Der Envínate Benje Blanco 2024 ist ein salzig-mineralischer Listán Blanco aus rund 1.000 Metern Vulkanhöhe bei Santiago del Teide – frisch, vertikal und herkunftsgenau. „Benje" bedeutet in der Sprache der Guanchen „Krater". Vulkanweiß von großer Spannung.
Benje – Vulkanweiß aus Santiago del Teide
Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff. Roberto Santana lebt auf Teneriffa und bewirtschaftet die Benje-Parzellen gemeinsam mit lokalen Winzerfamilien.
Die D.O. Ycoden-Daute-Isora liegt im Nordwesten Teneriffas; die Böden sind vulkanischen Ursprungs. Die mit wurzelechten Reben bepflanzten Weinterrassen liegen spektakulär bis rund 1.100 Meter über dem Meeresspiegel, werden täglich von straffen Atlantikwinden umweht und wurzeln auf steinigem Vulkangeröll. Der Benje stammt aus solchen alten, ungezogenen Buschreben rund um Santiago del Teide – „Benje" ist das Guanchen-Wort für den nahen Krater.
Jahrgang 2024 – Teneriffa
Das subtropische Atlantikklima und die hohen Vulkanlagen prägen auch 2024 einen frischen, vertikalen Weißwein mit klarer Frucht, lebendiger Säure und salziger Mineralität. Die kühle Höhe hält den Alkohol moderat und betont die spannungsreiche, herkunftsgenaue Stilistik.
Ausbau
Reinsortiger Listán Blanco (Palomino) aus dem Jahrgang 2024, D.O. Ycoden-Daute-Isora, trocken.
Handlese mit Selektion im Weinberg; Spontangärung mit Wildhefen in Betontanks und kleinen offenen Bottichen. Anschließend reift der Wein rund acht Monate auf der Feinhefe – etwa zu 60 % in Beton und zu 40 % in gebrauchten 228-Liter-Fässern aus französischer Eiche. Unfiltriert, mit minimalem Schwefel abgefüllt.
Im Glas
Ein frischer, saftiger und zugleich mineralisch geprägter Vulkanweiß: Aromen von frischem Apfel und knackiger Birne, dazu florale und kräutrige Noten, feine Zitrusanklänge und ein deutlicher mineralischer, salziger Hintergrund. Am Gaumen vertikal und spannungsreich, mit prägnanter Säure und einem leicht herb-mandeligen, langen Abgang – ein Wein, der nach Essen verlangt.
Frisch, saftig und vertikal – Apfel und Birne, salzige Mineralität und ein langer, herb-mandeliger Abgang.
Schon jung mit viel Spannung, gewinnt aber über einige Jahre; profitiert von etwas Luft. Bei 10–12 °C im größeren Glas servieren.
Am Tisch
Hervorragend zu Fisch und Meeresfrüchten (besonders Sardinen, Austern, Ceviche), zu Reisgerichten sowie zu weißem Fleisch und Geflügel.
Valverde Grappa di Barolo Stravecchia in botti di rovere
Spirituose · Grappa · Barolo · Italien
Valverde Grappa di Barolo Stravecchia ist ein piemontesischer Grappa aus der Nebbiolo-Traube. Der Trester wird bei Roberto Dellavalle getrennt in kleinen Destillierblasen gebrannt, um die natürliche „Blume" der Trauben zu bewahren – ein sehr sortentypischer, weicher Grappa.
Herkunft / Piemont
Grappa ist der klassische italienische Tresterbrand. Diese Grappa stammt vom Nebbiolo aus der Barolo-Zone des Piemont – jener noblen Sorte, aus der der „König der Weine" entsteht. Hier von Valverde, gebrannt bei Roberto Dellavalle.
Trester und Destillation
Destilliert aus dem Trester von Nebbiolo-Trauben der Barolo-Zone. Die Trester werden getrennt in kleinen Destillierblasen schonend gebrannt, was die feine, sortentypische Aromatik („Blume") bewahrt. Als Stravecchia reift die Grappa besonders lange in Eichenfässern (botti di rovere) und wird dadurch weich und vielschichtig.
Im Glas
Bernsteinfarben. In der Nase sortentypisch und weinig, mit Anklängen von Trockenfrüchten, Gewürzen, Vanille und Holz. Am Gaumen vollmundig und sehr weich, mit feiner Würze, sanfter Holznote und langem, wärmendem Abgang.
Pur genießen
Bei Zimmertemperatur in einem Grappa-Glas servieren – als edler Digestif.
Ideal: pur nach dem Essen oder als „Caffè corretto" zum Espresso.
Billecart-Salmon Champagner Le Réserve Extra Brut MAGNUM
Die Billecart-Salmon Le Réserve Extra Brut Magnum ist die Flasche für den Tisch, an dem es laut und lustig wird. Gleiche Cuvée wie in der Normalflasche, doppelte Menge – und im großen Format noch einen Tick frischer.
Im Glas
Zartgold, feine Perlen, die langsam aufsteigen. Zitrus, weiße Früchte und ein nussiger, mineralischer Ton in der Nase. Am Gaumen präzise und klar, mit feinem Schmelz. In der Magnum reift der Champagner langsamer und gleichmäßiger, deshalb bleibt er länger lebendig.
Mach was draus
Geburtstag, Gartenfest, Silvester: Rund zwölf Gläser stecken in der Flasche. Dazu Austern, eine große Platte Sushi oder Steinbutt aus dem Ofen. Leg sie früh kalt, im Eiskübel braucht sie viel mehr Zeit als eine 0,75-Liter-Flasche. Servier sie bei 8 bis 10 °C.
Janus empfiehlt
„Aus der Magnum schmeckt er mir sogar noch einen Tick frischer. Ich schenke in große Gläser und lasse die Flasche im Kühler auf dem Tisch.“
Pertois-Lebrun Champagne Le Fond Du Bateau Chouilly Grand Cru
Der Pertois-Lebrun Le Fond du Bateau 2013 ist der erste Lagen-Champagner des Hauses: 1,44 Hektar ganz im Süden der Chouilly-Lagen, 1955 vom Großvater gepflanzt. Mindestens neun Jahre lag er auf der Hefe – ein gereifter Blanc de Blancs mit viel Spannung.
Im Glas
Helles Gold, feine Perlen. Reife Zitrusfrüchte, grüner Apfel, Ananas, Litschi, eine Spur Vanille, Röstbrot und etwas Lakritz. Im Mund präzise und klar, dabei geschmeidig und cremig. Die Kreide und eine feine Salzigkeit tragen bis zum langen Ausklang.
Mach was draus
Steinbutt mit Beurre blanc, Hummer, Kalbsbries, Bresse-Huhn mit Morcheln oder ein alter Comté. Ein Champagner für ein besonderes Essen – oder für den Moment, in dem man eine reife Flasche mit Freunden teilt. Servier ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas.
Janus empfiehlt
„Nach neun Jahren auf der Hefe ist er cremig und doch frisch. Genau so stelle ich mir gereiften Chardonnay vor.“
Woher kommt der Name? Le Fond du Bateau ist der Name der Parzelle. Die Reben sind über 50 Jahre alt, nach Osten ausgerichtet und wurzeln tief in kalkreichem Boden.
Wie wird er ausgebaut? Der Grundwein ruht zehn Monate auf der feinen Hefe, etwas mehr als die Hälfte im Stahl, der Rest im Holz. Geschönt und gefiltert wird nicht.
100 % Chardonnay · Lage Le Fond du Bateau, Chouilly Grand Cru · 1,44 ha, gepflanzt 1955, Ostlage · Kreide und Kalk · nur erste Pressung · 10 Monate Feinhefe, 53 % Stahl, 47 % Holz · ungeschönt, unfiltriert · mind. 9 Jahre Hefelager · Jahrgang 2013 · Extra Brut, 2 g/l Restzucker · Champagne Pertois-Lebrun, Cramant · Stand: Oktober 2026
MerlotLoire (Vin de France)Granit- & Quarzböden2023 · Bio (FR-BIO-01)14 Monate Holzfass & Tank
Der Ornaté Merlot 2023 Bio der Domaine Bretaudeau zeigt, dass großer Merlot nicht nur aus Pomerol oder Übersee kommt. An der Loire erzeugt Jérôme Bretaudeau aus dieser Sorte einen ausdrucksstarken, lagerfähigen und vielschichtigen Rotwein – biodynamisch, von Granit- und Quarzböden.
Loire – Merlot auf Granit und Quarz
Der Ornaté Rouge wächst an der Loire auf einer seltenen Bodenkombination aus Granit sowie weißem und rosafarbenem Quarz. Diese Böden geben dem Wein seine Energie und innere Spannung sowie die markante, granitische Mineralität.
Jérôme Bretaudeau arbeitet konsequent biodynamisch und biologisch zertifiziert (FR-BIO-01). Merlot ist an der Loire ungewöhnlich – der Wein wird daher als Vin de France geführt.
Jahrgang 2023 – Loire
2023 brachte an der Loire einen gesunden, großzügigen Jahrgang. Ein feuchteres Frühjahr sorgte für vitale Reben, ein trockener, sonniger Sommer für reife Trauben.
Für die roten Weine steht 2023 für reife Frucht bei tragender Säure – eine gute Grundlage für die Frische und Spannung dieses Merlots.
Assemblage und Ausbau
Reinsortiger Merlot aus dem Jahrgang 2023, von Hand gelesen, aus biodynamischem Anbau (FR-BIO-01).
Die Trauben werden vollständig entrappt und zwölf Tage auf der Maische vergoren. Anschließend reift der Wein vierzehn Monate in großen Holzfässern und Edelstahltanks – ein Ausbau, der Frucht und Mineralität in den Vordergrund stellt.
Im Glas
Tiefes Rubinrot. In der Nase rote Früchte wie Kirsche, Himbeere und Preiselbeere, dazu feine Noten von Lorbeer und Kräutern. Am Gaumen geschmeidig und elegant, mit feiner Textur, sehr guter Länge und einer markanten, granitischen Mineralität.
Kirsche, Himbeere und Lorbeer über einer markanten, granitischen Mineralität – ein Loire-Merlot von Eleganz und Spannung.
Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 16 °C servieren.
Am Tisch
Geflügel und Ente, Schweinebraten, gegrilltes Fleisch, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Käse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.
Oude Kaap Cabernet Sauvignon Reserve Collection zeigt ein dunkles Violett. Das Bukett dieses vollmundigen Cabernets duftet intensiv nach Beerenfrüchten wie Brombeeren und Cassis. Sehr saftig und dicht am Gaumen, voller Kraft, mit Schokolade, Mokka und Vanille; langer, intensiver Nachhall.
Western Cape / Südafrika
Oude Kaap ist eine Weinlinie von DGB (Douglas Green Bellingham), einem der größten unabhängigen Weinerzeuger Südafrikas, mit Wurzeln im Franschhoek-Tal. Für die Reserve Collection werden die besten Trauben aus dem Western Cape ausgewählt.
Rebsorte und Ausbau
Reinsortig aus Cabernet Sauvignon. Als Wein der Reserve Collection reift er in Eichenholz, was ihm zusätzliche Struktur sowie die Noten von Schokolade, Mokka und Vanille verleiht. Trocken ausgebaut.
Im Glas
Dunkles Violett. Im Bukett intensive Beerenfrucht von Brombeere und Cassis. Am Gaumen sehr saftig und dicht, voller Kraft, mit Noten von Schokolade, Mokka und Vanille sowie reifen Tanninen. Lang anhaltender, intensiver Nachhall.
Am Tisch
Bei 16–18 °C servieren und vor dem Genuss karaffieren – ein kraftvoller Begleiter zu herzhaften Gerichten.
Passt zu: gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, Lamm, Wild und gereiftem Käse.
Reiner Chardonnay, als Winzersekt gekeltert: das ist der Markus Schneider Blanc de Blancs Vintage 2020. Die Trauben stammen von Rebselektionen aus der Champagne, die in den Berglagen des Weinguts stehen. Gelesen wird in Kisten, gepresst als ganze Trauben, ganz behutsam nach dem Prinzip der alten Baumpresse.
Im Glas
Helles Weißgold, feine Perlen. Im Duft klare Chardonnay-Frucht, Zitrus, Hefe und Brioche. Am Gaumen trocken und fein, die Textur cremig, die Säure lebendig. Der Abgang ist lang und fein.
Mach was draus
Ein schöner Aperitif, aber auch ein Begleiter zu Austern, Meeresfrüchten, Fisch, Geflügel oder Fingerfood. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C in einem großen Glas.
Janus empfiehlt
„Den Blanc de Blancs von Markus Schneider schenke ich gern blind ein. Viele tippen auf Champagner.“
Wie wird er gemacht? Die erste Gärung läuft in mehrjährigen Fässern verschiedener Größe. Anschließend gärt der Wein ein zweites Mal, diesmal in der Flasche, und der Sekt liegt 25 Monate auf der Hefe. Nach dem Degorgieren ruht er noch kurz.
Wer steht dahinter? Markus Schneider aus Ellerstadt in der Pfalz. Er brachte 1994 seinen ersten Jahrgang heraus und ist heute einer der bekanntesten Winzer der Region.
Wie trocken ist er? Er ist als herb ausgebaut, also deutlich trocken.
100 % Chardonnay (Champagne-Selektionen) · Pfalz, Ellerstadt, Berglagen · Lese in Kisten · Ganztraubenpressung · Grundwein in gebrauchten Fässern vergoren · Flaschengärung · Hefelager 25 Monate · Jahrgang 2020 · herb · Weingut Markus Schneider, Ellerstadt · Stand: Oktober 2026
Cayuse Impulsivo Tempranillo 2018 ist ein dichter, üppiger Tempranillo aus der Lage En Chamberlin – fleischig und hedonistisch, mit Cassis, Speck, Teer und Lakritz über steiniger Mineralität. Kritiker zählen ihn zu den besten Tempranillos, die Cayuse je abgefüllt hat.
En Chamberlin, Walla Walla Valley
Impulsivo stammt aus der Lage En Chamberlin im Rocks District of Milton-Freewater, dem steinigen Teil des Walla Walla Valley. Die Reben stehen auf rund 270 Metern Höhe in einer dünnen Schicht schluffigen Lehms über runden Basaltkieseln, die tagsüber Wärme speichern und nachts abgeben. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit.
Rebsorte und Ausbau
100 % Tempranillo aus dem Jahrgang 2018. Der Wein reifte in großformatigen Fässern aus französischer Eiche, zur Hälfte neu – dennoch wirkt er nie holzbetont, die Frucht bleibt im Mittelpunkt.
Im Glas
Tiefes, fast undurchdringliches Rot. In der Nase Cassis, schwarze Himbeere, Speck, Teer und schwarze Lakritz, dazu getrocknete Blüten, Zedernholz und steinige Noten. Am Gaumen voll und samtig, mit großer Textur und innerer Spannung, Tabakblatt und schwarzer Olive, ultrafeinen Tanninen und langem Finale.
Am Tisch
Braucht etwa eine Stunde Luft im Dekanter, um sich ganz zu öffnen. Trinkt sich bis mindestens 2033 hervorragend. Bei 16–18 °C servieren.
Klassische Begleitung: Steak vom Grill, Rind, Wild und kräftige Schmorgerichte.
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