Le Calandre in Rubano: Drei Sterne, Max Alajmo und moderne italienische Küche

Massimiliano „Max“ Alajmo und die stille Revolution der italienischen Haute Cuisine

Wenn man morgens noch nicht weiß, wo man am Abend zu Gast sein wird, und es einen schließlich in das modern, warm designte und traumhaft illuminierte Restaurant Le Calandre im kleinen norditalienischen Ort Rubano verschlägt, dann hat man es wirklich hervorragend getroffen. Denn hier kocht Massimiliano „Max“ Alajmo mit seiner Brigade auf allerhöchstem Niveau.

Geboren 1974 in Padua, wächst Max Alajmo mitten in der Gastronomie auf. Seine Eltern führen seit 1981 das Restaurant Le Calandre. Was als ambitionierter Familienbetrieb beginnt, entwickelt sich unter der Leitung der Brüder Massimiliano (Küche) und Raffaele (Service & Konzept) zu einer italienischen kulinarischen Ikone.

1994 übernimmt Max im Alter von gerade einmal 20 Jahren die Küche. Acht Jahre später folgt der Ritterschlag: drei Michelin-Sterne, und Max wird mit nur 28 Jahren der jüngste Drei-Sterne-Koch der Geschichte. Ein Rekord, der bis heute nachhallt.

Es gibt Köche, die Rezepte perfektionieren. Und es gibt Köche, die Geschmack neu denken. Massimiliano „Max“ Alajmo gehört ohne Frage zur zweiten Kategorie. Er interpretiert die italienische Küche neu und ist heute einer der einflussreichsten Vertreter der modernen italienischen Haute Cuisine. Seine feinen Kreationen sehen nicht nur großartig aus, sie schmecken auch hinreißend gut. An diesem Ort leuchten die Sterne würdevoll, und vollkommen zurecht.

Cotechino (Italienische Brühwurst aus Schweinefleisch, Speck und Schwarte) mit Amur-Dauricus-Kaviar und Sellerie.
Cappuccino Murrina (Signature-Gericht und optische Cappuccino-Illusion als Hommage an Venedig und seine Murrine-Gläser, bestehend aus einer luftigen Kartoffel-Emulsion mit Sepia und Tintenfischtinte, gekrönt von cremigem „Milchschaum“.)
Napul’è (ein Signature Dish und moderne Hommage an den neapolitanischen Koch Alfonso Mattozzi. Als gebackenes Grieß-„Kissen“ fängt es die Aromen und Düfte der neapolitanischen Küche ein und verbindet deren einfache, authentische Tradition mit zeitgenössischer Technik).
Suono n’uovo (Suono N’uovo ist ein innovatives Gericht, das Ei neu interpretiert: Eierschalpulver in der Pasta intensiviert Textur und Geschmack, Ohrstöpsel verstärken beim Kauen das Geräusch der Eierschalensauce, eine bewusst inszenierte, sensorische und emotionale Erfahrung. Spannend!).
"Passi d’Oro“-Risotto.
Eine Safran-Lakritz-Risottos Variation, gewidmet der Skulptur von Roberto Barni in den Uffizien.
Handgeschnittenes Rindertatar auf Rinde mit weißem Trüffel.
Froschschenkel mit Knoblauch und Petersilie, weißer Staudensellerie und Zitronencreme.
Hirsch in einer Kruste aus Getreidekörnern
mit gebratenen Pilzen, gegrillter Karotte und Lauch.
Mandel-Mozzarella.


📍 Le Calandre
Via Liguria, 1
35030 Rubano (PD) · Italien
☎️ +39 049 630303
🌐 https://alajmo.it/pages/homepage-le-calandre

Photos: THX to Carina ❤️

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Feinkost

Conservas Rosara Pimientos del Piquillo Paprika ganz

Feinkost · Piquillo-Paprika · Navarra · Spanien

Conservas Rosara Pimientos del Piquillo sind ganze, geröstete Piquillo-Paprika in Manufakturqualität von Conservas Artesanas Rosara aus Navarra. Die kleinen, spitz zulaufenden Schoten werden über Feuer geröstet und von Hand geschält. Mild-süß mit feiner Rauchnote – eine spanische Spezialität.


Herkunft

Die Piquillo-Paprika stammt aus Navarra im Norden Spaniens, der klassischen Heimat dieser Spezialität. Conservas Artesanas Rosara verarbeitet die Schoten in traditioneller Manufakturqualität.

Anbau und Verarbeitung

Die Schoten werden über offenem Feuer geröstet, was ihnen die typische feine Rauchnote verleiht, und anschließend von Hand geschält. Sie werden ganz konserviert, ohne Zusatz von Wasser.

Geschmack

Leuchtendes Rot. Mild-süß im Geschmack, mit einer feinen, rauchigen Note und zarter Würze. Fleischig und zart in der Textur.

Am Tisch

Vielseitig verwendbar: pur als Tapa, gefüllt, in Salaten oder zu Fleisch und Fisch.

Klassische Verwendung: gefüllt mit Fisch oder Fleisch, als Tapa, in Salaten oder zu Gegrilltem.


Hersteller: Conservas Artesanas Rosara
Produkt: Pimientos del Piquillo (ganze Paprika)
Herkunft: Navarra (Spanien)
Verarbeitung: über Feuer geröstet, von Hand geschält
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.12.2030

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Weine

Domaine de Bichery Les Fontaines 2021 Rosé Brut Nature BIO

Der Domaine de Bichery Les Fontaines 2021 Rosé ist reiner Pinot Noir von der Côte des Bar, dem Pinot-Land im Süden der Champagne. Biologisch angebaut, ohne Dosage gefüllt – ein Rosé, der auf Frucht und Spannung setzt statt auf Süße.

Im Glas

Zartes Rosa, feine Perlen. Intensiv rotfruchtig, vor allem saftiger roter Apfel, dazu feine Gewürznoten. Im Mund vibrierend und klar, mit lebendiger Struktur und einem Mundgefühl, das Spaß macht. Lang im Nachhall, mit herber Würze.

Mach was draus

Geflügel, Lachs, Thunfisch, Garnelen oder würzige Gerichte, etwa aus der asiatischen Küche. Auch ein Stück Comté oder Charcuterie passt. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C, gern im Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Les Fontaines ist ein Rosé mit Biss. Ich mag ihn besonders zu würzigem Essen.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie trocken ist er? Komplett trocken: Brut Nature mit 0 g/l Restzucker.

Wie arbeitet die Domaine? Jede Cuvée stammt aus einer einzigen Ernte. Vergoren wird spontan mit natürlichen Hefen, teils in gebrauchten Burgunderfässern, teils im Edelstahl. Gefüllt wird ungeschönt, unfiltriert und mit sehr wenig Schwefel.

Aus welcher Rebsorte? Ausschließlich aus Pinot Noir. Die Côte des Bar ist vor allem für diese Sorte bekannt.

100 % Pinot Noir · Côte des Bar (Aube), Kalk und Mergel · Jahrgang 2021 · bio, FR-BIO-01 · Rosé · Restzucker 0 g/l (Brut Nature) · Domaine de Bichery, Neuville-sur-Seine · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Kopfensteiner Blaufränkisch Eisenberg

Rotwein · Eisenberg DAC · Blaufränkisch

100 % Blaufränkisch Eisenberg DAC Deutsch Schützen · Eisenberg Lehm mit Schiefer 13 Monate großes Holzfass trocken

Kopfensteiner Blaufränkisch Eisenberg ist der gebietstypische Blaufränkisch der Familie Kopfensteiner aus Deutsch Schützen im Südburgenland. Trauben vom Eisenberg und vom Deutsch Schützener Weinberg, gewachsen auf Lehm mit Schiefereinlagen und 13 Monate im großen Holzfass gereift, ergeben einen würzigen, mineralischen Rotwein mit feiner, saftiger Frucht – pur ebenso wie zum Essen.


Eisenberg und Deutsch Schützen – Schiefer am Hang, eisenhaltiger Lehm am Fuß

Das Weingut Kopfensteiner liegt in Deutsch Schützen im Weinbaugebiet Eisenberg, einem der kleinsten Anbaugebiete des Burgenlands. Manfred und Edith Kopfensteiner führen den Betrieb gemeinsam mit Sohn Thomas in dritter Generation. Seit den 1990er Jahren wuchs die Rebfläche auf heute rund 15 Hektar, der Schwerpunkt liegt auf Blaufränkisch.

Der Eisenberg bildet zusammen mit dem Deutsch Schützener Weinberg das weinbauliche Zentrum des Gebiets. An den steilen Hängen dominieren Schieferböden, am Hangfuß werden die Böden tiefgründiger und bestehen aus stark eisenhaltigem Lehm – der Eisengehalt ist es, auf den der Name des Berges verweist. Das Klima ist pannonisch geprägt, mit warmen Sommern; durch die Nähe zu den Ausläufern der Alpen ist es im Südburgenland aber kühler und niederschlagsreicher als am Neusiedler See. Die Trauben reifen langsamer und behalten mehr Säure.

Für diesen Wein verbindet Thomas Kopfensteiner Lesegut aus beiden Lagen. Der Schiefer liefert die typische Würze und den mineralischen Zug, der eisenhaltige Lehm Körper und dunkle Frucht. Die Herkunftsbezeichnung Eisenberg DAC gilt für Blaufränkisch Klassik seit 2009, für die Reserve-Stufe bereits seit 2008.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Blaufränkisch, der Leitsorte des Eisenbergs. Die Sorte treibt früh aus, reift spät und bringt von Natur aus kräftige Säure, dunkle Frucht und eine pfeffrige Würze mit – Eigenschaften, die auf Schiefer besonders deutlich hervortreten. Laubarbeit und Ausdünnen im Weinberg sichern reifes, gesundes Lesegut.

Der Wein reift 13 Monate im großen Holzfass. Das große Fassformat gibt dem Blaufränkisch Geschmeidigkeit, ohne Holzaromen aufzuprägen, und lässt die Würze der Schieferböden im Vordergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Dunkles Rubinrot. In der Nase dunkle Beeren und Sauerkirsche mit feiner, pfeffriger Würze. Am Gaumen saftig, mit klarer Frucht, mineralischem Zug und weichem, gut strukturiertem Tannin. Der Abgang ist würzig und klar.

Lehm mit Schiefer vom Eisenberg und 13 Monate großes Holz: Blaufränkisch mit dunkler Frucht, Pfeffer und mineralischem Zug.

Bereits gut zugänglich; eine halbe Stunde offen im Glas genügt. Bei 16–18 °C servieren. Über die nächsten Jahre zu trinken.

Am Tisch

Ein ordentlicher Teller Pasta, gebackenes oder gebratenes Geflügel, helles Fleisch, Gegrilltes und mittelreifer Käse – oder einfach pur. Die Würze des Blaufränkisch passt zudem zu Gulasch, Wildwurst und Gerichten mit Paprika.


Produzent Weingut Kopfensteiner, Deutsch Schützen (Südburgenland)
Rebsorte 100 % Blaufränkisch
Lage Eisenberg und Deutsch Schützener Weinberg, Südburgenland, Österreich · Lehm mit Schiefereinlagen
Klassifikation Eisenberg DAC · trocken
Vinifikation Laubarbeit und Ausdünnen im Weinberg · trocken vergoren
Ausbau 13 Monate großes Holzfass
Trinkempfehlung jetzt bis in die nächsten Jahre

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Weine

Knab Endinger Engelsberg Weißer Burgunder

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Knab Endinger Engelsberg Weißer Burgunder ist ein mineralischer, spritziger Weißburgunder vom Kaiserstuhl. Mit Aromen von saftigen Birnen, frischem Blütenduft und einer zarten Mineralität zeigt er sich klar und animierend.


Baden / Endinger Engelsberg

Das Weingut Knab ist in Endingen am Kaiserstuhl in Baden beheimatet – einer der wärmsten Weinbauregionen Deutschlands mit vulkanisch geprägten Böden. Die Lage Endinger Engelsberg vereint Vulkangestein und Löss und bringt Weißburgunder von feiner Mineralität und Frische hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Weißburgunder. Der Ausbau bewahrt die spritzige Frische, die klare Frucht und die zarte Mineralität der Lage. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase saftige Birne und frischer Blütenduft. Am Gaumen mineralisch und spritzig, mit klarer Frucht, animierender Säure und einer zarten mineralischen Prägung im Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Spargel und mildem Käse.


Lage: Baden, Kaiserstuhl, Endinger Engelsberg (Deutschland); Weingut Knab
Klassifikation: 100 % Weißburgunder, trocken
Ausbau: frische- und mineralitätsbetont (Vulkangestein, Löss)

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Rebsorten

Dietrich Riesling halbtrocken 1,00 Liter

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Riesling ist geprägt von Zitrus- und Apfelaromen und präsentiert sich mit viel Frische und spritziger Säure. Eine feine Restsüße bildet den belebenden Gegenspieler in diesem Schoppen – praktisch abgefüllt in der 1-Liter-Flasche.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr bringen reife, aromatische Trauben hervor. Riesling ist die Königssorte des deutschen Weinbaus.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Der Ausbau bewahrt die klare Frucht, die lebendige Säure und eine feine Restsüße, die für ein saftiges, animierendes Spiel sorgt. Abgefüllt in der praktischen 1-Liter-Flasche – ideal als Schoppenwein.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase Zitrus und frischer Apfel. Am Gaumen saftig und spritzig, mit klarer Frucht, lebendiger Säure und einer feinen Restsüße als belebendem Gegenspieler; animierender Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ein unkomplizierter Schoppenwein, auch solo.

Passt zu: leichten Vorspeisen, Fisch, Geflügel, asiatischer Küche und würzigen Gerichten.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – 100 % Riesling
Ausbau: fruchtbetont, mit lebendiger Säure
Füllmenge: 1,0 Liter

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USA

Pášxa River Rock Vineyard Grenache 2018

Wein · Rotwein · Walla Walla Valley · USA

The Walls Pášxa Grenache 2018 aus dem River Rock Vineyard zeigt ein leuchtendes, durchscheinendes Rubinpurpur und ein betörendes Bukett von Himbeere, Walderdbeere und Blaubeere, verwoben mit warmer Erde, Gewürzen und Anklängen von Kräutern der Provence. Mittel- bis vollgewichtig, rund und nahtlos; von Jeb Dunnuck mit 95 von 100 Punkten bewertet.


The Rocks District / Walla Walla

The Walls Vineyards aus dem Walla Walla Valley arbeitet unter dem renommierten Winemaker Todd Alexander. Die Frucht stammt aus dem River Rock Vineyard im The Rocks District of Milton-Freewater – einer für ihre steinigen, von Flussgeröll geprägten Böden berühmten Lage, die würzig-mineralische Rhône-Sorten hervorbringt. In Washington fertiggestellte Weine dieser Lage tragen die übergeordnete Walla Walla Valley AVA.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grenache. Die Gärung erfolgt in Beton und Stahl, der Ausbau in Großgebinden aus überwiegend gebrauchter französischer Eiche, sodass die strahlende Frucht und die mineralische Prägung der Lage im Vordergrund bleiben. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Leuchtendes, durchscheinendes Rubinpurpur. In der Nase Himbeere, Walderdbeere und Blaubeere, dazu warme Erde, Gewürze und Kräuter der Provence sowie ein Hauch der typischen „Rocks"-Würze. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, rund, geschmeidig und nahtlos, mit großer Reinheit der Frucht und langem Abgang. Lagerpotenzial von 10–12 Jahren.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein eleganter, würziger Begleiter.

Passt zu: Lamm, Geflügel, Wild, mediterranen Schmorgerichten und kräuterbetonten Speisen.


Lage: Walla Walla Valley AVA – The Rocks District, River Rock Vineyard (USA); The Walls Vineyards
Klassifikation: Walla Walla Valley – 100 % Grenache (Rocks District), trocken
Ausbau: Gärung in Beton/Stahl; Reifung in Großgebinden, überwiegend gebrauchte französische Eiche
Bewertung: Jeb Dunnuck 95/100 (Jahrgang 2018)

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Weine

Hermann Ludes Thörnicher Ritsch Riesling Kabinett Speyer 2024

Weißwein · Mosel · Riesling Kabinett (fruchtsüß)

Riesling Thörnicher Ritsch · Im Speyer Mosel Kabinett · fruchtsüß alte wurzelechte Reben

Der Thörnicher Ritsch „Im Speyer" Riesling Kabinett 2024 von Hermann Ludes ist ein straffer, mineralischer Mosel-Riesling von alten, teils wurzelechten Reben – kühle Frucht, feinste Schieferwürze und pikante, tänzelnde Säure, mit sehr großem Reifepotenzial.


Thörnicher Ritsch – Im Speyer

Die Parzelle „Im Speyer" gehört zu den eindrucksvollsten Gewannen der berühmten Mosellage Thörnicher Ritsch, gegenüber dem Ort Thörnich an der Mittelmosel. Der Weinberg erhebt sich extrem steil aus dem Moseltal und ist optimal nach Süden ausgerichtet, sodass die Reben von intensiver Sonneneinstrahlung und dem ausgleichenden Einfluss des Flusses profitieren. Die Böden aus devonischem Schiefer speichern Wärme und bieten den Reben zugleich nur wenig Wasser und Nährstoffe – das ergibt niedrige Erträge, aber Trauben von hoher Konzentration und ausgeprägter mineralischer Prägung.

In „Im Speyer" stehen vielfach sehr alte Rieslingreben, teils über 80 Jahre und oft noch wurzelecht. Innerhalb der ohnehin renommierten Ritsch ist diese Parzelle noch einmal eine ganze Klasse spannungsgeladener.

Jahrgang 2024 – Mosel

2024 war an der Mosel ein anspruchsvoller, kühl-feuchter Jahrgang mit hohem Pilzdruck und geringen Erträgen, der strenge Selektion und viel Arbeit im Steilhang verlangte. Ein freundlicherer Herbst ermöglichte eine reife, gesunde Lese.

Das Ergebnis sind klassische, säurebetonte und leichtfüßige Rieslinge mit moderaten Mostgewichten – ideale Bedingungen für animierende, spannungsreiche Kabinette.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2024, klassischer Prädikatswein (Kabinett).

Handlese in der Steillage, anschließend Spontangärung mit Naturhefen; im Keller wird konsequent auf Reinzuchthefen, Enzyme und Schönung verzichtet. Der Ausbau ist traditionell und bewusst reduktiv angelegt – ein Stil, der die Weine kühl, klar und ausgesprochen langlebig macht. Jung profitieren sie stark von Luft; abgefüllt wird unter Schraubverschluss.

Im Glas

Eine klare Stilistik mit kühler Frucht, feinster Schieferwürze und pikanter, tänzelnder Säure. Am Gaumen präsentiert sich der Wein straff, mineralisch und lang, von einem salzigen Mantel umgeben und mit sehr großem Reifepotenzial ausgestattet.

Straff, mineralisch und lang – kühle Frucht und Schieferwürze in einem salzigen Mantel.

Jung mit etwas Luft zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Klassiker zu würziger, leicht scharfer Küche: Thai-Currys, Sushi, gebratenes Geflügel mit Ingwer oder kräftiger Käse. Ebenso ein animierender Aperitif.


Lage: Thörnicher Ritsch „Im Speyer" (Mittelmosel); extrem steile Südlage, devonischer Schiefer, alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: Riesling Kabinett (Prädikatswein, fruchtsüß)
Ausbau: Riesling; Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau, keine Schönung, Schraubverschluss

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Rebsorten

Jean-Marc Vincent Bourgogne blanc 2024

Weißwein · Bourgogne · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne Blanc AOC Chassagne-Montrachet · 0,20 ha ≥15 Monate Holz · Feinhefe 2024

Der Bourgogne Blanc 2024 von Anne-Marie und Jean-Marc Vincent ist alles andere als „einfach“: ein puristischer Chardonnay mit Biss, Würze, Knackigkeit und Cremigkeit. Die Trauben stammen aus dem südwestlichen Chassagne-Montrachet bei Remigny – ein Tropfen, der die Klasse und Diskretion eines deutlich höher klassifizierten Crus zeigt.


Chassagne-Montrachet – Chardonnay vom Kalk

Der nur 0,20 Hektar große Wingert liegt im südwestlichen Teil von Chassagne-Montrachet bei Remigny, auf einem Gemisch aus Kalkstein und Ton. Auf diesem Boden wächst ein Chardonnay mit Rasse und Mineralität, der weit über seine Appellationsstufe hinausreicht.

Die Domaine Jean-Marc Vincent hat ihren Sitz in Santenay in der südlichen Côte de Beaune. Jean-Marc baute das familiäre Gut ab 1997 wieder auf – heute rund sechs Hektar, seit 2003 ohne Herbizide bewirtschaftet (nicht zertifiziert). Handlese in mehreren Durchgängen, sehr niedrige Erträge und akribische Selektion sind die Grundlage seiner Weine.

Jahrgang 2024 – Burgund

2024 war im Burgund kühler und feuchter. Auf einen milden, nassen Winter und frühen Austrieb folgte ein feucht-kühles Frühjahr mit Frost, Hagel und hohem Krankheitsdruck; die Blüte verlief uneinheitlich. Der Sommer wurde trockener, die Reife verlief langsam, die Lese spät – mit strenger Selektion und teils stark reduzierten Erträgen.

Das Resultat bei den Weißweinen: klare, feine, balancierte Weine mit pikanter Frische und kühler Eleganz. Auch dieser Bourgogne zeigt sich entsprechend etwas frischer und rassiger, mit einem Punkt mehr Säure und Spannung.

Im Glas

Honigmelone, geröstete Haselnuss, Salzkristall, Blumenwiese und eine feine Artischockennote. Am Gaumen knackig und cremig zugleich, mit Würze und einem feingewobenen, langen Nachhall voller Eleganz und Tiefe.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb oder Ziegenkäse – oder solo als Aperitif. Bei 11–13 °C servieren.


Lage: südwestlicher Chassagne-Montrachet bei Remigny; Kalkstein-Ton; 0,20 ha
Klassifikation: Bourgogne Blanc AOC
Ausbau: spontane Gärung im Holzfass, ≥15 Monate auf Feinhefe, ca. 10–15% neues Holz, nicht abgezogen; Handarbeit im Weinberg, wenig Schwefel

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