One – Roermond – Niederlande

One – Ein Abenteuer

„Essen ist ein Abenteuer, reise mit uns!“ Diese schöne Aufforderung erscheint als erstes auf der Homepage des Restaurants One. Hier in der niederländischen Grenzstadt Roermond wirkt der kreative Koch Edwin Soumang mit seinem netten Team.

In Corona Zeiten ist das Reisen allerdings gar nicht einmal so einfach oder gar nicht erlaubt. Nach den ersten deutschen Corona Lockerungen waren die Niederlande also ein nahes und äußerst spannendes Ziel geworden. Wie geht ein direkter, dem deutschen in seinen Gewohnheiten nicht ganz unähnlicher Grenznachbar mit so einem Virus in der Öffentlichkeit um? Der persönliche Eindruck: ziemlich locker. Ohne Mundschutz, allerdings mit Mindestabstand und Hygienemaßnahmen beim Eintritt in Hotel und Restaurant. Auch die Datenerfassung wird hier preußisch und ohne Widerspruch hingenommen. Aber sonst? Die Außenterrassen sind voll, die Geschäfte gefüllt und die Menschen wirken hier recht fröhlich und voller Zuversicht. Angst und Verunsicherungen kann man in den Gesichtern hier nicht lesen. Auch im Restaurant One geht es ziemlich locker zu. Untergebracht ist diese Gourmet Schmiede in einer alten Zementfabrik, welche zu einem Kulturzentrum umgebaut wurde.

Graffiti an den kahlen Wänden, Designelemente an den Decken und in den grosszügigen Speiseräumen machen Lust auf einen leckeren Abend. Kreativ und modern wird hier dann letztendlich auch gekocht. Das ist sinnstiftend und ziemlich gut; die Zutaten harmonieren perfekt bei den einzelnen Gängen und wirken leicht und beschwingend. Lokal und sogar saisonal die Auswahl der Zutaten. Im Restaurant One überzeugt nicht nur Design, Atmosphäre und das Menü, auch die Herzlichkeit und Lockerheit der hier agierenden Personen in diesen unkalkulierbaren Zeiten ist bemerkenswert. Ein Stück Normalität in einer irreal gewordenen Welt.

Maisrolle, Apfel-Gurke Cracker, Avocado Tartelette.
Tomate, Gurke und Estragon.
Lachs, Wasabicreme, geröstete Zwiebeln, Rettich und Radieschen im Dashi Fond.
Der Corona Sicherheitsabstand wird mittels eines umgebauten Rollwagens gewahrt. Die Gerichte werden so an den Tisch gefahren, vom Personal erklärt und dann vom Gast selber vom Wagen genommen.
Spargel- Kräutersalat in einer Ajo blanco.
Nordseekrabben in einer Zitronen- Spargel Sauce.
Ravioli unter belgischem Kaviar auf einer Erbsen- Kräutersauce.
Kalbsfilet, Zwiebeln, Bries und Pilzcreme.
Foie Royale mit schwarzem Pfeffer, Feigenchutney und Zitrone.
Früchte aus dem eigenen Garten, Erdbeereis und Schokolade.
Kirsche, Passionsfrucht und Litschi.

Restaurant One – ECI 17 – 6041 MA Roermond – Niederlande – Telefon: +31 475 600 262 – www.restaurantone.nl

  • Punkte
107

Unsere Wertung: 107 von 365 Punkten *

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Die Punkte stehen für die Tage eines ganzen Jahres. Je höher die Punktezahl ist, umso häufiger wünscht man sich an diesem Ort essen gehen zu können oder eben den beschriebenen Wein trinken zu dürfen.

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Spanien

Bodega K5 Kilima Ancestral

Kilima heißt auf Baskisch „Kitzeln“ – und genau das tut dieser Wein. Die Bodega K5 hat damit ihren allerersten Schaumwein gefüllt: einen Pét-Nat, nur aus Hondarrabi Zuri, gewachsen auf einer einzigen Parzelle in Aia, rund 300 Meter über dem Meer. Spontan vergoren, unfiltriert, ohne Dosage. Die Auflage: gerade einmal 3.500 Flaschen, mehr gibt es nicht.

Im Glas

Gelb mit grünem Schimmer, leicht trüb, mit sehr feinen Bläschen. Im Duft grüner Apfel, frisches Heu, Limette und Zitrone, außerdem etwas Stein und nasse Erde. Im Mund breit, aber ebenso straff; die kräftige Säure wird von natürlicher Fülle abgefedert. Langer, salziger Nachhall.

Mach was draus

Ideal zu Austern, Anchoas, eingelegtem Gemüse, Frischkäse oder asiatischer Küche – und als Aperitif. Serviere ihn richtig kalt, also zwischen 6 und 8 °C, und lass die Flasche vorher ruhig stehen.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Kilima ist Baskenland pur: Säure, Salz und Meerluft in jeder Perle.“

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Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Nach der Méthode ancestrale: Es gibt nur eine Gärung mit Hefen aus dem Weinberg. Sie beginnt im Tank und endet in der Flasche. Degorgiert wird von Hand, verschlossen mit Kronkorken.

Warum ist er trüb? Er wird weder gefiltert noch geschönt. Die leichte Trübung gehört zum Stil.

Wer steht dahinter? Karlos Arguiñanos Bodega K5 in Aia, mit Kellermeister Lauren Rosillo, für den Kilima ein lang gehegtes Ziel war.

100 % Hondarrabi Zuri · Einzelparzelle, Aia (Gipuzkoa) · ca. 300 m · Granit mit Schiefer · Drahtrahmen · 1,5–2 kg je Stock · Méthode ancestrale · Spontangärung · unfiltriert, ungeschönt · Handdegorgement · ohne Dosage · Kronkorken · 3.500 Flaschen · Espumoso ancestral, nicht D.O. Getariako Txakolina · Bodega K5, Aia (Gipuzkoa, Baskenland) · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Lafarge Beaune Clos des Aigrots 2021

Rotwein · Beaune · Pinot Noir

Pinot Noir Clos des Aigrots Beaune (Frankreich) 2021

Der Michel Lafarge Beaune Clos des Aigrots 2021 aus dem französischen Burgund ist ein frischer, floraler Pinot Noir von der Top-Domaine in Volnay – von alten Reben, mit feiner Mineralität und der für das Haus typischen Klarheit.


Beaune Clos des Aigrots – die Lage

Der Clos des Aigrots liegt am Hang von Beaune in der Côte de Beaune. Lafarges Parzelle umfasst rund 0,66 Hektar mit alten Reben, gepflanzt unter anderem 1949 und 1964, auf rotem Kies-Lehmboden über Kalkstein. Dieser Untergrund prägt frische, helle und aromatisch florale Pinot Noirs mit feiner Struktur.

Die Domaine Michel Lafarge zählt zu den großen Adressen Volnays. Frédéric und Chantal Lafarge bewirtschaften die rund zwölf Hektar seit dem Jahr 2000 von Hand, mit Kompost und Pflanzenpräparaten – ein Wegbereiter dieser Bewegung an der Côte de Beaune.

Jahrgang 2021 – Burgund

2021 war im Burgund ein kühler, von Frost geprägter Jahrgang mit kleinen Erträgen.

Was gesund in den Keller kam, ergab klassische, frische und präzise Weine mit feiner Säure – Lafarge beendete die Lese mit dieser Parzelle Anfang Oktober und arbeitete mit etwas festerer Extraktion als in sonnigen Jahren.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Wie bei Lafarge üblich wurden die Trauben vollständig entrappt. Der Ausbau erfolgte über rund 18 Monate in Fässern mit nur geringem Neuholzanteil (0–15 %), ohne Schönung oder Filtration.

Im Glas

Ein sehr frisches Bouquet aus roter Kirsche, Himbeere und Pflaume, umspielt von floralen Noten wie Veilchen und Pfingstrose. Am Gaumen mittel- bis vollmundig, saftig und texturreich, mit ausgeprägter Mineralität, feiner Säure und salzigem, präzisem Abgang – jung noch straff und mit Reifepotenzial. (Eindruck nach Fachpresse-Notizen aus dem Fassstadium.)

Frisch, floral und mineralisch – die unaufgeregte Klarheit, für die Lafarge steht.

Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel, Kalb, Ente, gegrilltem Lamm, Gerichten mit Pilzen oder mittelreifem Weichkäse. Ein eleganter Begleiter für feine Küche.


Lage: Clos des Aigrots, Beaune, Côte de Beaune, Bourgogne (Frankreich); roter Kies-Lehmboden über Kalkstein, alte Reben
Klassifikation: Beaune AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; vollständig entrappt; ca. 18 Monate Fass (0–15 % neu); Handarbeit im Weinberg

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Spanien

Jade Gross Chiguita 2023

Weißwein · Rioja · Tempranillo Blanco / Garnacha Blanca / Viura

Tempranillo Blanco / Garnacha Blanca / Viura DOCa Rioja Jade Gross 6 Monate Feinhefe (500-l-Fass) nur 3.900 Flaschen 2023

Der Jade Gross Chiguita Blanco 2023 ist eine vielschichtige Weiß-Cuvée, die an eine Mischung aus einem erstklassigen weißen Hermitage und einem Grand-Cru-Burgunder erinnert – voller Körper, reife Frucht und ein leicht rauchiger Abgang. Einzigartig, köstlich, großartig.


Chiguita Blanco – drei Sorten, mehrere Lagen

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Die Cuvée vereint Tempranillo Blanco und Garnacha Blanca, die auf eisenhaltigem Lehmboden im Alto-de-Najerilla-Tal wachsen, sowie Viura von kalkhaltigem Lehmboden in Labastida und San Vicente de la Sonsierra. Aus dem Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Terroirs entsteht die besondere Tiefe und Vielschichtigkeit des Weins.

Jahrgang 2023 – Rioja

Der Jahrgang 2023 war in der Rioja ein herausforderndes Jahr: Besonders warme und trockene Bedingungen ließen Reben und Menschen mit den Herausforderungen des Klimawandels kämpfen. Im Vorteil waren – wie schon in den Jahren davor – die alten Rebanlagen in den Höhenlagen vor der Sierra Cantabria. Starke Hagelstürme dezimierten die Ernte weiter und führten zu einer Minderernte; nur wer das ganze Jahr über sorgsam die Laubarbeit beherrschte und zum richtigen Zeitpunkt las, wurde mit hochwertigem Traubenmaterial belohnt.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Tempranillo Blanco, Garnacha Blanca und Viura, Jahrgang 2023, trocken.

Die Lese fand zwischen dem 12. und dem 14. September 2023 statt. Die ganzen Trauben wurden direkt gepresst, fermentierten und reiften dann weitere sechs Monate in französischen 500-Liter-Eichenfässern auf der eigenen Hefe. Gesamtproduktion: 3.900 Flaschen.

Im Glas

Der Wein erinnert an eine Mischung aus einem erstklassigen weißen Hermitage und einem Grand-Cru-Burgunder. Aromen von reifem Apfel, saftigem Pfirsich, Felsenbirne und Brioche, ergänzt durch frischen Kräutergarten, prägen den vollen Körper und den leicht rauchigen Abgang. Die klare Säure verleiht dem Wein Frische und Klarheit.

Wie weißer Hermitage trifft Grand-Cru-Burgunder – einzigartig, köstlich, großartig.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Reisgerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: DOCa Rioja (Spanien); Tempranillo Blanco und Garnacha Blanca aus dem Alto-de-Najerilla-Tal (eisenhaltiger Lehm), Viura aus Labastida und San Vicente de la Sonsierra (kalkhaltiger Lehm)
Klassifikation: DOCa Rioja blanco (trocken); nur 3.900 Flaschen
Ausbau: Ganztraubenpressung, Gärung und 6 Monate Reife auf der eigenen Hefe in französischen 500-l-Fässern; handwerklich

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Spanien

K5 Pilota Txakoli 2025

Weißwein · Getariako Txakolina · Baskenland

Der K5 Pilota Txakoli ist ein frischer baskischer Weißwein der Bodega K5 (Karlos Argiñano) aus der D.O. Getariako Txakolina an der kantabrischen Küste. Er stammt aus den jüngsten Rebanlagen des Guts, ist reinsortiger Hondarrabi Zuri und reift fünf Monate auf der Feinhefe im Edelstahltank. Mit Noten von Kräutern, Fenchel, unreifer Birne, Meeresgischt und grünem Apfel. Rein, spritzig und knochentrocken.


Getariako Txakolina – Baskenland

Die Bodega K5 liegt bei Aia in Gipuzkoa, rund 300 Meter über dem Meer mit Blick auf das Kantabrische Meer und die Häfen von Zarautz und Orio. Gegründet 2005 von Karlos Argiñano und Partnern, setzt das Gut konsequent auf die autochthone Sorte Hondarrabi Zuri. Die Böden aus Granit und Schiefer sowie das atlantische Klima mit kühlen Brisen prägen die mineralische, frische Stilistik des Txakoli.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Hondarrabi Zuri aus den jüngsten Rebanlagen des Guts. Der Wein vergärt im Edelstahltank und reift dort anschließend fünf Monate auf der Feinhefe, was ihm Struktur und einen feinen Zug verleiht. Enthält Sulfite.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase Kräuter, etwas Fenchel, unreife Birne, Meeresgischt und grüner Apfel. Am Gaumen rein, elegant und spritzig, knochentrocken, mit klarer Säure und langem Finish. Der eingefangene grüne Norden in flüssiger Form.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Salate, Meeresfrüchte und Fischgerichte. Gut auch zu Tapas, Sushi und hellem Fleisch oder als Aperitif. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.


Lage Aia, Gipuzkoa (Baskenland, Spanien), Granit- und Schieferböden, ca. 300 m, Küstennähe
Klassifikation D.O. Getariako Txakolina
Ausbau Reinsortiger Hondarrabi Zuri, Vergärung im Edelstahltank, 5 Monate auf der Feinhefe

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Feinkost

A Ricchigia Crema di Pistaccio Pistaziencreme

Feinkost · Pistaziencreme · Sizilien · Italien

A Ricchigia Crema di Pistacchio ist eine sizilianische Pistaziencreme aus feinen Pistazien. Sie überzeugt durch ihren unvergleichlichen Geschmack und ihre cremige Konsistenz – ob als Aufstrich auf frischem Weißbrot oder als besondere Zutat in Desserts. Ein wahrer Genuss für Liebhaber edler Pistazien.


Sizilien

A Ricchigia ist ein sizilianischer Hersteller, der für Spezialitäten rund um die Pistazie bekannt ist. Sizilien – allen voran die Gegend um Bronte – gilt als Heimat besonders feiner, aromatischer Pistazien.

Anbau und Verarbeitung

Die Creme wird aus feinen Pistazien hergestellt und zu einer besonders cremigen Konsistenz verarbeitet. Eine sorgfältige Verarbeitung bewahrt den intensiven, typischen Pistaziengeschmack.

Geschmack

Zartes Grün. Intensiver, unvergleichlicher Pistaziengeschmack mit feiner, nussiger Süße und cremiger Textur. Vollmundig und aromatisch.

Am Tisch

Vielseitig verwendbar – als Aufstrich oder als feine Zutat in der Küche.

Klassische Verwendung: als Aufstrich auf Weißbrot, in Desserts, für Eis, Cremes und Gebäck.


Hersteller: A Ricchigia
Produkt: Crema di Pistacchio (Pistaziencreme)
Art: Pistaziencreme
Herkunft: Sizilien (Italien)
Verarbeitung: aus feinen Pistazien, cremig
Mindesthaltbarkeit (MHD): 19.03.2027

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USA

Saxum Bone Rock 2018

Rotwein · Bone Rock · Syrah-Cuvée

Syrah-dominierte Cuvée Bone Rock James Berry Vineyard Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) weißer Kalkstein 34 Monate Holz 2018

Der Saxum Bone Rock 2018 ist eine rare Single-Block-Syrah des Kult-Erzeugers Saxum aus dem felsigsten, reinweißen Kalksteinblock des James Berry Vineyard. Tiefdunkel, kraftvoll und vielschichtig – mit dichter schwarzer Frucht, Graphit und herzhafter Würze, getragen von einer mächtigen Struktur und großem Reifepotenzial.


Bone Rock – der Kalksteinblock von James Berry

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Bone Rock ist eine Single-Block-Abfüllung aus einem der steilsten und felsigsten Teile des James Berry Vineyard – einem Block aus reinem weißem Kalkstein im Willow Creek District westlich von Paso Robles. Der Name verweist auf den knochig-felsigen Kalkboden, der von einem uralten Meeresboden mit Fossilien durchsetzt ist. Der Name Saxum selbst ist lateinisch für „Stein".

Auf diesem kargen, mineralischen Untergrund gedeiht vor allem Syrah, der dem Block seine kraftvolle, zugleich präzise Statur verdankt. Kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Frische und Aromatik. Bewirtschaftet wird organisch, von Hand gelesen und im Keller minimalistisch gearbeitet.

Jahrgang 2018 – Paso Robles

2018 gilt an der kalifornischen Central Coast als herausragender, klassischer Jahrgang: Eine lange, gleichmäßige Vegetationsperiode brachte vollreife, zugleich frische und ausgewogene Weine mit großer Tiefe und Struktur. Auf dem weißen Kalkstein des Bone Rock ergibt das einen besonders kraftvollen, dichten und langlebigen Syrah mit mineralischer Spannung und großem Reifepotenzial.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 63 % Syrah, 16 % Mataro (Mourvèdre), 12 % Grenache, 7 % Graciano und einem Schuss Roussanne, Jahrgang 2018, trocken.

Syrah gibt dem Wein das dunkle, würzig-pfeffrige Fruchtrückgrat und die mineralische Tiefe; Mataro Struktur, Erdigkeit und herzhafte Fülle; Grenache rote Frucht und Großzügigkeit; Graciano Farbe, florale Frische und Säure; der mitvergorene Roussanne hebt Aromatik und Textur. Anschließend reift der Wein außergewöhnlich lange – 34 Monate – im Holzfass, was ihm Tiefe, Würze und Struktur verleiht und seine mächtige Statur einbindet.

Im Glas

Aus der Syrah-dominierten Cuvée und dem weißen Kalkstein lebt dieser Wein von Kraft und Tiefe: tiefes, undurchdringliches Purpur im Glas, dazu dichte reife schwarze Frucht wie Brombeere und Cassis, Lakritz, Graphit, Holzkohle und eine herzhaft-rauchige Note von geräuchertem Fleisch. Am Gaumen vollgewichtig, reich und konzentriert, mit aufbauendem, dichtem Tannin, einer mineralisch-graphitigen Frische und einem mächtigen, sehr langen Nachhall.

Tiefes Purpur, schwarze Frucht, Lakritz, Graphit und Holzkohle – kraftvoll und konzentriert, mit aufbauendem Tannin und mächtigem Finale.

Ein kraftvoller, noch jugendlicher Wein, der Zeit braucht; in der Jugend großzügig dekantieren. Mit sehr großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Wild und Lamm, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu Short Ribs und Barbecue sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Bone Rock, James Berry Vineyard, Willow Creek District, Paso Robles (Kalifornien, USA); steiler Block aus reinem weißem Kalkstein über fossilem Meeresboden; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles Willow Creek District; Cuvée aus 63 % Syrah, 16 % Mataro, 12 % Grenache, 7 % Graciano und etwas Roussanne (trocken)
Ausbau: 34 Monate im Holzfass; zurückhaltende, minimalistische Kellerarbeit

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Länder/Regionen

Domaine Bretaudeau Théia Muscadet 2024

Weißwein · Muscadet AOC · Melon de Bourgogne

100 % Melon de Bourgogne Pays Nantais, Loire Gabbro Reben über 35 Jahre 8 Monate Vollhefe · Beton und Holz 2024

Der Théia Muscadet 2024 von Jérôme Bretaudeau (Domaine de Bellevue) ist ein reinsortiger Melon de Bourgogne von Gabbro, einem dunklen, magmatischen Tiefengestein. Über 35 Jahre alte Reben, Spontangärung und acht Monate auf der Vollhefe in Beton und Holz: ein präziser, salziger Muscadet mit rauchig-steinigen Noten.


Gabbro im Pays Nantais

Der Pays Nantais liegt am Unterlauf der Loire, kurz vor ihrer Mündung in den Atlantik. Das Klima ist ozeanisch: milde Winter, gemäßigte Sommer, viel Feuchtigkeit vom Meer. Die Rebsorte des Gebiets ist der Melon de Bourgogne – wie der Name sagt, ursprünglich aus Burgund. Nach dem verheerenden Frostwinter von 1709, der die Weinberge an der unteren Loire zerstörte, wurde er hier großflächig gepflanzt, weil er Kälte besser verträgt als die Sorten davor.

Die Reben für den Théia stehen auf Gabbro. Das ist ein grobkörniges, dunkles Tiefengestein vulkanischen Ursprungs – dieselbe Schmelze wie Basalt, aber tief in der Erdkruste langsam erstarrt. Gabbro ist reich an Eisen und Magnesium und verwittert nur langsam; die Böden darüber sind flach, steinig und karg. Die Reben müssen tief wurzeln und bringen kleine Erträge. Gabbro gilt im Muscadet als einer der Untergründe, die die langlebigsten und mineralischsten Weine liefern – mit genau der rauchigen, steinigen und leicht jodigen Note, die diesen Wein prägt.

Die Reben sind über 35 Jahre alt. Jérôme Bretaudeau gehört mit seiner Domaine de Bellevue zu den Winzern, die den Muscadet in den letzten Jahren vom einfachen Austernwein zu einem ernst genommenen Lagenwein gemacht haben.

Jahrgang 2024 – Pays Nantais

Das Jahr 2024 war an der unteren Loire eines der schwierigsten der letzten Jahrzehnte. Auf einen nassen Winter folgten Frostnächte im April und ein durchgehend feuchtes Frühjahr und Frühsommer. Der Druck durch Falschen Mehltau war außerordentlich hoch; viele Betriebe verloren große Teile ihrer Ernte, die Mengen fielen deutlich unter das übliche Niveau.

Was gesund in den Keller kam, zeigt den klassischen Charakter kühler Jahre: klare, frische Säure, moderater Alkohol, schlanke Struktur. Für einen Muscadet von Gabbro, der ohnehin auf Präzision und Mineralität angelegt ist, passt das Profil – der Jahrgang verstärkt die Linie des Théia, statt sie zu überdecken.

Spontangärung und acht Monate auf der Vollhefe

Reinsortiger Melon de Bourgogne aus dem Jahrgang 2024, vergoren mit den natürlichen Hefen der Trauben. Der Muscadet hat eine lange Tradition des Ausbaus „sur lie", auf der Hefe – die neutrale Rebsorte gewinnt dadurch Textur und Tiefe.

Der Théia reift nach der Gärung acht Monate auf der Vollhefe, verteilt auf Betontanks und Eichenfässer. Der Beton hält die Temperatur stabil und gibt keine Aromen ab, das Holz sorgt für einen langsamen Sauerstoffkontakt. Die Hefe schützt den Wein vor Oxidation und gibt Mannoproteine ab, die ihm Schmelz verleihen, ohne die salzige Mineralität zu überdecken.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Schimmer. In der Nase rauchige und steinige Noten, dazu Zitrusschale und ein floraler Ton. Am Gaumen sehr präzise, frisch und salzig, mit jodigem Auftakt und einer dezenten Bitterkeit im Hintergrund. Menthol- und anisartige Noten führen in ein langes Finish.

Gabbro im Boden, acht Monate Hefe im Keller: Muscadet, der nach Stein und Meer schmeckt.

Bei 10–12 °C servieren. Jung schon zugänglich; mit einigen Jahren Flaschenreife gewinnt der Wein an Tiefe – Muscadet von Gabbro altert oft deutlich besser als erwartet.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, Schalentiere, gegrillter Fisch, Sushi und Sashimi, dazu Ziegenfrischkäse. Die jodig-salzige Mineralität passt besonders zu Austern; ebenso zu Moules marinières, Seebarsch in Salzkruste und Beurre-blanc-Gerichten aus Nantes.


Produzent Domaine de Bellevue, Jérôme Bretaudeau, Pays Nantais
Rebsorte 100 % Melon de Bourgogne
Lage Pays Nantais, Loire · Gabbro
Klassifikation Muscadet AOC · trocken
Jahrgang 2024
Vinifikation Spontangärung mit natürlichen Hefen
Ausbau 8 Monate auf der Vollhefe in Betontanks und Eichenfässern
Trinkempfehlung jetzt bis 2032
Rebenalter über 35 Jahre

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Rebsorten

Huber Malterdinger Chardonnay 2022

Huber Malterdinger Chardonnay 2021.

 

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