Nublo – Haro – Spanien

Nublo – Neue Geschmackswolken in der Rioja

Über sieben Jahre war der spanische Koch Miguel Caño Küchenchef in der innovativen Küche des Restaurants Mugaritz in Errenteria tätig. Dort hat er auch seine Mitstreiter Dani Lasa, Caio Barcellos und Llorenç Sagarra für das Restaurant Projekt „Nublo“ kennengelernt. Von den dortigen Gästen konnte er auch erfahren, wo diese sonst noch ihre bevorzugten Reiseziele in Nordspanien buchen. Bilbao, mit dem Museum Guggenheim, Donostia-San Sebastián wegen der guten Restaurants und das Weinanbaugebiet Rioja, wegen des guten Weines. In Haro, dem Zentrum der Rioja, wurde darauhin in der kleinen Altstadt an der Plaza San Martin die zur Familie gehörende Bar Los Caños zum Restaurant umgebaut. Für das Design wurde der Künstler Santos Bregaña beauftragt, der sich direkt in das alte Haus aus dem 16. Jahrhundert verliebte und hier den alten Gemäuern neues Leben eingehaucht hat. Im Eingangsbereich gibt es seit Mitte des Jahres eine Weinbar, wo der Restaurant Gast, der Altstadtbesucher, der Winzer von nebenan und der Neugierige einfach einen leckeren Wein geniessen kann.

Der aus großen, alten Steinquadern und grob weiß verputzten Wänden bestehende Gastraum besteht aus gerade einmal sechs Tischen, an denen bis zu zwanzig Gäste Platz finden. Wenn man eine kleine Wendeltreppe hinauf schreitet, befindet sich dort ein weiterer Speiseraum, eine kleine Terrasse und ein Séparée für Verliebte oder Politiker, die nicht gesehen und gehört werden dürfen. Noch ein paar Stiegen weiter oben, in einem verwunschenem Raum, werden sogar noch nach alter Rioja Tradition an einer skurrilen Holzkonstruktion Weintrauben zum Trocknen aufgehangen. Daraus wird dann bald ein hauseigener, edelsüßer Wein gemacht.

Gekocht und gebraten wird im Nublo nur auf Feuer. Ein Ofen, der mit alten Weinstöcken befeuert wird, ein Grill und zwei alte gusseiserne Herdplatten aus Urgroßmutters Zeiten sind hier Hauptdarsteller und Stars zugleich. Die dargereichten Speisen wirken reduziert und der Fokus liegt auf dem Produkt und seiner Textur. Das Menü wird in vielen kleinen Häppchen gereicht, glänzt mit spektakulären Geschmacksexplosionen und wirkt dabei nie laut und effekthascherisch. Man fühlt sich an diesem Ort wie in eine vergangene Zeit versetzt und wird mit modernem, kreativem Essen in die Neuzeit katapultiert. Das hat Spaß gemacht und hat inhaltlich und geschmacklich mehr als beeindruckt. Haro hat jetzt neben dem Wein auch einen Hotspot für die Menschen, die gutes Essen lieben. Erlebt im Herbst 2021.

Knackige Kartoffeln mit Pfifferlingen.
Kleiner Champignon Snack mit Pinienkernpaste.
Tartar von der alten Kuh mit Hummer.
Gegrilltes Salatherz mit Anchoa.
Snack mit Forelleneiern unter Schweinespeck.
Gegrillte Auster.
Hausgemachtes Brot.
Hausgemachte Butter.
Hummer Salpicón.
Gegrillter Fenchel mit Ziegenkäse.
Angegrillte frische Bohnen, Trüffel, Kalbsfond. Wirkte der Trüffel hier etwas blass, waren die Bohen um so „schmeck“takulärer! Besser können frische grüne Bohnen nicht munden!
Wolfsbarsch, Safran Mayonnaise.
Geangelter Tintenfisch. Sherry Reduktion.
Bäckchen vom Iberico Schwein mit Rotwein unter Trüffelspähnen.
Gnocchis aus Milch und Feigen.
Texturen aus verschiedenen Milchsorten. Ein wahrhaft spektakulärer Nachtisch. Durchdacht und jede einzelne Milchsorte, ob von der Kuh, vom Schaf oder der Ziege perfekt schmeckbar. Eine wahre Traumwolke.
Petit Fours.

Nublo, Plaza San Martín, 5, 26200 Haro, La Rioja, Spanien, +34 636 72 58 50, https://www.nublorestaurant.com/

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Rebsorten

Büsser-Paukner Bacchus

Weißwein · Rheinhessen · Bacchus

100 % Bacchus Rheinhessen Weingut Büsser-Paukner mit Restsüße

Büsser-Paukner Bacchus ist ein fruchtiger, saftiger Weißwein aus Rheinhessen mit feinen Aromen von Papaya und Honigmelone und einer spürbaren, gut eingebundenen Restsüße. Ein unkomplizierter Wein, der von seiner Frucht lebt.


Bacchus – eine deutsche Aromasorte

Bacchus ist eine deutsche Neuzüchtung. Sie entstand 1933 am Institut Geilweilerhof in der Pfalz aus einer Kreuzung von Silvaner und Riesling, die mit Müller-Thurgau weitergekreuzt wurde, und wurde 1972 als Sorte zugelassen. Bacchus reift früh, bringt auch in kühleren Jahren hohe Mostgewichte und zeigt eine ausgeprägte Aromatik mit exotischer Frucht und Holunderblüte. Die Säure ist eher mild.

In Rheinhessen, dem größten deutschen Anbaugebiet, gehört Bacchus zu den verbreiteten Aromasorten. Das trockene, warme Klima im Rheinknie und die Löss- und Kalkböden lassen die Trauben sicher ausreifen; die Aromatik entwickelt sich dabei voll. Hinter dem Wein steht das Weingut Büsser-Paukner.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Bacchus. Der Ausbau bewahrt die ausdrucksstarke, exotische Frucht, und ein Teil des natürlichen Zuckers bleibt als Restsüße im Wein. Bei einer Sorte mit milder Säure ist das eine bewusste Entscheidung: Die Süße unterstreicht die Frucht, und die Säure reicht aus, um sie frisch zu halten.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase fruchtig und exotisch, mit Papaya und Honigmelone. Am Gaumen saftig und fruchtbetont, mit feiner Restsüße, die von einer frischen Säure getragen wird. Der Abgang ist klar und fruchtig.

Eine Aromasorte aus Deutschland, ausgebaut mit etwas Süße: Papaya und Melone, getragen von frischer Säure.

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren. Jung trinken.

Am Tisch

Solo oder zum Essen. Die Restsüße ist ein Vorteil bei Schärfe: Passt zu scharfer asiatischer Küche, würzigen Currys, frischem Obst und mildem Käse – etwa zu Thai-Curry, Sichuan-Gerichten oder Obstsalat.


Produzent Weingut Büsser-Paukner, Rheinhessen
Rebsorte 100 % Bacchus
Lage Rheinhessen, Deutschland
Klassifikation Rheinhessen · mit Restsüße
Trinkempfehlung jung trinken

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USA

Epoch White 2019

Wein · Weißwein · Paso Robles · USA

Epoch White 2019 ist eine elegante weiße Rhône-Cuvée aus Paso Robles. Honigsüße Aromen treffen auf Noten von Heu, Haselnuss, Holunderblüte und weißem Steinobst; mittelgewichtig am Gaumen, mit runder, feinhefiger Textur und einem langen, zart honigbetonten Finish. Von Erin Brooks (Wine Advocate) mit 92 Punkten bewertet.


Paso Robles / Willow Creek District

Epoch Estate Wines (Bill & Liz Armstrong, Winemaker Jordan Fiorentini) ist eine der renommiertesten Rhône-Adressen von Paso Robles, im Willow Creek District. Die Trauben stammen aus eigenen, von Hand bewirtschafteten Lagen ohne Herbizideinsatz (u. a. Catapult und Paderewski) auf kalkstein- und schiefergeprägten Böden.

Assemblage und Ausbau

Weiße Rhône-Cuvée, Grenache-Blanc-dominiert, ergänzt um Viognier und etwas Roussanne. Kühl vergoren und ausgebaut in verschiedenen Gebinden – Betoneiern, einem französischen Eichen-Foudre und Barriques – mit Reifung auf der Feinhefe. Das verleiht dem Wein Mineralität, Textur und Komplexität. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase honigsüße Anklänge mit Heu, Haselnuss, Holunderblüte und weißem Steinobst, dazu mineralische Noten. Am Gaumen mittelgewichtig, mit runder, feinhefiger Textur und klaren Frischeakzenten auf dem langen, zart honigbetonten Finish. Mit Reifepotenzial.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren. Trinkempfehlung 2021 bis 2027 – gewinnt mit etwas Flaschenreife.

Passt zu: Geflügel, gebratenem Fisch, cremigen Gerichten, Artischocken sowie thailändischer und mexikanischer Küche.


Lage: Paso Robles AVA, Willow Creek District (Kalifornien, USA); Epoch Estate Wines
Klassifikation: Paso Robles – weiße Rhône-Cuvée aus Grenache Blanc, Viognier & Roussanne, trocken
Ausbau: Betoneier, französischer Foudre und Barriques; Reifung auf der Feinhefe
Bewertung: Wine Advocate 92/100 (Erin Brooks); Jahrgang 2019

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Deutschland

Vollenweider Goldgrube Aurum 2017 ausgegoren

Weißwein · Mosel · Riesling

Riesling Mosel · Traben-Trarbach Wolfer Goldgrube (Grand Cru) Aurum · ausgegoren wurzelechte Reben bis 100 J. grauer Schiefer ~2 Jahre Vollhefe 2017

Der Vollenweider Goldgrube Aurum 2017 ist die trockene Grand-Cru-Selektion aus den besten Parzellen und ältesten Reben (bis 100 Jahre) der Wolfer Goldgrube – die Quintessenz dieses Hanges. Intensive, verspielt-würzige Frucht und substanzielle Mineralität, die Zeit braucht, um sich voll zu öffnen.


Goldgrube Aurum – Quintessenz eines großen Hanges

Das Weingut Vollenweider in Traben-Trarbach zählt zu den Kultadressen der Mosel. 1999 legte der Schweizer Daniel Vollenweider den Grundstein mit nur einem Hektar in der Wolfer Goldgrube – seiner Paradelage, gewissermaßen seinem Scharzhofberg. Mit alten, wurzelechten Reben am Einzelpfahl, Spontangärung und langem Hefelager entstehen mineralisch geprägte Rieslinge, die sich weniger über die Frucht als über Salzigkeit und Struktur definieren. Seit 2022 führt Moritz Hoffmann das Gut weiter.

Die ›Goldgrube‹ stammt aus den besten Parzellen und von den ältesten (bis zu 100 Jahren) Rebstöcken der Wolfer Goldgrube. Sie ist sozusagen die Quintessenz dieses Hanges; die Goldgrube liefert Weine mit intensiver, verspielt-würziger Frucht, die gelegentlich fast tropische Anklänge zeigt, und einer substanziellen Mineralität. Sie brauchen oft einige Zeit, um sich voll zu öffnen. Die Böden bestehen weitestgehend aus grauem Schiefer, mit einigen Adern einer eher rötlichen Varietät. Die Ausrichtung des Hanges von Süd nach West ermöglicht eine lange Reifeperiode, was der Aromenbildung immensen Vorschub leistet. Felsnasen, Steilwände und Trockenmauern bilden dabei zusätzliche Wärmespeicher.

Jahrgang 2017 – Mosel

2017 gilt an der Mosel als sehr guter, klassisch-frischer Riesling-Jahrgang mit reifer Frucht und lebendiger Säure. In der Goldgrube und in der langen Aurum-Reife ergibt das einen besonders dichten, tiefgründigen und langlebigen Wein, der Zeit braucht, um seine ganze Vielschichtigkeit zu entfalten.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2017, ausgegoren (trocken). „Ausgegoren" bedeutet bei Vollenweider, dass die Gärung natürlich endet – je nach Jahrgang kann eine feine Restsüße verbleiben, die der steinig-salzigen Art jedoch nie anzumerken ist.

Nach spontaner Gärung mit weingutseigenen Hefen reift der Aurum rund zwei Jahre auf der Vollhefe – schonend im großen Holzfass bzw. Stahl, im puristischen, minimal-invasiven Stil des Hauses. Anbau ohne Herbizide; sehr kleine Menge.

Im Glas

Ein kraftvoller, tiefgründiger Grand-Cru-Riesling: intensive, verspielt-würzige Frucht mit fast tropischen Anklängen, dazu rauchiger Schiefer, Kräuter und eine feine Hefewürze aus dem langen Vollhefelager. Am Gaumen dicht und vielschichtig, mit kraftvollem Rückgrat, steinig-herber, geradezu extremer Mineralität und feiner Frucht – mächtig im Körper und doch präzise proportioniert, mit langem, salzigem Abgang.

Die Quintessenz der Goldgrube – dicht und vielschichtig, mit steinig-herber Mineralität und feiner, würziger Frucht.

Braucht Luft und Zeit, um sich voll zu öffnen; mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zur würzig-asiatischen Küche sowie zu reiferem Hartkäse.


Lage: Mosel, Wolfer Goldgrube (Traben-Trarbach, Deutschland); grauer Schiefer mit rötlichen Adern, Süd-West-Ausrichtung; beste Parzellen, wurzelechte Reben bis 100 Jahre
Klassifikation: Mosel, Riesling, ausgegoren (trocken); Grand-Cru-Selektion „Aurum"; sehr kleine Menge
Ausbau: Riesling; Spontangärung, ~2 Jahre auf der Vollhefe, schonend in Holz/Stahl; Anbau ohne Herbizide

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Rebsorten

Von Winning Pinot Noir I 2011

Rotwein · Pfalz · Spätburgunder (Pinot Noir)

Spätburgunder (Pinot Noir) Pinot Noir I von Winning · Deidesheim Deidesheimer Herrgottsacker & Ruppertsberger Reiterpfad offener Holzbottich · spontan Malo im Barrique · unfiltriert trocken · Reife 2011

Der von Winning Pinot Noir I 2011 ist ein feiner, eleganter Spätburgunder vom Deidesheimer Herrgottsacker und Ruppertsberger Reiterpfad. Saftige Beerenfrucht, verbunden mit einer typisch feurigen Würze – heute in schöner, gereifter Trinkphase.


Pinot Noir I – Spätburgunder aus zwei Toplagen

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Neben seinen fassvinifizierten Rieslingen baut von Winning auch Spätburgunder konsequent burgundisch aus. Der Pinot Noir I ist die gehobene Spätburgunder-Cuvée des Guts.

Die Trauben stammen vom Deidesheimer Herrgottsacker und vom Ruppertsberger Reiterpfad. Diese Herkunft mit ihren wärmeren, sandig-kalkigen Böden bildet die Grundlage für einen feinen, eleganten Pinot mit saftiger Frucht und würziger Tiefe.

Jahrgang 2011 – Pfalz

2011 war in der Pfalz ein warmer, früher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Nach über einem Jahrzehnt Flaschenreife zeigt sich der Wein heute in einer schönen, gereiften Phase – die primäre Beerenfrucht ist von Tertiäraromen wie Waldboden, Leder und getrockneten Kräutern durchsetzt.

Ausbau

Trockener Spätburgunder vom Deidesheimer Herrgottsacker und Ruppertsberger Reiterpfad, Jahrgang 2011.

Die kleinbeerigen Trauben wurden handverlesen und im offenen Holzbottich spontan vergoren; die malolaktische Gärung fand anschließend in Barriques statt. Unfiltriert in Flaschen gefüllt, mit hohem Entwicklungspotenzial.

Im Glas

Ein feiner, eleganter Spätburgunder: saftige rote Beerenfrucht, verbunden mit einer typisch feurigen Würze, dazu – aus der Reife – Anklänge von Waldboden, getrockneten Kräutern und feinem Leder. Am Gaumen seidig und harmonisch, mit reifen, gut eingebundenen Tanninen, lebendiger Säure und einem langen, würzigen Nachhall.

Saftige Beerenfrucht mit typisch feuriger Würze, dazu reife Anklänge von Waldboden, Kräutern und Leder – seidig und harmonisch, mit reifen Tanninen und langem, würzigem Nachhall.

Ein gereifter, eleganter Pinot in schöner Trinkphase; vor dem Genuss dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und Ente, zu Kalb und Wild, zu Pilzgerichten sowie zu mittelkräftigem, gereiftem Käse.


Lage: Deidesheimer Herrgottsacker und Ruppertsberger Reiterpfad, Pfalz; Weingut von Winning, Deidesheim
Klassifikation: Spätburgunder, Pfalz (trocken); 100 % Spätburgunder
Ausbau: Handlese, Spontangärung im offenen Holzbottich, Malo im Barrique, unfiltriert gefüllt

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Rebsorten

Josef Dockner Zweigelt vom Löss

Wein · Rotwein · Niederösterreich · Österreich

Josef Dockner Zweigelt vom Löss ist ein typischer Zweigelt aus Niederösterreich, Österreichs größtem Weinbaugebiet. In der Nase duftig, mit schöner Primärfrucht nach Sauerkirschen und Zwetschgen. Am Gaumen elegant, fruchtig und würzig.


Niederösterreich / Kremstal

Der Winzerhof Familie Dockner liegt in Theiß im Kremstal (Niederösterreich). Namensgebend und stilprägend sind die Lössböden: Sie speichern Wärme und bringen fruchtbetonte, samtige Rotweine hervor. Zweigelt ist die meistangebaute rote Rebsorte Österreichs – eine Kreuzung aus Blaufränkisch und St. Laurent.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Zweigelt von Lössböden. Der Ausbau erfolgt fruchtbetont im Edelstahltank, um die klare Primärfrucht und die Eleganz des Weins zu bewahren. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles bis mittleres Rubinrot. In der Nase duftige Primärfrucht nach Sauerkirsche und Zwetschge, dazu ein Hauch Würze. Am Gaumen elegant, saftig und fruchtig-würzig, mit weichen Tanninen und unkompliziertem, sauberem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein vielseitiger, unkomplizierter Essensbegleiter.

Passt zu: Schweinsbraten, Geflügel, Pasta, Brettljause und mittelreifem Käse.


Lage: Niederösterreich (Kremstal, Theiß); Winzerhof Familie Dockner
Klassifikation: Niederösterreich – 100 % Zweigelt (Lössböden), trocken
Ausbau: Edelstahltank (fruchtbewahrend)

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USA

Saxum Paderewski Vineyard 2017

Rotwein · Paderewski Vineyard · Rhône-Cuvée

Syrah-dominierte Cuvée Paderewski Vineyard Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden 31 % Ganztraube ~19 Monate · ~55 % neue Eiche 2017

Der Saxum Paderewski Vineyard 2017 ist eine rare, Syrah-dominierte Single-Vineyard-Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum aus einem historischen, kalkreichen Weinberg von Paso Robles. Groß, reich und kraftvoll – einer der strukturiertesten und tanninbetontesten Weine des Guts, der die Rhône-Sorten mit den ursprünglichen Reben der Lage verbindet.


Paderewski Vineyard – Kalkstein mit Geschichte

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Das Paderewski Vineyard westlich von Paso Robles ist ein wunderschönes Anwesen im Besitz von Bill und Liz Armstrong (Epoch Estate) – und der Ort des legendären Weinbergs von Ignacy Jan Paderewski, des weltberühmten Pianisten und polnischen Staatsmanns. Justin Smith hat den ursprünglichen Standort neu bestockt.

Für einen Wein aus dem Paderewski Vineyard war es Saxum wichtig, die ursprünglichen Sorten der Lage – Zinfandel und Petite Sirah – mit den geliebten Rhône-Reben des Guts zu vereinen. Die kargen, kalkhaltigen Böden, die in Paso Robles selten sind, geben dem Wein Mineralität, Frische und Tiefe; kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage. Saxum arbeitet organisch im Weinberg und minimalistisch im Keller – mit Spontangärung und behutsamem Ausbau.

Jahrgang 2017 – Paso Robles

2017 war an der kalifornischen Central Coast ein warmer, reifer Jahrgang, der vollmundige, dichte Weine mit kräftiger Struktur hervorbrachte. Auf dem kalkreichen Terroir des Paderewski Vineyard ergibt das einen besonders großen, kraftvollen und tanninbetonten Wein, der in der Jugend noch verschlossen wirkt und dessen Fülle von einer mineralischen Frische und lebendigen Säure im Zaum gehalten wird.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 43 % Syrah, 25 % Mataro (Mourvèdre), 10 % Zinfandel, 9 % Petite Sirah, 9 % Tempranillo und 4 % Viognier, Jahrgang 2017, trocken.

Syrah gibt dem Wein das dunkle, würzig-pfeffrige Fruchtrückgrat und die mineralische Tiefe; Mataro Struktur, Erdigkeit und herzhafte Fülle; Zinfandel saftige, brombeerige Frucht und Gewürz; Petite Sirah – wie Zinfandel eine Hommage an die ursprüngliche Bestockung – Farbe, dunkle Frucht und festes Tannin; Tempranillo rote Frucht und Schmelz; der mitvergorene Viognier hebt die Aromatik floral an. Vergoren mit rund 31 % Ganztrauben, reift der Wein etwa 19 Monate in französischer Eiche, davon ungefähr die Hälfte neu, ein großer Teil in einem großen Holzfoudre, der die Mineralität der Lage betont. Der Wein wird nie von der Hefe abgezogen und unfiltriert sowie ungeschönt gefüllt.

Im Glas

Aus der Syrah-dominierten Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Kraft und Struktur: tiefes, dichtes Purpur im Glas, dazu dunkle und blaue Frucht wie Brombeere, Blaubeere und Maulbeere, gemahlener Pfeffer, getrocknete Kräuter, Graphit und florale Anklänge. Am Gaumen vollgewichtig, groß und kraftvoll, mit dichtem, festem Tannin und einer guten, lebendigen Säure – noch verschlossen und nach innen gekehrt, von mineralischer Frische getragen und mit langem, würzigem Nachhall.

Tiefes Purpur, Brombeere, Blaubeere und Maulbeere über Pfeffer, Kräutern und Graphit – groß, dicht und tanninbetont, mit langem, würzigem Finale.

Noch jung und verschlossen; braucht Zeit und sollte vor dem Genuss großzügig dekantiert werden. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Paderewski Vineyard (Epoch Estate, Bill und Liz Armstrong), westlich von Paso Robles (Kalifornien, USA); karge, kalkhaltige Böden; einst Weinberg von Ignacy Jan Paderewski, von Saxum neu bestockt; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles; Cuvée aus 43 % Syrah, 25 % Mataro, 10 % Zinfandel, 9 % Petite Sirah, 9 % Tempranillo, 4 % Viognier (trocken)
Ausbau: ~31 % Ganztraube, ~19 Monate in französischer Eiche (ca. 55 % neu, großer Teil im Holzfoudre); nie von der Hefe abgezogen, ungeschönt und unfiltriert

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Spanien

Vega Sicilia Unico 2015

Rotwein · Ribera del Duero · Tinto Fino & Cabernet Sauvignon

96% Tinto Fino · 4% Cabernet Sauvignon Ribera del Duero 2015 5 Jahre Holzausbau 84.184 Flaschen

Der Vega Sicilia Único 2015 ist der Spitzenwein des gleichnamigen Guts in der Ribera del Duero. Eine Cuvée aus 96% Tinto Fino (Tempranillo) und 4% Cabernet Sauvignon, gereift über fünf Jahre in Holz und weitere Jahre auf der Flasche vor der Freigabe. Der Jahrgang 2015 zeigt sich von Beginn an offen, mit Substanz und Eleganz zugleich.


Finca Vega Sicilia – Ribera del Duero

Das Gut Vega Sicilia erstreckt sich über fast 1.000 Hektar, von denen 210 Hektar dem Weinbau gewidmet sind. Die Reben stehen auf 700 bis 900 Metern Höhe, in einem Mosaik aus 19 Bodenarten und 64 kleinteiligen Parzellen, geformt vom Fluss Duero. Das Durchschnittsalter der Reben liegt bei rund 40 Jahren, bei einer Pflanzdichte von 2.222 Stöcken pro Hektar.

Der Ertrag ist mit etwa 25 Hektoliter pro Hektar streng begrenzt, was Konzentration und Tiefe der Trauben sichert. Die Parzellenvielfalt erlaubt es, für den Único genau die Lagen zu wählen, die Kraft und zugleich Finesse liefern.

Jahrgang 2015 – Ribera del Duero

Auf einen etwas trockeneren Herbst folgte ein regenreicher Winter, der die Wasserreserven füllte. Die geringen Niederschläge im frühen Frühjahr verzögerten den Austrieb; nennenswerte Spätfröste blieben aus, und ein feuchteres Saisonende ließ die Reben rascher wachsen. Warmes Wetter im Juli sicherte gesunde Trauben.

Die günstigen Sommerbedingungen brachten eine sehr gute, leicht vorgezogene Ernte mit ausgewogenem Zucker-Säure-Verhältnis. Gelesen wurde von 15. September bis 3. Oktober, von Hand in 12-kg-Kisten – bewusst „al dente", um Überreife zu vermeiden und Frische zu erhalten.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 96% Tinto Fino und 4% Cabernet Sauvignon, Jahrgang 2015.

Der Ausbau folgt dem Vega-Sicilia-Prinzip: rund fünf Jahre in Holz – zunächst etwa anderthalb Jahre im Barrique, das den Wein formt, dann etwa dreieinhalb Jahre in großen Holztanks. Es folgt eine lange Flaschenreife; insgesamt liegt der Wein über zehn Jahre in Holz und Flasche, bevor er freigegeben wird. Abgefüllt im Mai 2021. Die Auflage umfasst 84.184 Bordeaux-Flaschen, dazu 3.645 Magnum, 360 Doppelmagnum, 57 Imperial und 5 Salmanazar. Der Jahrgang 2015 ist der erste von Kellermeister Gonzalo Iturriaga.

Im Glas

Von Beginn an offen und ausdrucksstark. Am Gaumen großzügig, opulent und saftig, dabei mit der seidigen Eleganz, die für das Gut steht. Kraft und Feinheit halten sich die Waage, der Abgang ist lang.

Großzügig, opulent und saftig – und doch von der seidigen Eleganz, die den Stil von Vega Sicilia ausmacht.

Schon jetzt zugänglich, bei optimaler Lagerung (12–14 °C) aber über Jahrzehnte haltbar. Vor dem Servieren großzügig dekantieren; bei rund 18 °C ausschenken.

Am Tisch

Lamm, Rind und Wild, Schmorgerichte und Edelstücke vom Grill, dazu gereifter Hartkäse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Finca Vega Sicilia, Ribera del Duero (Spanien); 700–900 m, 19 Bodenarten / 64 Parzellen
Klassifikation: Ribera del Duero DO
Ausbau: 96% Tinto Fino, 4% Cabernet Sauvignon; ~5 Jahre Holz (~1,5 J. Barrique, ~3,5 J. Holztank), abgefüllt Mai 2021

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Weine

Van Volxem Altenberg Alte Reben Riesling Großes Gewächs 2020

Weißwein · Kanzemer Altenberg (Saar) · Riesling

Riesling Kanzemer Altenberg Saar · Mosel Van Volxem Devonschiefer & Rhyolith bis 70 % Steillage · alte Reben Großes Gewächs · trocken 2020

Der Van Volxem Altenberg Alte Reben Riesling Großes Gewächs 2020 stammt aus dem Kanzemer Altenberg – einer der steilsten Schieferlagen der Saar. Von uralten, teils wurzelechten Reben: ein unheimlich mächtiger, kraftvoller und würziger Riesling, der wie ein ganz großer weißer Burgunder schmeckt, gesegnet mit den Schiefertönen der Saar.


Kanzemer Altenberg – Grauschiefer in extremer Steillage

Van Volxem in Wiltingen an der Saar wurde von Roman Niewodniczanski aus einem traditionsreichen, einst verfallenen Gut zu neuem Weltruhm geführt. Das Weingut bewirtschaftet ausschließlich Schiefersteillagen der Saar – Hänge, die in ihren Ursprüngen bis in die Römerzeit zurückreichen und zu den ältesten Steillagen der Welt zählen.

Der Kanzemer Altenberg gegenüber dem Ort Kanzem ist eine Welt für sich: ein majestätischer, bis zu mehr als 70 % steiler Hang in idealer süd-südöstlicher Ausrichtung, dessen Nähe zur Saar für Wärme, Lichtverstärkung und kühle Nächte sorgt. Der Boden besteht aus verwittertem Devon-Grauschiefer und Rotliegendem (Rhyolith); darin stehen viele Jahrzehnte alte, teils wurzelechte Reben, die tief in den Schiefer wurzeln. Niedrige Erträge und dieses karge, dramatische Terroir geben dem Wein seine rauchig-mineralische Tiefe.

Jahrgang 2020 – Saar

2020 brachte an der Saar einen ausgewogenen Jahrgang mit reifer, kerngesunder Frucht und zugleich frischer, präziser Säure. Auf dem warmen, kargen Schiefer des Altenbergs ergibt das einen besonders kraftvollen und konzentrierten Riesling, dessen mächtige Statur von einer klaren, mineralischen Säure getragen und im Gleichgewicht gehalten wird.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus dem Kanzemer Altenberg, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von alten, teils wurzelechten Reben.

Wie alle Van-Volxem-Weine wird auch der Altenberg spontan mit den eigenen Hefen vergoren und über eine lange Reifezeit im traditionellen Fuderfass ausgebaut – handwerklich und ohne Schönung. Diese reduktive, hefebetonte Reife verleiht dem Wein Tiefe, Schmelz und eine bemerkenswerte Haltbarkeit.

Im Glas

Das von Grauschiefer geprägte Terroir verschmilzt hier mit der Riesling-Rebe zu einer fantastischen Symbiose, wie sie die Welt lange nicht mehr getrunken hat. Unheimlich mächtig, voller Kraft, Würze, reifer südländischer Frucht und von einem minutenlangen Abgang geprägt. Er schmeckt wie ein ganz großer Chardonnay aus dem Burgund, gesegnet mit den Schiefertönen der Saar und der expressiven Frucht der Riesling-Traube.

Unheimlich mächtig, voller Kraft und Würze – wie ein ganz großer Chardonnay aus dem Burgund, gesegnet mit den Schiefertönen der Saar.

Unbedingt dekantieren! Ein großer Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Hummer, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu gereiftem Hartkäse. Dank seiner Kraft auch ein Begleiter für würzige asiatische Küche.


Lage: Kanzemer Altenberg, Kanzem an der Saar (Mosel); verwitterter Devon-Grauschiefer mit Rotliegendem/Rhyolith, süd-südöstlich, bis über 70 % Steillage; alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling; „Alte Reben"
Ausbau: Spontangärung mit eigenen Hefen, lange Reife im traditionellen Fuderfass, handwerklich und ohne Schönung

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