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Detailbeschreibung
Der Camino de Ribas zeigt auch im Jahrgang 2024 eindrucksvoll, warum dieser Ort zu den magischsten Lagen von ganz Sonsierra zählt. Dieser Wein besitzt noch mehr Finesse, Balance und stille Eleganz als alle anderen Weine und wirkt zugleich geheimnisvoll und vielschichtig. Mit jedem Schwenk verändert er sich, öffnet neue Facetten und zeigt eine kaleidoskopartige Tiefe, die ihn zu einem der größten Camino de Ribas macht, die Jose Gil bisher erzeugt hat.
Der Wein stammt aus einem einzigen, neun Jahre alten Buschreben-Weinberg im paraje La Cóncova in San Vicente de la Sonsierra, auf 600 Metern Höhe. Der Boden besteht vollständig aus Sand, der auf Sandstein mit feinen Kalkadern ruht, während ein zweiter Teil der Parzelle stark eisenhaltig ist. Der Weinberg ist offen für die kräftigen Nordwinde der Sierra Cantabria und von niedrigem Buschwerk und wilden Kräutern umgeben, ein Terroir, das Würze, Frische und aromatische Tiefe prägt. Die Reben sind überwiegend Garnacha (75 %), ergänzt von Tempranillo und etwas weißer Garnacha. Die Lese erfolgt per Hand in kleinen Kisten. Ein Teil der Trauben bleibt mit 40 % Rappenanteil erhalten, bevor der Wein im historischen Calado des Castillo zehn Monate lang in 500-Liter-Fässern aus französischer Eiche reift. Im September 2025 wurde dieser charakterstarke und zugleich hochfeine Wein abgefüllt, in einer auf nur 3.100 Flaschen begrenzten Auflage.
Die Weinlese 2024 war geprägt von einem Jahr, in dem die Böden dank ausreichender Niederschläge gut mit Wasser versorgt waren und der Sommer vergleichsweise kühl verlief. Diese Bedingungen führten zu einer späten Reifephase, die jedoch durch mehrere Regenereignisse im Herbst anspruchsvoll wurde. Um die optimale Qualität der Trauben zu sichern, war ein sehr präzises Timing gefragt, die Lese musste schnell, vorausschauend und mit großer Aufmerksamkeit erfolgen. Insgesamt wurden alle Parzellen innerhalb von nur acht Tagen geerntet!
Die Rebstöcke trugen in diesem Jahr kleine, konzentrierte Trauben, mit niedrigen Erträgen von lediglich 3.500 bis 4.000 kg pro Hektar. Dies erforderte besondere Sensibilität in der Selektion und im gesamten Verarbeitungsprozess. Jeder Schritt, im Weinberg wie später im Keller, musste exakt aufeinander abgestimmt werden, um die Klarheit, Präzision und Balance der Weine herauszuarbeiten. Der Jahrgang 2024 steht exemplarisch für die immer feinere, akribischere Arbeit von José und Vicky Gil im Weinberg und die stetige Verfeinerung der Vinifikation im Keller. Das Ergebnis sind Weine, die den drei Leitbegriffen, die das Schaffen des Weinguts prägen, so nah sind wie selten zuvor: Ausgewogenheit, Finesse und Terroir.
José Gil
José und Vicky gehören zu einer jungen Garde begeisternder Winzer*innen aus der Rioja, welche neue Qualitätsmassstäbe setzen. Das Leben in einer Bodega und in den Weinbergen wurde José Gil mit der Geburt in die Wiege gelegt. In dem kleinen Dorf San Vincente de la Sonsierra in der Rioja wuchs er zwischen Weinbergen und Barriquefässern in der Bodega Olmaza auf und wurde insbesondere von seinem Großvater für das Thema Wein sensibilisiert und begeistert. Im Jahr 2013 begann er, Weine zu vinifizieren. Mit dem Jahrgang 2016 produzierte er mit seiner Lebensgefährtin Vicky Fernández seine ersten eigenen 2000 Flaschen Wein. Von der sehr guten Ernte 2020 wird es insgesamt 6.500 Flaschen geben. Die fünf Hektar Rebfläche verteilen sich auf verschiedene Parzellen, die rund um die Höhenlagen von San Vincente de la Sonsierra verteilt sind.
Zutaten: Trauben, Konservierungsstoffe: Kaliummetabisulfit, (Sulfite)
Jede Rebsorte bringt ihre ganz eigenen Charakteristiken mit sich und beeinflusst maßgeblich den Geschmack und das Aroma des Weins. Ob fruchtig und frisch, kräftig und vollmundig oder zart und elegant. Entdecken Sie auch seltene und lokale Rebsorten, die in bestimmten Regionen einzigartige Geschmackserlebnisse hervorbringen. Tauchen Sie ein, lassen Sie sich von den einzigartigen Aromen verzaubern und erweitern Sie Ihr Wissen über die faszinierende Welt der Rebsorten. Bereichern Sie Ihre Weinreise mit unserer erlesenen Auswahl und genießen Sie die vielfältigen Facetten, die jede Rebsorte zu bieten hat. Wir wünschen unvergessliche Weinmomente und freuen uns darauf, Sie auf Ihrer Geschmacksreise zu begleiten.
Garnacha Tempranillo Viura
Die bedeutendste Rebsorte Spaniens ist unter vielen Synonymen bekannt. So kennt man sie zum Beispiel in Portugal unter dem Namen Tina de Roriz, in der La Mancha unter Cencibel oder auch Aragonés in der Ribera del Duero. Die Rebe reift früh (temprano bedeutet "früh") und daher leitet sich ihr Name ab.
Sie hat seit der Entdeckung der Zisterziensermönche in der Rioja über die Jahre internationale Anerkennung gefunden. Runde Tannine, eine milde Säure und ein fruchtiges Bouquet sorgen für großen Trinkgenuss. Wird Tempranillo im Holzfass ausgebaut, erreicht sie ein hohes Reifepotenzial und präsentiert sich im Glas als kräftige Konkurrenz zum Cabernet Sauvignon.
Die Anbaugebiete Toro, Ribera del Duero und La Rioja sind die größten Anbaugebiete für die Tempranillo, da sie sich hier perfekt an das Terroir anpasst und sortentypische Weine hervorbringt.
Die Viura-Traube, auch im spanischen als Macabeo bekannt oder Macabeu auf Katalanisch, ist eine der am häufigsten angebauten Weißweinsorten in Nordspanien. Ihre Vielseitigkeit und geschätzten Eigenschaften machen sie zu einer bemerkenswerten Rebsorte für unterschiedliche Weinregionen.
In der Region Penedès und Conca de Barberà spielt die Viura-Traube eine bedeutende Rolle in der Herstellung des berühmten spanischen Schaumweins Cava. In Rioja wiederum macht sie stolze 90 % des weißen Bestandes aus und wird für frische, früh trinkbare Weißweine mit niedrigem Alkoholgehalt verwendet.
Auch in anderen spanischen D.O.-Regionen wie Alicante, Bullas, Calatayud, Cigales, Costers del Segre, Méntrida, Rueda DO, Utiel-Requena und Valdepeñas wird die Viura-Traube angebaut. Zudem findet man sie im französischen Roussillon, wo sie oft als Verschnittpartner für Chardonnay oder Bourboulenc dient.
Die Viura-Traube ist trockenresistent, aber anfällig für Pilzkrankheiten. Bei spätem Lesen ergibt sie alkoholstarke, eher säurearme Weißweine mit blumigem Charakter, die häufig zu bernsteinfarbenen Dessertweinen wie den Rivesaltes verarbeitet werden. In frühgelesenem Zustand wird sie gerne mit Chardonnay verschnitten, da sie wenig zur Oxidation neigt.
Die beeindruckende Anpassungsfähigkeit der Viura-Traube zeigt sich auch in ihrer Verwendung in unterschiedlichen Ausbauarten, sei es im Barrique oder in Amphoren. Weltweit sind etwas über 38.000 Hektar mit dieser faszinierenden Rebsorte bestockt.
