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25. Oktober 2008

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Spanien

La Mula de la Quietud 2020

Rotwein · DO Toro · Tinta de Toro

100 % Tinta de Toro Einzellage La Mula DO Toro · Zamora Reben über 80 Jahre kalkreicher Boden französisches Eichenfass

Quinta de la Quietud La Mula ist die erste Einzellage des Weinguts, die separat gelesen und vinifiziert wird. Der Name geht auf den Parzellenbesitzer zurück, der jedes Jahr mit seinem Esel – „la Mula" – zur Lese erscheint. Tinta de Toro von über 80 Jahre alten Reben auf kalkreichem Boden, ausgebaut im französischen Eichenfass: ein Toro mit ungewöhnlich mineralischer Ader und langer Zukunftsperspektive.


La Mula – Kalk in einer Sandregion

Die DO Toro liegt in der Provinz Zamora auf einer Hochebene am Duero, zwischen rund 620 und 750 Metern. Das Klima ist extrem kontinental: heiße, sehr trockene Sommer, kalte Winter, kaum Niederschlag. Die Höhe sorgt für kühle Nächte, und die großen Tag-Nacht-Unterschiede halten die Säure, die ein Wein dieser Dichte braucht.

Der Untergrund der Region besteht überwiegend aus sandig-tonigem Lehm, oft mit Quarzitsteinen an der Oberfläche. La Mula fällt aus diesem Rahmen: Die Parzelle hat einen deutlich höheren Kalkanteil. Kalk hält die Wurzelzone kühler, bremst den Wuchs und liefert Weine mit strafferer Säure und einer salzig-steinigen Kontur – genau die mineralische Note, durch die diese Lage im Betrieb schon immer auffiel, lange bevor sie separat abgefüllt wurde.

Dazu kommt das Rebalter. Stöcke mit über 80 Jahren tragen wenig, wurzeln tief und reagieren weniger empfindlich auf Trockenstress – in einer Region mit 350 bis 400 Millimetern Jahresniederschlag der entscheidende Faktor. Der hohe Sandanteil Toros ist zugleich der Grund, warum die Reblaus hier nie richtig Fuß fasste: Alte, wurzelechte Anlagen sind in der Region keine Seltenheit. Tinta de Toro, der lokale Tempranillo-Klon, bringt kleinere und dickschaligere Beeren als anderswo – daher Farbtiefe und Gerbstoffdichte.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Tinta de Toro von den alten Reben der Parzelle. Der entscheidende Schritt liegt vor dem Keller: Die Lage wird erstmals getrennt gelesen und getrennt vinifiziert, statt in die Cuvées des Guts einzufließen. Nur so lässt sich zeigen, was der Kalkboden dieser Parzelle vom Rest der Region unterscheidet.

Ausgebaut wird in französischen Eichenfässern – nicht in amerikanischer Eiche, die in Toro traditionell verbreitet ist und mit Vanille und Kokos deutlich stärker ins Aroma eingreift. Französisches Holz liefert feinkörnigere Gerbstoffe und tritt zurück, was bei einem Wein, dessen Argument die Mineralität ist, die konsequente Wahl ist.

Im Glas

Tiefes, dichtes Rot von hoher Viskosität – das Glycerin läuft langsam an den Glaswänden herab. Die Nase braucht Zeit und öffnet sich erst nach Stunden: dunkle Beerenfrucht, Lakritz, Gewürze und ein steiniger, kühler Ton, der in Toro selten ist.

Am Gaumen breit und mundfüllend, mit hintergründiger Kraft statt vordergründiger Wucht, festen, reifen Gerbstoffen und einer mineralischen Achse, die den Wein trägt. Ein ursprünglich und ehrlich gebauter Toro mit großer Reifeperspektive.

Kalk statt Sand, achtzig Jahre alte Reben, französisches statt amerikanisches Holz – drei Abweichungen vom Toro-Standard in einer Flasche.

Bei 16–18 °C servieren. Eine lange Belüftung im Dekanter ist ausdrücklich zu empfehlen – dieser Wein braucht Stunden, nicht Minuten. Trinkreif, aber über viele Jahre haltbar.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Wild und kräftige Schmorgerichte. In der Region steht dazu Lechazo, das Milchlamm aus dem Holzofen; ebenso passen Oxtail, geschmorte Rippe und gereifter Manchego. Zu leichten Gerichten ist der Wein zu dicht.


Produzent Quinta de la Quietud, DO Toro
Rebsorte 100 % Tinta de Toro
Lage Einzellage La Mula, Toro (Zamora, Kastilien-León) · kalkreicher Boden
Klassifikation DO Toro · Einzellage · trocken
Vinifikation getrennte Lese und getrennte Vinifikation der Parzelle
Ausbau französisches Eichenfass
Rebenalter über 80 Jahre
Trinkempfehlung jetzt und über viele Jahre

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Weine

Domaine Guffens-Heynen Saint-Véran Premier Jus 2022

Weißwein · Saint-Véran · Chardonnay

Chardonnay Saint-Véran AOC Mâconnais 2022 Nur erste Pressung

Der Saint-Véran Premiers Jus 2022 der Domaine Guffens-Heynen ist ein kräftiger, exotischer Chardonnay aus ausschließlich erster Pressung – geradlinig, kreidig und salzig. Nach Aussage von Jean-Marie Guffens erinnert er an den großen 2015er.


Saint-Véran aus drei Davayé-Parzellen

Jean-Marie Guffens und Maine Heynen stehen seit den 1980ern für Chardonnays, die das Mâconnais auf das Niveau der großen weißen Burgunder gehoben haben. Seit 2008 bewirtschaften sie knapp einen Hektar in der Appellation Saint-Véran, verteilt auf drei Parzellen in Davayé.

Le Clos de Poncetys liegt auf Kalkstein mit dünner Humusauflage in südöstlicher Lage, Les Combes auf tiefem, lehmigem Boden nach Norden, Les Carettes auf steinigem Lehm-Kalk nach Nordosten. Diese Bandbreite verleiht dem Wein zugleich Frische, Mineralität und Tiefe.

Jahrgang 2022 – Mâconnais

2022 entkam das Gut nur knapp den Frösten und erlebte danach lange Hitze und Trockenheit. Ein Saftstau bremste den Zuckeranstieg und erhielt die Säure; das warme Vorlese-Wetter brachte zudem ein leichtes Antrocknen (Passerillage) und damit zusätzliche Konzentration.

Der Saint-Véran Premiers Jus fällt entsprechend kräftiger und exotischer aus – ein Wein, der den Erzeuger an den Jahrgang 2015 erinnert.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, aus den drei Saint-Véran-Parzellen.

Verwendet wird ausschließlich die erste, pH-niedrige Pressung (Premier Jus), schonend auf der modifizierten Coquard-Presse gewonnen. Der Ausbau erfolgte im Fass (rund 25 % neues Holz); im Februar wurde der Wein unfiltriert gefüllt.

Im Glas

Ein feines, leicht reduktives Bouquet mit viel Kalkstein, weißem Pfirsich, grüner Birne, Orangeat, Zitronenschale, Mandelpaste und weißen Blüten. Am Gaumen fleischig und texturreich im Antrunk, dann straff und elektrisch – geradlinig, kreidig ausgekleidet, mit langem, salzigem Finale.

Ein Laserstrahl von Saint-Véran: geradlinig, kreidig und salzig – kräftiger und exotischer als üblich.

Schon jetzt zugänglich, über viele Jahre lagerfähig (etwa 2025–2036). Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Edelfisch, Krustentiere, Geflügel in heller Sauce, Kalb oder reifer Hartkäse. Ein präziser, salziger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Saint-Véran, drei Parzellen in Davayé (Mâconnais); Kalk, Lehm und steiniger Lehm-Kalk
Klassifikation: Saint-Véran AOC
Ausbau: Chardonnay; erste Pressung, ~25 % neues Holz, unfiltriert · Organische Bewirtschaftung (nicht zertifiziert)

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Frankreich

Comte de Vogüé Musigny VV Grand Cru 2020

Rotwein · Musigny Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Musigny · Grand Cru Vieilles Vignes Chambolle-Musigny 2020

Der Musigny Vieilles Vignes Grand Cru 2020 der Domaine Comte Georges de Vogüé gilt als Inbegriff des roten Musigny. De Vogüé ist mit 7,14 Hektar der größte Eigentümer dieser Lage; die Cuvée Vieilles Vignes vereint intensive rote Frucht, florale Noten und Würze mit großer Finesse.


Musigny – einer der größten Grand Crus des Burgunds

Musigny liegt an einem ost-südöstlich ausgerichteten Hang (8–14 % Neigung) auf 260 bis 300 Metern in Chambolle-Musigny. Im Südosten grenzt der Clos de Vougeot, südlich liegen Échezeaux und Grands-Échezeaux. Die Lage umfasst 10,70 Hektar in drei Klimaten – Les Musigny, Les Petits-Musigny und La Combe d'Orveau – mit rund 15 Eigentümern.

Der Boden vereint Oolith aus dem Bathonium im oberen und Comblanchien-Kalkstein im tieferen Teil; die zahlreichen Kalksteine speichern Wärme. Geschützt zwischen den Tälern Combe de Chambolle und Combe d'Orveau, bietet die reine Ostlage ein kühles, aber sonniges Mikroklima. Grand Cru seit 1936; die Familie de Vogüé bewirtschaftet den größten Teil in der 19. Generation und hält den ältesten Weinbergbesitz der Côte d'Or.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 war im Burgund ein warmer, trockener Jahrgang mit kleinen Erträgen. Die Reben lieferten konzentrierte, reife Trauben, die dennoch Frische bewahrten.

Für die roten Burgunder steht 2020 für Tiefe und Dichte bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker, lagerfähiger Jahrgang, der die Finesse des Musigny mit Substanz unterlegt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, aus den ältesten Reben des Guts (Cuvée Vieilles Vignes).

Der Wein reift im Holzfass, ganz im traditionellen Stil des Hauses – auf einen klaren Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Musigny gilt als der parfümierteste der großen Grand Crus: intensive rote Frucht, florale Noten und feine Würze. Am Gaumen seidig und zugleich strukturiert, mit feinem Tannin und großer Länge.

Rote Frucht, Blüten und Würze über seidigem, feinem Tannin – der Inbegriff des roten Musigny.

In der Jugend bereits faszinierend, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Federwild und Geflügel, Reh, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den ganz großen Anlass.


Lage: Musigny, Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); Oolith/Comblanchien-Kalk, ESE-Hang 260–300 m
Klassifikation: Musigny Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Länder/Regionen

Dietrich C. & Co.

Rotwein · Pfalz · Cuvée

Cabernet Dorsa · Merlot · Pinot Noir Pfalz Großkarlbach trocken

Dietrich C. & Co. ist eine trockene Rotwein-Cuvée aus Cabernet Dorsa, Merlot und Pinot Noir vom Weinhof Dietrich in Großkarlbach, Pfalz. Drei Sorten mit klar verteilten Rollen: Farbe und Würze, reife Frucht, Feinheit. Dichter Farbmantel, schwarze Johannisbeere, Veilchen und Pflaume, am Gaumen vollfruchtig und dabei elegant.


Großkarlbach – am Haardtrand der Nordpfalz

Der Weinhof Dietrich liegt in der historischen Weinbaugemeinde Großkarlbach im Norden der Pfalz, mit Blick auf den Haardtrand. Die 25 Hektar Rebfläche verteilen sich auf Lagen in Großkarlbach, Laumersheim, Weisenheim am Sand und Kirchheim. Der Haardtrand schirmt das Gebiet nach Westen gegen Wind und Regen ab. Mit über 1.800 Sonnenstunden im Jahr gedeihen hier Zypressen, Mandelbäume und Feigen – ein Klima, in dem auch spät reifende Rotweinsorten wie Merlot sicher ausreifen.

Die Familie baut seit rund 400 Jahren Wein an. Heute führen die Brüder Arnd und Gerrit Dietrich das Gut, ein Jurist und ein Weinbauingenieur, der Erfahrung in Südafrika und Kalifornien gesammelt hat. Rotwein hat im Haus Tradition: Die Merlot-Anlagen der Dietrichs zählen zu den ältesten Deutschlands.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Dorsa, Merlot und Pinot Noir. Cabernet Dorsa ist eine Weinsberger Neuzüchtung aus Blaufränkisch und Dornfelder (Kreuzung 1971, zugelassen 2003). Sie bringt tiefe Farbe, Struktur und dunkle Würze, reift auch in deutschen Lagen zuverlässig und erreicht höhere Mostgewichte als Dornfelder oder Spätburgunder. Merlot aus den alten Anlagen des Guts liefert Schmelz und reife Pflaumenfrucht, Pinot Noir gibt der Cuvée Feinheit und Zug.

Der Ausbau stellt die Frucht in den Vordergrund. Der Wein ist trocken ausgebaut.

Im Glas

Dichtes, tiefes Rot. In der Nase schwarze Johannisbeere, Veilchen, reife Pflaume und dunkle Würze. Am Gaumen vollfruchtig, mit feinen Tanninen und saftiger Struktur, im Abgang mit Schmelz und guter Länge.

Cabernet Dorsa für Farbe und Würze, Merlot für Schmelz, Pinot Noir für Feinheit: Pfälzer Rotwein mit klarer Arbeitsteilung.

Jung zugänglich. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Gegrilltes und geschmortes Fleisch, Lamm, Wild, Pasta mit kräftigen Saucen und mittelreifer Käse.


Produzent Weinhof Dietrich, Großkarlbach
Rebsorte Cabernet Dorsa, Merlot, Pinot Noir
Lage Großkarlbach, Laumersheim, Weisenheim am Sand, Kirchheim · Pfalz · Haardtrand
Klassifikation Pfalz · trocken
Ausbau fruchtbetont

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Frankreich

Joblot Givry 1er Cru En Veau blanc 2023

Weißwein · Givry Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Givry · 1er Cru En Veau (Vaux) Côte Chalonnaise nahe Cellier aux Moines 2023

Der Givry En Veau 1er Cru Blanc 2023 der Domaine Joblot ist ein Chardonnay aus einer Premier-Cru-Lage der Côte Chalonnaise. Mineralisch, fein und frisch – aus der Hand einer der führenden Adressen von Givry.


En Veau (Vaux) – Premier Cru in Givry

Vaux (auch „En Veau") ist eine von 38 Premier-Cru-Bezeichnungen in Givry in der Côte Chalonnaise; die Lage bringt sowohl Rotweine aus Pinot Noir als auch Weißweine aus Chardonnay hervor. Der Weinberg liegt nordöstlich der Stadt Givry in Richtung der Gemeindegrenze zu Mellecey und unmittelbar westlich des Premier Cru Cellier aux Moines – auf vielen Weinbergkarten taucht er gar nicht auf.

Die Domaine Joblot zählt zu den führenden Erzeugern von Givry und gilt als Maßstab der Appellation.

Jahrgang 2023 – Côte Chalonnaise

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – die Grundlage für die mineralische Frische dieses Givry.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – der maßvolle Holzeinsatz gibt Struktur und cremige Textur, ohne die mineralische Frische zu überdecken.

Im Glas

Zitrus, weiße Blüten und helle Obstfrucht über feiner Mineralität. Am Gaumen mit cremiger Textur, klarer Säure und einem langen, frischen Abgang.

Zitrus und weiße Blüten über feiner Mineralität, getragen von cremiger Textur – ein frischer, eleganter Givry blanc.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, dazu milder Weichkäse – oder solo als Aperitif. Ein vielseitiger Begleiter.


Lage: En Veau / Vaux (1er Cru), Givry (Côte Chalonnaise); nordöstlich von Givry, westlich des Cellier aux Moines
Klassifikation: Givry Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau

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Weine

Wittmann Westhofen Aulerde Riesling Großes Gewächs 2023 BIO

Weißwein · Rheinhessen · Riesling

Riesling Rheinhessen Westhofen Aulerde VDP.Grosses Gewächs Bio (Demeter) Tonmergel · Tonsand 2023

Das Wittmann Westhofen Aulerde Riesling Großes Gewächs 2023 stammt aus der wärmsten Lage des Guts – ein voller, aromatisch ausladender Bio-Riesling mit reifer gelber Frucht, feiner Würze und kalksteingeprägter Mineralität.


Aulerde – die wärmste Lage Westhofens

Das Weingut Wittmann in Westhofen zählt zu den führenden Adressen Rheinhessens und arbeitet seit Langem konsequent biodynamisch (Demeter). Dass dieser nach Süden ausgerichtete, leicht zum Dorf hin abfallende Hang eine besonders begnadete Weinlage ist, haben schon die Vorfahren erkannt: Bereits 1380 wurde die Aulerde zum ersten Mal namentlich erwähnt. Es ist die wärmste Lage des Guts mit früher Traubenreife.

Im rund vier Hektar großen Kernstück der Lage, geschützt zu Füßen des Kirchspiels, dominiert im Oberboden schwerer Tonmergel mit kleinen Kalksteinen; der Untergrund ist von gelbem und kiesigem Tonsand geprägt. Genau diese Kombination verleiht dem Aulerde-Riesling seine unverwechselbare, vollere und exotisch-breite Aromatik bei zugleich klarer Mineralität.

Jahrgang 2023 – Rheinhessen

2023 brachte in Rheinhessen aromatische, reife Rieslinge mit guter Substanz und präziser Säure. In der warmen, früh reifenden Aulerde entsteht so ein besonders vollmundiger, fruchtintensiver Wein, dessen exotische Aromatik von einer feinen, kalksteingeprägten Mineralität und lebendiger Säure in Balance gehalten wird.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2023, trocken, VDP.Grosses Gewächs.

Strenge Handselektion vollreifer Trauben von alten Reben, Ganztraubenpressung, Spontangärung mit eigenen Hefen und behutsamer Ausbau im traditionellen großen Holzfass auf der Vollhefe. Biodynamisch (Demeter), DE-ÖKO-022.

Im Glas

Eine ausladende, facettenreiche Nase von reifen Zitrusfrüchten (Orange, Mandarine, Grapefruit), Aprikose, Pfirsich und einem Hauch Ananas und Mango, dazu florale und kräuterwürzige Anklänge sowie etwas Feuerstein. Am Gaumen voll und dicht gewirkt, mit zartcremigem Schmelz und einer tiefen, kalksteingeprägten Mineralität, die auf eine geschliffene, rassige Säure trifft – Fülle und Eleganz in vollendeter Harmonie.

Ein voller Riesling mit exotisch-breiter Aromatik – Rasse und Eleganz in vollendeter Harmonie.

Schon in der Jugend zugänglich, mit großem Reifepotenzial; unbedingt dekantieren und nicht zu kalt genießen. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu kräftigerem Hartkäse.


Lage: Rheinhessen, Westhofen Aulerde (Deutschland); Südhang, ~10 % Steigung, wärmste Wittmann-Lage; Oberboden schwerer Tonmergel mit Kalkstein, Untergrund gelber/kiesiger Tonsand; VDP.Grosse Lage; erstmals 1380 erwähnt
Klassifikation: Rheinhessen, Riesling VDP.Grosses Gewächs (trocken)
Ausbau: Riesling; Handselektion alter Reben, Ganztraubenpressung, Spontangärung, Ausbau im großen Holzfass auf der Vollhefe; biodynamisch (Demeter), DE-ÖKO-022

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Whisky

Glen Scotia 25 Jahre

Whisky · Single Malt · Campbeltown · Schottland

Glen Scotia 25 Jahre ist ein Single Malt Scotch Whisky aus Campbeltown in Schottland. 25 Jahre in Eichenfässern gereift, zeigt er den maritimen Campbeltown-Stil mit fruchtig-süßem Charakter. Abgefüllt ohne Farbzusatz und ohne Kühlfiltration.


Herkunft

Die Glen Scotia Distillery wurde 1832 in Campbeltown gegründet und ist eine von nur noch drei Brennereien dieser einst blühenden Whisky-Region an der schottischen Westküste. Die Küstenlage prägt den unverkennbar maritimen Stil der Brennerei.

Destillation und Reifung

Der Single Malt reift zunächst über viele Jahre in Refill-Bourbonfässern für eine sanfte Reifung und wird vor der Abfüllung in First-Fill-Bourbonfässern vermählt. So entsteht über 25 Jahre ein vielschichtiger Whisky. Abgefüllt mit, ohne Farbzusatz und ohne Kühlfiltration.

Im Glas

Goldgelb. In der Nase Vanille und Eiche, dazu Meeresbrise und würzige Frucht. Am Gaumen vollmundig und fruchtig-süß: roter Apfel, Orangenschale, Vanille und Karamell, getragen von einer salzigen Küstennote. Langer Abgang mit Meersalz und einer Spur Ingwer.

Pur genießen

Ein gereifter Single Malt zum puren Genuss – bei Zimmertemperatur, pur oder mit wenigen Tropfen Wasser, das die Aromen öffnet. Kein Whisky zum Mixen, sondern für besondere Momente.

Klassisch solo: als Digestif, zu dunkler Schokolade oder als Geschenk.


Herkunft: Campbeltown, Schottland
Art: Single Malt Scotch Whisky (25 Jahre)
Reifung: Refill- und First-Fill-Bourbonfässer

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Schaumweine

Dietrich Sekt Pinot Noir Rosé brut

Für den Dietrich Sekt Pinot Noir Rosé brut setzt der Weinhof Dietrich in Großkarlbach ganz auf Spätburgunder. Die zweite Gärung findet nach der Méthode traditionnelle in der Flasche statt. Das Ergebnis: feine Perlen, frische Frucht und ein trockener Stil.

Im Glas

Die Farbe: ein helles Lachsrosa, dazu feine, elegante Bläschen. Rote Beeren und eine Spur Veilchen steigen in die Nase. Im Mund frisch und fruchtig, gleichzeitig herb, mit klarer roter Frucht und cremigem Mousseux. Ein trockenes, lebendiges Finale, das schön sauber ausklingt und den nächsten Schluck vorbereitet. Fruchtig genug für Einsteiger, trocken genug für Kenner.

Mach was draus

Ein Sekt für festliche Momente: zum Anstoßen, zum Aperitif oder zum ersten Gang. Dazu Lachs, Garnelen, Fingerfood, helles Fleisch oder ein Dessert mit Erdbeeren und Himbeeren. Ideale Trinktemperatur: 6 bis 8 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Ein Rosé-Sekt mit schöner Frucht und trockenem Ende. Passt zu fast jedem Fest.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was ist der Unterschied zu einem Perlwein? Sekt aus Flaschengärung hat mehr Druck und eine feinere, länger anhaltende Perlage als Perlwein.

Was heißt brut? Brut steht für trocken: Der Sekt hat nur wenig Restzucker.

Pinot Noir (Spätburgunder) · Pfalz, Großkarlbach · Rosé · traditionelle Flaschengärung · brut · Weinhof Dietrich, Großkarlbach · Stand: Oktober 2026

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