Kaiserberghof – Familie Kast – Tolle Qualitäten im Jahrgang 2007

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Spanien

Vinos de Encostas Xose Lois Sebio Coios

Wein · Rotwein · Bierzo · Spanien

Xosé Lois Sebio Coios ist ein kühler, eleganter Mencía aus uralten Reben im Anbaugebiet Bierzo. Er glänzt vor Würze, Säure und Saftigkeit: innere Kraft, mineralische Frische, viel rote Frucht und eine subtile Eleganz, die sich bei jedem Schluck aufs Neue zeigt.


Bierzo / Valtuille

Die uralten Mencía-Reben stammen aus der Lage O Val in Valtuille in der DO Bierzo (Kastilien-León). Diese Gegend gilt als kältester Teil von Valtuille, aus dem gemeinhin die besten Weine des Bierzo kommen. „Coios" bedeutet Felsbrocken und verweist auf das karge, mineralische Terroir. Erzeuger ist Xosé Lois Sebio (Vinos de Encostas).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Mencía von alten Reben. Der Ausbau betont die kühle, frische und mineralische Stilistik und bewahrt die saftige rote Frucht sowie die feine Eleganz des Weins. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles bis mittleres Rubinrot. In der Nase viel rote Frucht, florale Noten, feine Würze und klare Mineralität. Am Gaumen kühl, frisch und saftig, mit innerer Kraft, lebendiger Säure, fein gewobenen Tanninen und subtiler Eleganz; langer, mineralischer Abgang.

Am Tisch

Bei 15–17 °C servieren, gern leicht gekühlt – ein eleganter, vielseitiger Speisebegleiter.

Passt zu: Geflügel, gegrilltem und geschmortem Fleisch, Pilzgerichten, Wurst und mittelreifem Käse.


Lage: DO Bierzo, O Val in Valtuille (Kastilien-León, Spanien); Xosé Lois Sebio (Vinos de Encostas)
Klassifikation: DO Bierzo – 100 % Mencía (alte Reben), trocken
Ausbau: frische- und mineralitätsbetonter Ausbau

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Rebsorten

Bessin- Tremblay Chablis Valmur Grand Cru 2023

Weißwein · Chablis Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Valmur · Grand Cru 2023 Einzelparzelle ~2 ha 15–18 Monate Feinhefe

Der Chablis Valmur Grand Cru 2023 der Domaine Bessin-Tremblay kommt von einer der sieben Grand-Cru-Lagen am rechten Ufer des Serein. Ein gewichtiger, kraftvoller Chardonnay mit dichter Frucht und kalkiger Mineralität. Der Jahrgang 2023 gibt ihm reife Substanz und tragende Säure zugleich.


Valmur – Grand Cru am rechten Serein-Ufer

Valmur gehört zu den sieben Grand-Cru-Klimaten von Chablis, die sich am südwestlich exponierten Hang am rechten Ufer des Serein über rund 100 Hektar verteilen – zwischen Vaudésir und Grenouilles im Norden und Les Clos im Süden. Der Boden ist kimmeridgisch geprägt: Kalkmergel mit hohem Anteil fossiler Austernschalen, der den Weinen Tiefe und Salzigkeit gibt.

Valmur bildet eine Combe mit zwei einander zugewandten Hängen, die Frucht und Struktur zusammenbringen. Die Domaine Bessin-Tremblay bewirtschaftet hier eine Parzelle von rund 2 Hektar in einem Stück – das Spitzenstück des Guts.

Grand-Cru-Status bedeutet strenge Begrenzung: maximal 45 Hektoliter pro Hektar, und die Grand Crus stellen nur etwa 5 % der Chablis-Produktion. Bessin-Tremblay – 1992 von Jean-Claude Bessin und Evelyne Tremblay übernommen, heute mit Sohn Romain – zählt im Stilbild von Chablis zur Spitzengruppe neben Häusern wie Dauvissat und Raveneau.

Jahrgang 2023 – Chablis

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch und forderten die Winzer im Rebschutz. Ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer, die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein.

Eine Hitzewelle im August beschleunigte die Reife, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für Chablis steht 2023 für einen gesunden, mengenmäßig großzügigen Jahrgang mit reifer Frucht und tragender Säure – in den Grand Crus mit besonders viel Stoff und Länge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023. Handlese mit Selektion innerhalb eines knappen Lesefensters, um die optimale Reife der Grand-Cru-Trauben zu treffen.

Sanfte pneumatische Pressung, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen. Ausbau 15–18 Monate auf der Feinhefe, beim Grand Cru zu einem Teil im Holzfass für Struktur und Reifepotenzial. Die Weinberge werden mit reduziertem Pflanzenschutz bewirtschaftet.

Im Glas

In der Nase satte Honignoten, reifes Birnenchutney und eingelegtes Obst. Am Gaumen Limette und erneut Honig, getragen von einer präsenten, kalkig-frischen Unterlage. Kraftvoll und dicht, mit feiner Spannung und langem Abgang.

Ein gewichtiger Chablis: Honig und reife Birne über einer kalkigen, salzigen Unterlage – Kraft und Eleganz im Gleichgewicht.

Mit ein bis zwei Jahren Flaschenreife gewinnt der Wein weiter an Klarheit; über mehrere Jahre lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren, eine kurze Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Hummer und Langustinen, Steinbutt oder Seezunge in heller Sauce, Bresse-Poularde, Kalbsbries, gereifter Comté. Die Kraft des Weins trägt auch sahnige und buttrige Zubereitungen.


Lage: Valmur, rechtes Serein-Ufer; Kimmeridgium (Kalkmergel)
Klassifikation: Chablis Grand Cru
Ausbau: 15–18 Monate auf Feinhefe, teils Holzausbau; Handarbeit im Weinberg, reduzierter Pflanzenschutz

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Rebsorten

Weingut Metzger Pinot Noir Am Hesselbrunnen Lagenwein 2022

Rotwein · Deutschland · Pinot Noir

Pinot Noir (Spätburgunder) Lagenwein · Deutschland (Pfalz) Einzellage Am Hesselbrunnen · kalkreich Romanée-Conti-Klone · Reben ab 2018 2022 · teils Leroy-Fass / neues Barrique

Der Pinot Noir Am Hesselbrunnen 2022 des Weinguts Metzger ist ein spektakulärer deutscher Spätburgunder. Schon der Jungfernjahrgang aus der kargen, kalkreichen Einzellage Mühlheim am Hesselbrunnen zählt zu den besten Rotweinen, die je in Deutschland erzeugt wurden – das Rebmaterial stammt von Klonen der Romanée-Conti.


Am Hesselbrunnen – Kalk und Romanée-Conti-Klone

Die Einzellage Mühlheim am Hesselbrunnen ist von kargen, kalkreichen Böden geprägt – eine ideale Basis für mineralischen Spätburgunder. Die Pinot-Noir-Reben wurden erst 2018 gepflanzt und sind noch jung; das Rebmaterial stammt von Klonen aus der wohl berühmtesten Weinlage der Welt, der Romanée-Conti im Burgund.

Das Weingut Metzger keltert hier seinen Jungfernjahrgang 2022 – ein Ergebnis, das die Familie und ganz Deutschland aufhorchen ließ.

Jahrgang 2022 – Deutschland

2022 war in Deutschland ein warmer, sonnenreicher und trockener Jahrgang mit gesunder, reifer Ernte.

Für die deutschen Rotweine steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei guter Frische – ein herausragender Jahrgang, besonders für Spätburgunder.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, von 2018 gepflanzten Reben (Romanée-Conti-Klone).

Der Ausbau erfolgte teils in einem gebrauchten Fass der Domaine Leroy, teils in einem neuen Barrique aus bester französischer Eiche.

Im Glas

Im Duft verführerisch und wild: eingemaischte rote Früchte, Zeder, wilde Sauerkirschen, ein Hauch Veilchen und dezente Würze, ständig im aromatischen Wandel. Am Gaumen ein ganz großer Rotwein – Frucht, Säure und Holz fein verschmolzen, ein Rausch aus Frische, Tiefe, Erde und Länge: kraftvoll, elegant und majestätisch zugleich.

Eingemaischte rote Frucht, Zeder und wilde Sauerkirsche – ein Rausch aus Frische, Tiefe und Länge, kraftvoll und elegant.

Schon jung faszinierend, mit Potenzial für einige Jahre Reife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Ente und Wild, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Käse. Ein eleganter, zugleich kraftvoller Begleiter für den besonderen Anlass.


Lage: Mühlheim am Hesselbrunnen (Einzellage), Deutschland (Pfalz); karger, kalkreicher Boden; Reben ab 2018 (Romanée-Conti-Klone)
Klassifikation: Lagenwein (Deutschland)
Ausbau: Pinot Noir; teils gebrauchtes Fass (Domaine Leroy), teils neues Barrique (französische Eiche)

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Spanien

Conde Pinel Tempranillo tinto

Rotwein · Tempranillo · Castilla · Spanien

Conde Pinel Tempranillo Tinto ist ein trockener Rotwein von Hammeken Cellars aus dem Herzen Spaniens. Reinsortig aus Tempranillo gekeltert, gehört er zur modernen Conde-Pinel-Linie – fruchtbetont, klar und trocken.


Castilla

Die Conde-Pinel-Linie stammt vom Önologenteam um David Tofterup bei Hammeken Cellars (Jávea/Alicante) und umfasst einen Weiß-, einen Rosé- und einen Rotwein. Der Tinto trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo. Nach der temperaturkontrollierten Gärung im Edelstahl reift ein Teil des Weins rund drei Monate in französischer Eiche. Die kurze Holzreife gibt feine Würze, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Leuchtendes Rubinrot. In der Nase rote Frucht – Beeren, wilde Erdbeere und Kirsche – dazu ein Hauch geröstetes Brot und Vanille aus der Holzreife. Am Gaumen fruchtbetont, weich und zugänglich, trocken mit rundem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein unkomplizierter, fruchtbetonter Tempranillo für viele Gelegenheiten.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, Geflügel, Pasta und Hartkäse.


Lage: Castilla-La Mancha (Spanien)
Klassifikation: Vino de la Tierra de Castilla – Rotwein (trocken)
Ausbau: Edelstahl, teils ~3 Monate in französischer Eiche

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Weine

Domaine Saint-Lannes blanc Signature

Weißwein · Côtes de Gascogne · Frankreich

Domaine Saint-Lannes Signature Blanc ist ein frischer Weißwein aus der Gascogne – ein „Sommercocktail" aus den typischen Sorten Colombard, Gros Manseng und Ugni Blanc. In der Nase Aromen von Zitrus und Mandarine. Im Geschmack fruchtig und herrlich frisch.


Côtes de Gascogne

Die Gascogne im Südwesten Frankreichs ist für frische, fruchtbetonte Weißweine bekannt. Das milde Klima und die kalk- und sandgeprägten Böden bringen aromatische Weine mit klarer Frische und mineralischer Note hervor.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint die typischen Gascogne-Sorten Colombard, Gros Manseng und Ugni Blanc. Der Ausbau erfolgt fruchtbetont, was die frische, zitrische Aromatik in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Aromen von Zitrus und Mandarine. Am Gaumen fruchtig und herrlich frisch, mit einer mineralischen Note. Der Abgang ist saftig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Salate, Sushi und solo als Sommerwein.


Lage: Gascogne, Südwestfrankreich
Klassifikation: IGP Côtes de Gascogne – Blanc
Ausbau: Colombard/Gros Manseng/Ugni Blanc, fruchtbetont

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Schaumweine

François Montand ICE Demi-Sec

Der François Montand ICE Demi-Sec ist ein Schaumwein, der ausdrücklich auf Eis gehört. Mit seiner Süße und kräftiger Frucht ist er so angelegt, dass schmelzende Eiswürfel ihn nicht verwässern, sondern erfrischen. In der Flasche vergoren, im Jura gemacht.

Im Glas

Hellgelb, feine Perlen. Duft von Pfirsich, Birne, gelbem Apfel und Blüten. Im Mund rund und weich, frische Säure fängt die Süße ab. Auf Eis wird er schlanker und zitrusfrischer – genau das ist der Plan.

Mach was draus

Drei, vier Eiswürfel ins große Glas, den gut gekühlten Schaumwein darüber, dazu ein Minzblatt oder etwas Limettenzeste. Passt zu Melone mit Schinken, Ziegenkäse mit Honig, Sushi, Obstsalat oder Sorbet. Der Drink für Terrasse, Pool und Sommerparty. Am besten eiskalt, 4 bis 6 Grad.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Mit Minze und Limette ist ICE mein liebster Sommer-Aperitif. Ganz ohne Sirup und trotzdem ein kleiner Cocktail.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Warum so viel Süße? Schmelzendes Eis verwässert alles im Glas. Ein Brut wirkt dann schnell wässrig und spitz, der ICE dagegen bleibt rund.

Was heißt Demi-Sec? Halbtrocken. Seine etwa 40 Gramm Zucker je Liter liegen mitten in dieser Stufe.

Chardonnay, Ugni Blanc, Colombard · versektet im Jura · Grundwein im Edelstahl · Flaschengärung · halbtrocken, etwa 40 Gramm Zucker je Liter · auf Eis servieren · Maison du Vigneron, Hauteroche (Jura) · Stand: Oktober 2026

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Weine

El Principe Pasa tinto

Rotwein · Extremadura · Spanien

Der El Principe Pasa Tinto ist ein Basis-Rotwein der Bodega Coop. La Soledad aus der Extremadura, gewonnen aus einer Selektion der besten Trauben des Guts. Die Cuvée vereint Tempranillo, Macabeo und die autochthonen Sorten Pardina und Cayetana. Ein Teil der Trauben wird nach der Lese angetrocknet – ähnlich dem italienischen Ripasso- oder Amarone-Prinzip –, was Zucker konzentriert und dem Wein Volumen gibt. Der Ausbau erfolgt allein im Stahltank, um die intensive Frucht zu bewahren.


Extremadura – Tierra de Barros

Die Bodega Coop. La Soledad liegt in der Tierra de Barros in der Extremadura im Westen Spaniens. Die Weinberge liegen auf 300 bis 600 Metern Höhe; das atlantisch geprägte Klima sorgt für heiße Tage und kühle Nächte sowie ausreichende Niederschläge. Für ihre Selektionslinie kombiniert die Genossenschaft bewährte Sorten mit den autochthonen Reben Pardina und Cayetana.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Tempranillo, Macabeo, Pardina und Cayetana. Nach selektiver Lese wird ein Teil der Trauben angetrocknet, wodurch die Zuckerkonzentration steigt und der Wein mehr Alkohol und Volumen bildet. Der Ausbau erfolgt ausschließlich im Stahltank – ohne Holz, um die intensive Frucht zu erhalten. Enthält Sulfite.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase dunkle rote Früchte, Karamell, Kräuter und Schokolade. Am Gaumen weich und süffig, mit expressiv-fruchtiger Art. Mild und rund, mit dezenter Restsüße und einem feinen Rosinen-Touch im Abgang.

Am Tisch

Klassische Begleitung: winterliche Schmorgerichte aller Art, dunkles Fleisch und reifer Käse. Durch seine fruchtige, weiche Art auch solo zu genießen. Leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren.


Lage Tierra de Barros, Extremadura (Spanien), 300–600 m
Klassifikation Vino de la Tierra de Extremadura
Ausbau Cuvée Tempranillo/Macabeo/Pardina/Cayetana, ein Teil der Trauben angetrocknet, Ausbau im Stahltank (ohne Holz)

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Spanien

Matsu La Jefa blanco 2022

Weißwein · D.O. Toro · Malvasía castellana

D.O. Toro Malvasía castellana Reben 50–150 Jahre Handlese Spontangärung 14 Monate 600-l-Fass

Matsu La Jefa 2022 ist der einzige Weißwein von Bodega Matsu, dem Toro-Projekt der Vintae-Gruppe. Er stammt von weißen Einzelstöcken, die verstreut zwischen alten Tinta-de-Toro-Reben stehen. Die ältesten sind bis zu 150 Jahre alt und wurzeln in Sand. Der Most gärt mit eigenen Hefen im neuen 600-Liter-Fass und bleibt dort 14 Monate auf der Feinhefe.


Weiße Altreben im Rotweinland Toro

Toro am Duero, zwischen Zamora und Valladolid, gilt als Rotweingebiet. Die Tinta de Toro dominiert mit großem Abstand. Bei der Lese 2023 kamen über 20 Millionen Kilo Tinta de Toro in die Keller, von der Malvasía castellana nur rund 699.000 Kilo. Reine Weißweinparzellen gibt es kaum. Deshalb sammelt Matsu für La Jefa einzelne weiße Stöcke, die in alten Rotweinweinbergen mitgepflanzt wurden. Das Alter dieser Reben liegt zwischen 50 und 150 Jahren. Ein Teil davon ist wurzelecht und stammt aus der Zeit vor der Reblaus.

Dass es solche Stöcke noch gibt, liegt am Boden. Die Weinberge liegen auf 600 bis 750 Metern Höhe auf kargen, sandigen Böden mit hohem Anteil an Granitgeröll. Im lockeren Sand kann sich die Reblaus schlecht ausbreiten. Die Reben stehen traditionell als freistehende Buschreben (en vaso) ohne Drahtrahmen. Das Klima ist streng kontinental. Es fallen nur 350 bis 400 mm Regen im Jahr, die Winter sind frostig, die Sommer heiß, und die Nächte kühlen stark ab. Pilzdruck ist in dieser Trockenheit gering. Behandlungen im Weinberg bleiben deshalb die Ausnahme, gearbeitet wird von Hand nach toresanischer Tradition.

Die Malvasía castellana ist mit der Malvasía aus dem Mittelmeerraum nicht verwandt. Ampelographisch entspricht sie der nordwestspanischen Doña Blanca. Die Sorte bringt wenig Primäraroma, aber Körper und Extrakt mit. Ihre Stärke zeigt sie im Holzausbau und bei langem Hefekontakt.

Jahrgang 2022 – Toro

2022 war in Spanien ein Extremjahr mit sechs Hitzewellen und anhaltender Dürre. In Toro unterbrachen die Reben im Hochsommer kurz ihr Wachstum. Der Kontrollrat rechnete zunächst mit einem Mengenverlust von rund 20 Prozent. Im September kam die Wende: Regen und fallende Temperaturen ließen die Trauben gleichmäßig ausreifen. Das Lesegut war völlig gesund.

Matsu las die Trauben für La Jefa vom 12. bis 14. September 2022 von Hand. Die D.O. Toro schloss den Jahrgang mit 24.648.572 Kilo Trauben ab. Das ist ein Rekord, 5,35 Prozent über 2021 und deutlich über dem Mittel der Vorjahre von 19,1 Millionen Kilo. Bei der offiziellen Jahrgangsbewertung auf der Feria del Vino de Toro 2023 stuften mehr als 50 Verkoster 2022 als „Excelente" ein.

Maischestandzeit, Spontangärung, Bocoy

Die ganzen Trauben liegen vier Stunden mit den Schalen im Most. So gehen Phenole und Gerbstoffe über, die dem Wein später Griff geben. Danach wird schonend gepresst. Der Most klärt ohne Schönungsmittel über statisches Absetzen. Die Gärung startet spontan mit den Hefen aus Weinberg und Keller. Sie läuft in neuen, leicht getoasteten Fässern aus französischer Eiche mit 600 Litern Inhalt, in Spanien „Bocoy" genannt.

Im Verhältnis zum Volumen hat ein 600-Liter-Fass deutlich weniger Holzfläche als eine Barrique mit 225 Litern. Der Wein nimmt dadurch Textur und Würze auf, ohne dass die Eiche den Charakter übernimmt. Im selben Fass reift La Jefa 14 Monate auf der Feinhefe. Der Name der Bodega kommt aus dem Japanischen: Matsu heißt „warten". Vintae gründete das Projekt 2005 mit den Rotweinen El Pícaro, El Recio und El Viejo, die für Jugend, Reife und Alter stehen. La Jefa kam mit dem Jahrgang 2018 hinzu. Der Wein ist den Frauen gewidmet, die in Toro seit Generationen die Weinberge bewirtschaften. Das Etikettenfoto stammt von der Modefotografin Bèla Adler.

Im Glas

Die Bodega beschreibt La Jefa als strohgelb mit grauem Schimmer. In der Nase zeigen sich reifes Kernobst, Vanille aus dem Fass, cremige Noten und ein Hauch Anis. Am Gaumen ist der Wein dicht und glyzerinreich, die Säure hält ihn im Gleichgewicht. (Verkostungsnotiz: Bodega Matsu.)

Sandboden und Altreben geben Dichte, die kühlen Septembernächte 2022 die Frische, 14 Monate Feinhefe den Schmelz.

Die vier Stunden Schalenkontakt bringen einen feinen Gerbstoffzug, der den breiten Körper strafft. Das Granitgeröll zeigt sich als leicht herbe, steinige Note im Abgang. Der späte Septemberregen hat die Säure bewahrt, die in Hitzejahren oft verloren geht. So ist La Jefa üppig, aber nicht schwer.

Am Tisch

La Jefa braucht Speisen mit Fett und Röstaromen. In Toro passt gereifter Queso Zamorano aus Schafmilch. Außerdem gut: Kalbsbries in brauner Butter, Stubenküken aus dem Ofen, Seeteufel mit Beurre blanc oder ein Pilzrisotto mit Parmesan. Auch zu Bacalao al pil-pil hält er mit. Am besten bei 10 bis 12 °C in einem großen Burgunderglas servieren. Eine halbe Stunde Luft vorab öffnet Frucht und Holz.


Erzeuger: Bodega Matsu (Vintae), Toro, Zamora
Lage: Einzelstöcke weißer Sorten in alten Rotweinweinbergen der D.O. Toro, 50–150 Jahre, teils wurzelecht
Jahrgang: 2022, Handlese 12.–14. September
Vinifikation: 4 Stunden Maischestandzeit, schonende Pressung, statische Vorklärung, Spontangärung mit eigenen Hefen im neuen 600-l-Fass
Ausbau: 14 Monate auf der Feinhefe in neuen 600-l-Bocoyes aus französischer Eiche, leicht getoastet; Handarbeit im Weinberg, minimale Intervention
Boden: Karger Sand mit hohem Anteil an Granitgeröll

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