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Weine

Saouma Le petit Livre d´A.M. Bach 2009 Magnum

Rotwein · Châteauneu​f-du-Pape · Grenache

Grenache-basiert Le Petit Livre d'A.M. Bach Rotem & Mounir Saouma 2009 60 Monate Amphore und Fass 333 Magnums Magnum 1,5 l

Der Rotem & Mounir Saouma Le Petit Livre d'A.M. Bach 2009 in der Magnum ist die rarste Cuvée des Saouma-Projekts in Châteauneuf-du-Pape: ein Grenache-basierter Rotwein, den das Ehepaar über fünf Jahre in Amphoren und Fässern reifen ließ, bevor er auf die Flasche kam. Vom Jahrgang 2009 wurden nur 333 Magnums gefüllt.


Le Petit Livre d'A.M. Bach – Burgund trifft Rhône

Dieses Projekt des Ehepaars Rotem und Mounir Saouma von Lucien Le Moine ist eine der aufregendsten Geschichten in Châteauneuf-du-Pape. Die Erfahrung aus dem Burgund wird hier auf die dichten, intensiven Rhône-Weine übertragen: Eleganz und Finesse werden aus den sonnenverwöhnten, dickschaligen Grenache-Trauben herausgearbeitet, indem der Wein über mehrere Jahre in Amphoren und Fässern reift. „Die Trauben aus dem Burgund und dem Châteauneuf sind sich gar nicht so unähnlich", so Mounir Saouma, „beide machen seidige, elegante und mineralische Weine."

Das Ehepaar besitzt keine eigenen Rebflächen in nennenswertem Umfang, sondern kauft Trauben von alten Grenache-Anlagen der Appellation und vinifiziert sie selbst. Der Kern der Arbeit liegt nicht im Weinberg, sondern im Keller – dort, wo Mounir Saouma als Élevage-Spezialist seinen Ruf erworben hat: extrem lange Reife auf der Feinhefe, ohne Abstich, mit minimalem Schwefel.

Der Name spielt auf Johann Sebastian Bachs „Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach" an – eine poetische Verbeugung, die den Anspruch dieser Cuvée unterstreicht. Sie entsteht in winzigsten Mengen und wird in der Magnum besonders selten: Vom 2009er wurden lediglich 333 Magnums gefüllt.

Jahrgang 2009 – Châteauneuf-du-Pape

Auf einen milden Winter folgte in der südlichen Rhône ein trockenes Frühjahr mit gleichmäßiger Blüte, danach ein heißer, sehr trockener Hochsommer. Der Mistral tat, was er in solchen Jahren tut: Er trocknete die Trauben nach jedem Regen ab und hielt den Krankheitsdruck praktisch bei null. Regenfälle im September nahmen der Reife die letzte Schärfe und ließen die Beeren ausreifen, statt nur einzutrocknen.

Gelesen wurde ab Mitte September, mit gesundem Lesegut, hohen Mostgewichten und – der entscheidende Punkt – reifen, runden Tanninen statt harter Kerne. 2009 gilt in Châteauneuf-du-Pape als warmer, kraftvoller Jahrgang mit großem Reifepotenzial. Genau bei diesem Profil setzt der lange Ausbau an: Fünf Jahre auf der Feinhefe bauen die üppige Frucht ab und lassen Struktur und Salzigkeit hervortreten – der Wein trinkt sich heute schlanker und kühler, als es der Jahrgangsruf erwarten lässt.

Fünf Jahre in Amphore und Fass

Grenache-basierter Châteauneuf-du-Pape, Jahrgang 2009, gefüllt in der Magnum zu 1,5 Litern; die Gesamtproduktion dieses Formats liegt bei 333 Flaschen.

Der Petit Livre ist durch seinen Ausbau definiert – der vollständige Etikettenname lautet „60 Mensis", also sechzig Monate. So lange reift der Wein in einer Kombination aus Amphoren und Fässern: auf der Feinhefe, ohne Abstich und mit minimalem Schwefel. Die Hefe verbraucht den eindringenden Sauerstoff, bevor er den Wein oxidieren kann, und gibt gleichzeitig Mannoproteine ab, die die Textur polstern. Die Amphore steuert eine sehr feine, gleichmäßige Sauerstoffzufuhr bei, ohne Aroma beizutragen. Fünf Jahre ohne Abstich sind an der südlichen Rhône die Ausnahme – die meisten Erzeuger füllen nach zwölf bis vierundzwanzig Monaten.

Im Magnumformat setzt sich diese langsame Entwicklung auf der Flasche fort: Auf die doppelte Weinmenge kommt derselbe Sauerstoffeintrag über den Korken, der Wein altert entsprechend gleichmäßiger und langsamer als aus der 0,75-Liter-Flasche.

Im Glas

Mittleres Rubinrot mit ziegelfarbenem Rand – die Farbe eines Weins, der siebzehn Jahre hinter sich hat. In der Nase Hagebutte, rote Johannisbeere und Holunder, dazu getrocknete Kräuter der Garrigue, Leder und ein erdiger Ton; süße Frucht sucht man vergebens, die Aromatik bleibt herb und klar umrissen.

Am Gaumen schlanker gebaut, als das Wort Châteauneuf erwarten lässt: seidige Textur aus der langen Hefereife, feinkörniges Tannin, und darunter eine griffige, transparente Säure, die den Wein trägt statt ihn zu bremsen. Nach einer Stunde Luft kommen balsamische Noten, etwas Cremigkeit und frische Wiesenkräuter hinzu. Der Abgang ist lang und salzig.

Fünf Jahre auf der Feinhefe ohne Abstich: Aus der Wucht eines heißen Jahrgangs wird Textur.

Eine Stunde vor dem Servieren dekantieren; ein Depot ist nach dieser Zeit normal. Bei 16–18 °C servieren. Trinkreif und mit Reserve für weitere Jahre – in der Magnum eher mehr als weniger.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu Trüffelgerichten sowie zu kräuterwürzigen mediterranen Schmorgerichten und gereiftem Käse. Die Garrigue-Note greift alles auf, was mit Thymian, Rosmarin und Lorbeer gearbeitet ist.

Die Magnum ergibt rund zwölf Gläser und gehört an einen Tisch mit mehreren Gängen – sie bleibt über den Abend offen, ohne zu ermüden, und entwickelt sich in der Karaffe weiter.


Produzent Rotem & Mounir Saouma, Orange, südliche Rhône
Rebsorte Grenache-basiert
Lage Châteauneuf-du-Pape, südliche Rhône
Klassifikation AOC Châteauneuf-du-Pape · trocken
Jahrgang 2009
Vinifikation ohne Abstich · minimaler Schwefel
Ausbau 60 Monate in Amphoren und Fässern auf der Feinhefe
Flaschengröße Magnum · 1,5 l
Trinkempfehlung jetzt bis 2035
Auflage 333 Magnums

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Spanien

Jade Gross Peace, Love & Garnacha 2024

Rotwein · Rioja Alavesa · Garnacha

Garnacha Rioja Alavesa San Andrés · San Vicente de la Sonsierra Buschreben Jade Gross 12 Monate franz. Eiche 2024

Der Jade Gross Peace, Love & Garnacha 2024 ist die fünfte Cuvée dieses Garnacha-Weins und zugleich der erste Jahrgang aus einem neu erworbenen Weinberg in San Andrés. Der Name ist eine Hommage an die Freiheitsbewegung der 1960er-Jahre – und steht sinnbildlich für einen offenen, unverfälschten Ausdruck der Garnacha.


Peace, Love & Garnacha – neuer Weinberg in San Andrés

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir. Der Name dieser Cuvée ist eine Hommage an die Freiheitsbewegung der 1960er-Jahre und steht für einen offenen, unverfälschten Ausdruck der Garnacha.

Die Trauben stammen aus einer einzelnen Parzelle mit Buschreben in San Andrés bei San Vicente de la Sonsierra, die auf sandig-tonigen Böden wachsen. Diese Böden verleihen der Garnacha eine besonders leichte, würzige und fruchtbetonte Stilistik. Mit der neuen Lage hat sich der Stil des Weins verändert und erinnert nun an große Châteauneuf-du-Pape der klassischeren Schule.

Jahrgang 2024 – Rioja Alavesa

Der Jahrgang 2024 war im Weinberg von Herausforderungen geprägt: Frost und Hagel reduzierten den Ertrag deutlich und führten zu kleineren Trauben und lockeren Traubenstrukturen. Das Ergebnis ist ein konzentrierter, zugleich eleganter und frischer Garnacha, in dem Erde und Würze den Ton angeben.

Ausbau

Reinsortige Garnacha aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Die Lese erfolgte am 29. September 2024 von Hand in 18-kg-Kisten. Rund 80 % der Trauben wurden entrappt, bevor die Gärung in offenen Gärbehältern stattfand. Anschließend reifte der Wein zwölf Monate in französischen Eichenfässern mit 225 und 500 Litern Fassungsvermögen, davon etwa 10 % in neuen Fässern. Produktion: 2.550 Flaschen.

Im Glas

Durch die neue Lage erinnert der Wein nun an große Châteauneuf-du-Pape der klassischeren Schule: viel Erde, würzige Noten und eine dezente Schärfe, dazu mehr Eleganz und Frische. Die Frucht tritt stärker in eine unterstützende Rolle, während die Balance dieses Weins beinahe als magisch zu bezeichnen ist.

Erinnert an große Châteauneuf-du-Pape der klassischeren Schule – die Balance beinahe magisch.

Schon jetzt faszinierend, mit gutem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem und gegrilltem Fleisch, zu Lamm und Wild, zu würzigen Eintöpfen sowie zu kräuterbetonten mediterranen Gerichten.


Lage: Rioja Alavesa, San Andrés bei San Vicente de la Sonsierra (Spanien); einzelne Parzelle mit Buschreben, sandig-tonige Böden
Klassifikation: DOCa Rioja, Garnacha (trocken); 2.550 Flaschen
Ausbau: Garnacha; ~80 % entrappt, Gärung in offenen Behältern; 12 Monate franz. Eiche (225 und 500 l, ~10 % neu); handwerklich

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USA

Saxum Broken Stones 2019

Rotwein · Paso Robles · Rhône-Cuvée

Syrah-dominierte Cuvée Broken Stones Willow Creek District Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden französische Eiche 2019

Der Saxum Broken Stones 2019 ist eine rare, Syrah-dominierte Rhône-Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum aus dem kalkreichen Willow Creek District von Paso Robles. Tief, würzig und vielschichtig – mit dunkler Frucht, herzhafter Würze und einer kraftvollen, zugleich präzisen Statur. Der Name verweist auf die gebrochenen Kalksteine des Bodens.


Broken Stones – aus gebrochenem Kalkstein

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Herzstück ist das James Berry Vineyard im Willow Creek District westlich von Paso Robles – eine karge Lage auf Kalkstein und Kalkschiefer der Monterey-Formation mit dünnem Oberboden. Der Name Saxum ist lateinisch für „Stein", und „Broken Stones" spielt auf eben diesen gebrochenen, kalkreichen Untergrund an, dem die Cuvée ihren Charakter verdankt.

Die Reben wurzeln tief in den Spalten des Kalkfelses, sodass kaum bewässert werden muss; kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Bewirtschaftet wird organisch, von Hand gelesen und im Keller minimalistisch gearbeitet – mit Spontangärung und behutsamem Ausbau.

Jahrgang 2019 – Paso Robles

2019 gilt an der kalifornischen Central Coast als ausgewogener, klassischer Jahrgang mit reifer, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und kühler Eleganz. Auf dem kalkreichen Terroir des Willow Creek District ergibt das einen tiefgründigen, kraftvollen und zugleich frischen Wein, der Fülle mit mineralischer Spannung verbindet.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 60 % Syrah, 20 % Graciano, 11 % Mataro (Mourvèdre) sowie Grenache und Carignan, Jahrgang 2019, trocken.

Syrah gibt dem Wein das dunkle Fruchtrückgrat, Pfeffer und herzhafte Würze; Graciano steuert Farbe, florale Frische und lebendige Säure bei; Mataro Struktur, Erdigkeit und eine trüffelige, herzhafte Tiefe; Grenache rote Frucht und Großzügigkeit, Carignan brombeerige Frucht und Frische. Der Ausbau erfolgt in französischer Eiche verschiedener Größen, der die Frucht und das kalkige Terroir in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Aus der Syrah-dominierten Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Tiefe und Würze: tiefes Purpur im Glas, dazu dichte schwarze Frucht wie Brombeere und Cassis, gemahlener Pfeffer, geräuchertes Wild, eine erdig-würzige Note von verbrannter Erde und Trüffel sowie florale und kräuterige Anklänge. Am Gaumen vollgewichtig und vielschichtig, mit dichter, geschliffener Textur, feinem Tannin und einer mineralischen Frische, die den kraftvollen Stil trägt – mit langem, würzigem Nachhall.

Tiefes Purpur, schwarze Frucht, Pfeffer, geräuchertes Wild und Trüffel – kraftvoll und vielschichtig, von mineralischer Frische getragen, sehr lang.

Benötigt Luft; in der Jugend großzügig dekantieren. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Willow Creek District, Paso Robles (Kalifornien, USA); kalkreiches Terroir (James Berry Vineyard), Kalkstein/Kalkschiefer der Monterey-Formation; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles; Cuvée aus 60 % Syrah, 20 % Graciano, 11 % Mataro sowie Grenache und Carignan (trocken)
Ausbau: Spontangärung, Ausbau in französischer Eiche verschiedener Größen; zurückhaltende, minimalistische Kellerarbeit

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Spanien

Monteabellon Finca Matambres 2021

Rotwein · D.O. Ribera del Duero · Tempranillo

Tempranillo (Tinta del País) Finca Matambres · Nava de Roa 2021 800–830 m ca. 4.500 kg/ha 20 Monate Barrique · 80 % französisch D.O. Ribera del Duero

Der Monteabellón Finca Matambres 2021 ist der Einzellagenwein von Bodegas y Viñedos Monteabellón aus Nava de Roa in der Ribera del Duero. Reinsortiger Tempranillo von einer Parzelle auf 800 bis 830 Metern, 20 Monate im Barrique gereift. 2021 ist in der Ribera als „excelente" eingestuft – ein Jahrgang mit hohem Tanninpotenzial und klarer Balance.


Finca Matambres – Nava de Roa auf 800 bis 830 Metern

Nava de Roa liegt in der Provinz Burgos im Herzen der Ribera del Duero. Monteabellón, gegründet um die Jahrtausendwende von der Familie García, bewirtschaftet hier rund 175 Hektar, verteilt auf 49 einzeln geführte Parzellen zwischen 760 und 950 Metern Höhe. Die Betriebsphilosophie liegt in dieser Aufgliederung: Statt die Weine über das klassische Alterungsschema Crianza–Reserva–Gran Reserva zu definieren, werden die stärksten Parzellen separat ausgebaut und unter eigenem Namen gefüllt. Finca Matambres ist einer dieser Einzellagenweine.

Die Parzelle liegt zwischen 800 und 830 Metern und damit in der mittleren Höhenzone des Betriebs. Der Boden ist sandig-lehmig, durchsetzt mit Rollkieseln und kalkhaltigem Untergrund – ein magerer, gut dränierender Standort ohne Wasserreserve, der den Stock von selbst kleinhält. Die Kiesel speichern Tageswärme und geben sie nachts ab; der Kalkanteil steuert die Frische bei, die diesen Wein von wuchtigeren Ribera-Interpretationen trennt.

Die Höhe ist der klimatische Hebel der Appellation. Rund 500 Millimeter Jahresniederschlag fallen überwiegend in Frühjahr und Herbst, die Sommer sind trocken und sonnenreich, die Nächte auf über 800 Metern deutlich kühl. Dazu kommen die Nebel vom Duero, die im Spätsommer zusätzliche Feuchtigkeit bringen. Dieser Tag-Nacht-Wechsel hält Säure und Farbstoffe im Beerenmaterial, während die Sonne für vollständige Gerbstoffreife sorgt.

Jahrgang 2021 – Ribera del Duero

Das Jahr begann in Kastilien mit einem harten Winter: starke Schneefälle und strenge Kälte im Januar hinterließen Spuren in den Anlagen und drückten das Ertragspotenzial von Beginn an. Auf den Höhenparzellen von Nava de Roa verzögerte der kalte Winter den Austrieb, was die Reben später vor Spätfrostschäden bewahrte. Der Vegetationszyklus verlief in der Folge langsam und gestreckt – für Tempranillo auf über 800 Metern die günstigste Konstellation, weil Zucker- und Gerbstoffreife nicht auseinanderlaufen.

Die Lese lief in der Ribera del Duero vom 3. September bis zum 26. Oktober und damit über 53 Tage – ein langer Zeitraum, der parzellenweise Selektion erlaubte. Insgesamt kamen 123,2 Millionen Kilogramm in die Keller, die fünftgrößte Ernte der Appellationsgeschichte. Auf der Finca Matambres blieb der Ertrag mit rund 4.500 Kilogramm je Hektar dagegen sehr niedrig, als direkte Folge der winterlichen Schäden. Der Kontrollrat stufte 2021 als „excelente" ein – die 13. Spitzenbewertung in 39 Jahren. Als Jahrgangsmerkmal gelten hohes Tanninpotenzial, tiefe Farbe mit violetten Reflexen und ein ausgeglichenes Verhältnis von Alkohol, Säure und Gerbstoff.

Assemblage und Ausbau

100 % Tempranillo (Tinta del País), Jahrgang 2021, ausschließlich von der Parzelle Finca Matambres auf 800 bis 830 Metern. Ertrag rund 4.500 kg/ha. Die Trauben werden separat gelesen und separat vinifiziert – der Wein wird nie mit Material aus anderen Lagen verschnitten.

Der Ausbau dauert 20 Monate im Barrique, davon 80 % französische und 20 % amerikanische Eiche. Die französischen Fässer liefern das feinkörnige Tannin und die zurückhaltende Würze, der amerikanische Anteil gibt eine leichte Süße in der Röstnote und rundet die Textur. Das Verhältnis ist so gewählt, dass das Holz die dichte Frucht des Jahrgangs stützt, ohne sie zu überschreiben. Trocken ausgebaut, mit deutlichem Lagerpotenzial.

Im Glas

Tiefes, dichtes Kirschrot mit violettem Rand. In der Nase reife Brombeere und schwarze Kirsche, dahinter cremige Eiche, Kakao, geröstete Kaffeebohne und eine balsamische Note. Am Gaumen breit angelegt und strukturiert, mit dem körnig-feinen Tannin des Jahrgangs und einer Säure, die den Wein trotz der Konzentration aufrecht hält. Die Frucht bleibt bis in den langen Abgang präsent, der auf dunkler Schokolade und Röstwürze endet.

4.500 Kilogramm je Hektar auf 830 Metern: Die Dichte dieses Tempranillo kommt aus dem kleinen Ertrag, die Frische aus der Höhe.

Jung braucht der 2021er Luft – zwei bis drei Stunden vorher dekantieren, bei 16–18 °C servieren. Im Glas baut er über die erste Stunde spürbar aus. Trinkfenster bis etwa 2036.

Am Tisch

Zu Lammkarree und Milchlamm aus dem Ofen, zu Rinderfilet und Entrecôte vom Holzkohlegrill, zu geschmorter Rinderbacke und Wildgerichten wie Reh und Hirsch. Auch zu gegrilltem Chorizo-Gemüse oder Pilzrisotto mit Steinpilzen. Bei Käse zu gereiftem Manchego und kräftigem Bergkäse.


Produzent Bodegas y Viñedos Monteabellón, Nava de Roa, Burgos
Rebsorte 100 % Tempranillo (Tinta del País)
Lage Finca Matambres, Nava de Roa; sandiger Lehm mit Rollkieseln und Kalkanteil
Klassifikation D.O. Ribera del Duero, Einzellagenwein
Jahrgang 2021
Vinifikation separate Lese und Vinifikation der Einzelparzelle
Ausbau 20 Monate Barrique · 80 % französische, 20 % amerikanische Eiche
Trinkempfehlung 2026–2036
Höhenlage 800–830 m
Ertrag ca. 4.500 kg je Hektar

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Rebsorten

Knab Weißer Burgunder/Chardonnay Selektion P... ***

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Knab Weißer Burgunder / Chardonnay Selektion P… *** 2017 ist eine hochklassige Weißwein-Cuvée vom Kaiserstuhl. Sie brilliert durch Schmelz und Cremigkeit: Nussaromen, frisch gebackenes Brot und reife Birnen verwöhnen in Duft und Geschmack – lang, vielschichtig und kraftvoll am Gaumen.


Baden / Kaiserstuhl

Das Weingut Knab ist in Endingen am Kaiserstuhl in Baden beheimatet. Der Jahrgang 2017 war von erheblichen Frostschäden geprägt: Kellermeister Thomas Rinker berichtet von extrem niedrigen Erträgen von nur 15–20 hl/ha in einigen Lagen – die wenigen verbliebenen Trauben aber von phänomenaler Qualität. Die ***-Kennzeichnung steht bei Knab für die höchste Qualitätsstufe.

Assemblage und Ausbau

Eine Cuvée aus Weißburgunder und Chardonnay. Der Ausbau erfolgte über 11 Monate in besten französischen Eichenfässern, was dem Wein starke Röst- und Würzaromen sowie seinen ausgeprägten Schmelz verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes Gelb. In der Nase Nussaromen, frisch gebackenes Brot und reife Birne, untermalt von feiner Röst- und Holzwürze. Am Gaumen cremig und schmelzig, lang, vielschichtig und kraftvoll, mit großem Reifepotenzial.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 11–13 °C in großen Gläsern servieren – als gehobener Speisebegleiter.

Passt zu: edlem Fisch, Krustentieren, Geflügel, Kalb und gereiftem Hartkäse.


Lage: Baden, Kaiserstuhl, Endingen (Deutschland); Weingut Knab
Klassifikation: Selektion, Spitzenklasse (***) – Cuvée Weißburgunder & Chardonnay, trocken
Ausbau: 11 Monate in französischen Eichenfässern
Jahrgang: 2017

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Italien

Lambrusco Rose Di Bacco Bianco Amabile frizzante

Ein Lambrusco der besonderen Art ist der Chiarli Rose di Bacco Lambrusco Bianco Amabile: Die roten Trauben werden weiß gekeltert. So entsteht ein heller, perlender Frizzante aus Modena, im Drucktank vergoren, lieblich und fruchtig.

Im Glas

Helles Strohgelb, frische, feine Perlen. Im Duft helle Frucht, Apfel und Blüten. Im Mund leicht und perlend, saftig-fruchtig, die Süße bleibt sanft. Das Ende ist frisch.

Mach was draus

Als unkomplizierter Aperitif, zu Obstdesserts, Gebäck, mildem Käse oder leichten Vorspeisen. Serviere ihn leicht gekühlt bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Weißer Lambrusco? Unbedingt probieren! Rose di Bacco Bianco ist leicht und macht gute Laune.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wozu passt er besonders? Zu Erdbeeren, Obstsalat oder einem leichten Dessert. Auch einfach so auf der Terrasse macht er viel Freude.

Wie kann Lambrusco weiß sein? Lambrusco ist eine rote Traube. Werden die Trauben sofort gepresst, ohne dass der Saft lange mit den Schalen in Kontakt kommt, bleibt er hell.

Was heißt amabile? Lieblich. Der Wein hat eine sanfte Süße und bleibt durch die Perlage frisch.

Wer steht dahinter? Chiarli 1860 aus Modena, die älteste Kellerei der Emilia-Romagna.

Lambrusco, weiß gekeltert · Emilia-Romagna, Modena · Frizzante · Tankgärung (Charmat) · amabile (lieblich) · Chiarli 1860, Modena · Stand: Oktober 2026

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Whisky

J & A Mitchell & Co Longrow Single Malt Whisky 21 Jahre Limited Release 41,90 %

Spirituose · Single Malt Whisky · Campbeltown · Schottland

Longrow Single Malt Whisky 21 Jahre Limited Release ist die stark getorfte Spezialität der Springbank-Destillerie (J & A Mitchell & Co) aus Campbeltown. Ein 21 Jahre gereifter Single Malt, zweifach destilliert und kräftig rauchig – limitiert und nur in kleinen Stückzahlen abgefüllt.


Herkunft

Springbank in Campbeltown auf der Kintyre-Halbinsel ist die älteste unabhängige, familiengeführte Destillerie Schottlands (gegründet 1828, J & A Mitchell & Co) und mälzt ihre Gerste vollständig selbst. Longrow ist die stark getorfte der drei Marken des Hauses, benannt nach einer verschwundenen Nachbar-Destillerie, deren Lagerhaus heute die Abfüllhalle beherbergt.

Destillation und Reifung

Für Longrow wird das Malz bis zu 48 Stunden über Torffeuer getrocknet (rund 50 ppm) und zweifach destilliert – deutlich rauchiger als der Springbank. Dieser 21 Jahre gereifte Limited Release reift in einer Kombination aus Bourbon- und Sherryfässern (Anteile je Jahrgang) und wird ohne Farbstoff abgefüllt.

Im Glas

Goldbernstein. In der Nase küstenwürziger Torfrauch mit geräuchertem Fisch, Trockenfrucht und süßen Sherrynoten. Am Gaumen ölig und vollmundig, mit kräftigem, gut eingebundenem Rauch, dunkler Frucht, Schokolade und maritimer Salzigkeit. Langer, rauchig-würziger Abgang.

Pur genießen

Pur aus dem Nosing-Glas, bei Bedarf mit wenigen Tropfen Wasser, das die Aromen öffnet. Ein seltener, lange gereifter Campbeltown-Malt für Torf-Liebhaber und besondere Momente – ideal als Digestif.

Klassisch solo: pur, mit etwas Wasser, als Digestif.


Herkunft: Campbeltown (Schottland); Destillerie Springbank
Art: Single Malt Whisky – Longrow (stark getorft), Limited Release
Reifung: 21 Jahre, Bourbon- und Sherryfässer

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Weine

Louis Boillot Beaujolais Moulin à Vent VV 2023

Rotwein · Moulin-à-Vent (Beaujolais) · Gamay

Gamay Moulin-à-Vent (Beaujolais-Cru) Vieilles Vignes · Reben 50–60 J. · 2,04 ha Sand über Granit 2023

Der Moulin-à-Vent Vieilles Vignes 2023 der Domaine Louis Boillot ist ein reinsortiger Gamay von 50 bis 60 Jahre alten Reben. Oft als „König des Beaujolais" bezeichnet, zeigt er Fülle und Reichhaltigkeit wie ein Burgunder der Côte d'Or – konzentriert, vielschichtig und mit beachtlichem Alterungspotenzial.


Moulin-à-Vent – „König des Beaujolais"

Moulin-à-Vent zählt zu den strukturiertesten und lagerfähigsten Crus des Beaujolais. Die Parzelle von Louis Boillot umfasst 2,04 Hektar mit 50 bis 60 Jahre alten Reben; der Boden – eine Mischung aus Sand auf Granit – trägt maßgeblich zum bemerkenswerten Alterungspotenzial bei.

Die Domaine Louis Boillot, mit Wurzeln in der Côte d'Or, überträgt ihre burgundische Handschrift auf diesen Moulin-à-Vent.

Jahrgang 2023 – Beaujolais

2023 brachte im Beaujolais einen gesunden, großzügigen Jahrgang mit reifen Trauben.

Für die Crus steht 2023 für reife Frucht bei guter Struktur und Frische – die Grundlage für die Konzentration und Vitalität dieses Moulin-à-Vent.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Gamay aus dem Jahrgang 2023, von 50 bis 60 Jahre alten Reben.

Der Wein reift im Holzfass, im burgundisch geprägten Stil des Guts – auf Struktur, Tiefe und Lagerfähigkeit ausgerichtet.

Im Glas

Zunächst intensive Noten von Kirschen und süßen Beerenfrüchten, begleitet von Rosenblättern und Gewürzen. Am Gaumen mittel- bis vollmundig, mit Konzentration und Vitalität; die vielschichtigen Aromen sind in eine elegante Struktur mit gut integrierten Tanninen und feiner Säure eingebettet.

Kirsche, süße Beeren und Rosenblätter über eleganter Struktur – konzentriert, vital und mit Tiefe.

Schon zugänglich, mit beachtlichem Alterungspotenzial über viele Jahre. Bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Schweinebraten, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Käse. Ein gehaltvoller, vielseitiger Gamay am Tisch.


Lage: Moulin-à-Vent (Beaujolais-Cru); Sand über Granit, Reben 50–60 Jahre, 2,04 ha
Klassifikation: Moulin-à-Vent AOC (Beaujolais Cru)
Ausbau: Gamay, alte Reben; Holzfassausbau

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