Was ist Saignée? (Aussprache: [sɛˈɲe])

Saignée ist ein Verfahren der Roséweinbereitung, bei dem nach kurzer Maischestandzeit ein Teil des rosafarbenen Mostes aus dem Rotwein-Gärbehälter „abgezogen“ (wörtlich: ausbluten) wird. Dieser abgezogene Saft wird separat kühl vergoren, daraus entsteht Rosé. Der verbleibende Anteil für den Rotwein profitiert von einem höheren Verhältnis Schalen zu Saft, was Farbe, Aroma und Struktur konzentrieren kann.

Kurz: Ein Most – zwei Weine: ein strukturierter Rosé und ein konzentrierterer Rotwein.

Woher kommt die Methode?

Der Ursprung liegt in Frankreich (Bordeaux, Burgund, Rhône) und hat sich weltweit verbreitet. Heute nutzen viele Rotweinbetriebe Saignée gezielt, entweder als Stilmittel für Rosé mit mehr Tiefe oder zur Konzentration ihrer Rotweine.

Schritt für Schritt: So funktioniert das Saignée Verfahren

  1. Lesegut & Vorbereitung
    Reife, gesunde rote Trauben werden entrappt und angequetscht. Schwefelung und Kühlung schützen vor Oxidation.
  2. Kurze Maischestandzeit (typisch 2–24 Stunden)
    Schalenkontakt gibt Farbe (Anthocyane) und einen Hauch Phenolik (Farb- und Gerbstoffe im Wein). Je länger, desto tiefer die Farbe und kräftiger der Biss.
  3. Der „Aderlass“
    5–20 % des frei ablaufenden, rosafarbenen Mostes wird abgezogen.
    Faustregel: 10 % Abzug = merklich mehr Konzentration im Rotwein, Rosé wird intensiver.
  4. Zwei Wege
    • Rosé-Most: Vorklärung, kühle Gärung (12–18 °C), meist im Edelstahl. Malolaktik selten, um Frische zu erhalten. Ausbau auf der Feinhefe (einige Wochen bis Monate) bringt Fülle.
    • Rotwein-Maische: Höherer Schalenanteil steigert Farb- und Tanninextraktion; die Gärung läuft wie bei Rotwein fort.

Chemie & Stilistik in Kürze

  • Farbe: kräftigeres Rosé (Lachs bis Kirschrosa), weil echte Maischefarben extrahiert werden.
  • Aromatik: rote Beeren (Erdbeere, Himbeere, Kirsche), oft etwas Kirsche/Granatapfel; bei kühler Gärung sehr fruchtbetont.
  • Mundgefühl: mehr Struktur und Länge als Direktpress-Rosé, mit zarter Phenolik und oft etwas mehr Körper.
  • Alkohol/Säure: je nach Lesereife meist mittlerer Alkohol, frische bis moderate Säure; Holz ist optional (größere Fässer geben Schmelz, ohne die Frucht zu überdecken).

Saignée versus anderen Rosé-Methoden

Direktpressung (Blanc de Noirs/Press-Rosé)

  • Trauben werden sofort gepresst, kaum Schalenkontakt.
  • Ergebnis: sehr heller Rosé, sehr fein und zart, meist weniger Struktur.
  • Wann sinnvoll: Fokus auf Eleganz, Zitrusfrische, niedrige Phenolik.

Kurze Kaltmazeration ohne Abzug

  • Ähnlich wie Saignée, aber kein Mostabzug; die ganze Charge wird als Rosé vergoren.
  • Ergebnis: mittlere Farbe, zwischen Feinheit und Grip.

Cuvée/Verschnitt von Rot und Weiß

  • Bei stillen Roséweinen ist das in vielen Herkunftsgebieten nicht zugelassen; bei Schaumwein (z. B. Rosé-Champagner) hingegen gängig.
  • Ergebnis: je nach Anteil sehr variabel.

Vorteile des Saignée-Verfahrens

  • Mehr Struktur im Rosé: leichte Tannine, längerer Nachhall.
  • Doppelte Nutzenstiftung: Rosé-Qualität und Konzentrationsgewinn im Rotwein.
  • Flexibilität: Stil lässt sich über Standzeit, Abzugsmenge und Gärführung feinjustieren.
  • Klarheit in der Frucht: kühle Gärung bringt präzise, rote Fruchtaromen.

Typische Rebsorten & Stile

  • Grenache, Cinsault, Syrah: saftig, würzig, oft südfranzösische Anmutung.
  • Sangiovese: Kirsche, Säureschliff, „trinkanimierend“.
  • Tempranillo/Garnacha (Spanien): kirschig, etwas kräftiger.
  • Pinot Noir: feiner, rote Johannisbeere, eleganter Grip.
  • Zinfandel/Primitivo: reifere Frucht, etwas mehr Alkohol.

Food-Pairing

Saignée-Rosé trägt mehr als bloße Terrassenbegleitung:

  • Würzige Küche: Grillhähnchen, Souvlaki, Shakshuka, Tajine.
  • Mediterran: Ratatouille, gegrillte Paprika, Tomaten-Risotto.
  • Fisch & Meeresfrüchte: Thunfisch-Tartar, Paella, Garnelen vom Grill.
  • Käse: Ziegenfrischkäse, halbfeste Sorten (Tomme, junger Gouda).

Häufige Mythen – kurz richtiggestellt

  • „Saignée-Rosé ist nur Abfallprodukt.“
    Falsch. Viele Betriebe planen Lese, Standzeit und Ausbau gezielt für hochwertigen Rosé.
  • „Je dunkler, desto besser.“
    Nicht zwingend. Farbe zeigt Standzeit, nicht automatisch Qualität. Balance ist entscheidend.
  • „Rosé hält nie gut.“
    Die meisten sind jung am besten, doch Saignée-Rosés mit Struktur können 1–3 Jahre schön reifen.

Fazit

Das Saignée-Verfahren ist mehr als ein Trick zur Rotwein-Konzentration. Richtig eingesetzt liefert es Rosés mit Farbe, Biss und Charakter, ideal für alle, die mehr Struktur als beim zarten Direktpress-Stil suchen. Wer gezielt nach transparent arbeitenden Betrieben schaut und auf Balance aus Frucht, Säure und feiner Phenolik achtet, wird mit spannenden, vielseitigen Rosés belohnt.

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Weine

Domaine Bousquet Cabernet Sauvignon BIO

Rotwein · Cabernet Sauvignon · Mendoza · Argentinien · Bio

Domaine Bousquet Cabernet Sauvignon ist ein Bio-Rotwein aus Mendoza in Argentinien. Er besticht durch eine fruchtige Nase nach reifen, roten Beeren und zeigt sich elegant und vollmundig. Im Glas sortentypische Aromen von Johannisbeere und Pflaume mit einer Spur mineralischer Frische.


Mendoza

Domaine Bousquet liegt in Tupungato im Uco Valley, einer hochgelegenen Weinregion in Mendoza am Fuße der Anden. Die Höhenlage mit warmen Tagen und kühlen Nächten verleiht den Weinen Frische und Eleganz. Das Gut zählt zu den Bio-Pionieren Argentiniens; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle AR-BIO-154).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Cabernet Sauvignon. Der Ausbau stellt die sortentypische Frucht und die mineralische Frische der Höhenlage in den Vordergrund, mit feinen, weichen Tanninen.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase fruchtig nach reifen roten Beeren. Am Gaumen elegant und vollmundig, mit sortentypischen Aromen von Johannisbeere und Pflaume und einer Spur mineralischer Frische. Der Abgang ist weich, mit feinen Tanninen.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Rind, Grillfleisch, Schmorgerichte und gereifter Käse.


Lage: Uco Valley / Tupungato, Mendoza (Argentinien); Höhenlage
Klassifikation: Mendoza – Cabernet Sauvignon
Ausbau: Cabernet Sauvignon, fruchtbetonter Ausbau

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Spirituosen

Suau Brandy 15 Jahre Mallorca

Brandy · Mallorca · Solera Reserva · 15 Jahre

Suau Brandy 15 Jahre ist ein Solera-Reserva-Brandy von der spanischen Insel Mallorca. Die Bodegas Suau brennen und reifen ihre Brände seit 1851 von Hand, heute in einem historischen Kellergebäude bei Palma. Der Brandy reift 15 Jahre nach dem Solera-System im Mikroklima der unterirdischen Keller. Im Glas dunkles Bernstein mit kupfernen Reflexen, weich und rund am Gaumen.


Mallorca

Bodegas Suau entstand 1851 und sitzt in Marratxí, nordöstlich von Palma de Mallorca. Das Besondere ist das Mikroklima der unterirdischen Keller, in denen die Brände langsam und ruhig reifen. Die Herstellung ist seit über 170 Jahren handwerklich und nahezu unverändert geblieben.

Herstellung und Reifung

Grundlage ist ein Destillat aus der Airén-Traube. Es reift 15 Jahre nach dem Solera-System in amerikanischer Eiche (225 und 300 Liter), langsam und statisch im kühlen Kellerklima. Das Solera-Verfahren mischt jüngere und ältere Brände und sorgt für einen gleichbleibend runden, harmonischen Stil.

Im Glas

Dunkles Bernstein mit kupfernen Reflexen. In der Nase fein integrierte Aromen von Eichenholz und Destillat, dazu Trockenfrüchte und Karamell. Am Gaumen weich und ausgewogen, leicht süß und fruchtig, mit Pfirsich, geröstetem Holz, Kaffee und einem Hauch Vanille. Der Abgang ist lang und warm, ohne Schärfe oder Bitterkeit.

Zum Genuss

Pur oder auf Eis als Digestif zu genießen, idealerweise bei 15–17 °C in einem bauchigen Glas. Ein klassischer Begleiter zum Ausklang eines guten Essens.

Passt außerdem zu Tapas, gereiftem Käse und einer guten Zigarre.


Herkunft: Mallorca, Spanien
Art: Brandy Solera Reserva, 15 Jahre
Reifung: Solera-System, amerikanische Eiche (225 und 300 l)

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Rebsorten

Casa Ermelinda Tinto

Rotwein · Península de Setúbal · Cuvée · Portugal

Casa Ermelinda Tinto ist eine portugiesische Rotwein-Cuvée vom Familienweingut Casa Ermelinda Freitas von der Península de Setúbal. Der Wein strotzt vor klarer, roter Frucht – Kirsch- und Brombeeraromen verbinden sich genial. Mittlerer Körper, modern vinifiziert, mit feinstem Finish.


Península de Setúbal

Die Halbinsel Setúbal liegt südlich von Lissabon und zählt zu den ältesten Weinbaugebieten Portugals. Das Weingut Casa Ermelinda Freitas in Fernando Pó (Palmela) keltert seine Rotweine vor allem aus der regionaltypischen Sorte Castelão und weiteren portugiesischen Reben. Sandige Böden und mediterranes Klima mit atlantischem Einfluss prägen den fruchtigen Stil.

Assemblage und Ausbau

Der Tinto ist eine Cuvée aus portugiesischen Rebsorten mit Castelão als regionaltypischem Rückgrat. Modern und fruchtorientiert vinifiziert, bleibt die klare rote Frucht im Vordergrund.

Im Glas

Klares Rubinrot. In der Nase und am Gaumen klare rote Frucht mit Kirsche und Brombeere. Mittlerer Körper, saftig und unkompliziert, mit weichem Tannin. Der Abgang ist fein und sauber.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; jung und unkompliziert zu genießen.

Klassische Begleitung: gegrilltes Fleisch, Pasta, Pizza und mittelkräftiger Käse.


Lage: Península de Setúbal (Palmela/Fernando Pó), Portugal
Klassifikation: Vinho Regional Península de Setúbal
Ausbau: modern, überwiegend im Edelstahl

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USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2019

Rotwein · Syrah · Walla Walla Valley · USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2019 war für Wine Advocate der beste Wein der gesamten Cayuse-Kollektion dieses Jahrgangs – eine Meisterklasse im Ausdruck der Lage: Bing-Kirsche und Blaubeere, Tabak, Pfeffer, Eisen und Pilze, nahtlos und makellos ausbalanciert.


En Chamberlin, Walla Walla Valley

Die Lage En Chamberlin liegt im alten Flussbett des Walla Walla River auf der Oregon-Seite des Tals, im Rocks District of Milton-Freewater. Die Oberschicht aus schluffigem Lehm und runden Basaltkieseln ist nur 30 bis 45 Zentimeter tief; darunter liegen Schichten aus reinem, verdichtetem Kiesel, stellenweise viele Meter mächtig. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit.

Rebsorte und Ausbau

100 % Syrah aus dem Jahrgang 2019. Der Wein reift in großen Fässern aus französischer Eiche mit nur geringem Neuholzanteil, damit die Aromatik der Lage im Vordergrund bleibt.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase Metzgerei-Noten, Wurst und staubige dunkle Frucht, dazu Bing-Kirsche, Blaubeere, Tabak, pfeffrige Kräuter, Eisen, Pilze und violette Blüten. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, nahtlos und perfekt ausbalanciert, mit schwarzer Himbeere, Brombeere, würzigen und fleischigen Noten, großartigen Tanninen und einem langen, sich stetig wandelnden Finale.

Am Tisch

Jetzt zugänglich und über 25 Jahre und mehr entwicklungsfähig. Dekantieren und bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind vom Grill, Wild und Gerichte mit Pilzen.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Syrah
Jahrgang: 2019
Ausbau: 100 % Syrah; große Fässer aus französischer Eiche, geringer Neuholzanteil

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Spanien

Macán Clásico 2022

Rotwein · DOCa Rioja · Tempranillo

Tempranillo · ca. 1 % Garnacha DOCa Rioja Sonsierra · Rioja Alavesa Kalk mit Mergel und Sand 100 % Wildhefen 2022

Der Macán Clásico 2022 ist der zweite Wein der Bodegas Benjamin de Rothschild & Vega Sicilia und kommt stets ein Jahr vor dem großen Macán auf den Markt. Tempranillo mit einem kleinen Anteil früh gelesener Garnacha aus Ábalos, Labastida, Navaridas und San Vicente de la Sonsierra, erstmals vollständig mit Wildhefen vergoren. Im heißen Jahrgang 2022 früh gelesen, zeigt er Kirschfrucht, Würze und ein saftiges, mundfüllendes Profil.


Sonsierra und Rioja Alavesa – Kalk am Fuß der Sierra de Cantabria

Die Bodega entstand 2004 als Partnerschaft von Tempos Vega Sicilia und der Compañía Vinícola Barón Edmond de Rothschild. Nach fünf Jahren Bodenstudien und Weinbergskäufen entstand 2009 der erste Jahrgang. Nach Bordelaiser Vorbild gibt es zwei Weine: Macán als ersten, Macán Clásico als zweiten Wein. Die Kellerei nordöstlich von Samaniego ist seit 2016 in Betrieb.

Die rund 100 Hektar Weinberge liegen an den Südhängen der Sierra de Cantabria, zu großen Teilen in San Vicente de la Sonsierra in der Rioja Alta. Der Bergrücken schützt die Reben vor kalten Nordwinden, das Klima ist atlantisch beeinflusst und kühler als im Südosten der Rioja. Für den Jahrgang 2022 stammen die Partien aus Ábalos, Labastida und Navaridas in der Rioja Alavesa sowie aus San Vicente de la Sonsierra.

Die Trauben für den Clásico wachsen auf kalkhaltigen Böden mit mergelig-sandigem Profil, meist in den tiefer gelegenen Parzellen. Die ältesten Reben auf Kalk mit gelbem Ton gehen in den Macán. Die endgültige Aufteilung entscheidet die Klassifizierungsverkostung: Die zugänglichsten, ausdrucksstärksten Partien werden zum Clásico.

Jahrgang 2022 – Rioja

Der Austrieb fand 2022 bei guten Wasserreserven statt. Ab Mai setzten jedoch hohe Temperaturen ein, die bis zum Ende der Vegetationsperiode anhielten, und bis August fiel kaum Regen. Die Rebentwicklung lief extrem schnell, die Stadien zwischen Blüte, Farbumschlag und Reife verkürzten sich. Die Trockenheit hielt die Wüchsigkeit moderat. Pilzkrankheiten blieben nahezu aus, die Trauben waren außergewöhnlich gesund.

In der DOCa Rioja begann die Lese bereits am 10. August und zog sich über 88 Tage. Für den Macán Clásico begann die Bodega am 11. September – zehn Tage früher als 2021 und so früh wie nie zuvor –, um Frische vor Dichte zu stellen. Der Consejo Regulador bewertete 2022 als „Muy Buena“, mit einer ausgeprägten Herkunftsprägung je nach Zone.

Assemblage und Ausbau

Tempranillo mit rund 1 % Garnacha, in einzelnen Partien bis zu 6 %. Die Garnacha wird bewusst sehr früh gelesen und bringt zusätzliche Frische. 2022 ist der erste Jahrgang, der vollständig mit wilden Hefen vergoren wurde.

Anschließend reifte der Wein rund 10 Monate, überwiegend in Barriques aus französischer Eiche, mit nur 5 % amerikanischer Eiche. Etwa ein Viertel des Weins blieb im Edelstahltank, wegen des heißen Jahrgangs kamen mehr große Foudres zum Einsatz als üblich. So bleibt das Holz gut eingebunden und die Frucht im Vordergrund. Abgefüllt wurde im Juni 2024, insgesamt 236.067 Flaschen und 2.110 Magnums.

Im Glas

In der Nase feine Kirschfrucht, frisch gemahlener Kaffee und ein Hauch Lakritz, dazu rote Frucht und eine dezente Vanillenote. Am Gaumen noch ganz in der Fruchtphase, kompakt und sehr mundfüllend, dabei frisch und mit feinem Tannin. Der Abgang ist lang und klar.

Tempranillo aus der Sonsierra, früh gelesen im heißen Jahr 2022 und mit Wildhefen vergoren: Kirsche, Kaffee und saftige Frische.

Bereits zugänglich, eine kurze Belüftung im Dekanter öffnet ihn. Bei guter Lagerung entwickelt er sich über zehn bis fünfzehn Jahre weiter. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Lammkoteletts vom Rebholz, Schmorgerichte, Wild, Iberico-Schwein und gereifter Manchego.


Produzent Bodegas Benjamin de Rothschild & Vega Sicilia, Samaniego (Rioja Alavesa)
Rebsorte Tempranillo · ca. 1 % Garnacha
Lage Ábalos, Labastida, Navaridas, San Vicente de la Sonsierra · Südhänge der Sierra de Cantabria · Kalk mit mergelig-sandigem Profil
Klassifikation DOCa Rioja
Jahrgang 2022
Vinifikation Lesebeginn 11. September · 100 % Wildhefen
Ausbau ca. 10 Monate überwiegend französische Barriques (5 % amerikanisch) und Foudres · ca. 25 % Edelstahl · Abfüllung Juni 2024
Trinkempfehlung jetzt bis 10–15 Jahre
Auflage 236.067 Flaschen · 2.110 Magnums

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Weine

Georges Laval Cumières Premier Cru Brut Nature BIO

Der Georges Laval Cumières Premier Cru Brut Nature ist der Champagner, mit dem man das Haus am besten versteht: alle drei Champagner-Sorten aus dem warmen Premier-Cru-Dorf Cumières, acht Monate im Eichenfass und ohne Zucker abgefüllt.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. In der Nase ursprüngliche Aromen und ein Hauch Holz. Am Gaumen trocken, ausgewogen und rein, mit klarer Säure und der Fülle der Südlage. Lang und klar im Abgang. Ein Champagner, dem man nichts hinzugefügt hat.

Mach was draus

Austern, Jakobsmuscheln, gebratenes Huhn, Kalbsbries oder ein milder Ziegenkäse. Er funktioniert als Aperitif genauso wie zum ganzen Menü. Ein Champagner für Abende, an denen du wissen willst, wie Champagner ohne jede Süße schmeckt. Servier ihn bei 8 bis 10 °C und lass ihn ein wenig atmen.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Ohne Dosage zeigt Laval, wie reif die Trauben in Cumières werden. Ich mag ihn besonders zu Geflügel mit Pilzen.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was heißt Brut Nature? Nach der zweiten Gärung kommt kein Zucker dazu. Laut Steckbrief hat er 0 g/l Restzucker.

Was macht Cumières besonders? Das Dorf liegt wie ein Amphitheater nach Süden geöffnet an der Marne und ist eine der wärmsten Lagen der Champagne.

Pinot Noir, Meunier, Chardonnay · Premier Cru Cumières im Marnetal · acht Monate im Holz · Brut Nature, 0 g/l Restzucker · Champagne Georges Laval, Cumières · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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Weine

Niepoort Redoma tinto 2021

Wein · Rotwein · Douro · Portugal

Niepoort Redoma Tinto 2021 war der erste Douro-Wein des Hauses Niepoort, 1991 erstmals präsentiert. Er verkörpert den Charakter des Douro-Tals in reinster Form: kraftvoll, kompromisslos und von beeindruckender Tiefe, geprägt von den extremen Bedingungen der Region.


Douro / Quinta de Nápoles

Die Basis bilden uralte, nach Norden ausgerichtete Weinberge der Quinta de Nápoles und des Pinhão-Tals in der D.O.C. Douro. Ihre kargen Schieferböden und steilen Lagen sorgen für eine langsame, ausgewogene Reifung der Trauben. Niepoort zählt zu den prägenden Häusern der Region und verbindet bei Redoma die Tradition des Douro mit moderner, präziser Handschrift.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus den Hauptsorten Tinta Amarela, Tinta Roriz und Touriga Franca. Die Vinifikation erfolgt traditionell und schonend; der Ausbau im Holz bewahrt Frische, Struktur und aromatische Komplexität. Trocken ausgebaut, mit deutlichem Reifepotenzial.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase dunkle und rote Frucht, mediterrane Kräuter, feine Würze und mineralische Schiefernoten. Am Gaumen kraftvoll und tief, zugleich elegant und frisch, mit fein gewobenen Tanninen, klarer Struktur und langem, nachhallendem Abgang.

Am Tisch

Vor dem Genuss dekantieren und bei 16–18 °C servieren – ein großer Begleiter zur kräftigen Küche.

Passt zu: geschmortem Lamm, Wild, Rind, herzhaften Schmorgerichten und gereiftem Käse.


Lage: D.O.C. Douro – Quinta de Nápoles & Pinhão-Tal (Portugal); Niepoort
Rebsorten: Tinta Amarela, Tinta Roriz & Touriga Franca (alte Reben), trocken
Ausbau: traditionelle, schonende Vinifikation; Reifung im Holz
Jahrgang: 2021

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Frankreich

Ghislaine Barthod Chambolle Musigny Les Gruenchers 1er Cru 2023

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Gruenchers · 1er Cru Chambolle-Musigny NW-Rand · 2,8 ha 2023

Der Chambolle-Musigny Les Gruenchers 1er Cru 2023 der Domaine Ghislaine Barthod ist ein reinsortiger Pinot Noir vom nordwestlichen Rand des Dorfes Chambolle-Musigny. Sinnlich, vielschichtig und energiegeladen, mit fester Frucht, langer Linie und präziser Säure.


Les Gruenchers – Premier Cru in Chambolle-Musigny

Den Lagennamen Les Gruenchers gibt es im Burgund zweifach – in Chambolle-Musigny und keine zwei Kilometer entfernt in Morey-Saint-Denis; der Name leitet sich wohl von „noyer" (Walnussbaum) ab. Dieser Premier Cru liegt am nordwestlichen Rand von Chambolle-Musigny und umfasst rund 2,8 Hektar.

Chambolle-Musigny im Herzen der Côte de Nuits gilt mit seinen Kreide- und Tonböden als Inbegriff von Eleganz und Finesse; die Gemeinde beherbergt 24 Premier Crus und die Grand Crus Bonnes-Mares und Musigny. Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern der Gemeinde und ist für ihre Bandbreite an Premier Crus bekannt.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Sinnlich und vielschichtig, mit fester roter Frucht, floralen Noten und feiner Würze. Am Gaumen lang und energiegeladen, getragen von einer präzisen Säure und feinen Tanninen.

Sinnlich und vielschichtig, mit fester Frucht und präziser Säure – Chambolle-Musigny voller Energie.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Les Gruenchers (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); NW-Rand des Dorfes, Kreide-/Tonböden, 2,8 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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