Blog

18. Juli 2010

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Zarate Tras da Vina Albarino 2020

Weißwein · Rías Baixas · Albariño

100 % Albariño Rías Baixas · Val do Salnés Einzellage Tras da Viña Zárate Granitboden (Xabre) 30 Monate Feinhefe nur 0,6 ha 2020

Der Zárate Tras da Viña Albariño 2020 stammt von der nur 0,6 Hektar kleinen Lage „Tras da Viña" – handgelesen, spontan vergoren und 30 Monate auf der Feinhefe gereift. Sehr frisch am Gaumen, man schmeckt förmlich den Granitboden: mineralisch, komplex und mit enormem Spannungsbogen.


Tras da Viña – Granit-Albariño aus dem Val do Salnés

Bodegas Zárate im Val do Salnés, der Wiege des Albariño, blickt auf eine Geschichte bis 1707 zurück. In siebter Generation führt Eulogio Pomares das Gut – ein kompromissloser Verfechter herkunftsgenauer, lagerfähiger Albariños, der von Hand arbeitet, mit Kompost und ohne Herbizide. Seine Einzellagenweine zählen zu den größten Weißweinen Spaniens.

Die nur 0,6 Hektar kleine Parzelle Tras da Viña wurde 1970 mit Stecklingen aus der uralten El-Palomar-Lage bepflanzt. Ihr Boden aus zersetztem, gelblichem Granit („Xabre") ist etwas reicher als auf den übrigen Güterlagen – das verleiht dem Wein Körper und Gewicht bei rassigem, energiegeladenem Kern. Man schmeckt förmlich den Granitboden.

Jahrgang 2020 – Rías Baixas

2020 war im Val do Salnés ein klassischer, frischer Albariño-Jahrgang mit lebendiger Säure und klarer Frucht. In der Granitlage Tras da Viña und nach 30 Monaten auf der Feinhefe ergibt das einen besonders vielschichtigen, mineralisch geprägten Wein mit großem Spannungsbogen.

Ausbau

Reinsortiger Albariño aus dem Jahrgang 2020, Rías Baixas, trocken.

Die Trauben werden per Hand geerntet und selektioniert, anschließend spontan vergoren. Der Wein verbrachte eine sehr lange Reifezeit von 30 Monaten auf der Feinhefe, die ihm seine Komplexität und Individualität verlieh.

Im Glas

Sehr frisch am Gaumen, man schmeckt förmlich den Granitboden. Eine schöne Mineralität, Aromen von Zitrone, Steinobst, Vanille und Wiesenblumen machen sich im Glas breit. Nach Luftkontakt zeigen sich noch intensivere, fast cremige Aromen von Honig und Kräutern, perfekt ausbalanciert und mit einem enormen Spannungsbogen versehen.

Sehr frisch – man schmeckt förmlich den Granitboden: Zitrone, Steinobst, Wiesenblumen und ein enormer Spannungsbogen.

Schon jetzt faszinierend, mit gutem Reifepotenzial; profitiert von Luft und einem größeren Glas. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Der perfekte Begleiter zu Meeresfrüchten – zu Austern, Muscheln und Krustentieren, zu gegrilltem Fisch sowie zu Geflügel in heller Sauce.


Lage: Rías Baixas, Val do Salnés, Einzellage Tras da Viña (Galicien, Spanien); zersetzter gelblicher Granit (Xabre), ~0,6 ha; 1970 mit Stecklingen aus El Palomar bepflanzt
Klassifikation: Rías Baixas, 100 % Albariño (trocken); rare Einzellagen-Abfüllung
Ausbau: Handlese mit Selektion, Spontangärung, 30 Monate auf der Feinhefe; organische Düngung, mechanische Bodenbearbeitung

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Frankreich

Jean-Marc Vincent Santenay Vieilles Vignes rouge 2023

Rotwein · Santenay · Pinot Noir

Pinot Noir Santenay (Village) Vieilles Vignes Côte de Beaune Jean-Marc Vincent alte Reben kalk-mergeliger Boden 2023

Der Jean-Marc Vincent Santenay „Vieilles Vignes" rouge 2023 ist ein Pinot Noir von alten Reben aus der südlichsten Gemeinde der Côte de Beaune – saftig, würzig und fein strukturiert, mit der erdig-mineralischen Prägung des Santenay-Terroirs.


Santenay Vieilles Vignes – Pinot Noir aus dem Süden der Côte

Santenay ist die südlichste Weinbaugemeinde der Côte de Beaune, seit 1937 mit eigener Appellation, und liegt am äußersten Ende des Kalksteinrückens der Côte d'Or. Überwiegend werden hier Rotweine aus Pinot Noir erzeugt. Charakteristisch ist der hohe Anteil an Mergelstein, den Santenay mit der nahen Côte Chalonnaise teilt – das prägt die feste, etwas rustikalere und zugleich erdig-mineralische Stilistik der Weine.

Der „Vieilles Vignes" von Jean-Marc Vincent stammt von alten Reben; deren tiefes Wurzelwerk und die niedrigen Erträge geben dem Wein Konzentration, Tiefe und feine Würze. Der kalk-mergelige Boden verleiht ihm seine mineralische Prägung und feste Struktur.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

2023 brachte an der Côte de Beaune eine reife, großzügige und zugleich frische Rotwein-Ernte mit klar definierter Frucht, feiner Säure und seidigem Tannin. Von alten Reben auf kalk-mergeligem Boden ergibt das einen saftigen, würzigen und fein strukturierten Pinot Noir mit gutem Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, Santenay (Village), trocken.

Jean-Marc Vincent arbeitet im Weinberg von Hand, mit niedrigen Erträgen und manueller, selektiver Lese. Im Keller vergärt der Wein spontan und reift im Holzfass – ein Ausbau, der Frucht und Terroir-Prägung bewahrt und dem Wein Tiefe und Textur verleiht.

Im Glas

Vom kalk-mergeligen Boden Santenays und den alten Reben lebt dieser Pinot Noir: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine erdig-würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Die alten Reben geben Konzentration und Substanz, die der Ausbau im Holzfass in eine feine, geschmeidige Textur einbindet. Am Gaumen saftig und fein strukturiert, mit weichem, feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Dunkle und rote Frucht, erdig-würzige Tiefe – saftig und fein, mit weichem Tannin und langem, mineralischem Nachhall.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit Kellerreife; bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und Ente, zu Kalb und Schwein in feiner Sauce, zu Pilzgerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Santenay, Village (Côte de Beaune, Burgund, Frankreich); südlichste Gemeinde der Côte de Beaune, kalk-mergeliger Boden; alte Reben
Klassifikation: AOC Santenay (Village), Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Spontangärung, Reifung im Holzfass; handwerklicher Weinbau

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Domaine Bretaudeau Granite Clos des Perrières Muscadet 2023 BIO

Weißwein · Muscadet · Melon de Bourgogne

Melon de Bourgogne Clos des Perrières Granitböden 2023 · Bio (FR-BIO-01) 24 Monate Feinhefe (Beton)

Der Granite Clos des Perrières Muscadet 2023 der Domaine Bretaudeau ist ein vollmundiger Muscadet aus biodynamischem Anbau. Die rund 30 Jahre alten Reben (Melon de Bourgogne) wachsen auf mineralreichen Granitböden; der Wein reift 24 Monate auf der Feinhefe. Ausdrucksstark, expressiv mineralisch und elegant.


Clos des Perrières – Granit im Pays Nantais

Der Clos des Perrières liegt im Pays Nantais an der Loire, der Heimat des Muscadet aus der Sorte Melon de Bourgogne. Die rund 30 Jahre alten Reben stehen auf mineralreichen Granitböden, die von weißen und rosafarbenen Quarzadern durchzogen sind.

Dieser Granituntergrund liefert die salzig-mineralische Linie des Weins. Die Domaine Bretaudeau arbeitet biodynamisch und biologisch zertifiziert (FR-BIO-01).

Jahrgang 2023 – Pays Nantais

2023 brachte im Pays Nantais einen gesunden, großzügigen Jahrgang. Ein feuchteres Frühjahr sorgte für vitale Reben, ein trockener, sonniger Sommer für reife Trauben.

Für den Muscadet steht 2023 für reife Frucht bei klarer, frischer Säure – die Grundlage für die mineralische Spannung dieses Weins.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Melon de Bourgogne aus dem Jahrgang 2023, von Hand gelesen, aus biodynamischem Anbau (FR-BIO-01).

Vinifiziert ohne zugesetzte Hefen, Enzyme oder önologische Zusätze. Anschließend reift der Wein 24 Monate auf der Feinhefe im Betongebinde – das gibt ihm Textur, ohne die Mineralität zu überdecken.

Im Glas

In der Nase ausgesprochen mineralisch, mit feinen floralen und rauchigen Noten. Am Gaumen eine sanfte, fast cremige Textur, fein ausbalanciert von Frische und präziser Säure. Salzige und mineralische Nuancen geben Tiefe und langen Nachhall – ausdrucksstark, etwas wild und zupackend.

Expressiv mineralisch, salzig und ein bisschen wild – hier wird Muscadet auf ein neues Niveau gehoben.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, Schalentiere, gegrillter Fisch, Sushi und Sashimi, dazu Ziegenfrischkäse. Die salzige Mineralität passt besonders zu Austern.


Lage: Clos des Perrières, Pays Nantais (Loire); mineralreicher Granitboden mit Quarzadern, Reben ~30 Jahre
Klassifikation: Muscadet AOC; Bio (FR-BIO-01), biodynamisch
Ausbau: Melon de Bourgogne; 24 Monate Feinhefe im Beton; ohne önologische Zusätze

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Vanita Nero d'Avola Appassite Sicilia

Rotwein · Terre Siciliane IGT · Nero d'Avola

100 % Nero d'Avola Terre Siciliane IGT Sizilien teilweise angetrocknete Trauben Fantini by Farnese halbtrocken

Vanita Nero d'Avola Appassite ist ein konzentrierter, halbtrockener Rotwein der Fantini Group aus Sizilien: reinsortiger Nero d'Avola, zu einem Teil aus angetrockneten Trauben. Rubinrot, mit roten Beeren, Kirsche und Pflaume, dazu Schokolade und mediterrane Gewürze im Nachhall.


Nero d'Avola – die Rotweinsorte Siziliens

Nero d'Avola ist die wichtigste rote Rebsorte Siziliens und trägt den Namen der Kleinstadt Avola im Südosten der Insel, wo sie ihren Ursprung haben soll. Lange hieß sie auch Calabrese. Sie braucht Wärme und bekommt sie auf Sizilien reichlich: lange, heiße, trockene Sommer, milde Winter, viel Sonne. Darauf antwortet die Sorte mit tiefer Farbe, dunkler Pflaumen- und Kirschfrucht und weichen Gerbstoffen, dabei mit einer Säure, die für ein so warmes Gebiet bemerkenswert frisch bleibt.

Die Herkunftsbezeichnung Terre Siciliane IGT umfasst die gesamte Insel und erlaubt es, Trauben aus verschiedenen Teilen zusammenzuführen. Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese, eine Erzeugergruppe mit Wurzeln in den Abruzzen, die in mehreren süditalienischen Regionen arbeitet.

Teilweises Appassimento

Reinsortiger Nero d'Avola. Ein Teil der Trauben wird nach der Lese angetrocknet, bevor er gepresst wird – das italienische Appassimento. Dabei verlieren die Beeren Wasser; Zucker, Farbe und Aromen konzentrieren sich. Der übrige Teil wird frisch verarbeitet.

Die Kombination beider Partien bestimmt den Stil. Der angetrocknete Anteil bringt Dichte, Glycerin und eine feine Restsüße, der frische Anteil hält Frucht und Säure lebendig genug, dass der Wein nicht schwer wird. Daher die Einstufung als halbtrocken und der runde, vollmundige Charakter.

Im Glas

Rubinrot. In der Nase rote Beeren, Kirsche und Pflaume, dazu ein Hauch getrockneter Frucht aus dem Antrocknen. Am Gaumen konzentriert und vollmundig, mit feiner Restsüße und weichem Tannin; im Nachhall Nuancen von Schokolade und mediterranen Gewürzen. Der Abgang ist rund.

Ein Teil angetrocknet, ein Teil frisch: Nero d'Avola mit Dichte und Süße, ohne schwer zu werden.

Bei 16–18 °C servieren, nicht wärmer – sonst tritt die Restsüße zu deutlich hervor. Jung zu trinken.

Am Tisch

Ein kraftvoller Rotwein zu herzhafter Küche; die feine Restsüße passt besonders zu Würzigem. Klassische Begleitung: Schmorgerichte, würziges Lamm, reifer Käse und dunkle Schokolade – ebenso Caponata, Arancini mit Ragù und scharf gewürztes Grillfleisch.


Produzent Fantini by Farnese
Rebsorte 100 % Nero d'Avola
Lage Sizilien, Italien
Klassifikation Terre Siciliane IGT · halbtrocken
Vinifikation teilweises Appassimento – ein Teil der Trauben vor dem Pressen angetrocknet · Restsüße
Trinkempfehlung jung trinken

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Angiuli Donato Primitivo Adelphos Gioia del Colle

Rotwein · Gioia del Colle · Primitivo · Apulien

Adelphos Primitivo Gioia del Colle ist ein kraftvoller Rotwein der Cantina Angiuli Donato aus Apulien. „Adelphos" bedeutet im Altgriechischen „Bruderschaft" – ein Verweis auf die harmonisch eingebetteten Weinberge von Gioia del Colle. Der Wein entsteht zu 100 % aus Primitivo von alten Klonen, von Hand gelesen und mit heimischen Hefen vergoren. Im Glas ein tiefdunkler, sortentypischer Primitivo.


Gioia del Colle

Die DOC Gioia del Colle liegt auf dem höher gelegenen Murge-Plateau in der Provinz Bari, im Herzen Apuliens. Die Lehmböden und die kühleren Nächte der Höhenlage geben dem Primitivo neben Konzentration auch eine überraschende Frische. Die Reben stammen aus alten Beständen rund um Adelfia.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Primitivo von alten Klonen. Nach der selektiven Handlese erfolgt die Gärung mit heimischen Hefen und Maischestandzeit im Edelstahl. Der Ausbau erfolgt im Edelstahl, ohne Holz, und betont so die Typizität und Frucht der Sorte; vor der Freigabe reift er einige Monate in der Flasche.

Im Glas

Tiefes Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase schwarze Kirsche und Amarena, Orangenzeste, dazu Kakao, Tabak und mediterrane Kräuter. Am Gaumen kraftvoll, dicht und samtig, mit reifem Tannin und feiner Fruchtsüße. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine kurze Belüftung tut ihm gut.

Klassische Begleitung: kräftige Pastagerichte, rotes Fleisch, Lamm und gereifter Hartkäse.


Lage: Gioia del Colle (Adelfia, Provinz Bari), Apulien
Klassifikation: Gioia del Colle DOC – Primitivo
Ausbau: Edelstahl, Spontangärung, ohne Holz

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Hermann Ludes Thörnicher Ritsch Riesling Kabinett Speyer 2024

Weißwein · Mosel · Riesling Kabinett (fruchtsüß)

Riesling Thörnicher Ritsch · Im Speyer Mosel Kabinett · fruchtsüß alte wurzelechte Reben

Der Thörnicher Ritsch „Im Speyer" Riesling Kabinett 2024 von Hermann Ludes ist ein straffer, mineralischer Mosel-Riesling von alten, teils wurzelechten Reben – kühle Frucht, feinste Schieferwürze und pikante, tänzelnde Säure, mit sehr großem Reifepotenzial.


Thörnicher Ritsch – Im Speyer

Die Parzelle „Im Speyer" gehört zu den eindrucksvollsten Gewannen der berühmten Mosellage Thörnicher Ritsch, gegenüber dem Ort Thörnich an der Mittelmosel. Der Weinberg erhebt sich extrem steil aus dem Moseltal und ist optimal nach Süden ausgerichtet, sodass die Reben von intensiver Sonneneinstrahlung und dem ausgleichenden Einfluss des Flusses profitieren. Die Böden aus devonischem Schiefer speichern Wärme und bieten den Reben zugleich nur wenig Wasser und Nährstoffe – das ergibt niedrige Erträge, aber Trauben von hoher Konzentration und ausgeprägter mineralischer Prägung.

In „Im Speyer" stehen vielfach sehr alte Rieslingreben, teils über 80 Jahre und oft noch wurzelecht. Innerhalb der ohnehin renommierten Ritsch ist diese Parzelle noch einmal eine ganze Klasse spannungsgeladener.

Jahrgang 2024 – Mosel

2024 war an der Mosel ein anspruchsvoller, kühl-feuchter Jahrgang mit hohem Pilzdruck und geringen Erträgen, der strenge Selektion und viel Arbeit im Steilhang verlangte. Ein freundlicherer Herbst ermöglichte eine reife, gesunde Lese.

Das Ergebnis sind klassische, säurebetonte und leichtfüßige Rieslinge mit moderaten Mostgewichten – ideale Bedingungen für animierende, spannungsreiche Kabinette.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2024, klassischer Prädikatswein (Kabinett).

Handlese in der Steillage, anschließend Spontangärung mit Naturhefen; im Keller wird konsequent auf Reinzuchthefen, Enzyme und Schönung verzichtet. Der Ausbau ist traditionell und bewusst reduktiv angelegt – ein Stil, der die Weine kühl, klar und ausgesprochen langlebig macht. Jung profitieren sie stark von Luft; abgefüllt wird unter Schraubverschluss.

Im Glas

Eine klare Stilistik mit kühler Frucht, feinster Schieferwürze und pikanter, tänzelnder Säure. Am Gaumen präsentiert sich der Wein straff, mineralisch und lang, von einem salzigen Mantel umgeben und mit sehr großem Reifepotenzial ausgestattet.

Straff, mineralisch und lang – kühle Frucht und Schieferwürze in einem salzigen Mantel.

Jung mit etwas Luft zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Klassiker zu würziger, leicht scharfer Küche: Thai-Currys, Sushi, gebratenes Geflügel mit Ingwer oder kräftiger Käse. Ebenso ein animierender Aperitif.


Lage: Thörnicher Ritsch „Im Speyer" (Mittelmosel); extrem steile Südlage, devonischer Schiefer, alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: Riesling Kabinett (Prädikatswein, fruchtsüß)
Ausbau: Riesling; Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau, keine Schönung, Schraubverschluss

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Ameztoi Primus Txakoli 2025

Weißwein · Getariako Txakolina · Hondarrabi Zuri

100 % Hondarrabi Zuri D.O. Getariako Txakolina Getaria, 50–200 m Rebenalter 70–120 Jahre 7 Monate Feinhefe still · unfiltriert

Ameztoi Primus ist die Spitzen-Cuvée der Bodega Ameztoi aus Getaria, gekeltert aus 100 % Hondarrabi Zuri von 70 bis 120 Jahre alten Reben über dem Kantabrischen Meer. Anders als der klassische, spritzige Txakoli des Hauses ist Primus ein stiller Wein: sieben Monate auf der Feinhefe gereift, unfiltriert gefüllt, mit Struktur, cremiger Textur und salziger Küstennote.


Getaria – Altreben der Familie Ameztoi über dem Kantabrischen Meer

Die Familie Ameztoi keltert seit 1860 Txakoli. Die erste Kellerei stand in Zarautz, wo die Familie bis heute einen über hundert Jahre alten Weinberg mit Hondarrabi Beltza pflegt. 1989 – im Gründungsjahr der D.O. Getariako Txakolina – bauten Ignacio Ameztoi und sein Vater José Antonio die heutige Kellerei auf einem nach Norden geneigten Hang über Getaria, mit Blick auf den Ort, auf Zarautz und das Meer. Ignacio führt den Betrieb in fünfter Generation, bewirtschaftet rund 40 Hektar eigene Weinberge in den Hügeln über Getaria und Zarautz und arbeitet mit einer eigenen Hefeselektion.

Die Weinberge fallen an steilen Hängen zum Meer hin ab. Die Böden bestehen aus Kalklehm, die Lagen liegen auf 50 bis 200 Metern in direkter See-Exposition. Der ständige, feuchte Wind vom Golf von Biskaya und die kühlen Nächte halten die Säure hoch und die Alkoholgrade niedrig.

Für Primus wählt Ignacio Ameztoi ausschließlich die ältesten Hondarrabi-Zuri-Stöcke des Weinguts mit 70 bis 120 Jahren Rebenalter. Die geringen Erträge dieser Reben liefern die Konzentration, die Primus vom leichteren Basis-Txakoli trennt. Der Name geht auf den Seefahrer Juan Sebastián Elcano aus Getaria zurück, den ersten Weltumsegler: Auf den Etiketten des Hauses umrahmt die Inschrift „Primus circumdedisti me“ – „Du hast mich als Erster umrundet“ – sein Porträt.

Stiller Txakoli von der Feinhefe

Primus ist ein reinsortiger Hondarrabi Zuri, die autochthone Weißweintraube des Baskenlands. Die Trauben werden von Hand gelesen und mit Naturhefen im temperaturkontrollierten Edelstahltank vergoren.

Danach reift der Wein sieben Monate auf der Feinhefe, ohne Bâtonnage, und wird direkt von der Feinhefe aus dem Tank abgefüllt. Anders als beim klassischen Txakoli aus Getaria wird die Gärungskohlensäure nicht im Wein gehalten – Primus ist still. Kaltstabilisiert und unfiltriert gefüllt, behält er die cremige Textur und Tiefe aus dem Hefelager.

Im Glas

Hell, mit grünlichen Reflexen. In der Nase intensive weiße Frucht, grüner Apfel und reife Ananas, dazu Minze und ein Hauch Meeresluft. Am Gaumen dicht und cremig, mit klarer Struktur und straffer Säure. Der Abgang ist lang, salzig und mineralisch.

70 bis 120 Jahre alte Hondarrabi Zuri, sieben Monate Feinhefe, unfiltriert und still: Txakoli mit cremiger Dichte und salziger Küstennote.

Gut gekühlt bei 8 bis 10 °C in einem Weißweinglas servieren. Der Wein trinkt sich jung am präzisesten, hält im Keller aber zwei bis drei Jahre und gewinnt dabei an Cremigkeit.

Am Tisch

Meeresfrüchte, Austern, gegrillter Fisch, Kokotxas, Sushi und Fisch-Tempura. Säure und salzige Note machen ihn zum Aperitif ebenso wie zum Begleiter roher und frittierter Fischküche.


Produzent Bodega Ameztoi, Getaria (Gipuzkoa)
Rebsorte 100 % Hondarrabi Zuri
Lage Älteste Parzellen des Weinguts, Getaria, Baskenland · Kalklehm · See-Exposition · 50–200 m
Klassifikation D.O. Getariako Txakolina
Vinifikation Handlese · Naturhefen · temperaturkontrollierter Edelstahltank
Ausbau 7 Monate auf der Feinhefe · ohne Bâtonnage · kaltstabilisiert · unfiltriert · still
Trinkempfehlung jung bis 2–3 Jahre nach Füllung
Rebenalter 70–120 Jahre
Trinktemperatur 8–10 °C

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

USA

Cayuse En Chamberlin Vineyard Syrah 2011

Rotwein · Syrah · Walla Walla Valley · USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2011 stammt aus dem kühlen Jahrgang 2011 und zeigt sich heute seidig und fast ätherisch: dunkle Früchte, nasser Stein und Charcuterie, dazu Noten von Mandarinen- und Blutorangenschale – ein gereifter Syrah von großer Finesse.


En Chamberlin, Walla Walla Valley

Die Lage En Chamberlin liegt im alten Flussbett des Walla Walla River auf der Oregon-Seite des Tals, im Rocks District of Milton-Freewater. Die Oberschicht aus schluffigem Lehm und runden Basaltkieseln ist nur 30 bis 45 Zentimeter tief; darunter liegen Schichten aus reinem, verdichtetem Kiesel, stellenweise viele Meter mächtig. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit.

Rebsorte und Ausbau

100 % Syrah aus dem Jahrgang 2011. Der Wein reift in großen Fässern aus französischer Eiche mit nur geringem Neuholzanteil, damit die Aromatik der Lage im Vordergrund bleibt.

Im Glas

Tiefes, gereiftes Rot. In der Nase dunkle Früchte, nasser Stein, Charcuterie und Mandarinenschale. Am Gaumen von seidiger, fast ätherischer Textur, mit Schwarzkirsche, Umami, gesalzenem Fleisch, Schwarztee und Blutorange. Langer, würziger Nachhall.

Am Tisch

Ein gereifter Syrah, der jetzt mit großem Genuss getrunken werden kann. Vorsichtig dekantieren und bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Lamm, Wild, Ente und Charcuterie.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Syrah
Jahrgang: 2011 (kühler Jahrgang)
Ausbau: 100 % Syrah; große Fässer aus französischer Eiche, geringer Neuholzanteil

Mehr erfahren ...