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18. Oktober 2014

Rezepte

Ofenkartoffeln

    Kartoffeln schälen und von oben mit einem Messer einschneiden (bis zur Hälfte der Kartoffel). Mit gutem Olivenöl bestreichen… … und mit Meersalz würzen.

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Spanien

Tentenublo Escondite del Ardacho Veriquete 2016

Rotwein · Rioja Alavesa · gemischter Satz (Single Parcel)

Tempranillo · Garnacha · Viura · Malvasía u. a. Escondite del Ardacho · Veriquete gemischter Satz · Single Parcel DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) Sandstein & Mergel · 595 m · 50+ J. nur 2.175 Flaschen 2016

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „Veriquete" 2016 ist ein reiner Einzellagenwein von einer nur 0,40 Hektar großen Parzelle auf 595 Metern Höhe über Viñaspre. Ein gemischter Satz aus allen im Weinberg stehenden Sorten – ein facettenreicher, sehr mineralischer Rioja und großes Genusskino für alle, die den besonderen Geschmack suchen.


Veriquete – 0,40 Hektar auf 595 Metern

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus dem Dorf Viñaspre in der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Die Escondite-del-Ardacho-Reihe versammelt seine Single-Parcel-Weine, die das jeweilige Mikroterroir mit größter Detailtreue übersetzen.

Der Veriquete wird aus einer lediglich 0,40 Hektar großen Parzelle gewonnen. Die Reben sind hier über fünfzig Jahre alt, ihr Ertrag ist entsprechend niedrig. Der Wingert liegt auf 595 Metern auf den Anhöhen von Viñaspre und ist im Vegetationszyklus dem atlantischen Klima ausgesetzt. Anders als bei den meisten Rotweinen stehen hier auch Weißweinreben – Roberto Oliván macht aus der Not eine Tugend und verwendet alle auf dem Weinfeld stehenden Sorten: Tempranillo, Garnacha, Viura, Malvasía und weitere. Die kargen Sandstein-Mergel-Böden ergeben einen facettenreichen, sehr mineralischen Wein.

Jahrgang 2016 – Rioja

2016 war an der Rioja ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Die Höhenlage mit ihrem stark atlantischen Einfluss und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten Frische und die mineralische Prägung der Sandstein-Mergel-Böden – reife Frucht und Spannung im Gleichgewicht. Mit einigen Jahren Flaschenreife zeigt sich der Wein heute in einer schönen, zugänglichen Phase.

Assemblage und Ausbau

Gemischter Satz aus Tempranillo, Garnacha, Viura, Malvasía und weiteren Sorten, Jahrgang 2016, trocken; von über 50 Jahre alten Reben aus der Einzelparzelle Veriquete (0,40 ha).

Alle im Weinberg stehenden Rebsorten – rote wie weiße – werden gemeinsam vinifiziert, ganz im Sinne des historischen gemischten Satzes. Der Wein wird kompromisslos handwerklich und terroirgetreu ausgebaut. Gesamtproduktion: nur 2.175 Flaschen.

Im Glas

Noch mostig und tintig, dann Teer, dunkle Schokolade, Mokka, Graphit, Sauerkirschen, Süßholz, eine reife, aber dennoch knackige Säure und ein formvollendeter Abgang lassen sich in diesem mustergültigen Rioja in Duft und Geschmack wiederfinden. Großes Genusskino für alle, die den besonderen Geschmack suchen und finden wollen.

Teer, dunkle Schokolade, Mokka, Graphit, Sauerkirsche und Süßholz, dazu eine reife, aber dennoch knackige Säure und ein formvollendeter Abgang – großes Genusskino.

Sollte vor dem Genuss mindestens drei Stunden dekantiert werden. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Einzelparzelle Veriquete (0,40 ha), Anhöhen von Viñaspre, Rioja Alavesa (Spanien); karge Sandstein-Mergel-Böden, 595 m, atlantisches Klima; über 50 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; gemischter Satz aus Tempranillo, Garnacha, Viura, Malvasía u. a. (trocken)
Ausbau: gemeinsame Vinifikation aller Sorten, kompromisslos handwerklich und terroirgetreu; 2.175 Flaschen

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Italien

Zabu Il Passo Nerello Mascalese

Rotwein · Terre Siciliane IGT · Cuvée

Nerello Mascalese & Nero d'Avola Terre Siciliane IGT Sizilien Appassimento Fantini by Farnese halbtrocken

Zabù Il Passo Nerello Mascalese ist eine konzentrierte, halbtrockene Rotwein-Cuvée der Fantini Group aus Sizilien. Aus Nerello Mascalese und Nero d'Avola, bereitet aus angetrockneten Trauben: rubinrot, mit dunkler Beerenfrucht in der Nase, am Gaumen vollmundig und warm, mit süßen Kirschen, Pflaumen und feiner Restsüße.


Sizilien – zwei Inselsorten, zwei Temperamente

Sizilien ist die größte Insel im Mittelmeer und eines der ältesten Weinbaugebiete Italiens. Das Klima ist mediterran: lange, heiße und trockene Sommer, milde Winter, viel Sonne. Die Herkunftsbezeichnung Terre Siciliane IGT umfasst die gesamte Insel und erlaubt es, Trauben aus verschiedenen Teilen zusammenzuführen.

Die beiden Rebsorten stehen für die zwei Gesichter des sizilianischen Rotweins. Nerello Mascalese ist die Sorte der Hänge rund um den Ätna: hell in der Farbe, mit roter Frucht, lebhafter Säure und feinem, festem Tannin – oft mit Pinot Noir oder Nebbiolo verglichen. Nero d'Avola kommt aus dem heißen Süden der Insel und bringt das Gegenteil: tiefe Farbe, dunkle Pflaumenfrucht, Fülle und weiche Gerbstoffe. In der Cuvée gibt der eine die Struktur, der andere den Körper.

Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese, eine der großen Erzeugergruppen Süditaliens mit Wurzeln in den Abruzzen; Zabù ist das sizilianische Weingut der Gruppe.

Angetrocknete Trauben – was „Il Passo" bedeutet

Cuvée aus Nerello Mascalese und Nero d'Avola. Der Name „Il Passo" verweist auf das Appassimento: Die Trauben werden vor dem Pressen angetrocknet und verlieren dabei einen Teil ihres Wassers. Zucker, Säure, Farbstoffe und Aromen konzentrieren sich, die Beeren werden rosinenartig.

Aus diesem Most entsteht ein Wein mit mehr Körper, mehr Glycerin und einer weicheren, fast samtigen Textur als aus frischen Trauben. Die Gärung wird nicht ganz zu Ende geführt, eine feine Restsüße bleibt im Wein – daher die Einstufung als halbtrocken und der warme, vollmundige Charakter.

Im Glas

Rubinrot. In der Nase fruchtige, dunkle Beeren, dazu getrocknete Pflaume und ein Hauch Rosine aus dem Antrocknen. Am Gaumen vollmundig, warm und recht kräftig, mit süßen Kirschen und Pflaumen. Mittelschwer und rund, die feine Restsüße wird von der Säure des Nerello Mascalese getragen; der Abgang ist weich.

Angetrocknete Trauben für Fülle und Süße, Nerello Mascalese für die Säure, die sie trägt.

Bei 16–18 °C servieren, nicht wärmer – die Restsüße tritt sonst zu deutlich hervor. Jung zu trinken.

Am Tisch

Ein kraftvoller, konzentrierter Rotwein zu herzhafter Küche; die feine Restsüße passt besonders zu Würzigem. Klassische Begleitung: Schmorgerichte, würziges Lamm, reifer Käse und dunkle Schokolade. Ebenso zu Barbecue, Chili con Carne, Caponata und gereiftem Pecorino.


Produzent Zabù, Fantini by Farnese
Rebsorte Nerello Mascalese und Nero d'Avola
Lage Sizilien, Italien
Klassifikation Terre Siciliane IGT · halbtrocken
Vinifikation Appassimento, Antrocknen der Trauben vor dem Pressen · Restsüße
Trinkempfehlung jung trinken

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Frankreich

Jacques-Frédéric Mugnier Nuits St. Georges Clos de la Marechale 1er Cru 2023

Rotwein · Nuits-Saint-Georges 1er Cru · Pinot Noir

Nuits-Saint-Georges Premier Cru Monopol, 9,76 ha Älteste Reben aus den 1910ern 100 % entrappt Offene Holzgärbottiche 18 Monate Pièce ca. 15 % neues Holz

Jacques-Frédéric Mugnier Nuits-Saint-Georges 1er Cru Clos de la Maréchale 2023 kommt aus dem einzigen Weinberg des Guts außerhalb von Chambolle-Musigny: einem ummauerten Premier Cru in Premeaux-Prissey, der seit 1902 der Familie Mugnier allein gehört. Fünf Jahrzehnte lang bewirtschaftete ein anderes Haus den Clos. Seit dem Jahrgang 2004 vinifiziert ihn Frédéric Mugnier selbst, mit der gleichen Zurückhaltung wie seine Musigny und Amoureuses. 2023 hat er die schwächer strukturierten Fässer als Clos des Fourches ausgesondert – der Premier Cru bleibt so ganz auf seinen Kern konzentriert.


Clos de la Maréchale: Monopol zwischen Premeaux und Comblanchien

Der Clos liegt an der alten Nationalstraße zwischen Premeaux und Comblanchien, am südlichen Ende der Côte de Nuits. Mit 9,76 Hektar ist er nach Angaben des Guts das größte Monopol der Côte d'Or. Die Rebzeilen sind nach Osten ausgerichtet, der Boden ist ein Ton mit Kieseln aus oolithischem Kalk. In der Nordwestecke stehen rund 0,6 Hektar Chardonnay für den weißen Clos de la Maréchale, der übrige Clos ist mit Pinot Noir bepflanzt. Die Kalkschicht unter dem Clos taucht wenige hundert Meter weiter südlich unter die Oberfläche ab. Erst zwischen Puligny und Chassagne tritt sie wieder zutage.

Die ältesten Stöcke pflanzten Mugniers Vorfahren um die Zeit des Ersten Weltkriegs. 1950 verpachtete die Familie den Clos langfristig an die Domaine Faiveley in Nuits, der Vertrag lief 53 Jahre. Am 1. November 2003 kehrte die Lage zurück, und das Gut wuchs über Nacht von 4 auf 14 Hektar. Beim Aufstellen des neuen Torbogens über der Einfahrt montierte der Handwerker das erste „a“ in „Maréchale“ spiegelverkehrt. Mugnier ließ es so, und das Etikett übernahm den Fehler. In alten Karten hieß der Weinberg noch 1855 „Clos des Fourches“, 1892 „Clos Maréchal“. Woher der heutige Name stammt, ist bis heute nicht geklärt.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Mugnier nennt 2023 einen komplizierten Jahrgang. Bis Juli glich die Saison dem trockenen Vorjahr: früher Vegetationsschub ab Mai, anhaltendes Wasserdefizit. Dann setzte Regen ein, der 2022 ausgeblieben war. Die Beeren nahmen Wasser auf, das Traubengewicht stieg, die Erträge lagen deutlich über denen der Vorjahre. Ende August folgte eine Hitzephase mit über 35 °C, die bis in die erste Septemberwoche anhielt.

Am 7. September begann die Lese im Clos. Mugnier setzt keinen Sortiertisch ein. Seine Lesehelfer entfernen unreife, faule oder sonnenverbrannte Beeren direkt am Stock. Um die großen Beeren auszugleichen, zog er bei den meisten Cuvées vor der Gärung einen Teil des Saftes ab. Die üppige Ernte machte es möglich, erstmals seit 2008 wieder einen Clos des Fourches abzutrennen.

Offene Holzbottiche, 18 Monate Pièce, Tank vor der Abfüllung

Die Trauben werden vollständig entrappt, Stiele verwendet Mugnier nicht. Gegoren wird spontan in offenen Holzbottichen, die Maische bleibt 15 bis 20 Tage auf den Schalen. Die malolaktische Gärung war 2023 bereits vor dem Winter abgeschlossen.

Der Wein reift 18 Monate in Burgunderfässern, etwa 15 Prozent davon neu, und wird in dieser Zeit zweimal abgestochen. Im April des zweiten Jahres kommt er in Edelstahltanks und ruht dort weitere drei Monate. Abgefüllt wird im Juni oder Juli. Mugnier, ausgebildeter Ingenieur und früher Linienpilot, führt das 1863 gegründete Gut seit 1985 im Château de Chambolle-Musigny.

Im Glas: Nuits ohne rustikales Tannin

Seit 1902 im Besitz der Familie, 53 Jahre verpachtet, seit 2004 wieder im eigenen Keller – der Clos de la Maréchale ist Mugniers Nuits-Saint-Georges.

Mittleres bis dunkles Rubin. Die Tonböden mit Oolithkalk geben dem Wein mehr Dichte und Gerüst als die Chambolle-Lagen des Hauses, die großzügige Ernte 2023 und der Mostabzug sorgen für Konzentration. In der Nase dunkle Kirsche, Cassis und Himbeere, dazu Veilchen und feine Würze. Durch das Entrappen bleibt die Frucht klar, das neue Holz tritt kaum hervor. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, das Tannin reif und feinkörnig, die Säure frisch. Das Gut beschreibt den Clos als geradlinigen Nuits ohne die Härte der Lagen im Zentrum des Ortes, der nach einigen Jahren Flaschenreife florale Töne entwickelt.

Am Tisch: Rind, Wild, Trüffel

Dichte und Struktur tragen kräftige Gerichte: Rinderfilet mit Rotweinjus, Rehrücken mit Sellerie, geschmorte Ochsenbacke oder Kalbsbries mit Trüffel. Zum Käse Époisses mit mittlerer Reife oder Langres. In den ersten Jahren eine Stunde vorher dekantieren, Serviertemperatur 16 °C.


Produzent Domaine Jacques-Frédéric Mugnier, Château de Chambolle-Musigny

Rebsorte Pinot Noir

Lage Clos de la Maréchale (Monopol, 9,76 ha), Premeaux-Prissey; Ton mit oolithischen Kalkkieseln, Ost-Exposition

Klassifikation Nuits-Saint-Georges Premier Cru AOC

Jahrgang 2023

Vinifikation Handlese ab 7. September, Selektion im Weinberg, 100 % entrappt, Saignée, Spontangärung in offenen Holzbottichen, 15–20 Tage Maischestandzeit

Ausbau 18 Monate Pièces (ca. 15 % neu), zweimal abgestochen, anschließend 3 Monate Edelstahltank, Abfüllung Juni/Juli

Trinkreife 2030–2045

Rebenalter Älteste Reben aus den 1910er-Jahren, Durchschnitt ca. 45 Jahre (Stand 2008)

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Frankreich

Le Moine Grands Echézeaux Grand Cru 2022

Rotwein · Grands-Échézeaux Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Grands-Échézeaux Grand Cru Côte de Nuits · Flagey-Échézeaux Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2022

Der Lucien Le Moine Grands-Échézeaux Grand Cru 2022 stammt aus einer der ranghöchsten Lagen der Côte de Nuits, direkt oberhalb des Clos de Vougeot – ein kraftvoller, zugleich eleganter Pinot Noir von großer Tiefe. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Grands-Échézeaux – Grand Cru über dem Clos de Vougeot

Grands-Échézeaux liegt in der Gemeinde Flagey-Échézeaux, unmittelbar oberhalb des Clos de Vougeot und nördlich von Vosne-Romanée. Mit nur rund 9 Hektar ist er deutlich kleiner, einheitlicher und ranghöher als der benachbarte, weitläufige Échézeaux – auf gut dränierten Kalk-Ton-Böden am Mittelhang. Das ergibt Pinot Noirs am vollmundigeren Ende des Burgunder-Spektrums: viel rote und dunkle Frucht, Gewürz- und Unterholznoten, festes Tannin und große Lagerfähigkeit, dabei mehr Tiefe und Struktur als der einfache Échézeaux.

Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer Grand Cru: Mounir Saoumas Ausbau betont Reinheit, Textur und Tiefe, ohne Klarheit und Eleganz zu verlieren.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 brachte an der Côte de Nuits eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Ernte mit tiefer, klar definierter Frucht, samtigem Tannin und guter Balance. In einem strukturreichen Grand Cru wie Grands-Échézeaux ergibt das einen kraftvollen, dichten und zugleich eleganten Pinot Noir mit großer Tiefe und langem Reifepotenzial – im texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, Grands-Échézeaux Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Aus dem gut dränierten Kalk-Ton-Hang oberhalb des Clos de Vougeot lebt dieser Grand Cru: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Aus dem reifen Jahrgang 2022 gewinnt er Dichte und Substanz, die das lange Vollhefelager und das neue Holz in eine seidige, vielschichtige Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen kraftvoll und tiefgründig, mit festem, samtigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein Wein für die lange Reife.

Dunkle und rote Frucht, würzige Tiefe und feine Röstwürze – kraftvoll und seidig, mit samtigem Tannin und langer Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu Rind und Lamm in kräftiger Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Grands-Échézeaux Grand Cru, Flagey-Échézeaux, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); ~9 ha unmittelbar oberhalb des Clos de Vougeot; gut dränierte Kalk-Ton-Böden am Mittelhang
Klassifikation: Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Länder/Regionen

Jean-Marc Vincent Bourgogne Blanc 2022

Weißwein · Bourgogne · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne (AOC) Trauben aus Chassagne-Montrachet Jean-Marc Vincent Kalkstein-Ton nur 0,20 ha 2022

Der Jean-Marc Vincent Bourgogne blanc 2022 ist ein puristischer Burgunder mit Biss, Würze, Knackigkeit, Cremigkeit und dem gewissen Etwas. Die Trauben stammen aus einem nur 0,20 Hektar großen Wingert in Chassagne-Montrachet.


Bourgogne blanc – ein „einfacher" Burgunder aus Chassagne

Die Trauben für diesen „einfachen" Bourgogne Chardonnay stammen aus der Gemeinde Chassagne-Montrachet. Ein Kalkstein-Ton-Gemisch ist die Grundlage, auf der die Reben hier auf einem gerade einmal 0,20 Hektar großen Wingert wachsen – und das Ergebnis kann sich mehr als riechen und trinken lassen.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 brachte an der Côte de Beaune eine reife, großzügige und zugleich erstaunlich frische Weißwein-Ernte mit klar definierter Frucht und guter Balance. Auf dem Kalkstein-Ton-Boden von Chassagne ergibt das einen knackigen, würzigen und zugleich cremigen Chardonnay mit Tiefe und feiner Frische.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, Bourgogne (AOC), trocken.

Jean-Marc Vincent arbeitet im Weinberg von Hand, mit niedrigen Erträgen und manueller, selektiver Lese. Im Keller vergärt der Wein spontan mit den weinbergseigenen Hefen und reift anschließend auf der Feinhefe im Holzfass – ein Ausbau, der Frische und Würze bewahrt und dem Wein Tiefe und cremige Textur verleiht.

Im Glas

Ein puristischer Burgunder mit Biss, Würze, Knackigkeit, Cremigkeit und dem gewissen Etwas, das besondere Tropfen so außergewöhnlich munden lässt. Honigmelone, geröstete Haselnuss, Salzkristall, Blumenwiese, Artischocke und ein feingewobener Nachhall, der mit Eleganz und Tiefe bestückt ist.

Honigmelone, geröstete Haselnuss, Salzkristall und Blumenwiese – puristisch, würzig und cremig, mit feingewobenem Nachhall.

Im jugendlichen Stadium bei 11–12 °C servieren; profitiert von Luft und einem größeren Glas.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel in heller Sauce, zu hellem Fleisch sowie zu jungem Hart- und Weichkäse.


Lage: Bourgogne (AOC); Trauben aus Chassagne-Montrachet (Côte de Beaune, Burgund, Frankreich); Kalkstein-Ton-Gemisch, ~0,20 ha
Klassifikation: AOC Bourgogne, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, Reifung auf der Feinhefe im Holzfass; handwerklicher Weinbau

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Portugal

Niepoort Museu dos Lagares tinto 2019

Wein · Rotwein · Douro · Portugal

Niepoort Museu dos Lagares Tinto 2019 ist ein Meilenstein in der Geschichte von Niepoort und zählt zu den großen terroirgeprägten Rotweinen. Dieser außergewöhnliche Einzellagenwein verkörpert die Essenz des Douro-Tals und spiegelt die Vielschichtigkeit uralter Rebstöcke wider, die mit dem genetischen Erbe von mehr als 30 autochthonen Rebsorten verwoben sind.


Douro

Niepoort zählt zu den prägenden Häusern des Douro. Der Museu dos Lagares stammt von einer einzigen Parzelle mit uralten Reben, die als historischer Mischsatz (Feldblend) gepflanzt sind. Die kargen Schieferböden und steilen Lagen sorgen für eine langsame, ausgewogene Reifung und prägen die Tiefe und Frische des Weins.

Assemblage und Ausbau

Feldblend aus über 30 autochthonen Douro-Sorten, gemeinsam gelesen und vinifiziert. Namensgebend ist die traditionelle Verarbeitung in den Lagares – den steinernen Tretbottichen, in denen die Trauben sanft mit den Füßen gestampft werden. Der Ausbau im Holz bewahrt Finesse und Klarheit. Trocken ausgebaut, mit großem Reifepotenzial.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase vielschichtige dunkle und rote Frucht, mediterrane Kräuter, feine Würze und ausgeprägte Schiefermineralität. Am Gaumen kraftvoll und dennoch geschmeidig, mit Finesse, Frische und Tiefe, fein gewobenen Tanninen, präziser Struktur und sehr langem Abgang.

Am Tisch

Vor dem Genuss großzügig dekantieren und bei 16–18 °C servieren – ein großer Wein für besondere Anlässe.

Passt zu: geschmortem Lamm, Wild, Rind, herzhaften Schmorgerichten und gereiftem Käse.


Lage: D.O.C. Douro, Einzellage (Portugal); Niepoort
Rebsorten: Feldblend aus über 30 autochthonen Douro-Sorten (uralte Reben), trocken
Ausbau: Vinifikation in traditionellen Lagares; Reifung im Holz
Jahrgang: 2019

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Frankreich

Jean-Marc Vincent Santenay Beaurepaire blanc 1er Cru 2022

Weißwein · Santenay 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Santenay 1er Cru Le Beaurepaire Côte de Beaune Jean-Marc Vincent Bajocium-Kalkmergel 2022

Der Jean-Marc Vincent Santenay „Le Beaurepaire" 1er Cru blanc 2022 ist einer seiner vollsten und dichtesten Chardonnays – mit viel Druck, explosiver Reife und einem feinen, sehr mineralischen Finish. Aus einer der großen Premier-Cru-Lagen Santenays.


Santenay Le Beaurepaire – steiler Premier Cru über dem Dorf

Santenay ist die südlichste Weinbaugemeinde der Côte de Beaune, seit 1937 mit eigener Appellation, geprägt von einem hohen Anteil an Mergelstein. Beaurepaire ist eine der beiden großen, zentralen Premier-Cru-Lagen des Orts – eine recht steile, südlich ausgerichtete Hanglage direkt über dem Dorf. Auf 15,50 Hektar, fast den ganzen Tag besonnt und mit warmem Mikroklima, bietet sie dem Chardonnay beste Voraussetzungen.

Die Böden bestehen aus einem Bajocium-Kalkmergel-Gemisch: arm, sehr steinig und kalkhaltig – bestens für großartige, kraftvolle Weine. Jean-Marc Vincent keltert seinen Beaurepaire aus verschiedenen Kleinstparzellen dieses Weinbergs.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 brachte an der Côte de Beaune eine reife, großzügige und zugleich frische Weißwein-Ernte mit klar definierter Frucht und guter Balance. Auf dem warmen, steinigen Kalkmergel von Beaurepaire ergibt das einen besonders vollen, dichten und zugleich mineralischen Chardonnay mit Druck, Reife und Länge.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, Santenay Le Beaurepaire 1er Cru, trocken.

Jean-Marc Vincent arbeitet im Weinberg von Hand, mit niedrigen Erträgen und manueller, selektiver Lese. Im Keller vergärt der Wein spontan mit den weinbergseigenen Hefen und reift anschließend auf der Feinhefe im Holzfass – ein Ausbau, der die mineralische Präzision der Lage bewahrt und ihr Tiefe und Textur verleiht.

Im Glas

Es ist einer der vollsten und dichtesten Chardonnays von Jean-Marc Vincent, der mit viel Druck, explosiver Reife und einem feinen, sehr mineralischen Finish endet. Dieser Beaurepaire wirkt gar ein wenig wollüstig, sinnlich, wie eine von Rubens auf die Leinwand geworfene Primaballerina. Ein Wein für die zu berauschenden Sinne!

Voll und dicht, mit viel Druck und explosiver Reife – wollüstig und sinnlich, mit feinem, sehr mineralischem Finish.

Im jugendlichen Stadium bei 11–12 °C servieren; bei guter Lagerung gewinnt der Wein über mehrere Jahre.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Jakobsmuscheln und Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Santenay Le Beaurepaire 1er Cru (Côte de Beaune, Burgund, Frankreich); steile, südlich ausgerichtete Hanglage über dem Dorf, 15,50 ha; armer, steiniger Bajocium-Kalkmergel
Klassifikation: AOC Santenay 1er Cru, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, Reifung auf der Feinhefe im Holzfass; handwerklicher Weinbau

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Weine

Vouette & Sorbée Blanc d’Argile Brut Nature BIO

Mit dem Vouette & Sorbée Blanc d'Argile Brut Nature zeigt Bertrand Gautherot seine Chardonnay-Seite. Herzstück ist die Parzelle Biaunes: kühl, westwärts gerichtet, direkt am Waldrand. Gepflanzt hat er sie im Jahr 2000 mit eigenen Selektionen: Stöcke aus Avize von Anselme Selosse und von Vincent Dauvissats Grand-Cru-Lage Valmur in Chablis.

Im Glas

Zitrus, grüner Apfel und weißer Pfirsich im Duft, dazu der Geruch von feuchtem Kalkstein. Im Mund straff, klar und voller Energie, mit spürbarer Mineralität und salziger Spannung. Ein langer, kühler Nachhall von großer Reinheit.

Mach was draus

Austern, Meeresfrüchte, edler Fisch, Sushi oder ein junger Comté. Ein Aperitif für Kenner. Serviere ihn bei 10 bis 12 °C im Weißweinglas, nicht zu kalt, und gib ihm Zeit im Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Blanc d'Argile ist Champagne mit Chablis im Herzen. Für mich einer der spannendsten Blanc de Blancs überhaupt.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was bedeutet R20? Die Trauben stammen aus der Ernte 2020. Eine Jahrgangsangabe trägt er nicht – dafür ist die Hefelagerzeit nach den Regeln der Appellation zu kurz.

Wie wird er gemacht? Die Trauben kommen in eine Coquard-Presse, der Most gärt spontan in gebrauchten Fässern (500–600 l), ein kleiner Teil in Amphoren. Nach anderthalb Jahren Hefelager oder etwas mehr wird per Hand gerüttelt und degorgiert; eine Dosage gibt es nicht.

100 % Chardonnay · Lage Biaunes plus Fonnet und Vouette · Aube · Mergel des Kimmeridge, Portland-Kalk · Reben aus Selektion Selosse und Dauvissat · 15–20 hl/ha · Ernte 2020 (R20) · Spontangärung · 500–600-l-Fässer, teils Amphore · ungeschönt, unfiltriert · Brut Nature · Demeter · Vouette & Sorbée, Buxières-sur-Arce · Stand: Oktober 2026

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