Moselwein – Das sind die Gründe, warum er so beliebt ist!

Mosel Tradition 

Das Anbaugebiet Mosel ist eines der bekannteren der 13 Qualitäts-Anbaugebiete in Deutschland. Vor 2006 hieß diese Region noch Mosel-Saar-Ruwer, welche sich aus den Flussnamen und Nebentälern ergab. Das Moseltal stellt das längste und größte Steillagen-Anbaugebiet zwischen Koblenz und Saarburg dar und hat gleichzeitig die größte Riesling-Anbaufläche weltweit. Um das 19. Jahrhundert herum waren Moselweine die teuersten und begehrtesten Weine auf dem Weltmarkt. 

Das Klischee, alle Moselweine munden süß oder sauer stimmt schon lange nicht mehr. Neben dem Riesling finden sich heute noch diverse andere Rebsorten, die trocken ausgebaut werden, in einer der ältesten Weinbauregionen Deutschlands wieder. 

Was macht einen Moselwein aus und wie schmeckt er? 

Viele unterschiedliche Faktoren machen die Mosel zu einem einmaligen Weinanbaugebiet. Am linken und rechten Ufer des Flusses erstrecken sich die steilsten Hänge Deutschlands. Auch die besonderen klimatischen Bedingungen der Region und die jahrhundertelange Erfahrung des Weinanbaus beeinflussen den Geschmack der Weine, die dort angebaut werden. Hauptsächlich wird an der Mosel Weißwein angebaut, da das Klima für den Rotweinanbau zu kontinental ist. Kurz gesagt ist es nicht warm genug an der Mosel. Dennoch wird ein kleiner Anteil Pinot Noir vinifiziert, welcher große Weine hervorbringen kann. 

Wichtige Umgebungsfaktoren an der Mosel: 

Nebel: 

Morgens steigt der Nebel die Hügelketten hoch und setzt sich zwischen den Reben ab. Das sorgt für eine langsamere Temperaturschwankung zwischen Tag und Nacht. Der Nebel kühlt die Trauben ab, bevor die ersten Sonnenstrahlen die Weinberge erhitzen. Aus diesem Grund bleibt die Säure in den Trauben erhalten, was später zu frischeren und spritzigeren Weinen führt.

Temperaturschwankungen: 

An der Mosel kann es im Sommer zu extremen Schwankungen von Temperaturen kommen, insbesondere im Verlauf von Tag zu Nacht. So sind die Nachttemperaturen oft niedrig. Kühle Nächte bewahren die Säure und Aromen in der Traube. Heiße Sommertage beschleunigen die Reife der Traube. Daraus resultiert eine frische und aromatische Stilistik. So schmecken Moselweine oft sehr leicht und mineralisch, weisen aber eine hohe Säure auf. Faszinierend dabei ist der niedrige Alkoholgehalt, der die 13% Marke meist nicht überschreitet. 

Fluss: 

Die Temperaturschwankungen werden durch Gewässer verringert. Die Mosel kann genug Wärme des vorangegangenen Tages speichern, um die Weinberge bei Nacht warm zu halten. Tagsüber sorgt sie wiederum für kühlende Brisen zwischen den Rebstöcken. Des weiteren reflektiert der Fluss Sonnenstrahlen auf die Weinhänge. Dadurch werden die Weinberge zusätzlich gewärmt.

Boden und Hangrichtung: 

Ein besonders wichtiger Faktor an der Mosel sind sowohl die Schieferböden als auch die Hanglage. Die besten Lagen sind Richtung Süd-Ost zum Äquator ausgerichtet, da hier die Dauer der Sonnenstrahlen am längsten ist. Der Schieferboden, der in der Region vorherrscht, absorbiert die Wärme des Tages, die er nachts wieder an den Weinberg abgibt. So können Trauben auch in der Nacht reifen. 

Das sind die beliebtesten Mosel-Rebsorten. Wie schmecken sie? 

Riesling 

Nach wie vor wird im Moselgebiet am meisten Riesling angebaut. Er bringt die spektakulärsten und vielschichtigsten Weine hervor, die trocken, mineralisch, aber auch süß als Auslese ausgebaut werden können (mehr zum Riesling). Zitrusnoten, Steinobst, Aprikose und würzige Aromen kann der Riesling aufweisen. Die besten Lagen an der Mosel sind mit Riesling Reben bestockt. Nicht ohne Grund kommt die teuerste Weinbergslage Deutschlands von der Mosel: „Scharzhofberger“

Weißburgunder 

Vollmundig, weich und rund mundet der Weißburgunder. Die aus der Burgunder Familie stammende Weißwein Rebsorte ist resistenter gegen Krankheiten und ist deshalb leicher zu kultivieren. Deshalb schafft sie es selbst an der Mosel unter schwierigen Bedingungen gut auszureifen und spannende Weine hervorzubringen. Den Weißburgunder zeichnet vor allem wenig Säure mit Aromen von Birnen, grünem Apfel und mit etwas Reifezeit Nüsse und Mandeln aus. Hanglagen, die günstig Richtung Norden ausgerichtet sind, mag der Weißburgunder besonders gerne, weil er hier gut ausreifen kann. Daher kann er auch in besseren Lagen an der Mosel hervorragende, langlebige Weine hervorbringen.

Auxerrois 

Diese Rebsorte gehört ebenfalls zu der Burgunder Familie, macht allerdings nur einen kleinen Anteil von 0,2% der Rebflächen aus. Sie ähnelt dem Weißburgunder sehr, ist allerdings fruchtiger und reicher an Aromen. Zudem hat sie etwas weniger Säure. 

Müller-Thurgau 

Müller-Thurgau, auch Rivaner genannt, ist eine Kreuzung aus Riesling und Madeleine Royale. Mittlerweile ist sie in ganz Deutschland vertreten. Auch auf knapp 15 % der Rebflächen an der Mosel wird sie kultiviert. Sehr frühreifend passt sie sehr gut in das Klima rund um das Moseltal. 

Elbling 

Die Weißweinrebsorte Elbling stammt von der Vitis Vinifera ab und bringt reichlich Ertrag. Elbling hat eine spitze Säure und erinnert deswegen oft an Riesling. In den meisten Fällen wird er trocken ausgebaut. 

Spätburgunder

Die Spätburgunder Traube, in Frankreich auch Pinot Noir genannt, ist eine der meist vertretesten Rotweinsorten an der Mosel. Pinot Noir ist eine spät reifende Rebsorte, welche sehr anfällig für Pilzkrankheiten ist, weshalb zu viel Feuchtigkeit in den Weinbergen nicht von Vorteil ist. An der Mosel werden deshalb die Reben so hoch wie möglich gepflanzt. Durch wärmenden Schiefer und gute Hangausrichtung gen Süden kann auch an der Mosel Spätburgunder ausreifen. Die dünne Traubenschale und die kleinen Beeren sorgen im Glas für einen hellroten Farbton. Hellrote Früchte, eine hohe, für die Mosel typische Säure und eine würzige, elegante Aromatik zeichnen die besten Mosel Spätburgunder aus.

Dornfelder wird auch in kleinen Mengen angebaut. Er steht für zugängliche, leichte und fruchtbetonte Rotweine, welche gerne mit etwas mehr Restsüße vermarktet werden.

Die besten Süßweine – von der Mosel? 

Weltweit bekannt sind die restsüßen Weine von der Mosel. Unzählige Kabinetts, Auslesen, Spätlesen und Beerenauslesen stammen aus dem Tal. Die am meisten verwendete Rebsorte dafür ist der Riesling. Er eignet sich hervorragend für den Ausbau von Süßweinen, da er eine sehr hohe Säurestruktur aufweist. Jeder Süßwein braucht eine gewisse Säure, um die richtige Balance zu haben. Hat ein Wein zu viel Süße, dafür aber wenig Säure, wirkt er schnell plump und pappig. Wenn ein Wein zu viel Säure aber zu wenig Süße hat, kann er sehr spitz und unausgewogen schmecken. Begünstigt wird die Süße-Säure-Balance zudem von dem kontinentalen Klima. Hohe Tag- und Nacht Temperaturschwankungen bewahren einen ausgeglichenen Säuregehalt in der Traube und sorgen gleichzeitig für genug °Oechsle im Wein. Oechsle ist eine Maßeinheit, mit der der Zuckergehalt in der Traube gemessen wird. Die besten Gewächse können aufgrund ihres hohen Säure- und Zuckeranteils bis zu 30 Jahre alt werden. Sie bekommen dann Noten von Petrol und getrockneten Früchten. 

Diese einzigartigen Süßweine empfehlen wir:

Unser Fazit zu Moselweinen

Weine von der Mosel gehören schon seit Jahrhunderten zu den beliebtesten Weinen der Welt. Die besonderen Faktoren wie die Hügellage, der Fluss und das Klima sorgen für besonders gute Bedingungen für den Weinanbau. Vorrangig bekannt ist das Moselgebiet für seinen Riesling, doch mittlerweile werden auch weitere Rebsorten kultiviert. Unabhängig davon, welche Rebsorte angebaut wird, schafft es diese Region aus jeder seiner Rebsorten einen Qualitätswein herzustellen. 

Bekannte Städte wie Trier, Piesport, Bernkastel-Kues und Traben-Trabach sind durch das Kulturgut Wein beliebte Ziele für den Tourismus geworden. Es lohnt sich also, dieses besondere Anbaugebiet und die Weinkultur selbst zu entdecken. Viele Vinotheken bieten Verkostungsmöglichkeiten an, um die Vielfalt der Weine zu präsentieren. Die besten Moselweine, sowohl im süßen als auch im trockenen Bereich, finden Sie unter Weine & Feinkost oder in unserem Wuppertaler Ladengeschäft. Wir beraten Sie gerne und freuen uns auf Ihren Besuch – egal ob online oder präsent. Überzeugen Sie sich selbst von der Moselfaszination mit tollen Gewächsen der Extraklasse.

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Frankreich

Domaine Sylvain Cathiard Hautes Cotes de Nuits 2022

Rotwein · Bourgogne Hautes Côtes de Nuits · Pinot Noir

Pinot Noir Hautes Côtes de Nuits AOC Côte de Nuits 2022 mehrere Parzellen · Villers-la-Faye

Der Bourgogne Hautes Côtes de Nuits 2022 der Domaine Sylvain Cathiard et Fils ist die Haupt-Cuvée des Guts aus den Höhenlagen über der Côte – ein lebendiger, saftiger und vielschichtiger Pinot Noir mit der reinen Frucht und Präzision, für die diese Vosne-Mikro-Domaine berühmt ist.


Hautes Côtes de Nuits – Höhenlage über der Côte

Die Cuvée stammt aus mehreren Parzellen in der Gemeinde Villars (Villers-la-Faye) oberhalb der Côte de Nuits. Diese Höhenlagen liegen rund 1 bis 1,5 °C kühler als die Côte, was den Weinen Frische und Spannung verleiht; Kalkstein prägt den Untergrund.

Die in Vosne-Romanée beheimatete Domaine erwarb ab 2019 mehrere Hektar vor allem in den Hautes Côtes; rund zwei Drittel ihrer Fläche entfallen heute auf Regional-Appellationen.

Jahrgang 2022 – Hautes Côtes de Nuits

2022 war im Burgund ein warmer, sonnenreicher und trockener Jahrgang. Dank Wasserreserven aus dem Frühjahr kamen die Reben gut durch den heißen Sommer, sodass eine gesunde und großzügige Ernte eingebracht wurde.

Sébastien Cathiard begann bereits am 2. September zu lesen – früher als üblich –, was klassisch proportionierte Weine mit moderatem Alkohol ergab; dieser Wein erreichte natürliche 13,6 %, für die Höhenlagen ein bemerkenswerter Wert.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022.

Sorgfältige Selektion, vollständige Entrappung und eine lange Maischestandzeit von rund 20–30 Tagen. Der Ausbau erfolgt 15–18 Monate im Fass (überwiegend Tonnellerie Rémond), mit bewusst reduziertem Anteil neuen Holzes von etwa 20–25 % auf Regional-Niveau. Abgefüllt wird ungeschönt und unfiltriert; Bewirtschaftung ohne Herbizide (nicht zertifiziert).

Im Glas

Aromen von Kirsche und rauchigen Beeren, dazu eine etwas fülligere Himbeerfrucht. Am Gaumen mittelkräftig, lebendig und vielschichtig, mit fairer Länge und saftigem Kern; eine noch junge Holznote integriert sich mit etwas Reife. Ein klassisch proportionierter Hautes-Côtes mit Cathiard-Handschrift.

Lebendig, saftig und vielschichtig – reine Frucht aus den Höhenlagen über der Côte.

Bereits jung zugänglich; Trinkfenster etwa 2025–2030. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel, Schweinebraten, Pilzgerichte oder mittelkräftiger Käse. Ein unkomplizierter, vielseitiger Begleiter für die Alltagsküche auf hohem Niveau.


Lage: Bourgogne Hautes Côtes de Nuits; mehrere Parzellen um Villers-la-Faye, Höhenlage über der Côte, Kalksteinböden
Klassifikation: Régionale (Bourgogne Hautes Côtes de Nuits AOC)
Ausbau: Pinot Noir; 100 % entrappt, 20–30 Tage Maischestandzeit, 15–18 Monate Fass, ca. 20–25 % neues Holz, ungeschönt und unfiltriert · ohne Herbizide (nicht zertifiziert)

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Weine

Weingut Andres Ruppertsberger Reiterpfad Riesling 2023 BIO

Weißwein · Ruppertsberg (Pfalz) · Riesling

Riesling Ruppertsberger Reiterpfad (Einzellage) Ruppertsberg · Pfalz (Mittelhaardt) Weingut Andres Buntsandstein mit Kalkadern trocken · 30 hl/ha ~1 Jahr Vollhefe · großes Holzfass BIO · 2023

Der Weingut Andres Ruppertsberger Reiterpfad Riesling 2023 ist ein eleganter Lagen-Riesling von einem leicht erhöhten Plateau mit Buntsandsteinböden, die von feinen Kalkadern durchzogen sind. Ein charakterstarker Pfälzer mit klarer Handschrift – Würze, präzise Salzigkeit und Tiefe.


Ruppertsberger Reiterpfad – Riesling am Waldrand

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Der Ruppertsberger Reiterpfad liegt am Rand des Pfälzerwalds und zählt mit seiner südöstlichen Ausrichtung und seinem warm-trockenen Mikroklima zu den besten Weinbergen der Mittelhaardt.

Die Böden bestehen aus lehmigem Sand und Buntsandsteinverwitterung mit stellenweise steinigem Untergrund – ideale Bedingungen für tief wurzelnde Reben. Der Riesling von Andres wächst auf einem leicht erhöhten Plateau mit Buntsandsteinböden, die von feinen Kalkadern durchzogen sind; dieses Terroir verleiht dem Wein eine charaktervolle Würze und präzise Salzigkeit. Der Name „Reiterpfad" geht auf einen historischen Weg zurück, der in römischer Zeit als militärische Route genutzt wurde – heute steht er sinnbildlich für ausdrucksstarke, langlebige Weine mit Herkunft und Tiefe.

Jahrgang 2023 – Pfalz

2023 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Das warm-trockene Mikroklima des Reiterpfads am Waldrand und der minimalistische, herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahrten Frische und Präzision – reife Frucht und mineralische Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Einzellage Ruppertsberger Reiterpfad, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von Buntsandstein mit feinen Kalkadern, Ertrag nur 30 hl/ha.

Der Wein wird mit natürlichen Hefen vergoren und rund ein Jahr auf der Vollhefe im großen Holzfass ausgebaut. Diese schonende Machart schenkt ihm Tiefe, Struktur und Finesse, ohne die kühle Herkunftsprägung zu überdecken. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein Riesling von charaktervoller Eleganz: reife gelbe Frucht und Steinobst, dazu eine kühle Kräuterwürze und feine Mineralität aus Buntsandstein und Kalkadern. Am Gaumen präzise und gut balanciert, mit spürbarer Struktur, lebendiger, gut eingebundener Säure und einer salzigen Frische, die in einen langen, würzig-mineralischen Nachhall mündet.

Reife gelbe Frucht und Steinobst über kühler Kräuterwürze und feiner Mineralität – präzise, balanciert und würzig, mit salziger Frische und langem Nachhall.

Ein ausdrucksstarker, langlebiger Lagen-Riesling; gewinnt mit den Jahren. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und mildem Hartkäse.


Lage: Ruppertsberger Reiterpfad, Ruppertsberg, Pfalz (Mittelhaardt); Waldrandlage, südöstliche Ausrichtung, ~120–175 m; leicht erhöhtes Plateau, Buntsandstein mit feinen Kalkadern
Klassifikation: Lagen-Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling; 30 hl/ha
Ausbau: Vergärung mit natürlichen Hefen, ~1 Jahr auf der Vollhefe im großen Holzfass; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Deutschland

Ellermann Spiegel Pinot Noir GOLDKAPSEL trocken 2023

Rotwein · Spätburgunder · Pfalz · Goldkapsel

Ellermann-Spiegel Pinot Noir Goldkapsel ist ein trockener Spätburgunder aus der Spitzenlinie des Weinguts Ellermann-Spiegel in der Pfalz. Aus selektierten Burgunder-Klonen, über zwei Jahre im Barrique ausgebaut und unfiltriert abgefüllt – puristisch, facettenreich und klar.


Pfalz

Die Familie Spiegel liebt Pinots aus dem Burgund. Für den Goldkapsel-Spätburgunder wurden die besten Pinot-Klone selektiert und in die Pfälzer Weinberge bei Kleinfischlingen gepflanzt. Die Goldkapsel kennzeichnet die Spitzenweine des Hauses, aus selektiver Lese.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Spätburgunder (Pinot Noir). Nach selektiver Handlese reift der Wein über zwei Jahre in kleinen Barriquefässern. Die Abfüllung erfolgt schonend und unfiltriert, was Tiefe und Textur bewahrt.

Im Glas

Puristisch und klar. In der Nase zarte Holzaromen, etwas Fichte und Brioche, dazu Veilchen, Brombeere und Himbeere. Am Gaumen wilde Beerenfrucht mit knackiger Säurestruktur und erdigen Noten von Tabak, Leder, Erde und Pilz. Das Finale ist lang, filigran und vibrierend.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; etwas Luft oder eine Karaffe öffnen den Wein. Ein feiner, ausdrucksstarker Pinot für anspruchsvolle Begleitung.

Klassische Begleitung: Wild, Ente, Lamm, Pilzgerichte und gereifter Käse.


Lage: Pfalz – Südliche Weinstraße (Deutschland)
Klassifikation: Qualitätswein (Goldkapsel) – Rotwein (trocken)
Ausbau: über 2 Jahre im Barrique, unfiltriert

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Rebsorten

Groffier Bourgogne Pinot Noir 2021

Rotwein · Bourgogne · Pinot Noir

Pinot Noir Bourgogne (Frankreich) Côte de Nuits 2021

Der Robert Groffier Bourgogne Pinot Noir 2021 ist der Einstieg in die Welt einer der großen Domänen der Côte de Nuits – aus Spitzenparzellen am Rand der berühmten Lagen, im kühlen Jahrgang 2021 frisch, dunkelfruchtig und gut strukturiert.


Bourgogne – die Herkunft

Auch der Bourgogne von Groffier stammt aus überdurchschnittlichen Parzellen: eine liegt unmittelbar neben dem Grand Cru Clos de Vougeot, eine weitere grenzt an die Weinberge von Morey-Saint-Denis. So beginnt dieser Wein dort, wo viele Village-Weine aufhören.

Die kalkstein-tongeprägten Böden der Côte de Nuits geben dem Wein Frische und Struktur. Niedrige Erträge und sorgfältige Lese sichern auch auf Bourgogne-Ebene die Konzentration und Reintönigkeit, für die das Gut steht.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war in der Côte de Nuits ein kühler, von Frost geprägter Jahrgang mit kleinen Erträgen.

Was gesund in den Keller kam, ergab klassische, frische und präzise Pinot Noirs mit feiner Säure und transparenter Frucht.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Im Jahrgang 2021 vergor Groffier sämtliche Rotweine – mit Ausnahme des Passetoutgrains – mit 100 % Ganztrauben; Spontangärung mit eigenen Hefen, Ausbau in französischen Barriques mit zurückhaltendem Neuholzanteil. Die Stilistik zielt auf Konzentration aus der Traube, nicht aus dem Keller.

Im Glas

Kräftiges Rubin. In der Nase offene, dunkle Frucht – Brombeere und Johannisbeere – mit Gewürzen, Mandarinenschale und einem Hauch Verveine. Am Gaumen kräftig und rund, mit reifer, aber nie überreifer Frucht, klarer dunkler Aromatik, guter Struktur und feinkörnigem Gerbstoff.

Dunkelfruchtig, würzig und gut strukturiert – ein großer kleiner Burgunder von einer Top-Domaine.

Schon jung zugänglich, gewinnt aber mit etwas Luft. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel, Ente, Kalb und Rind, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu mittelkräftigem Käse. Ein vielseitiger, alltagstauglicher Begleiter.


Lage: Bourgogne, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); Parzellen neben Clos de Vougeot und angrenzend an Morey-Saint-Denis
Klassifikation: Bourgogne AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 100 % Ganztrauben; französische Barriques

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Schaumweine

Pertois-Lebrun Champagne Le Fond Du Bateau Chouilly Grand Cru

Der Pertois-Lebrun Le Fond du Bateau 2013 ist der erste Lagen-Champagner des Hauses: 1,44 Hektar ganz im Süden der Chouilly-Lagen, 1955 vom Großvater gepflanzt. Mindestens neun Jahre lag er auf der Hefe – ein gereifter Blanc de Blancs mit viel Spannung.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Reife Zitrusfrüchte, grüner Apfel, Ananas, Litschi, eine Spur Vanille, Röstbrot und etwas Lakritz. Im Mund präzise und klar, dabei geschmeidig und cremig. Die Kreide und eine feine Salzigkeit tragen bis zum langen Ausklang.

Mach was draus

Steinbutt mit Beurre blanc, Hummer, Kalbsbries, Bresse-Huhn mit Morcheln oder ein alter Comté. Ein Champagner für ein besonderes Essen – oder für den Moment, in dem man eine reife Flasche mit Freunden teilt. Servier ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Nach neun Jahren auf der Hefe ist er cremig und doch frisch. Genau so stelle ich mir gereiften Chardonnay vor.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Woher kommt der Name? Le Fond du Bateau ist der Name der Parzelle. Die Reben sind über 50 Jahre alt, nach Osten ausgerichtet und wurzeln tief in kalkreichem Boden.

Wie wird er ausgebaut? Der Grundwein ruht zehn Monate auf der feinen Hefe, etwas mehr als die Hälfte im Stahl, der Rest im Holz. Geschönt und gefiltert wird nicht.

100 % Chardonnay · Lage Le Fond du Bateau, Chouilly Grand Cru · 1,44 ha, gepflanzt 1955, Ostlage · Kreide und Kalk · nur erste Pressung · 10 Monate Feinhefe, 53 % Stahl, 47 % Holz · ungeschönt, unfiltriert · mind. 9 Jahre Hefelager · Jahrgang 2013 · Extra Brut, 2 g/l Restzucker · Champagne Pertois-Lebrun, Cramant · Stand: Oktober 2026

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Schaumweine

Champagne Chartogne-Taillet Hors-Série 2020

Der Chartogne-Taillet Hors-Série 2020 Extra Brut ist der Wein außer der Reihe: Zum ersten Mal verlässt Alexandre Chartogne sein Dorf Merfy. Der Chardonnay kommt komplett aus Avize, dem Grand Cru der Côte des Blancs, in dem er bei Anselme Selosse gelernt hat.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Zitrus, Brioche, Pfirsich, Apfel und ein wenig Kräuter, dazu Haselnuss vom Fass. Im Mund kraftvoll und gebaut, mit Steinobst, Zitrus und viel Kreide. Die Säure ist präsent, aber ausgewogen, das Finale salzig und frisch.

Mach was draus

Jakobsmuscheln in brauner Butter, Bresse-Huhn mit Rahmsoße, Kalbsbries oder ein alter Comté. Auch Austern und Steinbutt passen. Ein Champagner für ein festliches Essen, bei dem du Gästen eine Geschichte erzählen willst: ein Grand Cru, gelesen von einem Winzer aus Merfy. Servier ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Nicht in die Flöte. Nach einer Viertelstunde im großen Glas kommen Nuss und Gebäck dazu, dann wird er richtig spannend.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Woher kommen die Trauben? Aus sieben Parzellen in Avize – manche unten im flachen Teil, andere weiter oben am kühleren Hang. Die Kreide dort bringt Säure und Salz.

Wie lange kann ich ihn lagern? Er ist trinkreif und hält bis etwa 2035.

Chardonnay pur · sieben Parzellen im Grand Cru Avize · Spontangärung im Holz (Fassgrößen 228 bis 600 l) · biologischer Säureabbau · 4–5 Jahre Hefelager · Jahrgang 2020 · Extra Brut · Champagne Chartogne-Taillet, Merfy · Stand: Oktober 2026

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Länder/Regionen

Château Fontebride Sauternes 2021

Weißwein · Sauternes · edelsüß · Bordeaux

Château Fontebride Sauternes ist ein edelsüßer Weißwein aus dem Sauternes im Bordeaux. Die Weine dieser Appellation zählen – gemeinsam mit deutschen Rieslingen – zu den berühmtesten und lagerfähigsten Süßweinen der Welt. Aus Sémillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle entsteht ein reichhaltiger, vollmundiger Süßwein. Noten von Waldhonig, Flieder und getrockneten Früchten verwöhnen schon im Duft.


Sauternes

Sauternes liegt im Süden des Bordeaux, wo der kühle Garonne-Zufluss Ciron morgendliche Nebel bildet. Diese begünstigen die Edelfäule (Botrytis cinerea), die den Trauben Wasser entzieht und Zucker sowie Aromen konzentriert – die Grundlage großer, lagerfähiger Süßweine.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Sémillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle. Die edelfaulen Trauben werden konzentriert eingebracht; der Ausbau verleiht dem Wein Fülle, Tiefe und großes Reifepotenzial.

Im Glas

Goldgelb. In der Nase Waldhonig, Flieder und getrocknete Früchte, insbesondere Aprikose und Pfirsich. Am Gaumen reichhaltig und vollmundig, mit konzentrierter Süße, feiner Frische und vollem, langem Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren. Gut gelagert reift der Wein über viele Jahre weiter.

Klassische Begleitung: Foie gras, Blauschimmelkäse, Tarte Tatin, Obstdesserts oder solo.


Lage: Sauternes, Bordeaux (Frankreich)
Klassifikation: AOC Sauternes (edelsüß)
Ausbau: Sémillon, Sauvignon Blanc & Muscadelle, edelsüß

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Weine

Le Moine Horizon 50 ans Beaujolais Cru Julienas 2015 Magnum

Rotwein · Beaujolais Cru Juliénas · Gamay

Gamay Beaujolais Cru Juliénas Serie „Horizon 50 ans" Mounir Saouma (Le Moine) auf lange Reife angelegt Magnum (1,5 l) 2015

Der Le Moine Horizon 50 ans Juliénas 2015 in der Magnum ist Mounir Saoumas ernsthafte, lagerfähige Interpretation des Beaujolais – ein Cru-Gamay aus einem Ausnahmejahrgang, bewusst für die lange Reife abgefüllt. Weine, die unsere Kinder und Enkel in 50 Jahren am optimalen Genusspunkt erleben können.


Horizon 50 ans – Beaujolais, ernst genommen

Hinter dem Beaujolais steckt weit mehr als der leichte, fruchtige Beaujolais Nouveau: Vor vielen Jahrzehnten waren die besten Lagen ebenso hoch angesehen wie die großen Weine des nördlichen Burgunds. Die qualitative Spitze der Gamay-Weine wächst im Norden der Appellation – unter den Cru-Namen Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin-à-Vent, Saint-Amour und Régnié.

Für die Serie „Horizon 50 ans" hat Mounir Saouma – der Mann hinter Lucien Le Moine – Cru-Gamay aus Top-Lagen vinifiziert und in zwei Formaten abgefüllt: 0,75-Liter-Flaschen für den früheren Genuss sowie Magnum und Doppelmagnum für die ganz lange Lagerung. Der Name ist Programm: Weine mit einem Reifehorizont von einem halben Jahrhundert. Juliénas zählt zu den nördlichsten Crus; auf Granit, Schiefer und tonig-sandigen Böden bringt der Gamay hier einen besonders kräftigen, strukturierten und würzigen Charakter hervor.

Jahrgang 2015 – Beaujolais

2015 gilt im Burgund und besonders im Beaujolais als Ausnahmejahrgang – vielfach als Jahrhundertjahrgang bezeichnet. Warm und reif, brachte er Gamay-Weine von seltener Konzentration, Dichte und Tiefe bei gutem Reifepotenzial. In der Magnum und im langen Ausbau ergibt das einen Wein, der auf Jahrzehnte angelegt ist.

Ausbau

Reinsortiger Gamay aus dem Jahrgang 2015, Beaujolais Cru Juliénas, trocken; abgefüllt in der Magnum (1,5 l).

Im Stil von Mounir Saouma: langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, mit minimalem Schwefel und behutsamer Kellerarbeit – ganz auf Tiefe, Textur und Langlebigkeit ausgerichtet. Das große Magnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife.

Im Glas

Vom granitisch-schiefrigen, tonig-sandigen Boden Juliénas' und aus dem reifen Jahrgang 2015 lebt dieser Cru-Gamay: dunkle Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine kräftige, würzige Mineralität. Der lange Ausbau bindet eine seidige, dichte Textur ein und verleiht dem Wein mehr Tiefe und Ernst, als man dem Beaujolais gemeinhin zutraut. Am Gaumen saftig, kräftig und strukturiert, mit festem, feinem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein Gamay mit echtem Reifepotenzial.

Dunkle Frucht und kräftige Würze – saftig, strukturiert und tief, mit festem, feinem Tannin und langer Mineralität.

Schon jetzt zugänglich, doch auf Jahrzehnte angelegt; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Geflügel und Ente, zu Wild sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Beaujolais Cru Juliénas (Frankreich); einer der nördlichsten Crus, Granit, Schiefer und tonig-sandige Böden
Klassifikation: Beaujolais Cru, Gamay (trocken); Serie „Horizon 50 ans", Magnum (1,5 l)
Ausbau: Gamay; langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, minimaler Schwefel; auf lange Reife angelegt

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