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Joseph Roty Marsannay Cuvée Boivin 2019

Rotwein · Marsannay · Pinot Noir

Pinot Noir Marsannay AOC · Cuvée Boivin Côte de Nuits (nördlichste) elegant · feingliedrig 2019

Der Marsannay Cuvée Boivin 2019 der Domaine Joseph Roty ist ein reinsortiger Pinot Noir mit reifen Kirschen und Veilchen in Duft und Geschmack. Wärmend, elegant und feingliedrig – Burgund von seiner schönsten Seite.


Marsannay – das „Goldene Tor" zur Côte de Nuits

Marsannay ist die nördlichste Appellation der Côte de Nuits und liegt unmittelbar südlich von Dijon – oft das „Goldene Tor" zur Côte de Nuits genannt. Als einzige Dorf-Appellation der Region ist sie für Rot, Weiß und Rosé zugelassen; rund 40 Winzer bewirtschaften gut 302 Hektar in Marsannay-la-Côte, Chenôve und Couchey. Die Rotweine aus Pinot Noir zeigen einen eleganten, fruchtbetonten Stil.

Die Domaine Joseph Roty zählt zu den renommierten Adressen von Gevrey-Chambertin; ihr Marsannay „Cuvée Boivin" bringt diese Handschrift auf zugänglicher Stufe.

Jahrgang 2019 – Côte de Nuits

2019 war ein warmer, trockener Jahrgang mit kleinen Erträgen. Trotz der Wärme bewahrten die Trauben eine bemerkenswerte Frische; die Reben lieferten konzentrierte, vollreife Frucht.

Für die roten Burgunder steht 2019 für reife, dichte Frucht bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker Jahrgang, der die elegante Art dieses Marsannay schön trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf Frucht, feines Tannin und einen klaren Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Reife Kirschen und Veilchen in Duft und Geschmack. Am Gaumen wärmend, elegant und feingliedrig, mit feiner Frucht, frischer Säure und einem harmonischen Abgang.

Reife Kirsche und Veilchen, wärmend, elegant und feingliedrig – Burgund von seiner schönsten Seite.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter, vielseitiger Begleiter.


Lage: Marsannay (nördlichste Côte de Nuits); Cuvée Boivin
Klassifikation: Marsannay AOC
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau

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Weine

Weingut Andres Muskateller trocken BIO

Weißwein · Gutswein · trocken

Gelber Muskateller Mittelhaardt · Pfalz Gutswein 2024 trocken Bio · DE-ÖKO-039

Der Muskateller 2024 vom Weingut Andres in Deidesheim ist ein Gutswein von der Pfälzer Mittelhaardt, gekeltert aus 100 % Gelbem Muskateller. Michael und Thomas Andres bewirtschaften ihre Parzellen seit der Betriebsübernahme 2015 biologisch. Der Wein setzt die Sortenaromatik trocken um: Muskatbukett ohne Restsüße, getragen von der kühlen Säure des Jahrgangs.


Mittelhaardt – Parzellen zwischen Deidesheim, Forst und Königsbach

Die Rebflächen des Weinguts liegen verstreut über die Mittelhaardt, zwischen Haardt, Deidesheim, Forst, Ruppertsberg und Königsbach. Der Haardtrand schirmt die Hänge nach Westen gegen Wetterfronten ab, die Ostexposition zur Rheinebene bringt frühe Morgensonne und rasche Erwärmung. Das Ergebnis ist eine der wärmsten und niederschlagsärmsten Weinbauzonen Deutschlands.

Die Bodenspanne ist auf engem Raum groß: von kargem Buntsandstein über Löss und Lösslehm bis zu Kalkmergel. Für einen aromatischen Weißwein wie den Muskateller sind die kühleren, kalkhaltigen Anteile der ausschlaggebende Faktor – sie halten die Säure fest, während die Sorte in reinen Wärmelagen schnell breit und parfümiert wird.

Im Weinberg wird biologisch gearbeitet, ergänzt durch biodynamische Grundsätze; die Zertifizierung läuft unter DE-ÖKO-039. Der Eingriff bleibt bewusst gering – die Handschrift entsteht über Standort und Lesezeitpunkt, nicht über Kellertechnik.

Jahrgang 2024 – Pfalz

Auf einen milden Winter folgte ein früher Austrieb. Der Spätfrost im April traf die Pfalz deutlich weniger hart als andere deutsche Anbaugebiete, die Schäden blieben regional begrenzt. Kühle Wochen in Mai und Juni verzögerten Blüte und Entwicklung wieder. Der Sommer brachte wiederholte Regenphasen mit hohem Druck durch Falschen Mehltau – der Pflanzenschutzaufwand lag pfalzweit beim Anderthalbfachen des Üblichen, für Biobetriebe der arbeitsintensivste Teil des Jahres. Hagel spielte kaum eine Rolle: fünf Einsätze der Hagelabwehr statt sonst rund 25.

Die Hauptlese begann Anfang September und wurde zügig durchgezogen. Insgesamt kamen rund 2,2 Millionen Hektoliter in die Pfälzer Keller, etwa vier Prozent unter Vorjahr; ökologisch wirtschaftende Betriebe lagen mit etwa zehn Prozent Minus darunter. Anfangs leicht überdurchschnittliche Mostgewichte wurden vom Septemberregen auf Normalwerte zurückgeführt. Der Jahrgang steht damit für prägnante Säure bei niedrigen Alkoholwerten – eine Konstellation, die aromatischen Sorten wie dem Muskateller entgegenkommt.

Assemblage und Ausbau

Sortenrein 100 % Gelber Muskateller, Jahrgang 2024, trocken ausgebaut. Die Trauben stammen aus den Gutsweinparzellen der Mittelhaardt und werden früh gelesen, um die Säure des Jahrgangs und das Primäraroma zu sichern.

Der Ausbau bleibt reduktiv und ohne Holz. Kühle Gärung und kurzer Hefekontakt halten die Terpenaromatik der Sorte fest, die bei Wärme und langer Lagerung rasch ins Parfümierte kippt.

Im Glas

In der Nase klares Muskatbukett: Holunderblüte, Limettenzeste, weiße Traube, dahinter ein Hauch Pfirsichhaut. Am Gaumen geradlinig, Grapefruit und Zitrus tragen den Mittelbau, die Säure des Jahrgangs zieht den Wein schmal und straff nach hinten. Der Abgang bleibt salzig-herb statt blumig-süßlich.

Muskateller ohne Restsüße: Die prägnante Säure des Jahrgangs 2024 stellt das Muskatbukett auf ein süßes Polster.

Bei 9–11 °C servieren. Der Wein ist ab sofort auf dem Punkt und sollte jung getrunken werden – die Terpenaromatik verliert nach dem zweiten Jahr an Präzision.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Spargel mit Sauce hollandaise, zu Ziegenfrischkäse, zu Sushi und Sashimi. Die Kombination aus Muskataroma und trockenem Finish trägt scharf gewürzte asiatische Küche – grünes Thai-Curry, vietnamesische Sommerrollen, Szechuan-Gemüse. Zu Desserts passt er nicht; dafür fehlt die Restsüße.


Produzent Weingut Andres, Deidesheim (Pfalz)
Rebsorte 100 % Gelber Muskateller
Lage Mittelhaardt – Parzellen um Deidesheim, Forst, Ruppertsberg und Königsbach
Klassifikation Gutswein, trocken
Jahrgang 2024
Vinifikation frühe Lese · kühle Gärung
Ausbau reduktiv ohne Holz · kurzer Hefekontakt
Trinkempfehlung 2026–2028
Böden Buntsandstein · Löss und Lösslehm · Kalkmergel
Bewirtschaftung biologisch, DE-ÖKO-039, ergänzt durch biodynamische Grundsätze

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USA

Cayuse En Chamberlin Vineyard Syrah 2011

Rotwein · Syrah · Walla Walla Valley · USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2011 stammt aus dem kühlen Jahrgang 2011 und zeigt sich heute seidig und fast ätherisch: dunkle Früchte, nasser Stein und Charcuterie, dazu Noten von Mandarinen- und Blutorangenschale – ein gereifter Syrah von großer Finesse.


En Chamberlin, Walla Walla Valley

Die Lage En Chamberlin liegt im alten Flussbett des Walla Walla River auf der Oregon-Seite des Tals, im Rocks District of Milton-Freewater. Die Oberschicht aus schluffigem Lehm und runden Basaltkieseln ist nur 30 bis 45 Zentimeter tief; darunter liegen Schichten aus reinem, verdichtetem Kiesel, stellenweise viele Meter mächtig. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit.

Rebsorte und Ausbau

100 % Syrah aus dem Jahrgang 2011. Der Wein reift in großen Fässern aus französischer Eiche mit nur geringem Neuholzanteil, damit die Aromatik der Lage im Vordergrund bleibt.

Im Glas

Tiefes, gereiftes Rot. In der Nase dunkle Früchte, nasser Stein, Charcuterie und Mandarinenschale. Am Gaumen von seidiger, fast ätherischer Textur, mit Schwarzkirsche, Umami, gesalzenem Fleisch, Schwarztee und Blutorange. Langer, würziger Nachhall.

Am Tisch

Ein gereifter Syrah, der jetzt mit großem Genuss getrunken werden kann. Vorsichtig dekantieren und bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Lamm, Wild, Ente und Charcuterie.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Syrah
Jahrgang: 2011 (kühler Jahrgang)
Ausbau: 100 % Syrah; große Fässer aus französischer Eiche, geringer Neuholzanteil

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Weine

Schäfer-Fröhlich Stromberg Riesling GG 2021

Weißwein · Bockenauer Stromberg GG · Riesling

Riesling VDP.Großes Gewächs Bockenauer Stromberg Nahe Schäfer-Fröhlich Vulkanporphyr-Steillage Spontangärung · reduktiv 2021

Der Schäfer-Fröhlich Bockenauer Stromberg Riesling GG 2021 stammt aus Tim Fröhlichs steilster Lage – einer südexponierten Vulkanporphyr-Steillage mit alten Reben. Ein würzig-rauchiger, kraftvoller und salzig-mineralischer Riesling von großer Präzision und Tiefe.


Bockenauer Stromberg – Vulkanporphyr in Steillage

Der Bockenauer Stromberg ist eine VDP.Große Lage an der Nahe und die steilste Lage des Weinguts – mit bis zu 70 % Hangneigung, südlich ausgerichtet, sodass die Handlese hier zwingend ist. Anders als die Schiefer- und Quarzitlagen des Guts (Felseneck, Halenberg) ist der Stromberg von verwittertem vulkanischem Porphyr (Vulkangestein) geprägt. Dieser Boden verleiht dem Riesling seine charakteristische Würze, rauchige Mineralität und kraftvolle Struktur.

Die alten Reben – ein Teil deutlich über sechzig Jahre alt – wurzeln tief im kargen Fels und liefern kleine, intensive Beeren mit niedrigem Ertrag. Das ist die Grundlage für einen vielschichtigen, langlebigen Großen-Gewächs-Riesling.

Jahrgang 2021 – Nahe

2021 war an der Nahe ein klassischer, kühler Jahrgang, der besonders präzise, klar gezeichnete Rieslinge mit lebendiger Säure, kühler Eleganz und großer aromatischer Schärfe hervorbrachte. Auf dem Vulkanporphyr des Stromberg ergibt das ein Großes Gewächs von straffer Spannung, salziger Mineralität und feiner Würze – ein Jahrgang wie geschaffen für den filigran-mineralischen Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, Bockenauer Stromberg, trocken (VDP.Großes Gewächs).

Wie alle Großen Gewächse des Guts vergärt der Stromberg spontan mit den weinbergseigenen Hefen, langsam und kühl, und reift anschließend lange auf der Vollhefe. Aus der reduktiven, sauerstoffarmen Vinifikation stammt die für Schäfer-Fröhlich typische rauchig-feuersteinige Note, die sich mit Luft öffnet und dem Wein zusätzliche Tiefe und Salzigkeit verleiht.

Im Glas

Vom vulkanischen Porphyr der Steillage lebt dieses Große Gewächs: Zitrus wie Limette und Grapefruit, gelbe Steinobstnoten, dazu Kräuterwürze und eine markant rauchig-feuersteinige Mineralität, die sich mit Luft entfaltet. Am Gaumen ist der Wein konzentriert, straff und präzise, getragen von einer lebendigen, kühlen Säure und einer ausgeprägt salzigen Mineralität. Jung zeigt er sich steinig und verschlossen, mit Belüftung gewinnt er Tiefe und Länge – und mündet in einen sehr langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Limette, gelbes Steinobst, Kräuterwürze und rauchiger Feuerstein – straff, salzig und präzise, mit sehr langem mineralischem Nachhall.

Profitiert stark von Luft; jung großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Jakobsmuscheln und Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Bockenauer Stromberg, Nahe (Deutschland); VDP.Große Lage, südexponierte Steillage (bis ~70 % Neigung) auf verwittertem vulkanischem Porphyr; alte Reben
Klassifikation: VDP.Großes Gewächs, Riesling (trocken)
Ausbau: Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, langes Vollhefelager, reduktiver Stil; Handlese

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Frankreich

Rotem & Mounir Inopia blanc Cotes du Rhone Villages 2023

Weißwein · Côtes du Rhône Villages · Rhône-Cuvée

Roussanne · Grenache Blanc · Marsanne · Clairette AOC Côtes du Rhône Villages Orange · südliche Rhône Ton über Flusskies Zementei und 500-l-Fass 18 Monate auf der Vollhefe 2023

Der Rotem & Mounir Saouma Inopia blanc Côtes du Rhône Villages 2023 ist eine Cuvée aus Roussanne, Grenache Blanc, Marsanne und Clairette von einer Parzelle bei Orange, knapp außerhalb der Grenze von Châteauneuf-du-Pape. Ganztraubig gepresst, in Zementeiern und gebrauchten 500-Liter-Fässern vergoren und 18 Monate unberührt auf der Vollhefe gereift. Ein vollmundiger Weißwein mit erstaunlicher Frische.


Inopia – Ton über Flusskies bei Orange

Rotem und Mounir Saouma haben mit dem Micro-Négoce Lucien Le Moine in Beaune international Bekanntheit erlangt. Im Süden der Rhône arbeiten sie zusätzlich mit eigenen Weinbergen. 2011 kauften sie eine brachliegende Parzelle bei Orange. Das Bild dieses kargen Landes und der zurückhaltende Ansatz im Keller gaben dem Wein seinen Namen: Inopia, lateinisch für „aus dem Nichts geschaffen".

Die Böden bestehen aus rund einem Meter magerem Ton, darunter liegen etwa sieben Meter kleiner Flusskiesel, lokal grès genannt – das kleinere Gegenstück zu den großen galets roulés von Châteauneuf-du-Pape, deren Appellationsgrenze wenige hundert Meter entfernt verläuft. Diese Kiesschicht speichert Feuchtigkeit, im trockenen Klima der südlichen Rhône ein entscheidender Vorteil, und liefert den Wurzeln Mineralstoffe.

Die Saoumas bepflanzten die Fläche 2011 mit elf Rebsorten in hoher Dichte: 4.700 Stöcke je Hektar statt der in der Region üblichen rund 3.500. Die Konkurrenz der Reben untereinander senkt den Ertrag je Stock und konzentriert die Trauben. Alle Arbeiten im Weinberg werden von Hand erledigt.

Jahrgang 2023 – südliche Rhône

2023 begann in der südlichen Rhône mit einem historisch trockenen Winter: Zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar fiel an 32 Tagen in Folge kein Regen, die längste Trockenperiode seit 1959. Das Frühjahr blieb frisch, der Sommer bis in den August hinein mäßig warm. Bis Ende August fielen in der Region nur 200 bis 350 Millimeter Niederschlag.

Vom 20. bis 24. August traf eine Hitzewelle das Rhônetal, in Orange wurden am 22. August 42,7 °C gemessen. Die weißen Rebsorten waren zu diesem Zeitpunkt meist schon reif oder kurz vor der Lese und litten kaum. Die Lese zog sich von der letzten Augustwoche bis Anfang Oktober. 2023 ergibt in der südlichen Rhône dichte, ausgewogene Weine, bei den Weißen mit guter Frische.

Ganztraubenpressung, Zementei und 18 Monate Ruhe

Cuvée aus Roussanne, Grenache Blanc, Marsanne und Clairette, Jahrgang 2023, trocken. Die ganzen Trauben werden gepresst, der Most gelangt direkt in gebrauchte 500-Liter-Fässer und Zementeier mit 1.600 Litern, wo er vergärt.

Anschließend bleibt der Wein 18 Monate unberührt auf der Vollhefe – ohne Umpumpen, ohne Aufrühren. Die Hefe verbraucht den eindringenden Sauerstoff und gibt Mannoproteine ab, die die Textur polstern; daraus kommen Fülle und Länge, ohne dass Holz ins Spiel käme. Das Zementei arbeitet dabei anders als das Fass: träge in der Temperatur, minimal im Sauerstoffeintrag – es hält die Frische, die eine so lange Hefereife sonst kosten würde. Abgefüllt wird ungeschönt und unfiltriert.

Im Glas

Kräftiges Goldgelb. In der Nase getrocknete Aprikose und Dattel, dazu Nuss, Rosine und eine Spur eingelegter Früchte – die Aromatik südlicher weißer Sorten, wenn sie reif geerntet und lange auf der Hefe gelassen werden.

Am Gaumen mundfüllend und breit gebaut, mit der seidigen Textur aus den achtzehn Monaten Hefekontakt – und trotzdem frisch, mit einer Säure, die den Körper trägt statt ihn zu bremsen. Der Abgang ist lang und salzig. In der Statik nahe an einem weißen Châteauneuf-du-Pape, nur kühler gezeichnet und mit mehr Trinkfluss.

Ton über Flusskies bei Orange, 18 Monate unberührt auf der Vollhefe: getrocknete Aprikose und Nuss mit kühler Frische.

Jung wie gereift zugänglich, aber gib ihm ruhig Luft – nach einer halben Stunde im Glas öffnet sich die Aromatik deutlich. Bei 11–13 °C servieren, nicht kälter, sonst bleibt die Textur verschlossen.

Am Tisch

Edler Fisch und Krustentiere, Geflügel und Kalb in heller Sahnesauce, cremige Pasta- und Risottogerichte sowie würzige asiatische Küche und gereifter Hartkäse. Zu leichten Vorspeisen ist der Wein zu dicht – er gehört zum Hauptgang.


Produzent Rotem & Mounir Saouma, Orange, südliche Rhône
Rebsorte Roussanne, Grenache Blanc, Marsanne, Clairette
Lage Parzelle bei Orange, knapp außerhalb von Châteauneuf-du-Pape · ca. 1 m magerer Ton über ca. 7 m Flusskies (grès) · Pflanzung 2011 · 4.700 Stöcke/ha
Klassifikation AOC Côtes du Rhône Villages · trocken
Jahrgang 2023
Vinifikation Ganztraubenpressung · Gärung in gebrauchten 500-l-Fässern und Zementeiern (1.600 l)
Ausbau 18 Monate unberührt auf der Vollhefe · ohne Bâtonnage · ungeschönt · unfiltriert
Trinkempfehlung jetzt bis 2032

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Weine

Strauch Rosé Pur Schäumendes entalkoholisiertes Getränk

Schäumend, aus Wein gemacht und ohne Alkohol: Das ist der Strauch Rosé Pur, die alkoholfreie Variante zum Rosé-Sekt. Die roten Trauben werden von Hand gelesen und als ganze Trauben gepresst. Seinen Ausbau erhält der Grundwein teils im Stahltank, teils im Holz, bevor ihm der Alkohol schonend entzogen wird.

Im Glas

Helles Lachsrosa, feine, lebhafte Perlage. Im Duft rote Früchte. Am Gaumen voll, lebendig und elegant – rote Frucht trifft frische Art. Ein schöner Rosé-Moment ganz ohne Alkohol.

Mach was draus

Für alle, die anstoßen möchten, aber keinen Alkohol trinken: etwa wer noch fahren muss, oder einfach als bewusste Pause. Dazu passen Fingerfood, Salate, leichte Sommergerichte oder Erdbeeren. Auch als alkoholfreier Spritz mit Eis und Beeren ein Genuss. Gut gekühlt servieren.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Rosé Pur ist meine Empfehlung für Feste, an denen alle mitfeiern sollen. Fruchtig und richtig gut.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Aus Wein: Ganztraubenpressung, Ausbau im Edelstahl und im Holzfass, dann wird der Alkohol schonend entzogen und das Getränk verperlt.

Ist er vegan? Ja, der Rosé Pur ist vegan.

Wer steht dahinter? Die Sektmanufaktur Strauch aus Osthofen in Rheinhessen – ein Bio-Betrieb, der sich ganz auf Sekt konzentriert.

rote Trauben · Rheinhessen · Handlese, Ganztraubenpressung · Edelstahl und Holzfass · schonend entalkoholisiert, verperlt · vegan · 0,75 l · Strauch Sektmanufaktur, Osthofen · Stand: Oktober 2026

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Deutschland

Markus Schneider Rosé Saigner

Wein · Roséwein · Pfalz · Deutschland

Markus Schneider Rosé Saigner ist ein farbintensiver, vollbeeriger und gaumenschmeichelnder Rosé aus der Pfalz – unkompliziert und zugänglich, für den lässigen Sommergenuss.


Pfalz

Das Weingut Markus Schneider ist in Ellerstadt in der Pfalz beheimatet. Das warme Klima und die vielfältigen Böden der Region bieten den roten Rebsorten dieser Cuvée ideale Bedingungen.

Assemblage und Ausbau

Eine Cuvée aus Merlot, Syrah, Cabernet Franc und Blaufränkisch. Der Rosé entsteht nach der Saignée-Methode: Nur der beste Saft wird aus den Gärbehältern entnommen, was dem Wein seine intensive Farbe und beerige Fülle verleiht.

Im Glas

Kräftiges, farbintensives Rosé. In der Nase vollbeerig, mit roten Beeren und Kirsche. Am Gaumen saftig und gaumenschmeichelnd, mit klarer Beerenfrucht und einem runden, animierenden Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als unkomplizierter Sommer- und Terrassenwein, solo oder zum Essen.

Passt zu: Salaten, gegrilltem Gemüse und Fleisch, mediterranen Vorspeisen und Fingerfood.


Lage: Pfalz, Ellerstadt (Deutschland); Weingut Markus Schneider
Klassifikation: Rosé (Saignée) – Cuvée aus Merlot, Syrah, Cabernet Franc & Blaufränkisch
Ausbau: Saignée-Methode; farbintensiv und fruchtbetont

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Whisky

J & A Mitchell & Co Hazelburn 15 Jahre 54,20 % Oloroso Cask Matured

Spirituose · Single Malt Whisky · Campbeltown · Schottland

Hazelburn 15 Jahre Oloroso Cask Matured ist ein ungetorfter, dreifach destillierter Single Malt der Springbank-Destillerie (J & A Mitchell & Co) aus Campbeltown. 15 Jahre vollständig in Oloroso-Sherryfässern gereift – weich, vollmundig und reich an dunkler Frucht.


Herkunft

Springbank in Campbeltown auf der Kintyre-Halbinsel ist die älteste unabhängige, familiengeführte Destillerie Schottlands (gegründet 1828, J & A Mitchell & Co) und mälzt ihre Gerste selbst. Hazelburn ist die ungetorfte und dreifach destillierte der drei Marken des Hauses – der mildeste, weichste Stil.

Destillation und Reifung

Aus ungetorftem Malz und dreifach destilliert, was dem Hazelburn seinen besonders weichen, reinen Charakter verleiht. Diese Abfüllung reifte 15 Jahre vollständig in Oloroso-Sherryfässern, die für Tiefe, dunkle Frucht und würzige Fülle sorgen. Ohne Farbstoff abgefüllt.

Im Glas

Tiefes Bernstein. In der Nase getrocknete Früchte, Rosine, Walnuss und Schokolade mit würzigen Sherrynoten. Am Gaumen vollmundig und cremig, mit Dörrobst, dunklem Karamell, Nuss und Backgewürz – ohne Rauch. Langer, warm-würziger Abgang.

Pur genießen

Pur aus dem Nosing-Glas, bei Bedarf mit wenigen Tropfen Wasser, das die Aromen öffnet. Ein reifer, sherrygeprägter Single Malt für Liebhaber weicher, ungetorfter Whiskys – ideal als Digestif.

Klassisch solo: pur, mit etwas Wasser, als Digestif.


Herkunft: Campbeltown (Schottland); Destillerie Springbank
Art: Single Malt Whisky – Hazelburn (ungetorft, dreifach destilliert)
Reifung: 15 Jahre, vollständig im Oloroso-Sherryfass

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