Meine Ansichten über kalifornische Weine. Teil 3.: scheußlich – durchschnittlich – sehr gut
Der Name der Straße – ein wenig „abgefälscht“ – hat viel versprochen. Wir sind in Numacia angekommen. Imagine war die erste Adresse. Der Empfangsraum ist großzügig gestaltet, man merkt die Besitzer lieben Kunst.., und es wäre besser, wenn sie bei der Kunst geblieben wären. Die Degustation kostet 10 Dollar. Eigentlich sollte man dafür bezahlt werden, diese Weine zu verkosten!!!
Die Namen der Weine „Paradise Mountain….“ versprachen viel, dabei blieb es. Alle Weine, die ich probiert habe – ich war tapfer – waren scheusslich: die meisten zeigten Alterungsnoten, schmeckten nach Pilzen, Eiern… je ein Schluck, der Rest wurde weggeschüttet, eine Qual, noch jetzt bekomme ich eine Gänsehaut. Unterdurchschnittliche Qualität, daher keine Weinnamen. Die erste Adresse war in dieser Ortschaft auch die letzte. Ich hatte Angst vor neuen Weinerfahrungen.
Edna Valley ähnelt ein wenig der Toskana: hügelig, Zypressen..
Kynsi Winery macht einen eher unscheinbaren Eindruck; ich war neugierig auf die Weine. Da das Weingut noch zu hatte, haben wir die Zeit genutzt und haben die Edna Valley Vineyard aufgesucht. Große Flächen, das Lesegut wird dazu gekauft und verarbeitet. Den Weg dahin kann man sich eigentlich sparen. Zwar ein schöner Vorgarten mit unterschiedlichen Erziehungsformen und Rebstöcken (eine gute und lehrreiche Idee), aber die Weine der Basis-Linie schmecken verwässert. Fast schon frech so etwas anzubieten. Die Weine der „zweiten“ Linie sind zwar besser, aber wenn man die Preise vor Augen hat, machen sie auch nicht wirklich Spaß.
Zurück in Kynsi Winery kam ich auf meine Kosten. Der Schwerpunkt liegt bei Pinot Noir, die Weine sind mit 30 Dollar bezahlbar, sie schmecken sehr gut. Zu empfehlen. Die Ehre der Gegend wurde damit gerettet.









