Lima – London – Grossbritannien
Die neuen Küchentrends sollen aus Südamerika kommen. Da inzwischen fast alle anderen Kontinente auch schon kulinarisch europäisiert wurden, bleibt sonst auch nicht mehr besonders viel übrig. Neben Gaston Acurio, dem Vater dieser kulinarischen, von großem Medienrummel begleiteten Bewegung, ist der junge international ausgebildete Koch Virgilio Martínez der Star dieser Szene. Peru ist leider zu weit weg, um mal eben dort essen zu gehen. Da trifft es sich sehr gut, dass der junge Unternehmer in London ein Restaurant namens Lima eröffnet hat. So führt der Weg in die britische Hauptstadt, um einmal diese ganz andere Küche genießen und erfahren zu dürfen.
Der größte unentdeckte Schatz Perus sind wohl die über 3000 verschiedenen Kartoffelsorten. Um die 150 davon verwendet Virgilio Martínez in seinen Küchen. Nicht nur Friedrich der Große hätte hierbei seine wahre Freude gehabt, auch der Gast kann hier neue Aromen bei diesen „Stärkefeuerwerken“ entdecken. Die Königin dieser Andenknollen ist eine auf 4000 Meter über dem Meeresspiegel wachsende Kartoffel, die nachts „erfriert“ und tagsüber von der Sonne ausgetrocknet wird; also quasi eine auf natürlichem Wege gefriergetrocknete Kartoffel. Diese wird im Restaurant Lima mit Amazonas Cashewnüssen angemacht und kann als Beilage mitbestellt werden. Sie hat einen kräftigen, nussigen Geschmack, bildet leichte Safranaromen, wirkt stark sättigend und ist keine wirklich feine Speise, bietet aber in jedem Fall ein ganz neues Geschmackserlebnis. Von solchen Knollen sollen sich wohl auch die Inkas seinerzeit ernährt haben. Auch die anderen Gerichte, die in dem kleinem Restaurant Lima locker gereicht werden, schmecken anders. Andere Fonds und Saucen, viele saure Elemente, jede Menge Stärke in den Speisen bereiten sehr viel Gaumenfreude. Diese peruanische Küche verdankt ihren guten Ruf sicherlich auch dieser Neuartigkeit, die für den europäischen Gaumen recht ungewohnt ist. Das ist spannend und sehr lecker und schreit nach einer baldigen Wiederholung.
Amazona Artischoke, rote Kartoffel, Passionsfrucht und Erbsen.
Rinderfilet, hausgemachte Aioli und Koriander Kresse.
Kartoffel und Gemüsevariation.
Braune Seetangbutter mit Paiche, Achiote, Yuca Wurzeln und Kakao aus dem Amazonas Gebiet.
Hummer in Maissud, Seespargel, Ackerbohnen und Chili.
Kohlenfisch, Maisbrei, Palmenherzen.
Natürlich gefriergetrocknete Kartoffeln.
Auf der unteren Etage des Limas gibt es weitere Sitzplätze …
Saftiges Himbeereis, Ingwersirup.
Himbeeren mit Bananeneiscrem und Baiser.
Alfajores (Mürbeteiggebäck) mit Schokolade und Milcheis.
Lima
31 Rathbone Pl, London W1T 1JH
Großbritannien
Telefon: +44 20 3002 2640
www.limalondongroup.com





