Bodegas Monteabellon – Nava de Roa – Spanien

Monteabellon bleibt Monteabellon und bleibt sich und seinem Handeln treu. Schritt für Schritt wird die Qualität verbessert. Hier werden pure, moderne Ribera del Dueros produziert ohne Land, Traube und deren Wurzeln je zu leugnen. Der Trinkfluss der Weine wird immer mehr auf Harmonie und Lust auf das nächste Glas getrimmt. Die Weine sollen munden und nicht nur satt machen.

Auch der Weg zum einzelnd ausgebauten Pago wird immer intensiver eingeschlagen. Das Singuläre bekommt eine immer größere Bedeutung, um Gutes noch besser zu machen. Dies war auch schon immer das erklärte Ziel von Juan Manuel Garcia und seinem leidenschaftlichen Team.

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Bodegas y Viñedos Monteabellón
Calle del Calvario, s/n
09318 Nava de Roa, Burgos (Burgos)
Spanien

Telefon: +34 947 55 00 00
www.monteabellon.com

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Spanien

Zarate Albarino 2025

Weißwein · D.O. Rías Baixas, Val do Salnés · Albariño

Jahrgang 2025 Val do Salnés Xabre / Verwitterungsgranit Reben Ø 35 Jahre Handlese Spontangärung im Stahl 3 Monate Feinhefe Teilweiser BSA

Zárate Albariño ist der Gutswein eines Hauses, dessen Einzellagen zu den gesuchtesten Weißweinen Spaniens zählen – und er zeigt dieselbe Handschrift im Kleinen: Granit, Handlese, Spontangärung, keine Kosmetik. Die Referenz dafür, was Albariño im Val do Salnés kann, wenn er nicht auf Frucht getrimmt wird.


Padrenda und Sisán – Xabre-Granit am Atlantik

Die Trauben stammen aus den Gutsparzellen in Padrenda (Gemeinde Meaño) und Sisán (Ribadumia), dem historischen Kern des Val do Salnés. Der Boden heißt hier Xabre: über Jahrtausende zu grobem Sand zerfallener Granit, mager, extrem durchlässig, arm an organischer Substanz. Er bremst die Wuchskraft und legt jene salzig-steinige Ader an, für die die Subzone steht.

Die Reben stehen bei nur 50 Metern über dem Meer, unmittelbar unter atlantischem Einfluss – kühle Nächte, hohe Luftfeuchte, ständiger Wind. Erzogen wird traditionell im Emparrado, der galicischen Pergola auf Granitpfosten: Sie hält das Laub hoch, sorgt für Durchlüftung und schützt vor Fäulnis. Die Pflanzdichte liegt bei rund 1.200 Stöcken je Hektar, das Durchschnittsalter der Reben bei etwa 35 Jahren.

Zárate wurde 1707 in Meaño gegründet und wird heute von Eulogio Pomares in siebter Generation geführt. Im Weinberg wird seit 1994 auf jede Bodenbearbeitung verzichtet: Alle Parzellen tragen eine dauerhafte Naturbegrünung, Herbizide kommen nicht zum Einsatz. Seit dem Jahrgang 2006 ist das Gut nach Producción Integrada zertifiziert – ein System, das Insektizide und Akarizide ausschließt und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln stark begrenzt.

Jahrgang 2025 – Rías Baixas

Während weite Teile Spaniens 2025 mit Hitze und massivem Mehltaudruck kämpften, verlief der Vegetationszyklus in Rías Baixas nahezu idealtypisch: optimale Blüte, keine nennenswerten Zwischenfälle, ein stabiler Sommer und ein ausgewogenes Temperaturprofil in der entscheidenden Endphase. Die Trauben erreichten volle Reife bei gesundem Zustand.

Die Lese zog sich vom 20. August bis zum 8. Oktober, mit einigen Regentagen im September als einziger Störung. Am Ende standen 47,5 Mio. Kilogramm – die größte Ernte der Geschichte der D.O. und ein Plus von knapp 13 % gegenüber 2024, bei einem Hektarertrag von 9.881 Kilogramm. Der Consello Regulador bewertete die Weine als „muy buena". Charakteristisch für den Jahrgang: ausdrucksstarke Frucht bei der markanten, spitzen Gesamtsäure der Region – Menge und Präzision gleichzeitig, was selten zusammenfällt.

Handlese, Spontangärung, drei Monate Feinhefe

Gelesen wird ausschließlich von Hand, mit Selektion bereits in der Parzelle. Die Trauben werden entrappt und sanft gepresst; die Mostausbeute bleibt bewusst niedrig. Nach leichter Vorklärung vergärt der Most spontan mit den weinbergseigenen Hefen im Edelstahl – kein Reinzuchthefe-Impuls, keine Aromatisierung über die Gärführung.

Anschließend reift der Wein drei Monate auf der Feinhefe, was ihm Textur und einen Hauch Cremigkeit gibt, ohne die Frucht zu überdecken. Der biologische Säureabbau wird nur teilweise zugelassen: Ein Teil der Partien läuft durch, der Rest behält die volle Apfelsäure. Genau diese Mischung erzeugt das Gleichgewicht aus Zug und Rundung, für das der Gutswein steht. Kein Holz, keine Schönung der Aromatik – gefüllt wird im Frühjahr nach der Ernte.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichem Schimmer. In der Nase klar und primärfruchtig: Zitrone und grüner Apfel, weißer Pfirsich, dazu Zitrusblüte und ein Hauch Fenchel, unterlegt mit einer kühlen, steinigen Note. Am Gaumen bestimmt die vibrierende Säure des Jahrgangs die Richtung – schlank, gerade, mit feinem Zug –, während das Hefelager für eine leicht cremige Textur an den Rändern sorgt.

Frisch, geradlinig, mineralisch grundiert: ein Albariño, der über Spannung funktioniert und nicht über Fülle.

Der Nachhall ist salzig und trocken. Jung bereits zugänglich, gewinnt aber über zwei bis vier Jahre an Tiefe. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Der Klassiker des Val do Salnés gehört zu allem, was aus dem Atlantik kommt: Austern, Venusmuscheln, Gambas al ajillo, gegrillter Oktopus mit Pimentón und Olivenöl. Ebenso überzeugend zu gebratenem Wolfsbarsch, zu Sushi und Ceviche oder zu einer Empanada de bonito. Für die vegetarische Seite: grüner Spargel, junge Erbsen, Ziegenfrischkäse mit Kräutern. Als Apéritif braucht er nichts weiter als ein größeres Glas.


Lage: Gutsparzellen in Padrenda (Meaño) und Sisán (Ribadumia), Val do Salnés – Verwitterungsgranit (Xabre), 50 m ü. NN, Emparrado, Reben Ø 35 Jahre
Klassifikation: D.O. Rías Baixas, Subzone Val do Salnés
Ausbau: Handlese, Entrappen, sanfte Pressung, Spontangärung im Edelstahl, 3 Monate auf der Feinhefe, teilweiser biologischer Säureabbau; handwerklicher Weinbau ohne Bodenbearbeitung seit 1994, Producción Integrada seit 2006

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Weine

Domaine Bretaudeau Granite Clos des Perrières Muscadet 2022 BIO

Weißwein · Muscadet · Melon de Bourgogne

Melon de Bourgogne Clos des Perrières Granitböden 2022 · Bio (FR-BIO-01) 24 Monate Feinhefe (Beton)

Der Granite Clos des Perrières Muscadet 2022 der Domaine Bretaudeau ist ein charakterstarker Muscadet aus biodynamischem Anbau. Die rund 30 Jahre alten Reben (Melon de Bourgogne) wachsen auf mineralreichen Granitböden; der Wein reift 24 Monate auf der Feinhefe. Ausdrucksstark, expressiv mineralisch und elegant.


Clos des Perrières – Granit im Pays Nantais

Der Clos des Perrières liegt im Pays Nantais an der Loire, der Heimat des Muscadet aus der Sorte Melon de Bourgogne. Die rund 30 Jahre alten Reben stehen auf mineralreichen Granitböden, die von weißen und rosafarbenen Quarzadern durchzogen sind.

Dieser Granituntergrund liefert die salzig-mineralische Linie des Weins. Die Domaine de Bellevue von Jérôme Bretaudeau arbeitet biodynamisch und biologisch zertifiziert (FR-BIO-01).

Jahrgang 2022 – Pays Nantais

2022 brachte im Pays Nantais ideale Bedingungen. Ein feuchtes Frühjahr sorgte für gesunde Reben, ein trockener, sonniger Sommer für eine optimale Reife der Trauben.

Für den Muscadet steht 2022 für reife Frucht bei klarer, frischer Säure – die Grundlage für die mineralische Spannung dieses Weins.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Melon de Bourgogne aus dem Jahrgang 2022, von Hand gelesen, aus biodynamischem Anbau (FR-BIO-01).

Vinifiziert ohne zugesetzte Hefen, Enzyme oder önologische Zusätze. Anschließend reift der Wein 24 Monate auf der Feinhefe im Betongebinde – das gibt ihm Textur, ohne die Mineralität zu überdecken.

Im Glas

In der Nase ausgesprochen mineralisch, mit feinen floralen und rauchigen Noten. Am Gaumen eine sanfte, fast cremige Textur, fein ausbalanciert von Frische und präziser Säure. Salzige und mineralische Nuancen geben Tiefe und langen Nachhall – ausdrucksstark, etwas wild und zupackend.

Expressiv mineralisch, salzig und ein bisschen wild – hier wird Muscadet auf ein neues Niveau gehoben.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, Schalentiere, gegrillter Fisch, Sushi und Sashimi, dazu Ziegenfrischkäse. Die salzige Mineralität passt besonders zu Austern.


Lage: Clos des Perrières, Pays Nantais (Loire); mineralreicher Granitboden mit Quarzadern, Reben ~30 Jahre
Klassifikation: Muscadet AOC; Bio (FR-BIO-01), biodynamisch
Ausbau: Melon de Bourgogne; 24 Monate Feinhefe im Beton; ohne önologische Zusätze

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Rebsorten

Erbhof Unterganzner Josephus Mayr Chardonnay Platt & Pignat 2024

Weißwein · Südtirol / Alto Adige · Chardonnay

Chardonnay Südtirol DOC Platt & Pignat Erbhof Unterganzner ohne Holz · Stahltank 2024

Der Josephus Mayr Chardonnay „Platt & Pignat" 2024 ist ein natürlicher, wilder Vertreter seiner Gattung – ohne Holzeinsatz, nur im Stahltank ausgebaut. Aromatischer Duft nach Pinienwald und Trockenkräutern, kraftvoll und herzhaft am Gaumen, dabei mineralisch und kernig.


Erbhof Unterganzner – Josephus Mayr bei Bozen

Der Erbhof Unterganzner in Kardaun bei Bozen ist ein traditionsreiches Südtiroler Familienweingut – seit Generationen in Familienhand, seit über 25 Jahren füllen Josephus und Barbara Mayr ihre Weine selbst ab. Die Weinberge werden mit großer Achtsamkeit bewirtschaftet, die Trauben so spät wie möglich gelesen; im Keller wird möglichst kreativ und präzise gearbeitet, um Weine von hoher Qualität und starkem Charakter zu erzeugen.

Der „Platt & Pignat" trägt die Namen der Lagen rund um den Hof. Hier, an den sonnenverwöhnten Hängen um Bozen mit warmen Tagen und kühlen Nächten, reift der Chardonnay langsam und aromatisch heran – die Grundlage für seinen gehaltvollen, zugleich kernigen Charakter.

Jahrgang 2024 – Südtirol

Der Jahrgang 2024 bringt im Platt & Pignat einen ausdrucksstarken, klar strukturierten Chardonnay mit lebendiger Frische. Die späte Lese und der reduktive Ausbau im Stahltank bewahren Frucht, Würze und die kernige Mineralität der Lagen – ein Wein ohne Schwere, dafür mit Charakter.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Bewusst ohne Holzeinsatz, ausschließlich im Stahltank ausgebaut. Dieser reduktive Stil bewahrt die natürliche, fast „wilde" Aromatik der Rebsorte und betont Frische, Würze und Mineralität statt cremiger Holznoten.

Im Glas

Ein aromatischer Duft nach Pinienwald und Trockenkräutern – würzig, klar und unverkennbar eigenständig. Am Gaumen kraftvoll und herzhaft, mit Aromen nach Nüssen, dabei mineralisch und kernig. Ein natürlicher, wilder Vertreter der Gattung Chardonnay, fernab jeder Beliebigkeit.

Ein natürlicher, wilder Chardonnay – kraftvoll, herzhaft, mineralisch und kernig.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude und Charakter. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Ein gehaltvoller, milder Begleiter zu vielen Fisch- und Geflügelgerichten, zu Meeresfrüchten sowie zu cremigen Pastagerichten und feinen Vorspeisen.


Lage: Südtirol / Alto Adige, Lagen Platt & Pignat, Kardaun bei Bozen (Italien); sonnenexponierte Hanglagen, warme Tage und kühle Nächte
Klassifikation: Südtirol / Alto Adige DOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ohne Holzeinsatz, ausschließlich Stahltank (reduktiver Stil); späte Lese

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Weine

Te Mānia Nelson Organic Pinot Gris 2022 BIO 

Wein · Weißwein · Nelson · Neuseeland

Te Mānia Nelson Organic Pinot Gris ist ein biozertifizierter Pinot Gris, der an einen superweichen Viognier erinnert: viel Blütenduft zur Birne, etwas Zitrone, Honig und Geißblatt. Sehr klar und null breit – sehr wohl aber weich.


Nelson / Neuseeland

Te Mānia ist ein Familienweingut in der Region Nelson an der Spitze der Südinsel Neuseelands – eine der sonnigsten Regionen des Landes mit kühlen Nächten, die für klare Frucht und Frische sorgen. Der Wein stammt aus biologischem Anbau (Kontrollstelle DE-ÖKO-039, Non-EU-Agriculture).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Pinot Gris. Der Ausbau bewahrt die klare, blumig-fruchtige Aromatik und die weiche, runde Textur, ohne den Wein breit wirken zu lassen. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase viel Blütenduft, reife Birne, etwas Zitrone, Honig und Geißblatt. Am Gaumen weich und klar zugleich, mit feiner Frucht, schönem Schmelz und sauberem, präzisem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – ein Favorit für die Terrasse und zum Lunch.

Passt zu: asiatischer Küche, Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch und Salaten.


Lage: Nelson (Südinsel, Neuseeland); Te Mānia Wines
Klassifikation: Nelson – 100 % Pinot Gris, trocken
Ausbau: frucht- und schmelzbewahrender Ausbau

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Weine

Maxim Crotet Mâcon Peronne 2025

Weißwein · Mâconnais · Mâcon-Péronne

Chardonnay Mâcon-Péronne 2025 Mâconnais Kein Traktorzugang Ein Jahr Barrique auf der Feinhefe Bâtonnage

Der Mâcon-Péronne 2025 von Maxime Crotet ist ein reinsortiger Chardonnay aus dem zentralen Mâconnais, gewonnen aus einer Parzelle, die so schmal geschnitten ist, dass kein Traktor hineinfährt. Crotet arbeitet seit 2021 als Négociant-Vinificateur in Beaune, nach acht Jahren bei Frédéric Cossard in Saint-Romain. Von seinen Bourgogne-Blanc-Cuvées unterscheidet sich dieser Wein vor allem im Ausbau: ein volles Jahr im Barrique auf der Feinhefe, mit regelmäßigem Bâtonnage.


Mâcon-Péronne – Jurakalk im Tal des Bicheron

Die Appellation Mâcon-Péronne besteht seit dem 31. Juli 1937 und umfasst drei Gemeinden im zentralen Mâconnais: Péronne, Saint-Maurice-de-Satonnay und Clessé, alle im Tal des Bicheron gelegen. Sie ist klar weißweingeprägt: Auf 104 Hektar Chardonnay kommen ganze 1,4 Hektar Gamay für Rot und Rosé – rund 738.000 Flaschen im Jahresschnitt, fast ausschließlich weiß.

Geologisch ist das Gebiet uneinheitlich, und genau darin liegt sein Reiz. Die Formationen reichen von pliozänem Ton und Konglomerat bis zu kiesigen Mergelkalken des unteren Jura, deren Alter bei rund 200 Millionen Jahren liegt. Die Hänge sind nicht auf eine Himmelsrichtung festgelegt, sondern öffnen sich nach Süden, Norden, Osten und Westen – anders als an der Côte d'Or, wo der Hang als durchgehende Ostflanke verläuft.

Der Bodenwechsel schlägt sich direkt im Glas nieder: Auf kalkdominierten Parzellen fällt die Frucht reifer und runder aus, auf feuersteinhaltigen Böden dagegen floraler und straffer, mit Noten von Anis, Buchsbaum und trockener Macchia. Für einen Erzeuger, der nach Parzellen sucht statt nach Etiketten, ist das Mâconnais deshalb interessanter als sein Ruf als Zulieferregion vermuten lässt.

Jahrgang 2025 – Mâconnais

Der Mâconnais liest im Burgund traditionell zuerst, und 2025 fiel dieser Start noch früher aus als ohnehin üblich. Auf einen milden Winter folgten ein warmer Frühling und ein trockener, sonniger Sommer; der Vegetationszyklus lief durchgehend vor dem Kalender, die Lese begann in weiten Teilen Frankreichs zwei bis drei Wochen vor den gewohnten Terminen. Eine Hitzewelle Mitte August zog die Reife noch einmal an.

Prägend war der Trockenstress der Sommermonate: Die Beeren blieben klein, der Reifeverlauf innerhalb einzelner Parzellen fiel ungleichmäßig aus, was vielerorts zu gestaffelter Lese in mehreren Durchgängen zwang. Für die Erträge bedeutete das im Burgund insgesamt eine deutliche Erholung gegenüber dem sehr kleinen Jahrgang 2024, regional allerdings mit erheblichen Schwankungen und lokalen Hagelschäden im Frühjahr. Qualitativ zeigt der Chardonnay 2025 gut kalibrierte Reifegrade bei erhaltener Säure – mineralische Spannung statt Fülle, ein Profil, das eher auf Struktur als auf Opulenz hinausläuft.

Assemblage und Ausbau

100 Prozent Chardonnay, Jahrgang 2025. Die Trauben stammen von einer besonders schmalen Parzelle ohne Traktorzugang – vom Rebschnitt über die Laubarbeit bis zur Lese läuft dort jeder Arbeitsgang von Hand. Solche Parzellen sind der Grund, warum Crotets Modell als Négociant funktioniert: Er kauft Trauben von Winzern, deren Arbeitsweise er kennt, und bekommt dadurch Zugriff auf Flächen, die er als Quereinsteiger ohne Familienbesitz nie hätte erwerben können.

Der Ausbau unterscheidet diesen Wein von den Bourgogne-Blanc-Cuvées des Hauses: rund ein Jahr im Barrique auf der Feinhefe, begleitet von regelmäßigem Bâtonnage. Das Aufrühren der Feinhefe baut Textur und Cremigkeit auf, ohne dass Holzaroma dominiert – die Fässer sind nicht neu. Vergoren wird spontan mit den traubeneigenen Hefen, ohne Reinzuchthefe und ohne Enzyme; Schwefel kommt nur in minimaler Menge bei der Abfüllung dazu.

Im Glas

Helles Gelb mit goldenem Kern. In der Nase Zitrusfrucht und Steinobst – Pfirsich, Mirabelle –, dazu weiße Blüten und ein Hefeton aus dem langen Feinhefelager. Am Gaumen saftig und breiter angelegt als ein reiner Stahlausbau, die Cremigkeit kommt vom Bâtonnage, nicht vom Holz. Die Säure hält den Wein trotzdem geradlinig, das Holz bleibt eine Randnotiz. Der Abgang ist frisch und mittellang.

Die Parzelle ist so schmal, dass kein Traktor hineinpasst – jeder Arbeitsgang vom Schnitt bis zur Lese läuft von Hand.

Servieren bei 10 bis 12 °C. Der Wein ist jung zugänglich und über rund fünf Jahre auf seinem Niveau; das Feinhefelager gibt ihm mehr Reserve, als man einem Mâcon üblicherweise zutraut. Bei minimaler Schwefelung gehört er kühl und konstant gelagert.

Am Tisch

Zu Ziegenkäse – dem klassischen Partner der Region –, zu gegrilltem Hähnchen, zu Süßwasserfisch wie Zander und Forelle. Auch zu Kalbfleisch in heller Sauce, zu Pilzgerichten und zu Quiche. Ein Wein, der Alltagsgerichte trägt, ohne sie zu überfordern.


Produzent Maxime Crotet, Négociant-Vinificateur, Beaune
Rebsorte Chardonnay
Herkunft Mâcon-Péronne, zentrales Mâconnais
Klassifikation AOC Mâcon-Péronne, anerkannt 1937
Jahrgang 2025
Vinifikation Spontangärung mit traubeneigenen Hefen · Handlese · keine Reinzuchthefe
Ausbau Rund 12 Monate Barrique auf der Feinhefe · regelmäßiges Bâtonnage · kein neues Holz
Schwefelung Minimal bei der Abfüllung
Trinkempfehlung 2026–2031
Boden Kiesiger Mergelkalk des unteren Jura · pliozäner Ton und Konglomerat
Bewirtschaftung Reine Handarbeit, Parzelle ohne Traktorzugang

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Spirituosen

Lepanto Brandy Solera Gran Reserva

Brandy · Brandy de Jerez · Solera Gran Reserva · Spanien

Lepanto Brandy Solera Gran Reserva ist einer der großen Klassiker unter den spanischen Brandys, hergestellt von González Byass in Jerez. Zu 100 % aus der Palomino-Traube, rund 15 Jahre im klassischen Solera-Verfahren gereift – cremig und fein, mit Karamell, zarten Fasstönen und Zigarrennoten.


Herkunft

González Byass in Jerez de la Frontera (Andalusien) zählt zu den traditionsreichsten Bodegas Spaniens. Lepanto ist der einzige Brandy de Jerez, der vollständig in Jerez und zu 100 % aus der autochthonen Palomino-Traube entsteht.

Destillation und Reifung

Aus Palomino-Wein wird in kupfernen Charentais-Brennblasen doppelt destilliert (die sogenannten „Holandas"). Anschließend reift der Brandy rund 15 Jahre im traditionellen Solera-Verfahren (Criaderas y Solera) in amerikanischen Eichenfässern, die zuvor den Fino Tío Pepe enthielten.

Im Glas

Elegantes Mahagoni mit altgoldenen Tönen. In der Nase edle Hölzer, Karamell, Rosinen, getrocknete Mandeln und ein Hauch Zigarre. Am Gaumen sehr cremig und samtig, fein, trocken aber zugänglich, mit süßen Karamellnoten. Langer, anhaltender Abgang.

Pur genießen

Pur bei Zimmertemperatur in einem bauchigen Glas genießen. Klassisch auch zum Abschluss eines Essens oder – typisch spanisch – zu kräftigem Blauschimmelkäse.

Klassisch solo: pur, als Digestif oder zu Blauschimmelkäse.


Herkunft: Jerez de la Frontera, Andalusien (Spanien)
Art: Brandy de Jerez Solera Gran Reserva (100 % Palomino)
Destillation: doppelte Destillation in Charentais-Brennblasen
Reifung: rund 15 Jahre, Criaderas y Solera, in ex-Tío-Pepe-Fino-Fässern

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Spanien

Contino Reserva 2018

Rotwein · Rioja · Tempranillo · Reserva · Spanien

Contino Reserva ist ein eleganter, feiner Rotwein aus der Rioja vom renommierten Einzellagen-Gut Contino. Seine klaren Fruchtaromen harmonieren perfekt mit dem Holz. Ein extravaganter, sinnlicher Tempranillo, der trotz seiner Finesse jugendlich frisch mundet – ein Klassiker aus der Rioja.


Rioja

Contino ist ein renommiertes Einzellagen-Gut in der Rioja Alavesa im Norden Spaniens. Das ausgewogene Klima und die kalk- und tonhaltigen Böden verleihen den Tempranillo-Weinen Eleganz, Frische und Tiefe.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée wird von Tempranillo dominiert, ergänzt um Graciano, Garnacha und Mazuelo. Als Reserva reift der Wein über längere Zeit im Eichenfass, das ihm Noten von Sandelholz, Kokos, Karamell und feinem Toasting verleiht.

Im Glas

Tiefes Rot mit ersten Reifetönen. In der Nase reife, dunkle Beerenfrüchte, Sandelholz, Kokosnuss und Karamell sowie ein feines Toasting. Am Gaumen elegant und fein, mit klarer Frucht, die perfekt mit dem Holz harmoniert. Trotz der Finesse wirkt er jugendlich frisch; der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine kurze Belüftung tut dem Wein gut. Mit Reifepotenzial über viele Jahre.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Schmorgerichte und gereifter Käse.


Lage: Rioja Alavesa (Spanien); Kalk/Ton
Klassifikation: Rioja DOCa – Reserva
Ausbau: Tempranillo-dominiert mit Graciano/Garnacha/Mazuelo, Eichenfassreife

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Schaumweine

Domaine Vincey Champagne Oger Grand Cru 2018

Reiner Chardonnay von mehr als 60 Jahre alten Reben aus dem Heimatdorf der Familie steckt im Domaine Vincey Champagne Oger Grand Cru 2018. Der Ausbau erfolgt komplett in gebrauchten Barriques, Rütteln und Degorgieren in Handarbeit, eine Dosage gibt es nicht. Ein kräftiger Champagner mit Ecken.

Im Glas

Tiefes Gold, feine Perlen. Ein voller, würziger Duft: Brioche und Hefegebäck, gelbes Steinobst, rauchig-herbes Holz und eine wilde Note, der typisch für Vincey ist. Am Gaumen breit und kraftvoll – hier zählt Druck, nicht Filigranität. Die Kreide gibt Kontur, der Abgang bleibt streng, trocken und lang.

Mach was draus

Gebratener Fisch, Hummer, Huhn oder Kalb mit Rahmsauce, reifer Hartkäse und würzigere Gerichte. Für zarte Vorspeisen ist er zu kräftig. Ein Aperitif mit Wucht. Serviere ihn bei 9 bis 11 °C im großen Glas und lass ihn atmen.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Der Oger 2018 ist der Kraftprotz unter den Vincey-Champagnern. Am liebsten trinke ich ihn zum Essen.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie wird er ausgebaut? Die Trauben werden von Hand und selektiv gelesen. Der Wein reift dann für einige Monate mit der Feinhefe in alten Barriques aus Frankreich, in denen auch der biologische Säureabbau stattfindet.

Was zeichnet Oger aus? Oger ist komplett Grand Cru. Der Chardonnay fällt hier runder und blumiger aus als in Le Mesnil-sur-Oger.

Rebsorte Chardonnay · Grand Cru Oger (Côte des Blancs) · Ton und Kalkstein über Kreide · Reben über 60 Jahre · Jahrgang 2018 · Handlese · gebrauchte Barriques · Malo im Fass · Handrüttelung · Brut Nature, 0 g/l · Domaine Vincey, Oger · Stand: Oktober 2026

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