Champagnerrausch

>Gastkommentar von: Bruno Freiherr von der Leber-Weg

Ein wahrhafter Rausch ist etwas Wunderbares: Man wird redselig, experimentierfreudig und neigt zu napoleonischem Größenwahn. Der schönste Rausch, behaupten viele, sei der mit Champagner. Und schließlich soll dieser Silvesterrausch nicht zu dem führen, was man nach exzessivem Biermissbrauch so kennt: Verbrüderung mit Fremden, erhöhtem Harndrang, dem man an unpassenden Orten nachgibt, südkurventauglichem Gegröle oder dem Abtasten von Frauen, die nicht die eigenen ist. Das passiert einem beim Champagner nämlich nicht, heißt es. Also probieren wir das doch mal aus.
Gerade Silvester ist ein schwieriges Pflaster. Oft weiß man bis kurz vom dem 31. nicht, was man machen soll, in anderen Jahren gehen gute Freunde schon Ende Juli mit der Idee schwanger, man könnte doch in diesem Jahr statt Fondue mal was anders machen. Am Ende gibt es wieder Fondue. Dazu trinkt man Unmengen von Weiß- und Rotwein, ist um 22.15 Uhr entweder todmüde oder bereits derartig angeschlagen, dass sich mancher wünscht, es sei endlich fünf vor 12. Oder so ähnlich. Wer dann zwischendurch noch meint, zu harten Alkoholika greifen zu müssen, erlebt die Jahreswende entweder in einer nichtklinischen Form von Wachkoma auf einem Stuhl (harmlos), in einem benachbarten Vorgarten (ärgerlich) oder hört die ersten Silvesterknaller nicht auf Terrasse, Balkon oder der Straße, sondern nur als dumpfe Detonationen, übertragen durch die Kanalisation bis in die Kloschüssel hinein, in deren unmittelbarer Nähe man sich zwangsweise aufhält (dumm und peinlich). Das alles muss nicht sein.
Für einen kontrollierten Champagnerrausch braucht man zunächst den entsprechenden Rahmen. Ein Fondue-Essen etwa ist ziemlich unpassend, weil es ewig lange dauert und einschläfernd wirkt. Champagner dagegen macht aktiv und lustig. Darum ist eine Party ideal – am besten mit Menschen, die sich nüchtern wie betrunken kennen sowie schätzen. Pro Person sollte man mit zwei, besser drei Flaschen, guten, möglichst säurearmen Champagner kalkulieren. Ideale Begleiter sind Kanapees mit Lachs, Käse, Roastbeef und Shrimps sowie eine stärkende Kartoffelsuppe. Auf dem Balkon hat man Fin-de-Claire-Austern auf Eis liegen, und wenn’s draußen friert, kommen die Austern eben in den Kühlschrank und werden sozusagen à la minute serviert. Dem Getränk und Anlass angemessen erscheinen alle gegen halb acht Uhr abends in Anzügen und Kleidern. Die bedürfen anschließend keiner tagelangen chemischen Reinigung, weil man sich erstens nicht um halb elf eine Flasche Rotwein drüberkippt und zweitens – wegen des Verzichtes auf Fleischfondue – nicht alle Fasern der Kleidung restlos mit Fettschwaden voll gepumpt sind.
Weil Champagner äußerst redselig stimmt, kommuniziert die Gesellschaft nach den ersten drei Gläsern gepflegt über Vor- und Nachteile des Champagners im Allgemeinen und dieses im Besonderen. Unter permanenter Zuführung desselben entstehen schnell Fachsimpeleien über Genuss an sich. Es fällt auch der Satz eines ausgewiesenen Tiefkühl-Pizza-Fans: „Austern ess ich üüüberhaup’ nuuuuur mit Ssitrone.“
Gegen halb zehn, nachdem die ersten acht, neun Flaschen geleert sind, werden die Gäste philosophischer. „Ich würde kein Steak essen, wenn ich wüsste, wie die Kuh hieß!“ Flasche Nummer zehn, elf, zwölf sind schon geöffnet, das Trinktempo erhöht sich. Ein eingefleischter Discounter-Kunde hat soeben geschworen, in den kommenden 12 Monaten nur noch gute und gerne auch teurere Lebensmittel einzukaufen: „Das mit den Puuten waa abba auch ssu widderlich!“ Es entsteht ein Gefühl, das viele als „beschwingt“ bezeichnen würden: Dabei ist es viel mehr – man ist aufgeputscht, hellwach, die Sinne sind aufs Äußerste geschärft. Irgendjemand beginnt ein Gespräch über Politik, und plötzlich weiß man die Lösung für die Probleme der ganzen Welt: „Ja, der Fischer, der war schon…also ja, die Merkel kann ja….man müsste nur… gleich hab‘ ich‘s?“ Dann fallen einem Witze ein, die so urkomisch sind, dass alle bedauern, sie augenblicklich wieder vergessen zu haben. Kurzum: Man fühlt sich wie der Größte.
Gegen 23 Uhr vermag es der Champagner, Menschen, die sonst niemals tanzen, zum echten John-Travolta-Hüftschwung zu bewegen. Mit fünf Litern Bier oder zwei Flaschen Rotwein – so viel haben jetzt die meisten umgerechnet intus, einfach undenkbar! Alle stehen noch, nur die Hemmschwellen fallen. Die übliche „Ich bin so allein“ – oder wahlweise „Meine Freundin liebt mich nicht“-Depression, die auf gewöhnlichen Silvester-Partys immer irgendjemand bekommt, bleibt aus, genau wie der Versuch einer torkelnden Polonaise. Um viertel vor zwölf hat sich noch keiner übergeben. Dafür tragen zwei Gäste jetzt Perücken, einige haben Boxpromoter-Sonnenbrillen auf und lachen sich kaputt, während andere sich versprechen, im neuen Jahr mehr für den Weltfrieden zu tun. Das Feuerwerk erlebt man nicht als einheitlich dumpfes Gepfeife und Dröhnen, sondern als wunderbare Pyrotechnik mit putziger Untermalung durch die Kirchenglocken, und auch das Anzünden der eigenen Knaller führt wegen der nach wie vor vergleichsweise guten Feinmotorik nicht zu Verbrennungen an den Händen oder Löchern im Mantel. Drei Uhr: Der Gastgeber geht ins Bett, seine Gäste braten sich Spiegeleier. Am nächsten Morgen wird man ohne Kopfschmerzen aufwachen und wissen, dass man zwar nicht mehr alles weiß, aber dass die Frau neben einem die eigene ist. Dem Champagner sei Dank!

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Länder/Regionen

Metzger Syrah 2022

Rotwein · Syrah · Nordpfalz · Deutschland

Metzger Syrah ist ein deutscher Rotwein aus 100 % Syrah aus der Nordpfalz – der Familie Metzger ist damit ein echter Geniestreich gelungen. Die an der Rhône und in Australien beheimatete Sorte schlägt hier eine geschmackliche Brücke zwischen Südfrankreich und Down Under. Rund, tief und fein.


Nordpfalz

Die Pfalz im Südwesten Deutschlands ist eine der wärmsten Weinbauregionen des Landes. Aus der Nordpfalz stammt dieser Syrah – ein noch seltener Vertreter dieser Sorte in Deutschland, der vom warmen Klima und den geeigneten Böden profitiert.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Syrah und wurde im kleinen Barrique ausgebaut. Das verleiht ihm Tiefe, feinkörnige Gerbstoffe und eine ausbalancierte Verbindung von Kraft, Frucht und Frische.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase pfeffrige Würze und Frucht, im Stil zwischen Rhône-Eleganz und australischer Opulenz. Am Gaumen innere Kraft, perfekt ausbalancierte Frucht, Frische und Finesse. Rund und tief, mit feinkörnigen Gerbstoffen und langem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter tut dem Wein gut.

Klassische Begleitung: Grillfleisch, Lamm, Wild und kräftige Schmorgerichte.


Lage: Nordpfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Rotwein (Syrah)
Ausbau: Syrah, Ausbau im kleinen Barrique

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Südafrika

Oude Kaap Chenin Blanc

Wein · Weißwein · Western Cape · Südafrika

Oude Kaap Chenin Blanc ist ein klarer, frischer Weißwein aus dem Western Cape. Reinsortig aus Chenin Blanc, Südafrikas Paradesorte – blitzsauber vinifiziert, fruchtbetont und unkompliziert.


Western Cape / Südafrika

Oude Kaap ist eine Weinlinie von DGB (Douglas Green Bellingham), einem der größten unabhängigen Weinerzeuger Südafrikas, mit Wurzeln im Franschhoek-Tal. Für die Weine werden die besten Trauben aus dem Western Cape ausgewählt – der Region, in der Chenin Blanc die meistangebaute Weißweinsorte ist.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chenin Blanc. Nach sorgfältiger Lese und schonender Pressung erfolgt die Gärung im Edelstahltank bei kontrollierter Temperatur, um Frucht und Frische zu bewahren. Trocken ausgebaut, mit nur geringem Restzucker.

Im Glas

Helles Platingelb. In der Nase Aromen von Melone, Ananas und Zitrusfrüchten mit einem Hauch Sternfrucht. Am Gaumen klar, frisch und saftig, mit feiner Säure und sauberem, fruchtigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zu leichten Gerichten.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel, Salaten und leichten Sommergerichten.


Lage: Western Cape (Südafrika); Oude Kaap / DGB (Douglas Green Bellingham)
Klassifikation: Western Cape – 100 % Chenin Blanc, trocken
Ausbau: Edelstahltank (fruchtbewahrend)

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Rebsorten

Michel Sarrazin Bourgogne Aligoté Charnailles 2024

Weißwein · Bourgogne · Aligoté

Aligoté Bourgogne Aligoté AOC Lieu-dit Charnailles Côte Chalonnaise alte Reben 2024

Der Michel Sarrazin Bourgogne Aligoté „Charnailles" 2024 ist ein saftiger, spritziger und vibrierender Aligoté von südexponierten Hängen der Côte Chalonnaise – mit klarer Zitrusfrische, feiner Mineralität und einem finalen Hurra-Finish.


Charnailles – Aligoté von den Hängen der Côte Chalonnaise

Das Domaine Michel Sarrazin et Fils liegt im Weiler Charnailles bei Jambles, einem kleinen Ort der Côte Chalonnaise knapp außerhalb von Givry, rund 30 km südlich von Beaune. Die Wurzeln des Familienguts reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück; heute führen die Brüder Guy und Jean-Yves Sarrazin den Betrieb mit rund 35 Hektar und einer naturnahen, kontrollierten Bewirtschaftung (Lutte raisonnée).

Die Trauben des Bourgogne Aligoté „Charnailles" stammen von den Hängen der gleichnamigen Lage, wo klassische Ton-Kalkstein-Böden (argilo-calcaires) ideale Bedingungen für die Rebsorte Aligoté bieten. Die Kombination aus kalkhaltigem Untergrund, guter Drainage und der frischen Höhenlage verleiht dem Wein seine charakteristische Spannung und Mineralität. Im Keller wird bewusst zurückhaltend gearbeitet, um die natürliche Frische und Aromatik der Rebsorte zu bewahren.

Jahrgang 2024 – Burgund

Das Weinjahr 2024 im Burgund war ein Jahr der Geduld: ein ungewöhnlich milder, sehr niederschlagsreicher Winter und ein früher Austrieb, gefolgt von einem feucht-kühlen Frühjahr mit vereinzelten Frostnächten und regionalem Hagel. Der hohe Krankheitsdruck verlangte intensive Weinbergsarbeit, die Erträge sanken Schritt für Schritt – teils um bis zu 60 %. Ein trockenerer Sommer brachte eine langsame Reife, die Lese fiel später aus als in den warmen Vorjahren und erforderte strenge Selektion.

Die Mostgewichte blieben im gemäßigten Bereich, sodass balancierte, eher leichtere Weine entstanden. Die Weißweine zeigen sich klar, fein strukturiert und von pikanter Frische, mit präziser Linienführung und kühler, herkunftstypischer Eleganz – 2024 ist ein Jahr des Winzers, in dem sorgfältige Arbeit den Unterschied machte.

Ausbau

Reinsortiger Aligoté aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Schonende Vinifikation und sorgfältiger Ausbau, bewusst zurückhaltend geführt, um die natürliche Frische, die Zitrusaromatik und die mineralische Spannung der Rebsorte unverfälscht zu bewahren.

Im Glas

Klare Farbe mit brillanten Reflexen. In der Nase entfalten sich feine florale Noten, begleitet von zarten Zitrus- und weißen Fruchtaromen. Am Gaumen präsentiert sich der Bourgogne Aligoté saftig, spritzig und vibrierend – eine tolle Struktur und markante Zitrusfrische sorgen für ein finales Hurra-Finish.

Saftig, spritzig und vibrierend – mit markanter Zitrusfrische und einem finalen Hurra-Finish.

Ein idealer Aperitif und vielseitiger Speisenbegleiter. Bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Meeresfrüchten und Austern, zu gebratenem Fisch, zu Ziegenkäse sowie klassisch im Kir mit Crème de Cassis.


Lage: Bourgogne, Lieu-dit Charnailles, Jambles, Côte Chalonnaise (Frankreich); südexponierte Hänge, Ton-Kalkstein-Böden (argilo-calcaires), ~300 m
Klassifikation: Bourgogne Aligoté AOC (trocken)
Ausbau: Aligoté; schonende Vinifikation, zurückhaltender Ausbau; Lutte raisonnée

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Feinkost

L´ Olmo Risotto mit Steinpilzen

Feinkost · Risotto · Piemont · Italien

L'Olmo Risotto mit Steinpilzen ist ein piemontesisches Fertig-Risotto aus Carnaroli-Reis, verfeinert mit Steinpilzen – eine glutenfreie Spezialität, die in wenigen Minuten gelingt.


Herkunft

Das Risotto stammt von der Maggiorotto Group aus Agliano Terme in der Provinz Asti im Piemont – der Heimat des Carnaroli-Reises und einer bodenständigen, hochwertigen Küchentradition.

Zutaten und Herstellung

Basis ist Carnaroli-Reis – die „Königin" der Risotto-Reissorten, die selbst nach langem Garen bissfest bleibt und eine cremige Konsistenz entwickelt. Verfeinert mit Steinpilzen (Boletus edulis), Gemüsebrühe und Kräutern. Als praktische Trockenmischung schnell zubereitet und glutenfrei.

Geschmack

Cremig mit bissfestem Kern. Im Mittelpunkt steht das intensive, erdige Aroma der Steinpilze, untermalt von würzigen Kräuternoten – ein vollmundiges, herzhaftes Risotto.

In der Küche

3–4 Löffel natives Olivenöl extra in einem flachen, breiten Topf erhitzen, den Reis dazugeben und etwa eine Minute anschwitzen. Mit einem Glas Weißwein und etwas Noilly Prat ablöschen. Anschließend 3 Gläser (800 ml) heißes Wasser hinzugeben und unter ständigem Rühren garen, bis das Risotto fertig ist. Je nach Geschmack mit Butter oder Parmesan verfeinern.

Dazu passt: gebratene Waldpilze, ein Glas Weißwein oder gereifter Parmesan.


Hersteller: Maggiorotto Group s.r.l., Agliano Terme (Piemont, Italien)
Produkt: Fertig-Risotto mit Steinpilzen (Carnaroli-Reis), glutenfrei
Zutaten: Carnaroli-Reis, Steinpilze (Boletus edulis), Gemüsebrühe, getrocknetes Gemüse, Kräuter
Herkunft: Piemont (Italien)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 16.01.2028

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Weine

Weingut Andres Königsbacher Ölberg Riesling 2023 BIO

Weißwein · Königsbach (Pfalz) · Riesling

Riesling Königsbacher Ölberg (Einzellage) Königsbach · Pfalz (Mittelhaardt) Weingut Andres sehr kühl · hoher Kalkanteil trocken · spontan vergoren großes Holzfass (Pfälzer Eiche) BIO · 2023

Der Weingut Andres Königsbacher Ölberg Riesling 2023 ist ein Lagen-Riesling aus einer sehr kühlen Lage mit besonders hohem Kalkanteil. Reife Frucht im Duft, fast ölig-kräftig im Geschmack, mit purer Mineralik am Gaumen – ein ganz großer, trockener Riesling.


Königsbacher Ölberg – Riesling vom Kalk

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Für diesen Riesling füllen sie die Einzellage Königsbacher Ölberg separat ab.

Die Lage ist eine sehr kühle mit besonders hohem Kalkanteil. Diese Kombination aus kühlem Kleinklima und kalkreichem Boden bringt einen Riesling von großer Mineralität, spürbarem Druck und lebendiger, salziger Frische hervor.

Jahrgang 2023 – Pfalz

2023 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Die sehr kühle, kalkreiche Lage und der minimalistische, herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahrten Frische und Präzision – reife Frucht und mineralische Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Einzellage Königsbacher Ölberg, Jahrgang 2023; 100 % Riesling vom kalkreichen Boden.

Der Riesling wird spontan vergoren und anschließend im großen Holzfass aus Pfälzer Eiche ausgebaut. Diese schonende Machart bewahrt die kühle, kalkgeprägte Herkunft und verleiht dem Wein Struktur und Tiefe, ohne die Frucht zu überdecken. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Reife Frucht im Duft, fast ölig-kräftig im Geschmack, und am Gaumen ist die pure Mineralik spürbar. Steinfruchtaromen in „Geschmacks-Perfektion", jede Menge Druck am Gaumen und salzige Frische im Abgang. Ein ganz großer, trockener Riesling.

Reife Frucht, fast ölig-kräftig, mit purer Mineralik – Steinfrucht in „Geschmacks-Perfektion", jede Menge Druck am Gaumen und salzige Frische im Abgang. Ein ganz großer, trockener Riesling.

Ein kraftvoller, kalkgeprägter Lagen-Riesling mit gutem Reifepotenzial. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Königsbacher Ölberg, Königsbach, Pfalz (Mittelhaardt); sehr kühle Lage mit besonders hohem Kalkanteil
Klassifikation: Lagen-Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Spontangärung, Ausbau im großen Holzfass aus Pfälzer Eiche; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Weine

Christian Ottenbreit Grauburgunder O wie schön ist Franken

Weißwein · Franken · Winzerwein

100 % Grauer Burgunder Qualitätswein Obernbreit · Franken trocken · Barrique

Der Grauburgunder „O wie schön ist Franken" ist der barriquegereifte Grauburgunder von Christian Ottenbreit aus Obernbreit in Franken. Der Jahrgang 2024 zeigt einen eher kühlen, fein würzigen Duft mit leicht rauchigen Anklängen, nussigen Nuancen und kräuteriger Aromatik. Trocken ausgebaut, mit gelbem Kernobst und reifem Steinobst im Vordergrund. Ein Grauer Burgunder mit deutlicher Struktur, stilistisch näher am Burgund als am gängigen Typ.


Obernbreit – Maindreieck, Franken

Das Weingut Ottenbreit liegt in Obernbreit im fränkischen Maindreieck, geprägt von Muschelkalk- und Keuperböden. Das „O" steht für Ottenbreit und Obernbreit. Christian Ottenbreit lernte bei fränkischen Winzern sowie den Südtiroler Kellereien Manincor und Muri Gries, studierte Weinbautechnik und vinifiziert seit 2017 unter eigenem Etikett.

Assemblage und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Grauem Burgunder (Pinot Gris). Der Ausbau erfolgt im Barrique mit dezentem Holzeinsatz, der dem Wein eine leichte phenolische Struktur und Griff verleiht. Geschmacklich ist er trocken – Restzucker 3,0 g/l, Gesamtsäure 6,7 g/l, 12,5 % vol.

Im Glas

In der Nase kühl und fein würzig, mit leicht rauchigen Anklängen, nussigen Nuancen und kräuteriger Aromatik. Gelbes Kernobst und reifes Steinobst stehen im Vordergrund, dazu ein Hauch Wurzelgemüse und roter Beeren. Am Gaumen klar und saftig, die Frucht wirkt nicht ganz trocken und wird von einem feinen Anklang an Nussbutter untermalt. Die pikante Säure sorgt für Frische und Spannung, Fenchel, Apfel, Birne und zitrische Noten ziehen sich durch das Geschmacksbild, dezenter Holzeinsatz bleibt im Hintergrund.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Käse, weißes und rotes Fleisch. Die phenolische Struktur und der dezente Holzeinsatz tragen auch kräftigere Gerichte. Trinkreif ab sofort, mit Reifepotenzial bis etwa 2028. Ein kurzes Dekantieren öffnet den Wein zusätzlich. Serviertemperatur rund 10–12 °C.


Lage Obernbreit, Franken (Maindreieck)
Klassifikation Qualitätswein

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USA

Cayuse Impulsivo Tempranillo 2014

Rotwein · Tempranillo · Walla Walla Valley · USA

Cayuse Impulsivo Tempranillo ist ein seltener, kraftvoller Tempranillo aus dem Walla Walla Valley im Nordwesten der USA. Er stammt zu 100 % aus der Einzellage En Chamberlin des Kultweinguts Cayuse, das Christophe Baron biodynamisch im Rocks District bewirtschaftet. Impulsivo gilt als einer der besten Tempranillos der USA. Im Glas tiefdunkle Frucht, Würze und Struktur.


Walla Walla Valley

Cayuse liegt im „Rocks District of Milton-Freewater" im Walla Walla Valley – einem Gebiet mit auffälligen, runden Basaltkieseln im Boden, die den Weinen ihren würzig-erdigen Charakter geben. Die Einzellage En Chamberlin wird, wie alle Cayuse-Lagen, von Christophe Baron biodynamisch bewirtschaftet.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Tempranillo von der Lage En Chamberlin. Nach der Gärung reift er im Holzfass, überwiegend in gebrauchten Fässern, die Struktur und feine Würze beisteuern, ohne den Lagencharakter zu überdecken.

Im Glas

Tiefes Rubin- bis Pflaumenrot. In der Nase blutig-fleischige Noten, kalter Kamin, schwarze Kirsche, Johannisbeere und Zedernholz. Am Gaumen vollmundig, konzentriert und strukturiert, mit reifem, gut eingebundenem Tannin. Der Abgang ist lang und eindrucksvoll.

Am Tisch

Schon zugänglich, gewinnt aber durch Reife und eine längere Belüftung im Dekanter. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: gegrilltes und geschmortes Rind, Lamm, Wild und gereifter Hartkäse.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA)
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Tempranillo
Ausbau: Holzfass, überwiegend gebraucht; biodynamischer Weinbau

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Weine

Bret Brothers Mâcon Blanc 2024 BIO

Weißwein · Mâconnais · Chardonnay · Bio

Bret Brothers Mâcon Blanc ist ein Bio-Weißwein aus 100 % Chardonnay aus dem südlichen Burgund. Die Reben wachsen auf einem ein Hektar großen Flurstück auf 220 Metern Höhe, rund 30 Kilometer nördlich von Mâcon, auf Ton- und Kalksteinböden. Die Ost- und Südostausrichtung sorgt für gleichmäßige Reife. Im Glas ein tiefer, mineralischer Chardonnay mit samtiger Textur.


Mâconnais

Das Flurstück liegt auf 220 Metern Höhe im Mâconnais, rund 30 Kilometer nördlich von Mâcon. Ton- und Kalksteinformationen bilden den Untergrund, durch den sich die Wurzeln arbeiten müssen, und prägen Tiefe und Komplexität des Weins. Der Wein wird ökologisch erzeugt und ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Chardonnay. Nach der Handlese kommt ein schonendes Ganzbeer-Pressverfahren zum Einsatz. Vinifikation und Reifung erfolgen zu 100 % in 228-Liter-Eichenfässern über elf Monate, was dem Wein eine subtile Holznote und eine samtige Textur gibt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Salz, frische Zitrus und ein Hauch Brioche, getragen von einer feinen Holznote. Am Gaumen frisch und straff, mit knackiger Säure und einer klaren, kargen Mineralität. Der Abgang ist lang und salzig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; jung zugänglich, mit Reifepotenzial über einige Jahre.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und gereifter Hartkäse.


Lage: Mâconnais, 220 m, Ton-/Kalksteinböden, Ost-/Südostlage
Klassifikation: Mâcon AOC
Ausbau: Ganzbeerpressung, 100 % Barrique (228 l), 11 Monate

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