Das traurige Ende einer Dorade

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Saxum Paderewski Vineyard 2018

Rotwein · Paderewski Vineyard · Rhône-Cuvée

Syrah-dominierte Cuvée Paderewski Vineyard Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden gemeinsam vergoren französische Eiche 2018

Der Saxum Paderewski Vineyard 2018 ist eine rare, Syrah-dominierte Single-Vineyard-Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum aus einem historischen, kalkreichen Weinberg von Paso Robles. Tief, würzig und parfümiert, vollgewichtig und strukturiert – aus einem herausragenden Jahrgang, der Rhône-Sorten mit den ursprünglichen Reben der Lage verbindet.


Paderewski Vineyard – Kalkstein mit Geschichte

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Das Paderewski Vineyard westlich von Paso Robles ist ein wunderschönes Anwesen im Besitz von Bill und Liz Armstrong (Epoch Estate) – und der Ort des legendären Weinbergs von Ignacy Jan Paderewski, des weltberühmten Pianisten und polnischen Staatsmanns. Justin Smith hat den ursprünglichen Standort neu bestockt.

Für einen Wein aus dem Paderewski Vineyard war es Saxum wichtig, die ursprünglichen Sorten der Lage – allen voran Zinfandel – mit den geliebten Rhône-Reben des Guts zu vereinen. Die kargen, kalkhaltigen Böden, die in Paso Robles selten sind, geben dem Wein Mineralität, Frische und Tiefe; kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage. Saxum arbeitet organisch im Weinberg und minimalistisch im Keller – mit Spontangärung und behutsamem Ausbau.

Jahrgang 2018 – Paso Robles

2018 gilt an der kalifornischen Central Coast als herausragender, klassischer Jahrgang: Eine lange, gleichmäßige Vegetationsperiode brachte vollreife, zugleich frische und ausgewogene Weine mit großer Tiefe und Struktur. Auf dem kalkreichen Terroir des Paderewski Vineyard ergibt das einen tiefgründigen, würzigen und perfümierten Wein, der Fülle mit mineralischer Spannung und großem Reifepotenzial verbindet.

Assemblage und Ausbau

Gemeinsam vergorene Cuvée aus 44 % Syrah, 22 % Mataro (Mourvèdre), 15 % Zinfandel, 9 % Grenache, 6 % Tempranillo und 4 % Viognier, Jahrgang 2018, trocken.

Syrah gibt dem Wein das dunkle, würzig-pfeffrige Fruchtrückgrat und die mineralische Tiefe; Mataro Struktur, Erdigkeit und herzhafte Fülle; Zinfandel – als Hommage an die ursprüngliche Bestockung der Lage – saftige, brombeerige Frucht und Gewürz; Grenache rote Frucht und Großzügigkeit; Tempranillo rote Frucht und Schmelz; der mitvergorene Viognier hebt die Aromatik floral an. Der Ausbau erfolgt in französischer Eiche verschiedener Größen – die gemeinsame Gärung der Sorten verwebt sie zu einem nahtlosen Ganzen. Der Wein wird nie von der Hefe abgezogen und unfiltriert sowie ungeschönt gefüllt.

Im Glas

Aus der gemeinsam vergorenen, Syrah-dominierten Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Parfüm und Tiefe: tiefes Purpur im Glas, dazu dichte schwarze und blaue Frucht wie Brombeere, Blaubeere und dunkle Kirsche, florale Anklänge von Veilchen und Flieder, süße Gewürze, Lakritz und Anis sowie eine pfeffrige Note. Am Gaumen vollgewichtig und konzentriert, mit reifem, festem Tannin, einer kalkig-mineralischen Frische und langem, parfümiertem Nachhall.

Tiefes Purpur, schwarze und blaue Frucht, Veilchen und Flieder über süßer Würze, Lakritz und Pfeffer – vollgewichtig, strukturiert und sehr lang.

Benötigt Luft; in der Jugend großzügig dekantieren. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Paderewski Vineyard (Epoch Estate, Bill und Liz Armstrong), westlich von Paso Robles (Kalifornien, USA); karge, kalkhaltige Böden; einst Weinberg von Ignacy Jan Paderewski, von Saxum neu bestockt; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles; gemeinsam vergorene Cuvée aus 44 % Syrah, 22 % Mataro, 15 % Zinfandel, 9 % Grenache, 6 % Tempranillo, 4 % Viognier (trocken)
Ausbau: Spontangärung (Co-Fermentation), Ausbau in französischer Eiche verschiedener Größen; nie von der Hefe abgezogen, ungeschönt und unfiltriert

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Weine

Van Volxem Scharzhofberger Pergentsknopp Riesling GG 2020

Weißwein · Scharzhofberg „Pergentsknopp" (Saar) · Riesling

Riesling Scharzhofberg · Parzelle Pergentsknopp Wiltingen · Saar Van Volxem blauer & roter Devonschiefer ältester Rebbestand · bis 60 % Steillage Großes Gewächs · trocken 2020

Der Van Volxem Scharzhofberger Pergentsknopp Riesling Großes Gewächs 2020 stammt aus der historischen Parzelle „Pergentsknopp" im Herzen des Scharzhofbergs – mit dem ältesten Rebbestand dieser legendären Lage. Ein aristokratischer Riesling: große Oper aus tiefer mineralischer Würze, dichter Cremigkeit und der Komplexität der feinsten aller Schieferlagen.


Pergentsknopp – das Herz des Scharzhofbergs

Van Volxem in Wiltingen an der Saar wurde von Roman Niewodniczanski aus einem traditionsreichen, einst verfallenen Gut zu neuem Weltruhm geführt. Der Scharzhofberg ist die legendäre, als VDP.GROSSE LAGE klassifizierte Schieferlage an der Saar – ein Mythos mit Weltruf und eine der berühmtesten Weißweinlagen der Welt.

Der „Pergentsknopp" ist eine Parzelle innerhalb des Scharzhofbergs, die mit bis zu 60 % Hangneigung aufwartet und den ältesten Rebbestand der Lage beherbergt – sie führt gleichsam zum Ursprung des Scharzhofbergs zurück. Der Boden ist von feinem, stark verwittertem blauem und etwas rotem Devonschiefer geprägt; der hohe Gesteinsanteil und die feinkrümelige Erde sorgen für eine ebenso grazile wie strukturgebende Mineralität. Dass Van Volxem dem Lagennamen ein „P" für das Gewann Pergentsknopp anfügt, ist eine Seltenheit – und Ausdruck der außergewöhnlichen Qualität dieser Parzelle.

Jahrgang 2020 – Saar

2020 brachte an der Saar einen ausgewogenen Jahrgang mit reifer, kerngesunder Frucht und zugleich frischer, präziser Säure. Im Pergentsknopp wurde – wie so oft – bis weit in den November hinein gewartet, um besonders reife, aromatische Trauben zu ernten. Auf dem alten Rebbestand und dem feinen Blauschiefer ergibt das einen besonders dichten, cremigen und komplexen Riesling von aristokratischer Statur.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus der Parzelle Pergentsknopp im Scharzhofberg, Jahrgang 2020; 100 % Riesling vom ältesten Rebbestand der Lage.

Das Große Gewächs entsteht in vollkommener Handarbeit, mit naturnaher Bewirtschaftung, strenger Ertragsreduzierung und nochmals hoch selektiver Lese – nur die besten Beeren schaffen es in diesen Wein. Die Gärung beginnt spontan mit den eigenen Hefen; danach reift der Wein lange im großen Holzfass, handwerklich und ohne Schönung. Diese reduktive, hefebetonte Reife verleiht ihm Tiefe, Cremigkeit und eine bemerkenswerte Haltbarkeit.

Im Glas

Aus dem alten Rebbestand und dem feinen Blauschiefer des Pergentsknopp lebt dieser Riesling von Tiefe und Komplexität: reife, exotische Frucht und eine feine Note von Muskatblüte verbinden sich mit tiefer mineralischer Würze und einer dichten Cremigkeit. Am Gaumen entfaltet sich der Wein wie ein großer Burgunder – seidig, vielschichtig und konzentriert, getragen von der animierenden, salzig-mineralischen Spannung der feinsten aller Schieferlagen und einem sehr langen, intensiven Nachhall.

Reife exotische Frucht und Muskatblüte über tiefer mineralischer Würze und dichter Cremigkeit – seidig und komplex, entfaltet sich wie ein großer Burgunder.

Ein aristokratischer Riesling mit großem Reifepotenzial über viele Jahre – gewinnt mit Kellerreife enorm. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlen Krustentieren und Hummer, zu feinem Fisch, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu cremigen Gerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Scharzhofberg, Parzelle Pergentsknopp, Wiltingen an der Saar (Mosel); stark verwitterter blauer und etwas roter Devonschiefer, bis 60 % Steillage; ältester Rebbestand der Lage; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling; Parzelle „P" (Pergentsknopp)
Ausbau: vollkommene Handarbeit, hochselektive Lese, Spontangärung mit eigenen Hefen, lange Reife im großen Holzfass, ohne Schönung

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Weine

Wittmann Westhofen Kirchspiel Riesling Großes Gewächs 2023 Magnum BIO

Weißwein · Rheinhessen · Riesling

Riesling Rheinhessen Westhofener Kirchspiel VDP.Grosses Gewächs Bio (Demeter) Kalkstein Magnum 1,5 l 2023

Das Wittmann Westhofener Kirchspiel Riesling Großes Gewächs 2023 ist ein eleganter, frischer Bio-Riesling vom Kalkstein – mit Aromen gelber Früchte und einer klaren, leicht salzigen Mineralität. In der Magnum der ideale Wein für die große Reife.


Kirchspiel – VDP.Grosse Lage in Westhofen

Das Weingut Wittmann in Westhofen zählt zu den führenden Adressen Rheinhessens und arbeitet seit Langem konsequent biodynamisch (Demeter). Die VDP.Grosse Lage zeichnet die hochwertigsten Weinberge der Region aus – parzellengenau abgegrenzt; hier reifen die besten Weine mit expressivem Lagencharakter und besonderem Reifepotenzial.

Das Kirchspiel mutet wie ein Amphitheater an, das sich zum Rhein hin öffnet; die Reben in Ost- bis Südostausrichtung sind vor kalten Westwinden geschützt – Grund für das hervorragende Kleinklima. Die Reben für dieses Große Gewächs fußen auf schwer durchwurzelbarem Kalkstein (Tonmergel mit Kalksteineinlagen, auch der tiefe Untergrund von Kalkstein dominiert). Genau dieser karge, kalkreiche Boden verleiht den Rieslingen des Kirchspiels ihre filigrane Eleganz und die klare, leicht salzige Mineralität.

Jahrgang 2023 – Rheinhessen

2023 brachte in Rheinhessen aromatische, reife Rieslinge mit guter Substanz und präziser Säure. Auf dem Kalkstein des Kirchspiels ergibt das einen besonders eleganten, geradlinigen Wein mit lebendiger Säure, klarer gelber Frucht und feiner, salziger Mineralität – Spannung und Finesse statt Opulenz. Die Magnum bietet dabei ideale Bedingungen für eine besonders langsame, harmonische Entwicklung.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2023, trocken, VDP.Grosses Gewächs. Abgefüllt in der Magnum (1,5 l).

Handlese, Ganztraubenpressung, Spontangärung mit eigenen Hefen und langer Ausbau auf der Vollhefe – überwiegend im traditionellen großen Holzfass und Edelstahl. Der zurückhaltende Ausbau lässt Frucht und die kalksteingeprägte Mineralität der Lage unverfälscht in den Mittelpunkt treten. Biodynamisch (Demeter), DE-ÖKO-022.

Im Glas

Ein elegantes, frisches Bukett von gelben Früchten – reifer Apfel, Birne, gelbe Zitrus –, ergänzt um weiße Blüten und feine Kräuter. Am Gaumen geradlinig und präzise, mit lebendiger Säure und der für das Kirchspiel typischen klaren, leicht salzigen Mineralität, die den Wein trägt und ihm einen langen, animierenden Abgang verleiht.

Elegantes, frisches Aroma nach gelben Früchten – mit klarer, leicht salziger Mineralität.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit einigen Jahren Kellerreife deutlich an Tiefe – in der Magnum umso mehr; profitiert vom Dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Spargel sowie zu kräftigerem Hartkäse. Die Magnum ist der ideale Begleiter für die große Tafel.


Lage: Rheinhessen, Westhofener Kirchspiel (Deutschland); Ost-/Südostausrichtung, amphitheaterartig zum Rhein geöffnet, Tonmergel mit Kalksteineinlagen über kalksteindominiertem Untergrund; VDP.Grosse Lage
Klassifikation: Rheinhessen, Riesling VDP.Grosses Gewächs (trocken); Magnum 1,5 l
Ausbau: Riesling; Ganztraubenpressung, Spontangärung, Reife auf der Vollhefe (großes Holzfass/Edelstahl); biodynamisch (Demeter), DE-ÖKO-022

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Rebsorten

Le Moine Chambolle Musigny Les Hauts Doix 1er Cru 2020

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny 1er Cru Les Hauts Doix Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2020

Der Lucien Le Moine Chambolle-Musigny Les Hauts Doix 1er Cru 2020 stammt aus einem winzigen Premier Cru direkt neben dem legendären Les Amoureuses – der „kleine Bruder" der berühmten Lage. Ein feiner, parfümierter und mineralischer Pinot Noir. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Les Hauts Doix – der Nachbar von Les Amoureuses

Les Hauts Doix ist ein winziger, nur rund 1,7 Hektar großer Premier Cru am südlichen Hang von Chambolle-Musigny – ein schmaler Streifen direkt zwischen den beiden berühmtesten Lagen der Gemeinde, Les Amoureuses und Les Charmes. Sein Terroir ist dem der Amoureuses sehr ähnlich: kiesig-kalkige Böden mit wenig Ton über hartem Jura-Kalk, frei dränierend und karg, was die Erträge natürlich begrenzt und kleine, konzentrierte Beeren ergibt. Der Name „Doix" verweist auf die Quellen am Fuß des Hangs.

Wo Les Hauts Doix sich leicht von Les Amoureuses unterscheidet, ist die etwas nordöstlichere Ausrichtung – das ergibt einen Wein mit etwas weniger Körper, dafür von großer Feinheit, Parfüm und mineralischer Eleganz. Le Moine ist einer der wenigen Erzeuger dieser raren Lage.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 gilt an der Côte de Nuits als herausragender Rotwein-Jahrgang: warm und reif, brachte er besonders konzentrierte, dichte und zugleich balancierte Pinot Noirs mit tiefer Frucht, samtigem Tannin und großem Reifepotenzial. In einer feinen, parfümierten Lage wie Les Hauts Doix ergibt das einen besonders eleganten, vielschichtigen Wein mit Tiefe und Frische – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, Chambolle-Musigny Les Hauts Doix 1er Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom leichten, kies-kalkigen Boden neben Les Amoureuses lebt dieser Chambolle von Parfüm und Finesse: helle rote Frucht wie Himbeere und Kirsche, florale Anklänge von Rose und Veilchen und eine feine, kalkige Mineralität mit zitrischer Frische. Aus dem reifen Jahrgang 2020 gewinnt er Dichte und samtiges Tannin, die das lange Vollhefelager und das neue Holz in eine seidige, vielschichtige Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen elegant und fein gezeichnet, mit feinem, seidigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall.

Parfümiert und fein – helle rote Frucht, Rose und Veilchen, kalkige Mineralität, seidig und elegant mit langer Frische.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wildgeflügel, zu Reh und Lamm in feiner Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Chambolle-Musigny Les Hauts Doix 1er Cru, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); winziger Streifen (~1,7 ha) zwischen Les Amoureuses und Les Charmes; kies-kalkiger Boden über Jura-Kalk, nordöstliche Ausrichtung
Klassifikation: Premier Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Weine

Hermann Ludes Thörnicher Ritsch Riesling Auslese 2010

Weißwein · Mosel · Riesling Auslese (edelsüß)

Riesling Thörnicher Ritsch Mosel Auslese · edelsüß Traumjahrgang 2010

Der Thörnicher Ritsch Riesling Auslese 2010 von Hermann Ludes ist ein edelsüßer Mosel-Riesling aus einem der ganz großen Jahrgänge – eine in Wein gemeißelte Schönheit mit allen Facetten, die große Weine begehrenswert machen.


Thörnicher Ritsch – Monument aus Schiefer

Das Weingut Hermann Ludes bewirtschaftet 5,5 Hektar Riesling in verschiedenen Kleinparzellen der Steillage Ritsch – einem beeindruckenden Monument, einem in den Fels gehauenen Weinberg mit alten, teils wurzelechten Rieslingstöcken. Bizarre Formationen aus Schiefer und Holz prägen das Bild; die Wingertspfähle ragen wie die Speerspitzen eines Riesenheeres in den Himmel.

Eingerahmt von den Seitentälern des Karlbach und der Salm, verdankt der Weinberg seine Einzigartigkeit in Terroir und Ausdruck dieser besonderen Lage.

Jahrgang 2010 – Mosel

2010 zählt zu den ganz großen Mosel-Jahrgängen – was viele erst in den letzten Jahren bemerkt haben. In der Jugend brachte er ein großes Säuregerüst mit; wo der Winzer Frucht und Extrakt einfangen konnte, entstanden Weine von außergewöhnlicher Balance.

Gerade edelsüße Prädikate profitieren hier: Die hohe natürliche Säure trägt die Süße und sorgt für ein jahrzehntelanges Entwicklungspotenzial.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2010, klassischer Prädikatswein (Auslese, edelsüß).

Selektive Handlese vollreifer, teils edelfauler Beeren in der Steillage, Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau ohne Schönung. Ein Wein, der bereits gereift ist und über weitere Jahrzehnte zulegen wird.

Im Glas

Hier spielen Frucht – stählerner Pfirsich, saftiger Apfel –, nasse Schieferaromatik und ein omnipräsentes Säurespiel ein weitreichendes Konzert in Duft und Gaumen, ergänzt um Anklänge von Honig, Aprikose und exotischer Frucht. Zeitlos, frisch und bemerkenswert lang anhaltend, mit spritziger Zitrus-Gesteinsfrische und dem besonderen Etwas, das nur den ganz großen Rieslingen vorbehalten ist. Ein doppeltes Wow – kann denn so ein Riesling Sünde sein?

„Freude, schöner Götterfunken, wir betreten feuertrunken, Himmlische, dein Heiligtum." (Friedrich Schiller)

Bereits wunderbar gereift, mit großem weiterem Potenzial. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu Foie gras, kräftigem Blauschimmelkäse oder fruchtigen Desserts wie Tarte und Crème brûlée – ebenso ein großer Solist und Meditationswein.


Lage: Thörnicher Ritsch (Mittelmosel); steile Schiefer-Steillage, alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: Riesling Auslese (Prädikatswein, edelsüß)
Ausbau: Riesling; selektive Handlese, Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau, keine Schönung

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Weine

Thierry Allemand Cornas Cuvée C 2022 Magnum

Rotwein · Cornas · Syrah

Syrah Cornas AOC Cuvée C (ehem. Chaillot) Nördliche Rhône biodynamisch · naturnah Magnum 1,5 l 2022

Der Thierry Allemand Cornas Cuvée C 2022 ist ein Syrah von Weltklasse – aus den steilen Terrassenlagen von Cornas, von unvergleichlicher Reinheit, Energie und Ausdruckskraft. Bereits in der Jugend von bemerkenswerter Klarheit und Präzision; in der Magnum der ideale Wein für die große Reife.


Thierry Allemand – Ikone von Cornas

Thierry und sein Sohn Théo Allemand zählen zu den eindrucksvollsten Persönlichkeiten im Rhônetal. In den steilen Terrassenlagen von Cornas – die zu den anspruchsvollsten Weinbergen Frankreichs gehören – erzeugen sie Syrah-Weine von unvergleichlicher Reinheit, Energie und Ausdruckskraft. Thierry, Autodidakt mit feinem Gespür und tiefem Respekt vor der Natur, lernte das Handwerk von der lokalen Legende Robert Michel – der ihm einst sogar das Leben rettete, als Thierry in ein Weinfass fiel.

Die Cuvée C, ehemals „Chaillot", stammt aus einer Einzellage mit 25 bis 35 Jahre alten Reben. Thierry Allemand arbeitet naturnah, biodynamisch und mit minimalem Schwefeleinsatz – teilweise sogar ganz ohne. Und dennoch sind seine Weine makellos sauber, von atemberaubender Präzision und Tiefe. Die Cuvée C ist dabei der zugänglichere der beiden großen Cornas-Weine des Hauses – der große Bruder Reynard stammt von 55–65 Jahre alten Reben auf Granitboden und zeigt eine noch tiefere, mineralisch geprägte Komplexität.

Jahrgang 2022 – Cornas

2022 war an der nördlichen Rhône ein warmer, sonnenreicher Jahrgang, der vollreife, konzentrierte Syrahs mit satter dunkler Frucht hervorbrachte – bei Allemand gezähmt durch sorgfältige Arbeit und das kühle Gespür des Hauses. Die Cuvée C zeigt sich entsprechend klar und präzise, mit charmantem Duft frischer Syrahfrucht und der für das Gut typischen energiegeladenen Spannung. Die Magnum bietet dabei ideale Bedingungen für eine besonders langsame, harmonische Entwicklung.

Ausbau

Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2022, trocken. Abgefüllt in der Magnum (1,5 l).

Trauben von 25 bis 35 Jahre alten Reben der Einzellage, naturnah und biodynamisch bewirtschaftet. Vinifikation und Ausbau mit minimalem Schwefeleinsatz – teilweise gänzlich ohne –, kompromisslos auf Reinheit, Präzision und die unverfälschte Ausdruckskraft der Lage ausgerichtet.

Im Glas

Bereits in ihrer Jugend zeigt die Cuvée C eine bemerkenswerte Klarheit, Präzision und den charmanten Duft frischer Syrahfrucht. Im Glas entfaltet sie eine feingliedrige Aromatik von schwarzen Johannisbeeren, reifen Kirschen, geräuchertem Speck, Zimt und einer Spur Teer. Am Gaumen überzeugt sie mit feinen, reifen Tanninen, großer Balance und einer klaren Säure, die ihr ein langes Leben garantiert.

Ein Syrah von Weltklasse, der sich würdevoll neben den berühmten Appellationen Côte-Rôtie und Hermitage behauptet.

Schon jung zugänglich, doch mit großem Reifepotenzial – 15 bis 25 Jahre und mehr sind keine Seltenheit, in der Magnum umso mehr. Profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem und gegrilltem rotem Fleisch, zu Wild und Lamm mit Kräutern, zu Ente sowie zu kräftigen, würzigen Schmorgerichten. Die Magnum ist der ideale Begleiter für die große Tafel.


Lage: Cornas, nördliche Rhône (Frankreich); steile Terrassenlage, Einzellage (ehem. Chaillot), Reben 25–35 Jahre
Klassifikation: Cornas AOC, Syrah (trocken); Magnum 1,5 l
Ausbau: Syrah; naturnah/biodynamisch, minimaler bis kein Schwefeleinsatz; kompromisslos auf Reinheit und Präzision ausgerichtet

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Frankreich

Bessin-Tremblay Chablis 2023

Weißwein · Chablis · Chardonnay

Chardonnay Chablis AOC 2023 Reben bis 80 Jahre dezenter Holzausbau

Der Chablis 2023 der Domaine Bessin-Tremblay ist ein saftiger, mineralischer Chardonnay aus dem nördlichen Burgund. Die Trauben stammen von einer Parzelle mit bis zu 80 Jahre alten Reben – das gibt dem Wein Dichte und Tiefe, die deutlich über das übliche Niveau dieser Appellation hinausgehen. Der Jahrgang 2023 bringt reife Frucht und straffe Säure zusammen.


Chablis – Chardonnay aus alten Reben am Serein

Chablis liegt im nördlichen Burgund im Arrondissement Auxerre, geformt vom Fluss Serein, und ist von Champagne, Sancerre und der Côte d'Or jeweils etwa gleich weit entfernt. Das kontinentale Klima mit kalten Wintern und das Risiko von Spätfrösten prägen den Charakter; angebaut wird ausschließlich Chardonnay, der durch die kühlen Bedingungen seine markante Säure und Langlebigkeit behält.

Den Untergrund bilden Kalkstein und Mergel aus dem Kimmeridgium – die Bodenformation, die den Chablis seine salzig-mineralische Linie gibt. Die Frucht für diesen Wein kommt von einer Parzelle mit Reben von bis zu 80 Jahren; das geringe Ertragsniveau alter Stöcke liefert konzentrierte, klar gezeichnete Trauben.

Die Domaine Bessin-Tremblay – 1992 von Jean-Claude Bessin und Evelyne Tremblay übernommen, heute mit Sohn Romain – bewirtschaftet rund 12 Hektar in Chablis und zählt im Stilbild der Region zur Spitzengruppe neben Häusern wie Dauvissat und Raveneau.

Jahrgang 2023 – Chablis

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch und forderten die Winzer im Rebschutz. Ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer, die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein.

Eine Hitzewelle im August beschleunigte die Reife, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für Chablis steht 2023 für einen gesunden, mengenmäßig großzügigen Jahrgang mit reifer Frucht und tragender Säure.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, von Hand gelesen und selektiert.

Sanfte pneumatische Pressung, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen. Ausbau auf der Feinhefe mit nur dezentem Holzanteil, sodass Frucht und Mineralität im Vordergrund bleiben. Die Weinberge werden naturnah nach Lutte raisonnée bewirtschaftet.

Im Glas

In der Nase gelbe und weiße Früchte, vor allem Zitrus, dazu eine feine Holznote im Hintergrund. Am Gaumen dicht, kristallklar und mineralisch, mit Zug und einem geradlinigen, salzigen Abgang.

Ein Chablis, der zeigt, wie wenig die guten Lagen mit Massenware desselben Namens zu tun haben: dicht, kristallklar, voller Energie.

Jung schon zugän

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Rebsorten

Domaine Pierre Vincent Meursault Les Charmes 1er Cru 2024

Weißwein · Meursault (Burgund) · Chardonnay (1er Cru)

Chardonnay Meursault 1er Cru Les Charmes Domaine Pierre Vincent Côte de Beaune · Burgund Kalk · Mergel (unter Perrières) alte Reben (1936) Fass 12 Mon. + Tank 6 Mon. 2024

Der Domaine Pierre Vincent Meursault 1er Cru Les Charmes 2024 stammt von fast 90-jährigen Reben unterhalb der Perrières. Ein präziser, mineralischer Meursault – reintönig, tief und ohne opulente Schwere.


Meursault 1er Cru Les Charmes – Kalkhang unter den Perrières

Die Domaine Pierre Vincent in Auxey-Duresses entstand 2023 aus der Übernahme der Terres de Velle durch Pierre Vincent, den langjährigen Kellermeister der Vougeraie und Direktor von Leflaive. Auf rund sieben Hektar in den besten Appellationen der Côte de Beaune arbeitet er parzellenweise, mit alten Reben (Ø ~60 Jahre) aus Massenselektion, quasi-biologisch und minimalistisch – die Zertifizierung ist angestrebt.

Der Climat Les Charmes umfasst hier die Lieux-dits Charmes-Dessus und Charmes-Dessous an einem sehr mineralischen Hang direkt unterhalb der berühmten Perrières. Die Parzelle wurde 1936 gepflanzt – fast 90-jährige Reben, die Konzentration, Tiefe und feine Kalkmineralität liefern. Pierre Vincent setzt auf frühe Lese und einen reintönigen, präzisen Stil statt auf opulente Fülle.

Jahrgang 2024 – Meursault

2024 war im Burgund ein kühleres, feuchtes Jahr: milder, nasser Winter, früher Austrieb, ein feucht-kühles Frühjahr mit hohem Krankheitsdruck und teils Frost, dazu geringe Erträge nach strenger Selektion. Die Weißweine zeigen klare, feine Frucht, pikante Frische und kühle Eleganz mit mehr Säure – ein Jahrgang, der Pierre Vincents präzisen, frischen Stil ideal trägt.

Ausbau

Trockener Chardonnay, Meursault 1er Cru Les Charmes, Jahrgang 2024; 100 % Chardonnay von Kalk- und Mergelböden, aus 1936 gepflanzten Reben.

Lange, sanfte pneumatische Pressung, Débourbage über Nacht. Die alkoholische Gärung erfolgt teils im Edelstahltank mit spontanen (indigenen) Hefen; danach wird der Wein für die malolaktische Gärung ins Fass gebracht und dort rund zwölf Monate ausgebaut, gefolgt von etwa sechs Monaten Rücklage im Edelstahltank vor der Füllung. Dieser Tankabschluss sorgt für Reinheit und Harmonie am Gaumen.

Im Glas

Ein tiefer, präziser Meursault: reife gelbe Frucht und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, feine Haselnuss, ein Hauch Brioche und eine kreidig-salzige Kalkmineralität. Am Gaumen gehaltvoll, aber leichtfüßig getragen, mit kühler Spannung, feiner Säure und einem langen, mineralisch-salzigen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Zitrus und weißer Pfirsich über feiner Haselnuss, Brioche und kreidig-salziger Kalkmineralität – gehaltvoll, aber leichtfüßig, mit kühler Spannung, feiner Säure und langem, salzigem Nachhall.

Ein tiefer, langlebiger Meursault 1er Cru; jung gern dekantieren. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten in feiner Sauce, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Bresse-Geflügel und Kalb in Rahmsauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Meursault 1er Cru Les Charmes (Charmes-Dessus/Charmes-Dessous), Côte de Beaune (Burgund); mineralischer Kalkhang unterhalb der Perrières; Reben gepflanzt 1936
Klassifikation: Meursault Premier Cru, Burgund (trocken); 100 % Chardonnay
Ausbau: lange pneumatische Pressung, Débourbage über Nacht, Spontangärung teils im Tank, Malo im Fass, 12 Monate Fassausbau + 6 Monate Tank vor der Füllung; quasi-biologisch

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