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26. Juli 2012

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Kirchenstück Forst GC 2025 BIO Magnum

Weißwein · Forst, Pfalz · Riesling

100 % Riesling Forster Kirchenstück 0,5 ha Anteil 1828 höchstbewertet Spontangärung Magnum 1,5 l, DE-ÖKO-003

Kirchenstück G.C. 2025 in der Magnum kommt aus dem Weinberg, den die königlich-bayerischen Gutachter 1828 als einzigen in der gesamten Pfalz mit der höchsten Punktzahl bewerteten. Knapp vier Hektar misst die Lage, 0,5 Hektar davon gehören Dr. Bürklin-Wolf – die kleinste Position im Grand-Cru-Portfolio des Guts. Im Großformat ist diese Abfüllung entsprechend rar.


Kirchenstück – der Bodenmosaik-Weinberg hinter der Forster Kirche

Der Name ist wörtlich zu nehmen: Die Lage liegt direkt hinter der Kirche von Forst, zwischen 120 und 150 Metern, mit nur geringer Hangneigung, eingefasst von einer niedrigen Sandsteinmauer. Überliefert ist, dass diese Mauer wie der Sandstein des Kirchengebäudes tagsüber Wärme aufnimmt und sie nachts wieder abgibt – ein geschlossener, windgeschützter Raum von wenigen Hektaren, umgeben von den übrigen Forster Berühmtheiten Jesuitengarten, Ungeheuer und Pechstein.

Geologisch fällt das Kirchenstück aus dem Muster der Nachbarlagen, weil es kein einzelnes prägendes Gestein hat. Statt der Basaltdominanz des Pechsteins oder des Kalkriffs in Deidesheim liegt hier ein Mosaik: Buntsandsteinverwitterungsböden, sandige Tonböden, sandige Lehmböden, stellenweise Kalksteingeröll und Basalt – alles auf sehr kleiner Fläche. Genau aus dieser Heterogenität kommt die Vielschichtigkeit der Weine. Wo eine Monolage einen klaren, gerichteten Charakter erzeugt, liefert das Kirchenstück eine Überlagerung mehrerer Charaktere gleichzeitig, und das ist der Grund, warum diese Weine jung so wenig preisgeben und über Jahrzehnte immer wieder anders schmecken.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Nach mildem Winter und regenarmem Frühjahr trieben die Reben etwas später aus als im langjährigen Mittel, Spätfrost blieb vereinzelt. Der Sommer war sehr heiß und trocken bei außergewöhnlich niedrigem Pilzdruck – für einen biodynamisch geführten Betrieb ein Jahr ohne Grenzerfahrungen im Pflanzenschutz. Die Beeren blieben klein und konzentrierten sich aromatisch; ab Mitte Juli setzten flächendeckende Niederschläge ein und versorgten die Reben noch einmal. Die Ton- und Lehmanteile im Kirchenstück halten Wasser vergleichsweise gut, was in einem Trockenjahr über die Feinheit der Trauben mitentscheidet.

Anfang September trieb die Hitze die Reife mehrerer Sorten gleichzeitig voran, ab Mitte September brachten Niederschläge stellenweise Botrytis und erzwangen zügiges Lesen der hochreifen Trauben – bei einer Lage, die ohnehin selektiv von Hand gelesen wird, weniger ein Problem als eine Frage des Timings. Um den 23. September war die pfälzische Ernte abgeschlossen, so früh wie selten zuvor. Mengenmäßig fällt 2025 klein aus: rund 1,8 Millionen Hektoliter für das Gebiet, etwa 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, die Erträge vielfach 25 bis 30 Prozent unter Vorjahr. In den Keller kamen kleine Beeren mit hohen Mostgewichten und ausgewogenen Säurewerten.

Spontangärung, Doppelstück und das Magnumformat

Seit Januar 2005 bewirtschaftet Dr. Bürklin-Wolf sämtliche Weinberge biologisch-dynamisch – zertifiziert durch die Kontrollstelle LACON und als erster deutscher Betrieb aufgenommen in die französische Vereinigung SIVCBD mit der Marke Biodyvin. Die rund 85 Hektar in Wachenheim, Forst, Deidesheim und Ruppertsberg bewirtschaftet das Gut ausschließlich selbst, ohne Traubenzukauf. Die gutseigene Pyramide aus Gutsriesling, Ortsriesling, P.C. und G.C. geht auf die Lagenklassifikation von 1828 zurück – jenes Dokument, in dem das Kirchenstück allein an der Spitze steht.

Im Keller bleibt das Verfahren bei allen Grands Crus identisch: selektive Handlese vollreifer Trauben, schonende Kelterung, temperaturkontrollierte Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, danach Ausbau im Doppelstück-Holzfass. Neues Holz kommt nicht zum Einsatz; bei diesem Fassvolumen ist die Holzoberfläche im Verhältnis zur Weinmenge zu klein, um Aroma abzugeben. Die Magnum führt dieses Prinzip auf der Flasche weiter: Bei 1,5 Litern ist das Verhältnis von Sauerstoffeintrag zu Weinmenge kleiner als in der 0,75er, die Entwicklung verläuft langsamer und gleichmäßiger. Bei einem Wein, der ohnehin Jahrzehnte vor sich hat und jung kaum etwas preisgibt, ist das Großformat deshalb die konsequentere Flasche.

Im Glas

Helles Gelb mit grünem Rand. Die Nase gibt jung wenig preis und verlangt Geduld: helle Steinfrucht, Zitrusschale, Quitte, darunter florale und kräutrige Töne, ein feiner Rauch und eine steinige Grundierung, die sich nicht auf ein einzelnes Bild festlegen lässt. Am Gaumen ist der Wein dicht und vielschichtig, ohne je massiv zu wirken – die Substanz des Jahrgangs 2025 trägt, wird aber von einer außerordentlich feinen Textur gebändigt. Die Säure ist reif, präsent und geradlinig, das mineralische Fundament salzig und fest. Der Abgang zieht sich ungewöhnlich lang und wirkt dabei ruhig statt spektakulär. Aus der Magnum ist der Wein in der Jugend noch verschlossener; er baut sich im Glas über eine Stunde und länger auf.

Keine Lage mit einer Stimme, sondern eine mit einem Chor.

Am Tisch

Diese Flasche verträgt keine laute Küche. Gut passen Steinbutt und Seezunge am Stück, Hummer, Bries, Bresse-Poularde mit Trüffel, Kalbsrücken mit heller Sauce, dazu Morcheln und Spargel. Puristisch serviert ist mehr gewonnen als mit komplexen Saucen – der Wein liefert die Vielschichtigkeit selbst. Zum Käse nur gereifter Hartkäse, kein Blauschimmel. Bei 11 bis 12 °C im großen Burgunderglas servieren und die Magnum mindestens eine Stunde vorher karaffieren; jung braucht dieser Riesling Zeit, mehr als jeder andere im Sortiment des Guts.


Lage: Forst a. d. Weinstraße, Kirchenstück (VDP.Große Lage; gutsintern G.C.) – Lage knapp 4 ha, davon 0,5 ha im Besitz des Weinguts; 120–150 m ü. NHN, geringe Hangneigung, unmittelbar hinter der Forster Kirche und von einer niedrigen Sandsteinmauer eingefasst; heterogener Bodenmix aus Buntsandsteinverwitterung, sandigen Ton- und Lehmböden, stellenweise Kalksteingeröll und Basalt; 1828 als einzige Lage der Pfalz mit der höchsten Punktzahl bewertet
Klassifikation: Riesling trocken, Großes Gewächs (VDP.Große Lage); gutsinterne Klassifikation G.C. nach dem Kataster von 1828
Ausbau: Selektive Handlese vollreifer Trauben, schonende Kelterung, temperaturkontrollierte Spontangärung, Ausbau im Doppelstück-Holzfass; Abfüllung in der Magnum (1,5 l); biologisch-dynamische Bewirtschaftung seit Januar 2005, LACON-zertifiziert, Mitglied SIVCBD / Biodyvin / DE-ÖKO-003

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Weine

Weinreich Rosengarten Riesling 2021 BIO

Wein · Weißwein · Rheinhessen · Deutschland

Weinreich Rosengarten Riesling 2021 ist ein biozertifizierter Lagen-Riesling aus der Bechtheimer Einzellage Rosengarten. Auf Lösslehm und Kalkgestein gewachsen, zeigt er reiche Fruchtaromen, mineralische Tiefe und eine konzentrierte, lang am Gaumen spürbare Art – die klare Handschrift einer der besten Bechtheimer Lagen.


Rheinhessen / Bechtheimer Rosengarten

Das Weingut Weinreich (Marc und Jan Weinreich) liegt in Bechtheim im Wonnegau, dem Süden Rheinhessens. Die Einzellage Rosengarten wurde bereits um 1500 als „ym roß garten" urkundlich erwähnt. Ihre Böden aus Lösslehm und Kalkgestein bringen Weine hervor, die reich an Fruchtaromen, konzentriert und lange am Gaumen spürbar sind. Das Gut arbeitet konsequent ökologisch (DE-ÖKO-022).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling, von Hand gelesen. Die Vergärung erfolgt überwiegend spontan mit weinbergseigenen Hefen, ohne Schönungsmittel – eine natürliche Arbeitsweise, die Boden und Herkunft in den Vordergrund stellt. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles bis sattes Gelb. In der Nase reife Frucht – Apfel, Pfirsich und Zitrus – mit klaren mineralischen Noten. Am Gaumen konzentriert und vielschichtig, getragen von der Kalkstein-geprägten Mineralität und einer animierenden, präzisen Säure; langer, nachhaltiger Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als eleganter Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und der feinen Küche.


Lage: Rheinhessen, Einzellage Bechtheimer Rosengarten (Wonnegau, Deutschland); Weingut Weinreich
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Riesling, trocken
Ausbau: Handlese, überwiegend Spontangärung; Böden aus Lösslehm und Kalkgestein
Jahrgang: 2021

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Weine

Cazé-Thibaut Les Leriens 2021 Extra Brut BIO

Der Cazé-Thibaut Les Leriens 2021 Extra Brut kommt aus einer gemischt bepflanzten Lage in Châtillon-sur-Marne: Chardonnay, Meunier und Pinot Noir wachsen dort nebeneinander. Gepresst wird nur der erste, feinste Most.

Im Glas

Feine Perlen. Am Gaumen bewusst karg, salzig und mineralisch, dabei vielschichtig. Er erinnert fast an einen strengen Blanc de Blancs, obwohl zwei rote Sorten drinstecken. Die gebrauchten Fässer geben Struktur, das Holz bleibt leise. Lang und puristisch im Ausklang. Ein echter Charakterkopf.

Mach was draus

Austern, Carpaccio vom Wolfsbarsch, Krabbensalat oder ein gereifter Gruyère. Ein Champagner für Leute, die es pur und präzise mögen. Er ist der Champagner, den du Freunden einschenkst, die glauben, schon alles probiert zu haben. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Ich mag ihn als anspruchsvollen Begleiter zu Meeresfrüchten. Pur zeigt er dir, wie salzig Champagner sein kann.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was heißt gemischt bepflanzt? In der Lage stehen mehrere Rebsorten durcheinander, hier Chardonnay, Meunier und Pinot Noir. Sie werden gemeinsam gelesen und verarbeitet.

Wie viel Dosage hat er? Extra Brut mit nur 1,5 g/l laut Steckbrief, also fast trocken wie ein Brut Nature.

gemischter Satz aus Chardonnay, Meunier und Pinot Noir · Châtillon-sur-Marne · Jahrgang 2021 · nur Erstmost · gebrauchte Fässer · ungeschönt, unfiltriert · Extra Brut, 1,5 g/l Restzucker · Champagne Cazé-Thibaut, Châtillon-sur-Marne · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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Feinkost

Condimento Balsamico BIANCO dolce 0,5 Liter

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Condimento Balsamico Bianco dolce ist ein helles, liebliches Balsamico-Condimento der Acetaia del Casato Bertoni aus Reggio Emilia. Es entsteht aus konzentriertem Traubenmost und Weißweinessig und bleibt dabei hell-golden statt dunkel. Die Konsistenz zeigt eine feine Viskosität, der Geschmack ist süß-säuerlich mit dem passenden Essigsäuregehalt. Ein vielseitiger Begleiter für Salate, Marinaden und helle Gerichte. Hier in der 0,5-Liter-Flasche – die Vorratsgröße für die tägliche Küche.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige und Condimenti her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Für den Bianco wird konzentrierter Traubenmost mit Weißweinessig vermählt; durch die schonende Verarbeitung behält das Condimento seine helle Farbe.

Anbau und Verarbeitung

Konzentrierter Traubenmost wird mit Weißweinessig kombiniert. Anders als der dunkle Nero wird der Most hier schonend verarbeitet, sodass die helle, goldene Farbe erhalten bleibt. Zutaten: Weißweinessig, konzentrierter Traubenmost. Enthält Sulfite.

Geschmack

Hell-goldene Farbe mit feiner Viskosität. Im Geschmack süß-säuerlich ausbalanciert, fruchtbetont und mild, mit dem passend abgestimmten Essigsäuregehalt. Der Abgang bleibt fein und sauber.

Am Tisch

Klassisch für Salate und Marinaden. In Marinaden hebt er den Geschmack von Wild und Geflügel hervor und harmoniert mit süßen, aromatischen Gewürzen. Ebenso gut zu hellem Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst. Kühl und dunkel lagern.

Flaschengröße 0,5 Liter

Die 0,5-Liter-Flasche ist die richtige Wahl, wenn der Balsamico Bianco regelmäßig auf den Tisch kommt – für die tägliche Salatsauce, für Marinaden und zum Verfeinern warmer Gerichte. Gut verschlossen, kühl und dunkel gelagert, hält sich das Condimento lange.

Zum ersten Probieren oder als Mitbringsel gibt es die Sorte auch in der kleineren 0,25-Liter-Flasche.

Häufige Fragen

Was ist ein Condimento Balsamico?
Condimento ist die Bezeichnung für Balsamico-Würzen, die nicht den Regeln der geschützten Herkunftsbezeichnungen „Aceto Balsamico di Modena IGP“ oder „Aceto Balsamico Tradizionale DOP“ unterliegen. Der Hersteller kann Zutaten und Stil frei wählen – beim Bianco von Bertoni für einen milden, lieblichen Geschmack.

Wofür eignet sich der Balsamico Bianco?
Überall dort, wo die Farbe eines Gerichts hell bleiben soll: Salate, Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, Gemüse und Obst.

Wie wird er gelagert?
Gut verschlossen, kühl und dunkel. Balsamico muss nach dem Öffnen nicht in den Kühlschrank.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Condimento Balsamico Bianco dolce (helles, liebliches Balsamico-Condimento)
Inhalt 0,5 Liter
Zutaten konzentrierter Traubenmost, Weißweinessig (enthält Sulfite)
Herkunft Reggio Emilia, Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung konzentrierter Traubenmost mit Weißweinessig, schonend verarbeitet
Mindesthaltbarkeit (MHD) 07.2030

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Länder/Regionen

Lenotti Le Olle Bardolino Superiore

Wein · Rotwein · Bardolino Superiore DOCG · Italien

Lenotti Le Olle Bardolino Superiore ist der etwas andere Bardolino: nach der Amarone-Methode aus teils getrockneten Trauben erzeugt. Kraftvoll, dicht und intensiv, mit getrockneten Früchten und Gewürzen im Duft – weit entfernt vom leichten Bardolino.


Bardolino / Gardasee

Die Cantine Lenotti liegen in Bardolino am Ostufer des Gardasees (Veneto). Die Trauben stammen aus der Lage „La Prà" in den klassischen Hügeln (Classico) auf moränischem, steinigem Boden. Der Name „Le Olle" geht auf antike Tonkrüge (ital. olle) zurück, die im Weinberg ausgegraben wurden.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Corvina (65 %), Rondinella (25 %) und Cabernet Sauvignon (10 %). Ein Teil der Trauben wird nach der Ernte direkt gepresst, ein weiterer Teil zunächst einige Wochen getrocknet (Appassimento, Amarone-Methode), um die Aromen zu konzentrieren. Nach der Gärung mit täglichem Délestage reift der Wein teils im Eichenholzfass, teils im Edelstahl. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes, kräftiges Rot. In der Nase getrocknete Früchte, dunkle Kirsche, Pflaume und Gewürze. Am Gaumen kraftvoll, dicht und vollmundig, mit reifer Frucht, samtiger Struktur und sehr langem, intensivem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren, am besten etwas dekantiert – ein kraftvoller Begleiter für herzhafte Gerichte.

Passt zu: kräftigen Pastagerichten, Schmorbraten, gegrilltem rotem Fleisch, Wild und gereiftem Käse.


Lage: Weinberg „La Prà", Bardolino Classico, Gardasee, Veneto (Italien)
Klassifikation: Bardolino Superiore DOCG Classico – Corvina, Rondinella, Cabernet Sauvignon (trocken)
Ausbau: Appassimento (Amarone-Methode), teils Eichenholzfass, teils Edelstahl

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USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2012

Rotwein · Syrah · Walla Walla Valley · USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2012 ist ein klassisches Beispiel für diese Lage: wild, komplex und vielschichtig, mit Olivenpaste, Kräutern, Holzkohle und Rauch über einem schönen Kern dunkler Frucht – vollmundig und dennoch von leichter, eleganter Textur.


En Chamberlin, Walla Walla Valley

Die Lage En Chamberlin liegt im alten Flussbett des Walla Walla River auf der Oregon-Seite des Tals, im Rocks District of Milton-Freewater. Die Oberschicht aus schluffigem Lehm und runden Basaltkieseln ist nur 30 bis 45 Zentimeter tief; darunter liegen Schichten aus reinem, verdichtetem Kiesel, stellenweise viele Meter mächtig. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit.

Rebsorte und Ausbau

100 % Syrah aus dem Jahrgang 2012. Der Wein reift in großen Fässern aus französischer Eiche mit nur geringem Neuholzanteil, damit die Aromatik der Lage im Vordergrund bleibt.

Im Glas

Dunkles, undurchdringliches Rubin. In der Nase wild und vielschichtig: Olivenpaste, zerriebene Kräuter, Holzkohle und Holzrauch über dunkler Frucht. Am Gaumen vollmundig und reich, mit aufbauendem Tannin und einer leichten, eleganten Textur. Zugänglich, aber mit festem Gerbstoffgriff.

Am Tisch

Jetzt schön trinkreif, mit Potenzial bis etwa 2030. Dekantieren und bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Lamm, Wild, Rind vom Grill und Charcuterie.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Syrah
Jahrgang: 2012
Ausbau: 100 % Syrah; große Fässer aus französischer Eiche, geringer Neuholzanteil

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Rebsorten

Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2019

Rotwein · Langhorne Creek · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Langhorne Creek Reserve Fruit Trees · Main Road Block Drew Noon MW franz. Barrique 2019

Der Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2019 ist die kultige Cabernet-Spitze des Hauses – ein reinsortiger Cabernet aus Langhorne Creek, den Drew Noon zu seinen besten überhaupt zählt. Die Jahrgangsbedingungen passten perfekt zum spät reifenden Cabernet.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon ist ein winziges Kult-Weingut in McLaren Vale, das Drew Noon – einer der wenigen Masters of Wine Australiens – 1996 von seinen Eltern übernahm. Sein Ansatz ist konsequent old school: Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse und minimaler Eingriff im Keller, ungeschönt und ungefiltert.

Während der Eclipse von den estate-eigenen Grenache-Reben in McLaren Vale stammt, kommen die Trauben für die Reserve-Weine aus dem etwas südlicher gelegenen Langhorne Creek – seit dem ersten Reserve Cabernet 1996 stets aus den Blocks Fruit Trees und Main Road des Borrett-Vineyards. Die Reben (gepflanzt 1972) wachsen auf tiefen, alluvialen Lehmböden der Bremer-River-Flutebene, deren gute Wasserspeicherung eine langsame, vollständige Reife ermöglicht. Der 2019er ist eine Assemblage aus 66 % Fruit Trees und 34 % Main Road.

Jahrgang 2019 – Langhorne Creek

Nach einem warmen Start zur Lese kühlte es 2019 ab Anfang März ab, sodass der Cabernet langsam und zur Perfektion ausreifen konnte – das Lesegut war bei der Ernte in tadelloser Gesundheit. Ein Jahrgang, der den spät reifenden Cabernet ideal traf.

Drew Noon selbst sagt zum 2019er: „Der 2019 Reserve Cabernet ist mein Favorit für den Wein des Jahrgangs und möglicherweise unser bester Cabernet überhaupt. Die Jahrgangsbedingungen kamen dem spät reifenden Cabernet wunderbar entgegen, und das Lesegut war bei der Ernte in perfekter Gesundheit." (Verkostungsnotiz: Drew Noon.)

Ausbau

Reinsortiger Cabernet Sauvignon aus dem Jahrgang 2019, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit ständigem Handstampfen zur schonenden Farb- und Tanninextraktion, anschließend Pressung von Hand in der Korbpresse. Reife rund 16 bis 18 Monate in französischen Barriques (225 l), bei einem moderaten Anteil neuer Fässer. Crushen, Gären, Reifen und Abfüllen erfolgen auf dem Gut; ungeschönt und ungefiltert.

Im Glas

Ein vollmundiger, reiner Cabernet im reiferen Noon-Stil, der die Brombeer- und Cassisfrucht über kräutrige Noten stellt: dazu feine Zedernoten und erdig-mineralische Anklänge. Am Gaumen Tiefe und Fülle, dabei mit der typischen Cabernet-Zurückhaltung und Balance, getragen von einem festen, reifen Tannin, das dem langen Abgang Halt und großes Reifepotenzial verleiht.

Mein Favorit für den Wein des Jahrgangs – möglicherweise unser bester Cabernet überhaupt.

Schon jetzt ein Genuss, klassisch zu gegrilltem Lamm, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu char-gegrilltem Lamm, zu rotem Fleisch und Steak, zu Wild sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Langhorne Creek (South Australia, Australien); Borrett-Vineyard, Blocks Fruit Trees (66 %) und Main Road (34 %), tiefe alluviale Lehmböden (Bremer-River-Flutebene), Reben seit 1972
Klassifikation: Langhorne Creek, Cabernet Sauvignon (Reserve), trocken
Ausbau: 100 % Cabernet Sauvignon; Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit Handstampfen, Korbpresse, ~16–18 Monate franz. Barrique; ungeschönt, ungefiltert

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Rebsorten

Le Moine Gevrey Chambertin Cazetieres 1er Cru 2021

Rotwein · Gevrey-Chambertin 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Gevrey-Chambertin 1er Cru Les Cazetiers Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2021

Der Lucien Le Moine Gevrey-Chambertin Les Cazetiers 1er Cru 2021 stammt aus einem der besten und höchstgelegenen Premiers Crus von Gevrey – ein reichhaltiger, gut strukturierter Pinot Noir mit Kraft und Tiefe. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Les Cazetiers – Kraft aus Gevreys Höhen

Les Cazetiers ist eine 8,4 Hektar große Premier-Cru-Lage in Gevrey-Chambertin, ausschließlich mit Pinot Noir bestockt – einer der besten 1ers der Gemeinde, direkt neben dem berühmten Clos Saint-Jacques. Mit einer Oberkante auf rund 370 Metern zählt sie zu den höchstgelegenen Premier-Cru-Standorten Gevreys und des ganzen Burgunds.

Die Böden des steilen, gut dränierten Hangs sind voller kleiner Steine, die die Drainage fördern und Sonnenlicht sowie Wärme reflektieren. Das etwas wärmere Mesoklima begünstigt die Reife. Die Weine sind in der Regel reichhaltig, gut strukturiert und recht tanninbetont – robuste, kraftvolle Pinot Noirs, in der Jugend zugänglicher als die aus dem benachbarten Clos Saint-Jacques.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war an der Côte de Nuits ein klassischer, kühler Jahrgang mit feiner, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und großer aromatischer Präzision. In einer kraftvollen, gut besonnten Lage wie Les Cazetiers ergibt das einen reichhaltigen, strukturierten und zugleich fein gezeichneten Pinot Noir mit kühler Frische und festem, feinkörnigem Tannin – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, Gevrey-Chambertin Les Cazetiers 1er Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom steinigen, gut besonnten Hang von Cazetiers lebt dieser Gevrey: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Der kühle Jahrgang 2021 hält ihn fein und frisch, während das lange Vollhefelager und das neue Holz eine seidige, dichte Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen reichhaltig und kraftvoll, mit festem, feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – robust und zugleich fein gezeichnet.

Dunkle Frucht und würzige Tiefe – reichhaltig und kraftvoll, mit festem, feinkörnigem Tannin und langer Mineralität.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu Rind und Lamm in kräftiger Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Gevrey-Chambertin Les Cazetiers 1er Cru, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); ~8,4 ha, steiler steiniger Hang, Oberkante ~370 m (eine der höchsten 1er-Lagen); neben Clos Saint-Jacques
Klassifikation: Premier Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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