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5. November 2010

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Weine

Kühling-Gillot Nackenheim Riesling 2022 BIO

Weißwein · Nackenheim (Rheinhessen) · Riesling (Erste Lagen)

Riesling Nackenheim VDP.Aus Ersten Lagen Kühling-Gillot Roter Hang · Nackenheim roter Tonschiefer (Rotliegendes) große alte Stückfässer · langes Hefelager BIO (DE-ÖKO-006) · 2022

Der Kühling-Gillot Nackenheim Riesling 2022 ist ein Prototyp des Rieslings vom Roten Schiefer. Von der Tonschieferbank, die in Nackenheim an die Oberfläche tritt – kristallklar, würzig und tief.


Nackenheim – wo die Tonschieferbank an die Oberfläche tritt

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang (DE-ÖKO-006). Der Rote Hang ist von der namensgebenden Tonschieferbank geprägt, die in Nackenheim an die Oberfläche tritt, bevor sie südlich von Nierstein wieder verschwindet.

In diesem kurzen Abschnitt wachsen nicht nur die berühmten Rieslinge der historischen Großen Lagen, sondern auch der Riesling der Ersten Lage Nackenheim: auf 90 bis 140 Metern, mit einer Neigung von 75 bis 120 % und einem Boden aus rotem Tonschiefer. Der Wein ist ein Prototyp für diese einzigartige Gesteinsformation, die den Roten Hang zu internationaler Größe führte.

Jahrgang 2022 – Roter Hang (Rheinhessen)

2022 war in Rheinhessen ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Der rote Tonschiefer bewahrte steinige Würze, Klarheit und salzige Spannung – Reife und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Aus Ersten Lagen aus Nackenheim, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von rotem Tonschiefer des Roten Hangs.

Nach der Handlese wird der Wein in großen, alten Stückfässern mit langem Hefelager ausgebaut, was ihm Fülle und elegante Cremigkeit verleiht. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein kristallklarer Riesling vom Roten Schiefer: gelbe Frucht und Zitrus, dazu Sommerkräuter, tabakige Anklänge und eine ausgeprägte, rauchig-steinige Würze. Am Gaumen klar und tiefgründig, mit lebendiger Säure, feiner Cremigkeit aus dem langen Hefelager und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Gelbe Frucht und Zitrus über Sommerkräutern, tabakigen Anklängen und rauchig-steiniger Würze – klar und tiefgründig, mit lebendiger Säure, feiner Cremigkeit und langem, würzig-mineralischem Nachhall.

Ein kristallklarer, langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Kräutern und Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Herkunft: Nackenheim (VDP.Aus Ersten Lagen), Roter Hang, Rheinhessen; 90–140 m, 75–120 % Neigung; roter Tonschiefer (Rotliegendes) an der Oberfläche
Klassifikation: Riesling, VDP.Aus Ersten Lagen, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Handlese, Ausbau in großen alten Stückfässern mit langem Hefelager; biologisch, DE-ÖKO-006

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Spanien

Abel Mendoza Grano a Grano Tempranillo 2022

Rotwein · Rioja · Spanien

100 % Tempranillo D.O.Ca. Rioja San Vicente de la Sonsierra (Höhenlagen) uralte Reben 18 Monate franz. Eiche (500 l) trocken

Der Abel Mendoza Grano a Grano Tempranillo 2022 ist eine kompromisslose Top-Selektion aus 100 % Tempranillo. „Grano a Grano" steht für „Traube für Traube": Nur die besten Beeren werden von Hand ausgelesen. Die uralten Parzellen liegen in den Höhenlagen von San Vicente de la Sonsierra in der Rioja. Der Wein reift 18 Monate in 500-Liter-Barriques aus französischer Eiche, in denen er auch die malolaktische Gärung durchläuft – dicht, seidig und mit großem Reifepotenzial.


San Vicente de la Sonsierra – Höhenlagen, Rioja Alta

Die Bodega Abel Mendoza liegt in San Vicente de la Sonsierra am Fuße der Sierra de Cantabria in der Rioja Alta. Für den Grano a Grano stammen die Trauben von uralten Reben in den Höhenlagen rund um den Ort. Abel Mendoza und Maite Fernández lesen mehrfach selektiv von Hand und entrappen die Trauben Beere für Beere. So wandert nach dem Aschenputtel-Prinzip nur das beste Lesegut in den Keller.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo (100 %) aus strenger Beerenauslese. Vergoren wird in kleinen Gebinden im Edelstahltank, anschließend reift der Wein 18 Monate in 500-Liter-Barriques aus französischer Eiche, in denen auch die malolaktische Gärung stattfindet. Der subtile Holzeinsatz lässt der Frucht den Vortritt. 

Im Glas

Jung noch verschlossen und unnahbar; erst nach Stunden in der Karaffe öffnet sich der Wein. Dann zeigen sich dezente Aromen von schwarzem Trüffel, Sauerkirsche, Fassbrand und Teer, dazu eine leicht animalische Note und sensible Himbeerfrucht. Am Gaumen Wärme und Tiefe, subtile Gerbstoffe und eine transparente Länge. Dicht und seidig zugleich – ein Wein mit Zukunft.

Am Tisch

Vor dem Servieren großzügig dekantieren, idealerweise mehrere Stunden. Klassische Begleitung: Lamm, Wild, geschmortes Rind, Pilzgerichte und gereifter Hartkäse. Schon zugänglich, entfaltet aber mit weiterer Flaschenreife seine ganze Tiefe – bei kühler, dunkler Lagerung gut bis etwa 2035. Serviertemperatur 16–18 °C.


Lage San Vicente de la Sonsierra (Höhenlagen) · Rioja Alta
Klassifikation D.O.Ca. Rioja
Ausbau 18 Monate in 500-l-Barriques aus französischer Eiche, MLF im Fass

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Weine

Dominio del Bendito Las Sabias 2023 BIO

Rotwein · D.O. Toro · Tinta de Toro

Tinta de Toro Pago la Jara · Valdefinjas 2023 wurzelecht · 45–80 Jahre 2.000–3.000 kg/ha 16–18 Monate Barrique Bio · ES-ECO-002-CL

Der Dominio del Bendito Las Sabias 2023 ist ein Toro aus wurzelechten Buschreben zwischen 45 und 80 Jahren, gewachsen in kleinen Parzellen im Pago la Jara und auf den Höhen von Valdefinjas. Antony Terryn arbeitet hier ökologisch zertifiziert (ES-ECO-002-CL) und mit Erträgen von 2.000 bis 3.000 Kilogramm je Hektar. 2023 war in Toro ein niederschlagsreicher Jahrgang, der von der Appellation als „excelente" eingestuft wurde.


Pago la Jara und die Höhen von Valdefinjas

Die D.O. Toro liegt in der Provinz Zamora auf einem Hochplateau zwischen rund 620 und 750 Metern über dem Meer. Das Klima ist ausgeprägt kontinental: heiße, trockene Sommer, harte Winter, nur etwa 350 bis 400 Millimeter Jahresniederschlag und eine Tag-Nacht-Amplitude, die im Spätsommer 20 Grad erreichen kann. Diese Spanne zwischen Hitze am Tag und kühlen Nächten ist der Grund, warum Tinta de Toro trotz voller physiologischer Reife noch Säure und Aroma behält. Der Pago la Jara im Süden der Appellation gilt als eine der besten Herkünfte der Region; Antony Terryn hat seinen Betrieb – rund 22 bewirtschaftete Hektar, davon 15 im Eigenbesitz – von Anfang an auf diese Lage ausgerichtet.

Entscheidend ist der Boden: tiefe, arme Sande über Kies und Lehm. Sand bietet der Reblaus keinen Lebensraum, weshalb in Toro Rebanlagen die Phylloxera überstanden haben und bis heute wurzelecht stehen – ohne amerikanische Unterlage, mit einem Wurzelwerk, das über Jahrzehnte in die Tiefe gewachsen ist. Genau solche Parzellen liefern Las Sabias. Die Stöcke sind im traditionellen Buschschnitt erzogen, stehen weit auseinander und tragen wenig: Die 2.000 bis 3.000 Kilogramm je Hektar entsprechen etwa 14 bis 21 Hektolitern – ein Bruchteil dessen, was die Appellation zulässt.

Die Parzellen auf den Höhen von Valdefinjas östlich von Toro liegen am oberen Ende des Höhenbandes der Appellation und werden später reif als die Sandböden im Süden. Sie bringen Frische, Säure und ein feineres Tannin in die Assemblage, während der Pago la Jara Tiefe und Wucht beisteuert. Beide Herkünfte werden getrennt gelesen.

Jahrgang 2023 – D.O. Toro

2023 fiel in Toro deutlich mehr Niederschlag als 2022 und mehr als im langjährigen Mittel – in einer Region, die chronisch unter Wassermangel steht, war das der prägende Faktor des Jahres. Der Austrieb verlief je nach Lage ungleichmäßig, der weitere Vegetationsverlauf dann regulär. Bemerkenswert für einen feuchteren Jahrgang: Der Krankheitsdruck blieb praktisch aus, das Lesegut kam gesund in den Keller. Die alten, wurzelechten Buschreben mit ihrem tiefen Wurzelwerk profitierten von der besseren Wasserversorgung, ohne in vegetatives Wachstum zu kippen.

Die Lese in der D.O. Toro lief vom 21. August bis zum 16. Oktober, der Großteil der Betriebe war bis Ende September fertig. Insgesamt wurden 22,48 Millionen Kilogramm eingebracht, gegenüber einem Vorjahresmittel von rund 19,1 Millionen – davon 20,83 Millionen Kilogramm Tinta de Toro. Der Kontrollrat stufte die Añada als „excelente" ein. Für Las Sabias bleibt die Menge dennoch klein: Die Ertragsbegrenzung kommt hier aus den Parzellen selbst, nicht aus dem Jahrgang.

Assemblage und Ausbau

100 % Tinta de Toro, Jahrgang 2023, aus wurzelechten Buschreben von 45 bis 80 Jahren in kleinen Parzellen im Pago la Jara und auf den Höhen von Valdefinjas. Handlese, Selektion parzellenweise, Ertrag 2.000–3.000 kg/ha. Die Weinberge sind ökologisch zertifiziert (ES-ECO-002-CL).

Vergoren wird in kleinen Beton- und Epoxidharztanks – Gebinde ohne eigene Aromatik, die die Gärtemperatur über die Masse puffern und den Wein nicht mit Holz überlagern, bevor er strukturiert ist. Anschließend folgen 16 bis 18 Monate in französischen Barriques. Das Holz arbeitet hier an der Gerbstoffstruktur des Toro, nicht an der Würze: Die dicken Beerenschalen der Tinta de Toro liefern reichlich Tannin, das über die lange Fasszeit gerundet wird.

Im Glas

Ein fast undurchdringliches, sehr dunkles Rot mit schmalem violettem Rand. In der Nase schwarze Kirsche, Brombeere und Pflaume, dahinter Teer, Mokka, Lakritz und eine rauchige Note aus dem Fassausbau. Am Gaumen dicht und breitschultrig, mit reifem, körnigem Tannin und deutlichem Extrakt; die Frucht bleibt trotz der Wucht klar konturiert. Der Anteil aus den höheren Lagen hält den Wein aufrecht und verhindert, dass die Dichte in Marmelade kippt. Sehr langer, kräftiger Abgang mit dunkler Schokolade und Salz.

14 bis 21 Hektoliter je Hektar von wurzelechten Buschreben – die Dichte dieses Toro entsteht im Weinberg, nicht im Fass.

Der 2023er ist jung noch verschlossen und braucht Luft: zwei Stunden vorher karaffieren, bei 16–18 °C servieren. Über zwei bis drei Jahre auf der Flasche baut sich das Tannin weiter ein; Trinkfenster bis etwa 2035.

Am Tisch

Zu kastilischem Milchlamm aus dem Holzofen, Lammkeule mit Rosmarin, Entrecôte und Rinderrippe vom Grill, geschmortem Ochsenschwanz und Wildgerichten wie Hirschrücken oder Wildschweinragout. Bei Käse zu langgereiftem Manchego und kräftigem Hartkäse. Für leichte Küche ist dieser Wein die falsche Wahl – er braucht Fett, Röstaromen und Zeit.


Produzent Dominio del Bendito, Antony Terryn, Toro, Zamora
Rebsorte 100 % Tinta de Toro
Lage Pago la Jara und Höhen von Valdefinjas, Sandböden über Kies und Lehm
Klassifikation D.O. Toro
Jahrgang 2023
Vinifikation Handlese · Gärung in kleinen Beton- und Epoxidharztanks
Ausbau 16–18 Monate französische Barriques
Trinkempfehlung 2026–2035
Rebenalter 45–80 Jahre, wurzelecht, traditionelle Buschreben
Ertrag 2.000–3.000 kg je Hektar
Bewirtschaftung biologisch zertifiziert, ES-ECO-002-CL

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Südafrika

Fish Wives Club Chardonnay

Wein · Weißwein · Western Cape · Südafrika

The Fishwives Club Chardonnay zeigt eine elegant-fruchtige Nase mit Noten von Apfel, Birne, Banane und Ananas, dazu etwas frische Kräuter und Sommerblumen. Am Gaumen mittelgewichtig, mit gutem Zug sowie gelben und exotischen Früchten.


Western Cape / Südafrika

The Fishwives Club ist eine Boutique-Weinmarke aus Kapstadt, gegründet 2013 von Patrick James Robertson; die Weine entstehen mit Weinmacher Theunis Van Zyl (Imbuko Wines). Die Trauben stammen aus verschiedenen Lagen des Western Cape, dessen maritimes Klima für Frische sorgt.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay. Der Ausbau erfolgt überwiegend im Edelstahltank, um die fruchtbetonte, frische Aromatik in den Vordergrund zu stellen. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase elegant-fruchtig, mit Apfel, Birne, Banane und Ananas, dazu frische Kräuter und Sommerblumen. Am Gaumen mittelgewichtig, mit gutem Zug, gelben und exotischen Früchten und sauberem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, hellem Fleisch, Geflügel, Pasta und mildem Käse.


Lage: Western Cape (Südafrika); The Fishwives Club, Kapstadt
Klassifikation: Western Cape – 100 % Chardonnay, trocken
Ausbau: überwiegend Edelstahltank (fruchtbewahrend)

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Rebsorten

Josef Dockner Grüner Veltliner 1,00 Liter

Wein · Weißwein · Niederösterreich · Österreich

Josef Dockner Grüner Veltliner in der praktischen 1-Liter-Flasche ist ein typischer Grüner Veltliner aus Niederösterreich, Österreichs größtem Weinbaugebiet. Duftig und fruchtig in der Nase, am Gaumen leicht pfeffrig und zart würzig – ein unkomplizierter Wein für jeden Tag.


Niederösterreich / Kremstal

Der Winzerhof Familie Dockner liegt in Theiß im Kremstal (Niederösterreich). Die wärmespeichernden Lössböden der Region bringen fruchtbetonte, saftige Weißweine hervor. Grüner Veltliner ist die Leitsorte Österreichs und steht für klare Frucht mit feinem Pfefferl.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Grünem Veltliner. Der Ausbau erfolgt fruchtbetont im Edelstahltank, um Frische und sortentypische Würze zu bewahren. Abgefüllt in der praktischen 1-Liter-Flasche. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase duftig und fruchtig, mit grünem Apfel und Zitrusnoten. Am Gaumen saftig, leicht pfeffrig und zart würzig, mit klarer Frische und unkompliziertem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als süffiger Alltagswein, zur Jause oder zum Essen.

Passt zu: Schnitzel, Geflügel, Fisch, Gemüsegerichten und leichter Küche.


Lage: Niederösterreich (Kremstal, Theiß); Winzerhof Familie Dockner
Klassifikation: Niederösterreich – 100 % Grüner Veltliner, trocken
Ausbau: Edelstahltank (fruchtbewahrend)
Füllmenge: 1,0 Liter

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Italien

Piero Busso Langhe Nebbiolo 2024

Rotwein · Langhe DOC · Nebbiolo

Nebbiolo Langhe DOC Neive · 180–200 m Ton-Sand-Boden große Eichenfässer 2024

Der Piero Busso Langhe Nebbiolo 2024 stammt von jüngeren Reben auf tiefgründigen Ton-Sand-Böden in Neive. Die Familie Busso bestimmt diese Trauben schon bei der Lese für den Langhe Nebbiolo – er ist eine eigene Kategorie im Sortiment, kein herabgestufter Barbaresco. Im Glas ein harmonischer, fruchtbetonter Nebbiolo mit feinem Tannin und der Frische des kühleren Jahrgangs 2024.


Neive – jüngere Reben auf den tiefgründigen Böden am Hangfuß

Piero Busso zählt zu den Referenz-Erzeugern des Barbaresco. Das Familienweingut wurde 1948 von Guido Busso gegründet. Heute führen Piero mit seiner Frau Lucia und den Kindern Pierguido und Emanuela das rund 10 Hektar große Gut in Neive, seit 2019 und traditionell gearbeitet.

Die Trauben für den Langhe Nebbiolo wachsen in der Gemeinde Neive auf 180 bis 200 Metern Höhe, nach Südwesten ausgerichtet, im Guyot-System erzogen. Die Böden sind tonig-sandig und damit tiefgründiger und nährstoffreicher als in den Barbaresco-Lagen des Hauses. Zum Vergleich: Die Busso-Crus Albesani und Gallina liegen auf 210 bis 240 Metern und stehen auf Kalk mit Ton und Schluff, San Stunet in Treiso erreicht rund 400 Meter.

Genau dieser Unterschied prägt den Wein. Die fetteren Böden und die jüngeren Stöcke bringen fruchtigere, weichere Nebbiolo-Trauben mit zugänglicherem Tannin hervor. Statt sie in einen Barbaresco einfließen zu lassen, keltert die Familie sie seit Jahren gezielt als eigenständigen Langhe Nebbiolo.

Jahrgang 2024 – Langhe

Auf einen Winter mit wenig Regen und kaum Schnee folgte in den Langhe ein sehr regenreiches Frühjahr. Die Niederschläge beendeten die Sorge vor Trockenheit, erschwerten aber die Arbeit im Weinberg: Der Druck durch Falschen und Echten Mehltau lag deutlich über dem Vorjahr, besonders in ohne Herbizide bewirtschafteten Lagen. Im Sommer folgten Hitzewellen.

Die Nebbiolo-Lese begann um den 10. Oktober. Drohender Herbstregen zwang viele Betriebe, in kurzen Zeitfenstern zu lesen – die Ernte zog sich über Wochen, die tatsächlichen Lesetage waren aber knapp. 2024 ergibt im Piemont Weine mit etwas niedrigerem Alkohol als in den Vorjahren und sehr guter Säure – frisch und ausgewogen, eine gute Voraussetzung für einen früh zugänglichen Langhe Nebbiolo.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Nebbiolo aus dem Jahrgang 2024, Langhe DOC, trocken.

Gärung und Maischestandzeit erfolgen im Stahltank bei kontrollierten 28 bis 30 °C. Die vergleichsweise warme Gärung zieht Farbe und Frucht aus den Schalen. Anschließend reift der Wein in großen Eichenfässern, die Struktur geben, ohne Holzaromen aufzuprägen, und schließlich in der Flasche.

Im Glas

Leuchtendes Rubinrot. In der Nase rote Kirsche, Himbeere und ein Hauch Rose. Am Gaumen harmonisch und ausgewogen, mit saftiger Frucht, frischer Säure und einem feinen, gut eingebundenen Tannin, das dem Wein Länge gibt.

Junge Reben auf Ton und Sand, großes Holz und ein frischer Jahrgang 2024: Nebbiolo mit roter Frucht und feinem Tannin, früh zugänglich.

Schon jetzt zugänglich, profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Tajarin mit Ragù, Agnolotti del plin, Geflügel und Vitello tonnato, gegrilltes und geschmortes Fleisch sowie mittelreifer Käse.


Produzent Piero Busso, Neive
Rebsorte Nebbiolo
Lage Neive, Piemont · 180–200 m · Südwest · tonig-sandiger Boden · jüngere Reben · Guyot
Klassifikation Langhe DOC
Jahrgang 2024
Vinifikation Gärung und Maischestandzeit im Stahltank bei 28–30 °C
Ausbau große Eichenfässer · Flaschenreife
Zertifizierung

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Weine

Monteabellon Verdejo

Wein · Weißwein · Rueda · Spanien

Monteabellón Verdejo ist ein reinsortiger Verdejo aus der DO Rueda von über 30 Jahre alten Reben – fruchtbetont und zugleich mineralisch. Feinste subtile Fruchtaromatik mit gut eingerahmten Mandeltönen und weißem Pfirsich in Duft und Geschmack, knackig und frisch.


Rueda / Kastilien-León

Die DO Rueda ist die spanische Heimat des Verdejo. Der Wein geht auf die Idee des umtriebigen Önologen Isaac Fernández und Juan Manuel García Aparicio zurück, einen eigenen, charaktervollen Verdejo auszubauen. Gefunden wurde dafür ein Wingert mit über 30 Jahre alten Verdejo-Reben; der Debütjahrgang 2008 wurde vom Feinschmecker prompt zum besten Rueda-Weißwein gekürt. Kontinentales Klima und kiesig-sandige Böden prägen den Stil.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Verdejo von alten Reben. Die kühle Vergärung im Edelstahl bewahrt die fruchtbetonte Aromatik, die Frische und die mineralische, bodengeprägte Art des Weins. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Blasses Strohgelb. In der Nase weißer Pfirsich, subtile helle Frucht und gut eingerahmte Mandeltöne, dazu ein typischer Anklang von Fenchel und Kräutern. Am Gaumen knackig und frisch, mineralisch und gut strukturiert, mit sauberem, animierendem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Tapas, Geflügel, Spargel und frischem Käse.


Lage: DO Rueda (Kastilien-León, Spanien); Bodegas Monteabellón (Isaac Fernández)
Klassifikation: DO Rueda – 100 % Verdejo, trocken
Ausbau: kühle Edelstahlgärung (alte Reben, >30 Jahre)

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Spanien

Baynos Blanco de Viura 2021

Weißwein · Rioja · Spanien

Der Baynos Blanco de Viura ist ein reinsortiger Weißwein aus 100 % Viura, gewachsen auf kleinen Parzellen in Baños de Ebro in der Rioja Alavesa. Baynos ist das Rioja-Projekt der Familie García, die mit Bodegas Mauro in Tudela de Duero bekannt wurde. Die Trauben stammen von alten Buschreben auf kargen, kalkhaltig-tonigen Böden. Vergoren wird mit autochthonen Wildhefen, gefolgt von 20 Monaten Reifung in französischer Eiche. Im Glas ein dichter, zugleich straffer Weißwein mit dezenter Holzwürze und reifer Frucht.


Baños de Ebro – Rioja Alavesa

Baños de Ebro liegt auf rund 421 Metern Höhe in der Rioja Alavesa, im Süden vom Ebro und im Norden von der Sierra de Cantabria begrenzt, die das atlantische Klima abmildert. Die alten, im Gobelet erzogenen Buschreben stehen auf kargen, kalkhaltig-tonigen Böden kleiner Parzellen. Bewirtschaftet wird ohne Herbizide und mit Tierzug im Weinberg; die -Zertifizierung ist in Vorbereitung. Ein sehr geringer Ertrag von 3.500 kg pro Hektar sorgt für Konzentration und Tiefe.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Viura. Nach selektiver Handlese startet die alkoholische Gärung mit autochthonen Wildhefen. Anschließend reift der Wein 20 Monate in 228-Liter-Barriques aus französischer Eiche. Die Gesamtproduktion umfasst 4.106 Flaschen und 90 Magnums. Enthält Sulfite.

Im Glas

Im Glas ein tiefes Strohgelb. Die dezenten Eichennoten ergänzen die Frucht, ohne sie zu überdecken: cremig und leicht buttrig, mit gerösteten Haselnüssen, Sauerteigbrot, reifer Birne und weißem Tee. Die Viura bringt die nötige Säure mit, die dem Wein trotz Kraft und Tiefe Frische verleiht. Lang, straff und vielschichtig bis in den Nachhall.

Am Tisch

Klassische Begleitung: gegrillter Fisch, Geflügel, Risotto und gereifter Käse. Der Wein hat Reifepotenzial und entwickelt sich über die nächsten Jahre weiter; vor dem Servieren dekantieren. Serviertemperatur 10–12 °C.


Lage Baños de Ebro, Rioja Alavesa (421 m), karge kalkhaltig-tonige Böden, alte Buschreben
Klassifikation DOCa Rioja (Rioja Blanco)
Ausbau Reinsortiger Viura, Handlese, Spontangärung mit Wildhefen, 20 Monate in französischer Eiche (228 l)

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