Klaus Arafat und seine Lamm Pinchos mit Vallejondo abgelöscht. Teil 1

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Rebsorten

Von Winning Sauvignon Blanc II

Weißwein · Pfalz · Sauvignon Blanc

100 % Sauvignon Blanc Pfalz, Mittelhaardt von Winning, Deidesheim Buntsandstein · Kalk · Lösslehm trocken 2025

Der von Winning Sauvignon Blanc II 2025 ist der Einstieg in die Sauvignon-Blanc-Reihe des Deidesheimer Guts: sortentypische Stachelbeere und Limette, grasige Nuancen und eine kernige Mineralität aus den Böden der Mittelhaardt. Ein trockener Weißwein, der Frucht und Frische in der Balance hält.


Mittelhaardt – Buntsandstein, Kalk und Lösslehm

Die Trauben stammen von Lagen der Mittelhaardt rund um Deidesheim, wo Buntsandstein, Kalk und Lösslehm aufeinandertreffen. Der Haardtrand schirmt die Weinberge nach Westen ab, die Sommer sind warm und trocken – Bedingungen, unter denen Sauvignon Blanc reift, ohne seine Säure zu verlieren. Der Sandstein liefert die kernige, mineralische Prägung, der Kalk die Frische, der Lösslehm die Wasserversorgung in trockenen Phasen.

Für Sauvignon Blanc ist dieses Zusammenspiel entscheidend. Die Sorte verliert in zu warmen Lagen schnell ihre grüne, frische Aromatik und kippt ins Tropische; zu kühl gepflanzt, bleibt sie grün und kantig. Die Mittelhaardt liegt dazwischen: genug Wärme für reife Frucht, genug kühle Nächte am Haardtrand für Säure und Duft.

Das Weingut von Winning wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Neben den Rieslingen ist das Haus für seine im Holzfass vinifizierten Sauvignon Blancs bekannt – in der Pfalz eine Seltenheit. Der Sauvignon Blanc II ist der Gutswein dieser Reihe.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Auf einen milden Winter folgte in der Pfalz ein trockenes Frühjahr, das den Austrieb verzögerte. Frostschäden blieben aus, der Krankheitsdruck war das ganze Jahr über niedrig. Der Sommer verlief heiß und trocken; die Trockenphase während der Zellteilung ließ die Beeren klein bleiben. Regen Mitte Juli brachte den Reben Wasser zurück, die Augusthitze beschleunigte die Reife so stark, dass die Sorten nahezu gleichzeitig reif wurden. Regenfälle ab Mitte September erforderten dann zügiges Lesen.

Die Lese begann Mitte August und war um den 23. September abgeschlossen – einer der frühesten Lese-Abschlüsse überhaupt. Die Erntemenge lag mit rund 1,85 Millionen Hektoliter etwa 17 % unter dem Vorjahr und deutlich unter dem Zehnjahresmittel; deutschlandweit ist 2025 der kleinste Jahrgang seit 2010. Die kleinen Beeren brachten hohe Mostgewichte bei ausgewogener Säure und gesundes Lesegut – ein Jahrgang mit Struktur, Konzentration und aromatischer Dichte.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Sauvignon Blanc aus dem Jahrgang 2025, trocken ausgebaut. Bei einem warmen Jahr mit kleinen Beeren liegt die Aufgabe im Keller darin, die sortentypische Frische zu erhalten statt die Konzentration weiter zu steigern.

Vinifiziert wird schonend und herkunftsbetont im Stil des Guts – ausgerichtet auf sortentypische Frucht, grasige Frische und mineralische Struktur statt auf aromatische Überzeichnung. Das unterscheidet den Wein von vielen Sauvignon Blancs, die auf maximale Stachelbeer- und Paprikanoten zielen.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase Stachelbeere und Limette, dazu ein Hauch Zitrusschale und Holunderblüte. Am Gaumen frisch und knackig, mit grasigen Nuancen, straffer Säure und kernig-mineralischem Nachhall; die kleinen Beeren des Jahrgangs zeigen sich in der aromatischen Dichte.

Ein heißes, kleines Jahr, aber Sandstein und Kalk am Haardtrand: Sauvignon Blanc mit Dichte, der trotzdem frisch bleibt.

Bei 9–11 °C servieren. Der Wein zeigt sich jung am präzisesten; die Konzentration des Jahrgangs 2025 trägt ihn zwei bis drei Jahre.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Ziegenkäse und Salaten, zu Spargel und Gemüsegerichten, zu Fisch und Meeresfrüchten sowie zu würziger asiatischer Küche. Besonders gut zu Gerichten mit frischen Kräutern und Zitrus, wo die grasige Seite der Sorte aufgegriffen wird.


Produzent Weingut von Winning, Deidesheim
Rebsorte 100 % Sauvignon Blanc
Lage Pfalz, Mittelhaardt · Buntsandstein, Kalk, Lösslehm
Klassifikation Gutswein · trocken
Jahrgang 2025
Ausbau schonende, herkunftsbetonte Vinifikation
Trinkempfehlung jetzt bis 2028

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Rebsorten

Josef Dockner Rosé Selektion J.D.

Roséwein · Kremstal, Niederösterreich · Zweigelt & Pinot Noir

Höbenbach · Göttweiger Berg Qualitätswein Niederösterreich Löss & Lehm mit Kalkanteil Stahltank trocken 10–12 °C

Der Josef Dockner Rosé Selektion J.D. ist ein duftiger, feinfruchtiger Rosé aus den Rotweinsorten Zweigelt und Pinot Noir. Der Winzerhof Dockner bewirtschaftet seine Weingärten in Höbenbach im Kremstal, am Fuß des Göttweiger Bergs zwischen Donau und Stift Göttweig. Der Wein bleibt hell in der Farbe, trocken im Ausbau und setzt auf Primärfrucht statt Holz.


Höbenbach am Göttweiger Berg

Die Rieden des Betriebs liegen im westlichen Kremstal, südlich der Donau, auf tiefgründigem Löss und Lehm mit Kalkanteil, stellenweise auf sandigem Löss und altem Donauschotter. Das Klima ist zweigeteilt: warme pannonische Luft aus dem Osten, kühle Fallwinde aus dem Waldviertel im Norden.

Diese Temperaturspreizung zwischen Tag und Nacht ist der Grund für den Stil des Weins – die Trauben behalten Säure, während die Aromatik reift. Genau darauf ist ein Rosé angewiesen, der aus früh gelesenen Rotweintrauben entsteht.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée verbindet Zweigelt und Pinot Noir. Zweigelt liefert Kirschfrucht und Struktur, Pinot Noir die feinere, kühlere Aromatik und die zurückhaltende Farbe.

Die Trauben werden früh gelesen und nach kurzer Maischestandzeit sanft abgepresst. Die Gärung und der Ausbau erfolgen ausschließlich im Stahltank, kühl geführt und ohne Holzeinsatz. Der Wein wird jung gefüllt, um Primärfrucht und Säure zu erhalten.

Im Glas

Helles Lachsrosa mit kupfrigem Schimmer. In der Nase klare Primärfrucht: Erdbeere, Sauerkirsche, dahinter etwas Himbeere und Zitruszeste. Am Gaumen schlank und elegant, die Frucht wird von einer salzig-mineralischen Ader getragen, die Säure bleibt frisch und trägt bis in den trockenen Abgang.

Ein Rosé, der die Kirschfrucht des Zweigelt mit der kühlen Zurückhaltung des Pinot Noir zusammenbringt – ohne dass eine der beiden Sorten dominiert.

Bei 10–12 °C servieren, nicht kälter – zu kalt verschließt sich die Frucht. Dekantieren ist nicht nötig. Der Wein trinkt sich in den ersten zwei bis drei Jahren am besten.

Am Tisch

Passt zu gegrilltem Fisch, Forelle, Vitello tonnato, Antipasti und mediterranen Vorspeisen. Auch zu hellem Geflügel wie Perlhuhn oder Putenpiccata, zu Pasta mit Tomate und Basilikum sowie zu jungem Ziegenkäse. Als Aperitif solo gut, ohne Zusatz.


Herkunft Höbenbach, Kremstal, Niederösterreich
Lage Weingärten am Göttweiger Berg
Klassifikation Qualitätswein Niederösterreich
Boden Löss und Lehm mit Kalkanteil
Ausbau Stahltank, ohne Holz
Geschmack trocken
Trinktemperatur 10–12 °C

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Länder/Regionen

Ghislaine Barthod Bourgogne Blanc Les Graviers 2023

Weißwein · Bourgogne · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne Blanc AOC Les Graviers · Gilly-lès-Cîteaux · 0,50 ha Holz & Amphore · >1 Jahr 2023

Der Bourgogne Blanc Les Graviers 2023 der Domaine Ghislaine Barthod zeigt, dass die für ihre Rotweine berühmte Winzerin auch einen vorzüglichen Weißwein keltert. Ein eleganter, tiefsinniger, mineralischer und komplexer Chardonnay – ausgebaut je zur Hälfte in gebrauchtem Eichenholz und in Terrakotta-Amphore.


Les Graviers – Chardonnay bei Chambolle

Der nur 0,50 Hektar große Weinberg Les Graviers liegt in Gilly-lès-Cîteaux bei Chambolle-Musigny in der Côte de Nuits und wurde Mitte der 2010er-Jahre mit Chardonnay bepflanzt. Die Rebanlage ist noch jung und muss sich durch den sehr steinigen Boden in tiefere Untergründe kämpfen – schon jetzt glänzt der Wein mit der Brillanz eines großen Weißweins.

Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern von Chambolle-Musigny; dieser Bourgogne Blanc ist eine kleine, feine Rarität des Guts.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – die Grundlage für die mineralische, vibrierende Art dieses Chardonnay.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, selektiv gelesen.

Der Ausbau dauert über ein Jahr, je zur Hälfte in gebrauchten 500-Liter-Eichenfässern und in Terrakotta-Amphoren; anschließend wird der Wein gefüllt. Das gibt cremige Textur und Tiefe, ohne die Mineralität zu überdecken.

Im Glas

Vielschichtiges Bukett nach unreifem Apfel- und Birnenobst, Brioche und gerösteten Mandeln. Am Gaumen cremige Textur, getragen von feiner Mineralität, die in ein sehr langes, vibrierendes Finish mit Biss und eleganter Säure mündet.

Apfel, Birne, Brioche und geröstete Mandeln über cremiger Textur – ein mineralischer Weißwein mit vibrierendem Finish.

Jung schon zugänglich, über mehrere Jahre gut lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, dazu Ziegenkäse – oder solo als Aperitif. Ein vielseitiger, eleganter Begleiter.


Lage: Les Graviers, Gilly-lès-Cîteaux (Côte de Nuits); sehr steiniger Boden, 0,50 ha
Klassifikation: Bourgogne Blanc AOC
Ausbau: Chardonnay; je zur Hälfte gebrauchtes 500-l-Eichenfass und Terrakotta-Amphore, über ein Jahr

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Weine

Billecart-Salmon Le Rosé Extra Brut MAGNUM

Die Billecart-Salmon Le Rosé Extra Brut Magnum ist der Rosé-Klassiker im Partyformat. Blass, fein und mit Walderdbeere in der Nase – nur eben in 1,5 Litern, die auf jedem Fest Eindruck machen.

Im Glas

Helles Rosé mit goldenen Reflexen, ausdauernde Perlage. Walderdbeere und Himbeere, dazu Zitrusschale und ein Hauch Blüten. Am Gaumen seidig, präzise und frisch, mit lebendiger Säure im Abgang. Das große Format lässt ihn langsamer reifen und hält ihn länger frisch.

Mach was draus

Sommerfest im Garten, Hochzeit, Geburtstag: Dazu Lachs vom Grill, Vitello tonnato oder eine große Schale Erdbeeren. Auch zu einer Antipasti-Platte macht er eine gute Figur. Leg die Flasche früh in den Eiskübel. Servier sie bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Eine Magnum Rosé auf dem Tisch hebt jede Stimmung. Ich serviere sie zum Aperitif und lasse sie dann einfach zum Lachs weiterlaufen.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Warum Rosé aus der Magnum? Er reift langsamer, bleibt länger frisch, und eine Flasche reicht für rund zwölf Gläser.

Passt er auch zum Dessert? Zu roten Früchten ja, etwa Erdbeertarte oder Panna cotta mit Himbeeren. Zu sehr süßen Desserts eher nicht.

ca. 45 % Chardonnay, 35 % Pinot Noir, 20 % Meunier · Rosé d’Assemblage · Ausbau im Edelstahl · ca. 36 Monate Hefelager · Extra Brut · Magnum 1,5 l · Billecart-Salmon, Mareuil-sur-Aÿ · Stand: Oktober 2026

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Italien

Zabu Il Passo Nerello Mascalese

Rotwein · Terre Siciliane IGT · Cuvée

Nerello Mascalese & Nero d'Avola Terre Siciliane IGT Sizilien Appassimento Fantini by Farnese halbtrocken

Zabù Il Passo Nerello Mascalese ist eine konzentrierte, halbtrockene Rotwein-Cuvée der Fantini Group aus Sizilien. Aus Nerello Mascalese und Nero d'Avola, bereitet aus angetrockneten Trauben: rubinrot, mit dunkler Beerenfrucht in der Nase, am Gaumen vollmundig und warm, mit süßen Kirschen, Pflaumen und feiner Restsüße.


Sizilien – zwei Inselsorten, zwei Temperamente

Sizilien ist die größte Insel im Mittelmeer und eines der ältesten Weinbaugebiete Italiens. Das Klima ist mediterran: lange, heiße und trockene Sommer, milde Winter, viel Sonne. Die Herkunftsbezeichnung Terre Siciliane IGT umfasst die gesamte Insel und erlaubt es, Trauben aus verschiedenen Teilen zusammenzuführen.

Die beiden Rebsorten stehen für die zwei Gesichter des sizilianischen Rotweins. Nerello Mascalese ist die Sorte der Hänge rund um den Ätna: hell in der Farbe, mit roter Frucht, lebhafter Säure und feinem, festem Tannin – oft mit Pinot Noir oder Nebbiolo verglichen. Nero d'Avola kommt aus dem heißen Süden der Insel und bringt das Gegenteil: tiefe Farbe, dunkle Pflaumenfrucht, Fülle und weiche Gerbstoffe. In der Cuvée gibt der eine die Struktur, der andere den Körper.

Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese, eine der großen Erzeugergruppen Süditaliens mit Wurzeln in den Abruzzen; Zabù ist das sizilianische Weingut der Gruppe.

Angetrocknete Trauben – was „Il Passo" bedeutet

Cuvée aus Nerello Mascalese und Nero d'Avola. Der Name „Il Passo" verweist auf das Appassimento: Die Trauben werden vor dem Pressen angetrocknet und verlieren dabei einen Teil ihres Wassers. Zucker, Säure, Farbstoffe und Aromen konzentrieren sich, die Beeren werden rosinenartig.

Aus diesem Most entsteht ein Wein mit mehr Körper, mehr Glycerin und einer weicheren, fast samtigen Textur als aus frischen Trauben. Die Gärung wird nicht ganz zu Ende geführt, eine feine Restsüße bleibt im Wein – daher die Einstufung als halbtrocken und der warme, vollmundige Charakter.

Im Glas

Rubinrot. In der Nase fruchtige, dunkle Beeren, dazu getrocknete Pflaume und ein Hauch Rosine aus dem Antrocknen. Am Gaumen vollmundig, warm und recht kräftig, mit süßen Kirschen und Pflaumen. Mittelschwer und rund, die feine Restsüße wird von der Säure des Nerello Mascalese getragen; der Abgang ist weich.

Angetrocknete Trauben für Fülle und Süße, Nerello Mascalese für die Säure, die sie trägt.

Bei 16–18 °C servieren, nicht wärmer – die Restsüße tritt sonst zu deutlich hervor. Jung zu trinken.

Am Tisch

Ein kraftvoller, konzentrierter Rotwein zu herzhafter Küche; die feine Restsüße passt besonders zu Würzigem. Klassische Begleitung: Schmorgerichte, würziges Lamm, reifer Käse und dunkle Schokolade. Ebenso zu Barbecue, Chili con Carne, Caponata und gereiftem Pecorino.


Produzent Zabù, Fantini by Farnese
Rebsorte Nerello Mascalese und Nero d'Avola
Lage Sizilien, Italien
Klassifikation Terre Siciliane IGT · halbtrocken
Vinifikation Appassimento, Antrocknen der Trauben vor dem Pressen · Restsüße
Trinkempfehlung jung trinken

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Weine

Odinstal Riesling Buntsandstein 2021 BIO

Weißwein · Pfalz · Riesling

Riesling Pfalz · Wachenheim Monopollage Odinstal (bis 350 m) Buntsandstein Reben 1978 & 1983 ~20 hl/ha Biodynamie / Demeter (DE-ÖKO-022) 2021

Der Odinstal Riesling Buntsandstein 2021 ist ein konzentrierter, mineralischer Bio-Riesling aus der höchsten Lage der Mittelhaardt. Von extrem kargem Boden mit sehr geringen Erträgen – mit reifen Zitrusfrüchten und einer feinen, animierenden Bitterkeit, die das Glas immer wieder zum Munde wandern lässt.


Odinstal – höchstes Weingut der Mittelhaardt

Das Weingut Odinstal thront auf rund 350 Metern hoch über Wachenheim, in der gutseigenen Monopollage Wachenheimer Odinstal – der höchsten Einzellage der Mittelhaardt. Seit 1998 in Händen der Familie Hensel, wird hier seit 2006 konsequent biodynamisch (Demeter) gearbeitet; Kellermeister Andreas Schumann zählt zu den ausgewiesenen Biodynamie-Experten Deutschlands. Die kühle Höhe lässt die Trauben „auf kleiner Flamme" ausreifen – das ergibt filigrane, subtile, langlebige Weine.

Die bodenspezifischen Rieslinge vom Basalt, Buntsandstein und Muschelkalk werden im Keller gleich behandelt und unterscheiden sich allein durch ihr Terroir. In diesen Buntsandstein-Riesling fließen zwei südausgerichtete Parzellen: die jüngere 1983, die ältere und größere 1978 gepflanzt. Der extrem karge Boden mit geringer Wasserkapazität führt zu sehr niedrigen Erträgen (um 20 hl/ha) und großer Konzentration.

Jahrgang 2021 – Pfalz

2021 gilt in der Pfalz als klassischer, kühler Riesling-Jahrgang mit lebendiger Säure, großer Präzision und klarer Mineralität. In der hochgelegenen Monopollage Odinstal ergibt das einen besonders spannungsreichen, vertikalen Wein, der die karge Buntsandstein-Herkunft mustergültig spiegelt.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, trocken; Pfälzer Landwein, Wein aus biologischem Anbau (DE-ÖKO-022).

Im puristischen, naturnahen Stil des Hauses: Handlese, Spontangärung, langes Hefelager und minimaler Schwefeleinsatz – ohne moderne Kellertechnik, ohne Gärführung oder Temperaturkontrolle. Biodynamische Bewirtschaftung (Demeter).

Im Glas

Reife Zitrusfrüchte und eine leichte, animierende Bitterkeit lassen das Glas immer wieder zum Munde wandern. Getragen von der kargen Buntsandstein-Herkunft zeigt der Wein Konzentration und Tiefe bei kühler, präziser Frische – mineralisch, vertikal und langanhaltend.

Reife Zitrusfrüchte und eine feine Bitterkeit lassen das Glas immer wieder zum Munde wandern.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit Kellerreife; profitiert von Luft und einem größeren Glas. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zur würzig-asiatischen Küche sowie zu reiferem Hartkäse.


Lage: Pfalz, Wachenheim, Monopollage Wachenheimer Odinstal (bis 350 m, höchste Einzellage der Mittelhaardt); Buntsandstein; zwei Südparzellen (1978/1983), ~20 hl/ha
Klassifikation: Pfälzer Landwein, Riesling (trocken); Wein aus biologischem Anbau (DE-ÖKO-022)
Ausbau: Riesling; Handlese, Spontangärung, langes Hefelager, minimaler Schwefel; biodynamisch (Demeter)

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Schaumweine

Pertois-Lebrun Champagne L´extravertie Grand Cru Extra Brut

Die Pertois-Lebrun L’Extravertie Extra Brut ist die Visitenkarte des Hauses: Chardonnay aus sieben Dörfern zwischen Chouilly und Oger. Gepresst wird nur der beste, erste Saft, teils im Eichenfass ausgebaut, ungeschönt und ungefiltert. Ein Blanc de Blancs, der sofort Freude macht.

Im Glas

Heller Goldton, feine Perlen. Zuerst frisches Gebäck, danach grüner Apfel, Grapefruit und Kreide. Im Mund saftig und cremig zugleich, die zitronige Säure gibt Zug. Eine kalkige Mineralität trägt bis ins weiche, präzise Finale.

Mach was draus

Austern, Garnelen, ein Tatar vom Wolfsbarsch, hauchdünn geschnittener Rohschinken oder ein junger Mimolette. Er ist der ideale Champagner für den Aperitif mit Freunden und für den Anfang eines Menüs. Auch zum Brunch am Sonntag eine schöne Wahl. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„L’Extravertie mache ich auf, wenn ich zeigen will, wie gut Chardonnay von der Kreide sein kann. Er überzeugt jeden.“

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Kurz gefragt

Woher kommen die Trauben? Aus fünf Grand-Cru-Dörfern – Oger, Cramant, Le Mesnil, Oiry, Chouilly – und den Premiers Crus Villeneuve und Cuis.

Wie ist er aufgebaut? Die aktuelle Füllung basiert auf 2021, ergänzt um rund 14 % Reserve aus 2020. In der Flasche bleibt er danach gut zweieinhalb Jahre mit der Hefe in Kontakt.

100 % Chardonnay · 5 Grand Crus, 2 Premiers Crus der Côte des Blancs · Erstpressung (Cuvée) · kühl vergoren, voller biologischer Säureabbau · 10 Monate Feinhefe in Stahl und Eichenfass · ungeschönt, unfiltriert · Basis 2021, ca. 14 % Reserve 2020 · 2,5 Jahre und mehr Hefelager · Extra Brut, 3,5 g/l Restzucker · Champagne Pertois-Lebrun, Cramant · Stand: Oktober 2026

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Schaumweine

Champagne Chartogne-Taillet Hors-Série 2020

Der Chartogne-Taillet Hors-Série 2020 Extra Brut ist der Wein außer der Reihe: Zum ersten Mal verlässt Alexandre Chartogne sein Dorf Merfy. Der Chardonnay kommt komplett aus Avize, dem Grand Cru der Côte des Blancs, in dem er bei Anselme Selosse gelernt hat.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Zitrus, Brioche, Pfirsich, Apfel und ein wenig Kräuter, dazu Haselnuss vom Fass. Im Mund kraftvoll und gebaut, mit Steinobst, Zitrus und viel Kreide. Die Säure ist präsent, aber ausgewogen, das Finale salzig und frisch.

Mach was draus

Jakobsmuscheln in brauner Butter, Bresse-Huhn mit Rahmsoße, Kalbsbries oder ein alter Comté. Auch Austern und Steinbutt passen. Ein Champagner für ein festliches Essen, bei dem du Gästen eine Geschichte erzählen willst: ein Grand Cru, gelesen von einem Winzer aus Merfy. Servier ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Nicht in die Flöte. Nach einer Viertelstunde im großen Glas kommen Nuss und Gebäck dazu, dann wird er richtig spannend.“

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Kurz gefragt

Woher kommen die Trauben? Aus sieben Parzellen in Avize – manche unten im flachen Teil, andere weiter oben am kühleren Hang. Die Kreide dort bringt Säure und Salz.

Wie lange kann ich ihn lagern? Er ist trinkreif und hält bis etwa 2035.

Chardonnay pur · sieben Parzellen im Grand Cru Avize · Spontangärung im Holz (Fassgrößen 228 bis 600 l) · biologischer Säureabbau · 4–5 Jahre Hefelager · Jahrgang 2020 · Extra Brut · Champagne Chartogne-Taillet, Merfy · Stand: Oktober 2026

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