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Rebsorten

Pietroso Brunello di Montalcino

Wein · Rotwein · Montalcino · Italien

Pietroso Brunello di Montalcino ist ein intensiv-fruchtiger Rotwein, der vor Kraft und Struktur strotzt. Reife Aromen von Pflaumen, dezente Vanille und samtige Tannine machen diesen Sangiovese zum idealen Begleiter von Lammfleisch.


Montalcino / Toskana

Die Azienda Agricola Pietroso ist ein kleines Familienweingut in Montalcino, 1978 gegründet und heute von Gianni Pignattai und seiner Familie geführt. Die Reben wachsen in Höhenlagen um 400–500 Meter auf den klassischen Montalcino-Böden aus Galestro, Ton, Kalk und Sand – ideale Voraussetzungen für eleganten, konzentrierten Sangiovese.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Sangiovese (dem Brunello-Klon). Nach Handlese und Spontangärung mit Naturhefen reift der Wein über mehrere Jahre in großen slawonischen Eichenfässern (botti), gefolgt von einer Flaschenreife; unfiltriert abgefüllt. Als Brunello di Montalcino DOCG erreicht er erst nach mindestens fünf Jahren Reife seine Trinkreife. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Rubinrot mit granatfarbenen Reflexen. In der Nase intensiv und vielschichtig, mit Pflaume, roten Beeren, Unterholz und dezenter Vanille. Am Gaumen vollmundig, kraftvoll und gut strukturiert, mit reifen, samtigen Tanninen und langem, harmonischem Abgang.

Am Tisch

Bei rund 18 °C servieren und vor dem Genuss dekantieren – ein kraftvoller Begleiter zu herzhaften Gerichten.

Passt zu: Lamm, rotem Fleisch, Wild, Steinpilzrisotto und gereiftem Hartkäse.


Lage: Brunello di Montalcino, Montalcino (Toskana, Italien); Azienda Agricola Pietroso
Klassifikation: Brunello di Montalcino DOCG – 100 % Sangiovese, trocken
Ausbau: Reifung in großen slawonischen Eichenfässern (botti) über mehrere Jahre, Flaschenreife; unfiltriert

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Italien

Montevertine 2021

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

Sangiovese mit Canaiolo Toscana IGT Radda in Chianti Montevertine 24 Monate slawonische Eiche 2021

Der Montevertine 2021 ist der gleichnamige Flaggschiff-Wein einer Kult-Adresse aus Radda in Chianti – ein Sangiovese, verschnitten mit Canaiolo, der durch Eleganz und Vielschichtigkeit besticht. Filigran und saftig zugleich. Ein Wein mit Schliff.


Montevertine – Kult-Sangiovese aus Radda

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen, kalk- und mergelreichen Böden (Galestro, Alberese) – ein Terroir, das dem Sangiovese ein besonders frisches, feines Profil verleiht. Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen, kompromisslosen Stil weiter.

Der gleichnamige Wein „Montevertine" ist das Aushängeschild des Guts. Die Trauben stammen vor allem aus einer 2,5 Hektar großen, südost- bis südexponierten Parzelle mit überwiegend 1982 gepflanzten Reben unterhalb des Hauses.

Jahrgang 2021 – Toscana

2021 gilt in der Toskana als klassischer, ausgewogener Jahrgang: ein gemäßigter, nicht zu heißer Vegetationsverlauf brachte Sangiovese von feiner Frische, klarer Frucht und präziser Tanninstruktur. Im Montevertine ergibt das einen besonders eleganten, vielschichtigen Wein mit großer Spannung und Balance.

Assemblage und Ausbau

Sangiovese, verschnitten mit Canaiolo, aus dem Jahrgang 2021, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung mit anschließender Maischestandzeit im Betontank (rund drei Wochen), danach reift der Wein 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Abfüllung traditionell, ungefiltert.

Im Glas

Er besticht durch seine Eleganz und die Vielschichtigkeit der Aromen – rote Kirsche und Himbeere, dazu Kräuter, balsamische Anklänge und feine Lakritznoten. Am Gaumen mundet er filigran und saftig zugleich, mit feinkörnigen, gut eingebundenen Tanninen und vibrierender Frische im langen Abgang. Ein Wein mit Schliff.

Elegant und vielschichtig, filigran und saftig zugleich – ein Wein mit Schliff.

Schon jetzt zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu toskanischen Klassikern wie Bistecca und geschmortem Rind, zu Wild und Lamm, zu Pasta mit Fleischsugo sowie zu gereiftem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); ~425 m, steinige Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese); Hauptparzelle 2,5 ha, Reben überwiegend 1982
Klassifikation: Toscana IGT, Sangiovese mit Canaiolo (und Colorino) (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche, ungefiltert

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Länder/Regionen

La Soufrandière Saint Véran La Bonnode 2021 BIO

Weißwein · Saint-Véran · Chardonnay

Chardonnay Saint-Véran La Bonnode Mâconnais La Soufrandière (Bret Brothers) Bio (Demeter) nur 4.560 Flaschen 2021

Der La Soufrandière Saint-Véran „La Bonnode" 2021 ist ein kompakter, frischer Bio-Chardonnay vom Fuß der Roche de Vergisson – geprägt von karger Mineralität und Salzanklängen, mit vibrierender Säure und außergewöhnlicher Intensität am Gaumen.


La Soufrandière – Bret Brothers im Mâconnais

La Soufrandière ist das Familiengut der Bret Brothers, Jean-Philippe und Jean-Guillaume Bret, in Vinzelles im südburgundischen Mâconnais. Seit der Übernahme im Jahr 2000 führen sie das 1947 erworbene Gut konsequent biologisch und biodynamisch (Demeter-zertifiziert seit 2006) und zählen mit ihren präzisen, mineralischen Chardonnays zu den spannendsten Erzeugern der Region.

Der „La Bonnode" stammt von einem Weinberg am Fuße der Roche de Vergisson. Dieses Terroir ist geprägt von Ton und Kalkstein, liegt auf 250 Metern Höhe und bietet durch seine Ostausrichtung optimale Bedingungen für den Weinbau. Die rund 35 Jahre alten Reben gedeihen unter biodynamischen Anbaumethoden, umgeben von altem Gestrüpp, das hier Schutz bietet.

Jahrgang 2021 – Mâconnais

2021 war im Mâconnais ein kühlerer, klassischer Jahrgang, der Chardonnays von großer Frische, Präzision und lebendiger Säure hervorbrachte. Genau das kommt dem Stil des La Bonnode entgegen: ein kompakter, geradliniger Wein mit kühler Mineralität und vibrierender Spannung.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021, trocken.

In einem sorgfältig überwachten Prozess reift der Wein zunächst 11 Monate in Fässern, gefolgt von weiteren 6 Monaten im Tank. Diese Methode, kombiniert mit dem Verzicht auf Filtration, bewahrt die Authentizität dieses Chardonnays. Biodynamischer Anbau, FR-BIO-01. Gesamtproduktion: 4.560 Flaschen.

Im Glas

Ein kompakter und frischer Wein, der durch seine karge Natur und Salzanklänge besticht. Seine vibrierende Säurestruktur verleiht ihm eine klare Dynamik. Am Gaumen entfaltet er eine außergewöhnliche Intensität mit einem langanhaltenden Nachhall sowie einer feinen Eichenholznote.

Kompakt, frisch und salzig – mit vibrierender Säure und außergewöhnlicher Intensität.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit gutem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Ziegenkäse sowie zu cremigen Vorspeisen.


Lage: Saint-Véran, „La Bonnode" am Fuß der Roche de Vergisson, Mâconnais (Burgund, Frankreich); Ton und Kalkstein, ~250 m, Ostausrichtung, ~35 J. alte Reben
Klassifikation: Saint-Véran AOC, Chardonnay (trocken); nur 4.560 Flaschen
Ausbau: Chardonnay; 11 Monate Fass, dann 6 Monate Tank, unfiltriert; biodynamisch, FR-BIO-01

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Weine

Domaine Bousquet Malbec BIO

Rotwein · Malbec · Mendoza · Argentinien · Bio

Domaine Bousquet Malbec ist ein Bio-Rotwein aus Mendoza in Argentinien, der Heimat des Malbec. Tiefdunkel in der Farbe, zeigt er eine große Aromenvielfalt. Die Fruchtigkeit mit den harmonisch eingebundenen Tanninen fasziniert und begeistert.


Mendoza

Domaine Bousquet liegt in Tupungato im Uco Valley, einer hochgelegenen Weinregion in Mendoza am Fuße der Anden. Die Höhenlage mit warmen Tagen und kühlen Nächten verleiht den Malbec-Weinen Frische, Farbe und Tiefe. Das Gut zählt zu den Bio-Pionieren Argentiniens; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle AR-BIO-154).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Malbec, der Paraderebsorte Argentiniens. Der Ausbau stellt die reife, dunkle Frucht in den Vordergrund und sorgt für harmonisch eingebundene Tannine.

Im Glas

Tiefdunkles Rot. In der Nase eine Aromenvielfalt von Brombeere, Feige, Kaffee und feinen Gewürznuancen. Am Gaumen fruchtig und vollmundig, mit harmonisch eingebundenen Tanninen. Der Abgang ist weich und lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Rind, Grillfleisch, Schmorgerichte und gereifter Käse.


Lage: Uco Valley / Tupungato, Mendoza (Argentinien); Höhenlage
Klassifikation: Mendoza – Malbec
Ausbau: Malbec, fruchtbetonter Ausbau

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Georgien

Baia's Wine Tsolikouri 2023

Weißwein · Qvevri · Georgien

Der Baia's Wine Tsolikouri ist ein im Qvevri ausgebauter Weißwein aus der westgeorgischen Region Imereti, erzeugt von Baia, Gvantsa und Giorgi Abuladze im Dorf Obcha. Tsolikouri ist die meistangebaute autochthone Rebsorte Imeretis. Die Trauben werden von Hand gelesen, abgebeert, gepresst und mit leichtem Schalenkontakt im Qvevri spontan vergoren. Der naturtrübe, unfiltrierte Ausbau gibt dem Wein Tiefe und eine markante Mineralität. Im Glas frisch und knackig, mit Aromen von Limette, Birne und Waldhonig.


Obcha – Imereti, Georgien

Die Familie Abuladze bewirtschaftet ihr Weingut im Dorf Obcha in der Region Imereti, im feuchteren Westen Georgiens. Das Klima sorgt dafür, dass die autochthonen Rebsorten der Region – darunter Tsolikouri – von Natur aus über eine ausgeprägte Säure verfügen. Gearbeitet wird im Sinne des Naturweins, mit weinbergseigenen Hefen und minimalem Eingriff. Prägend ist das Qvevri: ein in die Erde eingegrabenes Tongefäß, das in Georgien seit Jahrtausenden für Gärung und Reifung genutzt wird und 2013 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Tsolikouri. Nach Handlese und Handsortierung werden die Trauben abgebeert und gepresst, anschließend mit leichtem Schalenkontakt im Qvevri spontan vergoren und gereift. Der Wein bleibt unfiltriert. Enthält Sulfite.

Im Glas

Im Glas ein helles Bernstein. In der Nase Heu, Limette und Waldhonig, dazu Rosine, Apfelkuchen und Birne. Am Gaumen frisch und knackig, getragen von einer ausgeprägten Mineralität, klarer Säurestruktur und einem feinen, leicht herben Gerbstoffgriff, der für Länge und Charakter sorgt.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Fisch, Geflügel, Gemüsegerichte und Käse. Auch zu kräftig gewürzten Speisen eine gute Wahl. Serviertemperatur 10–12 °C.


Lage Obcha, Imereti (Westgeorgien)
Klassifikation Naturwein, Region Imereti
Ausbau Reinsortiger Tsolikouri, Handlese, Spontangärung mit leichtem Schalenkontakt im Qvevri, unfiltriert

Bildnachweis: © LEPL

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Weine

Dönnhoff Norheimer Dellchen Riesling GG 2025

Weißwein · VDP.Großes Gewächs · Riesling trocken

100 % Riesling Norheimer Dellchen VDP.Große Lage · Großes Gewächs 2025 Schiefer mit Porphyr und Melaphyr Trockenmauer-Terrassen 6 Monate Vollhefe

Der Dönnhoff Dellchen Riesling GG 2025 kommt aus dem Norheimer Dellchen, einer wiederhergestellten Terrassen-Steillage zwischen Norheim und Niederhausen, VDP.Große Lage. Der Name beschreibt die Geografie: eine Mulde, eingefasst von steil aufragenden Felsen aus vulkanischem Hartstein. Schiefer mit Porphyr- und Melaphyrverwitterung, reine Südausrichtung, selektive Handlese in mehreren Durchgängen.


Norheimer Dellchen – Mulde zwischen Felstürmen

Das Dellchen liegt zwischen Norheim und Niederhausen, exakt nach Süden ausgerichtet und extrem steil. Über dem Weinberg ragen Felsen aus vulkanischem Hartstein auf; der Boden darunter ist schieferreich, durchmischt mit Verwitterungsmaterial von Porphyr und Melaphyr. Bewirtschaftbar ist der Hang nur über Terrassen mit Trockenmauern – eine Bauweise, die hier keine Folklore ist, sondern die Voraussetzung dafür, dass überhaupt Reben stehen können.

Der Name kommt von der Form: eine kleine Delle, eine Mulde im Hang. Diese Geländeform wirkt als Wärmefalle. Die Felsen schirmen den Wind ab und strahlen die tagsüber gespeicherte Wärme in den Abend zurück, die Trockenmauern verstärken den Effekt. Daraus folgt die Eigenschaft, für die die Lage bekannt ist: Der Riesling erreicht hier Jahr für Jahr verlässlich hohe Reifegrade, und die geschützte Lage hält die Trauben auch in feuchten Phasen gesund.

Das Dellchen war über Jahrzehnte weitgehend aufgegeben – Steillagenarbeit auf Terrassen rechnet sich betriebswirtschaftlich kaum. Dass die Lage heute wieder in Ertrag steht, ist das Ergebnis einer bewussten Wiederherstellung. Innerhalb der Dönnhoff-Lagen steht sie zwischen den Polen: würziger und breiter als die Hermannshöhle, feiner gezeichnet als der Felsenberg.

Jahrgang 2025 – Nahe

Ausreichende Niederschläge im Frühjahr, leicht überdurchschnittliche Temperaturen und ein dichter Traubenbehang bildeten den Auftakt; Spätfröste und örtlicher Hagel kosteten einzelne Gemarkungen Menge. Den Jahrgang prägte dann der warme, trockene August mit einem schnellen Anstieg der Mostgewichte schon Anfang September. Die Säure blieb dabei stabil – in einer Wärmefalle wie dem Dellchen, wo die Reife ohnehin früh und verlässlich einsetzt, wurde der Lesetermin damit zur eigentlichen Entscheidung des Jahres.

Die Lese zählte zu den frühesten und schnellsten in der Geschichte des Anbaugebiets. Der Regen am 23. und 24. September trennte den Jahrgang in zwei Hälften: davor makelloses Material, danach Selektionsarbeit. Anfang Oktober war an der Nahe fast alles gelesen. Mit 246.000 Hektolitern lag die Erntemenge drei Prozent unter dem Vorjahr und rund 21 Prozent unter dem langjährigen Mittel. In den Terrassen des Dellchens wurde in mehreren Durchgängen gelesen – die einzige Möglichkeit, in einem so schnellen Jahr jede Terrasse zu ihrem eigenen Zeitpunkt zu holen.

Assemblage und Ausbau

100 Prozent Riesling aus dem Jahrgang 2025, selektiv von Hand gelesen in mehreren Durchgängen. Auf Terrassen dieser Neigung gibt es keine Alternative zur Handarbeit; jeder Rebstock wird einzeln beurteilt. Nach schonender Pressung reift der Wein im großen Eichenholzfass, in gebrauchtem Holz, das Sauerstoff durchlässt, ohne Aroma abzugeben.

Der Hefekontakt läuft zweistufig: mindestens sechs Monate auf der Vollhefe, anschließend zwei Monate auf der Feinhefe. Die Vollhefephase baut die Textur auf, die dieser Lage ihre Würze und den leicht griffigen, fast tanninhaften Zug am Gaumen gibt – in einem reifen Jahrgang das Gegengewicht zur Fülle.

Im Glas

Helles Gelb mit grünem Kern. In der Nase gelbes Steinobst, Mirabelle und Zitrusschale, dahinter Kräuterwürze, Feuerstein und ein warmer Steinton. Am Gaumen kraftvoll und würzig, dabei fein gezeichnet: knackige Säure, deutliche Salzigkeit und ein feinkörniger Griff im Abgang, der von der Schale und dem Hefekontakt kommt. Reife Frucht ohne Schwere.

Die Felsen über der Mulde strahlen Wärme zurück – deshalb erreicht der Riesling im Dellchen jedes Jahr verlässlich hohe Reife.

Jung noch verschlossen und auf Zeit angelegt. Die Entwicklung setzt ab 2030 ein und läuft über die folgenden zehn Jahre, das Potenzial reicht bis 2042. Frühe Flaschen mindestens eine Stunde dekantieren, bei 11–13 °C im großen Glas servieren – zu kühl bleibt die Würze verschlossen.

Am Tisch

Zu gebratenem Zander mit Speck, zu Kalbsrücken, zu Bries mit Morcheln, zu Perlhuhn und Wachtel. Ebenso zu Schweinebauch mit Apfel, zu Räucherfisch und zu gereiftem Bergkäse. Die Würze dieses Weins nimmt Röstaromen auf – gebraten und gegrillt passt besser als geschmort.


Produzent Weingut Dönnhoff, Oberhausen an der Nahe
Rebsorte 100 % Riesling
Lage Norheimer Dellchen, zwischen Norheim und Niederhausen – reine Südlage, Steilterrassen
Klassifikation VDP.Große Lage · Großes Gewächs, trocken
Jahrgang 2025
Vinifikation Selektive Handlese in mehreren Durchgängen · schonende Pressung
Ausbau Großes Eichenholzfass · mindestens 6 Monate Vollhefe · 2 Monate Feinhefe
Trinkempfehlung 2030–2042
Boden Schieferreich mit Verwitterungsmaterial von Porphyr und Melaphyr
Bewirtschaftung Terrassen mit Trockenmauern, sämtliche Arbeitsgänge von Hand

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Weine

Battenfeld Spanier Blanc de Blancs 2016 Extra Brut BIO

Reiner Chardonnay von den Kalkböden in Hohen-Sülzen: Das ist der Battenfeld-Spanier Blanc de Blancs 2016 Extra Brut. Die Reben wurden 1994 mit Klonen aus der Champagne gepflanzt. Nach der Flaschengärung reift der Sekt acht bis zehn Jahre auf der Hefe – ein Jahrgangssekt mit großer Tiefe.

Im Glas

Im Duft Brioche und ein Hauch Orangenblüte, dazu Nüsse, Quitte und Butterkeks. Im Mund griffig und puristisch, sehr präzise und straff. Grapefruit und Salzzitrone klingen nach, unterlegt von zarten Hefetönen. Die Perlage ist fein und ausdauernd.

Mach was draus

Austern, Sushi, roher Fisch, Geflügel, helles Fleisch oder ein gereifter Hartkäse. Ein großer Sekt für alle, die Champagner lieben. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C im Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Wer diesen Blanc de Blancs blind probiert, tippt auf Champagne. Ein Stück deutsche Sektgeschichte.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Die Trauben kommen früh vom Stock, der Most gärt mit wilden Hefen im Tonneau, die zweite Gärung findet in der Flasche statt; acht bis zehn Jahre Hefelager, Handrüttelung und eine minimale Dosage.

Wer steht dahinter? Hans-Oliver Spanier, der das Weingut Battenfeld-Spanier in Hohen-Sülzen führt, zusammen mit seiner Frau Carolin Spanier-Gillot. Schon 1993 stellte der Betrieb auf ökologischen Anbau um.

Ist er bio? Ja, Battenfeld-Spanier arbeitet biologisch (DE-ÖKO-006) und biodynamisch.

100 % Chardonnay · Hohen-Sülzen, Rheinhessen · Kalk · Champagner-Klone, gepflanzt 1994 · Jahrgang 2016 · Spontangärung im Tonneau · Flaschengärung · Hefelager 8 bis 10 Jahre · von Hand gerüttelt · Extra Brut · bio, Kontrollstelle DE-ÖKO-006 · Battenfeld-Spanier, Hohen-Sülzen · Stand: Oktober 2026

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Whisky

Gordon & MacPhail Mosstowie Distilled 1979 Connoisseurs Choice

Whisky · Speyside Single Malt · Connoisseurs Choice · Schottland

Mosstowie Distilled 1979 Connoisseurs Choice ist ein rarer Speyside Single Malt Scotch Whisky, abgefüllt von Gordon & MacPhail. „Mosstowie" stammt von den heute entfernten Lomond-Stills der Miltonduff-Destillerie – eine gesuchte Rarität mit Noten von Vanille, Butterscotch und gekochten Äpfeln.


Herkunft

Mosstowie ist keine eigene Brennerei, sondern der Name des Single Malt, der zwischen 1964 und 1981 auf Lomond-Stills in der Miltonduff-Destillerie (Speyside) gebrannt wurde. Die Stills wurden 1981 entfernt; eine Originalabfüllung gab es nie. Gordon & MacPhail aus Elgin ist einer der renommiertesten unabhängigen Abfüller der Welt.

Destillation und Reifung

Destilliert 1979 auf den charakteristischen Lomond-Stills, deren verstellbare Rektifizierböden ein eigenständiges, weiches Brennprofil ergaben. Gereift in Eichenfässern und abgefüllt in der Connoisseurs-Choice-Reihe von Gordon & MacPhail.

Im Glas

Dunkles Gold. In der Nase Vanille, Butterscotch und gekochte Äpfel, dazu reife Pfirsiche, Pflaume und ein Hauch Limette. Am Gaumen öliger Körper mit roten Beeren, Pfirsich und Vanille, untermalt von dunkler Schokolade und schwarzem Pfeffer. Trocken ausklingend, mit Anis und schwarzem Tee im Abgang.

Pur genießen

Als rare Sammler- und Genießerabfüllung am besten pur bei Zimmertemperatur in einem Nosing-Glas verkosten; einige Tropfen Wasser öffnen die Aromen. Ohne Eis, um die feinen Nuancen zu bewahren.

Klassisch solo: pur oder mit wenigen Tropfen Wasser.


Herkunft: Speyside, Schottland
Art: Speyside Single Malt Scotch Whisky (Mosstowie, Miltonduff-Destillerie)
Destillation: 1979, auf Lomond-Stills
Abfüller: Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice

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