Inkognito: Gastro- und Weinkritiker Bruno Kauschild – Unscheinbar wie ein Erlkönig

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Weine

Bret Brothers Mâcon Blanc 2024 BIO

Weißwein · Mâconnais · Chardonnay · Bio

Bret Brothers Mâcon Blanc ist ein Bio-Weißwein aus 100 % Chardonnay aus dem südlichen Burgund. Die Reben wachsen auf einem ein Hektar großen Flurstück auf 220 Metern Höhe, rund 30 Kilometer nördlich von Mâcon, auf Ton- und Kalksteinböden. Die Ost- und Südostausrichtung sorgt für gleichmäßige Reife. Im Glas ein tiefer, mineralischer Chardonnay mit samtiger Textur.


Mâconnais

Das Flurstück liegt auf 220 Metern Höhe im Mâconnais, rund 30 Kilometer nördlich von Mâcon. Ton- und Kalksteinformationen bilden den Untergrund, durch den sich die Wurzeln arbeiten müssen, und prägen Tiefe und Komplexität des Weins. Der Wein wird ökologisch erzeugt und ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Chardonnay. Nach der Handlese kommt ein schonendes Ganzbeer-Pressverfahren zum Einsatz. Vinifikation und Reifung erfolgen zu 100 % in 228-Liter-Eichenfässern über elf Monate, was dem Wein eine subtile Holznote und eine samtige Textur gibt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Salz, frische Zitrus und ein Hauch Brioche, getragen von einer feinen Holznote. Am Gaumen frisch und straff, mit knackiger Säure und einer klaren, kargen Mineralität. Der Abgang ist lang und salzig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; jung zugänglich, mit Reifepotenzial über einige Jahre.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und gereifter Hartkäse.


Lage: Mâconnais, 220 m, Ton-/Kalksteinböden, Ost-/Südostlage
Klassifikation: Mâcon AOC
Ausbau: Ganzbeerpressung, 100 % Barrique (228 l), 11 Monate

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Frankreich

Benjamin Leroux Volnay Clos de la Cave des Ducs Monopole Premier Cru 2017

Rotwein · Volnay Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Clos de la Cave des Ducs · 1er Cru Monopole 2017 1–2 Jahre Holzfass · unfiltriert

Der Volnay Clos de la Cave des Ducs 1er Cru 2017 von Benjamin Leroux stammt aus einer Monopollage – einer Premier-Cru-Parzelle, die das Haus allein bewirtschaftet. Reinsortiger Pinot Noir mit klarer Eleganz, satter Frucht und präziser Säure. Der Jahrgang 2017 gibt dem Wein Frische und Zugänglichkeit.


Clos de la Cave des Ducs – Monopole in Volnay

Der Clos de la Cave des Ducs ist eine Premier-Cru-Monopollage von Benjamin Leroux: Das Haus ist alleiniger Bewirtschafter, was den ganzen Ehrgeiz auf diese eine Parzelle lenkt. Volnay liegt in der Côte de Beaune zwischen Pommard und Meursault, auf einem osthängigen, gut entwässerten Kalksteinhang in einem günstigen Mikroklima.

Die Appellation umfasst 222 Hektar, davon 133 Hektar Premier Cru auf 28 Klimaten. Volnay gilt als die Adresse für besonders feine, elegante Pinots – im Kontrast zu den kräftigeren Weinen der Nachbargemeinden. Benjamin Leroux, seit 2007 mit eigenem Haus in Beaune, arbeitet konsequent terroirbezogen und mit wenig Eingriffen.

Jahrgang 2017 – Volnay (Côte de Beaune)

Nach dem frostgeschädigten 2016 brachte 2017 eine gesunde, mengenmäßig großzügige Ernte. Ein früher Austrieb, nur begrenzte Frostschäden und ein warmer, trockener Sommer führten zu einer frühen Lese.

Für die roten Volnay steht 2017 für aromatische, feingliedrige Weine mit frischer Säure, klarer Frucht und zugänglicher Struktur – ein charmanter, früh antrinkbarer Jahrgang mit klassischem Profil.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2017. Selektive Lese, am Sortiertisch noch einmal von Hand verlesen.

Langsame Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen in großen, traditionellen Holztanks. Anschließend Reife über ein bis zwei Jahre in gebrauchten Holzfässern verschiedener Größen. Vor der Abfüllung weder geschönt noch filtriert – ganz auf den Ausdruck des Terroirs ausgerichtet.

Im Glas

Klare Eleganz und satte Pinot-Frucht treffen auf eine punktgenaue, knackige Säure. Am Gaumen energiegeladen und beweglich, mit einem Abgang aus einem Potpourri roter Früchte.

Pure Eleganz und satte Pinot-Frucht, getragen von einer punktgenauen Säure – im Mund wie ein kleiner Wirbelwind.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren; eine kurze Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Ente und Geflügel, Federwild, Gerichte mit Pilzen, Kalb oder mittelreifer Weichkäse. Die feine Säure und die klare Frucht passen zu eleganten, nicht zu schweren Speisen.


Lage: Clos de la Cave des Ducs (Monopole), Volnay; Osthang, gut entwässerte Kalkböden
Klassifikation: Volnay Premier Cru (Monopole)
Ausbau: Pinot Noir; 1–2 Jahre in gebrauchten Holzfässern, ohne Schönung und Filtration

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Spanien

Juan Manuel Burgos AVAN Cepas Centenarias 2020

Rotwein · Ribera del Duero · Tempranillo

Tempranillo (Tinta del País) Ribera del Duero Cepas Centenarias (100+ Jahre) prä-phylloxerisch ~900 m Höhe 18 Monate neue franz. Eiche 2020

Der AVAN Cepas Centenarias 2020 ist ein Weingigant aus über 100 Jahre alten Rebstöcken – ein Wein, der nicht nur in Spanien seinesgleichen sucht. Frucht, Kraft, Ausdruck und ein ellenlanger Abgang geben sich die Klinke in die Hand. Einer der größten Weine Spaniens.


Cepas Centenarias – der Ursprungsweinberg

Bodegas y Viñedos Juan Manuel Burgos liegt in Fuentelcésped in der Ribera del Duero. „Juanma" erbte Rebflächen zwischen 40 und 100 Jahren und brachte mit AVAN ab dem Jahr 2000 das moderne Gesicht der Region hervor – im Weinberg konsequent traditionell und, nach den Mondphasen gepflegt, im Keller mit nur minimalem Schwefeleinsatz.

Der Cepas Centenarias ist das Flaggschiff des Projekts: 100 % Tinta del País aus dem ältesten, über hundertjährigen und prä-phylloxerischen Weinberg des Guts – jenem Weinberg, von dem alle übrigen Reben des Hauses gepfropft wurden, gleichsam die DNA des gesamten Projekts. Die hochgelegenen Parzellen auf rund 900 Metern, auf kalkhaltigen Böden mit Sand und Ton, und die großen Tag-Nacht-Kontraste sorgen für eine langsame, ausgewogene Reife und konzentrierte Trauben.

Jahrgang 2020 – Ribera del Duero

Der Jahrgang 2020 ist spannend und elegant zugleich, dabei schon sehr zugänglich und trinkreif. Die alten Reben und die Höhenlage geben dem Wein Tiefe, Frische und Energie – ein kraftvoller, aber fein gezeichneter Ribera, der sich in den kommenden Jahren noch weiter prächtig entwickeln wird.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo (Tinta del País) aus dem Jahrgang 2020, trocken.

Handlese ertragsarmer Parzellen, Gärung mit autochthonen Hefen zur Wahrung des Terroircharakters. Anschließend 18 Monate Reife in neuen Fässern aus französischer Eiche höchster Qualität (feinporig), in denen die besten Fässer jeder Böttcherei ausgewählt werden. Anbau mit Kompost und Pflanzenpräparaten, nicht zertifiziert.

Im Glas

Sattes Purpurrot mit kräftigen Glycerinschlieren, die an der Glaswand hinunterwabern. Ausgeprägter Duft nach dunklen, reifen und sehr satten Früchten, untermalt von cremiger Eiche, getrockneten Kräutern und kandierter Frucht. Am Gaumen unheimlich vollmundig und lang, kraftvoll und konzentriert, mit reifen Tanninen – Frucht, Kraft und Ausdruck im Zusammenspiel.

Ein Weingigant aus über 100-jährigen Reben – einer der größten Weine Spaniens.

Der Abgang ist intensiv und sehr, sehr lang. Schon jetzt ein großer Trinkgenuss, mit prächtigem Entwicklungspotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kastilischen Braten und Lamm aus dem Ofen, zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Ibérico-Schwein sowie zu gereiften Hartkäsen.


Lage: Ribera del Duero, Fuentelcésped (Spanien); ältester, prä-phylloxerischer Weinberg (100+ Jahre), ~900 m Höhe, kalkhaltige Böden mit Sand und Ton
Klassifikation: DO Ribera del Duero, Tempranillo (Tinta del País), trocken
Ausbau: 18 Monate neue französische Eiche (feinporig); autochthone Hefen; Anbau mit Kompost und Pflanzenpräparaten, nicht zertifiziert

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Rebsorten

Groffier Bourgogne Pinot Noir 2021

Rotwein · Bourgogne · Pinot Noir

Pinot Noir Bourgogne (Frankreich) Côte de Nuits 2021

Der Robert Groffier Bourgogne Pinot Noir 2021 ist der Einstieg in die Welt einer der großen Domänen der Côte de Nuits – aus Spitzenparzellen am Rand der berühmten Lagen, im kühlen Jahrgang 2021 frisch, dunkelfruchtig und gut strukturiert.


Bourgogne – die Herkunft

Auch der Bourgogne von Groffier stammt aus überdurchschnittlichen Parzellen: eine liegt unmittelbar neben dem Grand Cru Clos de Vougeot, eine weitere grenzt an die Weinberge von Morey-Saint-Denis. So beginnt dieser Wein dort, wo viele Village-Weine aufhören.

Die kalkstein-tongeprägten Böden der Côte de Nuits geben dem Wein Frische und Struktur. Niedrige Erträge und sorgfältige Lese sichern auch auf Bourgogne-Ebene die Konzentration und Reintönigkeit, für die das Gut steht.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war in der Côte de Nuits ein kühler, von Frost geprägter Jahrgang mit kleinen Erträgen.

Was gesund in den Keller kam, ergab klassische, frische und präzise Pinot Noirs mit feiner Säure und transparenter Frucht.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Im Jahrgang 2021 vergor Groffier sämtliche Rotweine – mit Ausnahme des Passetoutgrains – mit 100 % Ganztrauben; Spontangärung mit eigenen Hefen, Ausbau in französischen Barriques mit zurückhaltendem Neuholzanteil. Die Stilistik zielt auf Konzentration aus der Traube, nicht aus dem Keller.

Im Glas

Kräftiges Rubin. In der Nase offene, dunkle Frucht – Brombeere und Johannisbeere – mit Gewürzen, Mandarinenschale und einem Hauch Verveine. Am Gaumen kräftig und rund, mit reifer, aber nie überreifer Frucht, klarer dunkler Aromatik, guter Struktur und feinkörnigem Gerbstoff.

Dunkelfruchtig, würzig und gut strukturiert – ein großer kleiner Burgunder von einer Top-Domaine.

Schon jung zugänglich, gewinnt aber mit etwas Luft. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel, Ente, Kalb und Rind, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu mittelkräftigem Käse. Ein vielseitiger, alltagstauglicher Begleiter.


Lage: Bourgogne, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); Parzellen neben Clos de Vougeot und angrenzend an Morey-Saint-Denis
Klassifikation: Bourgogne AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 100 % Ganztrauben; französische Barriques

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Weine

El Rey Pasa tinto

Rotwein · Extremadura · Spanien

Der El Rey Pasa Tinto ist ein Rotwein der Bodega Coop. La Soledad aus der Extremadura – eine eigenständige Cuvée aus Tempranillo, Macabeo und den autochthonen Sorten Pardina und Cayetana. Ein Teil der Trauben wird vor der Verarbeitung rosiniert (angetrocknet), anschließend reift der Wein einige Monate im kleinen Barrique. Opulent und vielschichtig im Duft, weich und samtig am Gaumen, mit fruchtiger Süße im Abgang.


Extremadura – Tierra de Barros

Die Bodega Coop. La Soledad liegt in der Tierra de Barros in der Extremadura im Westen Spaniens. Die Weinberge liegen auf 300 bis 600 Metern Höhe; das atlantisch geprägte Klima sorgt für heiße Tage und kühle Nächte sowie ausreichende Niederschläge. Für ihre Selektionslinie kombiniert die Genossenschaft bewährte Sorten mit den autochthonen Reben Pardina und Cayetana.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Tempranillo, Macabeo, Pardina und Cayetana. Ein Teil der Trauben wird rosiniert (angetrocknet), was Konzentration und süße Fruchttiefe bringt. Anschließend reift der Wein einige Monate im kleinen Barrique. Enthält Sulfite.

Im Glas

Tiefdunkles Rot. In der Nase opulent und vielschichtig: weiße Schokolade, Milchcreme, Rosinen, Feigen und Mokka. Am Gaumen Rumtopf, Hagebutte, Schokolade und Rosine, weich, samtig und rund. Der Abgang ist harmonisch, mit fruchtiger Süße und guter Länge.

Am Tisch

Klassische Begleitung: kräftiges, dunkles Schmorfleisch, Wild und reifer Käse. Auch zu dunkler Schokolade und Desserts ein spannender Begleiter. Leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren.


Lage Tierra de Barros, Extremadura (Spanien), 300–600 m
Klassifikation Vino de la Tierra de Extremadura
Ausbau Cuvée Tempranillo/Macabeo/Pardina/Cayetana, teils aus rosinierten Trauben, einige Monate im Barrique

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Schaumweine

Le Manzane Ròseo brut Spumante

Der Le Manzane Ròseo Brut ist ein Rosé-Spumante aus dem Hügelland um Conegliano und Valdobbiadene. Die Basis ist Glera; dazu kommen Merlot, der die zarte Farbe gibt, und ein wenig heimische Sorten. Die Reben stehen auf eiszeitlichen Moränen bei Tarzo und Conegliano.

Im Glas

Zartes Lachsrosa, feine und ausdauernde Perlen. Im Duft Erdbeere, Himbeere und Rosenblüten. Am Gaumen trocken, frisch und saftig; die Frucht ist klar, der Schmelz fein. Ein langer, eleganter Abgang.

Mach was draus

Ein Aperitif für Sommerabende. Auch zu Antipasti, Fisch, Meeresfrüchten oder leichten Vorspeisen. Serviere ihn gut gekühlt bei 5 bis 7 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Ròseo ist Sommer im Glas. Frische Beeren, ein bisschen Rose – mehr braucht es nicht.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Woraus besteht er? Vor allem aus Glera, dazu Merlot – er bringt die rosa Farbe – und etwas heimische Sorten.

Wer steht dahinter? Die Familie Balbinot aus San Pietro di Feletto. Mit ihrem Weingut Le Manzane ist sie vor allem für Prosecco Superiore bekannt.

Ist er ein Prosecco? Nein. Er ist ein Vino Spumante Rosé Brut, kein Prosecco DOC oder DOCG.

Wie wird er gemacht? Sanft gepresst, zweite Gärung im Drucktank nach Charmat-Martinotti, danach liegt er eine Weile auf der Feinhefe und ruht kurz in der Flasche. Gelesen wird von Hand, Ende August bis Anfang September.

Glera, Merlot, heimische Sorten · Moränen bei Tarzo und Conegliano · Handlese · Vino Spumante Rosé · Charmat-Martinotti · Feinhefe · Brut, 11–12 g/l · Le Manzane, San Pietro di Feletto · Stand: Oktober 2026

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Weine

Künstler Hochheim Hölle GG Riesling trocken 2019

Weißwein · Rheingau · Riesling

Riesling Rheingau Hochheimer Hölle Großes Gewächs (GG) trocken 100 % großes Holzfass 2019

Das Künstler Hochheimer Hölle GG Riesling trocken 2019 ist ein maskuliner Riesling von großer Komplexität, Kraft und feiner Länge – das trockene Große Gewächs aus der kraftvollsten Lage Hochheims, ganz im großen Holzfass ausgebaut.


Hochheimer Hölle – Lage und Boden

„Hölle" leitet sich aus dem mittelhochdeutschen Wort „Halde(a) = steiler Berg" ab. Diese Südlage mit 15 Prozent Neigung zieht sich östlich der Hochheimer Altstadt auf den Main zu. Der Tonmergelboden besteht aus feinsten Tonpartikeln und reichlich Kalk – ein mineralisches Kraftpaket. Durch den darüber liegenden, lockeren, braunen Lösslehm erhält die Rebe reichlich Wasser und Luft zum Gedeihen.

Die Lage Hölle hat monumentale Kraft und mineralische Eleganz zugleich; ihre Weine zeigen enorme Länge und Fülle. Sie ist die kraftvollste der Hochheimer Lagen – als VDP.Grosse Lage prädestiniert für ein trockenes Großes Gewächs.

Jahrgang 2019 – Rheingau

2019 gilt im Rheingau als herausragender Riesling-Jahrgang: warme, sonnige Tage und kühle Nächte sorgten für vollreifes, gesundes Lesegut mit präziser Säurestruktur. Gerade für trockene Große Gewächse ideale Bedingungen – Weine mit Kraft, Tiefe und großem Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2019, trocken, VDP.Grosses Gewächs.

Der Ausbau erfolgt zu 100 % im großen Holzfass. Das traditionelle Stückfass gibt dem Wein Struktur, Textur und Reifepotenzial, ohne aromatisch in den Vordergrund zu treten – die Frucht und die mineralische Prägung der Lage bleiben im Mittelpunkt.

Im Glas

Ein jugendlicher und verspielter Duft von Pfirsich, rosa Grapefruit und getrockneten Aprikosen, mit floralen Noten. Am Gaumen elegant und feingliedrig, mit schöner Säure, feiner Mineralik und langem, voluminösem Abgang – ein maskuliner Riesling von großer Komplexität, Kraft und feiner Länge.

Ein maskuliner Riesling von großer Komplexität, Kraft und feiner Länge.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit einigen Jahren Kellerreife deutlich an Tiefe; profitiert vom Dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Spargel sowie zu kräftigerem Hartkäse.


Lage: Rheingau, Hochheimer Hölle (Deutschland); Südlage mit 15 % Neigung zum Main, Tonmergel mit Kalk unter lockerem braunem Lösslehm; VDP.Grosse Lage
Klassifikation: Rheingau, Riesling VDP.Grosses Gewächs (trocken)
Ausbau: Riesling; 100 % Ausbau im großen Holzfass (Stückfass)

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Frankreich

Ponsot Gevrey Chambertin En Ergot Cuvée du Mélèze 2019

Rotwein · Gevrey-Chambertin 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Gevrey-Chambertin 1er Cru En Ergot (Cuvée du Mélèze) Côte de Nuits Maison Laurent Ponsot 2019

Der Laurent Ponsot Gevrey-Chambertin 1er Cru „En Ergot" Cuvée du Mélèze 2019 ist eine echte Rarität – ein kraftvoller, zugleich reiner Pinot Noir aus einer winzigen Premier-Cru-Enklave der Lage La Petite Chapelle, unterhalb des Grand Cru Chapelle-Chambertin.


En Ergot – eine wiederbelebte Premier-Cru-Rarität

Laurent Ponsot ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten des Burgunds. 2017 verließ er die berühmte Familien-Domaine Ponsot in Morey-Saint-Denis und gründete sein eigenes Haus, Maison Laurent Ponsot – weder reine Domaine noch klassisches Handelshaus, sondern beides zugleich, mit einem kompromisslosen Anspruch an Präzision und Reinheit. Seine Cuvées tragen poetische Namen; „Mélèze" ist das französische Wort für Lärche.

„En Ergot" ist ein als Premier Cru klassifizierter Climat, der wie eine Enklave aus der Lage La Petite Chapelle herausgeschnitten ist – am Hangfuß unterhalb des Grand Cru Chapelle-Chambertin. Eine Besonderheit für Kenner: Als eigenständiger Lagenname war „En Ergot" seit dem 19. Jahrhundert praktisch von den Etiketten verschwunden; Ponsot bewirtschaftet hier nur rund 0,42 Hektar – die abgefüllte Menge ist entsprechend winzig.

Jahrgang 2019 – Côte de Nuits

2019 gilt an der Côte de Nuits als hervorragender Jahrgang, der reife, konzentrierte und zugleich frische Pinots mit feiner Tanninstruktur hervorbrachte. Trockenheit und Sonne sorgten für sehr reife Frucht, während kühle Nächte Spannung und Balance bewahrten. In der strukturbetonten Lage En Ergot ergibt das einen Wein mit fokussierter Kraft und feiner, mineralischer Textur.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019, trocken, Gevrey-Chambertin 1er Cru.

Aus einer einzigen Parzelle von rund 0,42 Hektar, klassisch im Burgunderfass ausgebaut. Laurent Ponsot ist bekannt für einen behutsamen, auf Reinheit und Transparenz ausgerichteten Stil, der die Frucht und die Struktur der Lage in den Mittelpunkt stellt, ohne sie mit Holz zu überlagern.

Im Glas

Eher helles, stilvolles Rubinrot. In der Nase florale Anklänge über erdiger schwarzer Himbeere, mit einer Spitze von Kirsch (Kirschwasser) und feiner Würze. Am Gaumen mittelgewichtig, saftig und rund, mit einer betörenden Textur und mineralischen Anklängen; das Tannin ist hier etwas präsenter und straffer, der Abgang fokussiert, jugendlich-herb, aber nie rustikal.

Fokussierte Kraft und betörende Textur – eine wiederbelebte Premier-Cru-Rarität von großer Reinheit.

Schon jung zugänglich, aber vor allem ein Wein zum Reifen über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu rotem Fleisch in Sauce (klassisch zur Gevrey-Küche), zu Kalb und Ente sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Gevrey-Chambertin, Climat „En Ergot" (Enklave in La Petite Chapelle, unterhalb Chapelle-Chambertin), Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); ~0,42 ha
Klassifikation: Gevrey-Chambertin 1er Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; Einzelparzelle, klassischer Ausbau im Burgunderfass; auf Reinheit und Transparenz ausgerichteter Stil

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