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22. August 2010

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Weine

François Bertheau Chambolle Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2021

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Amoureuses · 1er Cru Chambolle-Musigny unterhalb Le Musigny · SO-Lage 2021

Der Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2021 der Domaine François Bertheau stammt aus der berühmtesten Premier-Cru-Lage von Chambolle – einem Weinberg auf Grand-Cru-Niveau. In der Jugend verschlossen, läuft Bertheaus Amoureuses über die Jahre zur Hochform auf: Samt und Seide, kernige Himbeerfrucht und ein unendlich sanfter Nachhall.


Les Amoureuses – der berühmteste Premier Cru von Chambolle

Les Amoureuses („die Liebenden") gilt als bester Premier Cru der Gemeinde und als einer der großen Weinberge der Welt – bei einer Neuklassifizierung wäre ein Grand-Cru-Status kaum fraglich. Die Lage liegt am südlichen Ende von Chambolle-Musigny, direkt oberhalb des Dorfes Vougeot und unterhalb des Grand Cru Le Musigny; im Norden grenzt Les Charmes, südlich Les Petits Vougeots.

Der kalkhaltige Boden ist hier leichter: eine dünne Schicht felsigen Oberbodens über hartem Kalksteinunterboden, der frei entwässert und die Wurzeln in Felsspalten zwingt. Das begrenzt Wuchskraft und Ertrag und führt zu kleinen, konzentrierten Beeren. Die meist südöstliche Ausrichtung und das kühle Klima sichern Reife bei erhaltener Säure. Die Domaine François Bertheau zählt zu den klassischen Erzeugern von Chambolle-Musigny.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol – wie geschaffen für die feine, balancierte Art der Amoureuses.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Der Wein reift im Holzfass, im klassischen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

In der Jugend verschlossen und subtil. Mit Reife entfalten sich Samt und Seide, reinste, kernige Himbeerfrucht, ein erdiger Charakter und feste, zugleich seidige Tannine. Der Abgang ist unendlich sanft und lang.

Samt und Seide, kernige Himbeerfrucht und feste, seidige Tannine – ein Kult-Premier-Cru mit unendlich sanftem Nachhall.

In der Jugend noch verschlossen; sein volles Potenzial entfaltet der Wein über viele Jahre, oft Jahrzehnte. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen oder Trüffel, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein eleganter Wein für den besonderen Anlass.


Lage: Les Amoureuses (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); unterhalb Le Musigny, dünner Felsboden über hartem Kalkstein, SO-Lage
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Frankreich

Groffier Bonnes Mares Grand Cru 2020

Rotwein · Bonnes Mares Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Bonnes Mares Grand Cru (Frankreich) 2020

Der Robert Groffier Bonnes Mares Grand Cru 2020 stammt von 80 Jahre alten Reben aus einer der großen Grand-Cru-Lagen der Côte de Nuits – kraftvoll und zugleich seidig-elegant, von Neal Martin als womöglich raffiniertester Bonnes Mares aus Nicolas Groffiers Hand gefeiert.


Bonnes Mares – die Lage

Bonnes Mares ist ein Grand Cru der Côte de Nuits, der größtenteils in Chambolle-Musigny und mit einem kleineren Teil in Morey-Saint-Denis liegt. Die rund 15 Hektar bringen ausschließlich Pinot Noirs hervor, die schwerer und robuster sind als die aus Musigny und über viele Jahre reifen.

Die Lage ist stark fragmentiert und von sichtbaren Bodenunterschieden geprägt: tiefere, reichere Böden am Morey-Ende für strengere, gehaltvollere Weine, feinere, kalkreichere Böden am Chambolle-Ende für seidigere Stilistik. Groffier bewirtschaftet rund einen Hektar, überwiegend auf den eisenreichen terres rouges.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 gilt in der Côte de Nuits als großer Rotweinjahrgang: warm und trocken, mit vollreifen, gesunden Trauben bei zugleich bemerkenswerter Frische und Säurespannung.

Ein Jahr für tief konzentrierte, dennoch frische und langlebige Pinot Noirs.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020.

Vergoren mit 100 % Ganztrauben, ausgebaut in rund einem Drittel neuem Holz. Im Stil der Domaine wird der Wein nur einmal am Ende des Ausbaus abgestochen.

Im Glas

Die Aromatik braucht Zeit, entfaltet dann leicht tertiäre schwarze Frucht, Tabak und zerstoßenen Kalkstein bis hin zu fast feuersteinartigen Noten. Am Gaumen mittelgewichtig, mit filigranen Tanninen, seidiger Textur und ausbalancierter Säure – ein ungewöhnlich eleganter, raffinierter Bonnes Mares.

Seidig, filigran und raffiniert – womöglich der eleganteste Bonnes Mares aus Groffiers Hand.

Jung noch verschlossen: profitiert von Luft und langer Kellerzeit. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Reh, Taube, Ente, Rind, Gerichten mit Trüffel oder Pilzen sowie gereiftem Weichkäse. Ein großer Begleiter für festliche Küche.


Lage: Bonnes Mares Grand Cru, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); eisenreiche terres rouges, 80 Jahre alte Reben, ca. 1 ha
Klassifikation: Bonnes Mares Grand Cru AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 100 % Ganztrauben; ca. 33 % Neuholz; ein Abstich

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Feinkost

Giuliano Tartufi Creme aus Parmesan und Trüffel

Feinkost · Trüffelcreme · Italien

Giuliano Tartufi Creme aus Parmesan und Trüffel verbindet Parmigiano Reggiano DOP mit Bianchetto-Trüffel zu einer seidig-cremigen Sauce. Vielseitig in der Küche – zu Pasta, Risotto oder auf Crostini – und eines der beliebtesten Produkte des Hauses Giuliano Tartufi.


Herkunft

Giuliano Tartufi ist ein italienischer Trüffelspezialist mit Sitz in Pietralunga (Umbrien), einer Region mit langer Trüffeltradition. Das Familienunternehmen verarbeitet frische Trüffel zu Saucen, Cremes und Spezialitäten.

Zutaten und Herstellung

Basis sind Sahne und Parmigiano Reggiano DOP, verfeinert mit Bianchetto-Trüffel (Tuber borchii), auch Märztrüffel genannt. Eine kleine Menge Maisstärke bindet die Sauce; sie ist glutenfrei.

Geschmack

Seidig-cremig in der Textur, intensiv im Geschmack. Die Süße von Sahne und der würzige Parmigiano treffen auf das durchdringende, erdige Aroma des Bianchetto-Trüffels – an eine Alfredo-Sauce in Gourmet-Qualität erinnernd.

In der Küche

Gebrauchsfertig: Für Pasta etwa 40–45 g pro Person kurz mit etwas Nudelwasser erwärmen und unterheben. Ebenso für Risotto, Gnocchi, getrüffeltes Ei oder als Aufstrich für Crostini und Bruschetta. Nach dem Öffnen kühl lagern und innerhalb von 3 Tagen verbrauchen.

Passt zu: Pasta, Risotto, Gnocchi, Crostini und Eiergerichten.


Hersteller: Giuliano Tartufi (Pietralunga, Umbrien)
Produkt: Trüffelcreme (weiße Sauce)
Sorte: Parmigiano Reggiano und Bianchetto-Trüffel
Herkunft: Italien (Umbrien)
Verarbeitung: cremige Sauce auf Sahnebasis, glutenfrei
Mindesthaltbarkeit (MHD): 28.11.2028

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Spanien

Bodega K5 Sobre Lias Txakoli 2021

Weißwein · Getariako Txakolina · Hondarrabi Zuri

100 % Hondarrabi Zuri D.O. Getariako Txakolina Aia · 300 m Granit mit Schiefer nur Vorlaufmost 11 Monate Feinhefe

K5 Sobre Lías ist der Lagerwein-Txakoli der Bodega K5 von Karlos Arguiñano aus Aia: reinsortiger Hondarrabi Zuri von eigenen Reben auf 300 Metern über dem Kantabrischen Meer. Gekeltert ausschließlich aus dem Vorlaufmost, spontan vergoren und mindestens elf Monate auf der Feinhefe im Stahltank gereift, zeigt er Klarheit, Struktur und eine salzige Mineralität. Ein Txakoli, gebaut für viele Jahre Flaschenreife.


Aia – Steilhänge auf Granit und Schiefer über dem Kantabrischen Meer

Die Bodega K5 liegt in Aia, rund neun Kilometer von Zarautz und etwa 30 Kilometer von San Sebastián entfernt, auf 300 Metern Höhe mit Blick auf das Kantabrische Meer. Karlos Arguiñano und vier Freunde kauften das Land 2005 und pflanzten die Weinberge zwischen 2006 und 2010 von Grund auf neu. Der erste Jahrgang wurde 2010 abgefüllt. Heute leitet Arguiñanos Tochter Amaia die Bodega, die Weine verantworten Andrea Vargas und Lauren Rosillo.

Das Anwesen umfasst 15 Hektar Reben, ausschließlich Hondarrabi Zuri am Drahtrahmen, umgeben von Wald aus Kastanien, Eichen und Buchen. Das Gelände ist steil und zerklüftet, die Parzellen haben unterschiedliche Ausrichtungen. Die Böden bestehen aus Granit mit Schieferanteilen. Die Erträge liegen bei nur 1,5 bis 2,0 Kilogramm je Stock.

Das Klima ist ausgeprägt atlantisch, mit hohen Niederschlägen. Die Höhenlage bringt große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht und gute Durchlüftung. Die Trauben reifen langsam und werden zu Herbstbeginn gelesen. Das Ergebnis ist eine Stilistik, die auf Frische und Mineralität statt auf Fülle setzt.

Vorlaufmost und langes Hefelager im Stahltank

Reinsortiger Hondarrabi Zuri. Die Trauben werden von Hand selektiert und gelangen per Schwerkraft in die Kellerei. Nach einer kalten Maischestandzeit vor der Gärung wird ausschließlich der Vorlaufmost verwendet – der Saft, der ohne Pressdruck abläuft. Er gärt mit autochthonen Hefen im Edelstahltank.

Anschließend reift der Wein mindestens elf Monate auf der Feinhefe im temperaturkontrollierten Edelstahltank. Das Hefelager gibt Struktur und Tiefe, der Stahl bewahrt die Frische. Lauren Rosillo gilt als einer der Pioniere dieser Methode in der D.O. Getariako Txakolina. Seit dem ersten Jahrgang 2010 hat K5 gezeigt, dass Txakoli über viele Jahre in der Flasche reifen kann.

Im Glas

Blass grünlich-gelb mit limettengrünen Reflexen, klar und glänzend. In der Nase Renette-Apfel, Grapefruit und Zitrone, dazu Kamille und eine deutliche steinige Note. Am Gaumen knackig und straff, mit intensiver Mineralität und salzigen Anklängen. Der Säurebogen ist präzise, der Abgang kühl, lang und vielschichtig.

Nur Vorlaufmost von Granit und Schiefer auf 300 Metern, elf Monate Feinhefe: Txakoli mit salziger Mineralität und langem Reifepotenzial.

Bei 9–11 °C servieren. Gut gelagert entwickelt er sich über zehn bis fünfzehn Jahre weiter.

Am Tisch

Steinbutt, Thunfisch, Meeresfrüchte, Austern und Sushi. Die Struktur aus dem Hefelager trägt auch Foie gras, helles Fleisch und gereiften Käse.


Produzent Bodega K5 Arguiñano, Aia (Gipuzkoa)
Rebsorte 100 % Hondarrabi Zuri
Lage Eigene Weinberge, Aia, Baskenland · ca. 300 m · Drahtrahmen · Granit mit Schiefer · 15 ha
Klassifikation D.O. Getariako Txakolina
Vinifikation Handselektion · Traubenannahme per Schwerkraft · kalte Maischestandzeit · nur Vorlaufmost · autochthone Hefen · Edelstahltank
Ausbau mindestens 11 Monate auf der Feinhefe im temperaturkontrollierten Edelstahltank
Trinkempfehlung 10–15 Jahre
Ertrag 1,5–2,0 kg je Stock

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Weine

Legrand Latour Lutetien Brut Nature BIO

Der Legrand-Latour Lutétien Brut Nature wächst auf dem Boden, der auch im Keller steckt: fossilreicher Kalksand aus dem Lutetium, rund 45 Millionen Jahre alt. Pinot Noir und Chardonnay aus Vandières, ohne Zucker abgefüllt – der salzigste der vier.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Weiße Blüten, Zitrus und ein Hauch Meeresluft. Im Mund gerade, salzig und genau, mit trockenem, elegantem Finale und langem, mineralischem Nachhall. Ein Champagner, der zeigt, wie stark der Boden einen Wein prägen kann.

Mach was draus

Austern, Sashimi, Langustinen, Ceviche oder einfach pur. Er ist ein Aperitif für alle, die es präzise und ohne Schnörkel mögen. Schön für den Beginn eines Fischmenüs oder einen Abend an der Austernbar. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Lutétien und Austern – das ist für mich eine der schönsten Kombinationen, die Champagner zu bieten hat.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Woraus besteht er? Etwas mehr Pinot Noir (55 Prozent) als Chardonnay (45 Prozent).

Was ist das Lutetium? Eine Stufe des Eozäns vor etwa 45 Millionen Jahren. Aus dieser Zeit stammen der Kalksand in Vandières und die Fossilien im Keller der Familie.

55 % Pinot Noir, 45 % Chardonnay · Vandières · fossilreicher Kalksand · Jahrgang 2021 · Brut Nature, 0 g/l Restzucker · Champagne Legrand-Latour, Fleury-la-Rivière · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Winkler Grauer Burgunder trocken

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Weingut Winkler Grauer Burgunder zeigt sich in schönem Goldgelb im Glas. Ein frischer, fruchtiger Duft mit erdig-mineralischen Noten leitet über zu Aromen von Äpfeln und Kornblumen – leicht, ausgewogen und spritzig ist dieser Grauburgunder ein herrlich süffiger Weißwein.


Pfalz / Südpfalz

Das Weingut Winkler liegt in der Südpfalz – einer der wärmsten und sonnenreichsten Weinregionen Deutschlands, bekannt für fruchtbetonte, zugängliche Burgunderweine.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grauburgunder. Der Ausbau betont die leichte, frische und fruchtbetonte Stilistik mit klarer Apfelfrucht und feinem mineralischem Spiel. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Schönes Goldgelb. In der Nase frisch und fruchtig, mit erdig-mineralischen Noten. Am Gaumen Aromen von Äpfeln und Kornblumen, leicht, ausgewogen und spritzig – herrlich süffig, mit sauberem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Geflügel, hellem Fleisch, Spargel und mildem Käse – oder einfach solo.


Lage: Südpfalz (Deutschland); Weingut Winkler
Klassifikation: 100 % Grauburgunder, trocken
Ausbau: leicht und fruchtbetont

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Frankreich

Dujac Chambolle Musigny Les Gruenchers 1er Cru 2023

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Gruenchers · 1er Cru Chambolle-Musigny Côte de Nuits 2023

Der Chambolle-Musigny Les Gruenchers 1er Cru 2023 der Domaine Dujac ist ein reinsortiger Pinot Noir vom nordwestlichen Rand des Dorfes Chambolle-Musigny. Sinnlich, vielschichtig und energiegeladen, mit fester Frucht, langer Linie und präziser Säure.


Les Gruenchers – Premier Cru in Chambolle-Musigny

Den Lagennamen Les Gruenchers gibt es im Burgund zweifach – in Chambolle-Musigny und keine zwei Kilometer entfernt in Morey-Saint-Denis; der Name leitet sich wohl von „noyer" (Walnussbaum) ab. Dieser Premier Cru liegt am nordwestlichen Rand von Chambolle-Musigny und umfasst rund 2,8 Hektar.

Chambolle-Musigny (AOC seit 1936, rund 150 Hektar) gilt mit seinen Kreide- und Tonböden als Inbegriff von Eleganz und Finesse; die Gemeinde beherbergt 24 Premier Crus und die Grand Crus Bonnes-Mares und Musigny. Die Domaine Dujac aus dem benachbarten Morey-Saint-Denis zählt zu den Ikonen der Côte de Nuits und arbeitet ohne Herbizide.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Im Stil von Dujac wird ein Teil als ganze Traube vergoren; die Gärung verläuft langsam in den kühlen Kellern. Anschließend reift der Wein im Holzfass – ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Sinnlich und vielschichtig, mit fester roter Frucht, floralen Noten und feiner Würze. Am Gaumen lang und energiegeladen, getragen von einer präzisen Säure und feinen Tanninen.

Sinnlich und vielschichtig, mit fester Frucht und präziser Säure – Chambolle-Musigny voller Energie.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Les Gruenchers (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); Kreide-/Tonböden, NW-Rand des Dorfes, 2,8 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, teils Ganztraube; Holzfassausbau

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Spanien

Jose Gil Paraje El Bardallo Rioja tinto 2024

Rotwein · Rioja DOCa · Tempranillo

Tempranillo (95 %) mit 5 % Viura Rioja DOCa Paraje El Bardallo San Vicente de la Sonsierra José Gil alte Reben · ~540 m nur 4.350 Flaschen 2024

Der José Gil Paraje El Bardallo 2024 gilt als Inbegriff der Eleganz in San Vicente de la Sonsierra – ein kalkgeprägter Lagen-Tempranillo, am Gaumen subtil, vibrierend und wunderbar harmonisch. Aus alten Reben, nur 4.350 Flaschen.


El Bardallo – Eleganz am Fuß der Sierra Cantabria

José Gil zählt mit seiner Partnerin Vicky zu den gefeierten jungen Terroir-Winzern der Rioja (Tim Atkin „Young Winemaker of the Year 2021"). Aufgewachsen in den Hügeln um San Vicente de la Sonsierra und geprägt von Praktika in Burgund und an der Mosel, vinifiziert er village- und lagenspezifische Weine aus alten Buschreben – organisch, mit Spontangärung und burgundischer Eleganz statt traditioneller Holzlastigkeit.

Der Paraje El Bardallo zeigt auch 2024 eindrucksvoll, warum er als Inbegriff der Eleganz in San Vicente gilt. Die wilde, naturbelassene Umgebung am Fuß der Sierra Cantabria verbindet sich mit der Feinheit der kalkreichen Böden zu einem subtilen, harmonischen Wein. Er stammt aus drei zwischen vierzig und achtzig Jahre alten Parzellen im Tal des Bardallo auf rund 540 Metern Höhe; die Böden bestehen aus einem schluffig-sandigen Grundgerüst mit hohen Anteilen an Kalksteinen, in einer Parzelle zusätzlich mit etwas Eisen.

Jahrgang 2024 – Rioja

2024 war ein Jahr mit gut wassergesorgten Böden und vergleichsweise kühlem Sommer, was zu einer späten Reifephase führte. Mehrere Regenereignisse im Herbst machten die Lese anspruchsvoll: Mit präzisem Timing wurden alle Parzellen in nur acht Tagen geerntet. Die Rebstöcke trugen kleine, konzentrierte Trauben bei niedrigen Erträgen von nur 3.500 bis 4.000 kg/ha. Der Jahrgang steht exemplarisch für die immer feinere Arbeit von José und Vicky Gil – Weine, die ihren drei Leitbegriffen so nah sind wie selten: Ausgewogenheit, Finesse und Terroir. Zugleich konnten die Erntemengen wieder gesteigert werden, sodass mehr Flaschen zur Verfügung stehen.

Assemblage und Ausbau

Überwiegend Tempranillo, ergänzt durch 5 % Viura, aus dem Jahrgang 2024, Rioja DOCa, trocken.

Die Trauben werden von Hand gelesen und teils mit rund 20 % Rappenanteil vergoren. Anschließend reift der Wein zehn Monate in 500-Liter-Fässern aus französischer Eiche im historischen Kellergewölbe des Schlosses. Die Abfüllung erfolgte im September 2025; die Produktion ist mit 4.350 Flaschen bewusst klein gehalten.

Im Glas

Am Gaumen wirkt der El Bardallo subtil, vibrierend und wunderbar harmonisch – getragen von der Feinheit der kalkreichen Böden. Aus alten Reben und mit niedrigen Erträgen gewonnen, vereint er Klarheit, Präzision und Balance: rote Frucht, feine kreidige Tannine und ein langer, salzig-mineralischer Nachhall. Ein Wein, der für Ausgewogenheit, Finesse und Terroir steht.

Subtil, vibrierend und wunderbar harmonisch – Ausgewogenheit, Finesse und Terroir.

Schon jetzt zugänglich, mit gutem Reifepotenzial; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Reifekäse sowie zur klassischen baskisch-riojanischen Küche.


Lage: Rioja DOCa, Paraje El Bardallo, San Vicente de la Sonsierra (Spanien); drei Parzellen im Tal des Bardallo, ~540 m, schluffig-sandige Böden mit hohem Kalksteinanteil (teils etwas Eisen); Reben 40–80 Jahre
Klassifikation: Rioja DOCa, Tempranillo mit 5 % Viura (trocken); nur 4.350 Flaschen
Ausbau: Handlese, ~20 % Ganztraube/Rappen, Ausbau 10 Monate in 500-l-Fässern aus französischer Eiche im historischen Schlosskeller; organischer Anbau

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