Anschaulich und Kalk in allen Variationen: Das Terroir in Vosne-Romanee

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Rebsorten

Fratelli Revello Langhe Nebbiolo

Rotwein · Langhe Nebbiolo DOC · Nebbiolo

Nebbiolo Langhe DOC Lage Annunziata (La Morra) Revello Fratelli Kalk-Ton-Boden Reben seit 1996 gebrauchte Barriques 2024

Der Revello Fratelli Langhe Nebbiolo 2024 stammt aus einer über zwanzig Jahre alten Rebanlage auf sehr kalkhaltigem Untergrund in der Lage Annunziata bei La Morra. Ein Nebbiolo voller eigener Stilistik – mit zartem Veilchenduft, klaren Ledernoten und reifer Pflaume, wie sie nur diese Rebsorte wiedergeben kann.


Annunziata – Nebbiolo aus dem Herzen von La Morra

Die Trauben stammen aus den Weinbergen Annunziata, einer Frazione von La Morra im Herzen des Barolo-Gebiets. Die 0,9 Hektar große Parzelle ist nach Südosten (230 m) und Südwesten (250 m) ausgerichtet und wurde 1996 mit Nebbiolo bestockt. Der Boden aus Kalk und Ton bietet ideale Voraussetzungen für einen klassischen, eleganten Nebbiolo.

Die Lage Annunziata ist für La-Morra-typisch parfümierte, feingliedrige Nebbioli bekannt. Der sehr kalkhaltige Untergrund verleiht dem Wein seine florale Aromatik, feine Struktur und mineralische Spannung.

Jahrgang 2024 – Langhe

Der Wein wurde Anfang Oktober gelesen, bei einem Ertrag von 8,0 t Trauben pro Hektar. Als jüngerer, früh zugänglicher Nebbiolo zeigt er klare, frische Frucht und die sortentypische florale Würze – ein eleganter Wein für den früheren Genuss, der zugleich über einige Jahre gewinnt.

Vinifizierung und Ausbau

Reinsortiger Nebbiolo aus dem Jahrgang 2024, Langhe DOC, trocken.

Die Maischegärung erfolgt in horizontalen Rotationsfermentern über etwa sechs Tage mit den Traubenschalen, gefolgt von einer alkoholischen Gärung in Edelstahltanks über rund 10 bis 15 Tage; auch die malolaktische Gärung findet im Stahl statt. Anschließend reift der Wein in Barriques aus französischer Eiche, die bereits 12 bis 14 Monate verwendet wurden – ein Ausbau im gebrauchten Holz, der die Frucht und florale Klarheit bewahrt, ohne sie mit Holznoten zu überdecken. Abfüllung im Juli.

Im Glas

Dieser Nebbiolo verströmt einen zarten Veilchenduft, der mit klaren Ledernoten unterlegt ist. Nach ausgiebiger Belüftung des Weines öffnet sich das Bukett, aber auch der Geschmack zu reifem Pflaumenmus. Langer und anhaltender Nachhall. Ein Nebbiolo zum guten Mahl und voller eigener Stilistik, wie sie eben nur diese Rebsorte wiedergeben kann.

Zarter Veilchenduft mit klaren Ledernoten, nach Luft reifes Pflaumenmus – langer, anhaltender Nachhall.

Profitiert von ausgiebiger Belüftung; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigen Pasta- und Risottogerichten, zu geschmortem Rind und Wild, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu mittelreifem Hartkäse.


Lage: Weinberge Annunziata, La Morra (Piemont, Italien); 0,9 ha, Süd­ost- (230 m) und Südwest-Ausrichtung (250 m); Kalk-Ton-Boden; Reben gepflanzt 1996
Klassifikation: Langhe Nebbiolo DOC, Nebbiolo (trocken)
Ausbau: Maischegärung in Rotationsfermentern (~6 Tage), Gärung in Edelstahl (10–15 Tage), Malo in Stahl; Reifung in

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Weine

Marguet Chouilly 2020 Grand Cru Brut Nature BIO

Der Marguet Chouilly 2020 Grand Cru Brut Nature ist Benoît Marguets Ausflug in die Côte des Blancs: reiner Chardonnay, gewachsen in Chouilly und ohne Dosage abgefüllt. Kreidig, hell und genau richtig, wenn Meeresfrüchte auf den Tisch kommen.

Im Glas

Hellgold, feine Perlage. Grüner Apfel und Birne in der Nase, dazu weißer Pfirsich, Holunderblüte und eine Spur Mandel. Am Gaumen vielschichtig, mit kreidiger Textur und lebendiger Säure. Der Holzausbau gibt Tiefe, ohne sich vorzudrängen. Das Finale ist lang und klar.

Mach was draus

Austern mit Zitrone, Garnelen vom Grill oder ein Carpaccio von der Jakobsmuschel. Für den Start ins Dinner reicht ein Teller dünn geschnittener Rohschinken. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Ich serviere ihn zu Austern und feinen Vorspeisen. Da passt seine helle, kreidige Art am besten, und das Holz bleibt dezent im Hintergrund.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was ist die Côte des Blancs? Der Hang südlich von Épernay, fast nur mit Chardonnay auf Kreide bepflanzt. Chouilly ist eines ihrer Grand-Cru-Dörfer.

Mit welchem Marguet lohnt der Vergleich? Mit dem Marguet Oger 2020: ebenfalls Blanc de Blancs aus einem Grand-Cru-Dorf der Côte des Blancs und ebenfalls ohne Dosage.

100 % Chardonnay · Chouilly Grand Cru, Côte des Blancs · Méthode Traditionnelle · Holzausbau · Brut Nature, 0 g/l Restzucker · Champagne Marguet, Ambonnay · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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Frankreich

Sylvain Bzikot Bourgogne Côte d’Or Blanc 2023

Weißwein · Bourgogne Côte d'Or · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne Côte d'Or AOC Côte de Beaune 2023 inkl. deklassierter Dorflagen

Der Bourgogne Côte d'Or Blanc 2023 von Sylvain Bzikot zeigt gegenüber dem klassischen Bourgogne Blanc einen deutlichen Zugewinn an Fülle, Tiefe und Ausdruckskraft. In die Cuvée fließen auch Partien aus höher klassifizierten Dorflagen ein, die zugunsten der Gesamtkomposition deklassiert wurden – das gibt zusätzliche Substanz und Komplexität.


Bourgogne Côte d'Or – die engere regionale Stufe

Bourgogne Côte d'Or ist eine regionale Appellation, die ausschließlich auf die Côte d'Or beschränkt ist und damit enger gefasst als der allgemeine Bourgogne. Diese Cuvée stammt aus der Côte de Beaune und enthält Partien aus höher klassifizierten Dorflagen, die bewusst in den Wein deklassiert wurden.

Die Domaine Bzikot Père & Fils hat ihren Sitz in Puligny-Montrachet. So profitiert auch diese regionale Stufe von der Handschrift einer Weißwein-Spitzenadresse.

Jahrgang 2023 – Burgund (Côte de Beaune)

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht (Birne, Pfirsich, weiße Aprikose) bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer und großzügiger Jahrgang.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, mit Partien aus deklassierten Dorflagen für mehr Substanz.

Der Ausbau erfolgt in Edelstahl und Barrique, im Stil der Domaine – auf Balance zwischen Frucht, Struktur und feiner Säure ausgerichtet.

Im Glas

In der Nase reife Zitruszeste, feine Mandelnoten und knackiger grüner Apfel, dazu eine dezente mineralische Spannung. Am Gaumen klar strukturiert, saftig und präzise, mit packender Frische und harmonisch eingebundener Kraft; Balance, Eleganz und Länge.

Zitruszeste, Mandel und grüner Apfel über mineralischer Spannung – ein charaktervoller Chardonnay mit Tiefe und Länge.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, milder bis mittelreifer Weichkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine weiße Küche.


Lage: Côte d'Or (Côte de Beaune); inkl. deklassierter Dorflagen
Klassifikation: Bourgogne Côte d'Or AOC
Ausbau: Chardonnay; Edelstahl und Barrique

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Weine

Moritz Kissinger Deutscher Winzersekt Nr. 4 Brut Nature BIO

Pur, gerade und voller Zug: Der Winzersekt Nr. 4 von Moritz Kissinger stammt von Reben in Uelversheim und an der Rheinfront in Rheinhessen. Weißburgunder, Chardonnay und Spätburgunder bilden die Cuvée, vergoren in der Flasche und gefüllt ohne jede Dosage. Biologisch angebaut und ganz auf Präzision gebaut.

Im Glas

Helle Frucht von Birne und Apfel, dazu Zitrus und eine feine Brioche-Note vom langen Hefelager, unterlegt von kalkig-salziger Mineralität. Im Mund lebendig und straff, mit feinem, genauem Mousseux, viel Spannung und einem knochentrockenen Ende.

Mach was draus

Ein festlicher Aperitif und ein guter Partner am Tisch: Austern, Meeresfrüchte, feiner Fisch, Sushi, Geflügel oder milder, nussiger Hartkäse. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Nr. 4 zeigt, wie gut Sekt ohne Zucker sein kann. Klar wie ein Bergbach.“

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Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Handlese, fraktionierte Pressung und Tirage im Frühjahr nach der Ernte. Danach folgen 18 bis 30 Monate Hefelager. Degorgiert wird ohne Filtration, gefüllt ohne Dosage und nur ganz leicht geschwefelt.

Woher kommen die Trauben? Von Weinbergen in Uelversheim und an der Rheinfront. Im Boden mischen sich Lehm, Löss und Kalkstein, das bringt Frische und Struktur.

Wer steht dahinter? Moritz Kissinger, ein junger Sektmacher aus Rheinhessen, der bei Klaus-Peter Keller und in der Champagne gelernt hat.

Weißburgunder, Chardonnay, Spätburgunder · Uelversheim und Rheinfront, Rheinhessen · Lehm, Löss, Kalkstein · Handlese · traditionelle Flaschengärung · 18–30 Monate Hefelager · unfiltriert degorgiert · Brut Nature · Winzersekt b. A. · bio (DE-ÖKO-039) · Weingut Kissinger, Uelversheim (Rheinhessen) · Stand: Oktober 2026

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Länder/Regionen

Domaine Francois Raveneau Chablis Premier Cru Forêt 2018

Weißwein · Chablis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Chablis · 1er Cru Forêts linkes Serein-Ufer (Montmains) Kimmeridgium 2018

Der Chablis 1er Cru Forêts 2018 der Domaine François Raveneau ist ein reinsortiger Chardonnay aus einer der gesuchtesten Adressen von Chablis. Les Forêts am linken Serein-Ufer bringt straffe, mineralische und lagerfähige Weine hervor – Raveneau zählt zu den legendären Erzeugern der Region.


Les Forêts – Premier Cru am linken Serein-Ufer

Chablis im nördlichen Burgund, geformt vom Fluss Serein, steht für trocken ausgebaute Chardonnays mit markanter Säure. Den Untergrund bilden Kalkstein und Mergel aus dem Kimmeridgium. Les Forêts ist ein Premier Cru am linken Ufer und gehört zum Verbund der Lage Montmains; die Lage gilt als besonders straff, mineralisch und langlebig.

Die Domaine François Raveneau zählt – neben Dauvissat – zu den ikonischen Adressen von Chablis; ihre Weine sind gesucht, rar und über Jahrzehnte lagerfähig.

Jahrgang 2018 – Chablis

2018 blieb in Chablis von Frostschäden verschont. Die Vegetationsperiode begann normal, wurde dann sehr trocken und heiß; trotz der Hitze sorgten gute Fruchtansätze für eine ausgewogene Reife. Leichte Sommerregen weckten die durch Trockenstress träge gewordenen Reben und führten zu einer reichen Ernte. Die Lese begann am 30. August und dauerte rund sieben Tage – bei ausgesprochen sauberem Lesegut.

Statt der erwarteten rund 50 hl/ha lag der Ertrag im Schnitt bei etwa 75 hl/ha. Die potenziellen Alkoholwerte waren mit rund 13 % hervorragend; die Trauben zeigten sich unerwartet saftig und ergaben trotz sehr leichter Pressung viel Most. Das Ergebnis sind energiegeladene, verführerische Weine.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2018.

Der Wein reift im Stil des Guts in gebrauchten Holzfässern auf der Hefe; das gibt Textur und Tiefe, ohne die salzig-mineralische Linie zu überdecken.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Zitrus, Austernschale und Feuerstein über feuchtem Stein. Am Gaumen dicht und straff, energiegeladen und verführerisch, mit salziger Mineralität, klarer Säure und langem Abgang.

Zitrus, Austernschale und Feuerstein über dichter, salziger Mineralität – energiegeladen, verführerisch und mit großem Reifepotenzial.

Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Plateau de fruits de mer, gegrillter Fisch, Geflügel in heller Sauce, dazu gereifter Comté. Die salzige Säure passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Les Forêts (1er Cru), Chablis; linkes Serein-Ufer (Montmains), Kimmeridgium (Kalkmergel)
Klassifikation: Chablis Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau (gebrauchte Fässer) auf der Hefe

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Rebsorten

Sottimano Pairolero Barbera d Alba 2024 Superiore DOC

Rotwein · Barbera d'Alba Superiore DOC · Barbera

100 % Barbera Neive · Basarin 2024 Spontangärung Malo und Ausbau im Holzfass ungeschönt · ungefiltert

Der Sottimano Pairolero Barbera d'Alba Superiore 2024 kommt aus Neive im Barbaresco-Gebiet, wo die Familie Sottimano vor allem für ihre Einzellagen-Barbaresco bekannt ist. Andrea Sottimano behandelt seinen Barbera mit derselben Sorgfalt: wilde Hefen, mehrere Wochen auf der Maische, Ausbau in gebrauchtem Holz, ungeschönt und ungefiltert gefüllt. Der kühle, regenreiche Jahrgang 2024 gibt ihm eine frische, saftige Linie.


Basarin in Neive – Barbera aus einer Barbaresco-Lage

Die Trauben für den Pairolero wachsen in Neive, vor allem in der Lage Basarin, einer der fünf Crus, aus denen Sottimano auch Barbaresco erzeugt. Die Böden bestehen aus kalkhaltigem Mergel mit sandigen Adern in mittlerer Höhenlage. Der Kalk hält die Säure der Barbera hoch, der Sand macht die Weine duftiger und feiner im Gerbstoff.

Rino Sottimano kaufte Ende der 1960er Jahre einen kleinen Hof in Neive; 1974 wurde daraus das Weingut. Heute führt Sohn Andrea den Keller, die Familie bewirtschaftet rund 19 Hektar in Neive und den Nachbarlagen. Im Weinberg verzichtet Sottimano nach eigenen Angaben seit den Anfängen auf Herbizide, die Rebzeilen sind begrünt und werden nur zwei- bis dreimal im Jahr gemäht.

Jahrgang 2024 – Langhe und Roero

Nach zwei sehr trockenen Jahren brachte 2024 dem Piemont endlich Wasser: Bis zum Sommer fiel etwa doppelt so viel Regen wie im Mittel der letzten 25 Jahre, vor allem im Frühjahr. Mai und Juni waren kühl, die Feuchtigkeit sorgte für hohen Druck durch Falschen und Echten Mehltau und verlangte viel Handarbeit im Weinberg. Juli und August lagen dann deutlich über den langjährigen Temperaturwerten, mit guten Unterschieden zwischen Tag und Nacht.

Die Reife verlief rund eine Woche später als in den Vorjahren, die Barbera wurde in den Langhe meist Ende September gelesen. Die Mengen lagen im Piemont etwa 5 % über 2023, die Mostgewichte spürbar niedriger als in den heißen Vorjahren. 2024 bringt deshalb Rotweine mit moderatem Alkohol, klarer Frucht und präsenter Säure – feiner und schlanker als 2022 und 2023.

Lange Maische, Malo im Holz

Der Pairolero ist ein reinsortiger Barbera. Nach Handlese mit Selektion gärt der Most spontan mit den eigenen Hefen des Hofs im Edelstahltank. Maischegärung und Mazeration dauern 25 bis 30 Tage – lang für Barbera, und der Grund für Tiefe und Struktur.

Anschließend kommt der Wein in überwiegend gebrauchte Holzfässer, wo er die malolaktische Gärung durchläuft und rund neun Monate reift. Das gebrauchte Holz rundet ab, ohne die Frucht zu überdecken. Als Superiore muss der Wein mindestens zwölf Monate reifen, davon vier im Holz. Gefüllt wird er ungeschönt und ungefiltert. Die Jahresmenge liegt bei rund 12.000 Flaschen.

Im Glas

Tiefes Rubinrot mit violettem Rand. In der Nase Sauerkirsche und Amarena, rote Johannisbeere, dazu Pflaume, Veilchen und ein Hauch Pfeffer. Am Gaumen saftig und mittelgewichtig: Die Barbera-typische Säure trägt den Wein, das Tannin ist fein und kaum spürbar, das Holz bleibt im Hintergrund. Der Abgang ist frisch, fruchtig und hat eine leicht kräuterige Note.

Barbera aus einer Barbaresco-Lage in Neive, vier Wochen auf der Maische und im gebrauchten Holz gereift: Struktur ohne Schwere.

Wir empfehlen, ihn eine halbe Stunde vor dem Essen zu öffnen und bei 16–17 °C zu servieren. Unsere Trinkempfehlung: jetzt bis 2032.

Am Tisch

Barbera gehört im Piemont auf den Alltagstisch, und dort passt auch der Pairolero: Tajarin mit Ragù, Agnolotti del plin, Vitello tonnato, Brasato oder Salsiccia von der Bratwurstschnecke aus Bra. Die Säure macht ihn außerdem zum Begleiter für Pizza, Lasagne, Pilzrisotto und Hartkäse wie Castelmagno oder Toma.


Produzent Azienda Agricola Sottimano, Neive
Rebsorte 100 % Barbera
Lage Neive, vor allem Basarin · kalkhaltiger Mergel mit Sandadern
Klassifikation Barbera d'Alba Superiore DOC
Jahrgang 2024
Vinifikation Handlese · Spontangärung im Edelstahl · 25–30 Tage Maischestandzeit
Ausbau ca. 9 Monate gebrauchtes Holzfass · Malo im Fass · ungeschönt, ungefiltert
Trinkempfehlung jetzt bis 2032
Auflage ca. 12.000 Flaschen

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Rebsorten

Le Moine Criots Bâtard Montrachet Grand Cru 2022

Weißwein · Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru Chassagne-Montrachet nur 1,57 ha Appellation Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2022

Der Lucien Le Moine Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru 2022 stammt aus einer der kleinsten Appellationen Frankreichs – ein rarer, feiner Chardonnay von außergewöhnlicher Eleganz und mineralischer Tiefe. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität.


Criots-Bâtard-Montrachet – winziger Grand Cru in Chassagne

Criots-Bâtard-Montrachet ist eine als Grand Cru klassifizierte Weißwein-Lage an der Côte de Beaune, gänzlich in der Gemeinde Chassagne-Montrachet gelegen. Mit nur 1,57 Hektar gehört sie zu den kleinsten Appellationen Frankreichs und erzeugt ausschließlich Weißwein. Sie liegt südlich des Grand Cru Bâtard-Montrachet, auf rund 240 Metern Höhe in süd- bis südöstlicher Ausrichtung, geschützt vor späten Frösten.

Der Boden besteht im unteren Bereich aus einer dünnen Schicht braunen Kalksteinverwitterungsschutts über einem Sockel aus dem Bathonium – die Reben treiben ihre Wurzeln tief ins Gestein. Dieses Terroir bringt Weißweine von außergewöhnlicher Finesse: feine Frucht, delikate Blütennoten und eine ausgeprägte mineralische Struktur. Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer Grand Cru, dessen Ausbau Textur und Tiefe betont, ohne Klarheit und Präzision zu verlieren.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 brachte an der Côte de Beaune eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Weißwein-Ernte mit klar definierter Frucht und guter Balance. In einem Grand Cru wie Criots ergibt das einen dichten, vielschichtigen Chardonnay mit großer Tiefe und langem Reifepotenzial – im generösen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der Most kommt unmittelbar nach der Pressung von einem ausgesuchten Erzeuger ins Fass und wird lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Aus dünnem Kalkverwitterungsboden über Bathonium-Fels gewachsen, zeigt dieser Grand Cru die Finesse seiner winzigen Lage: helle gelbe Frucht und Zitrus, dazu delikate florale Noten und eine feine, kreidig-mineralische Würze. Das lange Vollhefelager und der Ausbau im neuen Holz binden eine cremige, vielschichtige Textur und einen Hauch nussiger Röstwürze ein. Am Gaumen elegant und präzise, getragen von salziger Mineralität und feiner Säure, mit langem, spannungsreichem Nachhall.

Fein und präzise – helle gelbe Frucht, florale Anklänge und kreidige Mineralität mit salziger, langer Spannung.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Hummer, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Trüffel oder Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Criots-Bâtard-Montrachet Grand Cru, Chassagne-Montrachet, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); ~1,57 ha (eine der kleinsten Appellationen Frankreichs), ~240 m, süd-/südöstliche Ausrichtung; dünner Kalkverwitterungsschutt über Bathonium-Fels
Klassifikation: Grand Cru, Chardonnay (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Rebsorten

Seehof Weißburgunder Ortswein vom Kalkstein 2024

Wein · Weißwein · Rheinhessen · Deutschland

Seehof Weißburgunder Ortswein vom Kalkstein ist ein saftiger, gehaltvoller Burgunder mit sanfter Mineralität. Im Duft zarte Birnenaromatik – ein vielseitiger Essensbegleiter, nicht nur zu hellem Fleisch und Fisch.


Rheinhessen / Westhofen – Kalkstein

Das Weingut Seehof der Familie Fauth liegt in Westhofen im Wonnegau, einem der besten Weinorte Rheinhessens. Die Kalksteinböden verleihen diesem Ortswein seine sanfte Mineralität und halten die saftige Fülle in Balance.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Weißburgunder. Der Ausbau als Ortswein betont die saftige, gehaltvolle Art mit feinem Schmelz und sanfter, kalkgeprägter Mineralität. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase zarte Birnenaromatik mit feiner mineralischer Note. Am Gaumen saftig und gehaltvoll, mit weichem Schmelz, sanfter Mineralität und einem harmonischen, animierenden Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – ein vielseitiger Speisebegleiter.

Passt zu: hellem Fleisch, Fisch, Geflügel, Spargel und mildem Käse.


Lage: Rheinhessen, Westhofen (Wonnegau, Deutschland); Weingut Seehof
Klassifikation: Ortswein – 100 % Weißburgunder, trocken
Ausbau: saftig und mineralitätsbetont (Kalksteinböden)

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