Moselwein – Das sind die Gründe, warum er so beliebt ist!

Mosel Tradition 

Das Anbaugebiet Mosel ist eines der bekannteren der 13 Qualitäts-Anbaugebiete in Deutschland. Vor 2006 hieß diese Region noch Mosel-Saar-Ruwer, welche sich aus den Flussnamen und Nebentälern ergab. Das Moseltal stellt das längste und größte Steillagen-Anbaugebiet zwischen Koblenz und Saarburg dar und hat gleichzeitig die größte Riesling-Anbaufläche weltweit. Um das 19. Jahrhundert herum waren Moselweine die teuersten und begehrtesten Weine auf dem Weltmarkt. 

Das Klischee, alle Moselweine munden süß oder sauer stimmt schon lange nicht mehr. Neben dem Riesling finden sich heute noch diverse andere Rebsorten, die trocken ausgebaut werden, in einer der ältesten Weinbauregionen Deutschlands wieder. 

Was macht einen Moselwein aus und wie schmeckt er? 

Viele unterschiedliche Faktoren machen die Mosel zu einem einmaligen Weinanbaugebiet. Am linken und rechten Ufer des Flusses erstrecken sich die steilsten Hänge Deutschlands. Auch die besonderen klimatischen Bedingungen der Region und die jahrhundertelange Erfahrung des Weinanbaus beeinflussen den Geschmack der Weine, die dort angebaut werden. Hauptsächlich wird an der Mosel Weißwein angebaut, da das Klima für den Rotweinanbau zu kontinental ist. Kurz gesagt ist es nicht warm genug an der Mosel. Dennoch wird ein kleiner Anteil Pinot Noir vinifiziert, welcher große Weine hervorbringen kann. 

Wichtige Umgebungsfaktoren an der Mosel: 

Nebel: 

Morgens steigt der Nebel die Hügelketten hoch und setzt sich zwischen den Reben ab. Das sorgt für eine langsamere Temperaturschwankung zwischen Tag und Nacht. Der Nebel kühlt die Trauben ab, bevor die ersten Sonnenstrahlen die Weinberge erhitzen. Aus diesem Grund bleibt die Säure in den Trauben erhalten, was später zu frischeren und spritzigeren Weinen führt.

Temperaturschwankungen: 

An der Mosel kann es im Sommer zu extremen Schwankungen von Temperaturen kommen, insbesondere im Verlauf von Tag zu Nacht. So sind die Nachttemperaturen oft niedrig. Kühle Nächte bewahren die Säure und Aromen in der Traube. Heiße Sommertage beschleunigen die Reife der Traube. Daraus resultiert eine frische und aromatische Stilistik. So schmecken Moselweine oft sehr leicht und mineralisch, weisen aber eine hohe Säure auf. Faszinierend dabei ist der niedrige Alkoholgehalt, der die 13% Marke meist nicht überschreitet. 

Fluss: 

Die Temperaturschwankungen werden durch Gewässer verringert. Die Mosel kann genug Wärme des vorangegangenen Tages speichern, um die Weinberge bei Nacht warm zu halten. Tagsüber sorgt sie wiederum für kühlende Brisen zwischen den Rebstöcken. Des weiteren reflektiert der Fluss Sonnenstrahlen auf die Weinhänge. Dadurch werden die Weinberge zusätzlich gewärmt.

Boden und Hangrichtung: 

Ein besonders wichtiger Faktor an der Mosel sind sowohl die Schieferböden als auch die Hanglage. Die besten Lagen sind Richtung Süd-Ost zum Äquator ausgerichtet, da hier die Dauer der Sonnenstrahlen am längsten ist. Der Schieferboden, der in der Region vorherrscht, absorbiert die Wärme des Tages, die er nachts wieder an den Weinberg abgibt. So können Trauben auch in der Nacht reifen. 

Das sind die beliebtesten Mosel-Rebsorten. Wie schmecken sie? 

Riesling 

Nach wie vor wird im Moselgebiet am meisten Riesling angebaut. Er bringt die spektakulärsten und vielschichtigsten Weine hervor, die trocken, mineralisch, aber auch süß als Auslese ausgebaut werden können (mehr zum Riesling). Zitrusnoten, Steinobst, Aprikose und würzige Aromen kann der Riesling aufweisen. Die besten Lagen an der Mosel sind mit Riesling Reben bestockt. Nicht ohne Grund kommt die teuerste Weinbergslage Deutschlands von der Mosel: „Scharzhofberger

Weißburgunder 

Vollmundig, weich und rund mundet der Weißburgunder. Die aus der Burgunder Familie stammende Weißwein Rebsorte ist resistenter gegen Krankheiten und ist deshalb leicher zu kultivieren. Deshalb schafft sie es selbst an der Mosel unter schwierigen Bedingungen gut auszureifen und spannende Weine hervorzubringen. Den Weißburgunder zeichnet vor allem wenig Säure mit Aromen von Birnen, grünem Apfel und mit etwas Reifezeit Nüsse und Mandeln aus. Hanglagen, die günstig Richtung Norden ausgerichtet sind, mag der Weißburgunder besonders gerne, weil er hier gut ausreifen kann. Daher kann er auch in besseren Lagen an der Mosel hervorragende, langlebige Weine hervorbringen.

Auxerrois 

Diese Rebsorte gehört ebenfalls zu der Burgunder Familie, macht allerdings nur einen kleinen Anteil von 0,2% der Rebflächen aus. Sie ähnelt dem Weißburgunder sehr, ist allerdings fruchtiger und reicher an Aromen. Zudem hat sie etwas weniger Säure. 

Müller-Thurgau 

Müller-Thurgau, auch Rivaner genannt, ist eine Kreuzung aus Riesling und Madeleine Royale. Mittlerweile ist sie in ganz Deutschland vertreten. Auch auf knapp 15 % der Rebflächen an der Mosel wird sie kultiviert. Sehr frühreifend passt sie sehr gut in das Klima rund um das Moseltal. 

Elbling 

Die Weißweinrebsorte Elbling stammt von der Vitis Vinifera ab und bringt reichlich Ertrag. Elbling hat eine spitze Säure und erinnert deswegen oft an Riesling. In den meisten Fällen wird er trocken ausgebaut. 

Spätburgunder

Die Spätburgunder Traube, in Frankreich auch Pinot Noir genannt, ist eine der meist vertretesten Rotweinsorten an der Mosel. Pinot Noir ist eine spät reifende Rebsorte, welche sehr anfällig für Pilzkrankheiten ist, weshalb zu viel Feuchtigkeit in den Weinbergen nicht von Vorteil ist. An der Mosel werden deshalb die Reben so hoch wie möglich gepflanzt. Durch wärmenden Schiefer und gute Hangausrichtung gen Süden kann auch an der Mosel Spätburgunder ausreifen. Die dünne Traubenschale und die kleinen Beeren sorgen im Glas für einen hellroten Farbton. Hellrote Früchte, eine hohe, für die Mosel typische Säure und eine würzige, elegante Aromatik zeichnen die besten Mosel Spätburgunder aus.

Dornfelder wird auch in kleinen Mengen angebaut. Er steht für zugängliche, leichte und fruchtbetonte Rotweine, welche gerne mit etwas mehr Restsüße vermarktet werden.

Die besten Süßweine – von der Mosel? 

Weltweit bekannt sind die restsüßen Weine von der Mosel. Unzählige Kabinetts, Auslesen, Spätlesen und Beerenauslesen stammen aus dem Tal. Die am meisten verwendete Rebsorte dafür ist der Riesling. Er eignet sich hervorragend für den Ausbau von Süßweinen, da er eine sehr hohe Säurestruktur aufweist. Jeder Süßwein braucht eine gewisse Säure, um die richtige Balance zu haben. Hat ein Wein zu viel Süße, dafür aber wenig Säure, wirkt er schnell plump und pappig. Wenn ein Wein zu viel Säure aber zu wenig Süße hat, kann er sehr spitz und unausgewogen schmecken. Begünstigt wird die Süße-Säure-Balance zudem von dem kontinentalen Klima. Hohe Tag- und Nacht Temperaturschwankungen bewahren einen ausgeglichenen Säuregehalt in der Traube und sorgen gleichzeitig für genug °Oechsle im Wein. Oechsle ist eine Maßeinheit, mit der der Zuckergehalt in der Traube gemessen wird. Die besten Gewächse können aufgrund ihres hohen Säure- und Zuckeranteils bis zu 30 Jahre alt werden. Sie bekommen dann Noten von Petrol und getrockneten Früchten. 

Diese einzigartigen Süßweine empfehlen wir:

Unser Fazit zu Moselweinen

Weine von der Mosel gehören schon seit Jahrhunderten zu den beliebtesten Weinen der Welt. Die besonderen Faktoren wie die Hügellage, der Fluss und das Klima sorgen für besonders gute Bedingungen für den Weinanbau. Vorrangig bekannt ist das Moselgebiet für seinen Riesling, doch mittlerweile werden auch weitere Rebsorten kultiviert. Unabhängig davon, welche Rebsorte angebaut wird, schafft es diese Region aus jeder seiner Rebsorten einen Qualitätswein herzustellen. 

Bekannte Städte wie Trier, Piesport, Bernkastel-Kues und Traben-Trabach sind durch das Kulturgut Wein beliebte Ziele für den Tourismus geworden. Es lohnt sich also, dieses besondere Anbaugebiet und die Weinkultur selbst zu entdecken. Viele Vinotheken bieten Verkostungsmöglichkeiten an, um die Vielfalt der Weine zu präsentieren. Die besten Moselweine, sowohl im süßen als auch im trockenen Bereich, finden Sie unter Weine & Feinkost oder in unserem Wuppertaler Ladengeschäft. Wir beraten Sie gerne und freuen uns auf Ihren Besuch – egal ob online oder präsent. Überzeugen Sie sich selbst von der Moselfaszination mit tollen Gewächsen der Extraklasse.

Jetzt Newsletter abonnieren und keinen Blog Beitrag mehr verpassen:

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2020

Weißwein fruchtsüß · Saar · Riesling

Riesling Scharzhofberger Kabinett Saar · Wiltingen fruchtsüß 2020 9,00 % vol

Der Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2020 stammt aus der berühmtesten Lage der Saar – ein Musterbeispiel für filigranen Saar-Kabinett: fruchtsüß, rassig und von enormer Langlebigkeit. Ein klassischer Naturwein für die besonderen Momente.


Scharzhofberger – die legendäre Lage der Saar

Es gibt Weine, die nach angemessener Lagerung zur Legende werden – die Weine vom Weingut Egon Müller von der Saar gehören ohne Frage zu dieser seltenen Spezies. In der Jugend noch unnahbar, widerspenstig und verschlossen, entwickeln sie über die Jahre eine Rasse und Frische, wie sie nur selten in der Weinwelt zu finden ist. Hier wird ein klassischer Vinifikationsstil gehegt und gepflegt und mit einem über 100-jährigen Wissensschatz auf die Lagerfähigkeit der Weine geachtet.

Der Scharzhofberg bei Wiltingen ist die berühmteste Einzellage der Saar – so renommiert, dass die Weine, wie ein Grand Cru im Burgund, allein mit dem Lagennamen etikettiert werden. Egon Müller ist mit über acht Hektar im Kernstück größter Eigentümer und bewirtschaftet hier mehr als drei Hektar wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben. Die steilen, stark verwitterten blauen Devonschieferböden speichern die Wärme des Tages und geben sie langsam wieder ab – in Verbindung mit dem kühlen Saar-Klima entstehen Weine von außergewöhnlicher Spannung, filigraner Struktur und enormer Langlebigkeit.

Jahrgang 2020 – Saar

2020 brachte an der Saar elegante, fein balancierte Rieslinge mit klarer Frucht und animierender Säure. Gerade im Kabinett-Bereich – dem filigransten Prädikat – zeigt der Scharzhofberger die typische Spannung zwischen reifer Frucht, dezenter Süße und rassiger Mineralität, getragen vom kühlen Klima und dem Schiefer der Lage.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2020, Prädikat Kabinett, fruchtsüß, 9,00 % vol.

Streng selektive Handlese, klassische und behutsame Vinifikation ohne moderne Kellertechnik: Spontangärung mit eigenen Hefen im traditionellen Fuder (großes Eichenfass). Die Gärung wird auf natürliche Weise gestoppt, sodass ein Teil der natürlichen Fruchtsüße im Wein verbleibt – ein Naturwein voller natürlicher Restsüße.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase dicht, cremig und saftig: Weinbergspfirsich und Passionsfrucht treffen auf weiße Blüten, Zitrus und feinste Kräuter- und Mineralnoten. Am Gaumen filigran und vielschichtig, mit einer dezenten Süße, die von enorm lebhafter, rassiger Säure balanciert wird – er wirkt nie leicht und schon gar nicht schwer, sondern tanzt mit müheloser Eleganz über die Zunge.

Rasse, Frische und natürliche Restsüße – ein klassischer Egon Müller für die besonderen Momente im Leben.

Das verspielte, sehr lange Finale verweist auf die große Langlebigkeit; schon jung ein Genuss, doch wahre Größe entfaltet der Wein erst nach vielen Jahren Kellerreife. Bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Zu asiatischer Küche und leicht scharfen Gerichten, zu gebratenem Fisch und Geflügel, zu würzigem Weichkäse sowie als finessenreicher Solist.


Lage: Scharzhofberger, Wiltingen an der Saar (Deutschland); steile Südlage, stark verwitterter blauer Devonschiefer, über 100 J. alte wurzelechte Reben
Klassifikation: Mosel/Saar, Riesling Kabinett (Prädikatswein), fruchtsüß
Ausbau: Riesling; Handlese, Spontangärung im Fuder, natürliche Restsüße; klassisch-traditioneller Stil

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Weingut Andres Old Skool Riesling BIO

Weißwein · Pfalz · Riesling

Riesling Old Skool (Gutsriesling) Mittelhaardt · Pfalz Weingut Andres Buntsandsteinverwitterung · Löss natürliche Hefen · Edelstahl Hefelager BIO · 2024

Der Weingut Andres Old Skool Riesling 2024 erinnert an die Weine von früher: ein klassischer Vertreter der Pfalz aus verschiedenen Lagen entlang der Mittelhaardt, der mit frischer Säure und feiner Fruchtigkeit begeistert – authentisch, klar und unkompliziert.


Old Skool – Riesling aus der Mittelhaardt

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Der Old Skool Riesling ist ihr Gutsriesling – ein Riesling aus den unterschiedlichen Lagen des Guts entlang der Mittelhaardt.

Die Trauben stammen von Böden aus Buntsandsteinverwitterung und Löss. Diese Kombination gibt dem Wein saftige Frucht und eine feine mineralische Prägung – ein bodenständiger, herkunftstypischer Pfälzer, wie man ihn kennt und liebt.

Jahrgang 2024 – Pfalz

2024 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Die Lagen der Mittelhaardt und der bewusst schnörkellose, herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahrten Frische und klare Frucht – Saftigkeit und Balance im Vordergrund.

Ausbau

Gutsriesling aus verschiedenen Lagen der Mittelhaardt, Jahrgang 2024; 100 % Riesling von Buntsandsteinverwitterung und Löss, Ertrag 65 hl/ha.

Der Wein wird mit natürlichen Hefen vergoren und zum größten Teil im Edelstahl ausgebaut, mit anschließendem Hefelager, wie es im Weingut üblich ist. So bleiben Frische, saftige Frucht und die klare, unkomplizierte Art erhalten. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein klassischer Pfälzer Riesling: im Duft reife Zitrusfrüchte, grüner Apfel und ein Hauch Pfirsich. Am Gaumen klar und unkompliziert, mit einer schönen Balance zwischen Frische und Mineralität. Die saftige Frucht und die frische Säure machen ihn zu einem authentischen, animierenden Alltagsriesling – wie man ihn kennt und liebt.

Reife Zitrusfrüchte, grüner Apfel und ein Hauch Pfirsich – klar und unkompliziert, mit schöner Balance aus Frische und Mineralität und saftiger Frucht.

Ein idealer Begleiter für leichte Gerichte oder einfach zum Genießen. Bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu leichten Vorspeisen und Salaten, zu Fisch und hellem Fleisch sowie zu würziger asiatischer Küche und mildem Käse.


Lage: verschiedene Lagen der Mittelhaardt, Pfalz; Böden aus Buntsandsteinverwitterung und Löss
Klassifikation: Gutsriesling, Pfalz; 100 % Riesling; 65 hl/ha
Ausbau: Vergärung mit natürlichen Hefen, größtenteils im Edelstahl mit anschließendem Hefelager; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Fulcro Nas Dunas Albariño 2020

Weißwein · Rías Baixas · Albariño · Val do Salnés

Fulcro Nas Dunas ist ein sortenreiner Albariño aus dem Val do Salnés in der D.O. Rías Baixas. Die kleine Parzelle Nas Dunas – „in den Dünen" – entdeckten die befreundeten Winzer Chicho (Manuel Moldes), Rodri und Raúl gemeinsam; ihr Feinsand wurde über Jahrmillionen vom Strand an den Hang geweht. Der Ertrag ist winzig, der Wein wird vollständig im großen Barrique ausgebaut. Trotz der Sandböden ist er eher mineralisch und ausgewogen als stoffig – ein eleganter, feiner Albariño.


Nas Dunas

Die Parzelle Nas Dunas liegt im Val do Salnés nahe der Atlantikküste, auf reinem, vom Wind angewehtem Feinsand. Sie fällt nach Südwesten ab und erhält die Nachmittagssonne; oberhalb liegt Wald, weit genug entfernt, um Wildschäden zu vermeiden. Die Albariño-Reben werden von Hand bewirtschaftet, die Erntemenge bleibt sehr gering.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Albariño. Er wird vollständig in einem einzigen großen Barrique vergoren und ausgebaut, wo er ein Jahr auf der Hefe reift. Anschließend folgt ein weiteres Jahr Flaschenreife vor der Freigabe. Das Holz bleibt im Hintergrund und stützt die mineralische, präzise Stilistik.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Zitrusfrucht, etwas grüner Apfel und Fenchel, dazu salzige, an Meeresluft erinnernde Noten. Am Gaumen präzise und mineralisch, mit straffer Säure und feiner Textur statt breiter Fülle. Der Abgang ist lang, klar und salzig.

Am Tisch

Bereits zugänglich, mit dem Potenzial, sich über viele Jahre zu entwickeln – getrunken werden sollte er in den ersten zwei Jahrzehnten. Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren.

Klassische Begleitung: Austern, Muscheln, Meeresfrüchte und gegrillter Fisch.


Lage: Nas Dunas, Val do Salnés (Rías Baixas), Sandböden
Klassifikation: Rías Baixas DO
Ausbau: 1 Jahr im 700-l-Barrique, anschließend 1 Jahr Flaschenreife

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Länder/Regionen

Domaine Sylvain Cathiard Hautes Cotes de Nuits Les Dames Huguette 2023

Rotwein · Bourgogne Hautes Côtes de Nuits · Pinot Noir

Pinot Noir Hautes Côtes de Nuits AOC Côte de Nuits 2023 Les Dames Huguette · 1,45 ha

Der Bourgogne Hautes Côtes de Nuits Les Dames Huguette 2023 der Domaine Sylvain Cathiard et Fils ist die straffste und mineralischste der drei Hautes-Côtes-Cuvées – ein linearer, spannungsreicher Pinot Noir von dünnen Kalksteinböden über Nuits-St-Georges.


Les Dames Huguette – dünne Kalksteinböden über Nuits

Der 1,45 Hektar große Weinberg liegt oberhalb von Nuits-St-Georges und bildet die Fortsetzung von Aux Chaumes, dort wo der Hang zu den großen NSG-Premiers-Crus abfällt. Die Böden sind ärmer, dünner und noch kalksteinreicher als bei Chaumes – Grundlage für die ausgeprägte mineralische Spannung und den linearen Stil. Die Reben sind 35 bis 55 Jahre alt.

Die Lage hält ihre Säure gut und reift ein bis zwei Tage später; sie ergibt die spannungsreichste der drei Hautes-Côtes-Cuvées. Die in Vosne-Romanée beheimatete Domaine vinifiziert sie seit 2019.

Jahrgang 2023 – Hautes Côtes de Nuits

2023 brachte im Burgund eine gesunde und großzügige Ernte. Ein warmer Sommer wurde durch Septemberregen ausbalanciert, sodass die Trauben reif, aber nicht überreif gelesen wurden.

Gerade in warmen Jahrgängen spielt die kühlere Höhenlage ihren Vorteil aus: kühle Reife und erhaltene Frische bei klarer Linie.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Vollständig entrappt nach sorgfältiger Selektion, rund zehn Tage Kaltmazeration, anschließend Spontangärung über 10–30 Tage. Der Ausbau dauert 15–18 Monate im Fass, mit bewusst reduziertem Anteil neuen Holzes (Regional-Niveau etwa 20–25 %). Abgefüllt wird ungeschönt und unfiltriert; biologische Bewirtschaftung (nicht zertifiziert).

Im Glas

Ein florales, elegantes Bouquet mit dem Eindruck weißer Steine und einer tiefen, reifen Erdbeerfrucht. Am Gaumen straffer und spannungsreicher als die beiden anderen Hautes-Côtes-Weine: kiesiger Grip und eine salzige Länge tragen die rote Frucht in einem deutlich mineralisch-linearen Stil. Das in der Jugend noch präsente Holz fügt sich mit Reife ein; der Abgang wirkt fast sinnlich.

Kiesiger Grip und salzige Länge – die mineralischste, linearste der drei Hautes-Côtes-Cuvées.

Trinkfenster etwa 2027–2033. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Federwild, Geflügel, Pilzgerichte oder mittelkräftiger Käse. Ein präziser, mineralischer Begleiter für die feine Küche.


Lage: Bourgogne Hautes Côtes de Nuits „Les Dames Huguette"; oberhalb Nuits-St-Georges, dünne, kalksteinreiche Böden, 1,45 ha, Reben 35–55 Jahre
Klassifikation: Régionale (Bourgogne Hautes Côtes de Nuits AOC)
Ausbau: Pinot Noir; 100 % entrappt, ~10 Tage Kaltmazeration, 15–18 Monate Fass, ca. 20–25 % neues Holz, ungeschönt und unfiltriert · biologisch (nicht zertifiziert)

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2012

Rotwein · Syrah · Walla Walla Valley · USA

Cayuse En Chamberlin Syrah ist ein Kult-Syrah aus dem Walla Walla Valley im pazifischen Nordwesten der USA. Das von Christophe Baron gegründete Weingut Cayuse arbeitet biodynamisch auf den von Flusskieseln durchsetzten Böden des Rocks District. Die Einzellage En Chamberlin liefert einen mittelkräftigen bis kräftigen, seidigen Syrah. Im Glas dunkle Frucht, Würze und große Balance.


Walla Walla Valley

Cayuse liegt im Walla Walla Valley, genauer im „Rocks District of Milton-Freewater" – einem Gebiet mit auffälligen, runden Basaltkieseln im Boden, die den Syrahs ihren unverwechselbaren, würzig-erdigen Charakter geben. Christophe Baron, ursprünglich aus der Champagne, bewirtschaftet die Lagen biodynamisch. En Chamberlin ist eine seiner Einzellagen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein ist ein Syrah aus der Einzellage En Chamberlin. Nach der Gärung reift er im Holzfass, überwiegend in gebrauchten Fässern, die die Frucht und den unverwechselbaren „Rocks"-Charakter unterstreichen, ohne ihn zu überdecken.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase Bing-Kirsche und Blaubeere, dazu Tabak, pfeffrige Kräuter, Eisen und ein erdiger Pilzton – der klassische Rocks-Stil. Am Gaumen mittelkräftig bis kräftig, nahtlos und perfekt balanciert, mit feinen Tanninen. Der Abgang ist lang und ausdrucksstark.

Am Tisch

Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über zwei Jahrzehnte; eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: gegrilltes und geschmortes Fleisch, Lamm, Wild und Pilzgerichte.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA)
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Syrah
Ausbau: Holzfass, überwiegend gebraucht; biodynamischer Weinbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Seehof Westhofener Morstein Riesling Alte Reben 2022

Wein · Weißwein · Rheinhessen · Deutschland

Seehof Westhofener Morstein Riesling Alte Reben 2022 kommt von einer der renommiertesten Lagen Rheinhessens. Dichte, mineralische Tiefe in der Aromatik – sehr kraftvoll und expressiv im Mund, mit reifer Frucht, salziger Mineralität und feiner Würze. Kalk pur.


Rheinhessen / Westhofen – Morstein

Das Weingut Seehof von Florian Fauth liegt in Westhofen im Wonnegau, Rheinhessen. Der Westhofener Morstein ist eine reine Südlage mit schweren, kalkhaltigen Tonböden und unterirdisch verlaufenden Wasseradern, die den Reben im trockenen, heißen Mikroklima eine gleichmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung sichern. Die besten Parzellen im mittleren, sehr steinigen Teil ergeben Weine von großer Mineralität und langer Lagerfähigkeit. Die Grundlage bilden alte Reben.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling von alten Reben. Der Ausbau stellt die dichte, mineralische Tiefe und die kraftvolle Expressivität der Lage in den Vordergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes Grüngelb. In der Nase dichte, mineralische Tiefe mit reifer Frucht und feiner Würze. Am Gaumen sehr kraftvoll und expressiv, mit reifer Frucht, salziger Mineralität und feiner Würze in harmonischem Zusammenspiel; langer, kalkig-mineralischer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 11–12 °C in großen Gläsern servieren – als gehobener Speisebegleiter, gern auch nach etwas Flaschenreife.

Passt zu: edlem Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel, Kalb und der feinen Küche.


Lage: Rheinhessen, Westhofener Morstein (Wonnegau, Deutschland); Weingut Seehof (Florian Fauth)
Klassifikation: Lagenwein (Alte Reben) – 100 % Riesling, trocken
Ausbau: alte Reben; reine Südlage mit kalkhaltigen Tonböden
Jahrgang: 2022

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Länder/Regionen

Henri Boillot Puligny-Montrachet Les Folatières 1er Cru blanc 2022

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Les Folatières · 1er Cru Puligny-Montrachet Oberhang · steiniger Kalk/Mergel 2022

Der Puligny-Montrachet Les Folatières 1er Cru 2022 von Henri Boillot ist ein kraftvoller, zugleich mineralischer Chardonnay aus einer der renommiertesten Premier-Cru-Lagen von Puligny. Klare Frucht, feine Mineralität und eine elegante Struktur prägen diesen Wein aus der Hand einer gesuchten Adresse.


Les Folatières – Premier Cru am Oberhang

Les Folatières zählt zu den größeren und angesehensten Premier Crus von Puligny-Montrachet. Die Lage liegt am oberen, teils steilen Hang in Richtung Blagny, auf steinigem Kalk- und Mergelboden; der Name leitet sich von „Folles terres" ab. Diese Bedingungen geben den Weinen Kraft, Mineralität und Finesse.

Puligny-Montrachet an der Côte de Beaune ist weltberühmt für seine Chardonnays. Die Domaine Henri Boillot zählt zu den renommierten Adressen für weißen Burgunder.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Energie – ein gehaltvoller Jahrgang, der die kraftvolle, mineralische Art der Folatières schön trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Der Ausbau erfolgt in französischer Eiche, im präzisen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Neuholzanteil, ganz auf Mineralität und Klarheit ausgerichtet.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase Zitrus, weiße Blüten und gelbe Frucht wie Birne und Aprikose über steiniger Mineralität. Am Gaumen kraftvoll und zugleich präzise, mit feinem Schmelz, klarer Säure und einem langen, salzig-mineralischen Abgang.

Zitrus, weiße Blüten und gelbe Frucht über steiniger Mineralität – kraftvoll, präzise und mit langem Abgang.

Jung schon zugänglich, mit gutem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch in heller Sauce, Krustentiere, Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Folatières (1er Cru), Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); Oberhang, steiniger Kalk/Mergel
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Ausbau in französischer Eiche

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Traslascuestas Tempranillo Crianza

Wein · Rotwein · Ribera del Duero · Spanien

Traslascuestas Tempranillo Crianza entsteht in den Höhen von Valcavado de Roa, auf fast 900 Metern über dem Meer. Ein eleganter, tiefgründiger Crianza von über 40 Jahre alten Reben, mit klarer Prägung des Ribera-del-Duero-Terroirs.


Ribera del Duero / Valcavado de Roa

Das Gut Traslascuestas liegt in der DO Ribera del Duero. Die Trauben stammen von über 40 Jahre alten Reben in den hochgelegenen Lagen von Valcavado de Roa auf fast 900 Metern Höhe. Streng begrenzte Erträge von nur 4.500 kg/ha, Handlese in kleinen Kisten und mehrfache Selektion sorgen für konzentrierte, charaktervolle Früchte.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Tempranillo. Nach einer kurzen Kaltmazeration von zwei Tagen folgt eine Spontangärung mit autochthonen Hefen über etwa zehn Tage; eine 15-tägige Nachmazeration gibt Struktur und Balance, bevor die malolaktische Gärung auf der Hefe stattfindet. Anschließend reift der Wein 16 Monate in Eichenfässern (90 % französisch, 10 % amerikanisch) und weitere 16 Monate in der Flasche. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Kirschrot mit violetten Reflexen. In der Nase Brombeere, Heidelbeere, süße Gewürze, schwarzer Pfeffer und zarte Röstaromen, begleitet von balsamischen, frischemachenden Nuancen. Am Gaumen dicht und saftig, mit feinen, cremigen Tanninen, weicher Säure und langem Nachhall nach dunklen Früchten und Mokka.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; etwas Dekantieren öffnet den Wein.

Passt zu: Lamm, gegrilltem und geschmortem Rindfleisch, Wild und gereiftem Hartkäse.


Lage: DO Ribera del Duero, Valcavado de Roa (~900 m, Spanien); Traslascuestas
Klassifikation: DO Ribera del Duero Crianza – 100 % Tempranillo (alte Reben), trocken
Ausbau: Spontangärung, 16 Monate franz./amerik. Eiche (90/10), 16 Monate Flaschenreife

Mehr erfahren ...