Ein Abend in einem baskischen Kochclub ist für Nicht- Mitglieder sicherlich immer etwas Besonderes. An diesem Freitag Abend gab es einfache, aber dennoch überragende Gerichte. Das Geheimnis sind schlicht und einfach die Zutaten, und diese wurden meisterhaft in Szene gesetzt. Der Tomaten-Zwiebelsalat mit gutem Olivenöl schmeckte wie von einem anderen Stern; der Bonito-Tomaten-Paprika-Zwiebel-Salat stand dem in nichts nach und die gegrillte Ventresca gehörte in dieser Art und Weise schlicht zu der besten meines Lebens. Was aber mal wieder noch mehr beeindruckte als das sehr, sehr gute Mahl, war die Freundlichkeit und der Zusammenhalt der hier anwesenden Menschen. Hier wird diskutiert, lamentiert, gelacht, erklärt und zugehört. Kochen und Essen verbindet und lässt Menschen durch ein gemeinsames Interesse an ein und demselben Ereignis zusammen rücken. Man erfährt Zuspruch für das Produzierte, somit Bestätigung für sein Wirken, in einer natürlichen Umgebung. Man erfährt Neues, kann sich austauschen, aber auch einmal Luft ablassen. Ein Gemeinsinn, der für Körper, Geist und Seele nur Gutes bereit hält und der einen selber stark über die neue, immer egoistischer werdende Gesellschaft mit all ihrem schön verpackten, sinnentleerten Fast Food nachgrübeln lässt.
Gegrillte Paprika aus Gernika.
Zum Abschluss gibt es immer einen Gin Tonic (mit Spezial Limette aus Getaria!)







