Jose Gil Vinedos En San Vicente de la Sonsierra 2024
Rotwein · Rioja DOCa · Tempranillo
Tempranillomit ~20 % Garnacha & 5 % ViuraRioja DOCaViñedos en San VicenteSan Vicente de la SonsierraJosé GilHöhenlagen > 500 m2024
Der José Gil Viñedos en San Vicente de la Sonsierra 2024 ist der Village-Wein des Hauses – ein „Einstiegswein" auf hohem Niveau: präzise, feinmaschig, frisch und zutiefst terroirgeprägt. So schmeckt der perfekte Rotwein aus San Vicente.
Viñedos en San Vicente – der Village-Wein von José Gil
José Gil zählt mit seiner Partnerin Vicky zu den gefeierten jungen Terroir-Winzern der Rioja (Tim Atkin „Young Winemaker of the Year 2021"). Geprägt von Praktika in Burgund und an der Mosel, vinifiziert er in San Vicente de la Sonsierra village- und lagenspezifische Weine aus alten Buschreben – organisch, mit burgundischer Eleganz statt traditioneller Holzlastigkeit.
2024 markiert einen wichtigen Schritt in der kontinuierlichen Präzisionsarbeit von José und Vicky Gil: Das Weingut erweitert seinen Besitz um einen weiteren Hektar – drei Parzellen unterhalb der Sierra Cantabria, darunter ein alter Garnacha-Weinberg bei Peciña sowie zwei Tempranillo-Lagen im Valle de La Canoca. Das erlaubt eine feinere Selektion und hebt die Qualität des Village-Weins auf ein nochmals höheres Niveau. Die Trauben stammen aus verschiedenen Weinbergen rund um San Vicente, meist auf über 500 Metern Höhe; die vielfältigen Böden aus Lehm, Kalk, Sand und feineren Sedimenten geben dem Wein zusätzliche Tiefe und Komplexität.
Jahrgang 2024 – Rioja
2024 war ein Jahr mit gut wassergesorgten Böden und vergleichsweise kühlem Sommer, das zu einer späten, präzise gelesenen Reife führte. Im Viñedos en San Vicente ergibt das einen frischen, saftig gespannten Wein mit klarer Frucht und feinmaschiger Struktur – ein Village-Wein, der für seine Kategorie Maßstäbe setzt.
Assemblage und Ausbau
Tempranillo als Basis, ergänzt von rund 20 % Garnacha und 5 % Viura, gemeinsam vergoren, aus dem Jahrgang 2024, Rioja DOCa, trocken.
Die Lese erfolgt vollständig von Hand; nach dem Entrappen bleiben etwa 20 % Rappenanteil erhalten, um Struktur und Würze zu betonen. Vergoren wird im Stahltank, bevor der junge Wein zehn Monate lang in Beton sowie gebrauchten 300- und 500-Liter-Fässern aus französischer Eiche reift. Dieser sanfte Ausbau bewahrt die Klarheit der Frucht und unterstreicht die Herkunft der einzelnen Parzellen. Abgefüllt im September 2025; insgesamt 17.200 Flaschen.
Im Glas
Ein präziser, feinmaschiger Village-Tempranillo: frische rote Frucht, florale und würzige Nuancen aus dem Ganztraubenanteil, getragen von saftiger Spannung und lebendiger Säure. Am Gaumen klar, balanciert und terroirgeprägt, mit feinem Tannin und gutem Trinkfluss – die vielen Böden und Lagen zeigen sich in aromatischer Vielfalt und Tiefe.
Präzise, feinmaschig, frisch und zutiefst terroirgeprägt – so schmeckt der perfekte Rotwein aus San Vicente.
Schon jung mit viel Trinkfreude, mit gutem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.
Am Tisch
Zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Lamm und Geflügel, zu Salumi und Tapas sowie zu mittelreifem Käse.
Sottimano Bric del Salto Dolcettto d Alba 2024 DOC
Rotwein · Dolcetto d'Alba DOC · Dolcetto
DolcettoDolcetto d'Alba DOCBric del SaltoSottimanoSpontangärung · Edelstahl2024
Der Sottimano Bric del Salto Dolcetto d'Alba 2024 ist ein feiner, frischer Dolcetto, mit dem Andrea Sottimano dieser oft unterschätzten Sorte bewusst neue Würde verleiht – seidig, balanciert und überraschend anspruchsvoll. Ein Dolcetto, der weit über das Gewohnte hinausgeht.
Bric del Salto – Dolcetto mit neuer Würde
Sottimano in Neive zählt zu den Top-Adressen des Barbaresco. Das Familienweingut – von Rino Sottimano ab Ende der 1960er aufgebaut, heute von Andrea und seinen Geschwistern geführt – arbeitet seit über vierzig Jahren und minimal-invasiv: Spontangärung mit wilden Hefen, ungeschönt und ungefiltert. Diese Sorgfalt gilt auch den Alltagssorten des Piemonts.
Der Bric del Salto stammt aus einer klassischen Dolcetto-Lage im Piemont und wird reinsortig aus 100 % Dolcetto gekeltert. Ziel ist es, die Eleganz und Feinheit dieser oft unterschätzten Rebsorte konsequent herauszuarbeiten, ohne ihre natürliche Frische zu verlieren.
Jahrgang 2024 – Dolcetto d'Alba
Der Jahrgang 2024 bringt im Bric del Salto einen frischen, fruchtbetonten Dolcetto mit klarer Frucht und lebendiger Balance. Die für die Sorte typische saftige Zugänglichkeit bleibt erhalten, während der präzise Ausbau für Feinheit und aromatische Tiefe sorgt.
Ausbau
Reinsortiger Dolcetto aus dem Jahrgang 2024, Dolcetto d'Alba DOC, trocken.
Die alkoholische Gärung erfolgt spontan mit natürlichen Hefen. Nach einer bewusst verlängerten Maischestandzeit schließt sich eine ebenfalls spontane malolaktische Gärung an. Der gesamte Ausbau findet im Edelstahltank statt, um die Frische und die sensible Aromatik der Dolcetto-Traube zu bewahren. Die längere Maischestandzeit führt zu einer etwas helleren Farbe, sorgt jedoch für eine bessere Integration von Tannin und Säure sowie für zusätzliche aromatische Tiefe.
Im Glas
Im Glas zeigt sich der Wein in leuchtendem Rubinrot mit brillanten Reflexen. In der Nase dominieren Amarena, wilde Beeren, Wacholder sowie feine florale Anklänge von Wildrose und getrockneter Heidelbeere. Am Gaumen wirkt der Dolcetto frisch, seidig und ausgewogen; Tannine und Säure sind harmonisch miteinander verwoben. Trotz seiner Zugänglichkeit besitzt er Substanz und Entwicklungspotenzial – ein klassisch geprägter, kompromisslos präziser Wein, der zugleich zeitgemäß wirkt: fein, balanciert und überraschend anspruchsvoll.
Fein, balanciert und überraschend anspruchsvoll – ein Dolcetto, der weit über das Gewohnte hinausgeht.
Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit etwas Entwicklungspotenzial; bei 14–16 °C servieren.
Am Tisch
Zu Salumi und Antipasti, zu Pasta mit Tomaten- oder Fleischsugo, zu Pizza und gegrilltem Gemüse sowie zu jungem bis mittelreifem Käse.
Marquis de Saint-Loup Calvados Selection ist ein normannischer Apfelbrand aus dem Hause Marquis de Saint-Loup, das seit Generationen Cidre und Calvados erzeugt. Für diese Abfüllung werden ausgesuchte Apfelsorten verwendet und der Brand zwei bis drei Jahre in sehr alten Holzfässern gereift. Das verleiht ihm sein typisches Aroma. Im Glas ein weicher Calvados mit feinen Apfel- und Birnenaromen.
Normandie
Calvados ist der klassische Apfelbrand der Normandie und eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Apfelgärten und das maritime, milde Klima prägen die Region. Die Früchte für diesen Calvados werden reif gelesen und sorgfältig ausgewählt.
Herstellung und Reifung
Der Cidre aus ausgesuchten Apfelsorten wird zunächst vergoren und anschließend zweifach destilliert. Danach reift der Calvados zwei bis drei Jahre in sehr alten Eichenfässern, häufig ehemaligen Port- und Sherryfässern, die für ein rundes, harmonisches Aroma sorgen.
Im Glas
Goldgelb. In der Nase feine Apfel- und Birnenaromen. Am Gaumen weich und rund, mit klarer Fruchtigkeit und dezenter Fasswürze. Der Abgang ist sanft und unkompliziert.
Zum Genuss
Pur als Digestif genießen, ebenso als Basis für Cocktails oder klassisch als „trou normand". Auch zum Verfeinern von Gerichten mit Schwein, Geflügel oder Wild geeignet.
Rotwein · Bordeaux-Cuvée · Walla Walla Valley · USA
Cayuse Camaspelo 2019 ist die seltene Bordeaux-Cuvée des Kultweinguts Cayuse aus dem Walla Walla Valley. Der Jahrgang 2019 erinnert in seinem Duft an große Graves: Johannisbeere, Tabak, Sandelholz und Bleistiftspäne, dazu steinige Mineralität – dicht, elegant und mit langem Leben vor sich.
Walla Walla Valley
Cayuse liegt im „Rocks District of Milton-Freewater“ im Walla Walla Valley – einem Gebiet mit auffälligen, runden Basaltkieseln im Boden. Christophe Baron, ursprünglich aus der Champagne, erkannte in diesen Steinböden ein Terroir wie in den großen französischen Appellationen. Er bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit und keltert daraus charaktervolle, eigenständige Weine.
Assemblage und Ausbau
Eine Cuvée im Bordeaux-Stil, überwiegend Cabernet Sauvignon, ergänzt um Cabernet Franc und Merlot, vom Jahrgang 2019. Der Wein reift im Barrique aus französischer Eiche, das ihm Struktur und feine Würze gibt.
Im Glas
Sehr tiefe Farbe. In der Nase rote und schwarze Johannisbeere, Brombeere und Schwarzkirsche, dazu verbrannte Erde, Tabak, Sandelholz, Bleistiftspäne, Lorbeer und ein Hauch wilder Kräuter. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, nahtlos und elegant, mit großer Dichte, steiniger Mineralität, viel Frische und sehr feinkörnigen Tanninen. Langer, würziger Nachhall.
Am Tisch
Bereits zugänglich, mit Reifepotenzial über viele Jahre – Kritiker sehen ihn 25 bis 30 Jahre auf der Höhe. Vorher dekantieren und bei 16–18 °C servieren.
Klassische Begleitung: Steak, Lamm, Wild und gereifter Hartkäse.
Marie-Courtin Coteaux Champenois Le Blanc Du Tremble 2020 BIO
Weißwein · Coteaux Champenois · Pinot Noir · Côte des Bar · Bio
Marie-Courtin Le Blanc du Tremble Coteaux Champenois ist ein stiller Weißwein aus 100 % Pinot Noir, weiß gekeltert als Blanc de Noirs. Coteaux Champenois ist die stille Variante der Champagne. Die Trauben stammen aus der Côte des Bar, bekannt für kraftvolle, charaktervolle Pinot-Noir-Weine. Im Glas präzise, fokussiert und salzig-mineralisch.
Côte des Bar
Die Trauben stammen aus der Côte des Bar, dem südlichen Teil der Champagne, der für seine kraftvollen, charaktervollen Pinot-Noir-Weine bekannt ist. Die kalkig-kreidigen Böden verleihen dem Wein eine kühle, fast salzige Mineralität. Marie-Courtin (Dominique Moreau) arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-09).
Rebsorte und Ausbau
Der Wein besteht zu 100 % aus Pinot Noir, weiß gekeltert als Blanc de Noirs, und wird als stiller Coteaux Champenois ausgebaut. Er reifte über elf Monate in zwei Amphoren – ohne Holzeinfluss, für eine außergewöhnlich klare, unverfälschte Stilistik.
Im Glas
Helles, klares Gelb. Die Aromatik erinnert an helle rote Früchte, etwas Cranberry und Blutorange, begleitet von einer feinen, fast salzigen Mineralität. Am Gaumen straff und frisch, mit kühler, kalkiger Struktur und subtiler phenolischer Spannung. Die selbstbewusste Säure trägt den Wein durch ein langes, geradliniges Finale.
Am Tisch
Bei rund 12 °C servieren; etwas Luft betont die Klarheit. Als Speisenbegleiter ebenso wie solo zu genießen.
Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und feine Vorspeisen.
RieslingGraacher DomprobstKabinett #03 · fruchtsüßWilli SchäferVDP.Große Lage · MittelmoselBlau- und GrauschieferSteillage 45–75 %Magnum 1,5 l · 2025
Der Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Kabinett #03 2025 in der Magnum stammt aus einer der besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett mit typischer Schiefermineralität.
Graacher Domprobst – Steillage über der Mittelmosel
Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.
Die VDP.Große Lage Domprobst liegt oberhalb von Graach und gehört zu den besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Die nach Südwest bis Süd-Südwest ausgerichteten Weinberge fallen mit 45 bis 75 % Neigung zur Mosel ab (110–260 m) und bestehen aus Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil – die Grundlage für Mineralität und gutes Wasserspeichervermögen. Ein besonderes Merkmal sind die teils noch erhaltenen wurzelechten Reben, die über 100 Jahre alt sein können und maßgeblich zur Komplexität beitragen. Schon der Trierer Domprobst sicherte sich im 18. Jahrhundert Anteile der Erträge.
Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)
2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.
Herstellung und Ausbau
Fruchtsüßer Riesling Kabinett (#03) aus der Graacher Domprobst, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer. Abgefüllt in der 1,5-Liter-Magnum.
Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure des Kabinetts bewahrt. Das Magnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife.
Im Glas
Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett: Apfel und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, florale Anklänge und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem frischen, mineralischen Nachhall.
Apfel, Zitrus und weißer Pfirsich über floralen Anklängen und feiner, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.
Ein verspielt-fruchtiger, langlebiger Mosel-Kabinett; die Magnum reift besonders harmonisch. Bei 8–10 °C servieren.
Am Tisch
Als Aperitif, zu würziger asiatischer Küche und Currys, zu Fisch und Meeresfrüchten sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.
Rotwein · St-Émilion Grand Cru · Bordeaux · Frankreich
Château La Fagnouse St-Émilion Grand Cru ist ein reifer, voller Rotwein aus dem Bordeaux – eine Cuvée aus Cabernet Franc und Merlot. Er bietet viel Extrakt bei großer Fruchtfülle und ist zugleich ein stattlicher Gaumenschmeichler. Warme, etwas erdige Töne prägen den Wein. So passt dieser St-Émilion Grand Cru perfekt zu Wildgerichten.
St-Émilion Grand Cru
St-Émilion liegt am rechten Ufer der Dordogne im Bordeaux. Die Appellation Grand Cru steht für gehaltvolle, Merlot- und Cabernet-Franc-geprägte Weine; die kalk- und lehmhaltigen Böden geben ihnen Struktur, Tiefe und Reifepotenzial.
Assemblage und Ausbau
Cuvée aus Cabernet Franc und Merlot. Der Ausbau im Eichenfass verleiht dem Wein Struktur, feine Tannine und seine warmen, würzigen Noten – appellationstypisch für einen St-Émilion Grand Cru.
Im Glas
Dichtes Rubinrot. In der Nase reife dunkle Beeren und Pflaume, dazu würzige, etwas erdige Töne und feines Holz. Am Gaumen voll und extraktreich, mit großer Fruchtfülle, reifem Tannin und langem, warmem Abgang.
Am Tisch
Bei 16–18 °C servieren; vor dem Genuss dekantieren. Gut gelagert reift der Wein weiter.
Klassische Begleitung: Wild, Reh, Lamm, Rinderbraten und gereifter Hartkäse.
Der Tentenublo Escondite del Ardacho „El Abundillano" 2019 ist ein Rotwein, wie ihn die spanische Weinwelt so noch nicht im Glas hatte: Garnacha-dominiert, aus einer einzigen Parzelle mit rund 100 Jahre alten Reben. Er hat die Kraft eines wilden Priorat, ohne rosiniert oder überkonzentriert zu sein – ungeschminktes Terroir, intensivste Frucht und grandioses Finale.
El Abundillano – eine einzige alte Parzelle
Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Die Escondite-del-Ardacho-Reihe versammelt seine Single-Parcel-Weine, die das jeweilige Mikroterroir mit größter Detailtreue übersetzen.
Der Abundillano stammt aus der sandigen, stark kalkhaltigen Parzelle gleichen Namens, bestockt mit 90 bis 105 Jahre alten Reben. Aus diesem kargen, alten Weinberg entsteht ein Wein von der Eleganz eines Garnacha aus Méntrida oder von Madrid – dabei aber farbintensiver, frischer und vollmundiger.
Jahrgang 2019 – Rioja
2019 war an der Rioja ein trockener, hochwertiger Jahrgang, der konzentrierte, zugleich frische und fein strukturierte Weine hervorbrachte. Die Höhenlage mit ihren kühlen Nächten und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten Frische und die mineralische Prägung des sandigen Kalkbodens – reife Frucht und Spannung im Gleichgewicht. Mit einigen Jahren Flaschenreife zeigt sich der Wein heute in einer schönen, zugänglichen Phase.
Assemblage und Ausbau
Cuvée aus hauptsächlich Garnacha mit ein wenig Tempranillo und Malvasía, Jahrgang 2019, trocken; von 90 bis 105 Jahre alten Reben aus der Einzelparzelle Abundillano.
Der Wein wird kompromisslos natürlich vinifiziert und ungeschönt sowie unfiltriert abgefüllt. So bleibt das ungeschminkte Terroir der alten Parzelle unverfälscht erhalten. Gesamtproduktion: nur 1.398 Flaschen.
Im Glas
Farblich undurchdringlich, im Geschmack ein Korb voller reifer Früchte, insbesondere Himbeeren und Brombeeren. Laktische Noten gesellen sich dazu (Joghurt), sowie Lakritze, dunkle Schokolade und ein mineralischer Touch runden die Geschmacksfacetten ab. Er hat die Kraft wie ein wilder Wein aus dem Priorat, ohne dass er rosiniert, überreif oder zu konzentriert wäre. Ein minutenlanger Nachhall setzt diesem Rotwein noch die Königskrone auf!
Ein Korb voller reifer Himbeeren und Brombeeren, dazu laktische Noten, Lakritze, dunkle Schokolade und ein mineralischer Touch – Priorat-Kraft ohne Überreife, mit minutenlangem Nachhall.
Braucht noch viel Luft und sollte vor dem Genuss großzügig dekantiert werden. Bei 16–18 °C servieren.
Am Tisch
Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.
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