Weingut Jose Gil – Rioja – Spanien

2021er Dorfweine und erste Lagen aus der Rioja

José und Vicky Gil feiern zurecht ihren soeben neu erschienenen Jahrgang 2021. Auch wenn letztes Jahr die Geburt ihrer Tochter Maia das absolute Highlight war, haben die beiden Jungwinzer aus der Rioja es wieder einmal geschafft, ihre Weine aus dem Jahrgang 2021 weiter zu perfektionieren. Die beiden Wein Enthusiasten nennen diesen gar magisch, da er Frische, Feinheit und die Herausarbeitung des jeweiligen Terroirs genial widerspiegelt.

Da der Wingert El Fugas José und Vicky nicht mehr zur Verfügung steht, wird er dieses Jahr und in absehbarer Zukunft leider nicht mehr produziert.

Von den beiden Einzellagen Weinen La Cóncova und El Bardallo werden nach wie vor nur um die 500 Flaschen pro Wein produziert. Von dem Camino de Ribas konnte die Menge etwas erhöht werden, da die Junganlagen endlich gute Erträge geben. Der Klon, der hier für die Junganlagen im Camino de Ribas gezogen wurde, entstammt übrigens von keiner geringeren als der uralten, exponierten Weinlage La Cóncova. Das Ergebnis ist vielversprechend und lässt jetzt schon sehr viel Potenzial erahnen.

Mit dem Jahrgang 2021 wurde der San Vincente Dorfwein in reinen Betontanks vinifiziert. Eine weitere mehrmonatige Lagerung erfolgte dann je zur Hälfte in diesen Betontanks und die andere Hälfte verweilte in gebrauchten Eichenfässern aus französischer Eiche mit einem Fassungsvermögen von 300 und 500 Litern.

Zum ersten Mal wurde mit dem Jahrgang 2021 ein Dorfwein aus verschiedenen exponierten Weinlagen aus Labastida gekeltert. Obwohl bei beiden Weinen die gleiche Vinifikation erfolgte, duften und schmecken beide roten Dorfweine komplett unterschiedlich.

Der San Vincente Dorfwein wächst auf sehr kalkreichem Untergrund und in der Nähe des Kantabrischen Gebirges. Durch die kältere Zone und den kargen Untergrund haben die Weine somit mehr Gerbstoffe und wirken in ihrer ganzen Art expressiver. Der Labastida Dorfwein ist dagegen feiner und eleganter. Jose Gil vergleicht diese beiden Weinflächen gerne grinsend mit Weinlagen aus dem Burgund: Der Labastida Wein ähnelt den Weinen aus Chambolle und die Weine aus San Vincente denen aus Gevrey. Ein Vergleich dieser beiden Tropfen, nebeneinander probiert, ist wirklich beeindruckend und widerlegt alle Meinungen, die behaupten, dass das jeweilige Terroir keinen Einfluss auf das Endprodukt Wein hätte.

Obwohl es erstmals auch einen Weißwein aus dem Jahrgang 2021 gibt, wird dieser noch nicht freigegeben. Er ist der wirklich neue Stolz von José und Vicky und hört auf den Namen Maia. Die Fassprobe liess aber jetzt schon darauf schließen, dass wir uns in Zukunft auf einen großen Weißwein aus der Rioja freuen können.

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Rebsorten

Hermann Ludes Thörnicher Ritsch Riesling Spätlese 2017 Late Release

Weißwein · Mosel · Riesling Spätlese (fruchtsüß)

Riesling Thörnicher Ritsch Mosel Spätlese · fruchtsüß Late Release · gereift

Der Thörnicher Ritsch Riesling Spätlese 2017 Late Release von Hermann Ludes ist ein bereits gereifter, mineralischer Mosel-Riesling von alten Reben – spät freigegeben und damit trinkreif, mit der kühlen Frucht und der rassigen Säure, für die die Ritsch berühmt ist.


Thörnicher Ritsch – Monument aus Schiefer

Das Weingut Hermann Ludes bewirtschaftet 5,5 Hektar Riesling in verschiedenen Kleinparzellen der Steillage Ritsch – einem beeindruckenden Monument, einem in den Fels gehauenen Weinberg mit alten, teils wurzelechten Rieslingstöcken. Bizarre Formationen aus Schiefer und Holz prägen das Bild; die Wingertspfähle ragen wie die Speerspitzen eines Riesenheeres in den Himmel, an denen die Reben seit Jahrhunderten individuell kultiviert werden.

Eingerahmt von den Seitentälern des Karlbach und der Salm, verdankt der Weinberg seine Einzigartigkeit in Terroir und Ausdruck dieser besonderen Lage.

Jahrgang 2017 – Mosel

2017 brachte an der Mosel nach Aprilfrösten und Ertragsverlusten einen warmen, früh verlaufenden Vegetationszyklus mit frühem Lesebeginn. Unterm Strich ein guter bis sehr guter Jahrgang mit reifen, zugleich frischen Rieslingen und tragender Säure.

Als „Late Release" wurde dieser Wein erst nach mehrjähriger Reife freigegeben – er zeigt heute bereits die ersten Reifenoten, ohne die Spannung der Ritsch zu verlieren.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2017, klassischer Prädikatswein (Spätlese, fruchtsüß).

Handlese in der Steillage, Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau ohne Schönung, Schraubverschluss. Vor der Freigabe reifte der Wein mehrere Jahre – Ludes füllt und veröffentlicht seine Weine bewusst dann, wenn sie ihm am besten gefallen.

Im Glas

Über der kühlen Mosel-Frucht aus Apfel und Weinbergspfirsich zeigen sich beginnende Reifenoten von Honig und getrocknetem Obst, dazu feine Schieferwürze. Am Gaumen balanciert die rassige, gaumenreinigende Säure die fruchtige Süße; salzig-mineralisch und lang im Abgang, mit der Reife eines bereits trinkreifen Rieslings.

Kühle Frucht und beginnende Reife, getragen von rassiger Säure und salziger Mineralität.

Bereits trinkreif, mit weiterem Reifepotenzial. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, Geflügelcurry, kräftigem Fisch oder reifem Käse. Auch ein eleganter Solist mit etwas Flaschenreife.


Lage: Thörnicher Ritsch (Mittelmosel); steile Schiefer-Steillage, alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: Riesling Spätlese (Prädikatswein, fruchtsüß)
Ausbau: Riesling; Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau, mehrjährige Reife vor Freigabe, Schraubverschluss

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Schaumweine

Christmann & Kauffmann Cuvée No. 104 Brut Nature

Reiner Riesling der Ernte 2021, vierte Abfüllung der Riesling-Serie: das ist der Christmann & Kauffmann Cuvée No. 104 Brut Nature. Seine Trauben kommen von der Mittelhaardt, aus Königsbach und Gimmeldingen, teils aus Lagen, die als Erste oder Große Lage klassifiziert sind. Gepflanzt wurden die Stöcke von 1995 bis 2014.

Im Glas

Klares Weißgold, feine Perlen. Im Duft reife helle Frucht, Zitrus, ein wenig Croissant und ein Hauch Feuerstein. Im Mund schlank und puristisch, mit feiner Textur und salziger Säure. Das Finale ist frisch und zitronig.

Mach was draus

Ein präziser Aperitif, aber auch ein guter Partner für Austern, Meeresfrüchte, Sushi, Fisch oder Geflügel. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C, lieber im Weißweinglas als in der Flöte.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„No. 104 ist Pfalz pur – Riesling, Kalk und Zeit. Ganz ohne Zucker und trotzdem nie streng.“

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Kurz gefragt

Wie wurde er gemacht? Nur der beste Teil des Pressmosts, Spontangärung und Säureabbau im Holzfass, Tirage im Mai 2022. Nach 36 Monaten Hefelager im April 2025 degorgiert, ohne Dosage.

Wie war 2021? Ein kühles, feuchtes Jahr mit spätem Austrieb und kleiner Ernte. Von Mitte September an war es dann überwiegend trocken. Das ergab viel Aroma und hohe Säure – ideal für Sekt. Gelesen wurde Ende September.

Was bringt der Boden? Die Hänge schauen nach Ost-Südost und bleiben kühler. Kalk sorgt für die salzige Linie, Buntsandstein für Würze.

100 % Riesling · Gimmeldingen, Königsbach (Mittelhaardt) · Kalk, Buntsandstein · Ost-Südost · Reben 1995–2014 · Ernte 2021 · Spontangärung und Malo im Holzfass · Füllung zur Flaschengärung Mai 2022 · 36 Monate Hefelager · degorgiert April 2025 · Brut Nature · Sektgut Christmann & Kauffmann, Gimmeldingen · Stand: Oktober 2026

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Weine

Domaine Bretaudeau Ornate Merlot 2023 BIO

Rotwein · Loire · Merlot

Merlot Loire (Vin de France) Granit- & Quarzböden 2023 · Bio (FR-BIO-01) 14 Monate Holzfass & Tank

Der Ornaté Merlot 2023 Bio der Domaine Bretaudeau zeigt, dass großer Merlot nicht nur aus Pomerol oder Übersee kommt. An der Loire erzeugt Jérôme Bretaudeau aus dieser Sorte einen ausdrucksstarken, lagerfähigen und vielschichtigen Rotwein – biodynamisch, von Granit- und Quarzböden.


Loire – Merlot auf Granit und Quarz

Der Ornaté Rouge wächst an der Loire auf einer seltenen Bodenkombination aus Granit sowie weißem und rosafarbenem Quarz. Diese Böden geben dem Wein seine Energie und innere Spannung sowie die markante, granitische Mineralität.

Jérôme Bretaudeau arbeitet konsequent biodynamisch und biologisch zertifiziert (FR-BIO-01). Merlot ist an der Loire ungewöhnlich – der Wein wird daher als Vin de France geführt.

Jahrgang 2023 – Loire

2023 brachte an der Loire einen gesunden, großzügigen Jahrgang. Ein feuchteres Frühjahr sorgte für vitale Reben, ein trockener, sonniger Sommer für reife Trauben.

Für die roten Weine steht 2023 für reife Frucht bei tragender Säure – eine gute Grundlage für die Frische und Spannung dieses Merlots.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Merlot aus dem Jahrgang 2023, von Hand gelesen, aus biodynamischem Anbau (FR-BIO-01).

Die Trauben werden vollständig entrappt und zwölf Tage auf der Maische vergoren. Anschließend reift der Wein vierzehn Monate in großen Holzfässern und Edelstahltanks – ein Ausbau, der Frucht und Mineralität in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase rote Früchte wie Kirsche, Himbeere und Preiselbeere, dazu feine Noten von Lorbeer und Kräutern. Am Gaumen geschmeidig und elegant, mit feiner Textur, sehr guter Länge und einer markanten, granitischen Mineralität.

Kirsche, Himbeere und Lorbeer über einer markanten, granitischen Mineralität – ein Loire-Merlot von Eleganz und Spannung.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Schweinebraten, gegrilltes Fleisch, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Käse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Loire; Granit-, Weiß- und Rosaquarzböden
Klassifikation: Vin de France (Loire); Bio (FR-BIO-01), biodynamisch
Ausbau: Merlot; 12 Tage Maischegärung, 14 Monate Holzfass & Edelstahl

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Spanien

Abel Mendoza Jarrarte blanco

Weißwein · Rioja · Spanien

überwiegend Viura (~85 %) D.O.Ca. Rioja San Vicente de la Sonsierra Edelstahltank · ohne Holz trocken 

Der Abel Mendoza Jarrarte Blanco ist der frische Weißwein von Abel Mendoza und Maite Fernández aus San Vicente de la Sonsierra in der Rioja. Der Wein entsteht überwiegend aus Viura, ergänzt durch Garnacha Blanca, Tempranillo Blanco und Torrontés, und wird im Edelstahltank ohne Holz ausgebaut. Blüten, Apfel, Kräuter und reifer Pfirsich prägen Duft und Geschmack. Ein eigenständiger Rioja-Weißwein mit packender Säurestruktur und stilvollem Abgang – aus sehr kleiner Produktion.


San Vicente de la Sonsierra – Rioja Alta

Die Bodega Abel Mendoza liegt in San Vicente de la Sonsierra am Fuße der Sierra de Cantabria in der Rioja Alta. Abel Mendoza und Maite Fernández, von Tim Atkin 2015 zu „Winemakers of the Year" gekürt, bewirtschaften ihre über 35 Jahre alten Reben organisch und von Hand. Die Böden bestehen aus Lehm, Mergel und feinem Sandstein. Jarrarte ist die ursprüngliche Marke des Guts, heute den jungen Weinen vorbehalten.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht überwiegend aus Viura (rund 85 %), ergänzt durch Garnacha Blanca, Tempranillo Blanco und Torrontés. Die handgelesenen Trauben werden im Edelstahltank temperaturkontrolliert vergoren; der Wein bleibt auf der Feinhefe mit sanfter Bâtonnage, was Textur und Tiefe gibt – ganz ohne Holzeinsatz. 

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase frisch und klar, mit Blüten und Frühlingsblumen, einem Hauch Kamille, viel Apfel, Kräutern und reifem Pfirsich. Am Gaumen finden sich diese Noten wieder, getragen von einer packenden Säurestruktur und viel Nerv. Der Abgang bleibt frisch, klar und stilvoll.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Tapas, Fisch und Meeresfrüchte, Reisgerichte, Geflügel und frische Käse. Auch solo ein frischer Aperitif. Jung und gut gekühlt genießen, bei 8–10 °C. Am besten in den nächsten ein bis zwei Jahren trinken.


Lage San Vicente de la Sonsierra · Rioja Alta (Spanien)
Klassifikation D.O.Ca. Rioja
Ausbau Edelstahltank, auf der Feinhefe mit Bâtonnage, ohne Holz

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Rebsorten

Domaine Pierre Vincent Chassagne Montrachet La Platière 2024

Weißwein · Chassagne-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet AOC La Platière · 0,34 ha Reben von 1990 2024

Der Chassagne-Montrachet La Platière 2024 von Pierre Vincent stammt aus einer kleinen, alten Parzelle direkt unterhalb des Dorfes. Ein beeindruckender Chardonnay: puristisch, präzise und von ausgeprägter Mineralität getragen – verarbeitet von einem der gefragtesten Winzer des Burgund.


La Platière – alte Parzelle bei Morgeot

Die 0,34 Hektar große Lage wurde 1990 bepflanzt und liegt auf Kalkstein-Ton, nach Südosten ausgerichtet, mit Blick auf die Abtei von Morgeot. Es handelt sich um eine lange Parzelle, parallel zu Champs de Morjot – einst Ackerland. Böden werden gepflügt, dann begrünt, mit minimalen Behandlungen; Handlese mit systematischer Sortierung und präziser Wahl des Lesezeitpunkts nach Reifekontrolle.

Hinter der Domaine steht Pierre Vincent, der seinen Ruf bei der Domaine de la Vougeraie und als Leiter der Domaine Leflaive begründet hat. 2023 übernahm er mit Partnern das frühere Gut Terres de Velle in Auxey-Duresses – von Hand bewirtschaftet, ohne Herbizide.

Jahrgang 2024 – Burgund

2024 war im Burgund kühler und feuchter: milder, nasser Winter, früher Austrieb, ein feucht-kühles Frühjahr mit Frost und hohem Krankheitsdruck, dann ein trockenerer Sommer mit langsamer Reife und später Lese. Strenge Selektion und teils stark reduzierte Erträge prägten das Jahr.

Bei den Weißweinen ergibt das klare, feine, balancierte Weine mit pikanter Frische und kühler Eleganz – ein Jahrgang, der dieser mineralischen, präzisen Stilistik besonders entgegenkommt.

Im Glas

In der Nase betören reife Aromen von Honigbirne, weißem Pfirsich, Zitrusfrüchten und feinen Blütennoten. Am Gaumen wunderbar ausgewogen: mittel bis vollmundig, mit sattem Schmelz, dabei stets klar konturiert und mineralisch getragen. Trotz der feinen Rundungen bleibt der Eindruck puristisch und präzise, untermalt von einer frischen Säure, die für Spannung und Ausdruck sorgt. Das Finale ist lang, salzig und von einem tiefen, mineralischen Nachhall geprägt – ein echter Charakterwein mit Energie und Finesse.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Hummer, Geflügel in heller Sauce, Kalb oder reifer Käse – oder solo als Aperitif. Bei 12–13 °C servieren.


Lage: La Platière, Chassagne-Montrachet (unterhalb des Dorfes, bei Morgeot); Kalkstein-Ton, Südost; gepflanzt 1990, 0,34 ha
Klassifikation: Chassagne-Montrachet AOC (Village)
Ausbau: Gärung teils im Edelstahl, dann Fassausbau (~15% neues Holz) mit malolaktischer Gärung, 12 Monate; danach 6 Monate Edelstahl; Handarbeit im Weinberg

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Weine

Peter Jakob Kühn Schlehdorn Unikat Riesling 2020 BIO

Weißwein · Mittelheim (Rheingau) · Riesling

Riesling Schlehdorn · PJK.Unikat Peter Jakob Kühn Herzstück Mittelheimer St. Nikolaus Reben von 1954 · über 70 J. kalkhaltiger Löss & Quarzit Ganztraubenpressung · ~2 J. Vollhefe BIO/Demeter (DE-ÖKO-003) · 2020

Der Peter Jakob Kühn Schlehdorn PJK.Unikat Riesling trocken 2020 ist der Spitzenriesling des Guts – aus den ältesten, 1954 gepflanzten Reben im Herzstück des Mittelheimer St. Nikolaus. Ein knochentrockener, tiefer und salziger Riesling von seltener Intensität und Klarheit.


Schlehdorn – das Herzstück des St. Nikolaus

Das Weingut Peter Jakob Kühn in Oestrich zählt zu den herausragenden Adressen des Rheingaus und arbeitet seit 2004 als zertifiziertes Demeter-Mitglied biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Prägend ist der entschleunigte Ausbau: ein langes, unberührtes Hefelager in traditionellen Stückfässern, das den Weinen früh Tiefe und Anmut verleiht.

Der Schlehdorn entsteht aus den besten rund 1.000 m² der Großen Lage Mittelheimer St. Nikolaus, mit 1954 gepflanzten, über 70 Jahre alten Reben. Der Weinberg liegt direkt am Rhein, sanft nach Süden geneigt; kalkhaltiger, sandiger Löss und Quarzit sowie die ständige Luftzirkulation des breiten Flusses sorgen für gesunde, früh reifende Trauben. Pro Jahrgang entsteht meist nur rund ein Stückfass.

Jahrgang 2020 – Rheingau

2020 war im Rheingau ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Die alten Reben mit ihrem tiefen Wurzelsystem und der lange Hefeausbau bewahrten Konzentration, salzige Mineralität und Spannung – Kraft und Feinheit im Gleichgewicht.

Ausbau

Knochentrockener Riesling aus dem Herzstück des Mittelheimer St. Nikolaus, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von kalkhaltigem Löss und Quarzit.

Die ganzen Trauben werden über rund zehn Stunden schonend gepresst und ohne Umpumpen direkt ins Halbstückfass gelegt, wo sie spontan vergären. Nach einer malolaktischen Gärung reift der Wein knapp zwei Jahre unberührt auf der Vollhefe – ohne Bâtonnage –, gefolgt von rund einem Jahr Flaschenreife. Dieser lange Hefeausbau verleiht ihm Schmelz, Tiefe und Substanz. Biologisch-dynamischer Anbau (Demeter, DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein tiefer, kristallklarer Riesling von großer Konzentration: reifer Apfel und Mirabelle, dazu getrocknete Zitronen- und Orangenzeste, eine feine jodig-steinige Note und würzige Kräuteranklänge. Am Gaumen knochentrocken, dicht und schmelzend zugleich, mit intensiver, salziger Mineralität, feiner phenolischer Griffigkeit und einem sehr langen, energiegeladenen Nachhall.

Reifer Apfel und Mirabelle, getrocknete Zitrus- und Orangenzeste über jodig-steiniger Tiefe – knochentrocken, dicht und schmelzend, intensiv salzig, mit langem, energiegeladenem Nachhall.

Ein rarer, sehr langlebiger Rheingau-Riesling; jung unbedingt dekantieren, mit großem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Kalbsbries mit Morcheln, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse wie Comté oder Beaufort.


Lage: Schlehdorn, ~1.000 m² im Herzstück des Mittelheimer St. Nikolaus (VDP.Große Lage), Rheingau; direkt am Rhein, Süd; kalkhaltiger sandiger Löss und Quarzit; Reben von 1954
Klassifikation: Riesling PJK.Unikat, Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Ganztraubenpressung, Spontangärung im Halbstückfass, MLF, knapp 2 Jahre auf der Vollhefe (ohne Bâtonnage), danach ~1 Jahr Flaschenreife; biologisch-dynamisch, Demeter, DE-ÖKO-003

Fotos: A. Durst

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Australien

Langmeil Steadfast Shiraz Cabernet

Rotwein · Cuvée · Barossa Valley · Australien

Langmeil Steadfast Shiraz Cabernet ist eine kraftvolle Rotwein-Cuvée aus dem berühmten Barossa Valley in South Australia. Aus Shiraz und Cabernet Sauvignon, mit kräftigem Fruchtgerüst, Brombeermarmelade und weißem Pfeffer – saftig und voll, mit rundem Finish. Ein typischer Down-Under-Wein.


Barossa Valley

Langmeil zählt zu den ältesten Weingütern Australiens (Wurzeln in den 1840ern) und ist eine 5-Sterne-Winery (Halliday) im Barossa Valley in South Australia – einer der besten Shiraz-Regionen der Welt. Das Gut ist bekannt für alte, oft wurzelechte Reben und einen traditionellen, fruchtbetonten Stil.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Shiraz und Cabernet Sauvignon. Der Shiraz bringt üppige dunkle Frucht und Fülle, der Cabernet Struktur und Würze. Der Wein reift mehrere Monate in französischer und amerikanischer Eiche (überwiegend gebrauchte Fässer), was die Frucht stützt und feine Würznoten ergänzt.

Im Glas

Dichtes, dunkles Violett. In der Nase kräftiges Fruchtgerüst mit Brombeermarmelade, weißem Pfeffer und roter Grütze, dazu Gewürz und etwas Kakao. Am Gaumen saftig und voll, mit reifer dunkler Frucht, samtigen Tanninen und guter Länge. Rundes, harmonisches Finish.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Hervorragend zu kraftvollem Essen – oder einfach solo genossen.

Klassische Begleitung: Rinderbraten, Lamm, Schmorgerichte, Gegrilltes und gereifter Käse.


Lage: Barossa Valley, South Australia (Australien)
Klassifikation: Shiraz-Cabernet – Rotwein-Cuvée (trocken)
Ausbau: mehrere Monate in französischer und amerikanischer Eiche

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Rebsorten

Künstler Hochheimer Hölle Riesling TBA 2015

Weißwein edelsüß · Rheingau · Riesling

Riesling Rheingau Hochheimer Hölle Trockenbeerenauslese edelsüß 0,375 l 2015

Die Künstler Hochheimer Hölle Riesling Trockenbeerenauslese 2015 ist die edelsüße Krönung einer der großen Hochheimer Lagen – monumentale Kraft und mineralische Eleganz zugleich, von enormer Länge und Fülle. Eine seltene Schatzkammer in der 0,375-Liter-Flasche.


Hochheimer Hölle – Lage und Boden

„Hölle" leitet sich aus dem mittelhochdeutschen Wort „Halde(a) = steiler Berg" ab. Diese Südlage mit 15 Prozent Neigung zieht sich östlich der Hochheimer Altstadt auf den Main zu. Der Tonmergelboden besteht aus feinsten Tonpartikeln und reichlich Kalk – ein mineralisches Kraftpaket. Durch den darüber liegenden, lockeren, braunen Lösslehm erhält die Rebe reichlich Wasser und Luft zum Gedeihen.

Die Lage Hölle hat monumentale Kraft und mineralische Eleganz zugleich; ihre Weine zeigen enorme Länge und Fülle. Sie ist die kraftvollste der Hochheimer Lagen – eine ideale Basis für eine konzentrierte, langlebige Trockenbeerenauslese.

Jahrgang 2015 – Rheingau

2015 gilt im Rheingau als herausragender Riesling-Jahrgang: ein warmer, sonnenreicher Sommer und ein optimaler Herbst brachten vollreifes, kerngesundes Lesegut mit großer Substanz und feiner Säure. Ideale Bedingungen für edelsüße Spitzenweine, in denen sich die Edelfäule (Botrytis) in ihrer reinsten, konzentriertesten Form zeigt.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2015, Prädikat Trockenbeerenauslese, edelsüß, 0,375 l.

Selektive Lese einzelner, edelfaul (botrytis) eingeschrumpfter Beeren in mehreren Durchgängen von Hand – die höchste und aufwendigste Stufe der Prädikatsweine. Schonende Gärung, die einen großen Teil der natürlichen, hochkonzentrierten Fruchtsüße im Wein belässt. Aufgrund der winzigen Erntemenge eine echte Rarität.

Im Glas

Leuchtendes Bernsteingold. In der Nase ein betörendes, hochkonzentriertes Bukett von kandierter Aprikose und Quitte, Honig, Dörrfrüchten (Feige, Rosine), Orangenmarmelade und exotischer Frucht, untermalt von der typischen Botrytis-Würze und einem mineralischen Zug. Am Gaumen von dichter, fast öliger Fülle und enormer Konzentration, die dennoch von einer rassigen, lebendigen Säure getragen und ausbalanciert wird – monumental und zugleich elegant.

Monumentale Kraft und mineralische Eleganz – von enormer Länge und Fülle.

Ein Wein für die Ewigkeit mit praktisch unbegrenztem Reifepotenzial; der lange, vielschichtige Nachhall klingt minutenlang nach. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als großer Solist nach dem Essen, zu Foie gras, zu Desserts mit Aprikose oder Karamell sowie zu kräftigem Blauschimmelkäse.


Lage: Rheingau, Hochheimer Hölle (Deutschland); Südlage mit 15 % Neigung zum Main, Tonmergel mit Kalk unter lockerem braunem Lösslehm
Klassifikation: Rheingau, Riesling Trockenbeerenauslese (Prädikatswein), edelsüß; 0,375 l
Ausbau: Riesling; selektive Handlese edelfauler Beeren, schonende Gärung, natürliche Restsüße

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