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Italien

Montevertine 2022

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

Sangiovese mit Canaiolo & Colorino Toscana IGT Radda in Chianti Montevertine 24 Monate slawonische Eiche 2022

Der Montevertine 2022 ist der gleichnamige Flaggschiff-Wein einer Kult-Adresse aus Radda in Chianti – ein Sangiovese, verschnitten mit Canaiolo und Colorino, der durch Eleganz und Vielschichtigkeit besticht. Filigran und saftig zugleich. Ein Wein mit Schliff.


Montevertine – Kult-Sangiovese aus Radda

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen, kalk- und mergelreichen Böden (Galestro, Alberese) – ein Terroir, das dem Sangiovese ein besonders frisches, feines Profil verleiht. Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen, kompromisslosen Stil weiter.

Der gleichnamige Wein „Montevertine" ist das Aushängeschild des Guts. Die Trauben stammen vor allem aus einer 2,5 Hektar großen, südost- bis südexponierten Parzelle mit überwiegend 1982 gepflanzten Reben unterhalb des Hauses.

Jahrgang 2022 – Toscana

2022 war in der Toskana ein intensiv warmes, sonnenreiches Jahr mit später Lese (Anfang Oktober). Das ergibt im Montevertine einen Wein mit reifer, dunkler Frucht und mehr Volumen, der dank der kühlen Höhenlage und der traditionellen Vinifikation zugleich seine Frische und Balance bewahrt – vielschichtig und ausgewogen.

Assemblage und Ausbau

Sangiovese, verschnitten mit Canaiolo und Colorino, aus dem Jahrgang 2022, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung mit anschließender Maischestandzeit im Betontank (rund drei Wochen), danach reift der Wein 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Abfüllung traditionell, ungefiltert.

Im Glas

Er besticht durch seine Eleganz und die Vielschichtigkeit der Aromen – rote Kirsche und Himbeere, dazu Kräuter, balsamische Anklänge und feine Lakritznoten. Am Gaumen mundet er filigran und saftig zugleich, mit feinkörnigen, gut eingebundenen Tanninen und vibrierender Frische im langen Abgang. Ein Wein mit Schliff.

Elegant und vielschichtig, filigran und saftig zugleich – ein Wein mit Schliff.

Schon jetzt zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu toskanischen Klassikern wie Bistecca und geschmortem Rind, zu Wild und Lamm, zu Pasta mit Fleischsugo sowie zu gereiftem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); ~425 m, steinige Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese); Hauptparzelle 2,5 ha, Reben überwiegend 1982
Klassifikation: Toscana IGT, Sangiovese mit Canaiolo und Colorino (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche, ungefiltert

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Länder/Regionen

Domaine Bachelet Cote de Nuits Villages 2023

Rotwein · Côte de Nuits-Villages · Pinot Noir

Pinot Noir Côte de Nuits-Villages AOC Reben 70+ Jahre 2023 Côte de Nuits

Der Côte de Nuits-Villages 2023 von Denis Bachelet wächst auf einer gut ein Hektar großen Parzelle mit über 70 Jahre alten Reben. Ein reinsortiger Pinot Noir, fein und ausbalanciert, mit ordentlich Druck, Volumen und Energie – ein Wein voller Trinkfreude.


Côte de Nuits-Villages – alte Reben

Côte de Nuits-Villages ist eine Appellation aus den Gemeinden an den Enden der Côte de Nuits. Die Frucht für diesen Wein stammt von einer gut ein Hektar großen Parzelle, deren Reben über 70 Jahre alt sind – das geringe Ertragsniveau alter Stöcke liefert Konzentration und Tiefe.

Denis Bachelet führt in Gevrey-Chambertin eine kleine, traditionell arbeitende Domaine, die für Finesse und Klarheit bekannt ist. Diese Handschrift prägt auch den Côte de Nuits-Villages.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von über 70 Jahre alten Reben.

Nach der Lese vergärt der Wein und reift anschließend im Holzfass. Die Vinifikation folgt der traditionellen, auf Finesse ausgerichteten Handschrift des Guts.

Im Glas

Klare dunkle Beerenfrucht mit feiner Würze. Am Gaumen fein und ausbalanciert, mit Druck, Volumen und Energie, getragen von geschliffenen Tanninen und frischer Säure. Ein Wein mit viel Trinkfluss.

Fein, ausbalanciert und energiegeladen – ein Pinot Noir von alten Reben, der von Trinkfreude lebt.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, Kalb oder mittelreifer Weichkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Côte de Nuits-Villages, ~1-ha-Parzelle; Reben über 70 Jahre
Klassifikation: Côte de Nuits-Villages AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Rebsorten

Le Moine Gevrey Chambertin Cazetieres 1er Cru 2021

Rotwein · Gevrey-Chambertin 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Gevrey-Chambertin 1er Cru Les Cazetiers Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2021

Der Lucien Le Moine Gevrey-Chambertin Les Cazetiers 1er Cru 2021 stammt aus einem der besten und höchstgelegenen Premiers Crus von Gevrey – ein reichhaltiger, gut strukturierter Pinot Noir mit Kraft und Tiefe. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Les Cazetiers – Kraft aus Gevreys Höhen

Les Cazetiers ist eine 8,4 Hektar große Premier-Cru-Lage in Gevrey-Chambertin, ausschließlich mit Pinot Noir bestockt – einer der besten 1ers der Gemeinde, direkt neben dem berühmten Clos Saint-Jacques. Mit einer Oberkante auf rund 370 Metern zählt sie zu den höchstgelegenen Premier-Cru-Standorten Gevreys und des ganzen Burgunds.

Die Böden des steilen, gut dränierten Hangs sind voller kleiner Steine, die die Drainage fördern und Sonnenlicht sowie Wärme reflektieren. Das etwas wärmere Mesoklima begünstigt die Reife. Die Weine sind in der Regel reichhaltig, gut strukturiert und recht tanninbetont – robuste, kraftvolle Pinot Noirs, in der Jugend zugänglicher als die aus dem benachbarten Clos Saint-Jacques.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war an der Côte de Nuits ein klassischer, kühler Jahrgang mit feiner, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und großer aromatischer Präzision. In einer kraftvollen, gut besonnten Lage wie Les Cazetiers ergibt das einen reichhaltigen, strukturierten und zugleich fein gezeichneten Pinot Noir mit kühler Frische und festem, feinkörnigem Tannin – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, Gevrey-Chambertin Les Cazetiers 1er Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom steinigen, gut besonnten Hang von Cazetiers lebt dieser Gevrey: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Der kühle Jahrgang 2021 hält ihn fein und frisch, während das lange Vollhefelager und das neue Holz eine seidige, dichte Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen reichhaltig und kraftvoll, mit festem, feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – robust und zugleich fein gezeichnet.

Dunkle Frucht und würzige Tiefe – reichhaltig und kraftvoll, mit festem, feinkörnigem Tannin und langer Mineralität.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu Rind und Lamm in kräftiger Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Gevrey-Chambertin Les Cazetiers 1er Cru, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); ~8,4 ha, steiler steiniger Hang, Oberkante ~370 m (eine der höchsten 1er-Lagen); neben Clos Saint-Jacques
Klassifikation: Premier Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Weine

Domaine Bretaudeau La Justice blanc 2023 BIO

Weißwein · Loire · Chardonnay & Savagnin

80% Chardonnay · 20% Savagnin Loire (Vin de France) Granit & Quarz 2023 · Bio (FR-BIO-01) Beton · Amphore · Holz

Der La Justice blanc 2023 Bio von Jérôme Bretaudeau ist eine ausdrucksstarke Cuvée aus 80 % Chardonnay und 20 % Savagnin von mineralreichen Granitböden an der Loire. Rauchig, salzig-mineralisch und präzise – Bretaudeaus Antwort auf die besten Jura-Weine.


Loire – Granit mit Quarzadern

La Justice wächst an der Loire auf mineralreichen Granitböden, die von weißen und rosafarbenen Quarzadern durchzogen sind. Diese Unterlage gibt dem Wein seine salzige Mineralität und Spannung. Die Chardonnay-Reben sind rund 30 Jahre alt, der Savagnin stammt aus jüngeren, etwa sechsjährigen Reben.

Mit der Jura-Sorte Savagnin und dem ungewöhnlichen Ausbau ist La Justice eine vinophile Antwort auf den Jura-Stil. Jérôme Bretaudeau arbeitet biodynamisch und biologisch zertifiziert (FR-BIO-01); der Wein wird als Vin de France geführt.

Jahrgang 2023 – Loire

2023 brachte an der Loire einen gesunden, großzügigen Jahrgang. Ein feuchteres Frühjahr sorgte für vitale Reben, ein trockener, sonniger Sommer für reife Trauben.

Für die Weißweine steht 2023 für reife Frucht bei klarer, frischer Säure – die Grundlage für die mineralische Spannung dieser Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 80 % Chardonnay und 20 % Savagnin, Jahrgang 2023, von Hand gelesen und ohne Eingriffe des Winzers vinifiziert (FR-BIO-01).

Die Reife erfolgt in einer Kombination aus ovalen Betonzisternen, 800-Liter-Amphoren und doppelwandigen Holzfässern. Diese Staffelung gibt dem Wein Struktur, Tiefe und vielschichtige Aromen.

Im Glas

In der Nase rauchige, mineralische und florale Aromatik mit großer Ausdruckskraft. Am Gaumen eine knackige, präzise Säure, elegante Länge und eine markante salzige Mineralität, die für Spannung und Finesse sorgt.

Rauchig, salzig-mineralisch und präzise – die vinophile Antwort an die besten Jura-Weine, von der Loire.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Geflügel in heller oder Sahnesauce, Pilzgerichte, dazu gereifter Hartkäse wie Comté. Ein Wein für würzige, herzhafte Gerichte.


Lage: Loire; mineralreicher Granitboden mit weißen und rosa Quarzadern
Klassifikation: Vin de France (Loire); Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: 80 % Chardonnay, 20 % Savagnin; Beton, 800-l-Amphore, doppelwandiges Holzfass; ohne Eingriffe

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Schaumweine

Billecart-Salmon Champagner Le Rosé Extra Brut

Der Billecart-Salmon Le Rosé Extra Brut ist einer der Rosés, an denen sich andere messen lassen: blass, fein und mit dem Duft von Walderdbeeren. Dein Champagner für den Aperitif mit Stil.

Im Glas

Blasses Rosé mit goldenem Schimmer, feine Perlen. Walderdbeere, Himbeere, etwas Orangenzeste und Blüten in der Nase. Am Gaumen seidig und frisch, die Säure gibt ihm Spannung. Im Abgang bleibt eine feine, belebende Säure. Kein Fruchtbonbon, sondern ein Rosé mit Zug und Eleganz.

Mach was draus

Brunch mit Lachs-Bagel, Erdbeeren mit Minze, Thunfisch-Tataki oder Prosciutto zum Aperitivo. Auch ein Picknick mit Baguette, Ziegenkäse und Kirschen ist eine gute Bühne für ihn, ebenso der Sonntagsbrunch mit Rührei und Räucherlachs. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Für mich ist das der Aperitif-Rosé schlechthin. Aber probier ihn auch zu hellem Fleisch, da zeigt er, wie viel Struktur er hat.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Warum ist er so blass? Für die Farbe kommt nur ein kleiner Teil rot vinifizierter Pinot Noir dazu. Den größten Anteil stellt Chardonnay.

Welche Rebsorten stecken drin? Etwa 45 % Chardonnay, 35 % Pinot Noir und 20 % Meunier, ergänzt um Reserveweine.

ca. 45 % Chardonnay, 35 % Pinot Noir, 20 % Meunier · Rosé d’Assemblage · Ausbau im Edelstahl · Méthode Traditionnelle · ca. 36 Monate Hefelager · Extra Brut · Billecart-Salmon, Mareuil-sur-Aÿ · Stand: Oktober 2026

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Spanien

Sierra de Tolono blanco 2025

Weißwein · DOCa Rioja · Rioja Alavesa

Viura Labastida, Rioja Alavesa Kalkplateau 650 m Jahrgang 2025 3 Monate Feinhefelager ohne Filtration

Der Sierra de Toloño Rioja Blanco 2025 ist Sandra Bravos Viura von einem Kalkplateau auf 650 Metern über Labastida. Alte Buschreben stehen dort gemischt mit Tempranillo auf kalkhaltigem Lehm, vinifiziert wird im Edelstahl ohne Holzeinsatz. Ein weißer Rioja, der seine Herkunft über Salzigkeit und Säure erzählt, nicht über Fassaromatik.


Das Kalkplateau über Labastida

Die Parzelle liegt am Nordrand der Rioja Alavesa auf rund 650 Metern, dort wo sich das Gelände vor dem Massiv der Sierra de Toloño zu einer Hochfläche öffnet. Der Untergrund ist kalkhaltiger Lehm mit hohem Steinanteil, darauf stehen alte Reben im Gobeletschnitt. Viura und Tempranillo wachsen gemischt in derselben Anlage – eine Pflanzweise aus der Zeit vor der Sortentrennung, die in der Alavesa nur noch in wenigen alten Parzellen erhalten ist. Weitere alte Anlagen der Bodega liegen in Rivas de Tereso und Villabuena de Álava, die Kellerei selbst steht in Villabuena.

Für einen Weißwein ist diese Kombination aus Höhe und Kalk der entscheidende Faktor. Der Bergrücken schirmt die Fläche gegen den kalten Nordwind ab, gleichzeitig kühlt es nachts stark ab. Viura, eine Sorte mit von Natur aus verhaltener Säure, verliert diese in warmen Tallagen schnell – auf 650 Metern zieht sich die Reife und die Traube kommt mit intaktem Säuregerüst und niedrigem Zuckergrad in den Keller. Der Kalk im Boden liefert den salzigen Zug, der den Wein am Gaumen streckt.

Sandra Bravo arbeitet seit ihrer Rückkehr in die Rioja im Jahr 2012 konsequent parzellenweise, nach Stationen in Bordeaux, der Toskana, Neuseeland, Kalifornien und sieben Jahren im Priorat. Ihre Weinberge zählen zu den höchstgelegenen der Region, bewirtschaftet werden sie ohne Herbizide, gelesen wird von Hand in Kisten mit Sortierung im Weinberg.

Jahrgang 2025 – Rioja Alavesa

2025 verlangte in der Rioja ganzjährige Arbeit im Weinberg. Ein überdurchschnittlich nasses Frühjahr erzeugte während des gesamten Vegetationszyklus hohen Falschen-Mehltau-Druck, dazu kamen Hagelzüge, die große Teile der Anbaufläche trafen. Wer den Pflanzenschutz und die Laubarbeit nicht im Griff hatte, verlor Ertrag oder Gesundheit der Trauben. In den Höhenlagen vor der Sierra de Toloño half die Durchlüftung: Der Pilzdruck blieb dort beherrschbar, wo Wind und Hangneigung das Laub schnell abtrocknen.

Die Reifephase drehte den Jahrgang. Ein trockener, sonniger Herbst mit ausgeprägten Tag-Nacht-Kontrasten brachte gesunde Trauben bei moderaten Zuckerwerten. In der Rioja Alavesa begann die Lese ab dem 10. bis 15. September und zog sich in gestaffelten Durchgängen bis Ende Oktober. Die Menge blieb klein: 225,5 Millionen Kilo in der gesamten DOCa Rioja, davon nur 33,8 Millionen Kilo Weißtrauben. Der Consejo Regulador stufte den Jahrgang nach der Blindverkostung von 2.176 Proben als „Excelente" ein. Bei den Weißweinen zeigt 2025 klare, blumige Aromatik und tragende Säure – genau das Profil, auf das dieser Blanco angelegt ist.

Assemblage und Ausbau

100 % Viura aus dem Jahrgang 2025, Handlese vom Kalkplateau bei Labastida. Vor der Gärung steht eine Kaltmazeration, die Aromatik aus der Schale löst, ohne Phenolik in den Most zu ziehen. Die Gärung erfolgt anschließend im Edelstahl.

Danach liegt der Wein rund drei Monate auf der Feinhefe im Stahltank. Das gibt Textur und Substanz am Gaumen, ohne die Frucht zu überdecken – Holz kommt bewusst nicht zum Einsatz, weder für die Gärung noch für den Ausbau. Gefüllt wird ohne Schönung und ohne Filtration, eine leichte Trübung ist möglich.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichem Reflex. In der Nase Limettenschale, Blütenstaub und Zitronengras, dahinter eine Spur Akazienhonig und die Note frisch aufgebrochener Brotkruste, die aus dem Hefelager stammt. Am Gaumen schlank und straff, mit wachsiger Textur, deutlicher Salzigkeit und einem bitteren Zug im Nachhall, der an Chinin erinnert. Die Säure trägt bis ins trockene Finish.

Drei Monate Feinhefe im Stahl, kein Fass: Dieser Viura zeigt das Kalkplateau ohne den Umweg über das Holz.

Bei 10 bis 12 °C servieren, im großen Glas öffnet sich die Aromatik deutlich weiter. Trinkreif ab sofort, der säurebetonte Jahrgang 2025 trägt ihn bis etwa 2030; mit zwei bis drei Jahren Flaschenzeit gewinnt die honigwürzige Seite der Viura an Gewicht.

Am Tisch

Passt zu Bacalao al pil pil, gegrilltem Oktopus, Austern und Venusmuscheln, ebenso zu Tortilla, gebackenem Ziegenkäse und Geflügel in Zitronensauce. Die Salzigkeit macht ihn zum Begleiter von Anchovis und eingelegtem Gemüse, die Säure hält auch gegen Aioli und frittierten Fisch stand.


Produzent Sierra de Toloño – Sandra Bravo, Villabuena de Álava
Rebsorte Viura
Lage Kalkplateau über Labastida, Rioja Alavesa, 650 m
Klassifikation DOCa Rioja
Jahrgang 2025
Vinifikation Handlese · Kaltmazeration · Gärung im Edelstahl
Ausbau 3 Monate Feinhefelager im Stahltank · ohne Schönung · unfiltriert
Boden kalkhaltiger Lehm mit hohem Steinanteil
Rebanlage alte Buschreben, gemischter Satz mit Tempranillo
Bewirtschaftung ohne Herbizide
Trinkempfehlung 2026–2030

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Rebsorten

Georg Breuer Rauenthal Nonnenberg Riesling 2021

Weißwein · Rheingau · Riesling

100 % Riesling Rauenthal Nonnenberg · Monopol tiefgründiger Phyllit Reben teils über 70 Jahre Spontangärung · großes Holzfass trocken 2021

Der Georg Breuer Rauenthal Nonnenberg Riesling 2021 stammt aus der Monopollage des Guts in Rauenthal. Auf tiefgründigen Phyllitböden und mit teils über 70 Jahre alten Reben, spontan vergoren und lange im großen Holzfass ausgebaut, entsteht ein kraftvoller, klar strukturierter trockener Riesling – in einem kühlen Jahrgang, der ihm Spannung statt Fülle gibt.


Rauenthal Nonnenberg – die Monopollage

Rauenthal liegt im östlichen Rheingau, oberhalb von Eltville, und ist einer der höchstgelegenen Weinorte der Region. Die Höhe und die Nähe zu den Taunuswäldern machen die Lagen kühler als die Uferlagen am Rhein: Die Reife verläuft langsamer, die Säure bleibt höher. Rauenthaler Rieslinge gelten deshalb traditionell als die würzigsten und langlebigsten des Rheingaus.

Der Nonnenberg ist die Monopollage des Weinguts Georg Breuer – der gesamte Weinberg gehört dem Gut. Er ist nach Süden ausgerichtet und steht auf tiefgründigem Phyllit, einem schiefrigen, glimmerhaltigen Gestein des Taunus. Phyllit verwittert zu einem durchlässigen, steinigen Boden, der die Wurzeln in die Tiefe zwingt und dem Wein eine karge, würzige Mineralität gibt. Die teils über 70 Jahre alten Reben tragen wenig und reagieren gelassen auf Trockenstress – das Rebalter erklärt die Kraft dieses Weins mehr als jeder Kellerschritt.

Das Weingut Georg Breuer in Rüdesheim gehört zu den prägenden Gütern des Rheingaus und war früh einer der Wegbereiter des trockenen Lagen-Rieslings. Heute führen Theresa Breuer und Kellermeister Markus Lundén den Betrieb; der Stil setzt auf Handarbeit in den Steillagen, frühe Lese und einen kühlen, herkunftsbetonten Ausbau.

Jahrgang 2021 – Rheingau

Der Jahrgang 2021 war im Rheingau ein kühles Jahr, wie es die Region seit Längerem nicht erlebt hatte. Ein kaltes Frühjahr verzögerte Austrieb und Blüte, der Sommer blieb feucht, und der Druck durch Falschen Mehltau verlangte viel Arbeit im Weinberg. Die Erträge fielen vielerorts geringer aus.

Ein trockener, sonniger Herbst rettete das Jahr: Die Trauben konnten lange hängen und reiften langsam aus, gelesen wurde spät, bis weit in den Oktober. Das Ergebnis sind Rieslinge mit ausgeprägter Säure, moderatem Alkohol und klarer, feingliedriger Struktur – ein klassischer Rheingau-Jahrgang, der Zeit in der Flasche braucht. Für eine kühle Lage wie Rauenthal bedeutet das: viel Spannung, wenig Fett.

Spontangärung und langer Ausbau im großen Holzfass

Trockener Lagen-Riesling aus der Monopollage Rauenthal Nonnenberg, Jahrgang 2021, 100 % Riesling. Gelesen wird selektiv von Hand, anschließend gärt der Most spontan mit den weinbergseigenen Hefen – langsamer und unberechenbarer als mit Reinzuchthefe, dafür mit mehr Vielschichtigkeit.

Der Ausbau erfolgt lange im großen Holzfass. Bei dieser Fassgröße gibt das Holz praktisch kein Aroma ab, sondern nur einen langsamen Sauerstoffkontakt, der die Säure rundet und die Textur öffnet. Im Keller wird bewusst wenig eingegriffen – die Lage soll sprechen, nicht die Technik.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Rand. In der Nase roter Apfel und Zitrusfrucht, dazu eine würzige, steinige Note und ein leicht exotischer Anflug. Am Gaumen kraftvoll und straff gebaut, mit saftiger Zitrusfrucht, spürbarem Zug und einer feinen Schärfe, die aus dem Phyllit zu kommen scheint. Die Säure des kühlen Jahrgangs gibt Länge; der Abgang ist mineralisch und anhaltend.

Phyllit, siebzig Jahre alte Reben und ein kühles Jahr: Rauenthal zeigt hier, warum seine Rieslinge Zeit brauchen – und bekommen sollten.

Jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren, nicht kälter. Ein langlebiger Steillagen-Riesling, der in den kommenden Jahren an Tiefe gewinnt.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und gereiftem Hartkäse. Die Säure des Jahrgangs trägt auch Fettes – Zander in Beurre blanc, Schweinebauch, Rheingauer Spundekäs.


Produzent Weingut Georg Breuer, Rüdesheim
Rebsorte 100 % Riesling
Lage Rauenthal Nonnenberg, Monopollage · südlich ausgerichtete Steillage · tiefgründiger Phyllit
Klassifikation Lagen-Riesling · Rheingau · trocken
Jahrgang 2021
Vinifikation selektive Handlese · Spontangärung
Ausbau langer Ausbau im großen Holzfass
Rebenalter teils über 70 Jahre
Trinkempfehlung jetzt bis 2036

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Feinkost

Condimento Balsamico NERO dolce 0,25 Liter

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Das Condimento Balsamico Nero dolce der Acetaia del Casato Bertoni ist ein schwarzes, liebliches Balsamico-Condimento aus Reggio Emilia. Es entsteht aus gekochtem Traubenmost und Weinessig und zeigt den klassischen süß-säuerlichen (agrodolce) Charakter. Die Konsistenz ist dickflüssig und leicht sirupartig, der Geschmack süß mit feiner Essignote. Vielseitig zum Verfeinern herzhafter wie süßer Gerichte. Hier in der handlichen 0,25-Liter-Flasche – ideal zum Kennenlernen und als Geschenk.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna – der Heimat des Aceto Balsamico. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige und Condimenti her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Grundlage ist gekochter Traubenmost, der mit Weinessig vermählt und in Holzfässern gereift wird.

Anbau und Verarbeitung

Gekochter Traubenmost wird mit Weinessig kombiniert und in Holzfässern gereift. Durch das Einkochen des Mosts gewinnt das Condimento seine Dichte, dunkle Farbe und Süße. Zutaten: Weinessig, gekochter Traubenmost. Enthält Sulfite.

Geschmack

Tiefschwarz und glänzend, von dickflüssiger, sirupartiger Textur. Im Geschmack deutlich süß, mit reifer Fruchtnote und dem richtigen Maß an Säure. Der Nachgeschmack bleibt lang und intensiv.

Am Tisch

Klassisch über gereiftem Käse wie Parmigiano, gegrilltem Fleisch und Gemüse. Ebenso zu Erdbeeren, frischem Obst, Risotto oder über Vanilleeis. Pur als Finish über das fertige Gericht träufeln. Kühl und dunkel lagern.

Flaschengröße 0,25 Liter

Die 0,25-Liter-Flasche eignet sich zum Kennenlernen, für kleinere Haushalte und als Mitbringsel oder Teil eines Feinkost-Geschenks. So lassen sich auch die drei Bertoni-Sorten Bianco, Rosé und Nero gut nebeneinander probieren.

Wer den Nero regelmäßig verwendet, greift zur größeren 0,5-Liter-Flasche.

Häufige Fragen

Was ist ein Condimento Balsamico?
Condimento ist die Bezeichnung für Balsamico-Würzen, die nicht den Regeln der geschützten Herkunftsbezeichnungen „Aceto Balsamico di Modena IGP“ oder „Aceto Balsamico Tradizionale DOP“ unterliegen. Der Hersteller kann Zutaten und Stil frei wählen – beim Nero von Bertoni für einen milden, lieblichen Geschmack.

Wofür eignet sich der Balsamico Nero?
Für Salate, Marinaden und zum Abschmecken von Saucen, zu Fleisch, gereiftem Käse und Obst – überall dort, wo ein dunkler, süß-säuerlicher Akzent passt.

Wie wird er gelagert?
Gut verschlossen, kühl und dunkel. Balsamico muss nach dem Öffnen nicht in den Kühlschrank.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Condimento Balsamico Nero dolce (schwarzes, liebliches Balsamico-Condimento)
Inhalt 0,25 Liter
Zutaten gekochter Traubenmost, Weinessig (enthält Sulfite)
Herkunft Reggio Emilia, Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung gekochter Traubenmost mit Weinessig, im Holzfass gereift
Mindesthaltbarkeit (MHD) 2036

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