Recht auf einen täglichen Weinrausch, 48-Stunden-Weinprobe pro Woche, Kaviar, Langusten und Hummer jeden Tag: Am Wochenende verabschiedet der Weinminister Klaus Gonzalez seinen umstrittenen Programmentwurf. Im Wein-Bild-Interview verteidigt der Weinminister seine Forderungen.
Wein-Bild: Herr Minister Gonzalez, gehört ein „Recht auf Weinrausch“ zur freien Entfaltung der Persönlichkeit?
Klaus Gonzalez: Ein ganz deutliches: Jawohl!
Wein-Bild: Das sehen in Ihrer Partei nicht alle so: „Legalisieren wir Weinpartys und die 48-Stunden-Weinprobe pro Woche, ermöglichen wir eine legale Bereicherung am menschlichen Leid“, warnen diverse Ärzteverbände und die Sozialpolitiker Ihrer Partei.
Klaus Gonzalez: Wein ist nicht nur kulturell ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft, sondern neuste Studien haben auch wieder bewiesen, das gute, hochwertige Lebensmittel, auch bei Konsum großer Mengen, der Gesundheit zugute kommen. Daher mein progressiver Entwurf. Dieser soll für ein gesellschaftliches Umdenken per Gesetz sorgen.
Wein-Bild: In dem Programmentwurf wird auch die 48-Stunden-Weinprobe pro Woche gefordert. Wo bleibt da der Realitätsbezug?
Klaus Gonzalez: Die Forderung nach radikalem Weinkonsum ist berechtigt. Die geistige Produktivität steigt, die sozialen zwischenmenschlichen Beziehungen werden wieder mehr gepflegt. Das irdische Dasein bekommt also wieder einen tieferen Sinn. Das Leben wird lebenswerter und die Weinindustrie wird dadurch einen deutlichen Wirtschaftsaufschwung erfahren. Also profitieren letztendlich alle von diesem neuen Programm.
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