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24. Februar 2010

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Weine

Von Winning Marmar Riesling 2021

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling

Riesling Marmar (Fassselektion) Forster Ungeheuer von Winning · Deidesheim kalkreiche, kühle Parzelle trocken im Holz ausgebaut 2021

Der von Winning Marmar Riesling 2021 ist eine expressive, kraft- und druckvolle Selektion der allerbesten Fässer aus einer kalkreichen, kühlen Parzelle der Einzellage Forster Ungeheuer. Ein Riesling, der vor Kraft strotzt – konzentriert, intensiv und mit unglaublicher Länge.


Marmar – Fassselektion aus dem Forster Ungeheuer

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Prägend ist Attmanns Stilistik, die trockenen Rieslinge vollständig im großen Holzfass zu vergären und lange auf der Feinhefe reifen zu lassen. Der Marmar ist eine besondere Selektion der allerbesten Fässer.

Die Trauben stammen aus einer kalkreichen, kühlen Parzelle der berühmten Einzellage Forster Ungeheuer. Der hohe Kalkanteil und die kühle Ausrichtung dieser Parzelle verleihen dem Wein trotz seiner Kraft und Konzentration Frische, Spannung und eine markante Mineralität.

Jahrgang 2021 – Pfalz

2021 war an der Mittelhaardt ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht – ideale Bedingungen für einen konzentrierten, zugleich rassigen Riesling. Die kalkreiche, kühle Parzelle im Ungeheuer und der lange Holzfassausbau bewahrten Kraft, Frische und Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, Fassselektion aus dem Forster Ungeheuer, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von kalkreichem Boden.

Für den Marmar werden die allerbesten Fässer selektiert. Wie bei von Winning üblich, reift der Wein im Holz lange auf der Feinhefe – das verleiht ihm Schmelz, Tiefe und Struktur, ohne die Frucht mit Holz zu überlagern. Naturnahe Bewirtschaftung.

Im Glas

Ein Riesling, der vor Kraft strotzt – konzentriert und intensiv: reife gelbe Frucht und Steinobst, dazu eine rauchige Zitrusaromatik und feine Kräuterwürze über kalkig-salziger Mineralität. Am Gaumen kraft- und druckvoll, dabei frisch und rassig; der Abgang hat Spiel und eine unglaubliche Länge.

Kraft- und druckvoll, konzentriert und intensiv – rauchige Zitrusaromatik und Kräuterwürze über kalkig-salziger Mineralität, mit Spiel und unglaublicher Länge im Abgang.

Ein kraftvoller, sehr langlebiger Lagen-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: kalkreiche, kühle Parzelle im Forster Ungeheuer, Forst, Pfalz; Selektion der besten Fässer
Klassifikation: Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Fassselektion, Ausbau im Holz auf der Feinhefe; naturnahe Bewirtschaftung

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Länder/Regionen

Château Troplong Mondot 1er Grand Cru Classé 2009 Saint-Émilion

Rotwein · Saint-Émilion · Merlot · Premier Grand Cru Classé

Château Troplong Mondot Saint-Émilion ist ein großer Bordeaux-Rotwein und ein Premier Grand Cru Classé vom rechten Ufer der Gironde. Das Weingut liegt auf dem Kalksteinplateau von Saint-Émilion, einem der höchsten Punkte der Appellation. Die Cuvée besteht aus 86 % Merlot, 10 % Cabernet Sauvignon und 4 % Cabernet Franc. Im Glas sehr dunkel, körperreich und dicht.


Saint-Émilion

Château Troplong Mondot liegt auf dem Kalksteinplateau von Saint-Émilion, in unmittelbarer Nähe zu Château Pavie, auf einem der höchsten Punkte der Appellation. Die kalk- und tonhaltigen Böden verleihen dem Wein Dichte, Frische und Tiefe. Das Gut ist ein Premier Grand Cru Classé.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht aus 86 % Merlot, 10 % Cabernet Sauvignon und 4 % Cabernet Franc. Nach der Gärung reift der Wein im Barrique mit hohem Anteil neuer Eiche, was ihm Struktur, Würze und großes Reifepotenzial verleiht.

Im Glas

Sehr dunkles Rot. In der Nase intensive Aromen reifer, dunkler Beeren: Kirsche, Brombeere und Cassis. Am Gaumen sehr körperreich, dicht und intensiv, mit einem komplexen, von Frucht und Extrakt geprägten Geschmacksbild, klaren, samtigen Tanninen sowie Eleganz und Finesse. Im Nachhall erneut Cassis, Holunder und dunkle Kirsche.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine lange Belüftung im Dekanter ist zu empfehlen. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre.

Klassische Begleitung: Rind, Lamm, Wild und geschmortes Fleisch.


Lage: Kalksteinplateau, Saint-Émilion (Bordeaux); Kalk/Ton
Klassifikation: Saint-Émilion Premier Grand Cru Classé
Ausbau: 86 % Merlot / 10 % Cabernet Sauvignon / 4 % Cabernet Franc, Barriqueausbau (hoher Neuholzanteil)

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Rebsorten

Martin Waßmer Dottinger Castellberg Gewürztraminer trocken

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Waßmer Dottinger Castellberg Gewürztraminer ist ein kraftvoller, kompakter Traminer aus einem der sonnenreichsten deutschen Anbaugebiete. Ein wahrer Aromenkünstler, der mit komplexen Aromen von Gewürzen, Litschi und Rosenwasser ein kleines Feuerwerk am Gaumen erzeugt.


Baden / Dottinger Castellberg

Das Weingut Martin Waßmer ist im Markgräflerland in Baden beheimatet – einem der sonnenreichsten deutschen Anbaugebiete. Die Lage Dottinger Castellberg bietet dem aromatischen Gewürztraminer ideale Bedingungen für Kraft und Komplexität.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Gewürztraminer. Der Ausbau bewahrt die kraftvolle, vielschichtige Aromatik und die kompakte Struktur der Lage. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes Gelb. In der Nase komplex und vielschichtig, mit Gewürzen, Litschi und Rosenwasser. Am Gaumen tief und facettenreich, kraftvoll und changierend, der sich mit jedem Schluck verändert und ein kleines Aromenfeuerwerk erzeugt; trockener, langer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als trockener Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: arabischer und asiatischer Küche, würzigen Currys, kräftigem Käse und Gänseleber.


Lage: Baden, Markgräflerland – Dottinger Castellberg (Deutschland); Weingut Martin Waßmer
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Gewürztraminer, trocken
Ausbau: aromabetont, kraftvoll und komplex

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Weine

Henri Prudhon Saint-Aubin Les Perrieres 1er Cru 2024

Weißwein · Saint-Aubin 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Saint-Aubin Premier Cru Les Perrières · 0,54 ha Reben ~35 Jahre · 20% neues Holz 2024

Der Saint-Aubin Les Perrières 1er Cru 2024 von Henri Prudhon ist die historische Cuvée des Guts – die erste, die Anfang der 1980er-Jahre in Flaschen gefüllt wurde. Ein reicher, ampler und komplexer Chardonnay aus einer Premier-Cru-Lage am Nordost-Hang des Dorfes, in Nachbarschaft zu Puligny- und Chassagne-Montrachet.


Saint-Aubin & Les Perrières

Saint-Aubin liegt in einem Seitental der Côte de Beaune, eingebettet zwischen den Hängen, mit Puligny- und Chassagne-Montrachet als berühmten Nachbarn. Fast drei Viertel der Lagen tragen Premier-Cru-Status; das Dorf gilt heute als eine der stärksten Weißwein-Adressen des Burgund mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis – Chardonnay dominiert klar.

Die Lage Les Perrières liegt am Nordost-Hang des Dorfes auf steinreichem Kalkstein-Ton, nach Ost-Südost ausgerichtet; die Reben sind rund 35 Jahre alt. Das Familiengut Henri Prudhon & Fils sitzt direkt in der Rue des Perrières – heute geführt von Vincent und Philippe Prudhon, mit 14,5 ha über Saint-Aubin, Chassagne- und Puligny-Montrachet.

Jahrgang 2024 – Burgund (Côte de Beaune)

2024 war im Burgund kühler und feuchter: milder, nasser Winter, früher Austrieb, ein feucht-kühles Frühjahr mit Frost und hohem Krankheitsdruck, dann ein trockenerer Sommer mit langsamer Reife und später Lese. Strenge Selektion und teils stark reduzierte Erträge prägten das Jahr.

Bei den Weißweinen ergibt das klare, feine Weine mit pikanter Frische und kühler Eleganz – in diesem Jahrgang zeigt sich die für Les Perrières typische Fülle eine Spur frischer und präziser umrahmt.

Im Glas

Ein sehr reicher, ampler Chardonnay von großer Komplexität, getragen vom steinigen Kalkstein-Ton der Lage. Der Ausbau auf der Feinhefe im Eichenfass gibt Schmelz und Tiefe, während die Frische des Jahrgangs für klare Kontur und Länge sorgt.

Am Tisch

Ideal zu reicheren Fischgerichten und weißem Fleisch, Geflügel in heller Sauce oder cremigen Saucen. Bei 12–13 °C servieren.


Lage: Les Perrières, Saint-Aubin (Nordost-Hang des Dorfes); steinreicher Kalkstein-Ton, Ost-Südost; Reben ~35 Jahre, 0,5397 ha
Klassifikation: Saint-Aubin Premier Cru AOC
Ausbau: Chardonnay; pneumatische Pressung, Ausbau auf der Feinhefe im Eichenfass, 20% neues Holz; Füllung nach 9–12 Monaten

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Südafrika

Bon Courage Pinotage

Rotwein · Robertson · Pinotage · Südafrika

Bon Courage Pinotage ist ein Rotwein aus 100 % Pinotage aus dem Robertson Valley in Südafrika. Pinotage ist die südafrikanische Kreuzung aus Pinot Noir und Cinsault und gilt als heimische Spezialität des Landes. Das Familienweingut Bon Courage wird seit 1927 von der Familie Bruwer geführt, heute in dritter Generation. Im Glas ein dunkler, runder Pinotage mit reifer Frucht, Mokka und Würze.


Robertson

Das Robertson Valley liegt im Breede River Valley rund 150 Kilometer östlich von Kapstadt. Kalkhaltige, mineralreiche Böden und ein Klima mit warmen Tagen und kühlen Nächten geben den Rotweinen Tiefe und Frische. Drei Flüsse durchziehen das Tal und haben unterschiedliche Bodentypen abgelagert.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Pinotage. Nach der Gärung reift er über zwölf Monate in Barriquefässern aus amerikanischer und französischer Eiche. Das Holz macht den Wein rund am Gaumen, gibt ihm Schmelz und einen eleganten Abgang.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase Backpflaume, kräftiger Mokka und schwarze Johannisbeere. Am Gaumen kommen reife, dunkle Früchte hinzu, die sich mit indischen Gewürzen verbinden. Der Wein ist rund und schmelzig, der Abgang elegant und lang.

Am Tisch

Schon zugänglich; eine kurze Belüftung im Dekanter tut ihm gut. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: gegrilltes Fleisch, würzige Schmorgerichte, Wild und kräftiger Käse.


Lage: Robertson Valley (Breede River Valley), Südafrika
Klassifikation: W.O. Robertson
Ausbau: über 12 Monate Barrique, amerikanische/französische Eiche

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Spanien

Abel Mendoza Jarrarte blanco

Weißwein · Rioja · Spanien

überwiegend Viura (~85 %) D.O.Ca. Rioja San Vicente de la Sonsierra Edelstahltank · ohne Holz trocken 

Der Abel Mendoza Jarrarte Blanco ist der frische Weißwein von Abel Mendoza und Maite Fernández aus San Vicente de la Sonsierra in der Rioja. Der Wein entsteht überwiegend aus Viura, ergänzt durch Garnacha Blanca, Tempranillo Blanco und Torrontés, und wird im Edelstahltank ohne Holz ausgebaut. Blüten, Apfel, Kräuter und reifer Pfirsich prägen Duft und Geschmack. Ein eigenständiger Rioja-Weißwein mit packender Säurestruktur und stilvollem Abgang – aus sehr kleiner Produktion.


San Vicente de la Sonsierra – Rioja Alta

Die Bodega Abel Mendoza liegt in San Vicente de la Sonsierra am Fuße der Sierra de Cantabria in der Rioja Alta. Abel Mendoza und Maite Fernández, von Tim Atkin 2015 zu „Winemakers of the Year" gekürt, bewirtschaften ihre über 35 Jahre alten Reben organisch und von Hand. Die Böden bestehen aus Lehm, Mergel und feinem Sandstein. Jarrarte ist die ursprüngliche Marke des Guts, heute den jungen Weinen vorbehalten.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht überwiegend aus Viura (rund 85 %), ergänzt durch Garnacha Blanca, Tempranillo Blanco und Torrontés. Die handgelesenen Trauben werden im Edelstahltank temperaturkontrolliert vergoren; der Wein bleibt auf der Feinhefe mit sanfter Bâtonnage, was Textur und Tiefe gibt – ganz ohne Holzeinsatz. 

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase frisch und klar, mit Blüten und Frühlingsblumen, einem Hauch Kamille, viel Apfel, Kräutern und reifem Pfirsich. Am Gaumen finden sich diese Noten wieder, getragen von einer packenden Säurestruktur und viel Nerv. Der Abgang bleibt frisch, klar und stilvoll.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Tapas, Fisch und Meeresfrüchte, Reisgerichte, Geflügel und frische Käse. Auch solo ein frischer Aperitif. Jung und gut gekühlt genießen, bei 8–10 °C. Am besten in den nächsten ein bis zwei Jahren trinken.


Lage San Vicente de la Sonsierra · Rioja Alta (Spanien)
Klassifikation D.O.Ca. Rioja
Ausbau Edelstahltank, auf der Feinhefe mit Bâtonnage, ohne Holz

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Rebsorten

Hermann Ludes Thörnicher Ritsch Riesling Spätlese Speyer 2021 Late Release

Weißwein · Mosel · Riesling Spätlese (fruchtsüß)

Riesling Thörnicher Ritsch · Im Speyer Mosel Spätlese · fruchtsüß Late Release · gereift

Der Thörnicher Ritsch „Im Speyer" Riesling Spätlese 2021 Late Release von Hermann Ludes ist ein bereits gereifter, mineralischer Mosel-Riesling von alten, teils wurzelechten Reben – spät freigegeben und damit trinkreif, aus einer der spannungsgeladensten Parzellen der Ritsch.


Thörnicher Ritsch – Im Speyer

Das Weingut Hermann Ludes bewirtschaftet 5,5 Hektar Riesling in verschiedenen Kleinparzellen der Steillage Ritsch – einem beeindruckenden Monument, einem in den Fels gehauenen Weinberg mit alten, teils wurzelechten Rieslingstöcken. Bizarre Formationen aus Schiefer und Holz prägen das Bild; die Wingertspfähle ragen wie die Speerspitzen eines Riesenheeres in den Himmel. Eingerahmt von den Seitentälern des Karlbach und der Salm, verdankt der Weinberg seine Einzigartigkeit dieser besonderen Lage.

Die Parzelle „Im Speyer" erhebt sich extrem steil und optimal nach Süden ausgerichtet aus dem Moseltal. Der devonische Schiefer speichert Wärme und bietet den Reben nur wenig Wasser und Nährstoffe – das ergibt niedrige Erträge, aber Trauben von hoher Konzentration und mineralischer Prägung. Innerhalb der ohnehin renommierten Ritsch ist „Im Speyer" noch einmal eine ganze Klasse spannungsgeladener.

Jahrgang 2021 – Mosel

2021 war an der Mosel ein kühler, klassischer Jahrgang mit spätem Herbst und später Lese. Er brachte präzise, filigrane Rieslinge mit lebendiger Säure, moderaten Mostgewichten und großer Klarheit – eine gefeierte Rückkehr zum klassischen Mosel-Stil.

Als „Late Release" wurde dieser Wein erst nach mehrjähriger Reife freigegeben und zeigt heute bereits erste Reifenoten, ohne die Spannung der Ritsch zu verlieren.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, klassischer Prädikatswein (Spätlese, fruchtsüß).

Handlese in der Steillage, Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau ohne Schönung, Schraubverschluss. Vor der Freigabe reifte der Wein mehrere Jahre – Ludes füllt und veröffentlicht seine Weine bewusst dann, wenn sie ihm am besten gefallen.

Im Glas

Über der kühlen Mosel-Frucht aus Apfel, Weinbergspfirsich und Zitrus zeigen sich beginnende Reifenoten von Honig und getrocknetem Obst, dazu feine Schieferwürze. Am Gaumen balanciert die rassige, gaumenreinigende Säure die fruchtige Süße; straff, salzig-mineralisch und lang im Abgang, mit der zusätzlichen Spannung der Speyer-Parzelle.

Kühle Frucht und beginnende Reife, getragen von rassiger Säure und salziger Mineralität.

Bereits trinkreif, mit weiterem Reifepotenzial. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, Geflügelcurry, kräftigem Fisch oder reifem Käse. Auch ein eleganter Solist mit Flaschenreife.


Lage: Thörnicher Ritsch „Im Speyer" (Mittelmosel); extrem steile Südlage, devonischer Schiefer, alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: Riesling Spätlese (Prädikatswein, fruchtsüß)
Ausbau: Riesling; Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau, mehrjährige Reife vor Freigabe, Schraubverschluss

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Weine

Peter Jakob Kühn Landgeflecht Unikat Riesling 2020 BIO

Weißwein · Oestrich (Rheingau) · Riesling

Riesling Landgeflecht · PJK.Unikat Peter Jakob Kühn Monopolparzelle im Doosberg · Oestrich Löss/Lehm über Quarzit trocken 1.200-l-Stückfass · ~2 J. Vollhefe BIO/Demeter (DE-ÖKO-003) · 2020

Der Peter Jakob Kühn Landgeflecht PJK.Unikat Riesling trocken 2020 ist einer der raren Spitzenrieslinge des Guts – aus einer winzigen Monopolparzelle am Hangfuß des Doosberg. Ein tiefer, salziger und kristallklarer Riesling von großer Konzentration und schwebender Eleganz.


Landgeflecht – Monopolparzelle im Doosberg

Das Weingut Peter Jakob Kühn in Oestrich zählt zu den herausragenden Adressen des Rheingaus und arbeitet seit 2004 als zertifiziertes Demeter-Mitglied biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Prägend ist der entschleunigte Ausbau: ein langes, ruhiges Hefelager in traditionellen Stückfässern, das den Weinen früh Tiefe und Anmut verleiht.

Das Landgeflecht ist eine 1978 gepflanzte Monopolparzelle von nur rund 3.000 m² am unteren, südwestlich geneigten Hang der Großen Lage Doosberg. Der Name geht auf den „Landpflechter Brunnen" zurück, der auch in Trockenphasen eine gute Wasserversorgung ohne Nässestau sichert. Die Böden aus Löss und Lehm über Quarzit sowie die windgeschützte, sonnige Ausrichtung bringen einen besonders konzentrierten, eigenständigen Riesling hervor.

Jahrgang 2020 – Rheingau

2020 war im Rheingau ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Die alte Parzelle mit ihrem tiefen Wurzelsystem und der lange Hefeausbau bewahrten Konzentration, salzige Mineralität und Spannung – Kraft und Feinheit im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling aus der Monopolparzelle Landgeflecht (im Doosberg), Jahrgang 2020; 100 % Riesling von Löss und Lehm über Quarzit.

Der Wein reift in einem 1.200-Liter-Stückfass für bis zu zwei Jahre unberührt auf der Vollhefe, gefolgt von rund einem Jahr Flaschenreife; das Unikat wird erst etwa drei Jahre nach der Ernte freigegeben. Dieser lange, ruhige Hefeausbau verleiht ihm Schmelz, Tiefe und seidige Textur. Biologisch-dynamischer Anbau (Demeter, DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein tiefer, kristallklarer Riesling von großer Konzentration: reife Quitte und Mirabelle, weißer und gelber Pfirsich, dazu Zitrus- und Orangenzeste und eine feine, würzig-steinige Note. Am Gaumen schmelzend und dicht, zugleich schwebend elegant, mit intensiver, salziger Mineralität, felsenfestem Kern und einem sehr langen, druckvollen Nachhall.

Reife Quitte, Mirabelle und Pfirsich mit Zitrus- und Orangenzeste über würzig-steiniger Tiefe – schmelzend und dicht, zugleich schwebend elegant, intensiv salzig, mit langem, druckvollem Nachhall.

Ein rarer, sehr langlebiger Rheingau-Riesling; jung unbedingt dekantieren, mit großem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Landgeflecht, Monopolparzelle (~3.000 m², gepflanzt 1978) am unteren Hang des Doosberg, Oestrich, Rheingau; Löss/Lehm über Quarzit, Südwest
Klassifikation: Riesling PJK.Unikat, Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: 1.200-l-Stückfass, bis ~2 Jahre auf der Vollhefe, danach ~1 Jahr Flaschenreife (Release nach ~3 Jahren); biologisch-dynamisch, Demeter, DE-ÖKO-003

Fotos: A. Durst

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