Picknick

>Gastkommentar von: Bruno Freiherr von der Leber-Weg

Es gibt Menschen, denen muss man den Sinn eines Picknicks erst erklären. Dass es doch mal was anderes ist, dass man draußen in der Natur sitzt und isst und an der frischen Luft genießt und…HALT! Wen man erst zu überreden versucht, der ist für ein Picknick nicht geeignet. Sonst hätte er längst schon mal eines gemacht. Vielleicht hat er es aber probiert, dabei alle Anfängerfehler gemacht und es von da an bleiben gelassen.

Eigentlich gibt es nämlich nur Picknickfans und Picknickfeinde, dazwischen ist nichts. Innerhalb der Fanfraktion aber existieren viele unterschiedliche Ausprägungen: Dem Spartaner reicht wenig, der Profi schleppt zentnerweise Equipment ins Grüne, und der Verwöhnte lässt kommen. Doch zu den beiden letzten später mehr.

Dem Spartaner reichen eine Bank oder Decke, dazu ein Baguette, ein Stück guter Käse, etwas Salami und eine Flasche Wein. Je nach Qualität dieser Zutaten kann das das beste Picknick des Lebens werden, weil es so schön einfach ist und eher die jeweilige Stimmung, Ortswahl und die Zusammenstellung der Anwesenden entscheidet. Und vielleicht werden sogar jene Menschen, die bisher nur erfolglose und frustrierende Picknick-Erlebnisse hatten, durch diese Methode an die fantastische Form des Freiluft-Essens herangeführt. Denn die Vorbereitungen für das Sparta-Picknick sind ebenso zeitunintensiv wie einfach. Man kauft sich ein frisches Baguette beim Bäcker, zwei Käse (einen harten, etwa einen mittelalten Greyerzer oder Gouda), eine luftgetrocknete Salami, die nicht zu alt und hart sein sollte, weil man dann die Pelle niemals abkriegt, ein paar Weintrauben und eine vernünftige Flasche Wein. Je nach Vorliebe und Außentemperatur kann das ein gekühlter Weißer sein, Rosé oder Champagner (die gelgefüllte Kühlmanschette im Eisfach kühlen und dann über die vorgekühlte Flasche schieben) oder ein Rotwein. Dazu noch zwei Gläser, ein scharfes Messer, zwei normale Messer, ein Korkenzieher und ein, zwei kleine Holzbrettchen, Servietten, eine Flasche stilles Wasser, eine Decke und eine Mülltüte. Fertig. Wer empfindlich gegen alles Mögliche ist, nimmt noch Mückenschutzmittel und Heuschnupfentabletten mit.

Der Profi wird angesichts dieser Liste nur den Kopf schütteln und fragen: Und was ist, wenn die Wiese uneben ist? Oder keine Bank da? Und wovon soll man satt werden? Wie soll ich mir denn Brote schmieren? Und überhaupt: Wo ist der Grill, der Nudelsalat, die Kühltasche…? Mit seinen Fragen, die in seinen Augen und denen aller anderen Picknick-Profis dieser Welt natürlich völlig berechtigt sind, hat er schon einige Anforderungen beschrieben, die ein Profi-Picknick zu erfüllen hat: Man ist auf ALLES vorbereitet und zugleich noch auf alles, was schief gehen kann. Doch diese Sicherheit ist, wie alles im Leben, eine totale Illusion. In Wahrheit geht bei solchen Pedanten natürlich alles schief. Wer sich das nicht vorstellen kann, sollte sich mal wieder ein paar Loriot-Sketche ansehen….

Die Decke, die der Profi mitnimmt, ist nicht bloß irgendein Woll- oder Synthetik-Teil, sondern unten wasserabweisend, denn wenn Profis picknicken, sind die Wiesen in aller Regel nass. Der Profi nimmt selbstverständlich einen richtigen Picknickkoffer mit, in dem Gläser, Teller, Besteck, Korkenzieher, Schneidebretter festgeschnallt auf ihren Einsatz warten. Der Sparsame nimmt die Billigversion, bei der alles aus Plastik ist, der Fortgeschrittene eine mittelteure Variante, bei der nicht aus Plastik ist, und der Angeber eine, mit der man auch in Glyndebourne mitmachen könnte und sich neben britischen Mittel- und Hochadel nicht zu schämen bräuchte. Gemein haben diese Koffer: Sie sind schwer, und einer muss sie tragen. Deswegen fährt der Profi mit seinem Auto bis zwei Meter neben die Stelle, an der er picknickt. Er, beziehungsweise in den meisten Fällen seine Frau, die meist Hausfrau ist und deswegen viel Zeit hat, verbrachte die letzten drei Tage mit Vorbereitungen: Einkaufslisten schreiben, Einkaufen fahren, Einkaufen, zu Hause Salate schnibbeln, Kartoffeln und Nudeln kochen, Grillfleisch marinieren, Saucen machen, Kräuterbutter, was zum Nachtisch, mindestens drei alkoholische und fünf nichtalkoholische Getränke bereitstellen, und schon ist Kombi oder Van randvoll. Womit der Profi allerdings wieder nicht gerechnet hat, sind die Ameisen, deren Nest er beim Heranfahren an die Picknickstelle empfindlich beschädigt hat und die nun auf ihrer Suche nach einer neuen Bleibe entdecken, wie lecker das alles ist, was die Frau des Profis zubereitet hat. Hätte er doch nur Ameisenfallen mitgenommen! Und jetzt kommen auch noch Fliegen, die sich weder durch das selbstredend mitgeführte Paralspray noch die Fliegenklatsche nachhaltig vertreiben lassen. Gegen Mücken und Schnaken hat er vorgesorgt, der Profi, aber die Fliegen, die hat er vergessen. Und das Wetter. Dabei ist das DER Anfängerfehler. Die meisten Deutschen setzen sich erst dann nach draußen zum essen, wenn es abends um 18 Uhr noch mindestens 25 Grad sind. Das ist an drei Abenden in Deutschland – pro Sommer – der Fall ist. An einem dieser drei Abende findet auch das Profi-Picknick statt, und wegen der großen Hitze an dem Tag bildet sich abends ein Wärmegewitter mit Platzregen und Sturmböen. Daher beschließt der Profi, im nächsten Jahr auch bei ETWAS niedrigeren Temperaturen zu picknicken, weil dann das Gewitterrisiko weniger groß ist, was er bis dahin wieder vergessen haben wird.

Einen kann das alles nicht im Geringsten stören: den Verwöhnten. Denn der bleibt weitgehend passiv und überlässt Vor-, Zu- und Nachbereitung denen, die es wirklich können. Zum Beispiel dem Hotel „Brandenburger Hof“ in Berlin. Das Hotel organisiert Edel-Picknicks und Ausflüge mit Verkostungen vor Ort. Das kann ein brandenburgischer Schlosspark (Schloss Klessen) sein, eine Dreimaster auf der Ostsee vor Rügen oder der Wörlitzer Forst. Es gibt Vorträge zu Gartenkunst und Genuss, man übernachtet stilvoll und isst das feine Essen von Bobby Bräuer, dem Chefkoch des Hotel-Restaurants „Die Quadriga“ in Berlin, dem der Michelin einen Stern gibt. Das ist natürlich nicht ganz billig, unter 1500 Euro läuft pro Person nichts, aber dafür gibt es ja auch eine Menge – inklusive Kochkurs und dem Gefühl, an einer ziemlich exklusiven Sache dabei gewesen zu sein. Wenn was schief gehen sollte, ist man wenigstens nicht selbst schuld, und man muss sich um nichts kümmern. Der einzige, wenn auch hochtheoretische Wermutstropfen: Man weiß vorher nicht, was für Leute da sonst noch so dabei sind; es kann entweder sehr nett oder total nervig werden, weil meistens ja doch ein paar neunmalkluge Dauerschwätzer, Berufsnörgeler, Witzeerzähler und andere Sprücheklopfer vertreten sind. Diese Gefahr besteht bei einer weiteren Variante für den verwöhnten Picknicker nicht. Denn er kann es auch ganz alleine machen, wenn er oder sie das will. Dazu reicht eine Buchung im Schlosshotel Lerbach in Bergisch Gladbach. Das Schloss sieht aus wie aus dem Märchen, liegt, wie es sich gehört, in einem Park mit vielen alten Bäumen, einem Schlossteich mit Schlossteichenten und Schlossteichschwänen darauf. Ringsherum sind Wiesen und genug Platz zum Picknicken. Man ruft einfach zwei Stunden vorher an und bestellt einen Picknickkorb. Das Hotelpersonal bepackt ihn mit Decke, Ciabattas, Shrimpscocktail, Gemüsesticks, einer kleinen Flasche Wein und Knabbereien, man macht es sich dann im Park bequem und bezahlt dafür schlappe 45 Euro pro Korb. Wenn es regnet, und das tut es im Bergischen Land oft, steht ein kleiner offener Pavillon zur Verfügung, darin serviert ein persönlicher Butler ein Menü unter Fackellicht (180 Euro), und wer es nostalgisch liebt, bekommt ein stilechtes „Picknick der Jahrhundertwende“ serviert mit weißen Tischdecken und Blumen (160 Euro). Und wer abends noch Hunger hat, isst bei Küchenchef Nils Henkel im Restaurant Dieter Müller beste Drei-Sterne-Küche. Garantiert ganz ohne Ameisen…

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Länder/Regionen

Jeff Carrel Vieille Mule blanc

Wein · Weißwein · Roussillon · Frankreich

Jeff Carrel Vieille Mule Blanc ist eine ausdrucksstarke Weißwein-Cuvée aus dem Roussillon, die die Aromen Südfrankreichs einfängt. Reife Honigmelone, Papaya und Kräuter der Provence wechseln sich harmonisch ab – würzig, feurig und vollmundig am Gaumen.


Roussillon / Südfrankreich

Das Roussillon im äußersten Süden Frankreichs, nahe den Pyrenäen, ist für kraftvolle, aromatische Weiße aus mediterranen Sorten bekannt. Die Reben für diesen Wein wachsen auf lehmhaltigen Kalkböden. Vinifiziert vom renommierten Önologen Jeff Carrel.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 50 % Macabeo, 30 % Grenache Blanc und 20 % Muscat. Macabeo bringt Frische und Struktur, Grenache Blanc Fülle und Schmelz, Muscat die blumig-würzige Aromatik. Der Ausbau bewahrt die ausdrucksstarke, fruchtbetonte Stilistik. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Strohgelb. In der Nase reife Honigmelone, Papaya und Kräuter der Provence, dazu eine blumig-würzige Muskatnote. Am Gaumen würzig und vollmundig, mit reifer Frucht, mediterraner Würze und langem, feurigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als ausdrucksstarker Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: mediterraner Küche, gegrilltem Fisch, Geflügel, würzigen Gemüsegerichten und asiatischer Küche.


Lage: Roussillon (Frankreich); Jeff Carrel

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

USA

Sine Qua Non 11 Confessions Grenache 2019

Rotwein · Sta. Rita Hills · Grenache

Grenache-Cuvée Eleven Confessions Sta. Rita Hills (USA) 2019 16,00 % vol

Der Sine Qua Non Eleven Confessions Grenache 2019 ist ein kalifornischer Kult-Grenache von Manfred und Elaine Krankl aus der estate-eigenen Einzellage Eleven Confessions in den Sta. Rita Hills – tief, breit und samtig, ein vollreifer Grenache, der laut Krankl selbst Skeptiker zur Sorte bekehrt.


Eleven Confessions – Sta. Rita Hills

Die Einzellage Eleven Confessions liegt in den Sta. Rita Hills im Santa Barbara County – eine kühle, vom Pazifik geprägte Appellation, die für ausdrucksstarke, präzise Rhône-Sorten bekannt ist. Sine Qua Non keltert seine Weine im eigenen Keller in Ventura aus estate-eigenen Weinbergen.

Manfred und Elaine Krankl gründeten das Weingut 1994 und zählen heute zu den meistgesuchten Erzeugern Kaliforniens – kompromisslose Handarbeit, winzige Mengen, kaum Schönung oder Filtration. Jeder Jahrgang ist ein eigenständiger Wein mit eigenem Namen und eigenem Etikett.

Jahrgang 2019 – Sta. Rita Hills

2019 gilt an der kalifornischen Central Coast als ausgewogener Jahrgang mit guter Frische.

In den kühl gelegenen Sta. Rita Hills ein idealer Rahmen für vollreifen, tief konzentrierten und zugleich balancierten Grenache.

Cuvée und Ausbau

Eine Grenache-dominierte Cuvée: 89,4 % Grenache, 5,5 % Syrah, 4,1 % Petite Sirah und 1,0 % weißer Muskat (Gelber Muskateller).

Rund 35 % der Trauben wurden mit Ganztrauben, also mit den Stielen vergoren, der Rest entrappt. Voll ausgereifte Stiele machen den Wein laut Krankl weicher, breiter und geschmeidiger und verleihen ihm eine herzhafte Qualität. Ausgebaut zu 50,3 % in neuen französischen Eichenfässern, überwiegend in größeren Gebinden statt klassischer Barriques.

Im Glas

Eine großartige Farbe, wie sie der beste Pinot Noir zeigen sollte. Tiefe, breite und reiche Nase mit etwas Rosmarin über einer Art exotischem Obst-Cobbler, dazu nasse Steine. Am Gaumen samtig bis seidig, mundfüllend breit und üppig. Über drei Tage offen verkostet öffnete sich der Wein zunehmend und gewann an Üppigkeit – ein Hinweis auf große Langlebigkeit und Lohn fürs Dekantieren. (Verkostungsnotiz: Manfred und Elaine Krankl.)

Wenn Grenache bisher nicht Ihr Ding war, wird dieser Ihre Einstellung ändern.

Am Tisch

Zu Lammkeule, geschmortem Short Rib, gegrilltem Rind, Wild oder herzhaften mediterranen Gerichten. Ein intensiver Begleiter für kräftige, würzige Küche.


Lage: Eleven Confessions Vineyard, Sta. Rita Hills, Santa Barbara County, Kalifornien (USA)
Klassifikation: Sta. Rita Hills AVA, Grenache (trocken)
Ausbau: Grenache-Cuvée; ±35 % Ganztrauben-Vergärung; 50,3 % neue französische Eiche (überwiegend Großgebinde); 16,00 % vol

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Südafrika

Klein Constantia Vin de Constance 1998

Wein · Süßwein · Constantia · Südafrika

Klein Constantia Vin de Constance 1998 ist einer der legendärsten Süßweine der Welt – aus dem historischen Weingut Constantia bei Kapstadt. Reinsortig aus Muscat de Frontignan, dessen Trauben am Rebstock rosiniert werden. Ein gereifter Jahrgang von 1998.


Constantia / Südafrika

Das Weingut Klein Constantia liegt am Hang des Constantiabergs bei Kapstadt (Constantia, Südafrika) und reicht bis 1685 zurück. Der Vin de Constance setzt die berühmte Tradition des „Constantia"-Süßweins fort, der einst an den europäischen Höfen begehrt war und in der Weltliteratur (Austen, Dickens, Baudelaire) verewigt wurde. Die Muscat-Reben wachsen auf verwittertem Granit.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Muscat de Frontignan (Muscat Blanc à Petits Grains). Die Trauben bleiben zur natürlichen Konzentration am Rebstock und werden teils rosiniert von Hand gelesen – ohne Botrytis. Im kühlen Jahrgang 1998 wurden sie bis Ende März selektioniert; der süße, konzentrierte Most vergor temperaturkontrolliert im Edelstahl und reifte anschließend 18 Monate in französischer Eiche. Erst rund fünf Jahre nach der Ernte gefüllt.

Im Glas

Tiefes Gelb-Gold mit deutlicher Viskosität. In der Nase intensiv und komplex, mit getrockneter Aprikose, Mandarine und Muscat. Am Gaumen üppig, konzentriert und süß, getragen von feiner Säure – mit sehr langem, aromatischem Abgang. Ein gereifter Jahrgang mit zusätzlicher Tiefe.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C in kleinen Gläsern servieren – als Dessertwein oder solo als Schlusspunkt eines Menüs.

Passt zu: Foie gras, gereiftem Blauschimmelkäse, Desserts mit Aprikose oder Mandel und Tarte Tatin – oder solo.


Lage: Constantia, Kapstadt (Südafrika)
Klassifikation: Natural Sweet Wine (Süßwein), Jahrgang 1998 – 100 % Muscat de Frontignan
Ausbau: Trauben am Rebstock rosiniert (ohne Botrytis), 18 Monate französische Eiche

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Metzger Blanc de Noir -B-

Weißwein · Blanc de Noir · Pfalz · Deutschland

Metzger Blanc de Noir -B- ist ein Weißwein aus roten Trauben aus der Pfalz. Die schonende Pressung der ganzen Trauben ermöglicht es, einen hellen Wein aus roten Trauben zu gewinnen. Er duftet leicht nach Erdbeeren und Spargel mit einer pfeffrigen Note.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Aus roten Trauben entsteht hier durch schonende Pressung ein heller, fruchtbetonter Blanc de Noir.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein wird aus roten Trauben gewonnen: Eine schonende Pressung der ganzen Trauben verhindert die Farbabgabe der Schalen, sodass ein heller Wein entsteht. Der Ausbau bewahrt die feine, fruchtbetonte Aromatik.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase leicht nach Erdbeeren und Spargel, mit einer pfeffrigen Note. Am Gaumen frisch und fruchtbetont, mit klarer Struktur. Der Abgang ist saftig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Spargel, Fisch, Geflügel, Salate und leichte Gerichte.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Weißwein (Blanc de Noir)
Ausbau: aus roten Trauben, schonende Ganztraubenpressung

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Whisky

Ardbeg Ardcore

Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Single Malt Scotch Islay ohne Altersangabe ca. 25 % Black Malt Ex-Bourbon-Fässer non chill-filtered  Sonderabfüllung Ardbeg Day

Der Ardbeg Ardcore ist eine limitierte Sonderabfüllung der Islay-Destillerie Ardbeg, veröffentlicht zum Ardbeg Day im Juni 2022 unter dem Motto Punkrock. Der Name verkürzt „hardcore" und verweist auf die Besonderheit der Abfüllung: Erstmals verwendete Ardbeg stark geröstetes Black Malt – rund ein Viertel der Maische –, was dem Whisky dunkle Röstnoten verleiht. Gereift ist er vorwiegend in ehemaligen Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche und non chill-filtered abgefüllt. 


Islay

Islay ist die südlichste Insel der Inneren Hebriden vor der Westküste Schottlands und steht für rauchige, torfgeprägte Single Malts. Die Destillerie Ardbeg liegt seit über 200 Jahren an der Südküste der Insel und zählt zu den am stärksten getorften Brennereien Schottlands. Atlantische Lage, Torf und Meeresluft prägen den maritim-rauchigen Charakter ihrer Whiskys.

Assemblage und Ausbau

Das Besondere am Ardcore ist die Maische: Neben getorftem Malz kommt zu rund 25 % Black Malt zum Einsatz – Gerste, die bis an die Grenze der Verkohlung geröstet wird. Das nimmt den klassischen Ardbeg-Rauch etwas zurück und stellt dunkle Röstaromen in den Vordergrund. Gereift wurde der Whisky vorwiegend in First-Fill-Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche, ohne Altersangabe. Entwickelt hat ihn Dr. Bill Lumsden.

Im Glas

Helles Gold im Glas. In der Nase Holzkohlerauch, geröstetes Malz, dunkle Schokolade und Espresso, dazu Anis, geräucherte Zitrone und eine maritime Torfnote. Am Gaumen kräftig und würzig: verkohltes Malz, Kakao, Lakritz und Melassetoffee über einem Fundament aus Rauch und schwarzem Pfeffer. Der Nachhall ist trocken, rauchig und von Röstbitterkeit geprägt.

Am Tisch

Pur bei Zimmertemperatur genießen; ein paar Tropfen Wasser holen die Süße hervor. Passt zu kräftigen, gegrillten Speisen wie Smoked Brisket, Spareribs, gegrilltem Lamm, reifem Blauschimmelkäse und dunkler Schokolade. Ein intensiver Begleiter für Liebhaber rauchiger Malts.



Lage: Islay, Schottland
Klassifikation: Single Malt Scotch Whisky (ohne Altersangabe, limitiert, Ardbeg Day 2022)
Ausbau: vorwiegend First-Fill-Bourbon-Fässer aus amerikanischer Eiche

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2018

Rotwein · Syrah · Walla Walla Valley · USA

Cayuse En Chamberlin Syrah ist ein Kult-Syrah aus dem Walla Walla Valley im pazifischen Nordwesten der USA. Das von Christophe Baron gegründete Weingut Cayuse arbeitet biodynamisch auf den von Flusskieseln durchsetzten Böden des Rocks District. Die Einzellage En Chamberlin liefert einen mittelkräftigen bis kräftigen, eleganten Syrah. Im Glas dunkle Frucht, Würze und große Balance.


Walla Walla Valley

Cayuse liegt im Walla Walla Valley, genauer im „Rocks District of Milton-Freewater" – einem Gebiet mit auffälligen, runden Basaltkieseln im Boden, die den Syrahs ihren unverwechselbaren, würzig-erdigen Charakter geben. Christophe Baron, ursprünglich aus der Champagne, bewirtschaftet die Lagen biodynamisch. En Chamberlin ist eine seiner Einzellagen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein ist ein Syrah aus der Einzellage En Chamberlin. Nach der Gärung reift er im Holzfass, überwiegend in gebrauchten Fässern, die die Frucht und den unverwechselbaren „Rocks"-Charakter unterstreichen, ohne ihn zu überdecken.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase rauchige Erde, Tabak und kalter Kamin, mit Luft dazu wilde, gamey Noten, blutig-blaue Frucht, Eisen und pfeffriges Fleisch. Am Gaumen reich, mittelkräftig bis kräftig und konzentriert, mit feinen Tanninen, ohne harte Kanten. Der Abgang ist lang und elegant.

Am Tisch

Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über zwei Jahrzehnte; eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: gegrilltes und geschmortes Fleisch, Lamm, Wild und Pilzgerichte.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA)
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Syrah
Ausbau: Holzfass, überwiegend gebraucht; biodynamischer Weinbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Länder/Regionen

Domaine Sylvain Cathiard Nuits Saint Georges Aux Thorey 1er Cru 2023

Rotwein · Nuits-St-Georges 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Nuits-St-Georges 1er Cru Côte de Nuits 2023 Aux Thorey · 0,43 ha

Der Nuits-St-Georges 1er Cru Aux Thorey 2023 der Domaine Sylvain Cathiard et Fils ist ein eleganter, betont parfümierter Pinot Noir von alten Reben aus einer kühlen Höhenlage am Vosne-Ende von Nuits – seit jeher einer der Favoriten im Keller des Guts.


Aux Thorey – kühle Höhenlage am Vosne-Ende von Nuits

Aux Thorey liegt im nördlichen Teil von Nuits-St-Georges, nahe der Vosne-Grenze an der Mündung der Combe – eine südost-exponierte Lage, deren Ausrichtung mit dem berühmten Clos St-Jacques in Gevrey verglichen wird. Die höhere, kühlere und mineralischere Position gibt dem Wein ein markantes Parfüm und eine Eleganz, die man mit Nuits sonst seltener verbindet.

Cathiards Parzelle umfasst 0,43 Hektar mit Reben aus dem Jahr 1953. Die Familie bewirtschaftete sie lange en métayage für Moillard und kaufte den Weinberg 2006.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

2023 brachte im Burgund eine gesunde und großzügige Ernte. Ein warmer Sommer wurde durch Septemberregen ausbalanciert, sodass die Trauben reif, aber nicht überreif gelesen wurden.

Sébastien Cathiard begann am 13. September zu lesen; die Weine kamen natürlich auf 12–13 % Alkohol. Ein Jahr für saftige, balancierte und frische Pinots mit feinem Tannin.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Vollständig entrappt nach sorgfältiger Selektion, anschließend Spontangärung mit langer Maischestandzeit. Der Ausbau dauert 15–18 Monate im Fass, beim 1er Cru mit 50 % neuem Holz und 50 % einjährigem Holz. Abgefüllt wird ungeschönt und unfiltriert; biologische Bewirtschaftung (nicht zertifiziert).

Im Glas

Helleres Karmesinrot. In der Nase reife Frucht, am Gaumen deutlich mehr Gewicht als bei den Village-Weinen, mit Tiefe an dunkler Erdbeere und Himbeere. Eine ausreichende Säure und gut gezähmte Tannine geben Struktur, ein markantes Parfüm und feine Eleganz prägen den Stil; guter, klarer Abgang.

Markantes Parfüm und feine Eleganz – Tiefe und Struktur aus einer kühlen Höhenlage.

Braucht etwas Zeit; Trinkfenster etwa 2030–2036. Bei 16 °C servieren.

Am Tisch

Reh, Ente, Wildgeflügel oder Gerichte mit Pilzen und dunklen Saucen. Ein eleganter Begleiter für die festliche Küche.


Lage: Nuits-St-Georges „Aux Thorey" (Côte de Nuits); südost-exponierte Höhenlage am Vosne-Ende, 0,43 ha, Reben von 1953
Klassifikation: Nuits-St-Georges 1er Cru
Ausbau: Pinot Noir; 100 % entrappt, Spontangärung, 15–18 Monate Fass, 50 % neues Holz (+ 50 % einjährig), ungeschönt und unfiltriert · biologisch (nicht zertifiziert)

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spirituosen

Cassissée Creme de Cassis de Dijon

Spirituose · Likör · Burgund · Frankreich

L'Héritier-Guyot Cassissée ist ein original französischer schwarzer Johannisbeerlikör. Frische schwarze Johannisbeeren der Sorte Noir de Bourgogne prägen den natürlich-fruchtigen Geschmack dieser Crème de Cassis de Dijon.


Herkunft / Dijon

L'Héritier-Guyot ist ein traditionsreiches Haus aus Dijon im Burgund und einer der Spezialisten für Crème de Cassis. „Crème de Cassis de Dijon" ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung, die für höchste Qualität und einen besonders hohen Fruchtanteil steht.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus frischen schwarzen Johannisbeeren der Burgunder Spitzensorte Noir de Bourgogne, die für ihr intensives Aroma bekannt ist. Die Beeren werden mazeriert, um ihren natürlich-fruchtigen Geschmack und die tiefdunkle Farbe zu gewinnen.

Im Glas

Tiefes Dunkelviolett. In der Nase intensive, frische schwarze Johannisbeere. Am Gaumen vollmundig und fruchtig, mit der typischen Süße und Säurefrische der Cassisbeere und einem lang anhaltenden Beerenaroma.

Pur und im Drink

Klassisch im Kir (mit Weißwein) oder Kir Royal (mit Champagner oder Crémant) – oder über Desserts.

Ideal: für Kir und Kir Royal, in Cocktails, über Eis und Desserts oder zum Verfeinern.


Herkunft: Dijon, Burgund (Frankreich); L'Héritier-Guyot
Art: Crème de Cassis de Dijon (schwarzer Johannisbeerlikör), geschützte Herkunftsbezeichnung
Zutaten: schwarze Johannisbeeren der Sorte Noir de Bourgogne

Mehr erfahren ...