Priorat

Priorat

Ein Wein, neun? – Der Prior weiß Rat

Summiert man alle kontrollierten und weniger strikt kontrollierten Weinbauregionen Spaniens, kommt man auf über achtzig klar abgegrenzte Gegenden. Der Großteil ist völlig unbekannt, einen Namen haben sich eigentlich nur Rioja und Cava gemacht, wobei letzteres ein eher kompliziertes Gebilde ist. Aber das soll hier und heute nicht das Thema sein.

Eine der Weinbauregionen, deren Namen auch jene Weinfreunde gelegentlich hören, die sich nicht mit spanischen Weinen beschäftigen, ist das Priorat, eine kleine Region im Bergland von Tarragona mit Hauptdorf Gratallops („dankbare Wölfe???“). So weit, so gut. Dann hat man vielleicht noch von einem Wein namens L’Ermita gehört, den ein gewisser Álvaro P., der mit den blauen Augen, keltert. Getrunken haben ihn wohl nur wenige Menschen, schließlich gibt es nicht gerade viele Flaschen und mit sieben grünen Scheinen aufwärts geht der Wein auch schnell ins Geld. Clos Mogador, irgendwas mit Martinet und dann ist da noch der Wein von dem Typ, der singt, genau: Cims de Porrera. Wer mehr kennt und mehr weiß ist schon ein absoluter Insider.

Rings um das Priorat, der Ring ist fast komplett geschlossen, gibt es eine weitere Weinbauregion. In früherer Zeit nannte sie sich Tarragona – Zona Falset, aufgrund nachhaltiger Absatzbewegungen wurde daraus die D.O. Montsant. Priorat und Montsant unterscheiden sich durch die Gesteinsform: Priorat ist Schiefer, wenn auch durchaus unterschiedlich, während Montsant aus mehr oder weniger kalkhaltigem Sandstein besteht, mit einer meist relativ dicken Lehmkrume. Nimmt man Terroir ernst – osos alemanes tun dies – so ist diese Abgrenzung schon in Ordnung.

Der spannende Teil beginnt jetzt! Denn das Priorat besteht nicht aus neun ?, sondern aus genau neun Orten: Bellmunt, El Lloar, Gratallops, Porrera, Torroja del Priorat, La Vilella Baixa, La Vilella Alta, Poboleda sowie La Morera de Montsant, dazu kommen noch Teile der Gemeindegebiete von Falset und El Molar. Alles Schiefer. Verdammt einfach zu verstehen…. Verdammt falsch.

Es ist noch nicht so lange her, da zog der oso alemán mit einer Horde Weinimporteure durch das Priorat – von Dorf zu Dorf, sozusagen. Und in fast jedem Dorf machten wir Station und verkosteten die Weine der Weingüter des Ortes. Da die Produktion der Bodegas in der Regel klein ist, achtzig der etwa einhundert Bodegas füllen weniger als 20.000 Flaschen pro Jahr und da fast alle Weingüter ihre Rebanlagen in den Orten stehen haben, in denen auch ihre Bodega steht, kann man die Unterschiede und Gemeinsamkeiten durchaus herausschmecken. Die Importeure jedenfalls waren bass erstaunt über die Vielfalt der Weine, aber auch über die klare Unterscheidbarkeit. Poboleda ist nun einmal kalt, das merkt man auch den Weinen an. Bellmunt, ganz im Südwesten der Region gelegen, ist eine Art großer Bratofen, die Weine sind in der Regel alkoholstark und nur bedingt elegant.

Über all die neun Orte, deren Terroirgegebenheiten und die Auswirkungen eben dieser auf die Weine zu sprechen, würde viele Rahmen sprengen. Daher beschränken wir uns auf drei Orte, vielleicht die drei wichtigsten Orte der Region: Gratallops, Torroja del Priorat und Porrera. Auch wenn Porrera und Gratallops gerade einmal zwanzig Kilometer auseinanderliegen, Torroja trifft man auf halbem Wege, so sollte man schon eine Stunde einkalkulieren, um von P nach G zu kommen, kurvenarme Straßen gibt es im Priorat nicht!

Schon die Lage der Orte deutet an, wohin die Reise geht: Gratallops liegt oben auf einer kleinen Anhöhe, die Weinberge befinden sich an den Hängen, die in alle vier Himmelsrichtungen abfallen. Torroja liegt am Hang, Weinberge gibt es auf beiden Seiten; Porrera schließlich befindet sich tief unten in einem eher engen Kessel, Reben findet man an den Steilhängen rings um den Ort.

Gratallops ist Frucht. Für Priorat-Verhältnisse sind die Weine eher elegant, Garnacha dominiert. Je nach Hangausrichtung sind die Weine eher schwerer oder nicht ganz so heftig, es sind wohl die Weine des Priorat, mit denen auch Nichteingeweihte am ehesten klarkommen.

Porrera ist das komplette Gegenteil! Dominiert Garnacha in Gratallops, so ist Porrera Cariñenaland! Die Weine, zumindest solange CabMeSy außen vor bleiben, sind betont stoffig, gelegentlich wuchtig, so nebenbei eine Flasche wegsüffeln ist ein eher gefährliches Unterfangen. Es gibt aber kaum einen Ort, der die Charakteristik der Cariñena-Traube besser darstellt als Porrera.

Torroja del Priorat ist so halb und halb. Die besseren Weine des Ortes bestehen vor allem aus Cariñena, wobei insgesamt wohl Garnacha dominiert. Anders als Porrera ist Torroja eben kein Kessel, sondern Hanglage. Und zwar auf beiden Seiten des Hanges. Cariñena ist gezähmt, während Garnacha etwas dichter, stoffiger, komplexer daherkommt als in Gratallops.

Gratallops und Porrera sind die bekannteren Orte, keine Frage! Torroja del Priorat ist eigentlich erst präsent, seitdem ein Südbayer (Dominik Huber) begann, hier Weine zu keltern. Natürlich gab es auch zuvor schon das eine oder andere Weingut, dessen Weine man problemlos trinken kann (das gilt bei weitem nicht für alle Weingüter der Region), sie hatten und haben jedoch nun einmal nicht den Ruf eines Álvaro, René, José Luis, Carlos oder wer auch immer.

Es gibt kein Qualitätsranking, es gibt auch keine besseren Lagen in genau einem der drei Orte. Viel hängt vom Alter der Rebstöcke, von der Hangausrichtung, von der Art der Weinbergsarbeit ab. Teure Weine gibt es in allen drei Orten, wobei das absolute Preisniveau, vom L’Ermita einmal abgesehen, so grottig nicht ist.

Nebenbei bemerkt: es gibt auch in den anderen sechs Orten die eine oder andere gute Bodega. Und es gibt auch in jedem der drei Orte Weingüter, die eher grenzwertige Weine auf den Markt werfen. Über den dicken Daumen gepeilt, ist man bei Bodegas aus diesen drei Orten aber eher auf der sicheren Seite.

Es gibt jedoch ein gravierendes Problem? Woher soll der wein- und wissensbegierige Konsument wissen, was in der Flasche ist? Da steht Priorat auf dem Etikett, den Ortsnamen muss man mit der Lupe suchen. Bücher, die einem die Dinge erklären, gibt es nicht, die meisten Blogs und andere im Internet auftreibbare Texte betrachten die Welt nur bedingt vorurteilsfrei.

Und da hatten Álvaro (der schon wieder) und René Senior eine Idee. Na ja, sie hatten keine wirkliche Idee, sie kopierten nur das, was man in Deutschland oder auch im Burgund oder in Barolo als Lagenklassifikation kennt. Inzwischen gibt es Ortsweine (vi de vila – man spricht natürlich catalán) und auch waschechte Lagenweine (vi de finca), in nicht allzu ferner Zukunft soll es auch noch eine Kategorie namens vi de partida, so etwas wie ein Großlagenwein, geben. Vi de finca ist nicht wirklich ausgegoren, da es sich eben nicht um Lagen im mitteleuropäischen Sinne handelt, sondern um konkrete Parzellen, etwa mit Monopollaen vergleichbar. Es ist somit nur bedingt möglich, Wein des gleichen „finca“ von verschiedenen Erzeugern zu finden. Der vi de vila hingegen beginnt, sich durchzusetzen. Das wird noch ein paar Jahre brauchen, der Pfad zumindest ist markiert. Und, das hat man durchaus klug gelöst: die Ortsweingrenzen sind nicht identisch zu den Gemeindegrenzen. Denn die Grenzziehung im Priorat ist schon arg kompliziert, Porrera etwa endet fünf Meter vor der Kirche von Gratallops. Man hat stattdessen die Grenzen so gelegt, dass in sich geschlossene Gebiete entstehen, Terroir schlägt Verwaltung! Text: El oso alemán.

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Rebsorten

Quattro Conti Tre Forte Rosso Puglia

Rotwein · Cuvée · Puglia · Italien

Conti Zecca Tre Forte Rosso Puglia ist eine fruchtbetonte Rotwein-Cuvée aus dem sonnenverwöhnten Apulien im Süden Italiens. Sie vereint Primitivo, Negroamaro und Cabernet Sauvignon. Saftig, fruchtig und klar zeigt sich der Wein, trocken in seinen Aromen. Ein zugänglicher, vollmundiger Rotwein aus dem Salento.


Puglia

Apulien (Puglia) bildet den „Stiefelabsatz" Italiens. Das warme, sonnenreiche Mittelmeerklima und die Nähe zum Meer bringen reife, fruchtbetonte Rotweine hervor – allen voran aus den heimischen Sorten Primitivo und Negroamaro.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Primitivo, Negroamaro und Cabernet Sauvignon. Primitivo gibt Frucht und Fülle, Negroamaro Würze und Struktur, Cabernet Sauvignon Halt und Tiefe. Der Ausbau bewahrt die klare, fruchtbetonte Art.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase reife dunkle Beeren, Kirsche und Pflaume, dazu mediterrane Würze. Am Gaumen saftig, fruchtig und trocken, mit weichem Tannin, klarer Frucht und rundem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Pasta mit kräftigen Saucen, gegrilltes Fleisch, Lamm, Pizza und mittelalter Käse.


Lage: Puglia / Salento (Italien)
Klassifikation: Puglia IGT – Rotwein-Cuvée
Ausbau: Primitivo, Negroamaro & Cabernet Sauvignon

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Weine

Schwedhelm Kreuzberg Riesling 2023 trocken Magnum

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Kreuzberg Riesling 2023 vom Zeller Kreuzberg strotzt nur so vor packender, klarer Mineralik. Ein Aromenpotpourri von Aprikose, Zitrone und Pfirsich sowie ein Hauch frischer Kräuter vollenden den genussvollen Trinkfluss – hier in der festlichen 1,5-Liter-Magnum.


Pfalz / Zeller Kreuzberg

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der nördlichen Pfalz beheimatet. Die Lage Zeller Kreuzberg mit ihren kalkmergelgeprägten Böden ist bekannt für mineralische, spannungsreiche Rieslinge mit klarer Herkunftshandschrift.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Der Ausbau stellt die packende, klare Mineralität und die frische Frucht der Lage in den Vordergrund. In der 1,5-Liter-Magnum, die eine besonders harmonische, langsame Reifung begünstigt. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase ein Aromenpotpourri von Aprikose, Zitrone und Pfirsich mit einem Hauch frischer Kräuter. Am Gaumen packend mineralisch und klar, mit saftiger Frucht, animierender Säure und einem genussvollen, langen Trinkfluss.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen; die Magnum ist ideal für besondere Anlässe.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und asiatischer Küche.


Lage: Pfalz, Zellertal, Zeller Kreuzberg (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Riesling, trocken
Ausbau: mineralitätsbetont (Kalkmergel)
Gebinde: Magnum, 1,5 Liter
Jahrgang: 2023

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Italien

Caldora Montepulciano d'Abruzzo 12er Set

Rotwein · Montepulciano · Abruzzen · 12er-Set

Caldora Montepulciano d'Abruzzo ist ein saftiger Rotwein der Fantini Group aus den sonnigen Abruzzen – hier im günstigen 12er-Paket. Reinsortiger Montepulciano mit klaren Kirsch- und Brombeernoten, erdig-würzig und mit milden Gerbstoffen.


Abruzzen

Fantini by Farnese aus den Abruzzen zählt zu den bekanntesten Erzeugern Süditaliens. Der Montepulciano d'Abruzzo ist die klassische Rotweinsorte der Region und bringt saftige, fruchtbetonte Weine hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Montepulciano d'Abruzzo. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die saftige, fruchtbetonte Art. Ein unkomplizierter Alltagswein – ein ehrlicher Schoppenwein zum fairen Preis.

Im Glas

Rubinrot. In der Nase klare Kirsch- und Brombeernoten mit erdig-würzigen Anklängen. Am Gaumen saftig und fruchtbetont, mit milden Gerbstoffen und unkompliziertem Trinkfluss. Runder Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – solo, als Schoppen oder zu herzhafter Küche.

Klassische Begleitung: Pizza, Pasta, Gegrilltes und Hartkäse.


Lage: Abruzzen (Italien)
Klassifikation: Montepulciano d'Abruzzo DOC – Rotwein (trocken)
Ausbau: Edelstahltank
Inhalt: 12 Flaschen à 0,75 l

Ehrliche und gute Schoppenweine zum besonderen Vorteilspreis im 12er-Paket – versandkostenfrei innerhalb Deutschlands (12 Flaschen à 0,75 Liter). Lieferzeit 7 Tage. Nur Online-Bestellung möglich.

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Portugal

Feuerheerds Colheita 2009

Portwein · Douro (Portugal) · Colheita

Colheita Port (jahrgangsrein) Douro / Porto (Portugal) fassgereift (mind. 7 Jahre) süß · aufgespritet · 0,5 l 2009

Der Feuerheerd's Colheita 2009 von Barão de Vilar ist ein jahrgangsreiner, im Fass gereifter Tawny-Port aus dem Douro. Ein süßer, aufgespriteter Wein mit verschwenderischem Bukett, intensivem Gaumen und ewig langem Nachhall – in der 0,5-Liter-Flasche.


Colheita – jahrgangsreiner Tawny aus dem Douro

Colheita ist das portugiesische Wort für „Jahrgang"; Colheita-Portweine sind aufgespritete Rotweine aus einem einzigen Jahrgang. Von Gesetz wegen müssen sie mindestens sieben Jahre im Holzfass reifen, bevor sie gefüllt werden – viele Häuser lassen ihre besten Partien jedoch deutlich länger in alten, großen Fässern, bis sie ihre ideale Trinkreife erreicht haben.

So schlummern in den ehrwürdigen Kellern in Porto bemerkenswerte Schätze. Barão de Vilar führt diese Tradition mit der Marke Feuerheerd's fort.

Jahrgang 2009 – Douro

Die Wachstumsperiode 2009 war ausgesprochen trocken, was zu sehr niedrigen Erträgen führte. Ein warmer Frühling löste frühen Austrieb und Blüte aus, der Sommer brachte praktisch kaum Regen, und im August erreichten die Temperaturen sengende Höhen, die die Trauben rasch zur phenolischen Reife brachten. Touriga Nacional und Touriga Franca überstanden die harten Bedingungen besser als andere Sorten.

Die Ernte fiel kleiner als normal aus, die Weine jedoch ausgezeichnet: intensiv und tief konzentriert, mit dunkler, schwarzer Frucht, geschmeidigem, aber griffigem Tannin und pikanter Säure. 2009er Ports können bequem Jahrzehnte reifen.

Assemblage und Ausbau

Aufgespriteter Portwein aus traditionellen Douro-Rebsorten (u. a. Touriga Nacional, Touriga Franca), Jahrgang 2009.

Die lange Reife in alten, großen Holzfässern verleiht dem Wein die typische Tawny-Aromatik und eine seidige Textur, bevor er gefüllt wird.

Im Glas

Bernsteinfarben mit Reife. In der Nase getrocknete Feigen, Datteln und Rosinen, Karamell und Toffee, Walnuss und Mandel, Orangenzeste und feine Gewürze. Am Gaumen süß und seidig, mit intensivem Geschmacksbild und einem ewig langen, delikaten Nachhall.

Getrocknete Früchte, Karamell und Walnuss über seidiger Süße – ein verschwenderisches Bukett mit ewig langem Nachhall.

Bei 14–16 °C servieren; nach dem Öffnen über Wochen haltbar. Für besondere Momente.

Am Tisch

Zu kräftigem und blauem Käse, dunkler Schokolade, Desserts und Nüssen – oder solo als Digestif. Ein Gaumenschmeichler für besondere Anlässe.


Lage: Douro / Porto (Portugal)
Klassifikation: Porto DOP – Colheita (jahrgangsreiner Tawny)
Ausbau: aufgespritet; jahrgangsrein, lange Reife im großen Holzfass

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Länder/Regionen

Caliterra Carmenere Reserva

Rotwein · Colchagua Valley · Carménère · Chile

Caliterra Reserva Carménère ist ein fruchtbetonter, süffiger Rotwein aus dem Colchagua Valley in Chile. Carménère stammt ursprünglich aus dem Bordeaux und wurde in Chile jahrzehntelang mit Merlot verwechselt, bis sie als eigene Sorte erkannt wurde. Heute gibt sie chilenischen Rotweinen ein unverwechselbares Gesicht. Im Glas ein klarer, charaktervoller Carménère mit reifer Frucht.


Colchagua Valley

Das Colchagua Valley liegt rund zwei Autostunden südlich von Santiago im chilenischen Valle Central. Granit- und Tonböden, viel Sonne und kühlende Brisen sorgen für reife, ausgewogene Trauben. Hier reift Carménère spät und gleichmäßig aus, was ihr den typischen, würzig-fruchtigen Charakter gibt.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht überwiegend aus Carménère. Nach der Gärung reift er mehrere Monate in Eichenfässern aus amerikanischer und französischer Eiche, die ihm dezente Würze und Struktur geben, ohne die saftige Frucht zu überdecken.

Im Glas

Klares Purpurrot. In der Nase reife dunkle Frucht wie Pflaume und Brombeere, dazu eine würzige, leicht pfeffrige Note. Am Gaumen saftig und süffig, mit weichem Tannin und runder Frucht. Der Abgang ist weich und unkompliziert.

Am Tisch

Bei 15–18 °C servieren; jung und unkompliziert zu genießen.

Klassische Begleitung: gegrilltes Fleisch, würzige Gerichte, Eintöpfe und mittelkräftiger Käse.


Lage: Colchagua Valley (Valle Central), Chile
Klassifikation: DO Valle de Colchagua – Reserva
Ausbau: mehrere Monate Eichenfass (amerikanische/französische Eiche)

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Spanien

Pupitre Cava Semi Seco

Ein Cava, der halbtrocken ausgebaut wurde und dessen feine Süße sehr gut zu Desserts passt.

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Frankreich

Groffier Chambolle Musigny Hauts Doix 1er Cru 2019

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny 1er Cru Les Hauts Doix 2019

Der Robert Groffier Chambolle-Musigny Les Hauts Doix 1er Cru 2019 stammt von alten Reben direkt neben der legendären Lage Les Amoureuses – der „kleine Bruder" der Amoureuses, parfümiert und fein, mit der reifen Frucht des Jahrgangs 2019.


Les Hauts Doix – die Lage

Les Hauts Doix liegt im südöstlichen Teil von Chambolle-Musigny, unmittelbar an der Grenze zur berühmten Lage Les Amoureuses, entlang der Straße zwischen Chambolle und Vougeot. Die ostexponierte Parzelle gilt als eine der feinsten Premier-Cru-Lagen des Dorfes.

Die Reben wurzeln auf flachgründigen, kalkgeprägten Böden, die direkt auf dem Muttergestein aufliegen; der hohe Anteil an Steinen und Kies macht sie karg und stark drainierend – ideal für niedrige Erträge und konzentrierte Trauben. Groffiers Reben hier sind rund 70 bis 80 Jahre alt.

Jahrgang 2019 – Côte de Nuits

2019 war in der Côte de Nuits ein warmer, trockener Jahrgang mit kleinen Erträgen und hoher Konzentration.

Trotz der Reife blieb eine bemerkenswerte Frische erhalten – die Weine zeigen dichte, reife Frucht, feines Tannin und gutes Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019.

Vor der Gärung rund eine Woche kalt mazeriert, vergoren mit 50 % Ganztrauben, ausgebaut in französischen Barriques. Ganztrauben- und Neuholzanteil werden bei Groffier jahrgangsweise angepasst – die Stilistik zielt auf Konzentration aus der Traube, nicht aus dem Keller.

Im Glas

Helles, leuchtendes Purpur. Eine kraftvolle, sehr parfümierte Nase mit Iris und Waldboden über dunkler Beerenfrucht und dunkler Himbeere. Am Gaumen mittelgewichtig, spannungsreich und präzise, mit feinkörnigem Tannin und einem frischen, mineralischen Finale; junge, noch leicht kompakte Struktur.

Parfümiert, fein und spannungsreich – ein eleganter Chambolle neben Les Amoureuses, gebaut für die lange Reife.

Jung noch verschlossen: braucht drei bis vier Jahre Flaschenreife, profitiert von Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Reh, Taube, Ente und Geflügel, zu Gerichten mit Pilzen oder Trüffel sowie zu gereiftem Weichkäse. Ein eleganter Begleiter für festliche Küche.


Lage: Chambolle-Musigny 1er Cru Les Hauts Doix, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); flachgründige kalkig-steinige Böden, alte Reben (~70–80 J.), an Les Amoureuses
Klassifikation: Chambolle-Musigny 1er Cru AOC (Les Hauts Doix), Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 50 % Ganztrauben; französische Barriques

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Rebsorten

Willi Schäfer Graacher Himmelreich Riesling Spätlese 2025

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Spätlese, fruchtsüß)

Riesling Graacher Himmelreich Spätlese · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–65 % 2025

Die Willi Schäfer Graacher Himmelreich Riesling Spätlese 2025 stammt aus einer Paradelage der Mittelmosel. Eine fruchtsüße Spätlese von filigraner Eleganz, aromatischer Tiefe und typischer Schiefermineralität.


Graacher Himmelreich – Paradelage der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Graacher Himmelreich ist ein Paradebeispiel für das Potenzial der Mittelmosel-Rieslinge; teils stehen die Reben noch in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Die nach Süd-Südwest bis Südwest ausgerichteten Weinberge (110–260 m, 45–65 % Neigung) profitieren von der reflektierenden, wärmespeichernden Wirkung der Mosel und dem natürlichen Windschutz des Tals. Die Böden aus leicht erwärmbarem Blau- und Grauschiefer prägen die Mineralität; Wasseradern im Hang sichern eine kontinuierliche Versorgung der Reben. Der Name „Himmelreich" stammt vermutlich aus dem Keltischen und bedeutet „kleiner Hügel".

Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)

2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüße Riesling Spätlese aus dem Graacher Himmelreich, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer.

Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure der Spätlese bewahrt.

Im Glas

Eine filigrane, fruchtsüße Spätlese: reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, ein Hauch weißer Blüten und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem langen, mineralisch-frischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose über Zitrus und weißen Blüten, mit feiner, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.

Eine filigrane, sehr langlebige Mosel-Spätlese. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, zu Currys, zu kräftigem und blauem Käse sowie zu Desserts mit Frucht; auch solo ein Genuss.


Lage: Graacher Himmelreich (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-Südwest- bis Südwest-Steillage, 45–65 % Neigung, 110–260 m; leicht erwärmbarer Blau- und Grauschiefer; teils Einzelpfahlerziehung
Klassifikation: Riesling Spätlese, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: penible Selektion, Handlese, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

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