glas

In der Nase gelbe und weiße Früchte, vor allem Zitrus, dazu eine feine Holznote im Hintergrund. Am Gaumen dicht, kristallklar und mineralisch, mit Zug und einem geradlinigen, salzigen Abgang.

Ein Chablis, der zeigt, wie wenig die guten Lagen mit Massenware desselben Namens zu tun haben: dicht, kristallklar, voller Energie.

Jung schon zugän

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Feinkost

Diamir Pfefferschoten Piparra Guindilla Peppers

Feinkost · Eingelegte Pfefferschoten · Spanien

Diamir Piparra Guindilla Pfefferschoten sind milde, in Weinessig eingelegte Pfefferschoten aus dem spanischen Valencia. Ein Klassiker der spanischen und baskischen Küche – ideal zu Tapas und als Verfeinerung für jeden Pintxo.


Herkunft

Die Pfefferschoten stammen aus der Region Valencia in Spanien. Als Piparra bzw. Guindilla sind die schlanken, milden Schoten fester Bestandteil der nordspanischen und baskischen Pintxo-Kultur. Hersteller ist Grupo Nudisco S.L.

Zutaten und Herstellung

Milde grüne Pfefferschoten (Piparra/Guindilla), eingelegt in Weinessig. Die Säure des Essigs bewahrt die knackige Textur und gibt den Schoten ihre typisch frisch-säuerliche, milde Würze.

Geschmack

Knackig und mild, mit frisch-säuerlicher Essignote und nur dezenter Schärfe. Schlank und zart – unkompliziert direkt aus dem Glas zu genießen.

In der Küche

Der Klassiker für Pintxos: zusammen mit Sardelle und Olive bilden sie die berühmte Gilda. Ebenso zu Tapas, auf Spießen, in Salaten oder zu gegrilltem Fisch und Fleisch.

Passt zu: Pintxos (Gilda), Tapas, Sardellen, Oliven und Salaten.


Hersteller: Grupo Nudisco S.L. (Spanien)
Produkt: milde Pfefferschoten (Piparra/Guindilla), in Weinessig
Herkunft: Valencia (Spanien)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 19.08.2027

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Spanien

Torre Oria Bobal Rosado

Roséwein · Utiel-Requena · Bobal · trocken

Torre Oria Bobal Rosado ist ein trockener Roséwein aus der D.O.P. Utiel-Requena im spanischen Valencia. Er entsteht aus Bobal, der heimischen Rotweintraube der Region. Das traditionsreiche, 1897 gegründete Weingut Torre Oria keltert daraus einen klaren, fruchtbetonten Rosé. Im Glas ein zartes Pink, in der Nase saftige reife Sommerbeeren – frisch und frühlingshaft.


Utiel-Requena

Die D.O.P. Utiel-Requena liegt auf einem Hochplateau im Hinterland von Valencia, in Höhen um 600 bis 900 Meter. Das kontinentale Klima mit heißen, trockenen Sommern und kalten Wintern bringt aromatische, frische Trauben hervor. Bobal ist die prägende, autochthone Rebsorte der Region und stellt hier den Großteil der roten Reben.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Bobal. Für den Rosé bleibt der Most nur kurz auf der Schale, bevor er abgepresst und bei niedriger Temperatur im Edelstahltank vergoren wird. So bleiben die frische Frucht und die helle, pinkfarbene Tönung erhalten. Der Wein bleibt unverholzt und wird jung gefüllt.

Im Glas

Zartes Pink. In der Nase reife rote Sommerbeeren wie Erdbeere und Himbeere. Am Gaumen saftig, klar und trocken, mit frischer Säure und unkompliziertem Trinkfluss. Der Abgang ist sauber und fruchtig.

Am Tisch

Jung und gut gekühlt bei 8–10 °C genießen, am besten innerhalb der ersten ein bis zwei Jahre. Ein klassischer Sommerwein für Terrasse und Aperitif.

Klassische Begleitung: Sommersalate, gegrillter Fisch, Tapas und mediterrane Vorspeisen.


Lage: D.O.P. Utiel-Requena (Valencia), Hochplateau
Klassifikation: Utiel-Requena DOP – Rosado
Ausbau: Kaltvergärung im Edelstahl, ohne Holz

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Schaumweine

Franck Bonville Pur Oger Champagner Grand Cru Blanc de Blancs 2019

Der Franck Bonville Pur Oger 2019 ist Chardonnay aus Oger in seiner feinsten Form: zwei Parzellen, ein Jahrgang, mehr als fünf Jahre Reife auf der Hefe. Elegant, blumig und mit einem salzigen Kick – perfekt für ein Dinner mit Fisch.

Im Glas

Hellgold, zarte Perlen. In der Nase Zitrus, weiße Blüten und ein Hauch Haselnuss, leicht cremig. Am Gaumen geradlinig und seidig, zugleich straff und frisch. Die feine Salzigkeit trägt ihn bis in den langen, sauberen Schluss. Mit jedem Schluck wird er etwas offener.

Mach was draus

Sushi und Sashimi, Saibling mit Kräutern oder Krustentiere mit Limettenmayo. Wer ihn neben den Pur Oger 2018 stellt, schmeckt, was ein Jahrgang ausmacht. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Große Gläser, bitte. Als Aperitif ist er schön, aber zu feinem Fisch zeigt er, wie elegant Oger sein kann.“

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Kurz gefragt

Was ist anders als beim Pur Oger 2018? Gleiche Parzellen, anderer Jahrgang. Der 2019er hat laut Steckbrief 3,3 g/l Restzucker, der 2018er 2,5 g/l.

Passt er zu Sushi? Sehr gut. Die Salzigkeit und die feine Säure harmonieren mit Reis, Fisch und einem Hauch Sojasoße.

100 % Chardonnay · Oger Grand Cru: Les Noyerots, Les Rumigny · Jahrgang 2019 · Méthode Traditionnelle · über 5 Jahre Hefelager · Extra Brut, 3,3 g/l Restzucker · Champagne Franck Bonville, Avize · Stand: Oktober 2026

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