Alona Berri – San Sebastian – Spanien

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Rebsorten

Oliver Zeter Sauvignon Blanc 2024

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Oliver Zeter Sauvignon Blanc ist ein facettenreicher Sauvignon aus der Pfalz. Typische Aromen von Johannisbeere, Zitrusfrüchten und Holunderblüte; leicht, saftig und mit einer schönen Mineralität versehen.


Pfalz

Oliver Zeter gilt als einer der Sauvignon-Spezialisten der Pfalz. Die Trauben stammen aus mehreren Weinbergen in der Südpfalz und an der Mittelhaardt, bepflanzt mit verschiedenen Klonen. Die breite Verteilung über unterschiedliche Lagen und Böden sorgt für eine große aromatische Vielfalt.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Sauvignon Blanc. Ein Teil der Trauben wird relativ grün gelesen, der Hauptteil reif, ein Teil vollreif – für ein breites Aromenspektrum. Schonende Pressung unter Luftabschluss in der pneumatischen Presse mit konsequentem Oxidationsschutz. Vergoren wird in Edelstahltanks, großen Holzfässern (teils spontan) und zum Teil im Barrique; vor der Füllung werden die Einzelgebinde wieder zu einem einheitlichen Blend vereint. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase typische Sauvignon-Aromen von Johannisbeere, Zitrusfrüchten und Holunderblüte. Am Gaumen leicht und saftig, mit feiner Mineralität, guter Struktur und einem langen, finessenreichen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Spargel, Fisch, Meeresfrüchten, Ziegenkäse und Salaten.


Lage: Pfalz – Südpfalz und Mittelhaardt (Deutschland); Oliver Zeter
Klassifikation: Pfalz – 100 % Sauvignon Blanc, trocken
Ausbau: Edelstahltank, großes Holzfass (teils spontan) und zum Teil Barrique; vereint als Blend

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Spanien

Jade Gross Piano, piano 2024

Rotwein · Rioja · Tempranillo

Tempranillo DOCa Rioja Laliende · San Vicente de la Sonsierra alte Buschreben (~40 J.) Jade Gross 12 Monate franz. Eiche nur 2.330 Flaschen 2024

Der Jade Gross Piano, piano 2024 ist der erste Wein, den Jade zu Beginn ihres Projekts erzeugte – „piano, piano", italienisch für „langsam, langsam". Der Jahrgang 2024 markiert bereits die sechste Cuvée aus dieser Parzelle: ein kräftiger Roter, der nie speckig wirkt, mit schönem Entwicklungsspiel und großem Lagerpotenzial.


Piano, piano – langsam gewachsene Handarbeit

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ein zentraler Gedanke des Projekts ist die enge Zusammenarbeit mit lokalen Traubenlieferanten: Dieser Wein ist das Ergebnis einer langfristigen Kooperation, in der durch gemeinsames Lernen, Experimentieren und verbesserte Weinbergsarbeit Schritt für Schritt ein authentischer Ausdruck des jeweiligen Ortes entsteht.

Die Trauben stammen aus einem einzigen, gemischt bepflanzten Weinberg in Laliende bei San Vicente de la Sonsierra. Die rund 40 Jahre alten Buschreben wachsen auf alluvialen Böden in etwa 450 Metern Höhe. Da der Weinberg nicht durch umliegende Berge geschützt ist, prägen Sommerhitze und steinige Böden das Mikroklima. Dadurch verläuft die Vegetationsperiode relativ kurz, weshalb diese Parzelle in der Regel zu den ersten gehört, die gelesen werden.

Jahrgang 2024 – Rioja

Die Trauben wurden am 19. September 2024 von Hand gelesen – früh, wie für diese sonnenexponierte Parzelle typisch. Der Jahrgang zeigt einen kräftigen, zugleich frischen Roten mit südländischen Gewürznoten und einem schönen Säurebogen, der für Druck und Länge am Gaumen sorgt.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Rund 30 % der Trauben wurden als ganze Trauben vergoren, bevor die Gärung in offenen Gärbehältern stattfand. Anschließend reifte der Wein 12 Monate in französischen Eichenfässern, überwiegend in 500-Liter-Fässern. Handwerklich, mit autochthonen Hefen. Gesamtproduktion: 2.330 Flaschen.

Im Glas

Saftige rote und dunkle Frucht, dazu südländische Gewürznoten, während ein schöner Säurebogen für Druck und Länge am Gaumen sorgt. Ein kräftiger Roter, der dennoch nie speckig wirkt, mit einem schönen Entwicklungsspiel im Glas und großem Lagerpotenzial.

Ein kräftiger Roter, der dennoch nie speckig wirkt – mit schönem Entwicklungsspiel und großem Lagerpotenzial.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit deutlichem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Lamm und Ibérico-Schwein, zu kräftigen Eintöpfen sowie zu gereiftem Manchego.


Lage: DOCa Rioja, Laliende bei San Vicente de la Sonsierra (Spanien); einzelner gemischt bepflanzter Weinberg, ~40 J. alte Buschreben, alluviale Böden, ~450 m
Klassifikation: DOCa Rioja, Tempranillo (trocken); nur 2.330 Flaschen
Ausbau: ~30 % Ganztrauben, Gärung in offenen Behältern; 12 Monate französische Eiche (überwiegend 500 l); handwerklich, autochthone Hefen

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Länder/Regionen

Domaine Sylvain Cathiard Hautes Cotes de Nuits Aux Chaumes 2023

Rotwein · Bourgogne Hautes Côtes de Nuits · Pinot Noir

Pinot Noir Hautes Côtes de Nuits AOC Côte de Nuits 2023 Aux Chaumes

Der Bourgogne Hautes Côtes de Nuits Aux Chaumes 2023 der Domaine Sylvain Cathiard et Fils ist ein präziser, saftiger Pinot Noir aus einer Einzellage auf dem Kalksteinplateau über Nuits-St-Georges – reine, energiegeladene Frucht mit der unverwechselbaren Cathiard-Handschrift.


Aux Chaumes – Kalksteinplateau über Nuits-St-Georges

Aux Chaumes liegt auf einem Plateau oberhalb der großen Premiers Crus von Nuits-St-Georges, von Les Pruliers bis Les Saint Georges. Der Boden ist überwiegend Kalkstein mit etwas Ton; stilistisch steht die Lage zwischen der gourmandhaften Pièce Dame Marie und der mineralisch-linearen Dames Huguette – breiter und geschmeidiger.

Die in Vosne-Romanée beheimatete Domaine erwarb ab 2019 mehrere Hektar in den Hautes Côtes; 2023 ist der fünfte Jahrgang dieser Cuvée unter Sébastien Cathiard.

Jahrgang 2023 – Hautes Côtes de Nuits

2023 brachte im Burgund eine gesunde und großzügige Ernte. Ein warmer Sommer wurde durch Septemberregen ausbalanciert, sodass die Trauben reif, aber nicht überreif gelesen wurden.

Die kühlere Höhenlage spielt gerade in warmen Jahrgängen ihren Vorteil aus: kühle Reife und nahtlose Trinkigkeit bei erhaltener Frische.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Vollständig entrappt nach sorgfältiger Selektion, rund zehn Tage Kaltmazeration, anschließend Spontangärung über 10–30 Tage. Der Ausbau dauert 15–18 Monate im Fass, mit bewusst reduziertem Anteil neuen Holzes (Regional-Niveau etwa 20–25 %). Abgefüllt wird ungeschönt und unfiltriert; Bewirtschaftung ohne Herbizide (nicht zertifiziert).

Im Glas

Ein subtiles, florales Bouquet mit Präzision und reiner, energiegeladener roter Frucht – Himbeere und Johannisbeere, eine Spur dunkler als beim regulären Hautes-Côtes. Am Gaumen mundfüllend und geschmeidig, mit reifen, griffigen Tanninen und einem salzig-mineralischen, saftigen Abgang.

Reine, energiegeladene Frucht auf salzig-mineralischem Grund – Hautes Côtes mit Cathiard-Präzision.

Bereits jung zugänglich; Trinkfenster etwa 2026–2032. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel, Federwild, Pilzgerichte oder mittelkräftiger Käse. Ein eleganter, saftiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Bourgogne Hautes Côtes de Nuits „Aux Chaumes"; Kalksteinplateau über Nuits-St-Georges, überwiegend Kalkstein mit etwas Ton
Klassifikation: Régionale (Bourgogne Hautes Côtes de Nuits AOC)
Ausbau: Pinot Noir; 100 % entrappt, ~10 Tage Kaltmazeration, 15–18 Monate Fass, ca. 20–25 % neues Holz, ungeschönt und unfiltriert · ohne Herbizide (nicht zertifiziert)

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Schaumweine

Dom Pérignon Champagner brut 2013

Der Dom Pérignon Vintage 2013 stammt aus einem besonderen Jahr: Die Lese begann erst Ende September und lief bis in den Oktober. Kellermeister Vincent Chaperon nannte ihn ruhig und doch kraftvoll – vielleicht einen der letzten so späten Jahrgänge. Die Assemblage: 51 % Pinot Noir und 49 % Chardonnay.

Im Glas

Helles Gold, feine, ausdauernde Perlen. Im Duft Blüten und Mineralität, weißer Pfeffer und Gardenie, mit der Zeit ein Hauch Torf. Im Mund voll und vielschichtig, mit Anis, getrocknetem Ingwer, Birne und Mango. Das Finale ist lang, geschmeidig und reif.

Mach was draus

Zum feierlichen Auftakt oder durch das ganze Menü: Austern, Meeresfrüchte, edler Fisch, Geflügel oder Kalb. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C in einem großen Glas. Er hat Reserven bis weit in die 2030er-Jahre.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Der 2013er ist ein Dom Pérignon der leisen Töne. Genau das macht ihn so spannend.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was war besonders an 2013? Ein später Jahrgang: Die Trauben reiften langsam, gelesen wurde von Ende September bis in den Oktober. Ein trocknender Ostwind hielt sie vor der Lese gesund.

Wie wird er gemacht? Klassische Flaschengärung und viele Jahre Reife auf der Hefe. Das gibt Tiefe, Cremigkeit und feine Perlen. Dosiert als Brut.

Wer steht dahinter? Moët & Chandon in Épernay. Dom Pérignon ist die Prestige-Cuvée des Hauses und gibt es nur als Jahrgang.

51 % Pinot Noir, 49 % Chardonnay · Champagne AOC · Jahrgang 2013, Lese ab Ende September · klassische Flaschengärung · lange Hefereife · Brut · Moët & Chandon, Épernay · Stand: Oktober 2026

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Spanien

Envinate Benje blanco 2024

Weißwein · Teneriffa · D.O. Ycoden-Daute-Isora · Listán Blanco

100 % Listán Blanco D.O. Ycoden-Daute-Isora Santiago del Teide Envínate Vulkanboden · ~1.000–1.100 m wurzelechte Altreben Beton & Barrique · 8 Mon. Hefe 2024

Der Envínate Benje Blanco 2024 ist ein salzig-mineralischer Listán Blanco aus rund 1.000 Metern Vulkanhöhe bei Santiago del Teide – frisch, vertikal und herkunftsgenau. „Benje" bedeutet in der Sprache der Guanchen „Krater". Vulkanweiß von großer Spannung.


Benje – Vulkanweiß aus Santiago del Teide

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff. Roberto Santana lebt auf Teneriffa und bewirtschaftet die Benje-Parzellen gemeinsam mit lokalen Winzerfamilien.

Die D.O. Ycoden-Daute-Isora liegt im Nordwesten Teneriffas; die Böden sind vulkanischen Ursprungs. Die mit wurzelechten Reben bepflanzten Weinterrassen liegen spektakulär bis rund 1.100 Meter über dem Meeresspiegel, werden täglich von straffen Atlantikwinden umweht und wurzeln auf steinigem Vulkangeröll. Der Benje stammt aus solchen alten, ungezogenen Buschreben rund um Santiago del Teide – „Benje" ist das Guanchen-Wort für den nahen Krater.

Jahrgang 2024 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die hohen Vulkanlagen prägen auch 2024 einen frischen, vertikalen Weißwein mit klarer Frucht, lebendiger Säure und salziger Mineralität. Die kühle Höhe hält den Alkohol moderat und betont die spannungsreiche, herkunftsgenaue Stilistik.

Ausbau

Reinsortiger Listán Blanco (Palomino) aus dem Jahrgang 2024, D.O. Ycoden-Daute-Isora, trocken.

Handlese mit Selektion im Weinberg; Spontangärung mit Wildhefen in Betontanks und kleinen offenen Bottichen. Anschließend reift der Wein rund acht Monate auf der Feinhefe – etwa zu 60 % in Beton und zu 40 % in gebrauchten 228-Liter-Fässern aus französischer Eiche. Unfiltriert, mit minimalem Schwefel abgefüllt.

Im Glas

Ein frischer, saftiger und zugleich mineralisch geprägter Vulkanweiß: Aromen von frischem Apfel und knackiger Birne, dazu florale und kräutrige Noten, feine Zitrusanklänge und ein deutlicher mineralischer, salziger Hintergrund. Am Gaumen vertikal und spannungsreich, mit prägnanter Säure und einem leicht herb-mandeligen, langen Abgang – ein Wein, der nach Essen verlangt.

Frisch, saftig und vertikal – Apfel und Birne, salzige Mineralität und ein langer, herb-mandeliger Abgang.

Schon jung mit viel Spannung, gewinnt aber über einige Jahre; profitiert von etwas Luft. Bei 10–12 °C im größeren Glas servieren.

Am Tisch

Hervorragend zu Fisch und Meeresfrüchten (besonders Sardinen, Austern, Ceviche), zu Reisgerichten sowie zu weißem Fleisch und Geflügel.


Lage: Teneriffa, D.O. Ycoden-Daute-Isora, Santiago del Teide (Kanaren, Spanien); ~1.000–1.100 m, steiniges Vulkangeröll; wurzelechte, ungezogene Altreben (~70–120 J.)
Klassifikation: D.O. Ycoden-Daute-Isora, 100 % Listán Blanco (trocken)
Ausbau: Handlese, Spontangärung in Beton und offenen Bottichen, ~8 Monate auf der Feinhefe (ca. 60 % Beton / 40 % gebrauchte 228-l-Barriques), unfiltriert; organischer Anbau

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Spanien

Cal y Canto tinto

Rotwein · Vino de la Tierra de Castilla · Cuvée

Tempranillo · Merlot · Syrah Vino de la Tierra de Castilla 300 bis 750 m getrennte Gärung im Edelstahl ohne Holzausbau trocken

Bodegas Isidro Milagro Cal y Canto Tinto ist eine saftig-fruchtige spanische Cuvée aus Tempranillo, Merlot und Syrah aus Kastilien-La Mancha. Die drei Sorten werden getrennt im Edelstahl vergoren und erst danach verschnitten – ohne Holz, damit die Frucht vorn steht. Im Glas weiche, harmonische Aromen von Kirsche, Himbeere und etwas Pfeffer. Ein unkomplizierter Alltagswein mit gutem Preis-Genuss-Verhältnis.


Die Hochebene von Kastilien-La Mancha

Cal y Canto trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla, die die Weinbaugebiete von Kastilien-La Mancha südöstlich von Madrid umfasst – die größte zusammenhängende Rebfläche der Welt. Die Weinberge liegen auf der Meseta zwischen 300 und 750 Metern Höhe.

Das Klima ist ausgeprägt kontinental: heiße, sonnenreiche Sommer, kalte Winter, wenig Niederschlag. Ausgeglichen wird das durch die Höhe. Sie sorgt für kühle Nächte und damit für große Tag-Nacht-Unterschiede – die Trauben reifen tagsüber aus und behalten nachts ihre Säure. Genau diese Kombination macht fruchtbetonte, weiche Rotweine möglich, ohne dass sie marmeladig werden.

Die Cuvée verbindet die heimische Hauptsorte mit zwei internationalen: Tempranillo, in dieser Region traditionell Cencibel genannt, liefert rote Frucht und Struktur; Merlot steuert weiche Gerbstoffe und Fülle bei; Syrah bringt die dunkle Frucht und die pfeffrige Note. Bodegas Isidro Milagro ist ein Familienbetrieb mit Wurzeln in der Rioja, der seine Cal-y-Canto-Weine aus kastilischen Lagen erzeugt.

Getrennte Gärung, Verschnitt im Tank

Die Cuvée vereint Tempranillo, Merlot und Syrah. Die drei Sorten werden getrennt im Edelstahltank vergoren – jede hat ihren eigenen Reifezeitpunkt und ihr eigenes Gärverhalten; erst die fertigen Weine werden verschnitten. Das gibt dem Kellermeister die Möglichkeit, das Verhältnis jedes Jahr nach dem tatsächlichen Ergebnis festzulegen statt nach Rezept.

Während der Maischestandzeit wird sanft umgepumpt, um Farbe und Frucht zu lösen, ohne harte Gerbstoffe mitzunehmen. Nach der Assemblage bleibt der Wein nur kurz im Tank, ohne Holzausbau: Was ihn ausmacht, ist die Frucht, und die soll nicht von Vanille und Röstnoten überlagert werden. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase und am Gaumen weiche, harmonische Aromen von Kirsche, Himbeere und etwas Pfeffer, dazu eine Spur dunkler Frucht aus dem Syrah. Saftig und fruchtbetont, mit weichen Gerbstoffen und sanftem, rundem Nachhall.

Drei Sorten, drei Tanks, kein Holz: Der Verschnitt entscheidet erst nach der Gärung – und die Frucht bleibt, wo sie hingehört.

Bei 16–18 °C servieren. Dekantieren ist nicht nötig, eine halbe Stunde offen reicht. Jung zu trinken, solange die Frucht im Vordergrund steht.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Pizza, Pasta, Grillfleisch und Tapas. Ebenso zu Lamm-Köfte, geschmorter Schweineschulter, Chorizo, gegrilltem Gemüse und mildem Manchego. Der Wein braucht keine Inszenierung – er passt zu allem, was vom Grill oder aus dem Ofen kommt.


Produzent Bodegas Isidro Milagro
Rebsorte Tempranillo, Merlot, Syrah
Lage Kastilien-La Mancha · Hochebene zwischen 300 und 750 m
Klassifikation Vino de la Tierra de Castilla · trocken
Vinifikation getrennte Gärung der Sorten im Edelstahltank · sanftes Umpumpen · Assemblage nach der Gärung
Ausbau kurze Tankreife, ohne Holz
Trinkempfehlung jung trinken

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Länder/Regionen

Domaine Bachelet Cote de Nuits Villages 2023

Rotwein · Côte de Nuits-Villages · Pinot Noir

Pinot Noir Côte de Nuits-Villages AOC Reben 70+ Jahre 2023 Côte de Nuits

Der Côte de Nuits-Villages 2023 von Denis Bachelet wächst auf einer gut ein Hektar großen Parzelle mit über 70 Jahre alten Reben. Ein reinsortiger Pinot Noir, fein und ausbalanciert, mit ordentlich Druck, Volumen und Energie – ein Wein voller Trinkfreude.


Côte de Nuits-Villages – alte Reben

Côte de Nuits-Villages ist eine Appellation aus den Gemeinden an den Enden der Côte de Nuits. Die Frucht für diesen Wein stammt von einer gut ein Hektar großen Parzelle, deren Reben über 70 Jahre alt sind – das geringe Ertragsniveau alter Stöcke liefert Konzentration und Tiefe.

Denis Bachelet führt in Gevrey-Chambertin eine kleine, traditionell arbeitende Domaine, die für Finesse und Klarheit bekannt ist. Diese Handschrift prägt auch den Côte de Nuits-Villages.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von über 70 Jahre alten Reben.

Nach der Lese vergärt der Wein und reift anschließend im Holzfass. Die Vinifikation folgt der traditionellen, auf Finesse ausgerichteten Handschrift des Guts.

Im Glas

Klare dunkle Beerenfrucht mit feiner Würze. Am Gaumen fein und ausbalanciert, mit Druck, Volumen und Energie, getragen von geschliffenen Tanninen und frischer Säure. Ein Wein mit viel Trinkfluss.

Fein, ausbalanciert und energiegeladen – ein Pinot Noir von alten Reben, der von Trinkfreude lebt.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, Kalb oder mittelreifer Weichkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Côte de Nuits-Villages, ~1-ha-Parzelle; Reben über 70 Jahre
Klassifikation: Côte de Nuits-Villages AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Riesling Wachenheimer Gerümpel PC 2020 BIO

Weißwein · Wachenheim (Pfalz) · Riesling (Premier Cru)

Riesling Wachenheimer Gerümpel P.C. (Premier Cru) Dr. Bürklin-Wolf Mittelhaardt · Pfalz Buntsandstein · Ton/Lehm Spontangärung · Doppelstück · Vollhefe biodynamisch (DE-ÖKO-003) · 2020

Der Dr. Bürklin-Wolf Wachenheimer Gerümpel Riesling P.C. 2020 stammt aus einer der großen Lagen Wachenheims. Ein Premier-Cru-Riesling von klarer Struktur und salziger Mineralität – harmonisch und konzentriert, mit Kraft und Eleganz im Abgang.


Wachenheimer Gerümpel – Premier Cru der Mittelhaardt

Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim zählt zu den führenden Rieslinggütern der Pfalz und bewirtschaftet seine Weinberge seit 2005 biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Seine Qualitätspyramide orientiert sich am burgundischen Prinzip und lehnt sich an die Königlich-Bayerische Lagenklassifikation von 1828 an: G.C. und P.C. entsprechen den Grand Crus und Premier Crus der wertvollsten Lagen.

Das Gerümpel ist eine 13 Hektar große Wachenheimer Toplage, erstmals 1429 urkundlich erwähnt; der Anteil des Guts beträgt 6,2 Hektar. Die Lage genießt häufige föhnartige Erwärmung, die die Trauben nach Regen rasch abtrocknen lässt und Pilzbefall vorbeugt – auch bei später Lese bleibt das Traubengut gesund. In der Nachbarschaft zum Pechstein prägt Buntsandstein mit Ton- und Lehmanteilen den Boden.

Jahrgang 2020 – Pfalz

2020 verlief in Teilen ähnlich wie 2019 und blieb doch eigenständig: ein strahlendes Frühjahr, zeitiger Austrieb und eine homogene Blüte. Die Sommermonate brachten warmes, nicht zu heißes Wetter; die Weinberge profitierten von den Winterniederschlägen und gelegentlichem Sommerregen. Aus gesunden Trauben wurde früh gelesen – ein Jahrgang mit reifer Frucht und klarer Frische.

Ausbau

Trockener Riesling (gutseigene Klassifikation P.C./Premier Cru) aus der Wachenheimer Lage Gerümpel, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von Buntsandstein mit Ton- und Lehmanteilen.

Spontane Gärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, mit Lagerung auf der Vollhefe bis kurz vor der Füllung. Biologisch-dynamischer Anbau (DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein strukturierter, konzentrierter Riesling: gelbe Frucht und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, feine Kräuterwürze und eine markante, salzige Mineralität. Am Gaumen straff und harmonisch zugleich, mit Kraft und Eleganz, lebendiger Säure und einem langen, salzig-mineralischen Abgang.

Gelbe Frucht, Zitrus und weißer Pfirsich über feiner Würze und salziger Mineralität – strukturiert und konzentriert, harmonisch mit Kraft und Eleganz, mit langem, salzig-mineralischem Abgang.

Ein strukturierter, langlebiger Pfalz-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Wachenheimer Gerümpel, Mittelhaardt (Pfalz); Buntsandstein mit Ton-/Lehmanteilen, Nachbarschaft zum Pechstein; Gutsanteil 6,2 ha (Lage gesamt 13 ha)
Klassifikation: Riesling P.C. (gutseigene Premier-Cru-Klassifikation), Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Spontangärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, Vollhefelager bis kurz vor der Füllung; biologisch-dynamisch, DE-ÖKO-003

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