Saouma Le petit Livre d´A.M. Bach 2009 – Cotes-du-Rhone – Frankreich
Eine selektionierte Menge Grenache Trauben, dabei wird nur der Ablaufwein ohne jeglichen Presswein Zusatz für den Ausbau verwendet und dann wird dieser flüssige Rohdiamant noch 60 Monate im 500 Liter Holzfass auf der Feinhefe liegen gelassen. Nach Abschluss dieses „Winzer Hasardeuren Stückes“ muss das ganze nur noch in 333 Liter Magnum Flaschen gefüllt werden, den Namen Le petit Livre d´A.M. Bach bekommen, entkorkt werden und „BANG“ fertig ist ein Getränk, ein Chateuneuf-du-Pape, ein Elixier roter, zusammengefügter Partikel, wie es die Welt wahrscheinlich vorher noch nie gesehen, geschweige denn getrunken hat. Man kann Mounier Saouma nur danken, dass er einmal einen anderen Weg der Weinbereitung gewagt hat, um auszuloten, was in der Qualitätsspitze noch so alles möglich ist. Der Tüchtige und Mutige wurde in diesem Fall belohnt und seine Jünger können vor Begeisterung nur alle Hüte ziehen und ihr gesamtes Erspartes für eine dieser seltenen Flaschen zusammenkratzen. Sämtliche Kritiker und Besserwisser verstummen dagegen nach dem ersten Schluck und werden spätestens nach dem dritten und vierten Schluck selber zu großen Fans von Mounier Saouma und diesem kostbarem Nass.
Geradliniger Duft nach Hagebutte, unreifen roten Johannisbeeren, Holunder. Dabei wirken die Aromen schockierend echt und natürlich. Wie genial-reife Früchte, die kurz vor ihrem optimalen Erntezeitpunkt stehen und dann beim Schmeckenden während des Riechens bis hin zum Schmecken eine ungekannte Geschmacksdimension erreichen. Die Säurestruktur ist dabei griffig, transparent und immer unterstützend im Hintergrund als Motor vorhanden. Diese transportiert auch eine irrsinnige Länge, größte Finesse und eine atemberaubende Vielschichtigkeit in diesen Wein hinein. Nach über einer Stunde Luftkontakt bekommt dieses Naturwunder dann noch balsamische Noten und eine gewisse Cremigkeit dazu und auch frische Wiesenkräuter finden den Weg ins Bewusstsein. Jedes Molekül sitzt hier an seinem richtigen Platz und die Lippen des Genießenden können am Ende des leergetrunkenen Glases nur ein großes „Danke“ an seinen Schöpfer murmeln. Die Châteauneuf-du-Pape Appellation hat eine neue Stilikone geboren, die in dieser Perfektion wohl nicht so bald zu toppen sein wird.
