Joh. Jos. Prüm Zeltinger Sonnenuhr Riesling Spätlese Goldkapsel 1998 – Mosel – Deutschland
Und da ist wieder einmal ein Riesling von dem Winzer J. J. Prüm von der Mittelmosel. Diesmal hat es eine „arme“ 1998 Zeltinger Sonnenuhr Riesling Spätlese Goldkapsel erwischt. Der Weinjahrgang 1998 gehört für die Mosel sicher nicht zu den ganz großen Jahren. Dieses Jahr zeichnete sich im Sommer mit über 40 Grad gemessenen Temperaturen als sehr warmes Jahr aus. Was generell sehr gut für andere Rebsorten ist, ist bei dem sehr feinen und subtilen Riesling nicht immer von Vorteil. Es fehlt dann die so zwingend notwendige Säurestruktur und Spitzigkeit für diese eleganten Tropfen. Das Hause Joh. Jos. Prüm hat diesen Jahrgang (wie fast jeden Jahrgang auch) allerdings bravourös gemeistert. Der Duft ist grandios, viel Steinobst, starkes Frühlingswiesen Aroma, nur ein Hauch Firnis, welcher sich durch leichte Vanillenoten zeigt sowie Frische, als ob man in eine kalte Winternacht einatmet. Im Mundgefühl bietet der Wein dann ein sehr traubiges Mundgefühl, spannend und für einen fruchtsüßen Riesling sehr voll, die dem Wein sehr gut zu Gesicht steht. Der Abgang ist dann etwas kurz und auch die sonst so spannende Säure, die einen Moselwein sonst so lebendig macht, fehlt leider ein wenig. Das Fazit lautet dann auch: es handelt sich für den Jahrgang um einen tollen Wein, ein ganz Großer wird es wahrscheinlich dennoch nicht werden. Dies ist allerdings Jammern auf allerhöchstem Niveau!
Rotwein · Langhe Nebbiolo DOC · Nebbiolo
Der Revello Fratelli Langhe Nebbiolo 2024 stammt aus einer über zwanzig Jahre alten Rebanlage auf sehr kalkhaltigem Untergrund in der Lage Annunziata bei La Morra. Ein Nebbiolo voller eigener Stilistik – mit zartem Veilchenduft, klaren Ledernoten und reifer Pflaume, wie sie nur diese Rebsorte wiedergeben kann.
Annunziata – Nebbiolo aus dem Herzen von La Morra
Die Trauben stammen aus den Weinbergen Annunziata, einer Frazione von La Morra im Herzen des Barolo-Gebiets. Die 0,9 Hektar große Parzelle ist nach Südosten (230 m) und Südwesten (250 m) ausgerichtet und wurde 1996 mit Nebbiolo bestockt. Der Boden aus Kalk und Ton bietet ideale Voraussetzungen für einen klassischen, eleganten Nebbiolo.
Die Lage Annunziata ist für La-Morra-typisch parfümierte, feingliedrige Nebbioli bekannt. Der sehr kalkhaltige Untergrund verleiht dem Wein seine florale Aromatik, feine Struktur und mineralische Spannung.
Jahrgang 2024 – Langhe
Der Wein wurde Anfang Oktober gelesen, bei einem Ertrag von 8,0 t Trauben pro Hektar. Als jüngerer, früh zugänglicher Nebbiolo zeigt er klare, frische Frucht und die sortentypische florale Würze – ein eleganter Wein für den früheren Genuss, der zugleich über einige Jahre gewinnt.
Vinifizierung und Ausbau
Reinsortiger Nebbiolo aus dem Jahrgang 2024, Langhe DOC, trocken.
Die Maischegärung erfolgt in horizontalen Rotationsfermentern über etwa sechs Tage mit den Traubenschalen, gefolgt von einer alkoholischen Gärung in Edelstahltanks über rund 10 bis 15 Tage; auch die malolaktische Gärung findet im Stahl statt. Anschließend reift der Wein in Barriques aus französischer Eiche, die bereits 12 bis 14 Monate verwendet wurden – ein Ausbau im gebrauchten Holz, der die Frucht und florale Klarheit bewahrt, ohne sie mit Holznoten zu überdecken. Abfüllung im Juli.
Im Glas
Dieser Nebbiolo verströmt einen zarten Veilchenduft, der mit klaren Ledernoten unterlegt ist. Nach ausgiebiger Belüftung des Weines öffnet sich das Bukett, aber auch der Geschmack zu reifem Pflaumenmus. Langer und anhaltender Nachhall. Ein Nebbiolo zum guten Mahl und voller eigener Stilistik, wie sie eben nur diese Rebsorte wiedergeben kann.
Zarter Veilchenduft mit klaren Ledernoten, nach Luft reifes Pflaumenmus – langer, anhaltender Nachhall.
Profitiert von ausgiebiger Belüftung; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.
Am Tisch
Zu kräftigen Pasta- und Risottogerichten, zu geschmortem Rind und Wild, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu mittelreifem Hartkäse.
