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13. Dezember 2022

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Rebsorten

Angerville Meursault Santenots 1er Cru 2020

Weißwein · Meursault 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Meursault 1er Cru Côte de Beaune 2020 Santenots · Reben seit 1905

Der Meursault Santenots 1er Cru 2020 der Domaine Marquis d'Angerville ist eine absolute Rarität: ein Chardonnay aus einer der berühmtesten Rotweinlagen der Côte de Beaune, der die Mineralität dieses Terroirs in gespannter, salziger Form einfängt – fernab des buttrigen Meursault-Klischees.


Santenots – der „Volnayste" unter den Meursault-Lagen

Santenots liegt nördlich des Dorfes Meursault, an der Grenze zu Volnay. Der mergelige, sehr kalk- und eisenhaltige Boden eignet sich so gut für Pinot Noir, dass die meisten Weine hier als Volnay-Santenots gefüllt werden. Je nach Rebsorte darf der Climat den Namen Volnay (Pinot Noir) oder Meursault (Chardonnay) tragen.

Die Domaine Marquis d'Angerville besitzt hier eine rund 1,05 Hektar große Parzelle, die Sem d'Angerville bereits 1905 mit Chardonnay bestockte, um einen weißen Premier Cru zu erzeugen. Südost-Ausrichtung, moderate Hangneigung und alte Reben liefern die Grundlage für diesen außergewöhnlichen Weißwein.

Jahrgang 2020 – Côte de Beaune

2020 war ein warmer, trockener und sonnenreicher Jahrgang im Burgund mit früher Lese und naturgemäß geringen Erträgen. Das brachte reife, konzentrierte Trauben.

In den besten weißen Lagen bewahrten Säurespannung und Frische die Balance – Eigenschaften, die bei diesem mineralisch geprägten Santenots besonders gut zur Geltung kommen.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2020.

Vinifizierung und Ausbau erfolgen im Fass, bewusst ohne übermäßiges Bâtonnage – ein zurückhaltender Ausbau, der dem Wein zusätzliche Energie und Spannung verleiht, statt ihn mit Holz zu überlagern.

Im Glas

Das Bouquet zeigt Birne, Zitruszeste, Haselnuss und einen Hauch Honigwabe, dazu feine florale Noten und einen Anklang von Feuerstein. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, präzise und animiert von einer vibrierenden Säure, mit kreidiger Struktur und salzigem, langem Finale.

Mineralisch, salzig und energiegeladen – ein Meursault fernab des buttrigen Klischees.

Jung schon zugänglich, über mehrere Jahre hervorragend lagerfähig. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Edelfisch, Hummer und Krustentiere, Geflügel in heller Sauce oder Kalb. Ein großer Weißwein für die festliche Küche.


Lage: Meursault „Santenots" (Côte de Beaune); mergeliger, kalk- und eisenhaltiger Boden, Reben seit 1905
Klassifikation: Meursault 1er Cru
Ausbau: Chardonnay; Fassausbau ohne übermäßiges Bâtonnage · Handarbeit im Weinberg

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Portugal

Feuerheerds Colheita 2009

Portwein · Douro (Portugal) · Colheita

Colheita Port (jahrgangsrein) Douro / Porto (Portugal) fassgereift (mind. 7 Jahre) süß · aufgespritet · 0,5 l 2009

Der Feuerheerd's Colheita 2009 von Barão de Vilar ist ein jahrgangsreiner, im Fass gereifter Tawny-Port aus dem Douro. Ein süßer, aufgespriteter Wein mit verschwenderischem Bukett, intensivem Gaumen und ewig langem Nachhall – in der 0,5-Liter-Flasche.


Colheita – jahrgangsreiner Tawny aus dem Douro

Colheita ist das portugiesische Wort für „Jahrgang"; Colheita-Portweine sind aufgespritete Rotweine aus einem einzigen Jahrgang. Von Gesetz wegen müssen sie mindestens sieben Jahre im Holzfass reifen, bevor sie gefüllt werden – viele Häuser lassen ihre besten Partien jedoch deutlich länger in alten, großen Fässern, bis sie ihre ideale Trinkreife erreicht haben.

So schlummern in den ehrwürdigen Kellern in Porto bemerkenswerte Schätze. Barão de Vilar führt diese Tradition mit der Marke Feuerheerd's fort.

Jahrgang 2009 – Douro

Die Wachstumsperiode 2009 war ausgesprochen trocken, was zu sehr niedrigen Erträgen führte. Ein warmer Frühling löste frühen Austrieb und Blüte aus, der Sommer brachte praktisch kaum Regen, und im August erreichten die Temperaturen sengende Höhen, die die Trauben rasch zur phenolischen Reife brachten. Touriga Nacional und Touriga Franca überstanden die harten Bedingungen besser als andere Sorten.

Die Ernte fiel kleiner als normal aus, die Weine jedoch ausgezeichnet: intensiv und tief konzentriert, mit dunkler, schwarzer Frucht, geschmeidigem, aber griffigem Tannin und pikanter Säure. 2009er Ports können bequem Jahrzehnte reifen.

Assemblage und Ausbau

Aufgespriteter Portwein aus traditionellen Douro-Rebsorten (u. a. Touriga Nacional, Touriga Franca), Jahrgang 2009.

Die lange Reife in alten, großen Holzfässern verleiht dem Wein die typische Tawny-Aromatik und eine seidige Textur, bevor er gefüllt wird.

Im Glas

Bernsteinfarben mit Reife. In der Nase getrocknete Feigen, Datteln und Rosinen, Karamell und Toffee, Walnuss und Mandel, Orangenzeste und feine Gewürze. Am Gaumen süß und seidig, mit intensivem Geschmacksbild und einem ewig langen, delikaten Nachhall.

Getrocknete Früchte, Karamell und Walnuss über seidiger Süße – ein verschwenderisches Bukett mit ewig langem Nachhall.

Bei 14–16 °C servieren; nach dem Öffnen über Wochen haltbar. Für besondere Momente.

Am Tisch

Zu kräftigem und blauem Käse, dunkler Schokolade, Desserts und Nüssen – oder solo als Digestif. Ein Gaumenschmeichler für besondere Anlässe.


Lage: Douro / Porto (Portugal)
Klassifikation: Porto DOP – Colheita (jahrgangsreiner Tawny)
Ausbau: aufgespritet; jahrgangsrein, lange Reife im großen Holzfass

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Südafrika

Oude Kaap Klassiek Rood

Wein · Rotwein · Western Cape · Südafrika

Oude Kaap Klassiek Rood ist eine kirschfruchtige Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Cinsault (je 40 %) sowie Shiraz und Ruby Cabernet. Von der Sonne des Western Cape verwöhnt, brilliert die reife Johannisbeerfrucht mit leichten Anklängen von Waldbeeren. Saftig, weich und rund am Gaumen.


Western Cape / Südafrika

Oude Kaap ist eine Weinlinie von DGB (Douglas Green Bellingham), einem der größten unabhängigen Weinerzeuger Südafrikas, mit Wurzeln im Franschhoek-Tal. Die Trauben stammen aus dem Western Cape, dessen sonnenreiches Klima für reife, fruchtbetonte Weine sorgt.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Cinsault (je 40 %) sowie Shiraz und Ruby Cabernet. Cabernet Sauvignon gibt Struktur, Cinsault und Ruby Cabernet steuern saftige Frucht bei, Shiraz würzige Tiefe. Fruchtbewahrender Ausbau im Edelstahltank für einen unkomplizierten, weichen Stil.

Im Glas

Kirschrot. In der Nase reife Johannisbeere und Kirsche mit leichten Anklängen von Waldbeeren. Am Gaumen saftig, weich und rund, mit weichen Tanninen und animierendem Trinkfluss.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein unkomplizierter Allrounder für viele Gelegenheiten.

Passt zu: Pizza, Pasta, Gegrilltem, hellem und rotem Fleisch sowie mildem Käse.


Lage: Western Cape (Südafrika); Oude Kaap / DGB (Douglas Green Bellingham)
Klassifikation: Western Cape – Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Cinsault, Shiraz & Ruby Cabernet
Ausbau: fruchtbewahrender Ausbau im Edelstahltank

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Weine

Weingut Andres Muskateller trocken BIO

Weißwein · Gutswein · trocken

Gelber Muskateller Mittelhaardt · Pfalz Gutswein 2024 trocken Bio · DE-ÖKO-039

Der Muskateller 2024 vom Weingut Andres in Deidesheim ist ein Gutswein von der Pfälzer Mittelhaardt, gekeltert aus 100 % Gelbem Muskateller. Michael und Thomas Andres bewirtschaften ihre Parzellen seit der Betriebsübernahme 2015 biologisch. Der Wein setzt die Sortenaromatik trocken um: Muskatbukett ohne Restsüße, getragen von der kühlen Säure des Jahrgangs.


Mittelhaardt – Parzellen zwischen Deidesheim, Forst und Königsbach

Die Rebflächen des Weinguts liegen verstreut über die Mittelhaardt, zwischen Haardt, Deidesheim, Forst, Ruppertsberg und Königsbach. Der Haardtrand schirmt die Hänge nach Westen gegen Wetterfronten ab, die Ostexposition zur Rheinebene bringt frühe Morgensonne und rasche Erwärmung. Das Ergebnis ist eine der wärmsten und niederschlagsärmsten Weinbauzonen Deutschlands.

Die Bodenspanne ist auf engem Raum groß: von kargem Buntsandstein über Löss und Lösslehm bis zu Kalkmergel. Für einen aromatischen Weißwein wie den Muskateller sind die kühleren, kalkhaltigen Anteile der ausschlaggebende Faktor – sie halten die Säure fest, während die Sorte in reinen Wärmelagen schnell breit und parfümiert wird.

Im Weinberg wird biologisch gearbeitet, ergänzt durch biodynamische Grundsätze; die Zertifizierung läuft unter DE-ÖKO-039. Der Eingriff bleibt bewusst gering – die Handschrift entsteht über Standort und Lesezeitpunkt, nicht über Kellertechnik.

Jahrgang 2024 – Pfalz

Auf einen milden Winter folgte ein früher Austrieb. Der Spätfrost im April traf die Pfalz deutlich weniger hart als andere deutsche Anbaugebiete, die Schäden blieben regional begrenzt. Kühle Wochen in Mai und Juni verzögerten Blüte und Entwicklung wieder. Der Sommer brachte wiederholte Regenphasen mit hohem Druck durch Falschen Mehltau – der Pflanzenschutzaufwand lag pfalzweit beim Anderthalbfachen des Üblichen, für Biobetriebe der arbeitsintensivste Teil des Jahres. Hagel spielte kaum eine Rolle: fünf Einsätze der Hagelabwehr statt sonst rund 25.

Die Hauptlese begann Anfang September und wurde zügig durchgezogen. Insgesamt kamen rund 2,2 Millionen Hektoliter in die Pfälzer Keller, etwa vier Prozent unter Vorjahr; ökologisch wirtschaftende Betriebe lagen mit etwa zehn Prozent Minus darunter. Anfangs leicht überdurchschnittliche Mostgewichte wurden vom Septemberregen auf Normalwerte zurückgeführt. Der Jahrgang steht damit für prägnante Säure bei niedrigen Alkoholwerten – eine Konstellation, die aromatischen Sorten wie dem Muskateller entgegenkommt.

Assemblage und Ausbau

Sortenrein 100 % Gelber Muskateller, Jahrgang 2024, trocken ausgebaut. Die Trauben stammen aus den Gutsweinparzellen der Mittelhaardt und werden früh gelesen, um die Säure des Jahrgangs und das Primäraroma zu sichern.

Der Ausbau bleibt reduktiv und ohne Holz. Kühle Gärung und kurzer Hefekontakt halten die Terpenaromatik der Sorte fest, die bei Wärme und langer Lagerung rasch ins Parfümierte kippt.

Im Glas

In der Nase klares Muskatbukett: Holunderblüte, Limettenzeste, weiße Traube, dahinter ein Hauch Pfirsichhaut. Am Gaumen geradlinig, Grapefruit und Zitrus tragen den Mittelbau, die Säure des Jahrgangs zieht den Wein schmal und straff nach hinten. Der Abgang bleibt salzig-herb statt blumig-süßlich.

Muskateller ohne Restsüße: Die prägnante Säure des Jahrgangs 2024 stellt das Muskatbukett auf ein süßes Polster.

Bei 9–11 °C servieren. Der Wein ist ab sofort auf dem Punkt und sollte jung getrunken werden – die Terpenaromatik verliert nach dem zweiten Jahr an Präzision.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Spargel mit Sauce hollandaise, zu Ziegenfrischkäse, zu Sushi und Sashimi. Die Kombination aus Muskataroma und trockenem Finish trägt scharf gewürzte asiatische Küche – grünes Thai-Curry, vietnamesische Sommerrollen, Szechuan-Gemüse. Zu Desserts passt er nicht; dafür fehlt die Restsüße.


Produzent Weingut Andres, Deidesheim (Pfalz)
Rebsorte 100 % Gelber Muskateller
Lage Mittelhaardt – Parzellen um Deidesheim, Forst, Ruppertsberg und Königsbach
Klassifikation Gutswein, trocken
Jahrgang 2024
Vinifikation frühe Lese · kühle Gärung
Ausbau reduktiv ohne Holz · kurzer Hefekontakt
Trinkempfehlung 2026–2028
Böden Buntsandstein · Löss und Lösslehm · Kalkmergel
Bewirtschaftung biologisch, DE-ÖKO-039, ergänzt durch biodynamische Grundsätze

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Frankreich

Dujac Morey St. Denis rouge 2023

Rotwein · Morey-Saint-Denis · Pinot Noir

Pinot Noir Morey-Saint-Denis · Village Côte de Nuits Vier Parzellen, 2,92 ha 2023

Der Morey-Saint-Denis Rouge 2023 der Domaine Dujac ist der Ortswein des Hauses – ein reinsortiger Pinot Noir aus vier Parzellen in Morey. Duftig und ausdrucksstark, mit Pflaume, roten Beeren und feiner Würze, saftig und rund am Gaumen: ein zugänglicher, sehr eleganter Einstieg in die Welt von Dujac.


Morey-Saint-Denis – Village der Côte de Nuits

Morey-Saint-Denis liegt zwischen Gevrey-Chambertin und Chambolle-Musigny und verbindet die Struktur des einen mit der Finesse des anderen. Die Gemeinde beherbergt vier Grand Crus – Clos de la Roche, Clos Saint-Denis, Clos des Lambrays und Clos de Tart – sowie zahlreiche Premier Crus.

Der Ortswein stammt aus den Parzellen Les Porroux, Le Village, Clos Solon und Les Herbuottes, zusammen stattliche 2,92 Hektar. Die Domaine Dujac, 1968 von Jacques Seysses in Morey-Saint-Denis gegründet und heute von Jeremy, Diana und Alec Seysses geführt, zählt zu den Ikonen der Côte de Nuits.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge. Bei Dujac begann die Lese am 1. September.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023. Im Stil von Dujac wird ein großer Teil als ganze Traube vergoren; die Gärung verläuft langsam in den kühlen Kellern. Der Wein reift anschließend im Barrique, für die Ortsweine mit rund 20 % neuem Holz – so bleibt die Frucht im Vordergrund.

Im Glas

Duftig und ausdrucksstark: Pflaume, rote Beeren, ein Hauch Orangenschale, dazu florale und erdige Noten sowie dezente Würze. Am Gaumen saftig, rund und mittelgewichtig, mit lebendiger Frische, feinen Tanninen und einem vielschichtigen, anhaltenden Finale.

Pflaume, rote Beeren und feine Würze – Morey-Saint-Denis mit Charme, Frische und Eleganz.

Schon jung sehr zugänglich, mit einigen Jahren Flaschenreife gewinnend. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel, Ente, Kalb, Gerichte mit Pilzen und milder, gereifter Käse. Ein vielseitiger Burgunder für die gehobene Alltagsküche.


Lage: Morey-Saint-Denis (Côte de Nuits); Les Porroux, Le Village, Clos Solon, Les Herbuottes
Klassifikation: Morey-Saint-Denis AOC (Village)
Ausbau: Pinot Noir, großer Ganztraubenanteil; Barrique, ca. 20 % neu

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Rebsorten

Le Moine Clos Saint Denis Grand Cru 2021

Rotwein · Clos Saint-Denis Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Clos Saint-Denis Grand Cru Morey-Saint-Denis · Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2021

Der Lucien Le Moine Clos Saint-Denis Grand Cru 2021 stammt aus dem aromatischsten und feinsten Grand Cru von Morey-Saint-Denis – ein eleganter, parfümierter Pinot Noir von großer Finesse. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Clos Saint-Denis – feinster Grand Cru von Morey

Clos Saint-Denis ist ein Grand-Cru-Weinberg am Mittelhang von Morey-Saint-Denis in der Côte de Nuits, rund 6,6 Hektar groß, ausschließlich mit Pinot Noir bepflanzt. Seine Weine gelten als aromatischer und feiner als die des benachbarten Clos de la Roche – die Lage steht für Eleganz, Parfüm und Finesse. Der Name reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück, als ein religiöser Orden den Weinberg anlegte; 1927 gab er dem Dorf Morey seinen Namenszusatz.

Der Boden aus dem Mitteljura ist kalksteinbasiert, steinig und tonhaltig mit dünner, gut durchlässiger Oberschicht – mit etwas mehr wasserhaltendem Ton als im Clos de la Roche. Die östliche Ausrichtung bringt Morgensonne und Schutz vor Westwinden: Das lässt die Trauben volle Reife erreichen und zugleich ihre Säure bewahren – die Basis für balancierte, langlebige Weine.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war an der Côte de Nuits ein klassischer, kühler Jahrgang mit feiner, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und großer aromatischer Präzision. In einer feinen, aromatischen Lage wie Clos Saint-Denis ergibt das einen besonders eleganten, parfümierten Grand Cru mit kühler Frische und feinkörnigem Tannin – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, Clos Saint-Denis Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Aus dem kalk-tonigen, ostexponierten Hang von Morey lebt dieser Grand Cru von Finesse und Parfüm: helle rote Frucht wie Kirsche und Himbeere, florale Anklänge von Veilchen und eine feine, würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Der kühle Jahrgang 2021 hält ihn fein und frisch, während das lange Vollhefelager und das neue Holz eine seidige, vielschichtige Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen elegant und fein gezeichnet, mit feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, kühl-mineralischem Nachhall.

Parfümiert und fein – helle rote Frucht, Veilchen und Waldbodenwürze, seidig und elegant mit kühl-mineralischer Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wildgeflügel, zu Reh und Lamm in feiner Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Clos Saint-Denis Grand Cru, Morey-Saint-Denis, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); Mittelhang, ~6,6 ha; kalksteinbasierter, steinig-toniger Boden (Mitteljura), Ostausrichtung
Klassifikation: Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Länder/Regionen

Angerville Volnay Fremiet 1er Cru 2019

Rotwein · Volnay Premier Cru · Pinot Noir

100 % Pinot Noir · Pinot d'Angerville Volnay 1er Cru Fremiet 1,57 ha · steilster Hangabschnitt flachgründig über Mergel 15–18 Monate Fass · höchstens 20 % neu 2019

Der Volnay Fremiet 1er Cru 2019 der Domaine Marquis d'Angerville stammt aus einer der steilsten Lagen von Volnay, am Übergang Richtung Pommard. Kraftvoll und zugleich fein gezeichnet: tiefe, dunkle Frucht, getragen von salziger Mineralität – aus einem warmen, trockenen Jahr mit kleinen Erträgen.


Fremiet – steiler, erodierter Hang Richtung Pommard

Volnay steht für die feingliedrigste Form des Pinot Noir in der Côte de Beaune. Fremiet liegt im nördlichen Teil der Gemeinde, Richtung Pommard, und bringt etwas von dessen Kraft mit: Die Weine sind dunkler in der Frucht und fester im Gerüst als die der Lagen weiter südlich – und bleiben dennoch unverkennbar Volnay.

Angervilles 1,57 Hektar liegen im steilsten Abschnitt der Lage, unterhalb von Clos des Ducs und Pitures, oberhalb des Clos des Angles. Die Erosion hat den Boden hier fast abgetragen: Stellenweise liegen nur rund 30 Zentimeter Erde über verwitterndem Mergelgestein. Die Reben müssen sich in den Fels arbeiten, um an Wasser zu kommen. Das begrenzt den Ertrag und gibt dem Wein zugleich Kraft und eine straffe, salzige Kontur.

Die Domaine pflanzt auf ihren Parzellen den Pinot d'Angerville, eine hauseigene Selektion alter Reben mit kleinen, lockerbeerigen Trauben – ertragsarm und konzentriert.

Jahrgang 2019 – Côte de Beaune

Der Jahrgang 2019 brachte in Burgund Frost, Hitze und Trockenheit. Anfang April beschädigten Frostnächte die jungen Triebe; die Blüte im Juni verlief kühl und windig, viele Blüten setzten keine Beeren an. Ende Juni und Ende Juli folgten Hitzewellen mit Rekordtemperaturen, der Sommer blieb sehr trocken. Die Beeren blieben klein, die Erträge fielen deutlich unter das übliche Maß.

Gelesen wurde in der ersten Septemberhälfte. Die Trauben waren gesund, reif und konzentriert, und trotz der Hitze blieb die Säure erstaunlich gut erhalten. Die Rotweine des Jahrgangs verbinden dichte Frucht mit Frische; auf dem flachgründigen, steilen Boden von Fremiet kam dazu die Spannung, die solche Lagen in heißen Jahren liefern.

Entrappt, ohne Nachmazeration, zurückhaltendes Holz

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019, vom Pinot d'Angerville. Die Trauben werden vollständig entrappt. Nach dem Ende der Gärung verzichtet das Gut auf eine Nachmazeration – der Wein kommt direkt ins Fass, statt noch Tage auf den Schalen zu liegen. Das hält die Gerbstoffe fein und die Frucht klar.

Der Ausbau dauert 15 bis 18 Monate, mit höchstens 20 % neuem Holz. Bei einer Frucht dieser Dichte reicht das, um Struktur zu geben, ohne dass das Fass hervortritt.

Im Glas

Tiefes Purpur. In der Nase getrocknete Blüten und Rose, dunkle Beeren und Pflaume, dazu Orangenschale, ein Hauch Kakao und Gewürz. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig und straff gebaut, mit saftiger Kirsche, Cranberry und einer Würze, die an weißen Pfeffer und Nelke erinnert. Das Tannin ist fest, aber fein; der Abgang lang und salzig.

Dreißig Zentimeter Erde über Mergel, ein heißes, knappes Jahr: Volnay mit der Kraft von Pommard und der Feinheit von Volnay.

Vorab dekantieren und bei 16 °C servieren. Auf lange Reife gebaut; das Trinkfenster reicht etwa bis 2034.

Am Tisch

Zu Ente, Reh, Rind, Geflügel in feiner Sauce oder reifem Weichkäse. Besonders gut zu Taube, Rehrücken mit Kirschen und Époisses.


Produzent Domaine Marquis d'Angerville, Volnay
Rebsorte 100 % Pinot Noir (Selektion Pinot d'Angerville)
Lage Fremiet, Volnay, Côte de Beaune · steiler, erodierter Hang unterhalb von Clos des Ducs und Pitures · rund 30 cm Boden über verwitterndem Mergel · 1,57 ha
Klassifikation Volnay Premier Cru AOC · trocken
Jahrgang 2019
Vinifikation vollständig entrappt · keine Nachmazeration
Ausbau 15–18 Monate im Fass · höchstens 20 % neues Holz
Trinkempfehlung jetzt bis 2034

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USA

Margerum M5 White 2019

Wein · Weißwein · Santa Barbara · USA

Grenache Blanc · Marsanne · Roussanne · Viognier · Picpoul Blanc Santa Barbara County Los Olivos District neutrales französisches Holz trocken

Margerum M5 White ist eine weiße Rhône-Cuvée der Margerum Wine Company aus dem Santa Barbara County, im Stil eines Châteauneuf-du-Pape Blanc. In der Nase weißer Pfirsich, Mirabelle, Birne, Geißblatt und etwas Orangenschale, verwoben mit feiner Mineralität. Am Gaumen klar und fokussiert – mit feinem Schmelz statt Öligkeit.


Los Olivos District – Kalk und Schotter im Santa Barbara County

Die Margerum Wine Company (gegründet von Doug Margerum) arbeitet im Santa Barbara County (Los Olivos District) an Kaliforniens Central Coast. Kühle Pazifik-Einflüsse sowie die Kalk- und Schotterböden des Estate-Weinbergs, der ausschließlich mit Rhône-Sorten bepflanzt ist, sorgen für Frische und Spannung.

Assemblage und Ausbau

„M" für Margerum, „5" für fünf weiße Rhône-Sorten: Grenache Blanc (Basis), Marsanne, Roussanne, Viognier und Picpoul Blanc. Der Ausbau erfolgt überwiegend in neutralem französischem Holz (Barriques und Puncheons), das dem Wein Schmelz verleiht, ohne die Frucht zu überdecken. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase weißer Pfirsich, Mirabelle, Birne und Nashibirne, dazu Geißblatt, Zitrus und etwas Orangenschale über feiner Mineralität. Am Gaumen klar und fokussiert, nicht breit, mit einem Hauch Honigschmelz und einem leicht walnussigen Griff. Der Abgang ist lang und nachhallend, eigenständig zwischen Rhône und Kalifornien.

Fünf Rhône-Sorten von Kalk und Schotter, ausgebaut in neutralem Holz: Steinobst, Geißblatt und Schmelz ohne Breite.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel, cremigen Gerichten und mittelreifem Käse.


Produzent Margerum Wine Company, Santa Barbara County
Rebsorte Grenache Blanc, Marsanne, Roussanne, Viognier, Picpoul Blanc
Lage Los Olivos District, Santa Barbara County, Kalifornien, USA · Kalk und Schotter
Klassifikation weiße Rhône-Cuvée · trocken
Ausbau überwiegend neutrales französisches Holz · Barriques und Puncheons

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