Baskischer Kochclub in Zarautz.

Ein Abend in einem baskischen Kochclub ist für Nicht- Mitglieder sicherlich immer etwas Besonderes. An diesem Freitag Abend gab es einfache, aber dennoch überragende Gerichte. Das Geheimnis sind schlicht und einfach die Zutaten, und diese wurden meisterhaft in Szene gesetzt. Der Tomaten-Zwiebelsalat mit gutem Olivenöl schmeckte wie von einem anderen Stern; der Bonito-Tomaten-Paprika-Zwiebel-Salat stand dem in nichts nach und die gegrillte Ventresca gehörte in dieser Art und Weise schlicht zu der besten meines Lebens. Was aber mal wieder noch mehr beeindruckte als das sehr, sehr gute Mahl, war die Freundlichkeit und der Zusammenhalt der hier anwesenden Menschen. Hier wird diskutiert, lamentiert, gelacht, erklärt und zugehört. Kochen und Essen verbindet und lässt Menschen durch ein gemeinsames Interesse an ein und demselben Ereignis zusammen rücken. Man erfährt Zuspruch für das Produzierte, somit Bestätigung für sein Wirken, in einer natürlichen Umgebung. Man erfährt Neues, kann sich austauschen, aber auch einmal Luft ablassen. Ein Gemeinsinn, der für Körper, Geist und Seele nur Gutes bereit hält und der einen selber stark über die neue, immer egoistischer werdende Gesellschaft mit all ihrem schön verpackten, sinnentleerten Fast Food nachgrübeln lässt.

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baskischer_kochclub_zarautz_1Tomaten-Zwiebel Salat.

baskischer_kochclub_zarautz_2Gegrillte Paprika aus Gernika.

baskischer_kochclub_zarautz_10Bonito Salat.

baskischer_kochclub_zarautz_3Ventresca Thunfisch Salat.

baskischer_kochclub_zarautz_4Landrührei mit Steinpilzen.

baskischer_kochclub_zarautz_6Ventresca auf dem Grill.

baskischer_kochclub_zarautz_7Ventresca.

baskischer_kochclub_zarautz_8Bonito.

baskischer_kochclub_zarautz_9Zum Abschluss gibt es immer einen Gin Tonic (mit Spezial Limette aus Getaria!)

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Spanien

Jade Gross Piano, piano 2024

Rotwein · Rioja · Tempranillo

Tempranillo DOCa Rioja Laliende · San Vicente de la Sonsierra alte Buschreben (~40 J.) Jade Gross 12 Monate franz. Eiche nur 2.330 Flaschen 2024

Der Jade Gross Piano, piano 2024 ist der erste Wein, den Jade zu Beginn ihres Projekts erzeugte – „piano, piano", italienisch für „langsam, langsam". Der Jahrgang 2024 markiert bereits die sechste Cuvée aus dieser Parzelle: ein kräftiger Roter, der nie speckig wirkt, mit schönem Entwicklungsspiel und großem Lagerpotenzial.


Piano, piano – langsam gewachsene Handarbeit

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ein zentraler Gedanke des Projekts ist die enge Zusammenarbeit mit lokalen Traubenlieferanten: Dieser Wein ist das Ergebnis einer langfristigen Kooperation, in der durch gemeinsames Lernen, Experimentieren und verbesserte Weinbergsarbeit Schritt für Schritt ein authentischer Ausdruck des jeweiligen Ortes entsteht.

Die Trauben stammen aus einem einzigen, gemischt bepflanzten Weinberg in Laliende bei San Vicente de la Sonsierra. Die rund 40 Jahre alten Buschreben wachsen auf alluvialen Böden in etwa 450 Metern Höhe. Da der Weinberg nicht durch umliegende Berge geschützt ist, prägen Sommerhitze und steinige Böden das Mikroklima. Dadurch verläuft die Vegetationsperiode relativ kurz, weshalb diese Parzelle in der Regel zu den ersten gehört, die gelesen werden.

Jahrgang 2024 – Rioja

Die Trauben wurden am 19. September 2024 von Hand gelesen – früh, wie für diese sonnenexponierte Parzelle typisch. Der Jahrgang zeigt einen kräftigen, zugleich frischen Roten mit südländischen Gewürznoten und einem schönen Säurebogen, der für Druck und Länge am Gaumen sorgt.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Rund 30 % der Trauben wurden als ganze Trauben vergoren, bevor die Gärung in offenen Gärbehältern stattfand. Anschließend reifte der Wein 12 Monate in französischen Eichenfässern, überwiegend in 500-Liter-Fässern. Handwerklich, mit autochthonen Hefen. Gesamtproduktion: 2.330 Flaschen.

Im Glas

Saftige rote und dunkle Frucht, dazu südländische Gewürznoten, während ein schöner Säurebogen für Druck und Länge am Gaumen sorgt. Ein kräftiger Roter, der dennoch nie speckig wirkt, mit einem schönen Entwicklungsspiel im Glas und großem Lagerpotenzial.

Ein kräftiger Roter, der dennoch nie speckig wirkt – mit schönem Entwicklungsspiel und großem Lagerpotenzial.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit deutlichem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Lamm und Ibérico-Schwein, zu kräftigen Eintöpfen sowie zu gereiftem Manchego.


Lage: DOCa Rioja, Laliende bei San Vicente de la Sonsierra (Spanien); einzelner gemischt bepflanzter Weinberg, ~40 J. alte Buschreben, alluviale Böden, ~450 m
Klassifikation: DOCa Rioja, Tempranillo (trocken); nur 2.330 Flaschen
Ausbau: ~30 % Ganztrauben, Gärung in offenen Behältern; 12 Monate französische Eiche (überwiegend 500 l); handwerklich, autochthone Hefen

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Rebsorten

Thomas Morey Chassagne-Montrachet Les Embrazées 1er Cru 2023

Weißwein · Chassagne-Montrachet 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet 1er Cru Les Embrazées Côte de Beaune 2023

Der Thomas Morey Chassagne-Montrachet Les Embrazées 1er Cru 2023 ist ein facettenreicher, sehr mineralischer Chardonnay aus einer exponierten Lage am Südwestrand von Chassagne – dicht, frisch und lange lagerfähig.


Les Embrazées – exponierte Lage an der Grenze zu Santenay

Les Embrazées ist ein Premier-Cru-Weinberg am südwestlichen Ende von Chassagne-Montrachet an der Grenze zu Santenay. Die Lage ist überwiegend mit Chardonnay bepflanzt, nur ein kleiner Anteil entfällt auf Pinot Noir. Die Böden dieser exponierten Lage sind eine Mischung aus weißem Ton-Mergel und Kalkstein.

Thomas Morey bewirtschaftet hier eine 1961 angepflanzte Chardonnay-Parzelle. Knackige Mineralität, Vielschichtigkeit, große Dichte und langes Lagerpotenzial sind die herausragenden Eigenschaften dieser Weine.

Burgund 2023 – Harmonie, Frische und Klasse

Der Jahrgang 2023 im Burgund zeigt sich als außerordentlich gelungen und überzeugt sowohl in Bezug auf Qualität als auch endlich einmal wieder auf die Menge. Nach einem milden Winter folgte ein Frühling mit kühlen und feuchten Bedingungen, immer wieder durchbrochen von warmen Tagen; eine intensive Hitzewelle im August beschleunigte die Reife und konzentrierte die Aromen, bevor der Regen Mitte September für zusätzliche Balance sorgte.

Die Weißweine des Jahrgangs 2023, insbesondere Chardonnay und Aligoté, präsentieren sich reif, aromatisch und sehr ausgewogen, mit intensiven Fruchtnoten von Birne, Pfirsich und weißer Aprikose. In ihrer noch jungen Phase zeigen sie sich ausgesprochen harmonisch und von ihrer klassischen Seite – Frische, Reife und Struktur auf beeindruckende Weise vereint.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Spontangärung mit eigenen, indigenen Hefen in einer Kombination aus neutralem Fass und Tank, natürliche malolaktische Gärung, Reife auf der Feinhefe ohne Bâtonnage – in klassischen 350-Liter-Fässern über 16 bis 18 Monate. Der Neuholzanteil beträgt rund 20 %; geschwefelt wird minimal. Eine puristische, terroirbetonte Vinifikation.

Im Glas

Facettenreich, frisch und sehr mineralisch – mit knackiger Mineralik und großer Dichte. Ein klar konturierter, präziser Chassagne von beeindruckender Tiefe, der seine Stärke aus der Höhenlage und den alten Reben zieht.

Knackige Mineralik, Vielschichtigkeit und Dichte – Les Embrazées ist ein langlebiger Chassagne mit Thomas Moreys präziser Handschrift.

Schon jetzt zugänglich, mit deutlichem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Jakobsmuscheln, zu gebratenem Fisch (Steinbutt, Seezunge), zu Geflügel oder Poularde in Rahmsauce sowie zu jungem Comté oder gereiftem Ziegenkäse.


Lage: Chassagne-Montrachet 1er Cru Les Embrazées, Côte de Beaune (Frankreich); südwestlich an der Grenze zu Santenay, weißer Ton-Mergel und Kalkstein; Parzelle von 1961
Klassifikation: Chassagne-Montrachet 1er Cru AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ~20 % Neuholz, neutrales Fass/Tank, 350-L-Fässer, 16–18 Monate, Feinhefe ohne Bâtonnage; minimaler Schwefel

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Australien

Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2014

Rotwein · Langhorne Creek · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Langhorne Creek Reserve Main Road · Fruit Trees Block Drew Noon MW franz. Barrique 2014

Der Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2014 ist die kultige Cabernet-Spitze des Hauses – ein reinsortiger Cabernet aus Langhorne Creek im reiferen Stil, vollmundig und doch nicht überladen, mit reifer Cassis, feinen Zedernoten und samtigen Tanninen.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon ist ein winziges Kult-Weingut in McLaren Vale, das Drew Noon – einer der wenigen Masters of Wine Australiens – 1996 von seinen Eltern übernahm. Sein Ansatz ist konsequent old school: Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse und minimaler Eingriff im Keller, ungeschönt und ungefiltert.

Während der Eclipse von den estate-eigenen Grenache-Reben in McLaren Vale stammt, kommen die Trauben für die Reserve-Weine aus dem etwas südlicher gelegenen Langhorne Creek – seit dem ersten Reserve Cabernet 1996 stets aus den Blocks Main Road und Fruit Trees des Borrett-Vineyards. Die Reben (gepflanzt 1972) wachsen auf tiefen, alluvialen Lehmböden der Bremer-River-Flutebene, deren gute Wasserspeicherung eine langsame, vollständige Reife ermöglicht.

Jahrgang 2014 – Langhorne Creek

Der Reserve Cabernet ist bewusst ein reiferer Cabernet-Stil, der die Brombeer- und Cassisfrucht über kräutrige Noten stellt. Der 2014er zeigt diese Handschrift mustergültig: vollmundig und reich, dabei mit der typischen Cabernet-Zurückhaltung und Balance – kein überladener, sondern ein geschliffener, langlebiger Wein.

Ausbau

Reinsortiger Cabernet Sauvignon aus dem Jahrgang 2014, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit ständigem Handstampfen zur schonenden Farb- und Tanninextraktion, anschließend Pressung von Hand in der Korbpresse. Reife rund 16 bis 18 Monate in französischen Barriques (225 l), bei einem moderaten Anteil neuer Fässer. Crushen, Gären, Reifen und Abfüllen erfolgen auf dem Gut; ungeschönt und ungefiltert.

Im Glas

In der Nase ein Hauch Minze bzw. Eukalyptus, dazu Schichten überreifer Cassisfrucht und dezente Zedernoten. Am Gaumen vollmundig, aber nicht überladen, mit der typischen Cabernet-Zurückhaltung trotz aller Fülle und Wucht. Die Tannine hinterlassen einen samtigen Eindruck und geben dem langen Abgang eine herzhafte Kante und eine gewisse Eleganz.

Vollmundig, ohne überladen zu sein – reife Cassis, Zeder und samtige Tannine.

Schon jetzt ein Genuss, klassisch zu gegrilltem Lamm, lässt sich aber gut zehn Jahre und länger lagern; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu char-gegrilltem Lamm, zu rotem Fleisch und Steak, zu Wild sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Langhorne Creek (South Australia, Australien); Borrett-Vineyard, Blocks Main Road und Fruit Trees, tiefe alluviale Lehmböden (Bremer-River-Flutebene), Reben seit 1972
Klassifikation: Langhorne Creek, Cabernet Sauvignon (Reserve), trocken
Ausbau: 100 % Cabernet Sauvignon; Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit Handstampfen, Korbpresse, ~16–18 Monate franz. Barrique; ungeschönt, ungefiltert

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Weine

Etienne Sauzet Montrachet Grand Cru 2022 BIO

Weißwein · Montrachet Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Le Montrachet · Grand Cru Puligny-/Chassagne-Montrachet 255–270 m · SO-Lage 2022 · Bio (FR-BIO-01)

Der Montrachet Grand Cru 2022 der Domaine Etienne Sauzet stammt von Le Montrachet, einer der größten Weißweinlagen der Welt. Dieser Chardonnay vereint Intensität, Finesse und Komplexität – mit reifer Birne, Orangenöl, Minze, Muskatnuss und zarten Blüten. Ein rarer, kostbarer Wein.


Le Montrachet – der Gipfel des weißen Burgunds

Le Montrachet ist als Grand Cru klassifiziert und liegt in den Gemeinden Puligny-Montrachet und Chassagne-Montrachet an der Côte de Beaune. Mit rund 8 Hektar ist die Appellation klein; ihre Größe wird durch die Qualität mehr als aufgewogen. Die südöstliche Ausrichtung und die Höhenlage zwischen 255 und 270 Metern sorgen für viel Sonne und gute Belüftung.

Le Montrachet gilt als Herkunft der größten trockenen Chardonnays der Welt. Die Domaine Etienne Sauzet (gegründet 1903, ansässig in Puligny-Montrachet) bewirtschaftet hier eine winzige Parzelle.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Energie – ein gehaltvoller Jahrgang, der die Tiefe dieses Grand Cru trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, biologisch (FR-BIO-01).

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate und gibt dem Wein Tiefe und Textur.

Im Glas

Ein Chardonnay von großer Intensität, Finesse und Komplexität. In der Nase reife Birnen, Orangenöl, frische Minze, Muskatnuss und zarte Blüten. Am Gaumen tief und vielschichtig, mit feinem Schmelz, klarer Säure und sehr langem Abgang.

Reife Birne, Orangenöl und Minze über tiefer, vielschichtiger Struktur – einer der größten weißen Burgunder.

Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Hummer und Langustinen, edler Fisch in heller Sauce, Bresse-Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für den ganz großen Anlass.


Lage: Le Montrachet, Puligny-Montrachet / Chassagne-Montrachet (Côte de Beaune); SO-Lage, 255–270 m, ~8 ha
Klassifikation: Montrachet Grand Cru; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

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Länder/Regionen

Sottimano Barbaresco Pajoré 2021 DOCG

Rotwein · Barbaresco DOCG · Nebbiolo

Nebbiolo Barbaresco DOCG Cru Pajoré (Treiso) alte Reben (40–50 J.) Sottimano sehr lange Maische nur 6.000 Flaschen 2021

Der Sottimano Barbaresco Pajoré 2021 stammt aus der renommierten Treiso-Lage Pajoré – ein kühler, puristischer Cru-Nebbiolo, der weniger auf Opulenz als auf Präzision, Mineralität und Langlebigkeit setzt. Straff und spannungsvoll, mit ausgeprägter Salzigkeit und exakt gezeichneten Tanninen.


Pajoré – kühle Strenge aus Treiso

Sottimano in Neive zählt zu den Top-Adressen des Barbaresco. Das Familienweingut – von Rino Sottimano ab Ende der 1960er aufgebaut, heute von Andrea und seinen Geschwistern geführt – arbeitet seit über vierzig Jahren und konsequent traditionell: Spontangärung mit wilden Hefen, sehr lange Maischestandzeiten, Ausbau im Holz, ungeschönt und ungefiltert.

Die Trauben für diesen Barbaresco stammen aus der renommierten Lage Pajoré in Treiso. Die nur 1,5 Hektar große Parzelle ist von hellen, weißen Böden geprägt und mit 40 bis 50 Jahre alten Reben bestockt. Pajoré ist bekannt für seine eher kühle, strenge Stilistik, die weniger auf Opulenz als auf Präzision, Mineralität und Langlebigkeit setzt. Die Produktion ist auf rund 6.000 Flaschen begrenzt.

Jahrgang 2021 – Barbaresco

2021 gilt im Piemont als herausragender, klassischer Nebbiolo-Jahrgang von großer Präzision: kühl geprägt, mit feiner Frucht, lebendiger Säure und einer festen, edlen Tanninstruktur. In der hochgelegenen Lage Pajoré in Treiso ergibt das einen besonders straffen, mineralischen und langlebigen Wein.

Ausbau

Reinsortiger Nebbiolo aus dem Jahrgang 2021, Barbaresco DOCG, trocken.

Nach sorgfältiger Selektion erfolgt die alkoholische Gärung spontan mit natürlichen Hefen. Der Wein verbringt außergewöhnlich lange Zeit auf der Maische, wobei die Gärung unter untergetauchtem Tresterhut bis zum 20. Januar 2022 andauerte – eine der längsten Maischestandzeiten des Weinguts. Anschließend reift der Wein im Holz, wo auch die malolaktische Gärung stattfindet. Eine weitere Flaschenreife von etwa einem Jahr verleiht dem Barbaresco zusätzliche Tiefe und Ausdruck.

Im Glas

In der Nase zeigt sich der Wein klar und fokussiert, mit Noten von Gewürzen, Tabak und einer kühlen, steinigen Mineralität. Am Gaumen wirkt er straff und präzise, mit ausgeprägter Salzigkeit und Frische sowie Nuancen von Sauerkirsche, Cassis, Pfeffer und Minze. Die Struktur ist fest und spannungsvoll, getragen von griffigen, exakt gezeichneten Tanninen. Der lange Abgang vereint fruchtige, balsamische und mineralische Anklänge und unterstreicht den puristischen, langlebigen Charakter dieses Barbaresco aus Treiso.

Straff und präzise, mit ausgeprägter Salzigkeit und exakt gezeichneten Tanninen – puristisch und langlebig.

Benötigt etwas Reife, um sein volles Potenzial zu entfalten; profitiert deutlich vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu geschmortem rotem Fleisch (Brasato), zu Wild, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Barbaresco DOCG, Cru Pajoré, Treiso (Piemont, Italien); 1,5 ha Einzellage, helle, weiße Böden, Reben 40–50 Jahre
Klassifikation: Barbaresco DOCG, Nebbiolo (trocken); nur ca. 6.000 Flaschen
Ausbau: 100 % Nebbiolo; Spontangärung, außergewöhnlich lange Maische unter getauchtem Tresterhut (bis 20.01.2022), Ausbau im Holz (inkl. Malo), ~1 Jahr Flaschenreife; ungeschönt, ungefiltert

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Rebsorten

Schloss Lieser Niederberg Helden Riesling Auslese Goldkapsel 2024

Edelsüßer Weißwein · Niederberg Helden (Mosel) · Riesling

Riesling Niederberg Helden Lieser · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) blauer Schiefer Auslese Goldkapsel · edelsüß bis 120 J. wurzelechte Reben 2024

Die Schloss Lieser Niederberg Helden Riesling Auslese Goldkapsel 2024 stammt aus der Hauslage des Guts – bestockt mit bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben auf blauem Schiefer. Eine edelsüße Auslese der besonders hochwertigen Goldkapsel-Selektion: sehr saftig, gleichzeitig aber auch sehr klar, elegant und fein, getragen von einer knackigen, reifen Frucht.


Niederberg Helden – die Hauslage auf Blauschiefer

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Die Handarbeit in den Steillagen und die spontane Vergärung der Weine sind das Markenzeichen für den sorgfältigen Umgang von Thomas Haag und seiner Familie mit den gegebenen Ressourcen.

Der Lieser Niederberg Helden ist mit bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben bestockt und wird durch 100 % blauen Schiefer und eindrucksvolle Steigungen von bis zu 80 % charakterisiert. Diese lange vernachlässigte Lage gilt seit einigen Jahren als eine der facettenreichsten und interessantesten der Mosel und bringt Jahr für Jahr spektakuläre Spitzenrieslinge von expressivem Charakter und außergewöhnlichem Reifepotenzial hervor.

Jahrgang 2024 – Mosel

2024 war an der Mosel ein kühler, klassischer Jahrgang. Die langsame Reife bewahrte eine lebendige, präzise Säure – ideale Voraussetzungen für edelsüße Weine, in denen üppige Süße und rassige Frische im Gleichgewicht stehen. So zeigt sich die Auslese saftig und konzentriert, zugleich klar und elegant.

Herstellung und Ausbau

Edelsüße Riesling Auslese der Goldkapsel-Selektion aus dem Niederberg Helden, Jahrgang 2024; 100 % Riesling von bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben.

Für die Auslese werden vollreife, edelfaule (botrytisierte) Beeren in strenger, selektiver Handlese gelesen; die Goldkapsel steht dabei für eine nochmals hochwertigere, konzentriertere Auswahl. Der Most vergärt spontan mit den eigenen Hefen; die Gärung wird angehalten, sodass eine üppige natürliche Restsüße erhalten bleibt und der Alkoholgehalt sehr niedrig ausfällt. So entsteht ein extraktreicher, langlebiger Wein von großer Klarheit.

Im Glas

Die Auslese präsentiert sich sehr saftig, gleichzeitig aber auch sehr klar, elegant und fein, getragen von einer knackigen, reifen Frucht. Aus der edelsüßen Machart und dem blauen Schiefer entfalten sich Aromen von reifem Pfirsich und Aprikose, Zitrus und Quitte, dazu ein Hauch Honig und exotische Frucht. Am Gaumen spielt die üppige, natürliche Süße mit einer rassigen, präzisen Säure und der kühlen Schiefermineralität zusammen – dicht und dennoch schwerelos, mit einem langen, mineralischen Nachhall.

Sehr saftig, zugleich sehr klar, elegant und fein – getragen von einer knackigen, reifen Frucht. Üppige Süße im Spiel mit rassiger Säure und kühler Schiefermineralität.

Ein edelsüßer Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Vor allem solo als meditativer Genuss im Glas. Daneben zu Foie gras, zu kräftigem Blauschimmelkäse sowie zu Desserts mit Aprikose, Pfirsich oder Crème brûlée.


Lage: Lieser Niederberg Helden, Mittelmosel; 100 % blauer Devonschiefer, Steillage bis 80 % Neigung; bis zu 120 Jahre alte, wurzelechte Reben; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: Riesling Auslese (edelsüß), Goldkapsel-Selektion; 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese edelfauler Beeren, Spontangärung mit eigenen Hefen, angehaltene Gärung mit hoher natürlicher Restsüße

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Weine

Christian Ottenbreit Silvaner Marktbreit O wie schön ist Franken 2025

Weißwein · Franken · Winzerwein

100 % Silvaner Deutscher Qualitätswein Marktbreit · Franken Spontangärung Barrique

Der Silvaner „O wie schön ist Franken" 2025 ist der barriquegereifte Silvaner von Christian Ottenbreit aus Marktbreit in Franken. Spontan vergoren und im kleinen Barriquefass ausgebaut, zeigt der Wein herbe, vegetabile Aromen mit einer rauchigen Spur. Reife, saftige Frucht trifft auf Säurebiss und den Griff eines mürben Gerbstoffs. Trocken, mineralisch und würzig im Stil.


Marktbreit – Maindreieck, Franken

Die Reben für diesen Silvaner stehen in Marktbreit im fränkischen Maindreieck, auf Muschelkalk- und Keuperböden; der Hof des Weinguts Ottenbreit liegt im benachbarten Obernbreit. Das „O" steht für Ottenbreit und Obernbreit. Christian Ottenbreit lernte bei fränkischen Winzern sowie den Südtiroler Kellereien Manincor und Muri Gries, studierte Weinbautechnik und vinifiziert seit 2017 unter eigenem Etikett. Der Wein ist als Deutscher Qualitätswein, trocken, eingestuft.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Silvaner. Nach Spontangärung reift der Wein im kleinen Barriquefass, was ihm zarte rauchige und nussige Fasstöne sowie Griff verleiht. 

Im Glas

In der Nase herbe, deutlich vegetabile Aromen mit verhaltener gelber Frucht, einer Spur Rauch, angedeuteten Kapern und kräuterigen Anklängen. Am Gaumen reife, recht saftige Frucht mit Säurebiss und dem Griff eines mürben Gerbstoffs, dazu zart rauchige, leicht nussige und kräuterige Noten, eine Spur ätherisch und im Hintergrund Salz. Der Abgang bleibt rauchig, mit pfeffrigen Nuancen.

Am Tisch

Klassische Begleitung: gebratener Fisch, Geflügel mit Pilzen, Kalbsbraten, gereifter Hartkäse und Spargel. Die rauchig-würzige Art trägt auch herzhafte fränkische Küche. Trinkreif ab sofort, bei kühler, dunkler Lagerung haltbar bis etwa 2029. Serviertemperatur rund 11–12 °C.


Lage Marktbreit, Franken (Maindreieck)
Klassifikation Deutscher Qualitätswein, trocken
Ausbau Spontangärung, kleines Barriquefass

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Rebsorten

Schwedhelm Riesling Kabinett Karlspfad 2022

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Riesling Kabinett Karlspfad 2022 spielt die feine Fruchtsüße gekonnt gegen eine knackige Säure aus. Limette, reifer Pfirsich und ein Hauch Honig formen einen genialen Geschmacksbogen, der in einem mineralisch-tänzelnden Abgang mündet – kraftvoll, ohne schwer zu sein.


Pfalz / Karlspfad

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der Nordpfalz beheimatet. Der Karlspfad ist eine steile, mitten im Berg gelegene, kalksteinreiche Parzelle mit hohem Anteil an grünem Ton. Weine von hier schmecken kraftvoll, ohne schwer zu sein.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling in der Prädikatsstufe Kabinett. Der Ausbau bewahrt eine feine Fruchtsüße, die von einer knackigen Säure balanciert wird, sowie die mineralische Prägung der kalksteinreichen Parzelle.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase Limette, reifer Pfirsich und ein Hauch Honig. Am Gaumen findet sich der Pfirsich wieder; die feine Fruchtsüße wickelt die knackige Säure quasi um den Finger und formt einen genialen Geschmacksbogen, der in einem mineralisch-tänzelnden Abgang mündet.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – solo als fruchtiger Genuss oder zum Essen.

Passt ideal zu: asiatischer Küche, würzigen Currys, scharfen Gerichten und frischem Obst.


Lage: Pfalz, Zellertal, Parzelle Karlspfad (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Lagenwein, Riesling Kabinett – 100 % Riesling, mit feiner Fruchtsüße
Ausbau: mineralitätsbetont (Kalkstein, grüner Ton)
Jahrgang: 2022

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