Château Latour 1992 – Bordeaux – Frankreich

Die große Frage, welcher Wein zu welchem Gericht passt, ist leider nicht immer so einfach zu beantworten, insbesondere, wenn auf der einen Seite die Gäste einen Wein mitbringen und auf der anderen Seite das groß angekündigte Gericht sich von seiner doch sehr widerspenstigen, gar zähen Seite in den Mundwinkeln präsentiert. Die Beilagen waren gut, der Wein, obwohl aus einem sogenannten „schwachen“ Jahrgang, perfekt! Nur das Stück Wildschwein hatte einmal wieder den Garzeitpunkt bei weitem überschritten. Der mitgebrachte 1992er Château Latour aus dem Pauillac zeigte dagegen eine perfekte Reife: Cassis, Unterholz, getrocknete Steinpilze und ein Hauch von Moder im Duft. Mundfüllend, zart und elegant, und eine gute unterstützende Säure gab diesem Tropfen auch noch genügend Kraft und Saft, um mehr unter den Lebenden, als unter den Toten zu verweilen. Auch ein wenig Eisen, Liebstöckel und eine leere Zigarrenkiste haben sich nach genug Luftkontakt noch zu den Geschmacksattributen hinzugesellt. Ein wirklich feiner, zarter und eleganter Vertreter seiner Zunft, der auch ohne Essen wunderbar gemundet hätte.

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Portugal

Quinta Do Noval Late Bottled Vintage

Wein · Portwein · Douro · Portugal

Quinta do Noval Late Bottled Vintage stammt aus einem einzigen Jahrgang und reifte mindestens vier Jahre im Fass. Da er unfiltriert abgefüllt wurde, reift er auf der Flasche weiter – ein konzentrierter LBV, der mit dunkler Farbe, viel Extrakt, Länge und intensiver Frucht stark an einen Vintage Port erinnert.


Douro

Quinta do Noval ist eines der traditionsreichsten und angesehensten Portweinhäuser im Douro-Tal. Auf den kargen Schieferterrassen gedeihen die autochthonen Rebsorten für diesen aufgespriteten Süßwein. Der Late Bottled Vintage stammt – wie der Vintage – aus einem einzigen, ausgewählten Jahrgang.

Rebsorten und Ausbau

Cuvée aus autochthonen Douro-Sorten eines einzigen Jahrgangs. Die Gärung wird durch Zugabe von Weinbrand gestoppt, wodurch die natürliche Restsüße erhalten bleibt. Der Wein reift mindestens vier Jahre im Fass und wird unfiltriert abgefüllt, sodass er auf der Flasche weiter reift und an Tiefe gewinnt.

Im Glas

Tiefes, dunkles Rubinrot. In der Nase konzentrierte dunkle Beerenfrucht mit feiner Würze. Am Gaumen süß, dicht und vollmundig, mit viel Extrakt, intensiver Frucht, fein eingebundenen Tanninen und langem Abgang.

Zum Genießen

Vor dem Genuss dekantieren (durch die unfiltrierte Abfüllung bildet sich Depot) und bei 16–18 °C servieren.

Passt zu: Stilton, Roquefort und anderen Edelschimmelkäsen sowie zu Schokoladen- und Nussdesserts.


Lage: D.O.C. Douro / Porto (Portugal); Quinta do Noval
Klassifikation: Late Bottled Vintage (LBV) – aufgespriteter Süßwein, jahrgangsrein, unfiltriert
Ausbau: mind. 4 Jahre Fassreife, unfiltriert abgefüllt (weitere Flaschenreife)

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Länder/Regionen

Markus Schneider Merlot Mon Église 2020

Wein · Rotwein · Pfalz · Deutschland

Markus Schneider Merlot Mon Église 2020 stammt von kleinen Parzellen rund um das Gut, mit Blick auf „unsere Kirche". Ein dichter, samtiger Merlot aus einer ausgesuchten Lage der Pfalz.


Pfalz / Ellerstadt

Das Weingut Markus Schneider ist in Ellerstadt in der Pfalz beheimatet. Die Parzellen für den Mon Église liegen arrondiert um das Gut auf einer winzigen Plateauebene über dem Dorf, angrenzend an die ehemaligen Pfarrgärten, mit Blick auf die Kirche, die dem Wein ihren Namen gibt.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Merlot von ausgesuchten Parzellen rund um das Gut. Der Ausbau stellt die dichte, samtige Frucht und die feine Struktur dieser Lage in den Vordergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase reife dunkle Frucht wie Pflaume und Brombeere, verbunden mit feiner Würze. Am Gaumen dicht und samtig, mit reifem, weichem Tannin, klarer Frucht und einem langen, runden Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; jüngere Flaschen profitieren vom Dekantieren.

Passt zu: Braten, Lamm, Rind, Schmorgerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Pfalz, Ellerstadt – Parzellen rund um das Gut (Deutschland); Weingut Markus Schneider
Klassifikation: Parzellenwein – 100 % Merlot, trocken
Ausbau: fruchtbetont und samtig
Jahrgang: 2020

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Schaumweine

Lointier Champagne Causica Blanc de Noirs Extra Brut 2021

Wein · Champagner · Champagne · Frankreich

Lointier Causica Blanc de Noirs Extra Brut 2021 ist ein Winzerchampagner aus 100 % Pinot Meunier von den ältesten Reben des Guts. Die zarten Perlen steigen sanft auf und formen eine feine, beständige Schaumkrone, die die Frische dieses Blanc de Noirs unterstreicht.


Champagne / Vallée de la Marne

Hélène und Jean-Baptiste Lointier sind ein junges Winzerpaar aus der westlichen Vallée de la Marne (Brasles/Crézancy). Sie bewirtschaften ihre rund drei Hektar biodynamisch, auf Böden aus braunem Kalkstein und Lehm, ohne Herbizide und Insektizide. Der Name „Causica" leitet sich von einer Unterart der Honigbiene ab, deren spezielle Behaarung an die Blätter des Pinot Meunier erinnert.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus 100 % Pinot Meunier von den ältesten Meunier-Reben des Guts. Die Hälfte des Weins reift in gebrauchten Barriques (Holz aus dem eigenen Wald), die andere Hälfte elf Monate in der Amphore. Ohne malolaktische Gärung, ohne Schönung, ohne Filtration; das Hefelager auf der Flasche beträgt mindestens 22 Monate. Mit minimaler Dosage in der Geschmacksrichtung Extra Brut ausgebaut.

Im Glas

Blasses Kupfergold mit feiner, beständiger Perlage. In der Nase reife Äpfel, ein Hauch Zitrus und dezente florale Noten, unterlegt von Biskuit, Pfirsichcreme und einer würzig-rauchigen Spur. Am Gaumen eine ausgewogene Balance aus präziser Säure und sanfter, cremiger Textur, mit feiner roter Beerenfrucht und griffigem, lang anhaltendem Abgang.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als charaktervoller Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Austern und Meeresfrüchten, Fisch, Geflügel und feinem Fingerfood.


Lage: Champagne, westliche Vallée de la Marne (Brasles/Crézancy, Frankreich); Hélène & Jean-Baptiste Lointier
Klassifikation: Champagne – Blanc de Noirs, 100 % Pinot Meunier, Extra Brut
Ausbau: 50 % gebrauchte Barrique / 50 % Amphore (11 Monate); ohne Malo, Schönung und Filtration; mind. 22 Monate Hefelager; biodynamisch
Jahrgang: 2021

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Weine

Ruppert-Leroy Champagne Martin Fontaine Brut Nature BIO

Champagner · Côte des Bar · Chardonnay · Brut Nature · Bio

Ruppert-Leroy Martin Fontaine Brut Nature ist ein Einzellagen-Champagner aus 100 % Chardonnay aus Essoyes an der Côte des Bar. Bénédicte Ruppert und Emmanuel Leroy stehen für einen eigenständigen, handwerklichen Weg, fernab des standardisierten Champagnerstils. Ohne Dosage abgefüllt, zeigt er Präzision, Spannung und Tiefe. Im Glas klar, salzig und mineralisch.


Essoyes (Côte des Bar)

Ruppert-Leroy bewirtschaftet rund vier Hektar in Essoyes an der Côte des Bar, dem südlichen Teil der Champagne, auf kalk- und mergelhaltigen Böden. Die Arbeit erfolgt konsequent biologisch und biodynamisch, mit intensiver Handarbeit, um die natürliche Bodenaktivität und gesunde Reben zu fördern, die ihr Terroir unverfälscht widerspiegeln.

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay (Blanc de Blancs). Die Moste vergären spontan mit natürlichen Hefen, der Ausbau erfolgt überwiegend im Holz, gefolgt von langem Hefelager. Auf Schönung, Filtration und Dosage wird verzichtet; Schwefel kommt, wenn überhaupt, nur in minimalen Mengen zum Einsatz.

Im Glas

Helles Gold mit natürlicher, feiner Perlage. Die Aromatik zeigt eine klare, salzige Mineralität und eine kühle, feine Frucht. Am Gaumen stehen Struktur, Textur und Länge im Vordergrund – präzise, spannungsgeladen und tief statt vordergründig opulent. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, Meeresfrüchte, Fisch und feine Vorspeisen.


Lage: Martin Fontaine, Essoyes, Côte des Bar (Champagne); Kalk/Mergel
Klassifikation: Champagne AOC – Brut Nature, Blanc de Blancs (Einzellage)
Ausbau: 100 % Chardonnay, Spontangärung, überwiegend Holz, langes Hefelager, ohne Dosage

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Spanien

Jade Gross Chiguita 2025

Weißwein · Rioja · Garnacha Blanca / Tempranillo Blanco / Viura / Malvasía

Garnacha Blanca / Tempranillo Blanco / Viura / Malvasía DOCa Rioja Jade Gross 6 Monate Feinhefe · Bâtonnage nur 2.980 Flaschen 2025

Der Jade Gross Chiguita Blanco 2025 ist bereits der fünfte Jahrgang dieser Cuvée und zeigt die elegante, moderne Seite der weißen Rioja-Weine – ein Zusammenspiel aus Frische, mineralischer Präzision und feiner Textur.


Chiguita Blanco – ein Weiß-Blend aus vier Lagen

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Die Cuvée vereint Garnacha Blanca, Tempranillo Blanco, Viura und Malvasía. Viura und Garnacha Blanca stammen von kalkhaltigen Tonböden rund um Labastida und verleihen dem Wein Struktur, mineralische Spannung und Tiefe. Der jüngste Bestandteil der Assemblage, Tempranillo Blanco, wächst im Tal Alto de Najerilla und bringt eine ausgeprägte Fruchtkomponente in den Blend. Die hochgelegenen Parzellen mit Malvasía aus Rivas de Tereso sorgen schließlich für Frische und eine fast knackige Textur im finalen Wein.

Jahrgang 2025 – Rioja

Das Jahr 2025 war in der Rioja von ungewöhnlich hoher Luftfeuchtigkeit geprägt, wodurch der Kampf gegen den Echten Mehltau im späten Frühjahr und Sommer zu einer ständigen Herausforderung wurde. Trotz der schwierigen Bedingungen konnten gesunde, lockerbeerige Trauben gelesen werden – auch wenn die Erträge deutlich geringer ausfielen und die Produktionsmenge entsprechend begrenzt ist.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Garnacha Blanca, Tempranillo Blanco, Viura und Malvasía, Jahrgang 2025, trocken.

Die Trauben wurden über einen Zeitraum von etwa einer Woche jeweils zum optimalen Reifezeitpunkt von Hand gelesen und separat verarbeitet. Nach einer kühlen Vorklärung wurden die Moste getrennt in 500-Liter-Fässer aus französischer Eiche sowie in einen Flextank überführt. Der Ausbau erfolgte über sechs Monate auf der Feinhefe, begleitet von regelmäßiger Bâtonnage, wodurch der Wein zusätzliche Struktur, Cremigkeit und aromatische Tiefe erhält. Gesamtproduktion: 2.980 Flaschen.

Im Glas

Ein Zusammenspiel aus Frische, mineralischer Präzision und feiner Textur: helle, gelbe Frucht und florale Noten treffen auf eine klare mineralische Spannung und eine cremige, von der Bâtonnage getragene Struktur. So zeigt der Chiguita Blanco die elegante und moderne Seite der weißen Rioja-Weine.

Die elegante und moderne Seite der weißen Rioja-Weine – Frische, mineralische Präzision und feine Textur.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Reisgerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: DOCa Rioja (Spanien); Viura und Garnacha Blanca aus Labastida (kalkhaltige Tonböden), Tempranillo Blanco aus Alto de Najerilla, Malvasía aus Rivas de Tereso (Höhenlage)
Klassifikation: DOCa Rioja blanco (trocken); nur 2.980 Flaschen
Ausbau: separate Lese und Verarbeitung, kühle Vorklärung; 6 Monate auf der Feinhefe mit Bâtonnage in 500-l-Fässern (franz. Eiche) und Flextank; handwerklich

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Spirituosen

Grasovka Bison Brand Vodka 1,00 Liter

Vodka bewegt sich meist in einer äußerst feinen geschmacklichen Sphäre und hinterlässt im Gaumen kaum einen bleibenden Eindruck. Ganz anders der LION's Vodka - er will sich gar nicht als rein neutrales Destillat präsentieren. Vielmehr das ursprüngliche Aroma seiner eingesetzten Rohstoffe zu erhalten, war die erklärte Losung unserer genussgeleiteten Destillateure. Dabei stand vor allem das Getreide - der wichtigste Baustein eines guten Vodkas - in unserem Blickfeld. Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel, allesamt aus rein biologischen Anbau, sind im LION'S Vodka enthalten und sollten auch prägnant hervortreten. Und kraftstrotzend mit eines „Löwen's“ Aura geht auch der LION'S Vodka mit seinen markanten, den Geschmack hebenden, 42% vol einher. Text: The Duke DE-ÖKO-007

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Länder/Regionen

Fratelli Revello Barolo 2021

Rotwein · Barolo DOCG · Nebbiolo

Nebbiolo Barolo DOCG Annunziata (La Morra) Revello Fratelli Kalk-Ton-Boden Reben 1960–2000 24 Monate franz. Barrique 2021

Der Revello Fratelli Barolo 2021 DOCG ist der klassische Gemeinde-Barolo des Hauses – aus Nebbiolo-Reben in der Frazione Annunziata bei La Morra. Ein eleganter, fein strukturierter Barolo, der den parfümierten, harmonischen Stil von La Morra verkörpert.


Barolo aus La Morra – der Annunziata-Stil

Die Trauben stammen aus rund 2,3 Hektar Weinbergen in der Frazione Annunziata in La Morra – mit südöstlicher (250 m) und südwestlicher Ausrichtung (260 m). Die Nebbiolo-Reben wurden zwischen 1960 und 2000 gepflanzt und wurzeln in kalk- und tonhaltigen Böden, die in La Morra für besonders parfümierte, feingliedrige und elegante Baroli stehen.

La Morra gilt als die Gemeinde der zugänglicheren, aromatisch offenen und harmonischen Barolo-Stilistik – ein Kontrast zu den straffen, kraftvollen Weinen aus Serralunga oder Monforte. Der bewusst moderate Ertrag von 6,0 bis 7,0 t pro Hektar sorgt für Konzentration und Tiefe.

Jahrgang 2021 – Barolo

2021 gilt im Barolo als klassischer, hochwertiger Jahrgang: Ein kühleres, ausgeglichenes Jahr brachte Nebbioli mit klarer, frischer Frucht, feiner Säurespannung und präziser, fein gewobener Tanninstruktur. Aus den Annunziata-Lagen in La Morra ergibt das einen eleganten, harmonischen Barolo mit Tiefe, Frische und großem Reifepotenzial. Die Lese erfolgte Mitte Oktober.

Vinifizierung und Ausbau

Reinsortiger Nebbiolo aus dem Jahrgang 2021, Barolo DOCG, trocken.

Die Maischegärung erfolgt in horizontalen Rotationsfermentern über etwa sechs bis acht Tage mit den Traubenschalen, gefolgt von einer alkoholischen Gärung in Edelstahltanks über rund 10 bis 15 Tage; auch die malolaktische Gärung findet im Stahl statt. Anschließend reift der Wein 24 Monate in französischen Barriques, davon 20 % neu und 80 % gebraucht. Abfüllung im Juli des Jahres vor der Verkaufsfreigabe, Verkauf im März des vierten Jahres nach der Ernte.

Im Glas

Aus den kalk-tonigen Annunziata-Lagen lebt dieser Barolo vom parfümierten La-Morra-Stil: rote Frucht wie Kirsche und Himbeere, dazu die sortentypische florale Note von Rose und Veilchen, untermalt von Leder, Teer und feiner Würze. Der überwiegend gebrauchte Barrique-Ausbau bindet das Holz dezent ein und lässt der Frucht den Vortritt. Am Gaumen elegant und fein strukturiert, mit feinkörnigem, gut eingebundenem Tannin, lebendiger Säure und einem langen, harmonischen Nachhall.

Rote Frucht, Rose und Veilchen, Leder und feine Würze – elegant und fein strukturiert, mit feinkörnigem Tannin und langem, harmonischem Nachhall.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Gutes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 17–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem Rind (Brasato al Barolo), zu Wild und Wildgeflügel, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Weinberge in der Annunziata, La Morra (Piemont, Italien); ca. 2,3 ha, Südost- (250 m) und Südwest-Ausrichtung (260 m); Kalk-Ton-Boden; Reben 1960–2000
Klassifikation: Barolo DOCG, Nebbiolo (trocken)
Ausbau: Maischegärung in Rotationsfermentern (6–8 Tage), Gärung in Edelstahl (10–15 Tage), Malo in Stahl; 24 Monate französische Barriques (20 % neu, 80 % gebraucht)

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Länder/Regionen

Shangri La Ao Yun 2020

Rotwein · Yunnan · China

Cabernet Sauvignon 60 % Cab Franc 18 % · Merlot 10 % Syrah 6 % · Petit Verdot 6 % Yunnan, China 2.200–2.600 m Höhe 12 Monate Holz & Steingut

Der Ao Yun 2020 ist der Icon-Wein der Shangri-La Winery, eines Weingutsprojekts des Luxuskonzerns LVMH (Moët Hennessy) im Norden der chinesischen Provinz Yunnan. Die Weinberge liegen im Vorland des Himalaya auf rund 2.200 bis 2.600 Metern Höhe – der Name Ao Yun bedeutet „über den Wolken fliegen". Vorbild ist Bordeaux: ein Cabernet-geprägter Rotwein aus einem Terroir, das es so kein zweites Mal gibt. Der erste Jahrgang kam 2013 auf den Markt.


Yunnan – Vorland des Himalaya

Die Reben wachsen in vier abgelegenen Bergdörfern – Adong, Xidang, Sinong und Shuori – am Fuß des heiligen Meili-Massivs, beidseits des Mekong. Auf 2.200 bis 2.600 Metern Höhe sorgen große Tag-Nacht-Unterschiede und ein zwischen Bordeaux und Napa liegendes Klima für eine langsame Reife. Ursprünglich brachten französische Missionare im 19. Jahrhundert Cabernet in die Region. China kennt kein europäisches Herkunftssystem; der Wein wird der Provinz Yunnan zugeordnet.

Assemblage und Ausbau

Der Jahrgang 2020 ist eine Cuvée aus 60 % Cabernet Sauvignon, 18 % Cabernet Franc, 10 % Merlot, 6 % Syrah und 6 % Petit Verdot. Der Wein reift rund zwölf Monate – etwa zu je 30 % in neuen und gebrauchten französischen Barriques, der Rest in Steingut-Amphoren. Verantwortlich ist der Bordelaiser Önologe Maxence Dulou. Nur ein Teil der Ernte gelangt in die finale Assemblage.

Im Glas

Klare, glänzende Farbe, weniger dunkel und dicht als viele Neue-Welt-Weine. Das Bukett wird zunächst von Cassis dominiert; mit Luft kommen Pfefferminz, Brombeere, Zartbitterschokolade sowie Anklänge von Rauch und Kaminholz hinzu. Am Gaumen ein kräftiges Tanningerüst – die Gerbstoffe sind reif und von schwarzer Johannisbeere unterlegt. Voll und opulent im Mund, mit langem Abgang. Mit Luftkontakt wird der Wein weicher und zugänglicher.

Am Tisch

Vor dem Servieren großzügig dekantieren; bei 17–18 °C zeigt er sich am offensten. Klassische Begleitung: kräftiges rotes Fleisch, Lamm, Wild, Schmorgerichte und reifer Hartkäse. Der 2020 hat Lagerpotenzial und entwickelt sich über die nächsten ein bis zwei Jahrzehnte weiter.



Herkunft: Yunnan, China (Vorland des Himalaya, 2.200–2.600 m)
Ausbau: ca. 12 Monate, französische Barriques & Steingut-Amphoren

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