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Weine

Saxum Paderewski Vineyard 2018 Magnum

Rotwein · Paderewski Vineyard · Rhône-Cuvée

Syrah-dominierte Cuvée Paderewski Vineyard Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden gemeinsam vergoren Magnum 1,5 l 2018

Der Saxum Paderewski Vineyard 2018 in der Magnum (1,5 l) ist eine rare, Syrah-dominierte Single-Vineyard-Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum aus einem historischen, kalkreichen Weinberg von Paso Robles. Tief, würzig und parfümiert, vollgewichtig und strukturiert – aus einem herausragenden Jahrgang, im Großformat besonders langlebig.


Paderewski Vineyard – Kalkstein mit Geschichte

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Neben der Heimatlage James Berry bezieht das Gut Frucht von einigen ausgesuchten Spitzenlagen – darunter das Paderewski Vineyard westlich von Paso Robles an der Peachy Canyon Road. Der historische Weinberg wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom weltberühmten Pianisten und polnischen Staatsmann Ignacy Jan Paderewski bewirtschaftet; Justin Smith hat ihn mit wiederbelebt und neu bestockt.

Die Lage ist von kargen, steinig-kalkhaltigen Böden geprägt, die in Paso Robles selten sind und den Weinen Mineralität, Frische und Tiefe geben. Kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Saxum arbeitet organisch im Weinberg und minimalistisch im Keller – von Hand gelesen, mit Spontangärung und behutsamem Ausbau.

Jahrgang 2018 – Paso Robles

2018 gilt an der kalifornischen Central Coast als herausragender, klassischer Jahrgang: Eine lange, gleichmäßige Vegetationsperiode brachte vollreife, zugleich frische und ausgewogene Weine mit großer Tiefe und Struktur. Auf dem kalkreichen Terroir des Paderewski Vineyard ergibt das einen tiefgründigen, würzigen und perfümierten Wein, der Fülle mit mineralischer Spannung und großem Reifepotenzial verbindet.

Assemblage und Ausbau

Gemeinsam vergorene Cuvée aus 44 % Syrah, 22 % Mataro (Mourvèdre), 15 % Zinfandel, 9 % Grenache, 6 % Tempranillo und 4 % Viognier, Jahrgang 2018, trocken, gefüllt in der Magnum (1,5 l).

Syrah gibt dem Wein das dunkle, würzig-pfeffrige Fruchtrückgrat und die mineralische Tiefe; Mataro Struktur, Erdigkeit und herzhafte Fülle; Zinfandel saftige, brombeerige Frucht und Gewürz; Grenache rote Frucht und Großzügigkeit; Tempranillo rote Frucht und Schmelz; der mitvergorene Viognier hebt die Aromatik floral an. Der Ausbau erfolgt in französischer Eiche verschiedener Größen – die gemeinsame Gärung der Sorten verwebt sie zu einem nahtlosen Ganzen. Im großen Magnumformat reift der Wein langsamer und gewinnt zusätzliches Potenzial.

Im Glas

Aus der gemeinsam vergorenen, Syrah-dominierten Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Parfüm und Tiefe: tiefes Purpur im Glas, dazu dichte schwarze und blaue Frucht wie Brombeere, Blaubeere und dunkle Kirsche, florale Anklänge von Veilchen und Flieder, süße Gewürze, Lakritz und Anis sowie eine pfeffrige Note. Am Gaumen vollgewichtig und konzentriert, mit reifem, festem Tannin, einer kalkig-mineralischen Frische und langem, parfümiertem Nachhall.

Tiefes Purpur, schwarze und blaue Frucht, Veilchen und Flieder über süßer Würze, Lakritz und Pfeffer – vollgewichtig, strukturiert und sehr lang.

Benötigt Luft; in der Jugend großzügig dekantieren. Im Magnumformat mit besonders großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Paderewski Vineyard, westlich von Paso Robles (Kalifornien, USA); karge, steinig-kalkhaltige Böden; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles; gemeinsam vergorene Cuvée aus 44 % Syrah, 22 % Mataro, 15 % Zinfandel, 9 % Grenache, 6 % Tempranillo, 4 % Viognier (trocken); Magnum 1,5 l
Ausbau: Spontangärung (Co-Fermentation), Ausbau in französischer Eiche verschiedener Größen; zurückhaltende, minimalistische Kellerarbeit

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Weine

Dönnhoff Niederhäuser Hermannshöhle Riesling GG 2025

Weißwein · VDP.Großes Gewächs · Riesling trocken

100 % Riesling Niederhäuser Hermannshöhle VDP.Große Lage · Großes Gewächs 2025 Tonschiefer · Porphyr · Kalk Reben bis 75 Jahre 6 Monate Vollhefe

Der Dönnhoff Hermannshöhle Riesling GG 2025 stammt aus der Lage, an der sich der Weinbau an der Nahe seit über hundert Jahren misst: der Niederhäuser Hermannshöhle, VDP.Große Lage. Reiner Südhang, schwarzgrauer Tonschiefer mit Porphyr und Kalkeinlagerungen, Rebstöcke von bis zu 75 Jahren. Selektive Handlese in mehreren Durchgängen, Ausbau im großen Holzfass mit langem Hefekontakt.


Niederhäuser Hermannshöhle – ältestes Gestein der Gemarkung

Die Hermannshöhle liegt auf 130 bis 175 Metern über dem Meer in reiner Südausrichtung, als steiler Hang über der Nahe. Der Untergrund ist geologisch ungewöhnlich vielschichtig: dunkelgrauer bis schwarzer Tonschiefer, durchsetzt mit vulkanischem Porphyr und Einlagerungen von Kalk. Es ist das älteste Gestein der Niederhäuser Gemarkung, über 300 Millionen Jahre alt und ins Karbon zurückreichend.

Diese Mischung erklärt den Wein besser als jede Verkostungsnotiz: Der Schiefer liefert die salzige, feingliedrige Ader, der Porphyr die Wärme und den rauchigen Zug, der Kalk die Zugkraft der Säure. Weil die drei Gesteine kleinräumig wechseln, entsteht kein einheitlicher Bodentyp, sondern ein Mosaik – und daraus die Vielschichtigkeit, für die die Lage steht. Die bis zu 75 Jahre alten Rebstöcke haben Zeit gehabt, dieses Gefüge zu durchwurzeln; ihr Ertrag ist gering, ihre Versorgung in Trockenphasen dafür stabil.

Der Rang der Lage ist keine Marketingzuschreibung, sondern historisch dokumentiert: Die Hermannshöhle trug über ein Jahrhundert lang die höchste Steuerbewertung aller Nahe-Lagen und diente als Maßstab, an dem die übrigen Lagen der Region eingestuft wurden. Innerhalb des Dönnhoff-Portfolios ist sie der Fixpunkt – dort, wo der Felsenberg Rauch und Substanz gibt und der Krötenpfuhl Fülle, verbindet die Hermannshöhle Kraft und Feinzeichnung.

Jahrgang 2025 – Nahe

Das Jahr begann an der Nahe mit ausreichenden Niederschlägen und leicht überdurchschnittlichen Temperaturen, der Behang war dicht; Spätfröste und örtlicher Hagel nahmen einzelnen Lagen Menge. Der Charakter des Jahrgangs entschied sich im warmen, trockenen August: Die Zuckerreife beschleunigte sich stark, die Mostgewichte erreichten schon Anfang September hohe Werte – und die Säure blieb dennoch erhalten. Alte Reben mit tiefem Wurzelwerk hatten in dieser Phase den Vorteil, weil sie die Wasserversorgung stabil hielten, statt die Reife abzubrechen.

Die Lese gehörte zu den frühesten und schnellsten in der Geschichte des Anbaugebiets und begann Anfang September. Der Regen am 23. und 24. September teilte den Jahrgang: davor makelloses Lesegut, danach Selektionsarbeit. Anfang Oktober war praktisch alles im Keller. Die Erntemenge lag bei 246.000 Hektolitern – drei Prozent unter dem Vorjahr und rund 21 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Ein Jahrgang mit hohen Mostgewichten, tragfähiger Säure und kleiner Menge; in der Hermannshöhle wurde in mehreren Durchgängen gelesen, um genau diesen Termindruck zu umgehen.

Assemblage und Ausbau

100 Prozent Riesling aus dem Jahrgang 2025, selektiv von Hand gelesen in mehreren Durchgängen. In einer Steillage dieser Art ist jeder Arbeitsgang Handarbeit; die mehrfachen Lesedurchgänge sind der Grund, warum in einem schnellen Jahr wie 2025 trotzdem jede Parzelle zu ihrem eigenen Zeitpunkt geholt werden konnte. Nach schonender Pressung reift der Wein im großen Eichenholzfass – gebrauchtes Holz, das Sauerstoff durchlässt, aber keine Aromen abgibt.

Der Hefekontakt ist zweistufig: mindestens sechs Monate auf der Vollhefe, anschließend zwei Monate auf der Feinhefe. Die lange Vollhefephase gibt dem Wein die dichte, cremig unterlegte Textur, ohne die Klarheit zu nehmen. In einem reifen Jahr ist sie das Gegengewicht, das die Kraft in Struktur überführt.

Im Glas

Helles Gelb mit grünen Reflexen. In der Nase weißer Pfirsich, Zitrusschale und Quitte, dahinter Feuerstein, Kräuter und ein kühler, steiniger Ton. Am Gaumen kristallin und präzise gezeichnet, mit reifer, feiner Säure und einer salzigen Ader aus dem Tonschiefer, die den Wein trägt statt ihn zu schärfen. Der Abgang bleibt lang und kühl.

Schiefer gibt die Salzigkeit, Porphyr die Wärme, Kalk den Zug – die Hermannshöhle ist kein Bodentyp, sondern ein Mosaik aus dreien.

Jung noch verschlossen und auf Zurückhaltung gebaut. Die Entwicklung setzt ab 2030 ein und läuft über die folgenden zehn Jahre; die geringe Erntemenge 2025 und das Alter der Reben sprechen für Reifepotenzial bis 2045. Frühe Flaschen mindestens eine Stunde dekantieren, bei 11–13 °C im großen Glas servieren. Nicht zu kalt – unter 10 °C bleibt die Mineralität stumm.

Am Tisch

Zu Steinbutt oder Loup de mer aus der Pfanne, zu Hummer mit Zitrusbutter, zu Kalbsbries und Bresse-Poularde mit Morcheln. Ebenso zu Saibling, zu Wachtel und zu gereiftem Bergkäse. Ein GG dieser Lage verträgt anspruchsvolle Gerichte – wer es als Aperitif öffnet, verschenkt es.


Produzent Weingut Dönnhoff, Oberhausen an der Nahe
Rebsorte 100 % Riesling
Lage Niederhäuser Hermannshöhle – reiner Südhang, 130–175 m
Klassifikation VDP.Große Lage · Großes Gewächs, trocken
Jahrgang 2025
Vinifikation Selektive Handlese in mehreren Durchgängen · schonende Pressung
Ausbau Großes Eichenholzfass · mindestens 6 Monate Vollhefe · 2 Monate Feinhefe
Trinkempfehlung 2030–2045
Boden Schwarzgrauer Tonschiefer mit Porphyr und Kalkeinlagerungen, ältestes Gestein der Gemarkung
Rebenalter Bis zu 75 Jahre

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Länder/Regionen

Metzger Petit Rosé trocken 2025

Roséwein · trocken · Pfalz · Deutschland

Metzger Petit Rosé trocken ist ein fruchtig-frischer Roséwein vom Weingut Metzger aus der Pfalz – alles andere als gewöhnlich. Rhabarber, Paprika, Kiwi und Stachelbeere prägen das Bild, dazu eine leicht pfeffrige Art. Ein trockener Rosé, der schon im ersten Moment überzeugt. Der ideale Sommerwein zum Grillen.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Aus roten Trauben entsteht hier ein trockener, fruchtbetonter Rosé mit frischer, würziger Art.

Rebsorte und Ausbau

Aus roten Trauben als trockener Rosé vinifiziert. Der frische Ausbau im Edelstahl bewahrt die fruchtbetonte Aromatik und die animierende Säure.

Im Glas

Helles Lachsrosa. In der Nase Rhabarber, Paprika, Kiwi und Stachelbeere, dazu eine leicht pfeffrige Note. Am Gaumen trocken, frisch und fruchtbetont, mit saftigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ein Sommerwein für die Terrasse.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, Salate, mediterrane Vorspeisen und leichte Sommerküche.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Roséwein, trocken
Ausbau: aus roten Trauben, Edelstahl

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Weine

Domaine Bretaudeau Gabbro Clos des Bouquinardières Muscadet 2022 BIO

Weißwein · Muscadet · Melon de Bourgogne

Melon de Bourgogne Clos des Bouquinardières Gabbro-Böden 2022 · Bio (FR-BIO-01) 18 Monate Vollhefe

Der Gabbro Clos des Bouquinardières Muscadet 2022 der Domaine Bretaudeau ist ein reinsortiger Melon de Bourgogne von tonhaltigen Gabbro-Böden. Die über 30 Jahre alten Reben liefern bei niedrigem Ertrag konzentrierte Trauben; der Wein reift über 18 Monate auf der Vollhefe. Kein Muscadet von der Stange.


Clos des Bouquinardières – Gabbro im Pays Nantais

Der Clos des Bouquinardières liegt im Pays Nantais an der Loire. Die Reben wurzeln auf tonhaltigen Gabbro-Böden – einem kompakten, grobkörnigen magmatischen Gestein, das dem Wein seine markante, jodig-mineralische Note gibt.

Die über 30 Jahre alten Reben liefern bei einem niedrigen Ertrag von rund 45 Hektoliter pro Hektar konzentrierte Frucht. Die Domaine de Bellevue von Jérôme Bretaudeau arbeitet biodynamisch und biologisch zertifiziert (FR-BIO-01).

Jahrgang 2022 – Pays Nantais

2022 brachte im Pays Nantais ideale Bedingungen. Ein feuchtes Frühjahr sorgte für gesunde Reben, ein trockener, sonniger Sommer für eine optimale Reife der Trauben.

Für den Muscadet steht 2022 für reife Frucht bei klarer, frischer Säure – die Grundlage für die mineralische Spannung dieses Weins.

Assemblage und Ausbau

Zu 100 % Melon de Bourgogne aus dem Jahrgang 2022, von Hand gelesen, aus biodynamischem Anbau (FR-BIO-01).

Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen. Anschließend ruht der Wein über 18 Monate auf der Vollhefe in unterirdischen Tanks – das gibt ihm Fülle und Vielschichtigkeit.

Im Glas

Eine ausdrucksstarke Nase mit Minze, Fenchel und Zitrusfrüchten. Am Gaumen ein zitrischer, weicher und vollmundiger Auftakt, der in einen frischen, jodig-mineralischen Abgang übergeht. Eine zarte Bitterkeit und Vielschichtigkeit überzeugen Schluck für Schluck.

Minze, Fenchel und Zitrus, ein jodig-mineralischer Abgang und zarte Bitterkeit – ein Muscadet zum Entdecken.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, Schalentiere, gegrillter Fisch, Sushi und Sashimi, dazu Ziegenfrischkäse. Die jodig-salzige Mineralität passt besonders zu Austern.


Lage: Clos des Bouquinardières, Pays Nantais (Loire); tonhaltige Gabbro-Böden, Reben über 30 Jahre
Klassifikation: Muscadet AOC; Bio (FR-BIO-01), biodynamisch
Ausbau: Melon de Bourgogne; über 18 Monate auf der Vollhefe (Untergrundtank), Spontangärung

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Rebsorten

Le Moine Criots Bâtard Montrachet Grand Cru 2022

Weißwein · Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru Chassagne-Montrachet nur 1,57 ha Appellation Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2022

Der Lucien Le Moine Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru 2022 stammt aus einer der kleinsten Appellationen Frankreichs – ein rarer, feiner Chardonnay von außergewöhnlicher Eleganz und mineralischer Tiefe. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität.


Criots-Bâtard-Montrachet – winziger Grand Cru in Chassagne

Criots-Bâtard-Montrachet ist eine als Grand Cru klassifizierte Weißwein-Lage an der Côte de Beaune, gänzlich in der Gemeinde Chassagne-Montrachet gelegen. Mit nur 1,57 Hektar gehört sie zu den kleinsten Appellationen Frankreichs und erzeugt ausschließlich Weißwein. Sie liegt südlich des Grand Cru Bâtard-Montrachet, auf rund 240 Metern Höhe in süd- bis südöstlicher Ausrichtung, geschützt vor späten Frösten.

Der Boden besteht im unteren Bereich aus einer dünnen Schicht braunen Kalksteinverwitterungsschutts über einem Sockel aus dem Bathonium – die Reben treiben ihre Wurzeln tief ins Gestein. Dieses Terroir bringt Weißweine von außergewöhnlicher Finesse: feine Frucht, delikate Blütennoten und eine ausgeprägte mineralische Struktur. Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer Grand Cru, dessen Ausbau Textur und Tiefe betont, ohne Klarheit und Präzision zu verlieren.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 brachte an der Côte de Beaune eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Weißwein-Ernte mit klar definierter Frucht und guter Balance. In einem Grand Cru wie Criots ergibt das einen dichten, vielschichtigen Chardonnay mit großer Tiefe und langem Reifepotenzial – im generösen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der Most kommt unmittelbar nach der Pressung von einem ausgesuchten Erzeuger ins Fass und wird lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Aus dünnem Kalkverwitterungsboden über Bathonium-Fels gewachsen, zeigt dieser Grand Cru die Finesse seiner winzigen Lage: helle gelbe Frucht und Zitrus, dazu delikate florale Noten und eine feine, kreidig-mineralische Würze. Das lange Vollhefelager und der Ausbau im neuen Holz binden eine cremige, vielschichtige Textur und einen Hauch nussiger Röstwürze ein. Am Gaumen elegant und präzise, getragen von salziger Mineralität und feiner Säure, mit langem, spannungsreichem Nachhall.

Fein und präzise – helle gelbe Frucht, florale Anklänge und kreidige Mineralität mit salziger, langer Spannung.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Hummer, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Trüffel oder Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru, Chassagne-Montrachet, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); ~1,57 ha (eine der kleinsten Appellationen Frankreichs), ~240 m, süd-/südöstliche Ausrichtung; dünner Kalkverwitterungsschutt über Bathonium-Fels
Klassifikation: Grand Cru, Chardonnay (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Weine

Jade Gross Moon Rocket Magnum tinto 2024

Rotwein · Rioja · Tempranillo / Garnacha Tinta / Viura

48 % Tempranillo · 48 % Garnacha Tinta · 2 % Viura DOCa Rioja San Vicente · Labastida Jade Gross 12 Monate franz. Eiche Magnum 1,5 l nur 150 Magnums 2024

Der Jade Gross Moon Rocket Tinto 2024 ist die zweite Ausgabe dieses besonderen Projekts und zugleich die erste Cuvée in dieser Zusammensetzung – ein Rioja abseits der Konvention: kraftvoll, doch präzise, mit seidigen Tanninen, saftiger Frucht und markanter Frische. Große Flasche, großes Kino.


Moon Rocket – Rioja abseits der Konvention

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Der Moon Rocket Tinto vereint 48 % Tempranillo, 48 % Garnacha Tinta und 2 % Viura aus mehreren Weinbergen rund um San Vicente de la Sonsierra und Labastida. Die Reben wachsen in unterschiedlichen Höhenlagen zwischen 450 und 650 Metern, auf einer vielfältigen Mischung aus sandigen Böden, kalkhaltigem Ton und Sandstein. Diese Kombination verschiedener Terroirs verleiht dem Wein sowohl Struktur als auch Frische und aromatische Komplexität.

Jahrgang 2024 – Rioja

Der Jahrgang 2024 zeigt den Moon Rocket Tinto kraftvoll und zugleich präzise, mit saftiger Frucht und markanter Frische. Die Vielfalt der Höhenlagen und Böden gibt dem Wein Spannung und Tiefe – ein Rioja, der schon jung fasziniert und zugleich großes Reifepotenzial besitzt.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 48 % Tempranillo, 48 % Garnacha Tinta und 2 % Viura, Jahrgang 2024, trocken. Abgefüllt in der Magnum (1,5 l).

Die Trauben werden separat gelesen und anschließend in offenen Gärbehältern vergoren. Danach reift der Wein 12 Monate in französischen Eichenfässern, wodurch er zusätzliche Tiefe, feine Würze und eine harmonische Textur erhält. Limitierte Auflage: nur 150 Magnums.

Im Glas

Tief rubinrot mit leichten violetten Reflexen. In der Nase treffen dunkle Waldbeeren auf knackige Kirschen, begleitet von Anklängen an Lakritz, Graphit und zarten Röstaromen. Am Gaumen kraftvoll, doch präzise, mit seidig gewobenen Tanninen, saftiger Frucht und einer markanten Frische, die dem Wein Struktur und Spannung verleiht. Der Abgang ist lang, würzig und mineralisch.

Ein Rioja abseits der Konvention – große Flasche, großes Kino.

Faszinierend schon jung, mit großem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Lamm und Ibérico-Schwein, zu kräftigen Eintöpfen sowie zu gereiftem Käse – ideal für die große Tafel.


Lage: DOCa Rioja (Spanien); mehrere Weinberge rund um San Vicente de la Sonsierra und Labastida, 450–650 m; sandige Böden, kalkhaltiger Ton und Sandstein
Klassifikation: DOCa Rioja (trocken); Magnum 1,5 l, nur 150 Magnums
Ausbau: 48 % Tempranillo, 48 % Garnacha Tinta, 2 % Viura; separate Lese, Gärung in offenen Behältern; 12 Monate französische Eiche; handwerklich

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Schaumweine

Cazé-Thibaut Le Chemin des Plants 2021 Extra Brut

Der Cazé-Thibaut Le Chemin des Plants 2021 Extra Brut ist Chardonnay aus einer kleinen Lage am rechten Marne-Ufer – eine Ausnahme im Meunier-Land. Mehr als vier Jahre Hefelager, dazu nur 1,5 g Zucker pro Liter.

Im Glas

Feine, elegante Perlen. In der Nase gelbe Zitrusfrucht, Trockenmango und Zeste, dazu etwas Rauch und grüne Kräuter. Im Mund kraftvoll und straff zugleich, klar gebaut und salzig. Der Nachhall bleibt lang und frisch.

Mach was draus

Gebratener Steinbutt, Kalbsbries, Pilzrisotto oder ein junger Comté. Auch zu Gemüsegerichten mit Kräutern passt er gut. Ein Champagner, der zeigt, dass im Marnetal mehr wächst als Meunier – genau richtig für einen Abend mit Weinfreunden. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Gib ihm ein großes Glas und eine Viertelstunde Zeit. Dann kommen Frucht und Rauch richtig nach vorn.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Warum ist Chardonnay hier eine Ausnahme? Im Marnetal dominiert Meunier. Le Chemin des Plants hat leichtere Böden: Sand, Lehm und Mergel, darunter Kreide, auf denen Chardonnay gut gedeiht.

Wie lange lag er auf der Hefe? Über vier Jahre. Davor reifte der Grundwein rund zehn Monate in gebrauchten Fässern.

100 % Chardonnay · Einzellage Le Chemin des Plants am rechten Marne-Ufer · Jahrgang 2021 · Spontangärung, ca. 10 Monate gebrauchte Fässer · über 4 Jahre Hefelager · ungeschönt, unfiltriert · Extra Brut, 1,5 g/l Restzucker · Champagne Cazé-Thibaut, Châtillon-sur-Marne · Stand: Oktober 2026

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Spirituosen

VERITAS - Foursquare & Hampden White Rum

Rum · Weißer Rum · Barbados & Jamaika

Veritas ist ein weißer Rum – ein Blend der Foursquare Distillery (Barbados) und der Hampden Estate Distillery (Jamaika), konzipiert von Velier. Seine leichte Färbung zeigt, wie weißer Rum aussieht, wenn auf Aktivkohle-Filtration und Zuckerzusatz verzichtet wird.


Herkunft

Veritas (lateinisch für „Wahrheit") ist die erste Zusammenarbeit zweier renommierter Karibik-Brennereien: Foursquare auf Barbados und Hampden auf Jamaika. Gemixt wurde der Blend unter Federführung von Foursquares Master Blender Richard Seale, nach einer Idee von Luca Gargano (Velier).

Destillation und Blend

Der Blend vereint gelagerte und ungelagerte weiße Rums beider Häuser. Foursquare destilliert in traditionellen Coffey-Column-Stills, Hampden in Double-Retort-Pot-Stills. Auf Aktivkohle-Filtration und Zuckerzusatz wird verzichtet; ein kleiner, kurz im Fass gereifter Anteil erklärt die zarte Färbung. Abgefüllt mit

Im Glas

Zartes Strohgelb. In der Nase tropische Frucht, Banane und Vanille mit feinen jamaikanischen Ester-Noten. Am Gaumen trocken und ausdrucksstark, mit Zitrus, reifer Frucht und eingebundener Würze – die Hampden-Funkiness bleibt präsent, ohne zu dominieren.

Pur und im Drink

Die Basis für klassische Cocktails wie Daiquiri, Mojito oder Piña Colada – kraftvoll genug, um sich durchzusetzen. Lässt sich bei dieser Qualität auch pur genießen.

Klassisch im Drink: Daiquiri, Mojito und Ti' Punch.


Herkunft: Barbados & Jamaika (Karibik)
Art: Weißer Rum (Blend), ungesüßt
Destillation: Coffey-Column-Still (Foursquare) & Double-Retort-Pot-Still (Hampden)

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